Donnerstag, 27. AbruarMö
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Gefängnisstrafen für Fischereivergehen
„Um Gottes willen! Du hast ein Huhn über-
biete.
Zylinderschleiserel-em seltener Gewerbebetrieb
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Während wir noch in Betrachtungen versunken cd über das günstige Geschick, das seine Flügel ijiitjent) über dieses Huhn breitete, kommt die Be- ierin unseres Huhnes mit den Ueberresten in be- ^iflicher Eregung an unfern Wagen, um uns zu (klären, daß gerade dieses, ihr Lieblingshuhn, von uifchätzbarem Wert gewesen sei. Seine Bescheiden- ü sei ebenso stark entwickelt gewesen, wie seine Lgefreudigkeit, so daß sie als Tierhalterin in juri- l'chem Sinne wohl ein Anrecht habe auf eine ent- gechende Schadenvergütung. Sie formuliert diesen chaden mit einer Summe, für die man in gefällt» giren Zonen wohl zwei Marabus erstehen könnte.
L i n k s: An einem Spezialgerät für das Schleifen der Zylinder. Unter der Maschine steht der zu bearbeitende Motorblock. — Rechts: Die Fräsmaschine unmittelbar auf den Motor ausgesetzt, der sich noch im Fahrgestell befindet. — (Aufnahmen [2): Neuner, Gießener Anzeiger.)
markt.
Vorbericht.) Um iorauftrieb: 687 kosteten: Kälber 18, Schweine 51
Medizinmänner werden zuaelassen.
Wie auch in anderen Teilen des britischen Weltreiches führen die englischen Behörden seit langem einen zähen Kampf gegen das Unwesen der afrikanischen Medizinmänner. In Uganda scheint man es für zweckmäßig zu halten, dem Mißbrauch, der von diesen einflußreichen Zauberern auf medizinischem Gebiet unter den Stammesangehörigen getrieben wird, auf eine andere Weise zu steuern, in dem man ihre Tätigkeit nämlich nicht einfach verbietet, sondern ihnen die Berufsausübung nur dann gestattet, wenn sie wenigstens die Grundlagen der europäischen Medizin beherrschen. Die Medizinmänner, die sich neuerdings übrigens in einer Berufsorganisation zusammengeschlossen haben, müssen also fortab nachweisen, daß sie, wie in der bei Hugo Ber» mühler erscheinenden Zeitschrift „D er Naturforscher" mitgeteilt wird, imstande sind, bei erfahrungsgemäß häufig vorkommenden Unfällen und Krankheiten diejenigen Hilfsmittel anzuwenden, diül . auch von europäischen Aerzten gebraucht werden.
hren!"
Das ist jedoch ein Irrtum, denn im letzten Augen- (f hatte dieses Huhn den genialen Einfall, sich zu •rfen, so daß es noch einmal mit dem Schrecken snon kam.
in Berlin sage: „Die a-moII-Etüde von Chopin kann nur Backhaus spielen". Dank seiner starken Musikalität und seiner inneren Ausdruckstiefe bietet Backhaus in seiner olympischen Ruhe erfreulicherweise dem Publikum das Bild des wahrhaft klassischen Pianisten.
Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes wird eine hohe Belohnung für die Ermittlung der Täter ausgeschrieben.
Dekana.D.pfarrerGußmann Kirchberg tritt in den Ruhestand.
Der Landeskirchenausschuß hat den Pfarrer Ludwig Gußmann zu Kirchberg bei Lollar auf seinen Antrag am 20. Februar mit Wirkung vom 1. Mai 1936 in den Ruhestand versetzt. Dabei hat er ihm den Dank ausgesprochen für die der Landeskirche geleisteten treuen Dienste.
Pfarrer G u ß m a n n wurde am 10. Februar 1868 zu Hirzenhain als Sohn des dortigen Bürgermeisters Johannes Gußmann geboren. Nach Vollendung seiner Studien und nach dem Besuch des Friedberger Predigerseminars wurde er am 1. April 1894 Pfarrverwalter in Gettenau und kam
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Goethe und der Student.
Bei einer Aufführung von Goethes „Natürlicher Tochter" wandte sich nach dem zweiten Akt ein Student an einen neben ihm sitzenden älteren Herrn mit der Frage: „Um Vergebung, ist nicht das Stück von Vulpius?" Vulpius war der Verfasser des „Rinaldo Rinaldini" und vieler anderer nicht gerade hochstehender, aber gern gelesener Räuberromane im 18. Jahrhundert und außerdem Goethes Schwager. Der ältere Herr erwiderte: „Nein, das Stück ist von Goethe." Nach dem dritten Akt fragte der Student von neuem: „Wissen Sie auch ganz sicher, daß dieses Stück nicht von Vulpius ist?" — „Jawohl", erwiderte der Nachbar, „es ist wirklich von Goethe." Am Schluß schüttelte der Student zweifelnd den Kopf, er konnte sich noch immer nicht beruhigen und bemerkte: „Es ist doch von Vulpius." Da reckte sich der andere zu voller Größe empor und sagte flammenden Auges: „Das Stück ist von Goethe, und ich bin Goethe!" — „Sehr erfreut", stammelte da der Musensohn und fügte den befreienden Satz hinzu: „Ich heiße Müller."
ch'n für Beobachtungszwecke ausscheidet. Dieses .chn trägt vielleicht ein Alter von 18 Monaten auf inen Schultern.
Du siehst einen fremden Wagen herankommen.
Noch steht das Huhn auf der rechten Straßen- oqaenkl»i- di*o Inte, wohin es dem Anschein nach auch in eines 2Lk 12 i :er stehenden Häuser gehört, denn links ist em : >jch. Dieses Huhn hat nun in den 18 Monaten cher niemals das Verlangen gehabt, in den gegen-
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Da es häufig zu umständlich wäre, den ganzen Zylinderblock aus dem Kraftfahrzeug herauszumontieren, weil mancher Kraftwagenführer es auch eilig hat, schuf die Werkzeugmaschinen-Jndustrie bereits Zylinderschleifmaschinen, die unmittelbar auf den Zylinderblock, auf den Motor im Fahrgestell aufgesetzt werden können und dort ihre Arbeit leisten. Selbstverständlich ist dieser Arbeitsprozeß in allen seinen Teilen einer sehr genauen Kontrolle unterzogen. Auch die Kolben und die Pleuelstangen werden überprüft und für den Fall, daß es notwendig ist, ergänzt.
So ist auch in Gießen ein Gewerbe ansässig, das sich einfügt in den Kreis jener Betriebe, die dem Kraftfahrzeug dienen und der fortschreitenden Motorisierung auch zu jener Betriebssicherheit verhelfen, die die Voraussetzung für den Kraftfahrzeugverkehr sein muß.
Dornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) fröhliche Gymnastik im Lyzeum; 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Soldaten — Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Leuchter des Kaisers". — Alters-Vereinigung 1886—1936: Zusammenkunft in der „Stadt Mainz".
Goethe-Dund und kaufmännischer Verein.
i ■* stein. Ich möchte frühstücken!" be? i Für den Menschen der Jetztzeit ist ein über die ' : Maßen laufendes Huhn ein Ereignis:
Nehmen wir einmal an, das Huhn ist 8 bis 10 'konnte alt, hat zwei Beine, einen Schnabel und Lnt gesprenkelte Federn auf seiner Außenhaut.
Es steht ruhig und anscheinend gefaßt auf der
zur Leipziger Frühjahrsmesse.
Die Deutsche Lufthansa richtet zur Leipziger jr ü h j a h r s m e s s e einen Sonderflug- lienst mit der dreimotorigen Ju 52 zwischen Frankfurt a. M. und H a l l e — L e i p z t g em. üe Flugzeuge verkehren ab Frankfurt 7.00, an falle—Leipzig 8.30 Uhr, zurück ab Halle—Leipzig MO, an Frankfurt 18 Uhr. Die Flugzeuge ver- tibren in der Zeit von Samstag, 29. Februar, bis Mittwoch, 4. März einschließlich. Besonders hmg^ niefen wird darauf, daß dieser Sonderdienst auch am Messesonntag in beiden Richtungen durchge- sihrt wird. Messebesucher erhalten neben dem 'Kirffhigrabatt eine Sonderermäßigung von 10 v. H.
und war dann ein Jahr lang als Schreiber im Reserve-Lazarett I tätig. Gewiß erinnert sich noch mancher seiner Landsturmkameraden an die kleinen Musikabende in der Wirtschaft Henkel in der Walltorstraße, wo Backhaus spielte und ihnen vorher von den Komponisten und ihren Werken erzählte.
Die modernen Errungenschaften der Technik schaffen immer wieder neue Berufe, neue Verdienstmöglichkeiten. Das gilt insbesondere von der Fahrzeugindustrie, die ja dank der starken Förderung der Motorisierung in Deutschland sehr vielen Menschen, Hunderttausenden, Arbeit gibt. Aber nicht nur die Produktion der Fahrzeuge beschäftigt viele Volksgenossen, sondern auch die notwendige Instandhaltung der Fahrzeuge. Reparaturen an Fahrzeugen gibt es immer wieder, selbst wenn der Fahrer noch so vorsichtig mit seinem Kraftfahrzeug umgeht.
Eine besonders sorgfältige und wichtige Arbeit ist jene, die den Zylindern, den eigentlichen Kraftzentren des Motorfahrzeuges, zuteil werden mutz. Durch die hohe Beanspruchung, die gerade dieser Teil des Motors auf sich nehmen muß, ist der Zylinder Veränderungen unterworfen, die zwar nur Bruchteile von Millimetern ausmachen, aber doch empfindliche Betriebsstörungen im Gefolge haben können.
Die Zylinder müssen deshalb von Zeit zu Zeit, nach so und so vielen Tausenden von Kilometern,
Hochschulnachrichten
Der Führer und Reichskanzler hat den Gruppenleiter in der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin, Dr.-Jng. Kurt Schnauffer tum ordentlichen Professor der Technischen Hochschule München unter Berufung in das bayerische Beamtenverhältnis ernannt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1936 ist ihm die ordentliche Professur für Flugmotoren- und Triebwerkslehre verliehen worden.
Der Führer und Reichskanzler hat den Prediger Lic. Paul Sprenger aus Wuppertal- Barmen unter Berufung in das bayerische Beamtenverhältnis zum außerordentlichen Professor der Universität Erlangen ernannt. Mit Wirkung vom 1. November 1935 ab ist ihm die Professur für reformierte Theologie verliehen worden.
Professor Dr. Wolfgang Panzer, Extraordinarius für Geographie an der Universität Berlin, ist zum ordentlichen Professor an der Universität Heidelberg ernannt worden. Professor Panzer war zuvor als Professor der Geographie an der Sunyatsen-Universität in Kanton (China) tätig. 1929/30 war er mit einer Vertretung an der University of California in Berkeley betraut. Seine Arbeitsgebiete sind Geomorphologie, Kulturgeographie und Länderkunde, besonders von Spanien und Kalifornien.
Professor D. theol. Dr. phil. Walther Köhler, Ordinarius für historische Theologie an der Universität Heidelberg, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Prof. Köhler konnte am 27. Dezember v. I. das 65. Lebensjahr vollenden. Seine zahlreichen Arbeiten betreffen Kirchengeschichte und Kirchenrecht, sowie Profangeschichte der Reformationszeit. Professor Köhler ist ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied der Hugo-Grotius-Ge- jellschaft iu Amsterdam,
Man schreibt uns: Der nächste Vortragsabend indet am Montag, 2. März, und nicht, wie ur- prünglich vorgesehen, am 5. März statt. Der bekannte Vortragsmeister Wilhelm Hochgreoe ist zu einem Vortragsabend gewonnen worden „Eine frohe Stunde mit Hermann Löns". Wilhelm Hoch- greve, dem der Ruf eines ausgezeichneten Sprechkünstlers vorausgeht, erfüllt feine Aufgabe, den Dichter in seinen Werken zu zeigen und seine Mensch- und Tiergestalten plastisch werden zu lassen, in hervorragender Weise. Es wird wirklich ein Abend bei Löns, den Löns, der Dichter, Mensch und Weidmann wird vor uns erstehen. Der Künstler will an diesem Abend den frohen Löns zeigen. (Siehe heutige Anzeige.)
Deutsche Arbeitsfront.
Fachgruppe Vermitttergewerbe.
Die am Samstag, 29. Februar, abends 8 Uhr, im Hause der Deutschen Arbeitsfront angesetzte Versammlung der Fachgruppe Vermittlergewerbe muß wegen der Sammlung der DAF. ausfallen. Der nächste Termin wird an dieser Stelle bekanntgegeben.
Ein unerhörter Fastnachtsunfug.
Die Kriminalpolizeistelle der Polizeidirektion Gießen teilt mit:
Am Fastnachtdienstag gegen 23.30 Uhr wurden in den Lokalen Cafä Amend, Hindenburg und Schwaabs Weinstube, die infolge des Faschingstreibens voll besetzt waren, starkwirkende Tränengasbomben von bis jetzt noch unbekannten Tätern geworfen. Die Gäste der genannten Lokale mußten fluchtartig die Gaststätten verlassen. Die Ermittelungen nach den Tätern, die nach einer bestimmten Richtung hin sofort ausgenommen wurden, sind noch im Gange. Im Interesse der Aufklärung dieser verwerflichen Handlung werden alle Personen, die zur Ermittelung der Täter Wahrnehmungen gemacht haben, ersucht, der Kriminalpolizeistelle umgehend Mitteilungen zugehen zu lassen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden.
In der vorigen Hauptverhandlung versuchten sämtliche Angeklagten ihre Vergehen zu leugnen, sie wurden jedoch durch die Beweisaufnahme überführt. Der Amtsanwalt beantragte gegen Flick und Kun ft mann je sechs Monate 2 Wochen, gegen Steinmetz einen Monat Gefängnis. Gegen den Angeklagten Benner beantragte er eine Geldstrafe von 1ÖO.— RM., eventuell 20 Tage Gefängnis.
In der Sitzung am heutigen Donnerstagvormittag wurde folgendes Urteil verkündet:
Heinrich Benner erhielt eine Geldstrafe von 100 Mark, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit je einem Tag Gefängnis für je 5 Mark bewertet wird.
Karl Flick erhielt sieben Monate Gefängnis.
Michael Kun st mann ebenfalls sieben Monate Gefängnis.
Ernst Steinmetz wurde zu einem Monat Gefängnis verurteilt.
Bezüglich den Angeklagten Benner und Steinmetz wird das Verfahren wegen der vor dem 2. August 1934 begangenen Fischereivergehen gemäß § 2 des Gesetzes über die Gewährung von Straffreiheit vom 7. August 1934 eingestellt. Die Kosten haben die Angeklagten zu tragen.
iyenbroo Huhn mit Reis zu essen, was deine Frau jdoch als pietätlos bezeichnet, so daß auch hier noch ine tiefere Verstimmung nachwirkt.
Kraftfahrer! Achtet darauf, wenn ein Huhn ein Züchen gibt! P- K.
Sonderflugdienst
nachgefchliffen werden. Diese Arbeit muß mit großer Sorgfalt und mit aller Exaktheit erfolgen. Für diesen Zweck wurden Spezialmaschinen geschaffen, die diese Arbeit mechanisch und deshalb um so zuverlässiger ausführen, da ja die menschliche Hand dieser seinen Arbeit kaum gewachsen sein dürfte.
Im Raume zwischen Kassel und Frankfurt gibt es nur wenige Betriebe, die diese Zylinderschleiferei als Spezialarbeit betreiben. Ein solcher Betrieb ist in Gieße^n in der Zylinderschleiferei von A l - bersmann. Mit feinen Meßinstrumenten geht man dort vor, mit Instrumenten, die au; ^1000 Millimeter ausschlagen: die Spezialfräsmaschine folgt diesen feinen Maßen, d. h., sie kann so empfindsam eingestellt werden und fräst dann den Zylinder dementsprechend wieder völlig kreisrund aus. Die Arbeit dieser Fräsmaschine ist trotzdem erst Vorarbeit. In winzigen Stufen arbeitet sie im Zylinder und trägt nacheinander das Material der Zylinderwand ab. Dann kommt der Zylinderblock auf die zweite Maschine, in der fein nachgefchliffen wird. ______________________________
Wilhelm Backhaus.
Zum bevorstehenden Konzert des Gießener Konzertvereins.
Dom Konzertverein wird uns geschrieben: Wilhelm Backhaus, einer der bedeutendsten Vanisten der Gegenwart, ist geboren am 26. Marz K84 in Leipzig, war von 1891 ab Schuler von Seckendorf und von 1899 ab Schuler von dAldert, der damals in Frankfurt wohnte. Im üihre 1900, also mit 16 Jahren, spielte Backhaus ersten Male in Gießen und zwar die Handel- Sariationen von Brahms; er begeisterte schon damals sein Publikum durch seine verblüffende Tech- nt und sein klares, allen Mätzchen abholdes Spiel. 1*01, als d'Albert ein Konzert in London absagen iufote, empfahl er seinen jungen Schuler, der dort tuen Riesenerfolg hatte und feit dieser Zeit der ^gesprochene Liebling des englischen Publikums i-, in dessen Londoner Konzerten sich fast immer Mitglieder des königlichen Hofes einstellen. 1905 nurbe er Lehrer am Royal College of Music gu Manchester; ebenfalls 1905 erhielt er in Pans den Rubinstein - Preis. Sein Lehramt legte er bald neber, um als Konzertpianist die ganze Welt zu durchreisen und durch sein großes Künstlertum dem Ansehen der deutschen Musik aufs höchste zu dienen. Oanz besonders freudigen Widerhall fand sein . Spiel in Wien; vor einigen Jahren ernannte ihn alte, berühmte „Gesellschaft der Musikfreunde fteren Ehrenmitglied Beethoven war) zu ihrem iGbrenmitgüeb und lud ihn ein, seinen 50. Geburts- tlS mit einem Konzert in Wien zu feiern.
Vor etwa zehn Jahren schrieben die Pariser 3“itungen von „dem großen deutschen Beethoven- Oiterpreten Backhaus"; feit langem ist er überall d rch sein Beethovenspiel berühmt. Der y tu) re r , b r ihn als Menschen und Künstler gleich hoch I ic»ätzt, hat ihn persönlich in den neugegrundeten R-Hturfenat berufen. Ebenso wurde Backhaus o:n ihm zu dem musikalischen Abend beim-Empfang b r englischen Minister im vorigen Jahre emge- l(ben, um Beethoven zu spielen.
Während des Weltkrieges war Backhaus über e.n Jahr in Gießen tätig. Er erhielt seine mm- i strijche Ausbildung im hiesigen Landsturmbataillon
In der vorigen Woche hatte sich das Amtsgericht Gießen mit dem Heinrich Benner II., dem Karl Flick, dem Michael Kun st mann und dem Ernst Steinmetz, sämtlich aus Gießen, wegen Vergehens gegen das Fischereigesetz, Diebstahls und Sachbeschädigung zu beschäftigen.
Es ist bekannt, daß der nationalsozialistische Staat sein besonderes Augenmerk auf die ordnungsgemäße, im Interesse der Allgemeinheit liegende Ausübung des Jagd- und Fischereirechts lenkt. Diese Tatsache findet ihren Ausdruck in den jüngst auf diesem Gebiet erlassenen Gesetzen, die für Zuwiderhandlungen scharfe Strafen androhen.
Trotzdem haben die Angeklagten gegen die bestehenden Bestimmungen in der schwersten Weise verstoßen, indem sie in den Jahren 1931 bis 1934, die Angeklagten Flick und Steinmetz sogar noch im Jahre 1935 nicht nur in Schonrevieren, sondern auch in fremden Gewässern ohne Erlaubnis gefischt haben. Hinzukommt außerdem, daß dem Angeklagten Benner von unbekannten Tätern die Angelgeräte beschädigt wurden. Der Verdacht fiel auf den Reviernachbar des Angeklagten Benner. Aus diesem Grunde zerschlug Flick, der für Benner die Fischerei ausübte, den dem Nachbarn gehörenden Kahn. Außerdem entwendete er im Mai 1935 zwei auf der Lahn schwimmende Enten und schlachtete sie ab.
Nach dem Kriege war Backhaus lange im Ausland, wo er vorbildlich für Deutschland wirkte. In Deutschland, besonders in Berlin, war er seltener zu hören, zumal in der Reichshauptstadt gewisse Musikkreise gegen ihn arbeiteten. Gießen blieb er aber immer treu, und auf jeden Ruf kam und kommt er mit Freuden. Sein Klavierspiel hat sich inzwischen auf die höchste menschliche Höhe gesteigert; seine Technik ist die gleich große geblieben. Ein Berliner Künstler erzählte kürzlich, daß man
eine ftalfdv 9«n Zonen woyi zwei ^caravus erpeyen lunrue. oben W1 h bleibt dir nur der Trost, am Ende der Fahrt L v r u. \> c,,,Uv, fUnir ,,, offori mna hoino
vriiter Blatt
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Mus derprovinzialhaupistadt.
'm?'<3’5'■ Wir überfahren ein Huhn!
I«' gett Noah seine Arche zwecks Erhaltung der 5- ReickM' Hyrten in Sicherheit brachte, sind Hühner wohl über 109 Qf)n- verschiedenen Straßen der Erde gelaufen. Men- Äilch qa0, 5a- !Lcn früherer Jahrhunderte haben voraussichtlich ' ^il Ljefcr Tatsache wenig Bedeutung beigelegt. Für sie ötfe nar ein Huhn, das über die Straße lief, nur ein
I '-yhn, das über die Straße lief. Sie sagten Diel» v5 öorlienpnx -irfit: „Da läuft ein Huhn. Hole mir schnell einen
1 der n°e i * firh möchte frühstücken!"
.........
’Wen biipTn 'nen Straßenselte.
und Unbill? I 5n dem gleichen Augenblick aber, in dem sich ttelmarft JÄ H ufer Wagen seinem Standort nähert, fühlt es das Ermitteln h ‘-inaenöe Bedürfnis, als Wegebenutzer aufzutreten d '005 Lrb die Straße zu kreuzen. Das tut es nicht, ohne ln Zeichen zu geben, das du dir merken mußt:
Zuerst streckt es feinen Hals vor. Alsdann Leckt es das rechte Bein nach hinten, dann das
ie, altes übri^ "ke. Dann schlägt es sichtlich erregt mit den Flu- izen W13 9aq ein, und schon ruft deine Frau:
3Wen Ri) S' „Um Gottes willen! Du haft ein Huhn über- rokanbe snrpii' rhren!" Du willst dich nicht der Autoflucht schuldig "eie fachen und hältst, wobei du alsbald Gelegenheit 230 ta? ast, ein anderes Huhn zu beobachten, zumal dein oo’ea . iihn für Beobachtunas^wecke ausscheidet. Dieses
Dorisch wasserscheu.
nd-m 'ojnZ" Durch den Anblick des Wagens erwacht in dem ' d,4U ns |ier^en dieses Huhns anscheinend eine unstillbare ehnsucht nach einem Bad. Es gibt sein Zeichen: uerft streckt es seinen Hals vor. Alsdann streckt das rechte Bein nach hinten, dann das linke ein. Dann schlägt es sichtlich erregt mit den Flü- In, und schon sagt deine Frau:
„Um Gottes Willen! Die haben auch eins über-
10,50, Mühlen, M mit Mono-
XrotflnlÄ Eediegenben Teich' zu laufen.' Denn nach Brehm fk-Stotion heu c 005 $uI)n fein Schwimmvogel. Außerdem ist es genftrof) (draht.
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