Ausgabe 
26.10.1936
 
Einzelbild herunterladen

wandte sich der Professor Poggendorf an den Erfinder, ihm jetzt einen Aufsatz über sein Telephon zur Verfügung zu stellen.

Aber der schwer gekränkte Philipp Reis schrieb zurück:Ich danke Ihnen recht sehr, Herr Pro­fessor, es ist zu spät. Jetzt will ich nicht ihn schicken. Mein Apparat wird ohne Beschreibung in den Annalen bekannt werden."

*

Und er ist es geworden. Aber Philipp Reis hat

es nicht mehr erleben dürfen. Er starb als ein Märtyrer der Wissenschaft, nachdem er seine Appa­rate dem Garnierschen Institut vermacht und dabei geschrieben hatte, daß er zwar der ganzen Welt den Weg zu einer großen Erfindung gewiesen habe, aber daß er die Weiterführung einem anderen über­lassen müsse.

Der unermüdliche Kampf für seine Ideen hatte seinem Leben schon mit einundvierzig Jahren ein Ende gemacht.

Das Winterhilfswerk für Hessen-Nassau eröffnet.

Oer Gauleiter sprach in der überfüllten Festhalle.Oie bisherigen Leistungen und die neuen Richtlinien.

Frankfurt«. M., 25. Okt. Am Sonntagmittag wurde im Rahmen einer eindrucksvollen Feier in der Festhalle durch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Winterhilfswerk 1936/37 des Gaues Hessen-Nassau eröffnet.

Den Auftakt zu dieser Veranstaltung bildete am Vormittag eine

Sondertagung

im Bachsaal, in deren Verlauf führende Vertreter des Hauptamtes für Volkswohlfahrt zu den Amts­waltern der NSV. sprachen. Reichsamtsleiter A l t - haus (Berlin) betonte, daß die Sorge um die Wohlfahrt des deutschen Volkes im nationalfozia- listtschen Staate ein Gesetz gewordener Wunsch sei. Jahr für Jahr steigen die Ergebnisse der Samm­lungen und beweisen damit, daß die während des Sommers neu in den Arbeitsprozeß Eingegliederten sich opfernd an die Seite derer stellen, die aus ihrer sicheren Lebensposition heraus in der Opfer­bereitschaft eine der wichttgsten Aufgaben ihrer völkischen Verpflichtung sehen. Sie opfern nicht vom Ueberfluß, sondern sie opfern mehr noch. Sie wür­den es sich verbitten, wollte man sie von der Opfer- aemeinschaft des Volks ausschlietzen. Dem ganzen Volk eine solche Haltung anzuerziehen, ist die Auf­gabe der NSV., wenn sie das mahnende sozialisttsche Gewissen des Volkes darstellen soll.

Pg. Böttcher sprach dann über die organisa­torischen Aufgaben der NSV. Es sei eine große Aufgabe, ein Volk für seine heroische Gegenwart zu begeistern und es dahin zu führen, daß es an dieser Gegenwart gestaltend teilnehme. Der einzelne bleibe nicht mehr in seinem individualistisch ausge­richteten Lebenskreis, sondern er erhalte durch seine Pflichterfüllung seine persönlichen Werte für sein Volk.

Gauamtsleiter Haug wies in seinen abschließen­den Ausführungen darauf hin, daß die NSV. im­mer mehr zu einer geschlossenen Schicksalsgemein­schaft werden solle. Hier frage man nicht nach den Schwierigkeiten, die sich der Arbeit entgegenstell­ten, sondern man diene durch unbeirrbare, zähe Arbeit der Volksgemeinschaft.

Die Eröffnung am Nachmittag

gestaltete sich zu einer außerordentlich eindrucks­vollen Kundgebung. Die riesige Halle war bis auf den letzten Platz besetzt. Zu den 15 000 Amtswal­tern, die aus allen Teilen unseres Gaues nach Frankfurt gekommen waren, hatten sich Tausende von Volksgenossen aus Frankfurt und seiner Um­gebung gesellt. Auf den Ehrenplätzen sah man die führenden Vertreter der Partei und ihrer Gliede­rungen, der Wehrmacht, der Behörden und Wirt­schaft.

Eing-eleitet wurde die feierlich von Konzertstücken und einem Sprechchor der Hitlerjugend umrahmte Kundgebung durch eine Ansprache des

Gauamtsleiter Haug.

,Zch danke Ihnen allen für Ihr Erscheinen", so erklärte er,und sehe darin einen Beweis, daß man auch in unserem Gau bereit ist, dem Rufe des Führers freudig Folge zu leisten. Es wird unsere Aufgabe sein, die bisherigen Leistungen noch zu verbessern. Mit dieser Kundgebung erkläre ich gleichzeitig die Gauarbeitsgemeinschaft aller Ver­bände und Organisationen für gebildet." Gauamts­leiter Haug meldet dann dem Gauleiter, daß eine einheitlich ausgerichtete Organisation von über 20 000 ehrenamtlichen Amtswaltern und Helfern bereitstehe, ihre Pflicht zu erfüllen.

Gauleiter Sprenger

dankte im Namen der vom WHW. Betreuten all denen, die zur Durchführung dieses großen Werkes nationalsozialistischer Sozialpolitik beigetragen

haben. Alle die Männer und Frauen hier sind, so stellte er fest, aus dem ganzen Gaugebiet als Vertreter des deutschen Volkes gekommen. Ihnen allen gebührt Dank, daß sie ihre Kräfte in den Dienst der großen Aufgabe gestellt haben, vor allem aber dem Gauamtsleiter der NSV. Haug, der die NSV. im Gaugebiet vorbildlich ausgebaut hat.

Infolge der Gebefreudlgkeil der Bevölkerung an Rhein und Blain war es möglich, weit über das Gaugebiet hinaus Blenfchen in Rot zu helfen.

Früher gab es ein Wohlfahrtswesen mit Wohl­tätigkeitsveranstaltungen usw. Manchmal klingt diese Auffassung auch heute noch durch. Klar und deutlich sprach es der Gauleiter aus, daß er dies auf keinen Fall duldet. Wir sind heute eine Volks- aenossenschaft geworden. In Hessen-Nassau hat die NSV. ihre Probe bestanden. Das zeigte der Gauleiter an Hand eindeutiger Zahlen.

Heber 7 000 000 RBl. brachten im letzten Jahr die Sammlungen. Dabei ist es schon eine häufige Gewohnheit geworden, die künstlerischen Abzeichen zu sammeln, so daß sie dereinst im Familienarchiv ein Zeichen der Opfer­freudigkeit der Ahnen sind.

In dem HilfswerkM utter und Kind" mar­schiert unser Gau an der Spitze. Die Zeltlager der HI. geben der Jugend Erholung, Kamerad­schaftsgeist und Verständnis für den Begriff der Treue. Hier sprach der Gauleiter die Bitte an die Reichsleitung aus, die Zeltlager auf noch breitere Grundlage zu stellen, oder wenigstens die Zeit auf das Doppelte zu verlängern. Was wir so tun an der Jugend, ist bestangelegtes Kapital.

Auch in der Kinderlandverschickung konnte unter Gau außerordentliche Erfolge ver­zeichnen. 15 000 Kinder wurden bei uns ausgenom­men; 5000 verschickt. Das Tuberkulose- Hilfswerk erfaßt und betreut 400 Familien.

Die Braunen Schwestern seien bei uns zahlen­mäßig am stärksten. Hier gelte es noch weiter auf­zubauen. Kein Dorf sollte ohne Braune Schwester sein; denn der Kranke brauche nicht nur Kranken­pflege, sondern auch seelische Erbauung. Dazu sei aber niemand so befähigt, wie Nationalsozialisten.

Das deutsche Volk ist durch den Führer zu einer Opfergemeinschaft zusammenge- fchweißt. Als der Führer die Macht übernahm, hatte man ihm zur Regierung nichts übrig­gelassen. Rur eins konnten sie uns nicht neh­men: das war das deutsche Volk! Aber auch dieses war geschwächt. Sichtung und Hebung dieses Wertes war notwendig. Der Führer gab daher dem Volke 2Lr b e i t. So wurde es gesund und gesünder. Wir wissen, daß die breite Masse keine Reichtümer nach hause trägt. Wo eine große Familie vorhan­den ist, wird es sogar etwas knapp, und hier springt die Gemeinschaft ein, indem sie dafür sorgt, daß niemand unserem Volk verloren geht.

Das Volk will keine Almosen, genau so, wie unser gesamtes Volk nicht betteln ging. Unsere Aufgabe ist es daher, ihm sein Recht zukommen zu lassen, ohne seinen Stolz zu verletzen.

Der Aufbau wird planmäßig weitergeführt. Der Vierjahresplan zieht endgültig einen Strich unter die wirtschaftliche Denkungsart, die der Vergangen­heit angehören muß. Es herrscht nicht mehr der Rechenstift. Was wir in Deutschland haben, das beziehen wir nicht vom Ausland. Die anderen, die uns nichts verkaufen wollten, sollet auf ihren De­visen und Rohstoffen fitzen bleiben. Den notwen­digen Austausch lehnen wir dabei nicht ab, soweit er möglich ist.

Das Sozialismus ist, ist heute durch den Ra­tionalismus bewiesen: eine wahre Genossen­schaft des Volkes.Es kommt nicht darauf an, ob der oder jener will, er wird müssen", so hat der Führer in Nürnberg gesagt.

In scharfen Worten rechnete der Gauleiter dann mit den Leuten ab, die glauben, daß sie nicht zu sammeln oder nicht zu helfen brauchten.Ich will, daß gesammelt wird bei allen deutschen Volks­genossen. Es darf kein Volksgenosse im Zweifel gelassen werden, daß er behandelt wird, wie er es verdient."

Der Gauleiter führte aus, daß es darauf an­kommt, zu opfern. Die Gabe zählt nur, wenn sie eine fühlbare Einschränkung für den Geber bedeutet.

Glänzendes Ergebnis der Brotsammlung im Gau.

Als Gauleiter Sprenger geendet hatte, mel­dete ihm Gebietsführer Brandt das Ergebnis der Brotsammlung im Gau Hessen- Nassau. Die Jugend, so betonte er, wolle nicht nur Rechte, sondern verlange auch Pflichten.

Die Jüngsten unseres Gaues, die Pimpfe, hätten am 24. Oktober insgesamt 312 766 Brote, d. h. 1 037 861 Pfund Brot, im Gau gesammelt. Damit sei das Ergebnis der vorjährigen Samm­lung noch um 32 108 mehr Brote übertroffen.

In herzlichen Worten dankte Gauleiter Spren­ger für dieses Ergebnis und den schönen, vorbild­lichen Einsatz der Jugend, die auf diese Weise zum Gelingen des gewaltigen Werkes beitrage.

Wirtschaft.

Keine inländischen Arpfel

für die Marmeladen-, Obstgelee- und Obstkraut­industrie.

Fwd. Der Vorsitzende der Hauptoereinigung der deutschen Garten- und Weinbauwirtschaft hat unter dem 22. Oktober folgende Anordnung Nr. 104 er­lassen:

I. Die Lieferung von Aepfeln inländischer Her­kunft an Mitglieder der Verarbeitergruppe der Garten- und Weinbauwirtschaftsoerbände (Wirt­schaftsoerbände) zur Herstellung von Marmeladen, Obstgelees und Obstkraut und deren Halbfabrikaten ist untersagt.

H. Der Bezug und die Verarbeitung von Aepfeln inländischer Herkunft zu Marmeladen, Obstgelees und Obstkraut und deren Halbfabrikaten sind den Mitgliedern der Verarbeitergruppe der Garten- und Weinbauwirtschaftsoerbände untersagt.

III. Der Vorsitzende der Hauptoereinigung der deutschen Garten- und Weinbauwirtschaft kann zur Vermeidung unbilliger Härten Ausnahmen von den Bestimmungen dieser Anordnung zulassen.

IV. Mitglieder der Wirtschaftsverbände, die dieser Anordnung zuwiderhandeln, können in Ordnungs­strafe genommen werden. Als Zuwiderhandlungen sind auch Maßnahmen anzusehen, die, ohne gegen den Wortlaut dieser Anordnung zu verstoßen, eine Umgehung darstellen.

V. Diese Anordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.

Rhein-Mainische Börse.

Aktien schwächer.

Frankfurt a. M., 24. Okt. Die Börse lag zum Wochenschluß sehr ruhig. Am Aktienmarkt gingen die Kurse auf einige Realisationen seitens der Kundschaft weiter etwas zurück, während Kauf­neigung nur noch in ganz geringem Umfange vor­handen war. Der berufsmäßige Börsenhandel übte Zurückhaltung. Schwächer lagen besonders wieder Bergwerkswerte, voran Harpener mit 158 (161), Rheinstahl verloren 2 v. H. auf 154, Klöckner, Man­nesmann und Mansfelder ließen bis 1,50 v. H. nach, Hoesch 118,25 (119,25), Verein. Stahl mit 124 (124,50) besser gehalten. Chemische Papiere blieben behauptet, so IG. Farben mit 179,13 und Metallgesellschaft mit 150. Von Elektroaktien setzten Siemens 1,25 v. H., Gesfürel 1 v. H. und AEG. 0,40 v. H. schwächer ein, Mainkraft uno. 100. Zell­stoffaktien lagen schwach, Aschaffenburger 140,50 (143), Feldmühle 147 (149), Waldhof etwa 169 (171,50). Kunstseideaktien bröckelten weiter ab, AKU. auf 90,75 (92), Bemberg auf 111 (111,50). Von Maschinenwerten notierten Moenus mit 100,25 bis 100 (100,50), Daimler mit 125,50 (125). Im ein­zelnen verloren Reichsbank 1,75 v. H., Westdeutsche Kaufhof 1,13 v. H., Rheinmetall 1,50 v. H. und Zement Heidelbera 1 v. H. Schiffahrtsaktien blieben unverändert. Nach den ersten Kursen ergaben sich größtenteils weitere Rückgänge von etwa 0,25 bis 0,50 v. H.

Bei weiterhin sehr kleinen Umsätzen war der Aktienmarkt im Verlaufe im großen und gan­zen wenig verändert. Weiteren kleineren Abschwä­chungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. standen eben­solche Besserungen gegenüber. AKU. erholten sich auf 91,50 nach 90,75 bis 90,50. Die erst später zur Notiz gekommenen Werte lagen schwächer, so BMW. mit 138,25 (141), Muag mit 127,13 (129), Gold­schmidt mit 126,90 (128) und Deutsch-Atlanten nach Pause mit 124,50 (128).

Am Rentenmarkt erhöhten sich Kommunal- Umschuldung auf 90,10 nach 90,05, zertif. Dollar- Bonds bröckelten etwas ab. Goldpfandbriefe blieben unverändert, Liquidationspfandbriefe lagen unein­heitlich, von Kommunal-Obligationen Pfalz. Hyp. 95,50 (95,25). Stadtanleihen lagen zumeist unver­ändert, 4,50 (6) v. H. Frankfurt 94 (94,50). Am Auslandsrentenmarkt herrschte Geschäftssttlle, Mexi­

kaner lagen durchweg 0,25 bis 0,50 v. H. leichter, auch Rumänen knapp gehalten.

Im Freivertehr nannte man: Adlerwerke 105, Pokorny 119, Ufa 68,50, Wayß & Freytag 126,75 Brief, VDM. 145, Kali Wintershall 141,50. Tagesgeld uno. 2,50 v. H.

Frankfurter Obst- und Gemüfemackt.

F r a n k f u r t a. M., 23. Okt. Die Zufuhren von Gemüsen aller Art blieben sehr stark, besonders von Kohlgemüse. Nachfrage bei unveränderten Prei­sen nur teilweise befriedigend. 11. a. notierten: Blu­menkohl 20 bis 45, Eskarol 5 bis 10, Feldsalat 35 bis 80, Karotten 4 bis 5, gelbe Kartoffeln 3.00 bis 3,20, Kohlrabi 4 bis 6, Kopfsalat unter Glas 5 bis 10, Meerrettich 40 bis 45, Pfifferlinge 60, Römisch­kohl 5 bis 6, Rosenkohl 22 bis 25, Rote Rüben 3/2 bis 6, Rotkraut 2 bis 4, Sellerie je nach Größe 8 bis 35, Spinat 10 bis 15, Schwarzwurzeln 18 bis 25, Tomaten Freiland 18 bis 30, do. Haus 35 bis 45, Weißkraut 2 bis 3, Wirsing 21/« bis 4, Weiße Rüben 78, Zwiebeln 5 bis 6, Pfälzer 4Va bis 5. Das Obst angebot blieb im Verhältnis zur Nach­frage reichlich, Preise neigen nach unten, reichliches ausländisches Traubenangebot. 11. a. notierten: Aepfel I 30 bis 40, II 20 bis 28, Wirtschaftsäpfel 16 bis 20, Goldparmänen I 30 bis 40, Boskoop I 30 bis 35, Renetten 22 bis 25, Birnen I 22 bis 28, II 15 bis 20, Kochbirnen 8 bis 12, Mollebusch I 20 bis 22, II 15 bis 18, Vereins Dechant I 25 bis 30, Bananen, Kiste 12V2 Kilogramm 4,50 bis 5,00 Kam., Westin. 6,00, Kranz-Feigen 25-Kilogramm- Sack 10 bis 12, Haselnüsse 30 bis 38, Kastanien 18 bis 25, Preiselbeeren 28 bis 30, Quitten 20 bis 25, Trauben 15 bis 18, holl. 41 bis 45, bulg. 28 bis 35, ital. 17 bis 25, Walnüsse 32 bis 40, 42 bis 50 ital., Zwetschen 18 bis 22, Zitronen Kiste 300 und 360 Stück 10,50 bis 13,00.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 26. Okt. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Seit dem letzten Markt dem Schlachthof direkt zugeführt: 86 Ochsen, 51 Kühe, 54 Färsen; Vorauftrieb: 1087 Rinder (340 Ochsen, 103 Bullen, 382 Kühe, 262 Färsen), 344 Käl­ber, 82 Schafe, 2242 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 40 bis 65, Hämmel 45 bis 50, Schafe 40 bis 45, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe ruhig.

Rundfunkprogramm

Dienstag, 27. Oktober.

6 Uhr: So nimm denn meine Hände. Morgen« fpruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnasük. 8.30: Werkskonzert. 9.30: Lieder und Klavierstücke von Albert Loesch. 10: Schulfunk: Von Volk zu Volk. Volkslieder und Volkstänze aus allen Ländern der Erde. 11.30: Landfunk. Unsere Landwirtschaftsschulen in der Erzeugungsschlacht. Ein Zwiegespräch. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskon­zert. 13: Nachtrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Mu- sika zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft: Merkwürdige und seltene Metalle. 15.15: Die deutsche Frau. Die gute Stiefmutter. Eine Funkfolge. 16: Unterhal­tungskonzert. 16.45: Südwestdeutsche Erzähler.Be­gegnung im Sanatorium." Eine Geschichte von Fr. Carl Butz. 17: Unterhaltungskonzert. 17.30: Von der Darmstädter Musikwoche 1936: Kammermusik. 18: Unterhaltungskonzert. 19: Von der Darmstädter Mu- sikwoche 1936: Musik für Jugend und Feiergestal» hing. 19.40: WHW. geht an die Arbeit. Ein Winter­hilfsabzeichen wird geschaffen. Funkbericht aus den Edelsteinfchleifereien in Jdar-Oberstein. 20: Nach­richten. 20.10: Großes Unterhaltungskonzert. Musik von Ludwig Siede. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Nachrichten der DAF. 22.30: Unter- Haltungs- und Volksmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Sranffurt a.M. | Berlin

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag, börse

Datum

23 10 -

24 10

23 10

24-10-

5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

101,4

101,5

101,5

101,5

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,8

97,8

97,8

97,8

57t% Doung-Anleihe von 1930 ..

102,75

102,75

102,5

103

Deutsche Anl.-Mlös.-Schuld mii

Auslos.-Rechten ............

118,65

118,65

118,5

119

4 7t% Deutsche Relchspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

_

100,1

471% ehem. 8% Hessischer Volks float 1929 (rückzahlb. 102%) ...

98,75

98,75

98,75

98,75

47i% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12...

97

97

_

b'/r% ehem. 4H% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

47t% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverschr. 8t.6

100,4

__

93

93

__

_

Oberhessen Provinz-Anleihe mti

Auslos.-Rechten ............

128,75

_

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

122,75

122,75

123

123

47i% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban! Gvlopse. 15 unkündbar bis 1935

97

97

6/,% ehern. 4/?% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriefe......

100,55

100,55

_

67i% ehem. 47i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

100,75

100,75

101

101

471% ehem. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriefe f)L 19

97,5

97,5

97,5

97,5

47i% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanft, Gold Komm. Obi. 20

95

95

95

95

Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38

109,8

109,8

109,9

109,9

4% Oesterretchische Goldrente...

32,5

32,5

32,25

4,20% Lesterreichische Silberrente

3,2

-

3,35

3,25

4% Ungarische Goldrenie .......

13,85

13,95

13,9

13,9

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

11

11

11,13

11,1

4'/r% desgi. von 1913..........

11,25

11,25

11,5

11,4

6% abgest. GoldMxikaner von 99

15,75

15,65

15,5

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I......... ..........

Frankfurt o.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußl. Abend- börse

Schluß, kurs

Schlußk. Miltag. börse

Datum

23-10-

24 10

23-10

24-10

4% oesgi. Serie n ............

6% Numan, vereinh. Rente v. 1003

8,4

8,4

8,5

8,5

4^2%Rumän.vereinh.Rentev.l913

12,95

12,9

12,5

4% Rumänische vereinh. Rente .

7,65

7,5

7,7

7,55

2y4% Anatolier .............

40,9

40,9

40,9

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd-.........0

21.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz, und Privat.Bank ... 4

Deutsche Bant und Disconto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Ban!.............. 4

Reichsbank ................n-

16,75

16,75

16,65

16,4

39

39

16,13

16,13

16,5

16,4

125,5

125

126

126

127

127,25

126,5

105

105

105

105

107,5

107,5

107,5

107,5

107

106,5

107

106,5

192,25

194,75

193

21.(5.®...................... o

Bekula.................. 8

Elekrr. LieierungSgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............. 7

Seitens Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Dektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schlickert L Co............... 6

Siemens S Halske............ 8

Lahmeyer S Co.............. 7

Buderus ..................

Deutsche Erdöl .............. 4

Harvener................. 27i

Hoesch EisenKöln-Reuessen .. 3

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klöckncrwerke ............ 8

Mannesmann-Röhren........8

40,65

40,5

40,9

40,75

166,75

166,25

167,75

167

134,25

134

133,75

132,75

162,5

161,5

163,25

162,25

141

139

140,25

138,4

145,75

144,75

145,75

144,25

137,5

--

137,25

137

140

140

140,5

140

163

162

163,65

162,75

210,75

209,5

210,25

209

155

154

154,75

155,75

125,5

123

125,25

123,65

148

145

148,5

146,25

161

158

162

158

119,25

118

120

118,4

219

214

157

154

156,5

154

128,25

127

128,75

127,5

119

117,75

119,25

117,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Gchluyk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

23-10-

24 10.

23.10

24-10.

Mansselver Bergbau.......

67t

161,25

159,75

161

159,25

Kokswerke ................

.. 6

143,75

141,25

Rheinische Braunkohlen ....

12

237,5

237

237,5

Rheinstabl ................

.. 4

156

154,5

157,4

154,5

Vereinigte Stahlwerke......

67i

124,5

124,4

125,5

124

.. c

45

44,25

45,25

44,4

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

146

146,75

147,5

145

Kaliwerke Westeregeln......

.. b

140,75

139

139,5

137,5

Kaliwerke Salzdetfurth.....

?y,

200

197

199

196

Z. G. Farben-Jndustrie.....

.. 7

179

178,9

180

178,75

ScheideanstaU.............

.. V

280

280

Goldschmidt ..............

.. 6

128

126,9

127,5

127

Rütgerswerke .............

.. 6

139,5

139,25

139,13

Metallgesellschaft...........

.. 5

150

149,75

150,5

149,5

Philipp Holzmann.........

.. 4

134,5

133,5

135,25

132,75

Zementwerk Heidelberg ....

.. 7

160

159,5

Cementwerk Karlstadt.......

.. «

158

158

Schultbeis Payenhoser .....

.. 4

_

105,75

105

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

92

92,5

92,75

92,25

Bemberg.................

.. 6

111,5

112

113,25

111,25

Zellstoff Waldhof ..........

.. 6

171,5

168

170

167

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. O

143

142

143

143

Dessauer Gas .............

.. 7

112,25

112,4

Daimler Motoren..........

Q

125

125,5

125,5

124,75

Deutsche Linoleum.........

.. 8

171,5

171

171

170

Lrenstein & Koppel ........

.. O

93,25

91,5

Westdeutsche Kaufhof.......

.. O

60,5

59,75

61,65

60

Cbade....................

.. £

450

449

450

445

Accumulaloren-Fabrik......

. 12

207,5

206,5

207

Conti-Gummi.............

. 11

177

177

177

176

Grttzner..................

.. o

32,5

I 32,75

32,5

32,75

Mainkraftwerke Höchst a-SJL,

.. 4

100

100

Süddeutscher Zucker.......

. io

208

1 207

207

208

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

23-Oktober

24 Oktober

Amtliche

Geld

Notierung Brief

Amtliche Notierung

Geld | Briet

oueno» Vlitt

0,691

0,695

0,691

0,695

Brüssel ....

41,91

41,99

41,93

42,01

Rio de Jan.

0,145

0,147

0,145

0,147

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

54,32

54,42

54,32

54,42

Danzig ....

47,04

47,14

47,04

47,14

London....

12,165

12,195

12,165

12,195

Heiiingfor».

Paris .....

5,37

11,575

5,38

11,595

5,37

11,585

5,38

11,605

Holland ...

134,23

134,49

134,08

134,34

Italien.....

13,09

13,11

13,09

13,11

Jaoan......

0,711

0,713

0,711

0,713

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo.....:

61,14

61,26

61,14

61,26

Wien.......

48,95

11,055

49,05

48,95

11,055

49,05

11,075

Lissabon....

11,075

Stockholm...

62,73

62,85

62,73

62,85

Schweiz ...

Spanten....

57,18

22,48

8,771

57,30

22,52

9,789

57,22

22,48

8,771

57,34

22,52

8,789

Budapest ..

Reuyork ...

2,489

2,493

2,489

2,493

Banknoten.

Berlm,24.Oktot>cr

Geld

Brief

Amerikanische Raren..............

2,451

2,471

Belgische Roten..................

41,80

41,96

Dänische Roten .................

54,16

54,38

Englische Roten .................

12,14

12,18

Französische Roten...............

11,535

11,575

Holländische Roten...............

133,74

134,28

Ztalientsche Roten................

Norwegische Noten ..............

60,98

61,22

Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

62,56

62,82

schweizer Noten.................

57,07

57,29

Spanische Noten.-------

UngÄche Noten

w

d»