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ßungsschreieSie kommen! Sie kommen!" zu schlie­ßen, sahen sie in mir einen Mann, der keinerlei Restriktionen" unterworfen zu sein schien. Herr Ping-Pang-Pong begann bereits hier mit den Erklärungen": Sie sehen einen großen Lichthof, der durch vier Stockwerke bis an die Decke reicht. Ringsum visr Galerien, an denen die Gastzimmer liegen, jedes mit einem besonderen Namen. Wir werden im Zimmer derFliegenden Abendröte" im ersten Stock speisen!"Warum auch nicht!" dachte ich und griff in Gedanken nach meiner Brief­tasche. Bon einem halben Dutzend in hellblaue sei­dene Operationsmäntel gehüllten Kellnern eskor­tiert, landeten wir in einem saalartigen, behaglich erwärmten Zimmer, das sehr nett eingerichtet war. Ein großer runder Tisch mit acht Gedecken und ebensoviel Stühlen, zwei davon mit roten seidenen Decken behängt und für die Ehrengäste bestimmt, während für den Gastgeber ein kümmerlicher Hocker bestimmt war, weil er auch durch die Art des Sitzens seine Nichtswürdigkeit zum Ausdruck zu bringen und sich als armseliger Mensch von seinen erlauchten Gästen zu distanzieren hat. Auf einem zweiten großen Tisch liegen Pinsel, Tusche und ein Block rotbedruckter Papiere.Und was ist das, Herr Ping-Pang-Pong?"Oh! Das ist nichts! Mit diesen Zetteln werden" Herr Ping-Pang- Pong lächelte dabei diskretdie... nun wie sacht man in Berlin? die Mädchen mit den leichten Sitten eingeladen, damit es lustig wird. Soll ich einladen?"Lieber nicht... wird aeh'n doch sicherlich auch mal allein zusammen bum­meln?"Aber jewiß doch", sagte Herr Ping- Pang-Pong und ließ sich des längeren über das Opium-Sofa in der Ecke aus. Denn als Magen­schluß gehört zu einem chinesischen Diner ein Opiumpfeifchen genau so, wie bei uns ein Mokka. Dann übersetzte Herr Ping-Pang-Pong noch ein paar tiefsinnige Wandsprüche und Distychen, aus denen hervorgmg, daß im Zimmer derFliegenden Abendröte" die Gäste sich so wohlzufühlen haben, daß sie die geleerten Trinkschalen dem Monde zu­werfen und sich selbst in Blumen wälzen möchten. Worauf man erwartungsvoll zu Tisch ging.

In der Mitte vier große Schüsseln, gehäuft mit Vorspeisen: Getrocknete und panierte Krebsschwänze, kleingeschnittene und besonders präparierte Geflügel- Lebern und -Mägen, fleischumwickelte, aber geöffnete Mark-Knocken von Entenbeinen, zu Apfelsinen- Halbmöndcyen zerschnitteneFaule Eier", die wie Gallert magisch tief-grün-blauviolett schimmerten, dazu allerlei Grünzeug und andere schöne Dinge mehr. Dor jedem Gast ein paar silberne Schälchen, -Stäbchen und langstielige silberne Löffel, Soja- Sauce, Sonnenblumen- und Kllrbiskerne.Als­dann, meine Herrschaften, fangen wir an!" Als Gastgeber ergriff ich auf den Rat meines Meisters zwei Stäbchen, wedelte damit zu Beginn des Essens über alle Schüsseln hin, und schon streckten alle die Hände aus zum lecker bereiteten Male. Man trank herben Reiswein mit Kandiszucker in kleinen Schälchen und sagte wiederholtGam-B6", was auf bayerischG'suffa" heißt und hierTrockne den Becher aus!" bedeutet. Es wurden sehr viele Becher trockengelegt".

Nach den Vorspeisen kleine Kunstpause mit Tee und Zigaretten, worauf dann das eigentliche Essen begann, das schon oft geschildert worden ist, daß ich mich hier mit einem kurzen Kommentar der mit schöner, aber unleserlicher Tusch-Schrift bemalten Speisekarte begnüge: Haifischflossen... gekochte Stärke oderBlubber", aber pikant.1 Schwalben- Nester... Nudelsuppe, wie bei Muttern. Meer­gurken ... Vegetariern nicht zu empfehlen, da diese aallertartigen, mit Saugnäpfche versehenen und stark jodhaltigen Tiere zwar genau wie Senfgurken aussehen, aber... brr! Mongolische Fleischknödel in Teig gehüllt... erstklassig! Peking-Ente: ein gemästetes, gebratenes Untier, das von zwei Kell­nern zunächst als Schaustück herumgereicht und dann auf einer Neben-Anrichte in 847 kleine Stücke zerfleischt wurde. Diese Stücke wickelte man in dünne Teigoblaten, tat dicke Soja-Sauce darauf und schob diese Paketchen in den Mund, wo sie auf der Zunge zergingen, sich aber im Magen nach dem 20. Häppchen in Blei zu verwandeln schienen. Es folgten Bambus-Sprossen als Spargel-Ersatz, Schüsseln mit süßen Lotoskernen, gebackene Krebse und vier verschiedene Nachgerichte, die freilich im Zeichen allseitiger Magenüberfüllung zunächst mehr dekorative Zwecke erfüllten. Aber nach längeren Kunstpausen, in denen man wieder viele Becher austrocknete" und wiederholtTzin-Tzin", alias Prost" sagte, wurden auch sie schließlich überwäl­tigt und vernichtet. Darauf erschienen Diener mit heißen Tüchern. Man wischte sich damit Ent­schuldigung! den Schweiß ab, trank herben Tee, kaute geistesabwesend Sonnenblumenkerne und be­fand sich in jenem Zustand, den jemand mal so schön alsWindstille der Seele" bezeichnet hat. Jetzt sichin den Blumen wälzen" oder auf dem Kana langausgeftreckt zur Belebung ein Opium- Pfeifchen schmauchen... ach ja! Zu leben und zu genießen, das verstehen die Chinesen! Halb elf Uhr abends zeigte die Uhr, als die Tafel aufge­hoben wurde und zwei dienstbare Geister mit der

Schmerzensreichen", soll heißen mit der Rechnung" erschienen. Danach hatten im Speise­hauseZum Frieden der einsamen Seeltf im Zimmer derFliegenden Abendröte" acht Perso­nen vier große Kannen Wein, vier Vorgerichte, zehn Hauptgerichte und vier Nachgerichte sagen wir mal höflichzu sich genommen". Ihre zufriede­nen Mienen glichen denen entschuldigen Sie, Herr Schulze, wenn Sie das irgendwo lesen sollten von Riesenschlangen nach der Verschlingung eines

ausgewachsenen Ochsen. Und dabei hatte das ganze Essen Summa-Sumarum nur 24 Pen oder 17 Mark gekostet! Sechs Pflichteinladungen auf einen Schlag außerhalb des eigenen Hauses für insgesamt 17 Markerledigt"... Unter diesen Umständen begreift man es, wenn ge­rade die Hausfrau vomFernen Osten" begeistert ist! Denn sechs Gäste Im eigenen Heim durchzufüt­tern ... welcher Ehemann hätte nicht allein schon ob der Vorbereitungen die Hände gerungen?

Wirtschaft.

4pröz. dto. 5,30, Adca 71, Commerzbank 93, DD.» Bank 92,50, Dresdner Bank 92,50, Reichsbank 187, Württemb. Notenbank 104, Harpener 112, Mannes» mann 87 Br., Hoesch 91,60, Rheinstahl 117, Laura- Hütte 23, Verein. Stahlwerke 85,90, Aku 51,40. AEG. 37,50 Br., BMW. 123,50, Bekula 140, Conti Gummi 176,50, Daimler 101,50, Scheideanstalt 212, Deutsche Linoleum 153,50, Licht & Kraft 133,75, IG. Farben 152,25, Feinmech. Setter 85, Gesfürel 128,50, Goldschmidt 106,75, Junghans 88,25, Metall- gesellschaft 113,25, Schuckert 131,75, Reichsbahn- Vorzugsaktien 122,75, AG. für Verkehr 109,25, Ha- pag 17, Schramm Lack 89, Chem. Milch 90, Seil Wolff 82,50.

Frankfurter Getreidebörse.

Oer Bergbau im Januar.

Die deutsche Steinkohlenförderung zeigt im Januar infolge der höheren Zahl der Ar­beitstage (26) mengenmäßig gegenüber dem Vor­monat (24 Arbeitstage) eine Zunahme, sie ging aber arbeitstäglich um 2,5 v. H. zurück. Die Gewin­nung lag damit jedoch noch um 10,8 v. H. über dem Ergebnis des Vorjahres (26 Arbeitstage). Ab­geschwächt war namentlich der Hausbrandabsatz, während der Jndustriekohlenabsatz ziemlich beständig blieb. Bei geringer Belegschaftsvermehrung blieben die Haldenbestände fast unverändert. Die Feierschich­ten nahmen ein klein wenig zu.

Die Kokserzeugung war etwas höher, wäh­rend die Brikettherstellung zurückging.

Dem Braunkohlenbergbau brachte die außergewöhnliche Milde des Januarwetters einen Rückschlag. Arbeitstäglich wurden an Rohkohle 8 v. H. weniger gefördert. Der Rückgang der Bri- ketterzeugung betrug 7,1 v. H.

Im Eisenerzoergbau überstieg wiederum der Absatz die Förderung, so daß die Vorräte ent­sprechend vermindert werden konnten.

Im Metallerzbergbau waren Förderung und Belegschaft höher, die Metallpreise setzten ihre rückläufige Bewegung fort.

Die Erdölgewinnung verringerte sich um ein weniges.

Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

164: 11. Zusatzvereinbarung mit der Belgisch-Lu­xemburgischen Wirtschaftsunion.

165: Aufhebung von Bestimmungen des Abkom­mens mit Belgien-Luxemburg.

166: Zu dem Erlaß der Bank von Griechenland über den deutsch-griechischen Handel.

167: Stand des deutsch-niederländischen Verrech­nungsverkehrs am 22. Februar 1936.

168: Bekanntmachung KP 110 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

Mein-Mainische Börse.

rNillagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 26. Febr. Die anhaltende Orderlosigkeit aus dem Publikum ließ auch an der heutigen Börse kaum Geschäft aufkommen, zumal da besondere Anregungen fehlten. Die Kulisse zeigte sehr abwartende Haltung und nahm verschiedentlich kleine Abgaben vor. Die Vorgänge im Fernen Osten wurden viel besprochen.

Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung bei sehr kleinen Umsätzen uneinheitlich, es über­wogen meist leichte Abschwächungen. Feste Haltung hatten lediglich Verkehrswerte, AG. für Verkehr bei etwas größeren Umsätzen 108 bis 108,50 (106,50), auch Hapag lebhafter mit 16,75 (16,50), Nordd. Lloyd 18,75 (18). Stärker erhöht waren außerdem Linoleumwerte, Deutsche Linoleum 152,75 (150,13), Conti Linoleum Zürich 153,50 (152). Der Montan­markt brachte bei denkbar kleinen Umsätzen meist Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H., insbesondere nach den ersten Kursen ergaben sich Rückgänge. Schwächer lagen ferner Chemieaktien, Farben-Jn- dustrie 152 (152,65), Deutsche Erdöl 111 (112,25). Elektropapiere hatten zwar auch nur kleinen Um­satz, notierten jedoch überwiegend etwas freund­licher: Accumulatoren 175 (174), Siemens 176 (175,25), Schuckert 132 (131,-50), Licht & Kraft 134 (133,50), nur Felten 114,50 (115) und RWE. 127,40 (127,50). Im einzelnen eröffneten: Reichsbank 187 (186,75), Hanfwerke Füssen 89,75 (89,50), West­deutsche Kaufhof 32(32,25), Aku 51,75 (52,50), Muag 83,65 (84), Holzmann 97,90 (98), Zellstoff Aschaffen­burg 86,50 (87), Daimler unv. 100,13, Metallgesell­schaft unv. 113,50.

Am Rentenmarkt war die Haltung behaup­tet, das Geschäft hatte aber auch nur kleinen Um­fang. Altbesitz 110,70 (110.65), späte Schuldbuchforde­rungen 97,13 (97,13), Zinsvergütungsscheine 93,35 (93,40), Kommunal-Umschuldung 87,35 (87,35). Von fremden Werten blieben Mexikaner etwa behauptet, 4,5 Irrigation 8,10 (8,13), 4proz. Gold von 1904 8,25 (8,40).

Nachdem nach den ersten Kursen infolge der Ge­schäftsstille noch leichte Rückgänge bis etwa 0,25 v. H. eingetreten waren, wurde die Haltung in der

zweiten Börsenstunde fester. Montanaktien hatten größeres Geschäft, da lebhafte Nachfrage für Ber­einigte Stahlwerke, die auf 86,50 nach 85,65 anzogen, etwas anregte. Fest waren ferner Rheinstahl mit 116,50 bis 117 nach 115,75, die übrigen Montane zogen etwa 0,25 bis 0,50 v. H. an. Höher notierten außer­dem Deutsche Linoleum mit 153,50 nach 152,75 und Daimler Motoren mit 101,50 nach 100,13. Niedriger lagen weiterhin Aku mit 51,50 nach 51,75. Deutscher Eisenhandel zogen auf die beabsichtigte Kapital­erhöhung auf 118,75 (116,75) an, sonst zeigten die erst später notierten Papiere und auch die Mehr­zahl der anfangs zum Kurs gekommenen Werte keine Veränderungen. Am Kaffamarkt waren ein­zelne Jnduftriepapiere, wie Niederrh. Leder Spier, Schramm Lack und Frankfurter Hyp. Bank, etwas fester.

Renten blieben auch später still und unverändert. Pfandbriefe zeigten meist die gestrigen Kurse, auch Stadtanleihen lagen zumeist unverändert.

Im Freiverkehr galten u. a.: Kleyer 99,75 (100), Frankfurter Handelsbank 32 (33), Ufa-Aktien 55 (55,25), Growag unv. 80, Pokorny unv. 103,50 NSU. 110,50 (110), Wayß & Freytag unv. 92.

Tagesgeld war gefragt und zog auf 2,75 (2,50) v. H. an.

Abendbörse ruhig.

An der Abendbörse herrschte ziemlich abwartende Haltung. In Mantanwerten erfolgten kleine Ab­gaben, was meist zu leichten Rückgängen von 0,25 bis 0,50 v. H. führte. Verein. Stahlwerke 85,90 (86,40), Mannesmann 87 Br. (87,50), Rheinstahl 117 (117,25). Auf den übrigen Marktgebieten war die Haltung trotz der starken Gefchäftsftille wider­standsfähig und die Kurse blieben überwiegend gut behauptet, nur ganz vereinzelt wichen sie um Bruch­teile eines Prozentes ab. Am Kasfamarkt erhöhten sich Schramm Lack auf 89 (88), Bankaktien blieben unverändert. An den Rentenmärkten war das Ge­schäft klein und die Kurse unverändert. Zertlf. Dollar-Bonds waren zu 0,250,50 v. H. höheren Kursen gefragt; 6proz. Preußen 61, 6proz. Spar­giro 60,75, 7proz. Spargiro 61,25.

U. a. notierten: Altbesitzanleihe 110,90, 6proH. IG. Farben-Bonds 127,50, 5proz. Rumänen 6,30,

Frankfurt a. M., 26. Febr. Das vorliegende Weizenangebot aus Kurheffen und der Wetterau war für die ruhigere Mühlennachfrage ausreichend; größeres Angebot bestand weiterhin aus Mittel­deutschland auf dem Wasserwege. Die Roggenan- lieferungen aus hiesiger Gegend blieben klein, wäh­rend norddeutsche Herkünste genügend angeboten wurden, womit sich hauptsächlich die größeren Mühlen versorgten. Hafer und Futtergersten blieben weiterhin fast ohne Angebot. Brau- und Jndustrie- gerften lagen still. Am Futtermittelmarkt erhält sich die Nachfrage nach schweren Futtermitteln, das Angebot an Kleie, Schnitzeln und Oelkuchen ist aber sehr gering. Das Mehlgeschäft zeigte die vor dem Monatswechsel übliche leichte Belebung. Rauh- futter hat weiterhin ruhigen Markt.

Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 209, W16 212, W 19 216, W 20 218. Rogaen R 12 172, R15 175, R18 179, R19 181, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Hafer, Futtergerste, Braugerste 225 bis 230. Weizen­mehl W13 28,25, W 16 28,50, W 19 28,50, W 20 28,85; Roggenmehl R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17,00, Weizenfuttermehl 13,00 bis 13,25; Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlen- feftpreife ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Mono- polzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erd­nußkuchen m. M. 18,30, Treber, Trockenschnitzel 9,04, Großhandelspreis ab Fabrik-Station, Heu 7,90 bis 8,00, Weizen- und Roggenstroh (draht­gepreßt) 3,50 bis 3,80, do. (gebündelt) 3,40 bis 3,70. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schtachtvlehmartt.

Frankfurt a. M., 27. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 687 Kälber, 56 Schafe, 700 Schweine. Es kosteten: Kälber 38 bis 68 Mark, Hümmel 40 bis 48, Schwein- 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine wurden zu­geteilt.

Starkenburg und Meinhessen.

Wieder 4,182 Millionen BM. Baudarlehen der OBS.

LPD. Darmstadt, 26. Febr. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft hat die zweite diesjährige Baugeldausschüttung ovrge- nommen. Zur Erstellung und Entschuldung von 114 Eigenheimen wurden 1,18 2 Millionen Mark bereitgestellt, womit zur Baumarkt­belebung und verstärkten Arbeitsbeschaffung für das Bauhandwerk bisher insgesamt 68 Millionen Mark zur Erstellung von rund 6100 Eigenheimen vergeben wurden.

Reichsbahn und Karneval.

70 000 Fahrgäste

am Rosenmontag nach Mainz befördert.

LPD. Mainz, 26. Febr. Der Rosenmon­tag hat an die Reichsbahn wieder hohe Anfor­derungen gestellt. Besonders betont werden muß, daß sich vor allem in den Vormittagsstunden der Verkehr zusammendrängte und daß er trotzdem dank der umfassenden Vorbereitungsmaßnahmen reibungslos, ohne Verspätungen und Unfälle be­wältigt werden konnte. Vor allem muß die dienst­freudige Einsatzbereitschaft des Personals erwähnt werden. In der Zeit von 8.30 bis 15 Uhr liefen auf den Mainzer Bahnhöfen 117 plan­mäßige Züge und 22 Sonderzüge ein, die die Be­sucher des Karnevals nach Mainz brachten. Es find in Mainz Hbf. 39 300, in Mainz-Süd 19 600 und in Mainz - Kastel 9100, zusammen also 68 000 Personen angekommen. Abbeför­dert wurden von Mainz Hbf. 47 600, von Mainz- Süd 14 100 und von Mainz-Kastel 8 600, insgesamt also 7 0 3 0 0 Personen. Großen Anklang fand die Verteilung von Handzetteln, auf denen die Reichsbahn außer dem Weg des Festzuges die

Rückfahrgelegenheiten nach allen Richtungen zu­sammengestellt hatte.

Eine Kalschmünzertverkstatt in Darmstadt ausgehoben.

Darmstadt, 24. Febr. (LPD.) In den letzten Tagen ist es der Darmstädter Kriminalpolizei unter Mithilfe des Publikums gelungen, eine Falsch­münzerwerkstatt auszuheben. Zwej junge Männer im Alter van 23 und 21 Jahren hatten sich unter dem Vorwand, sie seien Studen­ten, ein Zimmer gemietet, um angeblich Arbeiten für ihr bevorstehendes Examen auszuführen. Sie haben dann falsche Zweimarkstücke herge­stellt. Inwieweit Falschstücke von ihnen in den Ver­kehr gebracht worden sind, müssen die weiteren Er­mittlungen noch ergeben. In der Wohnung der Täter konnte das gesamte Herstellungsmaterial be­schlagnahmt werden. Die beiden Falschmünzer wur­den verhaftet und dem Richter vorgeführt.

SchwererUnfallaufderBeichsautobahn

LPD. Viernheim, 26. Febr. Ein auf der Rückfahrt von Frankfurt befindlicher Mannhei­mer Personenkraftwagen geriet auf der Reichsautobahn bei Kilometer 34,8 in der Höhe von Viernheim aus derFahrbahn. Der mit drei Personen besetzte Wagen fuhr eine große Strecke neben der Fahrbahn auf der stark geneigten Böschung weiter, wobei er nur dank feiner Ge­schwindigkeit nicht umkippte, und rannte schließlich gegen einen dicken Betonpfeiler einer Ueberführung. Bei dem Anprall wurden alle drei Insassen des Wagens schwer verletzt und das Ge­fährt völlig zertrümmert. Die Eisenbetonbrücke wurde beschädigt, so daß eine Abstützung notwendig wurde.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlüße. Abend- börse

Schluß« kurs

Schlüße. Mittag, börse

Datum

25 2

26-2.

25.2

26-2.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 192?

100,25

100,4

100,5

100,5

4% Deutsche Reichsanl. von 19S4

97,4

97,5

97,4

97,3

6Vi% Doung-Anleihe von 1930 ..

102,9

102,9

102,9

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Ausivs.»Rechten ..........

110,9

4*/»% Deutsche RetchSpostschatzaw

Weisungen von 1934. 1.......

6% ehern.8% Hess. BollSstaat 1929

100,05

100

100,1

100,1

(rückzahlb. 102%) ............

98,25

*y?% ehern. 8% Hessische Lande«.

bant Darmstadt Gold R. 12....

96,4

96,4

6Yi% ehern. 4!4% Hess. Landes-

Hypothekenbank DarmstadtLiaui

101,05

101,05

_

*¥<% ehern. 8% Darmst. Komm.

Landcsb.GoldschuIdverlchr. R.6

92,5

92,5

_

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslof.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

114,75

114,75

114,75

114,75

4 &% ehern.8% Franks. Hyp.-Bank

Goidpfe. 15 unkündbar bis 1935

96,5

96,5

_

6K% ehern. 4%% Franks. Hyp.- Bank»Ltyu.-Psandbriese.......

6y,% ehern. 4/,% Rheinische

Hyp.-Bank»Liqu.»Go!dpfe.....

101,5

101,5

101,65

101.65

*yt% ehern. 8% Pr. LandeSpsand-

öriefanstall, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

4/t% ehern. 7% Pr. LandeSpsand-

briesanst., Gold Komm. Obl.Vi

97

97

97

97

Eteuergutsch.BerrechnungSk. 34-38

108,7

108,7

108,7

108,7

4% vesterretchische Goldrente....

29,25

29,5

4,20% Oesterreichtsche Silbenente

1,2

1,2

8,65

8,75

8,8

8,85

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,75

8,75

8,85

8,75

4*4% desgl von 1913..........

8,7

8,65

8,75

8,8

6% abgest. Goldmexikaner von 99

13,9

13,9

13,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie ......................

9

9

_

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend, börse

Schluß« kurs

Schlüße. Mittag, börse

Datum

25.2.

26.2

25-2-

26-2-

4% veSgl. Serie 11 ............

5% Rn inan, veretnh. Rente v. 1903 4^i%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente ..

2)4% Anatolier ...............

Hamburg-Amertka-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz» und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Dtsconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Ban!..............0

Retchsbank ................u»

Bekula.................... io

Elektr. LteferungSgesellfchaft... 5

Licht und Kraft ........... 6%

Fellen & Guilleaume......... 4

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co................

Siemens S Halske.............

Lahmeyer L Co...............

Buderus ................... 4

Deutsche Erdöl ...............

Harpener....................

Hoesch EisenKöln-Reuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............e

Ilse Bergbau Genüsse........g

Klöcknerwerke ...............g

Mannesmann-Röhreu........0

9

6,5

9,2

5,35

37,65

16,5

18,13

106,5

117,5

93

92,25

92,25

186,75

37,75

140

119,75

133,5

115

130

127,5

131,5

175,25

127.5

112,25

91,5

129,5

87

87,9

9

6,3

9,15

5,3

37,75

18,75

109,25

117

93

92,5

92,5

187

37,5

140

120

133,75

114,5

128,5

126,25

127,4

131,75

176

128

96,5

111

112

91,65

129

87

87

9,25

9,2

5,35

37,6

16,65

25,5

18,65

107

117,25

93

92,25 92,25

186,65

37,9 140,25 120,25

133 115

129,4

127

127,5 131,75

175,5

128

96,75 111,65

112,5

91,75

163 129,65

87

87,5

9,25

6,3

9,13

5,35 37,75

16,9

18,75

109

117

93

92,5

92,5

187

37,4

140,4

120 133,75 114,75 128,75

127 127,25 131,75

176

127,75

96

111

111,5

91,65

163

129

87

87,4

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß, kurs

Schlüße. Abend« börse

Schluß, kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

25-2-

26.2

25.2

26-2.

Mansfeider Bergbau.......

.. 5

132

132,25

131,75

Kokswerke................

.. 6

119,5

118,75

Rheinische Braunkohlen ....

. 18

220,5

222

Ryeinstahl ................

.. 4

116

116,75

116,65

117,25

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

85,9

85,9

85,9

86,25

Olavi Minen .............

.. 0

19,13

18,9

19,13

19,13

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

128,25

127,5

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

122

122

122,25

122,75

Kaliwerke Salzdetfurth.....

iy.

186

9. G. Farben-Industrie.....

.. ?

152,65

152,25

152,4

152,5

ScheideanstaU.............

.. 9

211,5

212

Goldschmidt ..............

.. 5

107,5

106,75

107,5

106,5

Rütgerswerke .............

.. 6

120,5

120,5

120,25

120,5

Metällgeiellschaft...........

.. 4

113,5

113,25

113,9

113

Philipp Holzmann.........

.. 4

98

97,9

98,25

98

Zementwerk Heidelberg ....

Cementwerk Karlstadt.......

::l

128,9

128,5

129

128,5

-

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

52,6

99

99,4

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

51,4

52,4

51,4

Bemberg.................

.. 5

91,25

91

90,5

90,25

Zellstoff Waldhof ..........

.. 6

121,4

121,5

120,75

121

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

87

86,5

87,5

86,75

Dessauer Gas .............

.. 7

126,25

126,4

Daimler Motoren..........

.. 0

100,13

101,5

100,13

101,5

Deutsche Linoleum.........

8

150,13

153,5

149,75

153,25

Orenstein & Koppel ........

.. 0

78

77,5

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

32

32

32,4

31,9

Chade ....................

7*/e

299,5

298,75

299,5

298,5

Accumulaloren-Fabri!......

. 12

174

175,25

-

175

Conti-Gummi.............

.. 8

173,5

176,5

176

176,75

Grttzner........

.. 0

29,75

29,5

29,4

29,5

Mainkrastwerke Höchst a.®L.

.. 4

91

90,65

Süddeutscher Zucker .......

. 10

197,75

198

198

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. IN.

25.Februar

26.Februar

Amtliche

Notierung

Amtliche

Notierung

Geld

Brie

Geld

Brief

Buenos Atre

0,678

0,682

0,678

0,682

Brüssel.....

41,91

41,99

41,87

41,95

Rto de Ian.

0,139

0,141

0,139

0 141

(Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,88

54,98

54,81

54,91

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,29

. 12,32

12,275

12,305

Heljtngfors..

5,415

5,425

5,41

5,42

Parts .....

16,41

16,45

16,405

16,445

Holland ....

168,88

169,22

168,82

169,16

Italien.....

19,76

19,80

19,76

19,80

Japan ......

0,718

0,720

0,715

0,717

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,75

61,87

61,68

61,80

Wien......

4R 95

48 95

49.05

Lissabon ...

11,15

1L17

11,14

11,16

Stockholm..

63,36

63,48

63,29

63,41

Schweiz ...

81,22

81,38

81,20

81,36

Spanien....

34,02

34,0k

34,00

34,06

10,315

Budapest ...

_

_

Reuyork ...

2,460

2,464

2,461

2,465

Banknoten.

Berlin, 26-Februar

Geld

Brie,

Amerikanische Roten.......

2,413

2,433

Belgische Noten...........

41,72

41,88

54,55

54,77

12,24

12,28

Französische Noten........

16,355

16,415

Holländische Noten........

168,40

169,08

Italienische Noten.........

Norwegische Noten .......

61,47

61,71

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling

-

Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

63,07

63,33

Schweizer Noten..........

81,02

81,34

38.80

Ungarische Noten................

ichullern.

j* steht das Bhin es dem Ni stehenden h Lieses Huhn -niemals das r senden Teich, ö huhn kein c M wasserscheu nd) den Anblick »n dieses Huhn I .-cht nach eine ti streckt es sei ;.i5 rechte Bein i Dann schlägt I und schon sag j Gattes Will

Mr, ist jedoch ein Mite dieses hu

!iii, jo daß es i mi kam.

Hrrnd wir nc : über das gün :-inb über diese« Ä unseres hui 'licher Eregung iren, daß gern Warem Wer : fei ebenso sta istreudigkeit, so hem Sinne woh chende ürfjabent tien mit einer t

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bis pietätlos b ntsere Derstimr . '.isahrer! Achte V gibt!

Eon j M Leipzig V Deutsche Luft nhjahrsmesi »st mit der -nksurt q. M. Mseuge oerf Leipzig 8.30 1,1 an Frankfurt fnder Zeit r IM 4. März l ^oirb darauf 1 Nlefonntag j U°>rd. Messe nWabatt eine1

Wilhe

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