Fast 300000 Gartenbaubetriebe in Deutschland!
ZdR. Der erste Reichsgartenbautaa in Dresden lenkt unsere Blicke wieder einmal auf einen Berufsstand, der in der Vergangenheit noch mehr als andere Wirtschaftszweige ein Stiefkind der staatlichen Wirtschaftspolitik gewesen ist. Der deutsche Gartenbau ist nicht nur von größter Bedeutung für die Ernährung des Volkes, in ihm finden Hunderttausende von 'Menschen Arbeit und Brot. Dabei herrschen im Gartenbau kleinere und mittlere Familienbetriebe vor, wir haben es also vorwiegend mit Betriebsformen zu tun, die uns vom nationalsozialistischen Standpunkt aus als besonders wertvoll für das völkische und soziale Leben erscheinen. Von der letzten Gartenbauerhebung, die im Jahre 1933 vom Statistischen Reichsamt durchqeführt wurde, sind allein 298 000 Gartenbau-, Feldgemüse-, Obstbaubetriebe und Baumschulen erfaßt worden, die Gartenbauerzeugnisse verkaufen. Die gartenbaulich genutzte Landfläche dieser Betriebe betrug etwa 190 000 Hektar, d. h. auf den einzelnen Betrieb entfiel im Durchschnitt etwa eine Fläche von 0,63 Hektar. In der Rheinprovinz, im Rhein-Mainischen Wirtschaftsraum, in Teilen Süddeutschlands, in der Umgebung von Berlin und Hamburg und gewissen deutschen Mittelgebieten ist die Anzahl der Gartenbaubetriebe besonders groß.
Die Zahl der eigentlichen Erwerbsgartenbaubetriebe, die für die Marktversorgung von ganz besonderer Bedeutung sind, betrug 1933 etwa 67 000. lieber 51 000 von diesen Erwerbsgartenbaubetrieben wurden von den Eigentümern selbst bewirtschaftet. Auch bei den eigentlichen Erwerbsqartenbaubetrieben handelt es sich in der Hauptsache um Familienbetriebe. Etwa zwei Drittel dieser Gärtnereien bewirtschafteten eine Freilandfläche von weniger als 1 Hektar, nur etwa 3 v. H. besaßen mehr als 5 Hektar Freiland. Die geringe Fläche, die auf den einzelnen Betrieb entfällt, zeigt an, wie außer
ordentlich intensiv die Bodennutzung im Gartenbau ist.
In den 67 000 Erwerbsgartenbaubetrieben waren 1933 rund 187 000 Personen ständig beschäftigt, von denen 126 000 auf F a m i l i e n a n g e h ö r l g e des Betriebsinhabers entfielen. Rund 34 v. H. der im Erwerbsgartenbau Beschäftigten waren gelernte Arbeiter, 23 v. H. zählten zu den angelernten Arbeitern. Außer den ständigen Arbeitskräften beschäftigt der Gartenbau während der Sommermonate noch zahlreiche Personen vorübergehend. Ihre Zahl schwankte während der Sommermonate des Jahres 1933 zwischen 30 000 bis 70 000. Neben den Erwerbsgartenbaubetrieben ermittelte die Statistik noch annähernd 62 000 Feldgemüsebetriebe, die in der Mehrzahl der Fälle mit landwirtschaftlichen Betrieben verbunden sind. Außerdem wurden rund 95000 Baumschulen gezählt. Etwa 51 000 gartenbauliche Betriebe haben Unterglasflächen.
Die gesamte Bedeutung des deutschen Gartenbaues im Rahmen der Volkswirtschaft ist nur schwer ziffernmäßig genau zu erfassen, weil die Abgrenzung zur Landwirtschaft und auch zum nebenerwerblichen Gartenbau im Einzelfall nur schwer zu ziehen ist. Daß es sich aber um einen Wirtschaftszweig von größter volkswirtjchaftlicher Bedeutung handelt, zeigt die Statistik auf den ersten Blick. Der Verwaltungsamtsführer des Reichsnährstandes, Freiherr von Kanne, hat vor kurzem in einem Aufsatz gesagt, daß in der Zukunft der innerbetrieblichen Ausgestaltung der deutschen Gartenbauwirtschaft ganz besondere Beachtung geschenkt werden solle. Wir wenden damit einem Teilgebiet unserer Nahrungserzeugung verstärkte Aufmerksamkeit zu, dem gerade wegen der sich wandelnden Verbrauchsgewohnheiten in der Zukunft eine noch größere Bedeutung zukommen wird.
Aus aller Welt.
Nalurforscherkagung in Dresden.
Dom 20. bis 23. September tagt in Dresden die 94. Versammlung der „Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Aerzt e". Die Tagungsfolge bringt rund 300 Vorträge und Berichte aus allen Gebieten der Naturwissenschaft und Heilkunde. Unter Leitung ihres 1. Vorsitzenden, Staatsrat Prof. Dr. Sauerbruch, wird die Versammlung von den umgestaltenden Gedanken unserer Zeit Zeugnis ablegen, die auch in der Wissenschaft sich auswirken. Die Vortragsfolge der Hauptsitzungen, in deren Vordergrund die Themen „Medizin und Biologie" und „Fördernde und lenkende Stoffe in der unbelebten und in der belebten Natur" stehen, ist durch die Vorträge von Prof. Dr. K. Kö tschau, Jena: „Biologisches Denken im Rahmen einer Neuen Deutschen Heilkunde", „Das Barthon-Siemens - Farbfilmverfahren" von Dr. Edgar G r e t e n e r , Berlin, und einen weiteren öffentlichen Abendvortrag über „Die Grundlagen der Rassenbiologie" von Dr. W. Groß, Berlin, vermehrt worden. Die Theorie wird durch zahlreiche Besichtigungen und Ausflüge ergänzt. An der Versammlung kann jeder teilneh
men, der sich für Naturwissenschaft und Medizin interessiert. Anmeldungen werden an die Geschäftsführung Prof. Dr. R. Zaunick, Dresden A 16, Elisenstraße 4, erbeten.
Chinesischer Besuch in JcanffurL
Der Präsident des chinesischen Reichsprüfungsamtes und Sonderbevollmächtigte der chinesischen Nationalregierung Exzellenz Tai E h i Tao wurde in Frankfurt a. 2R. empfangen. Der Begrüßung im Kaisersaal des Römers wohnten bei Gaupropagandaleiter Müller-Sch eld, der englische Generalkonsul, sowie eine Reihe von Stadträten und Ratsherren. In Begleitung von Exzellenz Tai befand sich Dr. Ting, der am Ausbau des Frankfurter China-Institutes hervorragend beteiligt war, ferner der chinesische Militär-Attache Oberst Feng Tie. Bürgermeister Linder hieß den Gast willkommen und überreichte ihm die höchste Auszeichnung der Stadt, die goldene Goethe-Medaille. Auch Dr. Ting wurde diese Ehrung zuteil. Die Mitglieder der chinesischen Olympia-Vox- mannschaft, die dem Empfang ebenfalls beiwohnten, erhielten als Andenken den Ehrenbecher der Stadt
Frankfurt. Exzellenz Tai trug sich anschließend ms goldene Buch der Stadt Frankfurt ein.
Rundfunkfprecherwettbewerb in Berlin.
Im Funkhause empfing Reichssendeleiter Ha- d a m o v s k y und Direktor Voß, die aus den Bezirksausscheidungen als Sieger hervorgegange- nen acht Teilnehmer am Rundfunksprecher-Wettbewerb. In seiner Begrüßungsansprache erinnerte der Reichssendeleiter daran, daß mehrere Sieger aus den vorjährigen Kämpfen heute zu den besten Funkberichtern gehörten, die bei politischen Kundgebungen und 'letzthin auch beim Olympia-Welt fenber mit Erfolg eingesetzt werden konnten. Mit diesen Sprecherwettbewerben wolle man dem Rundfunk immer wieder frische Kräfte zu- führen. Es werde Wert darauf gelegt, Mitarbeiter zu erhalten, die aus der Jugend und aus dem Volke kommen. Die acht Bezirkssieger werden in Berlin zunächst einer eingehenden Schulung unterzogen, um dann bis zum 6. September als Rundfunksprecher am Volkssender tätig zu sein. Am letzten Tage des Volkssenders wird schließlich die öffentliche Urteilsverkündung und Preisoerteilung erfolgen.
Tödliche Unfälle in den Berchtesgadener-Bergen.
Am H o ch k a 11 e r stürzte der 30 Jahre alte Werner Müller aus Leipzig, der sich als Alleingänger beim Abstieg vom Hochkalter verirrt hatte, über eine senkrechte Wand etwa 35 Meter tief ab. Er war sofort tot. — In der Watzmann-Ost- w a n d stürzte die 35 Jahre alte Sportlehrerin Annemarie Lindner aus Kirchheim u. T. vor den Augen ihres Seilgefährten wahrscheinlich infolge Ausbrechens eines Griffes am Salzburger Weg vor dem Ausstieg aus der ersten Wand etwa 35 Meter tief ab. Obwohl ihr Begleiter sie am Seil halten konnte, ist sie so unglücklich aufgefallen, daß eine zu Hilfe kommende Münchener Partie nur noch ihre Leiche vorfand.
Ein Todesopfer des Eigerglelfchers geborgen.
Den am Eigergletscher verbliebenen beiden Männern der Münchener Bergwacht ist es nach anstrengenden Nachforschungen gelungen, d i e Leiche des Berchtesgadener Toni Kurz zu bergen. Toni Kurz gehörte zu der Viererpartie, die v o r v i e r W o ch e n bei einem Versuch, die Eigernordwand zu besteigen, ums Leben k a m. Kurz war unter besonders tragischen Umständen kurz vor seiner Rettung infolge übergroßer Erschöpfung am Seil hängend gestorben. Nach der Leiche seines Kameraden Hinterstößer wird nicht weiter geforscht.
Unglück beim Schulschießen.
In dem Mofelort Pilzen sollte der 30jährige als Schießmeister ausgebildete Winzer Peter Heil aus Anlaß des Kreissängerfestes Salut schießen. Er benutzte dazu Sprengkapseln. Dabei muß eine Kapsel vorzeitig zur Explosion gekommen sein. Dem Unglücklichen wurden beide Hände abgerissen. Außerdem erlitt er schwere Verletzungen im Gesicht, am Oberschenkel und an der Brust. Im Moselkrankenhaus ist er nach einigen Stunden den Verletzungen und dem Blutverlust erlegen.
Entsetzliche Tat einer Geisteskranken.
In Leutkirch (Oberschwaben) ertränkte in einem Anfall geistiger Umnachtung die Ehefrau Theresia Blattner aus Urlau ihre vier Kinde r im Alter von 1 bis 5V2 Jahren in einem Brunnenschacht. Die Frau warf zunächst die drei älteren Knaben im Alter von 2, 4 und 5V2 Jahren einzeln in den zwei Meter tiefen Schacht. Dann sprang sie mit ihrem einjährigen Kind Reni auf dem Arm nach. Die Geisteskranke besann sich dann
jedoch und arbeitete sich mit dem Kleinen, jedoch bereits tot war, wieder heraus. Sie ftii» auf den Scheunenboden, wo sie weinend, ihr tobj Kind auf dem Arm, von ihrem Mann aufgefundi, wurde. Nachbarsleute bemühten sich zunächst die noch im Schacht befindlichen Kinder. Alle W», derbelebungsversuche waren jedoch vergeblich. 2 z älteste Kind, ein achtjähriges Mädchen, befand sih zur Zeit der Schreckenstat in der Schule. Die wurde einer H e i l a n st a l t zugeführt.
Der schrankenlose Bahnübergang.
Wie die Reichsbahndirektion Köln mitteilt, es beim Bahnhof Niederzissen (Brohltal) ;4 einem Zusammenstoß eines Zuges mit einen Autobus. An einem unbeschrankten Bah-, Übergang streifte ein Personenzug einen tit 36 Personen besetzten Autobus aus Köln, der n-, mittelbar vor dem Zuge die Strecke zu kreuz!, versuchte. Drei Insassen des Autobus n)lr, den schwer verletzt und mußten in fc !5 Krankenhaus von Burgbrohl gebracht werd^ Weitere 14 Leichtverletzte konnten nach Anleguin von Notverbänden die Weiterreise antreten. den bisherigen Feststellungen trifft die Schuld q dem Unglück den Kraftwagenführer, der mnt übermäßiger Geschwindigkeit &, Gleise zu überqueren versuchte, ohne sich davon $ überzeugen, ob irgendeine Gefahr im Verz^ war.
Ein Eisenbahnzug durchfahrt die Bahnhofswanb
Auf der Station O p a t o w i tz bei Königgrätz - Böhmen fuhren beim Verschieben von ©üterwag*-. die Wagen über den Prellbock hinausuil durchbrachen die Wand eines Lagerhauses, in gerade Soldaten des Infanterieregiments Nr. aus Theresienstadt untergebracht waren. Vie: Soldaten wurden schwer verletzt.
Wetterbericht
des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt
Mit der lebhaften, über Skandinavien oftwärz führenden Wirbeltätigkeit wurden feit gestern u verstärktem Maße kühlere, aus polaren Meen-i gebieten kommende Luftmassen nach DeutschlW verfrachtet. Sie brachten vor allem über Ost- uti Mitteldeutschland leicht unbeständiges Wetter. Slic) konnte gelegentlich starke Bewölkung bis nach dm Westen und Süden des Reiches Vordringen. E» letztgenannten Gebiete stehen noch unter dem übx. wiegenden Einfluß hohen Luftdruckes, der sich et der Ostwärtsverlagerung des westeuropäischen j)oi:- druckgebiets sogar noch verstärken und ostwärts ar. treten wird.
Aussichten für Donnerstag: Meü heiter und trocken, nachts frisch, ziemlich warn, vorwiegend nördliche bis westliche Winde.
Aussichten für Freitag: Im wesentlich» noch Fortdauer des Schönwettercharakters.
Lufttemperaturen am 25. August: mittaas 245 Grad Celsius, abends 18,5 Grad; am 26. Augur: morgens 14,4 Grad. Maximum 24,8 Grad, Minimal heute nacht 12,5 Grad.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. V. Dr. Fr. B Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumscheu Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für bau Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.VU.Z^ 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäi!? Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich ii Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 K mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Qamsta®
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103491 119015 122752 138550 154062 161114 167135 182889 196880 212980 223978 232494 252604 268793 272455 280158 292339 300319 316300 327197 342608 357198 363286 377203 381095
I 4615 15110 30185 36256 56768 77501 92587 105881 119083 125109 139897 156334 162545 172908 186516 199391 214605 225225 233812 252876 269320 274670 281408 293760 302737 319981 331187 343992 358357 366802 378149 386016
106057
153635
187664
207991
256144
316608
348306
109487 121498
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269804 279454
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392661
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98224
109880 122512
131628
147002
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176467
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224113
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222625 231866 250141
266376 270486 280098 291254 295951
315135 326588 340830 355555 361354 373574 380181
397918
102432
152020
181959
201107
250742
313561
354441
12376
26236
33953
53297
71148
90671
404 Gewinne zu 300 RM.
5217 5820 7009 7972 l
104 Gewinne zu 500 RM. 6620 12002 48959 60836
65621 69745 69806 73022 75328 ----- ------
3n der heutigen Nachmlttagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen
2 Gewinne zu 30000 RM. 1495
2 Gewinne zu 10000 RM. 201788
8 Gewinne zu 3000 RM. 73604 103447 269775 339408
20 Gewinne zu 2000 RM. 9771 24251 32246
39795 72330 216111 219687 222278 240903 396364
42 Gewinne zu 1000 RM. 5252 15777 28211 39882 54972 72206 96460 103598 139002 168570 195661 213796 217510 263953 276727 281240
327042 333129 361409 369007 388698
72 Gewinne zu 500 RM. 475 7753 12011 48462 58775 62367 64167 72982 75851 89051 92031 98975 99334 124904 125548 129068 131062
160643 183110 185655 202439 206809 232010
255540 260029 274869 303145 304221 318337
320595 327711 358050 381225 386053 393661
397105
290 Gewinne zu 300 RM. 1381 1405 1670 1958 2185 2790 7468 8228 10888 10922 12257 13654 16626 17482 19371 19907 24721 29927 30264 31386
31525 31649 32028 32178 34744 41034 42156
44265 48529 53413 53740 59889 60720 65117
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Im Gewmnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 300000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 4 zu je 80000, 8 zu je 20000, 62 zu je 10000, 92 zu je 6000, 152 zu je 3000, 466 zu je 2000, 1410 zu je 1000, 2470 zu je 500, 9520 zu je 300 RM.
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