Ausgabe 
26.11.1936
 
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Volksfronten die proletarische Revolution zum Ziele führen müsse. Ein Blick in die Umwelt ge­nügt heute, um zu erkennen, in welchem Ausmaß der Befehl Dimitroffs, des Generalsekretärs ver Komintern und Führers der Weltrevolution, von den kommunistischen Ländersektionen und den verbündeten marxistischen Parteien befolgt worden ist. Nach den außerordentlich eindrucksvollen Auf­klärungen und Enthüllungen des vorletzten und letz­ten Nürnberger Reichsparteitags über den Bolsche­wismus geben jetzt Deutschland und Japan der Welt ein Beispiel praktischer Zusammenarbeit in einem Punkt, der schlechterdings zu einer Lebens­frage der Welt zu werden droht. Dieser Vorgang ist weltpolitisch um so bedeutsamer, als er zu einer Zeit erfolgt, in der gerade die europäischen W e st- m ä ch t e eine erstaunliche Verständnislosigkeit ge- aenüber dem Bolschewismus tagtäglich auf die be­fremdendste Weise interpretieren. Wir erinnern nur an den Fall Spanien, ferner an die höchst merk­würdige Haltung Englands im sogenannten Nicht­einmischungsausschuß, an die englische Anleihe von zehn Millionen Pfund für Moskau.

Reichspropagandaminister Dr. Goebbels hat in seiner großen Nürnberger Enthüllungsrede zu dem Thema Bolschewismus der Welt die Mahnung zugerufen:Hier muß man Stellung neh­men!" Deutschland und Japan sind heute gegen die Wühlarbeit und ihre scheinheiligen Tar­nungsmethoden gefeit, sie werden auch fernerhin keine Anstrengungen scheuen, um diesen Krebs­schaden aus ihrem Lande fernzuhalten. Sie haben dabei auch die Genugtuung, daß andere verantwor­tungsvolle Regierungen denselben Standpunkt ein­nehmen. So hat erst kürzlich Mussolini in sei­ner Malländer Rede sich für den Schutz der euro­päischen Kultur vor den internationalen Kräften der Zerstörung ausgesprochen. Wollen die West- möchte solange mit dem Bolschewismus verhan­deln, bis sie ihn alle miteinander in der unmittel­bar bedrohenden Form im eigenen Lande haben wie Frankreich unter der Regierung Blum? Wenn die Westmächte und darüber hinaus alle Kultur- Mächte der Welt die Zeichen der Zeit verstehen, dann nehmen sie das deutsch-javanische Abkommen gegen die Komintern als den Ausgangspunkt einer aemeinsamen Notwehraktion der ge­samten Kulturwelt gegen ein unter staat­lichen Formen organisiertes internationales Ver­brechergesindel, das in der ganzen Welt das gleiche grauenhafte Elend sehen möchte wie in Sowjetruß­land. Wir wollen hoffen, daß die Erkenntnis, daß die Komintern durch Gefährdung des Dolksfriedens auch den Dölkerfrieden bedroht, Gemein­gut der Weltpolitik wird. Ev.

Todesurteil gegen G ickiing aufgehoben.

In zehnjährige Freiheitsstrafe umgewandelt.

Berlin, 25. Nov. (DJIB.) Nach offizieller foro- jelrussifcher Mitteilung hat der Präsident des Zen- tralexekutivkomitees dem Gnadengesuch des Reichsdeutschen Stickllng stattgege- ben und die Todesstrafe in eine zehnjährige Freiheits st rase umgewandelt. Wie verlautet, find außer dem deutschen Staatsangehörigen Stick- ling noch zwei weitere im Rowo-Sibirfker Schauprozeh zum Tode verurteilte Angeklagte be­gnadigt worden.

Sela Khun in Prag.

Der jüdische Kommunistenhäuptling auf dem Wege nach Spanien.

Prag, 25 Nov (DNB. Funkspruch.) Nachdem bereits einige tschechische Blätter gemeldet hatten, daß sich der berüchtigte jüdische Kommunistenhäuptling Bela Khun in Prag aufhalte, erklärt nunmehr das Blatt der Sudetendeutschen Partei,Die Zeit", es habe sich auf Grund von Augenzeugenberichten herausgestellt, daß der frühere bolschewistische Hen­ker Ungarns mit einem sowjetrussisch.en Diplomatenpaß reise und in Prag Gast des diplomatischen Vertreters der Sowjetunion gewesen sei Bela Khun scheine sich auf eine längere Tätig­keit im Auslande vorbereitet zu haben, was auch daraus hervorgehe, daß er in einem bekannten, erst­klassigen Schneidergeschäft drei Anzüge und einige Mäntel in Auftrag gegeben habe. Bela Khun sei in­zwischen wieder aus Prag abgereist. Möglicherweise stehe sein Prager Aufenthalt im Zusammenhang mit den kürzlich enthüllten g e h e i - men Anweisungen an die kommunistischen Unterorqanisationen. Man nimmt an, daß er sich nach Spanien begeben habe, wo sich ihm im Zusammenhang mit den bolschewistischen Umtrie­ben ein geeignetes Betätigungfeld er­öffnet.

^Räumung des Universitätsgebäudes in Warschau.

Warschau, 26. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die polnischen Behörden haben energische Maßnahmen gegen die Studenten ergriffen, die das Ge­bäude der Warschauer Universität besetzt hielten. Nachdem die Studenten die Auf­forderung des Kultusministers zum Verlassen der Universität abgelehnt hatten, wurde die formelle Schließung der Universität verfügt. Damit haben die Studenten ihre Eigenschaft als Akademi­ker verloren. Im Laufe der Nacht wurden durch st arte Polizei-Abteilungen die Stu­denten, die sich in dem Gebäude verbarrikadiert hatten und' die Polizei mit Steinwürfen empfingen, mit Hilfe von Tränengas aus der Uni­versität vertrieben. Alle Studenten, die sich in der Universität verschanzt hatten, sind v e r h a f - t e t und dem Untersuchungsrichter zugeführt wor­den.

Mißglückter Anschlag auf den Zug von Oaladier und Gamelin

Paris, 26. Nov. (DNB. Funkspruch.) In Pa- ris sind Gerüchte aufgetaucht über einen möglichen Anschlag, der auf Kriegsminister D a l a d i e r und den Generalissimus Gamelin versucht worden sein könnte. Beide hatten sich nach Mülhausen zur Besichtigung der Befestigungsanlagen an der Ostgrenze begeben. Kurz bevor ihr Zug den Bahn- Hof Foulain passierte, bemerkte der Lokomotio- sichrer, daß einige Streckensignale nicht funktionier- ten. Man stellte fest, daß ein Sabotageakt ver­übt worden war.

Deutschland der Bahnbrecher einer neuen politischen Weltanschauung.

Oer Führer trägt die Fahne eines neuen Ideals einem erwachenden Europa voran.

Reichsminister Dr. Goebbels spricht in Ludwigshafen.

Ludwigshafen, 26. Nov. (DNB.) Arn Mitt­wochabend fand in Ludwigshafen eine national- ozialistische Massenkundgebung statt, auf der der Reichspropagandaleiter der NSDAP., Reichsrnini- ter Dr. Goebbels vor 35 000 Volksgenossen eine zweistündige Rede hielt. Der Minister führte den mit gespannter Aufmerksamkeit folgenden Ver- ammlungsteilnehmern den grandiosen Umfang des nationalen Wunders vor Augen, das sich in den vier Jahren einer rastlosen Wiederaufbauarbeit auf allen Gebieten vollzogen hat, eines Wunders, das nur geschehen konnte, weil ein gesittetes, fleißiges, idealistisches und opferbereites Volk in wahrer Demokratie einig hinter feinem Führer tand und entschlossen war, den von ihm gestellten Zielen mit ganzer Kraft zu dienen. Selbstverständlich bleibe noch viel zu tun übrig. Aber jede einzelne der schon gelösten zahllosen Ausgaben reiche für ich allein schon aus, um nach den Maßstäben der rüheren marxistischen Regierungen eine solche zu rechtfertigen.

Es gibt wohl in dec ganzen Welt keine Re­gierung, die wie unsere in einer fo inni­gen Beziehung zum Volke steht. Mögen andere Völker über größere Reichtümer ver­fügen als wir ein glücklicheres Volk als das deutsche gibt es wohl kaum auf der Erde dank der Stärke unseres nationalen Glaubens, unseres nationalen Stol­zes und der Intensität, mit der mir unsere nationalen Ziele empfinden und verfolgen. Wir

wissen, was wir wollen, wir wollen aber auch, was wir wissen."

Der Minister betonte mit besonderem Nachdruck, daß Deutschland wie mit allen Völkern so auch mit Frankreich in Frieden leben wolle.

Ein neuer Krieg wäre das größte Unglück für ganz Europa, und selbst der Gewinner dieses Krieges würde nicht soviel dabei gewinnen, wie er daran zu verlieren hätte. Wir wären mehr als kurzsichtig, wallten wir wünschen, daß Frankreich bolschewistisch regiert werde. Im Grunde genom­men sind die Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Völkern im Vergleich zu der heran­drohenden bolschewistischen Gefahr nur eine An von Familienzwist. Wenn Frankreich ehr­lich will, wird es leicht sein, zu einem befriedi­genden Verhältnis mit Deutschland zu gelangen. Die Krise entstand, als Frankreich das Militär­bündnis mit der Sowjetunion einging. Demgegen­über konnten wir nicht passiv bleiben."

Der Führer", stellte Dr. Goebbels unter tosendem Beifall fest,ist heule nicht nur der Führer der deutschen Nation, sondern der geistige Erwecker Europas. Ihm wird einmal in hundert Jahren das Zeugnis ausgestellt werden müssen, daß er in der Zeit tiefsten Verfalls die Fahne eines neuen Ideals in die Hand genommen und einem erwachenden Europa vorangetragen hat! 14 Jahre lang haben wir gerufen: »Deutschland, erwachet Man hat uns damals ausgelachl und verhöhnt, aber Deutschland ist erwacht! Wenn wir heute unseren Warnungsruf an die zivilisierten Nationen richten, so bedeutet das:

»Europa erwache!*"

Dr. Goebbels schloß seine Rede mit einem von der Versammlung mit tiefer Ergriffenheit ange­nommenen Bekenntnis zum Führer.Wenn das deutsche Volk heute ein kostbares Gut sein eigen nennt, so ist es der Führer selbst. Und wenn der Führer heute einen kostbaren und unzerstör­baren Schatz besitzt, so ist es das Vertrauen des deutschen Volkes. Heute verkörpert sich in einem Manne das ganze deutsche Schicksal. Es ist vielleicht der glücklichste Umstand des großen revo­lutionären Umbruchs, den wir vollzogen haben, daß sich im Wandel aller Dinge e i n M e n s ch im­mer gleich geblieben ist, der Führer. Er hat eine Welt geändert und ist selbst unverändert geblieben. Nachfolgenden Geschlechtern wird es ein­mal als das größte Wunder deutscher Geschichte erscheinen, daß ein unbekannter Ge­freiter des Weltkrieges in fünfzehn Jahren eine Nation erobert und Staat, Armee, Partei und Volk vor der Welt repräsentiert.

Deutschland wird der Bahnbrecher einer neuen politischen Weltan­schauung sein und sein müssen, weil es d i e klar sie und entschlossen sie Füh­rung hat. Deshalb treten wir demütig vor die großen Aufgaben und Pflichten hin, die die Nation uns auferlegt, in der festen Gewißheit, daß das Reich einmal groß und mächtig sein und daß unsere Kinder die glücklichen Söhne und Töchter des freisten und stolzesten Volkes der Erde sein werden."

Die Versammlung dankte Reichsminister Dr. Goebbels am Schluß seiner Rede mit stürmischen Kundgebungen.

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Abwehrfront gegen die Mächte der Zersetzung.

Oie Unterzeichner des deutsch-japanischen Abkommens über den Ginn des Vertrages.

Berlin, 25. Nov. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop gab dem Deutschen Nachrichten­büro zum deutsch-japanischen Abkommen folgende Erklärung ab:

Auf dem 7. Komintern-Kongreß hat der Bolschewismus allen ordnungsliebenden Staaten den Kampf auf Leben und Tod angesagt und als Ziel die Durchführung der Revolutton in allen Staaten und die Aufrichtung der bolschewistischen Weltdiktatur proklamiert. Das jüngste Opfer dieses Vernichtungswillens bolschewistischer Unheilstifter ist Spanien. Dieses Land alter europäischer Kultur ist heute vom Bürgerkrieg verwüstet, seine Städte und Dörfer liegen überall in Schutt und Asche, und das spanische Volk ist Heimsuchungen und Qualen ausgesetzt, die in der Geschichte kaum ihresgleichen inden. Dies sind die furchtbaren Folgen der Einmischung der Kommuni st ischen Internationale in Durchführung der auf dem 7. Komintern-Kongreß gefaßten Beschlüsse. Die Komintern hatte nichts anderes im Sinn, als durch Propaganda und Gewalt dieSowjetrepu­blik Spanien" aufzurichten, um von hier aus Europa weiter zu unterwühlen. Wer soll das nächste Opfer sein?

Blanche Staaten, so Amerika, haben seiner­zeit gegen die Beschlüsse des 7. Komintern- Kongresses schärfste Proteste erhoben sie sind wirkungslos geblieben. Deutsch­land und Japan, nicht gewillt, das Treiben der kommunistischen Hetzer länger zu dulden, sind nunmehr zur Tat geschrit- t e n. Der Abschluß des heute von Deutschland und Japan unterzeichneten Abkommens gegen die Kommunistische Internationale ist ein epochales Ereignis. Es ist ein Wende­punkt in dem Abwehrkampf aller ordnungs- und kulturliebenden Nationen gegen die Mächte der Zersetzung. Mit dem Zustandekommen dieses Vertrages haben unser Führer und Seine Majestät der Kaiser von Japan eine geschichtliche T a t vollbracht, die erst von kommenden Generationen in ihrer vollen Tragweite ge­würdigt werden wird. Am heutigen Tage ist eine starke Abwehrfront von zwei Na­tionen geschaffen worden, die in gleicher Weife entschlossen sind, jeden Einmischungs- versuch der Kommunistischen Internationale in ihren Ländern zum Scheitern zu brin­gen. Japan wird eine Ausbreitung des Bol­schewismus in Oftafien niemals zulassen. Deutschland bildet das Bollwerk gegen diese Pest i m Herzen Europas. Schließlich wird Italien, wie der Duce der Welt er­klärt, das antibolschewistische Banner im Süden hochhalten.

Ich bin der Uebergeugung, daß die Länder, die heute die bolschewistischen Gefahren noch nicht sehen, eines Tages unserem Führer für das klare und rechtzeitige Erkennen dieser einzig dastehenden Welt- bedrohung dankbar sein werden. In dem Abkom­men ist vorgesehen, weitere Staaten zur Teilnahme an diesem Kampf einzuladen. Wir wün­schen und hoffen, daß die übrigen Kultur- ftaaten die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller gegen die Arbeit der Kommunistischen Inter­nationale erkennen und sick diesem Abkommen a n- schließen mögen. Auf oiese Weise wird es ge­lingen, diesen Weltfeind endgültig abzuwehren, den inneren und äußeren Frieden zu erhalten und un­sere alte Kultur zu erretten."

Die Erklärung

des japanischen Botschafters.

Der japanische Botschafter, Graf Mushakoji, erklärte einem DNB.-Vertreter folgendes:Ich gebe hiermit meiner aufrichtigen Freude Aus­druck, daß das Abkommen gegen die Kommunistische Internationale am heutigen Tage zwischen Japan und Deutschland abgeschlossen worden ist. Die Kom­

munistische Internationale ist, wie allgemein be­kannt, eine internationale Organisation, die überall in der Welt ihre Zellen besitzt und die Zersetzung und Vergewaltigung der bestehenden Staaten als ihr Ziel aussteltt. Da die Einmischung der Kommunistischen internationale in die inneren Verhältnisse der Nationen nicht nur deren inneren Frieden und soziales Wohlleben gefährdet, sondern auch den Weltfrieden überhaupt be­droht, ist es für jeden Kulturstaat aus S e l b st - erhaltungstrieb eine Selbstverständlichkeit, das Leben und Wohl des eigenen Volkes gegen diese Gefahr zu schützen. Dabei ist zu betonen, daß es gegen diese internationale kommunistische Or­ganisation nur eine einzige wirksame Abwehrmög­

lichkeit gibt, nämlich das Zusammenwirken der Staaten. Japan und Deutschland, gegen die der Beschluß des 7. Komintern-Kongresses im besonde­ren gerichtet ist, fühlen sich durch die Zersetzungs­arbeit der Kommunistischen Internationale am stärksten bedroht und sind deshalb als erste zum Entschluß gekommen, sich gegen diese Gefahr zu­sammenzuschließen. Ich bin überzeugt, daß das ja­panische Kaiserreich unter dem glorreichen Regime Seiner Majestät des Kaisers und das neue Deutsch­land unter der heroischen Führung des Führers und Reichskanzlers als Garanten des Welt­friedens im Osten und Westen mit diesem Schritt ihren Teil zur Befriedung der Welt beitragen werden.

Unser Bild zeigt den Kaiserlich japanischen Botschafter in Berlin, Vicomte Mushakoji, und beit Botschafter von Ribbentrop bei der Unterzeichnung des deutsch-japanischen Abkommens. (Scherl-M.)

Gegen die kommunistische Wühlarbeit in Ostasten.

Eine Erklärung der japanischen Regierung.

Tokio, 25. Nov. (DNB.) Zur Unterzeichnung des deutsch-japanischen Abkommens hat die japani­sche Regierung eine Erklärung abgegeben, in der es u. a. heißt, daß seit der Errichtung der Kom­munistischen Internationale, die mit ihrem Haupt­quartier in Moskau die Vernichtung der na­tionalen und sozialen Struktur jedes Landes zum Ziele habe, die Komintern entspre­chend ihren Grundsätzen der Weltrevolution Aktto­nen ausgelöst habe, die in hohem Maße den Weltfrieden bedrohten. Wie China den Verwüstungen der kommunistischen Armeen aus­gesetzt sei, so litten auch die Aeußere Mongo- l e i und Sinkiang unter dem Treiben der Ko­mintern. In Mandschukuo habe die Komin­tern durch die Errichtung von Bezirksausschüssen Räuberbanden zu gewinnen und für ihre Zwecke dienstbar zu machen versucht. In Japan, wo die extreme Lmke nach den mandschurischen Ereignissen zeitweise Kraft einbüßte, habe sich nach dem 7. Kon­greß der Komintern die Energie der kommunisti­schen Bewegung wieder gesteigert. Angesichts der wachsenden Gefahr sähe sich Japan nun gezwun­gen, im Interesse seiner Sicherheit und des Frie­dens in Dftafien schärfere Notwehrmah­nahmen zu ergreifen. Da die Organisation und die Tättgkeit der Komintern internationalen Charakter trügen, müsse jede Gegenmaßnahme i n internationaler Zusammenarbeit ge­

troffen werden. Japan und Deutschland sähen sich der Komintern gegenüber in ähnlicher Lage. Die japanische Regierung habe sich daher veranlaßt gesehen, zum Abschluß einer Vereinbarung zu schrei­ten, die den ersten Schritt in der Verteidigung gegen den Kommunismus darstelle. Die japanische Regierung gibt ihrem Wunsche Ausdruck, daß sich möglichst viele Staaten den Abwehrmaßnahmen gegen die Gefahr der Komintern anschließen mögen. Sie betont ausdrücklich, daß neben diesem Ab­kommen Vereinbarungen anderer Art nicht bestehen, daß Japan nicht die Absicht habe irgendeinen besonderen internationalen Block zu bilden und daß sich die Vereinbarung gegen kein Land richte.

Statte Beachtung in Paris.

Paris, 25. Nov. (DNB.) Die Pariser Presse meldet in riesigen Uebersckriften die Unterzeichnung des deutsch-japanischen Avkommens. DerTempo betont, daß das Abkommen nicht gegen Sowjetruß- land, sondern gegen den internationalen Kommu­nismus, wo immer er auch auftauchen möge, ge­richtet sei. In amtlichen Kreisen mißt man der An­gelegenheit eine zu große Bedeutung bei, als daß man die Stellungnahme überstürzen möchte. In parlamentarischen Kreisen erklärt man, daß dieses Abkommen zwar den Zweck verfolge, den man

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