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Das Urteil in Warschau
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Berlin, 26. Jan. (DNB.) Die Berliner 25Iäb
Idee des Friedens diene.
Besprechungen und Verhandlungen, die seither mit, Gegensatz zu verschwommenen Kollektioabkommen den Vertretern Polens geführt wurden, ist jenesdie Lebensbedingungen beider Staa-
fdjon, daß die in Der- Tradilion zusammenge- wohl in bestem Wollen
Verbände aus nicht zu folgen
ihren allen Ueberlieferungen lebten, den Wahlspruch: „Für Freiheit, Ehre und Vaterland" vor Äugen. Wir muhten aber auch, dah neue revolutionäre Wege beschritten werden muhten, um wieder Freiheit, Ehre und ein würdiges Vaterland Wirklichkeit werden zu
lassen. Wege, auf denen die ihrer gealterten Form heraus vermochten.
Wir wissen, daß viele dieser
studentischen Gemeinschaftslebens neuen weichen, die aufgebaut sind auf den Grundsätzen einer neuen Zeit. Sie werden auf die Dauer selbst dann weichen müssen, wenn versucht würde, sie der neuen Zeit etwas anzugleichen, weil ihnen im Volk zu stark die Erinnerung an Vergangenes anhaftet.
Ich weiß, daß es für diejenigen, welche aufgewachsen sind in alten Formen und an einer ihnen lieb gewordenen Erinnerung hängen, schwer ist, sich davon zu trennen. Aber höher als Ueberlieferungen und Formen stehen die Ideale, die durch diese Formen und durch diese Ueberlieferungen hochgehalten werden sollten. Die alten ewig gültigen Ideale: Freiheit, Ehre, Vaterland aber waren verloren in langen schweren Jahren unserer Geschichte — verloren auch deshalb, weil der überlebte Geist, der in den alten Verbänden herrschte, beitrug, das Volk
auch revolutionär entstanden, daß sie revolutionären Zielen anhingen und daß sie damals wesentlich mithalfen, Neues und Gutes für Volk und Vaterland zu erringen. So wie sie einst ab^r mithalfen, Ueberlebtes zu überwinden, so müssen sie heute als wiederum überlebt neuem weichen. Wir erkennen an, daß sie für ihre Zeit eine gute Erziehungsschule waren. Sie waren es für Menschen in einem Volk, das ohnehin in Klassen und Stände aufgespalten war. Sie wirkten damals im Rahmen des allgemeinen „Stände- und Klassenbewußtseins", und selbst teilweise Erziehung zum Klassendünkel lag in der Linie der damaligen Zeit.
Nach Ueberwindung dieser Epoche durch den Nationalsozialismus müssen die überlebten Formen
den SA.
Wir wußten damals bänden mit alter fchlossenen Studenten
gäbe. Wir haben beratend und aufNärend zu wirken, zu schützen und zu hegen, das ist die Aufgabe der deutschen Jägerschafi.
Denn der deutsche Mensch braucht die Natur, braucht den Wald, braucht die Freiheit. Es ist ihm das ein Bestandteil seines eigenen Jchs. Er könnte nicht arbeiten, ohne sich naturverbunden zu fühlen. Zur Erholung und Kräftigung braucht er den Wald, braucht er Gottes freie, schöne Natur. Wer jemals den Brunstschrei des Hirsches im Wald gehört hat, wer jemals im Sonnenglanz das Ziehen der Enten über den See sah oder den Adler auf hohem First, der wird das nicht vergessen und er würde das unendlich vermissen, wenn es das nicht mehr geben würde. Wir Jäger sind dafür verantwortlich, daß dies weiter besteht und wir sind dafür verantwortlich, daß wir mehr und mehr dieses Verständnis in den anderen Volksgenossen wecken. In diesem Sinne eröffne ich im Rahmen der „Grünen Woche" die deutsche Jagdausstellung.
- Nachdem ein Sprech- und Singchor des Reichsarbeitsdienst es unter Leitung des Oberfeldmeisters Scheller das Chorwerk „Du, starkes deutsches Bauerntum" zum Vortrag gebracht hatte, nahm der Reichsbauernführer und Reichsminister R. Walter Darre das Wort zu einer großen Rede, über die wir schon am Samstag ausführlich berichtet haben.
Rudolf Heß
führte darauf u. a. folgendes aus:
Die heutige Feier erinnert mich an die nationalsozialistische Studentengruppe, die sich 1922 an der Münchner Universität zusammenschloß, und die ich aus der Taufe zu heben die Ehre hatte. Ein pgar Mann waren es, die sich zusammenfanden mit mehr Bekennermut als Abgeklärtheit und Erkenntnis ihres Wollens im einzelnen. Und Bekenner- m u t blieb die wesentliche Tugend der Angehörigen des Nationalsozialistischen Studentenbundes noch auf lange Zeit. Wie viele, selbst an sich anständige, national eingestellte Studenten sahen über ein Jahrzehnt lang mit Geringschätzung auf ihre Kommilitonen, die an deutschen Hochschulen mit dem Abzeichen der NSDAP., ja sogar im Braunhemd erschienen, mit dieser.aufreizenden Binde am Arm. Um so mehr standen die kleinen nationalsozialistischen Gruppen zusammen — um so bewußter
Die Mrgenseier im Odeon.
Der große Odeonsaal war durch Studierende der Akademie der bildenden Künste besonders festlich gestaltet worden. Die Stirnwand schmückte eine mächtige Flagge mit dem Hoheitszeichen des Studentenbundes: auf rotem, goldumränderten Grund eine weiße Raute mit schräg gestelltem schwarzen Hakenkreuz. Den Zuhörerraum füllten Mitglieder des Studentenbundes und der Studentenbundskameradschaften in braunen und schwarzen Uniformen sowie der Arbeitsgemeinschaft nationalsozialistischer Studentinnen in weißen Blusen. Auf der Bühne hatten die Fahnenabordnungen der SA. und der politischen Leiter Aufstellung genommen. Tiefen Eindruck machten die wirkungsvollen Sprechchöre mit Gerhard Schumanns „Heldische Feier". Nach dem zweiten Teil erfolgte unter feierlichen Klängen der Einmarsch von 33 neuenStu- dentenbundsfahnen. Reichsstudentenbunds- führer Derichsweiler meldete dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, als ersten Führer des seinerzeitigen Studentenbataillons, daß am 10. Jahrestag der Gründung des NSD.-Studentenbundes 33 Gau-Studen- tenbundsfahnen zur Weihe angetreten seien. Er bat den Stellvertreter des Führer im Namen der nationalsozialistischen Studentenschaft, das jüngste Banner der Bewegung zu treuen Händen zu übernehmen.
Volk nicht nur dadurch, daß sie als Schießer auftreten, sondern gerade als Heger und Hüter.
Der Jäger und Heger ist der Treuhänder des Volkes an derAatur. Er hat überall das Verständnis für die Natur zu wecken. Gerade in einer Zeit, da rascher denn je überall neue Fabriken entstehen, in einer Zeit, da der deutsche Boden, fast jedes Fleckchen ausge- nuht werden muß für die Ernährung des deutschen Volkes, besieht eine gewisse Gefahr, dah dadurch auch die Natur umgestattet und die ganze Tierwelt zerstört wird. Das zu verhindern ist mit unsere Auf-
Auftrag heraus, für die Einheit der jungen Generation zu sorgen. Die Studentenschaft soll sich ihrer kämpferischen Aufgaben nicht entziehen. Ich bin überzeugt, daß sie ihre geschichtliche Sendung erkennt und ohne jede Rücksichtnahme durchführt.
Gauleiter
Staatsminister Adolf Wagner
gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Geist der Kampfzeit in den Tagen, da die Studenten in München weilen, diese beseele und daß sie diesen Geist mitnehmen in ihre Heimat, dorthin, wo das Schicksal sie zur Leistung nationalsozialistischer Arbeit hinstelle. Der Studentenbund muß ganze Arbeit leisten. Ist das geschehen, so muß systematisch daran gegangen werden, aus der gesamten Studentenschaft die für die Bewegung wertvollen und brauchbaren Leute herauszuholen. Wenn es gelingt, die da und dort noch vorhandenen Hemmun-
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" stellt fest, daß das Abkommen in seiner klaren Zweiseitigkeit im
Das deutsche Weidwerk auf der „Grünen Woche"
Reichsjägermeister General Göring eröffnet die Deutsche ZagdauSstellung.
Zwei Jahre deutsch-polnischen Vertrags
Ein Beispiel für friedliche Verständigungsmöglichkeiten.
innerlich zu zerreißen.
Wiedergewonnen wurde die Freiheit der Kation — wiedergewonnen wurde ein wirklich deutsches Vaterland, weil ein diesem Geist entgegenstehender neuer das Volk erfaßte, ins Volk getragen durch die Kämpfer für diesen Geist, die Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung. Wären diese Kämpfer nicht gekommen, hätten sie nicht den neuen Glauben gepredigt, hätten sie nicht gesiegt.
Formen und Ueberlieferungen der alten Verbände könnten vielleicht einige Zeit noch weiter bestehen, „Freiheit, Ehre, Vaterland" wären aber tot. Ueber kurz oder lang wären auch die Formen und Traditionen gestorben, weil sie ohne ihren Inhalt nicht leben können, und weil sie nicht leben können, wenn das Volk vergeht, das ihre Träger hervorbringt. Mögen auch die neuen studentischen Lebensformen noch nicht endgültig sein — noch nicht vollkommen sein — was bedeutet das gegenüber dem, was im Geiste dieses Neuen wurde. Auf daß Neues wird, müssen Wehen getragen werden. Aus dem unvollkommenen Kinde wird einst doch der lebenskräftige Mann.
Wie die alten Formen durch neue verdrängt wurden, so sind an die Stelle alter Symbole neue Symbole getreten. Die Fahne des Studenten der neuen Zeit trägt in sich das Zeichen des neuen Deutschland — trägt in sich das Zeichen, das zum Symbol aller deutschen Menschen wurde. Es dokumentiert so die Verbundenheit auch durch des Studenten mit dem ganzen Volke. Was der Fahne des neuen Deutschlands am Altar der Tradition fehlt, ist ihr gegeben durch die Heiligung im Kampf, über dem sie in schwersten Jahren innerer deutscher Geschichte wehte, und durch den Sieg, der auch den alten studenüschen Idealen wieder Geltung verschaffte.
In der Erinnerung an diesen Kampf weihe ich euch, Fahnen. Auch ihr werdet einst eine alte lieber» lieferung tragen, eine große und stolze lieber» lieferung. Nach Menschenaltern wird man noch von euch sprechen, daß ihr geweiht seid nur drei Jahre nach Beginn der deutschen Revolution, geweiht seid noch unter Adolf Hitler, in der Zeit, da er für Jahrhunderte gültige Gesetze und Werke schuf. Man wird von euch sagen, daß ihr um den Führer standet, als er zu den deutschen Studenten sprach. Eingedenk alles dessen werdet chr in Ehrfurcht von kommenden Generationen deutscher Studenten gegrüßt werden.
Weht voran einer neuen studentischen Jugend. Weht voran einer studentischen Jugend, die in tiefer Verbundenheit mit ihrem Volke alles Wissen letztlich in sich aufnimmt, um damit diesem Volke, zu dienen, um Wissen und Können einzusetzen für die Größe dieses Volkes. Weht voran einer studentischen Jugend, die ihren Körper schult, und die männlichen Tugenden: Willen, Mut und Opferbereitschaft pflegt, auf daß Körper und Geist stets einsatzbereit sind für das Ganze. Weht voran einer studentischen Jugend, die, wenn es das Schicksal fordern sollte, würdig ist der Jugend von Langemarck. Fahnen, ihr seid dem Mann geweiht, in dem wir Deutschland grüßen: Adolf Hitler Sieg-Heil!"
trugen sie ihre Opposition zur Schau — mit um so mehr Leidenschaft taten
Hauptkampf fand zwischen den Venise listen und Anhängern T s a l d a r i s statt. Die Kommunisten hatten 189 Kandidaten aufgestellt.
Auf Grund der bis 3 Uhr morgens nach Athen übermittelten Wahlergebnisse verteilen sich die 300 Parlamentssitze folgendermaßen: Veni- f e I i ft e n 125 bis 130 Sitze, Volkspartei Tsaldaris 60 bis 65, Anhänger von Konby - lis und Theothokis 70 bis 80, Anhänger des Generals Metaxas 10, Kommuni ft en 10 bis 12. Rund 15 Sitze fallen den kleinen Parteien zu. Bemerkenswert ist, daß K o n d y l i s und Theothokis, die einen heftigen Kampf gegen Venifelos führten, unerwartet stark aus dem Wahlkampf hervorgehen, während die Venifeliften weniger Stimmen erhielten, als angenommen wurde. In den späten Abendstunden gab K o n d y l i s seiner Freude und Befriedigung über den erfolgreichen Kampf des griechischen Volkes gegen Veniselos Ausdruck. Er erklärte, falls die weiteren Wahlergebnisse ähnlich ausfielen wie die biherigen, so fei er bereit, mit Tsaldaris an der Bildung einer neu en Regierung zusammenzuarbeiten. Der Führer der Venifeliften, S o p h u l i s , sprach die Ansicht aus, daß der Wahlausgang eine innerpolitische Versöhnung bedeute. Es müsse daher eine Regierung der nationalen Einigung gebildet werden.
Das Wahlergebnis in Griechenland.
Unerwartete Erfolge von Tsaldaris und Kondylis.
Athen, 26. Jan. (DNB.) Die Parlannnts- wahlen fanden bei schönem warmem Wetter in mustergültiger Ordnung statt. Dor den Wahllokalen sah man häufig große Mengen von Wählern, die geduldig warteten, bis sie ihren Stimmzettel ab»
Warschau, 26. Jan. (DNB.) Die Presse polnischen Regierungslagers erinnert ebenfalls an den zweiten Jahrestag des deutsch-polnischen Vertrages. „Expreß Poranny" hebt hervor, daß der deutsch-polnische Vertrag als eines der wichtigsten internationalen Ereignisse zur Herstellung eines friedlichen Zusammenlebens in Europa fei ne D a - seinsberechtigung erwiesen habe. Die gutnachbarlichen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland entwickelten sich günstig zum Vorteil beider Länder und ganz Europas. Das verstehe man heute fast überall. Daher feien auch die Zweifler zum Schweigen gekommen. Im schwerindustriellen „K u r j e r P o l s k i" heißt es, der Schritt des Marschalls P i l s u d s k i fei angesichts des in Polen tief verwurzelten Mißtrauens gegenüber Deutschland und besonders gegenüber der preußischen Politik zweifellos eine mutige Tat gewesen, zumal damals das Mißtrauen gegen die nationalsozialistische Regieruna in gewissen europäischen Kreisen so stark gewesen fei, daß eine derartige Verständigung erheblich von der Denkart der gesamten damaligen Diplomatie abgewichen fei. Auch Hitler habe sich mit dem Vertrag z u einem mutigen Schritt entfchlossen, denn das Beschreiten des Weges der Verständigung mit Polen fei eine grundsätzliche Abweichung oom bis dahin üblichen deutsch-polnischen Denken gewesen Man habe sich überzeugen können, daß der Ausbau der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland nicht gegen irgend jemand gerichtet fei, sondern der Idee des Friedens diene.
ter nehmen den zweiten Jahrestag des deutsch- polnischen Vertrages zum Anlaß, um auf die große Bedeutung dieses Verständigungsabkommens hinzuweisen. Mit diesem zehnjährigen Derständigungs- pakt, so schreibt der „Völkische Beobachter", ist nicht nur eine grundsätzliche Aenderung in den Beziehungen zwischen Deutschland und Polen eingeleitet worden, sondern darüber hinaus der Welt ein Beispiel für friedliche Verständi- gungsmöglichkeiten bei allen sonst bestehenden Gegensätzlichkeiten gezeigt worden. Das Abkommen setzt die Politik des Friedens und der offenen Aussprache fort, die der Führer als fein außenpolitisches Programm vor dem deutschen Volke und der Weltöffentlichkeit ausgestellt hat. Adolf Hitler und Marschall Pilsudski, Deutschland und Polen, haben hiermit Wille und Kraft unter Beweis gestellt, praktische Friedenspolitik zu betreiben und darin liegt auch die europäische Bedeutung dieses Abkommens. Bei all den
gen zu überwinden, dann wird die deutsche Hochschule nicht mehr lange neben dem deutschen Volke stehen, sie wird dann den Weg ins Volk fin- d e n. Und neben der Studentenschaft wird künftig auch die Dozentenschaft stehen.
Wir können als Vertreter der heroischsten Weltanschauung aller Zeiten nicht verlangen, daß alle Menschen ohne weiteres den Weg zu uns finden. Diejenigen, die aus Zweckmäßigkeit oder aus materiellen Gründen kommen, taugen nichts und täuschen sich. Unsere Bewegung urteilt nur nach der ßeiftung und nach b er Arbeit b e s einzelnen. Es ist zu wünschen, daß einmal alle, die auf den deutschen Hochschulen studieren, Nationalsozialisten sind und die Tüchtigsten von ihnen im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund stehen. Möge die Tagung in München den revolutionären Geist, der immer in dieser Stadt geherrscht hat, untermauern, damit auch die deutschen Hochschulen im Dritten Reich endgültig erobert werden. (Stürmischer Beifall.)
Kommunistische Ausschreitungen in Mexiko.
Mexiko-Stadt, 25. Jan. (DNB. Funkspr.) Aus Anlaß des Generalstreiks der Industrie- und Landarbeiter in Puebla ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Streikenden überfielen die Milchwagen und die Kohle n- unb Gemüsehänbler, bie ihre Waren aus ber Umgebung nach Puebla bringen wollten. Auch bie Käufer von Lebensrnitteln, würben von ben Streikenben überfallen. Ferner würben an verschiedenen Stellen bie ß ä b e n erbrochen. Unter dem Schutz ber Polizei wagten es dann später die Geschäfte, ihre Läden wieder zu öffnen. Der Omnibusverkehr ist inzwischen innerhalb ber Stabt roieber ausgenommen worden. Der Ueberlandver- kehr ruht noch immer völlig. Der Streik war von dem marxistischen Regional-Verbanb ber 3nbu- strie- unb ßanbarbeiter verfügt worben. Es Han» belt sich babei um bie von ber Regierung ab- gelehnte ftorberung auf Enteignung bes Prioatbesitzes.
friebliche Gesinnung zum Ausbruck gekommen, bie bie Voraussetzung f ü r eine Bereinigung ber europäischen Streitsragen überhaupt ist. Wenn man sich heute bemüht, bas System der kollektiven Sicherheit als alleinige Friedenssicherung hinzustellen, bann müssen wir baraus Hinweisen, daß die Nervosität und das Gefühl ber Unsicherheit trotz aller kollektiven Sicherungsversuche eher gesteigert als vermindert wurde. Und wäre es auch verfrüht 3U behaupten, daß heute, nach zwei Iahen des Abschlusses des deutsch-polnischen Verständigungsabkommens, alle Reibungsflächen zwischen Deutschland und Polen bereits abgeschliffen wären, so kann doch nicht bestritten werben, daß die in ben letzten Zwei Jahren geführten Verhandlungen zu einer merklichen Entspannung unb Annäherung selbst in ben heikelsten Fragen geführt haben.
Rudolf Heß weiht die Fahnen des RED. Studentenbundes. „WehtvoraneinerstudentischenZugend,viewürdigistderZugendvonLangemarck"
ten unb Völker a u f eine breite Ebene geben konnten. 1686 Kcmbibaten kämpften um 300 ft e l l t. — Das „Berliner Tageblatt" schließt feine Parlamentssitze. Der Wahlkampf mürbe zwi - Würbigung mit bem Satz: Das beufich-polnifche Ischen runb 15 Parteien ausgetraqen. Der Freundschaftsabkommen darf, soviel Arbeit noch er- Ä—-ia------E c *■ "
forderlich fein mag, ehe alle Ziele erreicht sind, jedenfalls in höchst positivem Sinne jenem Phantom der Kollektivität gegenübergefteüt werden, das nicht auf» hört, die Völker mit Illusionen zu füttern.
Berlin, 25.Jan. (DNB.) Die „Grüne Woche", die Ausstellung des deutschen Bauerntums unter Mitwirkung des Reichsnährstandes, peranftaltet oom Berliner Messeamt, wurde, wie wir «m Samstag bereits berichteten, in der Ehrenhalle der Halle I eierlich eröffnet. Nicht weniger als 2 000 ge a d e n e G ä ft e waren zugegen. Man sah die Bot fchafter von Italien, Polen, Sowjetruhlanb, Spa- nien und der Türkei, viele Gesandten und ^W^ts- träger. Besonders lebhaft begrüßt wurden Mmfiter» Präsident und Reichsjägermeister Hermann G o• • ring und ber Reichsbauernsuhrer Reichsmmifter R. Walter Darr6. Ferner waren u a. erschienen die Minister Freiher von Eltz-Rubenach Graf Schwerin von Krosigk und Dr. Schacht, Reichsleiter Rosenberg und Reichsstatthalter Ritter von EPP, mehrere Staatssekretäre sowie die .Vertreter Der Behörden, der Wehrmacht, ber Polizei, bie Rektoren aller Berliner Hochschulen. Besonbers bemerkt wur- )en 80 Berliner Träger bes Blutorbens sowie eine ranzösische Bauernaborbnung.
Die Feier würbe mit ber Ouvertüre zur Dpei; „Rienzi" von Richard Wagner eröffnet. Die Begrüßungsansprache hielt der Staatstommiffar Der Hauptstadt Berlin, Dr. ß i p p e r t.
Ministerpräsident Göring
gab zunächst seiner großen Befriedigung über bas Zustandekommen dieser ersten großen Jagdausstellung seit der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus Ausdruck, betonte Die Verbundenheit von Jagd und ßand- wirtschaft unb bekannte seine leibenschaftliche Anteilnahme an ber Entwicklung ber beutschen ßanbwirtschaft, mit ber er sich in allen, in Freud und ßeid. eng verbunden fühle. Diese Ausstellung zeige auch die innere Umgestaltung unb bie Geschlossenheit ber beutschen Jägerschaft. Sie ist auch ein Beweis, um selbst dem ßaien zu zeigen, daß die Jagd nicht nur eine große volkswirtschaftliche Bedeutung hat, sondern daß sie — worauf ich noch weit mehr Wert lege — wirklich von einem hohen ethischen Schwung getragen wird. Der Jäger soll Heger fein und gerade die Art und Weife, wie er den Wildbestand zu hegen hat, wie er alle Entartungen und alle Krankheiten fernzuhalten hat, wird in dieser Ausstellung eingehend bargestellt.
Wenn wir die Erfolge betrachten, die das Winterhitfswerk im vergangenen Jahr gezeitigt hat, können wir deutschen Jager mit Stolz in ber Zahlenkolonne nachsehen, in ber bie Wildablieferungen ber beutschen Jägerschaft bie gleiche Höhe zeigen wie bie gesamte Zurverfügungstellung von frischem Fleisch. Die beutsche Jägerschaft wirb auch in biesem Jahr ihr gerütteltes Waß im WhW. zur Unterstützung ber Armen unb Notleidenden getan haben.
Jagd unb Landwirtschaft gehören eng z u f a m m en und sind nicht voneinander zu trennen, und so ist es auch eine wesentliche Aufgabe der deutschen Jägerschaft, dafür zu sorgen, daß Jagd und Weidwerk nicht Selbstzweck werden dürfen und daß der Wildbestand im richtigen Verhältnis bleibt zur ß a n d w i r t s ch a f t unb Lanbeskultur. Es barf nicht vorkommen, baß durch die übermäßige Vermehrung des Wildes die Landwirtschaft getroffen wird, daß durch hohe Wildschäden die Ernteerzeugnisse gedrückt werden können. Die Jagd ist nicht mehr die Angelegenheit einiger Weniger, eine Sache des Geldbeutels, sondern es ist eine Angelegenheit der deutschen Jäger an sich, all der Menschen, denen im Blut die ßuft am Weidwerk gegeben ist unb bie in ihm eine Probe ihres Mutes unb Scharfblickes sehen unb bie sich besroegen auch verantwortlich fühlen, verantwortlich ihrem ganzen


