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Oer deutsche Arbeiter nimmt an Deutschlands Kulturleben teil? Rechenschaftsbericht des Reichsorganisationsleiters Or. Ley über Ziele und Leistungen der REG.Kraft durch Freude".

Der Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten.

In der Königsberger Universität fand in Gegen­wart von Vertretern aller Parteigliederungen, de?' Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes und der Wis­senschaft die feierliche Eröffnung des Reichs­beruf swettkampfes der deutschen Studenten für alle deutschen Hoch- und Fach­schulen statt. Gaustudentenführer Rothe eröffnete die Feierstunde mit Begrüßungsworten. Der Beauf­tragte der Reichsstudentenführung für den Reichs­berufswettkampf der deutschen Studenten, 66.= Sturmbannführer Dr. S i x, richtete einen Appell an die gesamte deutsche Studentenschaft. Der Reichs­berufswettkampf der deutschen Studenten, so führte er u. a. aus, ist ein Willensausdruck der neuen Lebensform des Studententums der Gegenwart. Wenn das Studententum unter dem deutschen Reichsstudentenführer Dr. Scheel end- gMtig geeint wurde, so ist diese Tatsache die zwangsläufige Folge jener Kampfjahre, die den Studenten die Reife zu dieser Erkenntnis gegeben haben. Der Reichsberufswettkampf ist ein Teil des großen Reichsberufs w e t tka m p - f e s der deutschen Jugend. Der Student ging in den Jahren vor und nach der Machtübernahme auf die Straße, in die Stürme, in die Lager und in die Fabrik. Dort mußte er erkennen, daß er nicht vor seiner eigentlichen Aufgabe stand. Er kehrte zurück zur Hochschule, brachte nun aber die Erfahrungen und Notwendigkeiten der Wirklichkeit und des Le­bens mit und trat so an die Hochschule nicht mehr als Bittender, sondern als Fordernder heran.

Unsere Aufgabe mußte es sein, die Erfahrungen des studentischen Einsatzes auf die Hochschule zu übertragen, die politischen Aufgaben der Nation in die Wissenschaft zu stellen und vor allem den gemeinsamen Leistungsappell für die Gesamtheit der Studenten zu finden. In diesem Zeitpunkt erhielt der Reichsberufswettkampf in der Studentenschaft seine große Bedeutung. Für uns ist bei ihm in erster Linie die Tatsache maßgebend, einmal im Jahre die gesamte Studentenschaft in einer gemeinschaftlichen Arbeit zusammenzurufen und ihre wissenschaftliche Sicherheit und ihre Lei­stungen zu steigern. Wir sehen in dem Reichsbe­rufswettkampf ein Mittel, die Einheit der Do­zenten und Studenten wiederzufinden, das Verhältnis von Meister, Geselle und Lehrling, das in dem Reichsberufswettkampf der werktätigen Ju­gend längst verwirklicht ist, auch auf der Hochschule wieder zur Geltung zu bringen. Das deutsche Stu­dententum wird in dem Reichsberufswettkampf den Beweis erbringen, daß es durch wissenschaftliche Leistungen in steter Wiederholung von unten her beiträgt zu jener Front Hochschule und Wissenschaft, die unser erstes und heißestes Ziel sein muß.

So rufe ich jeden deutschen Studenten auf, anzu­treten zum 2. Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten und in einem ritterlichen Wettstreit um die höchste Ehre zu ringen, die einem jungen Deut­schen zuteil werden kann: den Handschlag des Führers. Mit der Führerehrung und dem Horst- Wessel-Lied wurde die Kundgebung geschlossen.

Dom deutschen Jugendherbergswerk.

Der Reichsverband für deutsche Ju­gendherbergen rief die Landesverbandsleiter und die maßgebenden Architekten des Herbergs-

Berlin, 25. Nov. (DNB.) Reichsorganisations­leiter Dr. Ley übergab der Presse einen Bericht Drei Jahre nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude", in dem die Z i e l e u n d Leistun° gen dieses großen Werkes dargelegt werden. Er hob hervor, welch gewaltige Ausmaße dieses Werk in knapp drei Jahren erfahren hat. Der Arbeiter fei durch den Marxismus heimatlos geworden, er habe aber nie feine große Sehnsucht nach seinem Volke und seiner Heimat verloren. Der National­sozialismus habe dem deutschen Arbeiter die Mög­lichkeit gegeben, an den kulturellen Gü­tern Deutschlaüüs teilzunehmen, die seine Vorväter geschaffen hätten. Alles Gute und Schöne in Deutschland werde jetzt auch dem deut­schen Arbeiter zugänglich gemacht.

Der BerichtDrei Jahre NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" ist vom Reichsamtsleiter Horst Dreßler-Andreß verfaßt und betont, daß der Gemeinschaft in 32 Gauen mit 800 Kreisdienst­stellen und 18 000 Ortsdienstellen 78 097 Betriebs­warte zur Verfügung stehen.

Das AmtFeierabend" hatte insgesamt 142 670 Veranstaltungen mit 52766029 B e - s u ch e r n aufzuweisen. Es wurden Musik- und Singstunden abgehalten, Laienspiele und Tanzvor­führungen veranstaltet, 4 850 000 Besucher ins Theater geführt und 16 886 474 Volksgenossen der Besuch von 40 756 Kabarettabenden ermöglicht. Das 90 Mann starke NS.-Reichssinfonieorchester wird bis zum Jahresschluß 220 Konzerte gegeben haben. 700 Lager der Reichsautobahnengefolgschaft wurden ebenfalls von der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" betreut.

Das AmtDeutsches Volksbildungswerk" weist 36 194 Veranstaltungen mit 6 109 269 Teilnehmern auf. Aus der Statistik des AmtesReisen, Wan­

werkes aus dem ganzen Reich nach Süddeutschlanv zu einer Tagung, die in den neuen richtunggeben­den Bauten in Berchtesgaden, Urfeld, Tübingen und Titisee abgehalten wird. Die Tagung wurde in der Adolf-Hitler-Jugendherberge in Berchtes­gaden begonnen und in der Baldur-von-Schirach- Jugendherberge in Urfeld fortgesetzt. Der Reichs­jugendführer machte anläßlich eines Kamerad­schaftsabends in Urfeld einige grundlegende Aus­führungen über die neuen im Jugendherbergsbau eingeschlagenen Wege. Er sprach von der Baukunst und Raumgestaltung als dem mächtigsten Er­ziehungsfaktor in der deutschen Jugend. Die Lan­desverbandsleiter besichtigten auf der Weiterfahrt nach Tübingen die Zelle in der Festung Landsberg, in der Adolf Hitler seine Festungshaft verbrachte.

Osljüdische Devifenschieberbande in Wien dingfest gemacht.

Vor einigen Tagen hat die Wiener Polizei, wie bereits gemeldet, eine Bande festgenommen, die Valuten im Werte von mehreren Millionen Schil­ling ins Ausland verschoben hat. Es handelt sich

dern, Urlaub" ist ersichtlich, daß sich die Zahl der KdF.-Fahrer seit dem letzten Jahre mehr als verdoppelt hat. Sie betrug im Jahre 1936 mehr als 6 Millionen, darunter 150 000 See­fahrer. Zu Jahresbeginn standen acht große lieber» seedampfer der Gemeinschaft zur Verfügung. Der Umsatz, einschließlich der Nebenausgaben, betrug in diesem Tätigkeitsabschnitt rund 110 Millionen Reichsmark.

Die Statistik des Sportamtes lehrt, daß in diesem Jahre 275 307 Sportkurse mit 5 880 000 Teilnehmern veranstaltet wurden. Die Zahl der hauptamtlich beschäftigten, staatlich geprüften Sportlehrer beträgt 2800. Das AmtSchönheit der Arbeit" setzte seine im Vorjahr begonnene AktionGutes Licht gute Arbeit" fort. Außer­dem wurden bisher gegen 1000 Kameradschaftshäu­ser und 3000 neue Kantinen und Aufenthaltsräume errichtet, 3500 Grünanlagen in Werkhöfen und an­nähernd 200 Schwimmbäder sowie 1500 Wasch­räume geschaffen. Die Mittel für die Verbesse­rung der deutschen Betriebe betrugen fast ein halbe Milliarde Reichsmark.

Zur Organisierung des inneren Betriebes in den Unternehmungen wurden die W e r k s ch a r e n ge­bildet, die vom NSG -Amt gleichen Namens ver­waltet werden. Es haben heute 2150 Werkscharen einen Personalbestand von 90 000 Mann. Schließ­lich wurde auch durch ein Abkommen zwischen dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Reichs­minister General^'eldmarschall von Blomberg der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" die außerdienstliche Freizeitgestaltung der Soldaten anvertraut. Auf Grund dieses Abkom­mens wurde das Amt Wehrmachtheime errichtet.

Der Kongreß für Freizeitgestaltung war bisher die größte Tagung für Freizeitgestaltung der schaf­fenden Menschen.

um die größte D e o i s e n s ch i e b u n g, die sich seit der Einführung der Devisenzwangswirtschaft im Jahre 1932 ereignet hat. Nunmehr werden auch die Namen der Täter bekannt. Bei den Ver­hafteten handelt es sich durchweg um Ostjuden, wie sich denn überhaupt in Wien in den letzten Monaten die jüdischen Verbrechen unheimlich zu häufen beginnen. Schon die Namen der Anführer: Harsch Wolf-Fink, Chaim Meschel-Mehl, Lemel Jakobowicz, Osias R i e b l e r recte Sommer, Simon Lieber, Sime Wang, Mar­kus Rotenberg, Markus Landau, Moses Löffelstiel . . . weisen auf ihre Herkunft aus dem Ghetto. Es spricht Bände, daß am selben Tage, an dem diese Namensliste bekannt wird, die Blätter den Urteilsspruch gegen ein anderes, nicht minder sauberes Konsortium bringen. Die Familie des Ost­juden Lazar U l r e i ch , der jüdische Student S a - muel und der Arzt Norbert Hirsch wurden wegen mehrfachen schweren Versicherungs­betruges zu Kerkerstrafen von 2l/z bis 3V2 Jahren verurteilt.

LZ Hindenburg" auf der kehlen diesjährigen Südamerikafahrt.

Als Abschluß des diesjährigen Südamerika- Fahrtenprogramms der Deutschen Zeppelin-Reede» rei startete das LuftschiffHindenburg" Qm Mittwoch um 8.29 Uhr vollbesetzt in Frankfurt. Don der Besatzung des Luftschiffes wurden int Walde beim Luftschiffhafen auf dem Gelände der zukünftigen Zeppelin-Siedlung zwei schöne Tan- nenbäume geschlagen, die das Luftschiff den Ge- folgschastsmitgliedem der Deutschen Zeppelin-Ree­derei in Rio de Janeiro als Weihnachtsüberraschung mitbringt. Am 8. Dezember kehrt das Luftschiff Hindenburg" von Rio de Janeiro wieder nach Frankfurt zurück und geht dann bis Anfang näch­sten Jahres in die Halle zur Ueberholung. Die Be­satzungsmitglieder werden dann den wohlverdienten Weihnachtsurlaub antreten.

Mörder hingerichtel.

Der 1890 geborene Wilhelm Hartenstein wurde in Bielefeld hingerichtet; er war vom Schwurgericht in Bielefeld wegen Mordes in Tateinheit hrit Verbrechen gegen Paragraph 1 Ab­satz 1 Ziffer 2 des Gesetzes zur Gewährleistung des Rechtsfriedens zum Tode verurteilt worden. Har- tenstein hatte am 14. August 1935 in Minden die 35 Jahre alte Ehefrau Luise Reck ermordet. Er wollte sich an ihr dafür rächen, daß sie in einem gegen ihn geführten Strafprozeß in Erfüllung ihrer Leugenpflicht zu seinen Ungunsten wahrheitsgemäß Aussagen gemacht hatte.

Weiterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausqabeort Frankfurt.

Die winterliche Wetterlage hat ihren Höhepunkt bereits überschritten. Zur Zeit haben sich über Mit­teleuropa flache Tiefdruckstörungen entwickelt, die von Westen her feuchtere Luft hereinholen. Im Be .iche einer naßkalten Mischluft nahm die Witterung hier­bei einen unfreundlichen Charakter an, auch kam es zu leichten Niederschlägen. Eine wesentliche Aende- rung der bestehenden, doch vorwiegend kalten Wet­terlage ist noch nicht wahrscheinlich.

AussichtenfürFreitag: Vor allem in den Niederungen dunstiges und vorwiegend bedecktes Wetter, strichweise mit leichten Niederschlägen, bei schwachen Winden Temperaturen wenig geändert.

Aussichten für Samstag: Fortdauer der naßkalten Witterung, vereinzelt mit leichten Nieder­schlägen.

Lufttemperaturen am 25. November: mittags 1,1 Grad Celsius, abends1,5 Grad; am 26. No­vember: morgens1,3 Grad. Maximum 1 Grad, Minimum heute nacht1,6 Grad. Erdtempera­turen in 10 cm Tiefe am 25. November: abends 0,4 Grad; am 26. November: morgens 0,4 Grad.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 OOOl Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis NM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Krofdorf, den 26. November 1936.

7489 D

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 28. November, nachm.

31/» Uhr, in Krofdorf statt. Beileidsbesuche dankend verbeten.

Am Mittwoch nachmittag. 3'/4 Uhr, entschlief sanft an den Folgen eines Schlaganfalles im Alter von 71 Jahren mein lieber Mann unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater

Die trauernden Hinterbliebenen:

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