Kommunalpolitische Tagung in AlSseld.
Alsfeld, 25. Jan. Hier fand im Gasthaus „Vaterland" die erste Schulungstagung im neuen Jahre der Kreisabteilung Alsfeld des Deutschen Gemeindetags unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. D ö l s i n g statt, an der fast alle Bürgermeister des Kreises Alsfeld teilnahmen. Erster Gegenstand der Tagesordnung war
die Durchführung der Vereinheitlichung der deutschen Gemeindepotizei.
Hierüber sprach Regierungsassessor Seibert (Alsfeld). Er wies auf die am 1. Januar 1936 in Kraft getretene gundfätzliche Neuregelung der Gemeindepolizei hin, auf Grund deren in den Gemeinden unter 2000 Einwohnern eine eigene Gemeindepolizei nicht mehr zulässig ist. In diesen Gemeinden wird der Polizeidienst von der Gendarmerie mit versehen. Die seitherigen Polizeidiener in den Gemeinden verbleiben in ihrem Dienst, soweit sie Beamte sind. Sie sind aber lediglich nur noch Gemeindediener, ohne polizeiliche Funktion. Auf Vorschlag des Kreisamts sollen sie die allgemein gebräuchliche Bezeichnung „Ortsdiener" erhalten. Der Redner sprach sodann über das Gaststättengesetz und die Mitwirkung der Bürgermeister in dem Konzessionsverfahren. Als wichtig wurde hervoraehoben, daß auch der Pächter einer Wirtschaft Inhaber einer förmlichen Konzession sein muß. lieber den Begriff des „Zäpfers" wurde Belehrung dahin gegeben, daß hier entscheidend fei, auf wessen Rechnung der Betrieb ausgeübt werde. Assessor Seibert sprach dann noch über das Einzelhandelsschutzgesetz. Er erläuterte dazu die hauptsächlichsten Bestimmungen und wies insbesondere darauf hin, daß auch jeder lieber« gang einer bereits betriebenen offenen Verkaufsstelle, sowie deren Verlegung in einen anderen Ortsteil genehmigungspflichtig sei. Den Bürgermeistern wurde empfohlen, bevor sie eine Anord- treffen, die Interessenten an das Kreisamt oder an die Industrie- und Handelskammer zu verweisen.
Als zweiten Gegenstand der Tagesordnung behandelte dann Bürgermeister Dr. V ö l s i n g das Thema
Der Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden.
Einleitend wies der Vortragende darauf hin, daß es sich hier um eine schwierige Materie handele, die er nur in den hauptsächlichsten Grundzügen darlegen wolle. Dr. Völsing ging von der Entwicklung dieses Problems auf Grund der Erzberger- schen Reichsfinanzreform im Jahre 1919 aus und gab alsdann eine Darstellung des steuerlichen Heber« Weisungssystems zwischen Reich und Ländern hin
sichtlich der einzelnen, nach dem Finanzausgleichgesetz in Betracht kommenden Steuerarten. Im zweiten Teile seiner Ausführungen erläuterte er den inneren Finanzausgleich zwischen Ländern und Gemeinden (Gemeindeverbänden) für das Land Hessen auf Grund des Hessischen Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichgesetz und erklärte das Verfahren, wie die hierfür In Betracht kommenden Steuermassen aus den Heberweisungen an das Land nach Abzug des auf das Land entfallenden Anteils geblldet werden, nämlich die Kommunalmasse, die Kreismasse und die Gemeindemasse, und wie sich aus ihnen die Anteile der Gemeinden und Gemeindeverbände im einzelnen errechnen. Im Zusammenhang mit dem Finanzausgleich hob der Vortragende die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Reinhardtschen Steuergesetze vom 16. Oktober 1934 hervor, unter besonderem Hinweis auf das Steueranpassungsgesetz.
Der Vorstand des Hochbauamtes Alsfeld, Regierungsbaurat O h e n s , behandelte in einem Vortrag die Reichszuschüsse für die Schaffung neuer
Wohnungen.
Er machte darauf aufmerksam, daß nach den neuen Bestimmungen für Jnstandsetzungsarbeiten Zuschüsse nicht mehr gewährt werden, sondern nur noch für Schaffung neuer Wohnungen oder Erweiterung von Wohnungen. Zur Zeit seien die vom Reiche hierfür zur Verfügung gestellten Mittel erschöpft. Anträge nach dem 1. Januar 1936 seien zwecklos.
Oberstudiendirektor Dr. Hainer (Alsfeld) als Leiter der Ortsgruppe Alsfeld des Reichsluftschutzbundes sprach über
die Aufgaben bei der Durchführung des Luftschutzes
unter besonderer Berücksichtigung des Landes im Vergleich zu den Städten. Er bezeichnete zunächst als Hauptaufgabe die Schulung und Aufklärung der Bevölkerung über die Bedeutung des Luftschutzes, der im Zeitalter der Steigerung der Luftflotten aller Länder erhöhte Bedeutung erhalte. Die Luftschutzfrage sei in erster Linie eine Brandschutzfrage, und es gelte, in einem Ernstfälle auch hier gerüstet zu sein. Dr. Hainer bat die Bürgermeister um tatkräftige Hnterstützung der Bestrebungen des Luftschutzes. Die zweite Hauptaufgabe, die in Angriff genommen werden müsse, sei die Erbauung von Schutzräumen mit Hilfe von staatlichen Mitteln.
Die arbeitsreiche und lehrreiche Tagung wurde dann von dem Vorsitzenden in der üblichen Weise geschlossen.
Wittschast.
Wochenbericht vom Frankfurter produktenmarkt.
Auf den südwestdeutschen Getreidemärkten blieb das Angebot in Brotgetreide klein, da die Landwirtschaft wieder mehr mit Feldarbeiten beschäftigt ist, außerdem erst allmählich die letzten Kontingentsmarken erhält. Die Mühlen nahmen das herausgekommene Weizen angebot schlank auf, bewilligten dabei auch eine erhöhte Handelsspanne bis zu 5 Mk. Am Oberrhein lag ein nicht unbeträchtliches Angebot aus Norddeutschland vor, die Mühlen begehrten aber nur bessere Qualitäten.
Das Weizenmehl geschäst verlief stetig. In Roggen sind die Zufuhren weiter zurückaegan- gen. Während die größeren Mühlen sich hauptsächlich mit norddeutschem Roggen auf dem Wasserwege versorgen können, sind die Landmühlen bestrebt, ihre Vorräte noch möglichst aus der näheren Umgebung aufzufüllen, da der Bezug aus Nord- deutschlano für sie zur Zeit noch nicht rentiert. Das Roggenmehl geschäft ist im Rahmen der seitherigen Entwicklung normal verlaufen.
In Braugerste geht das Geschäft mehr und mehr seinem völligen Abschluß entgegen. Die Brauereien treten kaum mehr als Käufer auf, da sie sich vielfach mit Malz versorgen: auch die Mälzereien nehmen Eindeckungen nur sehr zögernd vor und bevorzugen dabei noch die besten Qualitäten, die aus unserem Gebiete angeboten sind. Infolgedessen sind die Preise der verstärkt angebotenen norddeutschen Herkünfte zurückgegangen. Auch I n - dustriegerste ist nicht mehr so begehrt, um so mehr als auch das Angebot aus Norddeutschland zugenommen yctt.
Futter gerste ist dagegen nicht angeboten, wird aber dringend gesucht. In Hafer mangelt es an Ware, so daß die Versorgung des nächsten Bedarfes immer nur zögernd erfolgen kann.
In Futtermitteln wird der Markt genügend aus Zuteilungen von Oelkuchen durch die RfG.
versorgt. Auch Schnitzel werden zugewiesen, aber in Kleie ist die Versorgung völlig unbefriedigend, da die Bezugsmöglichkeiten vom Ober- und Niederrhein zur Zeit völlig abgeschnitten sind.
Am R a u h f u 11 e r markt ist die Haltung für Stroh stetig, während Heu bei kleinen Hmsätzen eine weitere Ermäßigung auf 8,50 (8,50 bis 8,75) erfuhr.
Wochenbericht vom Frankfurter Schkachtviebniarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt zeigte in dieser Woche fast durchweg geringere Zufuhren. Da aber der Fleischbedarf im Januar uno in gewissem Maße auch im Februar immer wesentlich geringer als zu anderen Zeiten ist, reichten die Auftriebe für die Nachfrage völlig aus, zumal auch die Qualität im ganzen gut war. Soweit sie den Anforderungen nicht entsprach, kam dies preismäßig deutlich zum Ausdruck.
Am Großviehmarkt blieben die vorwöchigen Notierungen im wesentlichen bestehen, Bullen befestigten sich noch etwas auf 42 bis 43 (40 bis 43), dagegen ließen Kühe 1 bis 2 Mark nach, und auch geringe Ochsen und Färsen waren schwächer, so die Klasse d) mit 35 bis 42 (40 bis 43) bzw. mit 38 bis 42 (40 bis 43). Geringe Kühe tarnen nicht zur Notiz. Die Zufuhr von 923 (1156) Tieren wurde geräumt, nur in geringen Kühen verblieb Ueberftanb. Dem Markt standen außerdem 71 la österreichische Rinder zur Verfügung, die über den Höchstpreisen abgesetzt werden konnten.
Am Schweinemarkt beträgt die Versorgung zur Zeit 85 v. H. im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftrieb betrug 3582 (3185) Stück und konnte zu den geltenden Höchstpreisen reichlich verteilt werden. Die Qualität war weiter etwas verbessert.
Am Kälbermarkt ergab sich Ende der Woche ein erneuter Rückschlag, der besonders bei mittleren und geringen Tieren die Preise merklich ermäßigte,
beste Qualitäten konnten sich dagegen ziemlich be- haupten. Der Bedarf nach Kalbfleisch ist .zur Zett besonders schwach, die Zufuhr von 1230 (1331) Tieren konnte nur mit Mühe geräumt werden. Die Notiz stellte sich auf 24 bis 68 gegeni 29 bis 68Mk.
Am Schafmarkt erhielt sich die gute Nachfrage, so daß die weiter etwas verringerte Zufuhr 144 gegen 185) bei lebhaftem G-ftchaft und um 2 bis 3 Mark höheren Preisen ausverkauft wurde.
Oie Zndustrie-
und Handelskammer Gießen
gibt Auskunft:
66: Neubestimmungen über die Bezahlung von UN- garischen Warenschulden an das Ausland in
67: Polnische Vorschriften zur Heberwachung des deutsch-polnischen Warenverkehrs.
68: Bekanntmachung X? 93 der Heberwachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise.
69s Postanweisungen nach Fmnland.
70: Sonderzug zur Leipziger Messe am 29. 2.1936. Gießen ab 12.13 Hhr, Leipzig an 18.12 Hhr. Fahrpreisermäßigung für einfache Fahrt 50 vom Hundert für Hin- und Rückfahrt je 40 v. H.
71: Die Verwertung von Reichsbankanteilen und deren Erträgnisse durch Auswanderer.
72; Nachweise über die Eigenverarbeitung von Gold. — Erleichterungen für den Erwerb von Gold durch Zahnärzte und Dentisten.
73: Bekanntmachung K? 94 der Heberwachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise.
Durch Sparen zum Eiaenheim.
Zu Jahresbeginn pflegen die Menschen rückschauend sich über das im vergangenen Jahre Geleistete und Erreichte Rechenschaft abzulegen. Dabei werden viele Volksgenossen zu der Feststellung gelangen, daß manche Wünsche noch unerfüllt sind. Um ihre Verwirklichung herbeizuführen oder in greifbare Nähe zu rücken, wird im kommenden Jahre weitere unablässige Arbeit und auch manches Opfer notwendig sein. Zahlreiche deutsche Volksgenossen haben den sehnlichen Wunsch, mit ihren Familien im eigenen Heim und Garten zu leben. Sie werden daher, angeregt durch die vielen Maßnahmen der Reichsreaierung zur Förderung des Eigenheimgcdankens, sich mit dem Plan der Errichtung eines Eigenheims befassen. Schwierigkeiten werden immer wieder bei der Finanzierung auftreten: denn bei aller Unterstützung und Erleichterung dieser Bestrebungen ist eine gewisse finanzielle Basis, über die der angehende Bauherr verfügen muß, unerläßlich. Dieser Grundstock kann in den meisten Fällen nur durch zähe Sparsamkeit gebildet werden. Die fleißige Spartätigkeit stellt im übrigen bei der später notwendig werdenden Dar« lehnsgewährung durch Kreditinstitute einen nicht zu übersehenden Faktor für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit bar. Wer ein Heim auf eigener Scholle erstrebt, um seiner Familie eine sichere Lebensgrundlage und seinen Kindern eine Heimat zugeben, muß also sparen. Das Sparen wird erleichtert durch die stete Dienstbereitschaft der deutschen Sparkassen, die gerade auf dem Gebiete der Wohnungsbaufinanzierung auf langjährige Erfahrungen zurückblicken können.
* Bereits 98 v. H. auf die Reichsbahnschatzanweisungen eingezahlt. Wie der DHD. hört, sind bis zum ersten Pflichtzahlungstag, dem 24. 1. 1936, auf die begebenen 500 Mill. RM. 4,5proz. Reichsbahnschatzanweisungen von 1936 bereits über 490 Mill. RM., das sind 98 v. H., eingezahlt worden.
Hhein-Mainische Börse.
3m Verlauf fester.
Frankfurt a. M., 25. Jan. Die Börse lag am Wochenschluß sehr ruhig, da Aufträge nur in geringem Maße Vorlagen und auch die Kulisse Zurückhaltung zeigte. Am Aktienmarkt ergaben sich unter dem Eindruck des Rückganges des Reichsbank-Anteils auf 182,50 bis 181 (184,65) auf die neue Anordnung über die Verwertung des Anteils durch Auswanderer meist leichte Abschwä« chungen um Bruchteile eines Prozentes. Trotzdem war die Grundtendenz nicht unerfreulich, da der Krupp-Abschluß trotz der Dividendenlosigkeit angesichts der flüssigen Bilanz etwas ^nregte, außerdem die Börse in Erwartung eines günstigen Ergebnisses der Sitzung bei Siemens bleibt und auch für die Aktien der Verein. Stahlwerke mit einer Ausschüttung rechnet. Montanwerte blieben daher auch durchweg gut gehalten, nur Klöckner bröckelten 0,40 v. H. ab. Don chemischen Papieren eröffneten IG. Farben mit 150,75 (151), Deutsche Erdöl mit 107,50 (107,75) und Th. Goldschmidt mit 111,25 (110,50). Am Elektromarkt lagen Siemens noch mäßig fester mit 176,65 (176), dagegen büßten Schuckert 1,25 v. H. auf 128 ein, die übrigen Werte blieben etwa behauptet. Maschinen- und Motoren- aktien wichen nach beiden Seiten nur um Prozentbruchteile ab. Sonst setzten im einzelnen u. a. ein:
Deutsche Linoleum 146,75 (145,50), Allg. ^kal8r
Westdeutsche Kaufhof 32,50 (32,90).
Der Rentenmarkt war fast ohne Geschäft und kursmäßig kaum verändert. Altbesitz 109,65 (109,75), Kommunal-Hmschuldung ca 87,13 (87,20) Zinsoergütungsscheine 92,90 (unv.) und fp e Schuldbuchforderungen uno. 96,40, sowie 6 v. H. Verein. Stahlwerke 103,40 (103,50).
Im Verlauf wurde die Haltung, vom Montanmarkt ausgehend, überwiegend fester, da Rückkäufe und Deckungen erfolgten. Bei etwas größerer Hm- satztätigkett lagen die zweiten Kurse etwa 0,25 bis 0,50 vH. über dem Anfang. Lebhafter waren IG. Farben mit 151 nach 150,75, ©taljlDerein mit 79,50 nach 78,75, Hoesch mit 88,50 nach 88 außer- dem stiegen Goldschmidt auf 112,50, AG. für Verkehr auf 104,25, Schlickert auf 128,75, Kaufhof auf 32,75, Deutsche Erdöl auf 108,25, Hapag auf 16 nach 15,50. Auch Reichsbank konnten sich mastig erholen auf 182 nach 181.
Der Rentenmarkt blieb sehr still und unverändert. Am Pfandbriefmarkt ergaben sich nur bei einigen ßiquibationspfanbbriefen geringfügige Abweichungen, Stadtanleihen notierten zumeist unverändert, teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. höher. Im übrigen lagen Renten sehr still. Ausländsanleihen waren nahezu geschäftslvs. — Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 27. Jan. (Dorbericht.) Um 10 Hhr war folgende Marktlage: Doraustrieb: 689 Rinder, davon 32 Auslandsrinder, (141 Ochsen, 45 Bullen, 388 Kühe, 115 Färsen), 409 Kälber, 58 Schafe, 2983 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 40 bis 43 Mark, Bullen 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 43, Kälber 30 bis 68, Hämmel 47 ths 51, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktver- lauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber, Hämmel, Schafe mittelmäßig. Schweine wurden zugeteilt.
Landwirte verurteilt.
Wegen Verstoßes gegen die Vlilchlieferungspfticht.
LPD. Limburg, 24. Jan. Vor dem Amts- gericht in Limburg hatten sich elf Landwirte aus der Kreisgemeinde Niederbrechen wegen Vergehens gegen die Verordnung über den Zusammenschluß der deutschen Milchwirtschaft vom 27. März 1934 zu verantworten. Trotz wiederholter Aufkläruna durch den Milchversorgungsverband, die - Gemeindebehörde und die Presse hatten die Landwirte die über den eigenen Bedarf hinaus erzeugte Milch verbuttert und die Butter verkauft sowie teilweise auch Trinkmilch an Verbraucher direkt abgesetzt. Die Angeklagten versuchten sich damit zu entlasten, daß ihnen die Bestimmungen über die Milchlieferungsstflicht nicht genügend bekannt gewesen seien. Das Gericht stellte jedoch fest, daß allen An- , geklagten die durch den Milchversorgungsverband angeordnete Milchlieferungspflicht bekannt war und verurteilte die Angeklagten zu Geldstrafen von 10 bis 40 Mark. Damit hat sich auch das Amtsgericht Limburg der bereits von anderen Gerichten vertretenen Auffassung angeschlossen, daß nach Anordnung der Milchpflichtlieferung durch den Milch- versorgungsverband das Inverkehrbringen von selbsterzeugter Butter und von Trinkmilch gesetzlich unzulässig ist und neben der Verhängung von Ord- nungsftrafen durch den Milchversorgungsverband auch durch das Gericht bestraft werden könne.
Rundfunkprogromm.
Dienstag, 28. Januar.
6 Hhr: Choral: O daß doch bald dein Feuer brennte. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh- konzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk — Schneebericht. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Die deutsche Frau. Rund um die Ofenbank. Hörfolge. 16: Nachmittagskonzert. Aus Hessens musikalischer Vergangenheit. Ein Hauskonzert bei Rat Goethe. 16.50: Das Musikkorps der Leibstandarte Adolf Hitler spielt. 17.30: Im Dienste der Volksgesundheit. Eine Hörfolge. 18: Musik ^um Feierabend. 19.50: Die olympischen Winterdisziplinen und ihre Wertung. 20: Nachrichten. 20.10: „Sanssouci". Ein König musiziert. Hörbild. 21.10: Richard Strauß, sein sinfonisches Schaffen (II). Symphonische Fantasie Werk io „Aus Italien". 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Kleine Abendmusik. 23: Hnterhaltungs- und Volksmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
150,9
150,9
4| 7 81
95 951
124 -
I 128 | -
95
27
27
199 I 198,75
7
9
5
8
94,75
124
128
96,25
145,5
5 5
0
98,75 55,25 90,75
118,13
82,5 120,9 96,75 145,5 77,75
112,75
120,25
117,5
54,75
91,25
118,5
82
151
215
110,5
120,75
117
55 90,25 118,5 82,5
32,9
282
173
163,25
151 213,75 112,75 120,25
117,9
110,75
120,25
117,5
96 146,75
98,75
55
91,4
118,65
82
121,5
96,5
146
78,5
32,65
283,5
172
165,5
32,65
283,5
172,5
165
©rüjnet_____
mafntiafttoerte Höchst a.M.
Süddeutscher Zucker......
32,5
283,5
172
163,5
I G ffarben.Industrie Schetdeanstalt........
Goldschmidt .........
RütgerSwerke ........
Metallgesellschaft......
Schulthett Patzenhofer .......4
Wu (Allgemeine Kunstseide) .. 0
. 0 . 8 . 0 . 0 7'/.
Bembcrg..........
Zellstoff Waldhof .... Zellstoss Aschaffenburg Dessauer Ga4 .......
Daimler Motoren.... Deutsche Linoleum... vrenstetn & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Thade .............
Accumulaloren.Fabrst Conti-Gummi
“I
101
Lrankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußl. Abend« börse
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
24-1
25-1
24.1-
25 1
Man-felder Bergbau ..
......5
125,5
125,5
125,75
125,5
Kokswerke...........
......8
——
—
119,25
119,25
Rheinische Braunkohlen
..... 12
217,5
—
217,5
218
Rheinstahl ...........
......4
109,75
110
110
111
Bereinigte Stahlwerke.
......0
78,9
79,5
79
79,5
Ltavt Minen ........
......0
17,5
17,5
17 5
Kaliwerke Aschersleben.
......5
127,13
126
127
Kaliwerke Westeregeln.
......5
119,5
119
119
120
Kaliwerke Salzdetfurth
.....? y»
189,5
190
189,75
190
Jranriuri a. JJL
-Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« kurs
Schlußk. Mitlagbörse
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« kurs
Schlußl. Mittag, börse
Datum
24 1
25 1
24-1
25 1.
Datum
24-1
25.1
24.1.
251
6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927
100 4
100 5
100 5
4% vesgt. Serie 11 .............
9,65
9,65
9,75
4% Deutsche ReichSanl. von 1934
97,75
97,9
97,75
97,9
6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903
6,55
6,5
—
6%% Doung-Anleihe von 1930 ..
102,75
102,75
4y,%Rumön.vercinh.Rentev.l91S
9,1
9,13
9,13
9,05
Deutsche Anl.-Ablös.«Schuld mit
4% Rumänische veretnh. Rente ..
5,2
5,2
5,25
5,25
AuSlos.-Rechten .............
109,75
109,65
109,75
s y.% Anatolier ..............
37,5
37,5
37,5
38
4*/i% Deutsche RetchSpostschatzaw
Weisungen von 1934. I.......
6% e^cm.8% Hess. Bolksstaat 1929
99,9
99,9
99,9
100
Hamburg-Smerika-Paket .....0
15,25
16,25
15,4
15,9
(rückzahlb. 102%)............
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
—
——-
27,25
——
4%% ehem.8% Hessische Lande»-
Norddeutscher Lloyd .........0
16,75
17,65
16,9
17,25
banl Darmstadt Gold R. 12....
96,4
96,4
_
96,4
A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
103
——
103
104,25
6K% ehcm. 4^% Hess. Lande-.
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
116,5
115
115,5
115,25
Hypothekenbank DarmstadtLiaui
101,4
101,4
—
—
Commerz, und Privat-Bank... 0
86,75
86,75
86,65
86,75
dy2% ehem. 8% Darmst. Komm.
Deutsche Bank und Disconto«
LandcSb.Goldschuldverschr. R.6
93
93
_
—
Gesellschaft................0
85,75
85,5
85,75
85,5
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Dresdner Baak............ 0
86
86
86
86
Auslos.-Rechten .............
Reichsbank ....... W
184,65
182
184,75
182,25
Deutsche Komm. Cammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
113,75
113,5
113,75
113,7
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
AS.»......................0
36,65
36,75
36,5
36,65
'Betula................ ... io
138,5
i 38,5
138,65
138,5
5Yi% ehem. 4VZ% Franks. Hyp.
Elektr. LteferungSgeselltchaft... 6
115,5
115,5
115,25
114,65
Bank-Ltgu.»Pfandbriefe.......
Licht und Kraft ........... ßy.
<30,5
130,5
130,5
130
k»y,% ehem. 4 y,% Rheinische
Felten & Guilleaume......... 4
111,5
112,25
112,13
112,9
Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse.....
101,5
101,5
101,65
101,75
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
128,25
128,5
128,25
129
4%% ehem. 8% Pr. Landespfand-
Rheinische Elektrizität .......6
129,25
130
128,25
130
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
Rhein. Wests. Elektr..........g
126,75
126,75
126,75
126,25
4y»% ehcm. 7% Pr. Landespfand«
Schuckert L Co...............4
129,25
128,75
129,65
128,75
briesanst., Gold Komm. DDi.v
97
97
97
97
Siemens L Halske............7
176
176,65
176
175,5
Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38
108,4
108,5
108,5
108,5
Lahmeoer LEo..............7
125,5
125,25
125,5
125
4% r:esterretch1iche Goldrente...
30
30
_
_
Buderur ................... 4
96
96,95
96,5
96,75
4 20% Lesterretchische Stlberrente
1,2
1,2
1,25
1,25
Deutsche Erdöl ..............4
107,75
108,13
108.13
107,9
,95
8,9
8,95
8,9
Harpener...................0
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,9
8,8
8,9
8,75
Hoesch Elsen—Köln-Reuessea .. 8
88
*88
" 88
88,13
8,9
8,9
9
8,9
Ilse Bergbau ............... t
_
6% abgest. Goldmexikaner von 99
13,5
13,5
13,4
Ilse Bergbau Genüsse........fl
128,5
128,5
129
129
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Klöcknerwerke ...............
84
84,5
84
84,4
Serie 1.....................
9,65
9,65
—
Mannes mann-Röhreu........0
82,5
83,25
82,65
83,25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt O.2IL
24.Januar
25.Januar
Amtliche
Notierung
Amtliche Notierung
Geld
I »rief
Geld
' Brief
Buenos Atre
0,676
0,680
0,676
0,680
Brüssel ....
41,95
42,03
41,98
42,06
Rio de Jan.
0,136
0,138
0,138
0,140
Sosia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,87
54,97
54,91
55,01
Danzig.....
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,285
12,315
12,295
12,325
HelstngsorS..
5,415
5,425
5,42
5,43
Paris ......
16,375
16,415
16,375
16,415
Holland ....
168,58
168,92
168,63
168,97
Italien.....
19,85
19,89
19,85
19,89
Japan ......
0,718
0,720
0,718
0,720
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
OSlo..... :
BI, 69
61,81
61,74
61,86
Wien.......
^48,95
48 95
Lissabon....
11,15
11J7
11,15
11,17
Stockholm...
63,34
63,46
63,39
63,51
Schweiz ...
80,74
80,90
80,73
80,89
spanten...
33,93
33,99
33,93
33,99
Prag.......
10,275
10,295
10,275
10,295
Budapest ...
—
Reuyork ...
2,466
2,470
2,461
2,465
Vanknoten
•
Berlin, 25 Januar
Geld
Artei
Amerikanische Roten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten ............. ...
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
2,413 41,84
54,70 12,26
16,325 168,21
61,58
63,22 80,55
33,57
2,433 42,00 54,92 12,30
16,385 168,89
61,82
63,48 80,87
33,71
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................


