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Er. 199 Erster Blatt
186. Jahrgang
Mittwoch, 26.August 1936
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General-Anzeiger für Oberhessen
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Lamm gegen das wieShaos
:<ie Rückkehr Deutschlands zur zweijährigen Diristzeit wird in der Auslandspreise zum Teil iinsr zwei Gesichtspunkten gewertet. Die „Times" nr andere englische Blätter, auch der besonnene Til der französischen Presse, betonten, daß das Dinstzeitverlängerungsgesetz eine notwendige C rsichtsmaßnahme gegen den Bolschewis- ms sei. Das ist richtig. Nach dem Zusammenbruch de iu Gens still eingesargten Abrüstungskonferenz jir alle Länder und vornehmlich die, die zu Maska in einem Bundes- oder Militärverhältnis stehen, tu einer gewaltigen Aufrüstung geschritten, und F.ankreich hat nicht nur zu dieser Aufrüstung i)j Beispiel in den Zeiten gegeben, da Deutschland »dig entwaffnet war, sondern durch die Wieder- ririit)rung der zweijährigen Dienstzeit ist es allen N'.tionen vorangegangen. Dann erfolgte de Moskauer Ukas vom 11. August 1936, die hknbsetzunq des dienstvflichtigen Alters, wodurch du!bolschewistischen Regimenter um die Hälfte »i'7stärkt wurden. Im großen und ganzen bil- de also der sowjetrussisch-französische Militärblock mi seinen angeschlossenen Staaten wie Tschecho- llciafei urih Rumänien eine Militärmacht, der die inseren Staaten nichts entgegenzustellen hatten. Hi- bei dem Charakter der Roten Armee Sowjet- ru-lands und der Art der bolschewistischen Politik ®: es klar, daß die Sowjetrussen nur darauf Dateien, stärker als die anderen zu fein, um ihre Stölogie des Weitertreibens der Welt- r (*o i u t i o n durch den Einmarsch bolschewistischer JRiiimenter in andere Staaten auszudehnen.
liefe Weltgefahr hat Deutschland gezwungen, dun Damm des Friedens aufzurichten, und a»nn man das sogar in französischen Zeitungen »: im „Ami du Peuple", im „Petit Journal" un ebenso in der englischen Presse als Ursache für bei deutschen Schritt hinstellt, ist man auf dem rich- tigm Wege. Wir sind, wie andere Nationen auch, bk! Willens, durch die Fugenbkraft unserer Nation un -re friedliche Aufbauarbeit gegen jeden Lwren fried zu schützen. Wir haben durch bn Fahre hindurch bewiesen, und die Olympischen Ls»le waren dafür der sichtbarste Ausdruck, daß öi mit allen Nationen, die guten Willens sind, i n Frieden leben wollen und auf jede territoriale geiietsgewinnung durch einen Krieg verzichten, ne die Opfer dieses neuen Weltkrieges in gar fei- rvr Verhältnis zu dem Gewinn-ständen.
huf der anderen Seite ist es ebenso selbstver- ßä'blich, daß der Bolschewismus, der in IkUfchland und Italien ausgerottet wurde, nach fd-em Programm der Anarchie, das er z. B. jetzt tu Spanien zu verwirklichen versucht, der g e • rnainfame Feind aller Europäer ist und da gegen feine Angriffsgelüste sich jede Nation und do allem die deutsche, die im Herzen Europas liegt, fo tarf zu machen versucht, wie es ihr nur möglich Lft: Das hat nichts mit der Errichtung einer „deut- fdjn Militärmacht in Europa", wie in einem sonst di, deutsche europäische Gesinnung würdigenden Scartifef das Pariser „Petit Journal" schreibt, y tun. Es geht nicht um eine Prestige-Politik in syc-izösischem Sinne, sondern um eine Derteidi- gim g 5 • und Bereithaltungsmaß, ec* m e gegen die moskowitische Gefahr. Dieser H::chtspunkt ist entscheidend. Und wenn das gleiche 3ktt weiter behauptet, das deutsche Waffen- nl» fubrverbot gegen Spanien, das in der engen Weltpresse als Beweis wirklicher Neutra- Bc und Friedensliebe aufgefaßt wurde, verliere hrtf) die Dienstzeiterhöhung an Wert, dann dürfte «imit diesem schiefen Urteil und dieser Termen- e tg völlig allein stehen.
'?Bir sind nicht durch die Abgründe des Welt- ti^qes geschritten, wir haben nicht umsonst so viel ftfiien und sind nicht vergeblich durch die An- {icimung der besten deutschen Kräfte Herr der ra^kriegs-Anarchie geworden, um uns in d i e Gefahr tines neuen Weltkrieges zu be- ab?n, oder gar nach dem kriegslüsternen Beispiel dr sogenannten Pazifisten, die für Spaniens Mord- btei ner eintreten, uns in einen Krieg der beiden 9k lanfdjauungen hineinziehen zu lassen. Gerade rt wir das nicht wollen, müssen wir stark gerade weil wir wissen, daß wie in allen Ladern die langjährige Dienstzeit auch bei uns cr<|e Opfer der Fugend erfordert, sind wir willens, br europäischen Frieden mit Nachdruck zu be- hupten.
Slenn Frankreich, wie es z. B. im „Fournal ps.meht, behauptet, durch die zweijährige Dienst- Plicht würde das deutsche Heer verdoppelt werden ote' gar auf 1,2 bis 2 Millionen Mann anroaajfen, hnn ist das doch eine offenbare Milchmädchen- tif-ning, denn wir sind nicht dem bolschewistischen hiyiel gefolgt und haben nicht durch eine Herab- sksi-ng des Dienstzeitalters unser Heer vermehrt. !ii wenden uns mit Recht dagegen, daß, wie ein atires französisches Blatt schreibt, wir mit der bi'chewistischen Lepra, dem Aussatz, infiziert wer- knj sollen. Das ist der eigentliche Grund und wir trdben, damit im Interesse der e u r o p a • i'di e n Kultur zu wirken, nad^em Die zio- r.'mgskonferenz in Genf gerade durch Frankreich dweitert ist und der Völkerbund f1“) n,d?‘ als Segnet erwiesen hat, Kriege zu.verhüten. Auch t tor Presse der Neutralen wird die Verlängerung k deutschen Dienstzeit als Angleichung an die be- sh-nden Verhältnisse bei den anderen Heeren ruhig tfsenommen und allgemein die oben gekennzeich- »t< Urfache des deutschen Schrittes a s zwingend Ziehen. Daß wir mit unserer Angleichung der Ed arischen Dienstpflicht lediglich im Gesamt- iu« reffe eines friedlichen E u r o p a s 0!gen das rote Chaos gehandelt haben ist fte Tatsache, die immer mehr anerkannt werden
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Das Ausland zur Verkündung der zweijährigen Dienstpflicht.
Ernst der Lage erinnert und vor allem zur größmöglichften Entschlossenheit und Schnelligkeit bei der Durchführung seiner Wehrreform ermahnt.
„N y a Dagligt Allehanda" schreibt u. a., der deutsche Schritt brauche keinesfalls eine internationale Krise zur Folge zu haben. Die Gefahr für internationale Verwicklungen drohe vielmehr von Spanien und Sowjetrußland. Die sowjetrussische Militärmacht stehe nicht im Dienste des Friedens, ihr Zweck sei offensichtlich der 21 n - ariff. Wiederholt hätten die sowjetrussischen Machthaber verkündet, daß Sowjetrußland sich mit allen sozialen Unruhestiftern in Westeuropa eins fühlt. Die kommunistischen Parteien warteten darauf, daß der Welt gewaltigstes Kriegsinstrument, die sowjetrussische Armee, in Marsch gesetzt werde, um
Ruhige Ausnahme in Pans.
Paris, 25. 2Iug. (DRV.) Die Presse nimmt — mit Ausnahme des Boulevard-Blattes Paris Soir — die Tatsache von der Dienstzeitverlängerung in Deutschland verhältnismäßig ruhig auf. T em p s schreibt: Durch das Waffenausfuhrver- bot habe die deutsche Regierung ihren Wunsch bezeugen wollen, international zusammenzuarbeiten. Durch die Dienstzeitverlängerung habe die deutsche Regierung sich für die nächsten Verhandlungen Autorität und Ansehen gesichert. Die französische Diplomatie müsse mit aller Gewalt Verbindern, daß sich in Europa zwei feindliche Blöcke bilden, die Zusammenhalten durch eine gemeinsame politische Leidenschaft. Man sehe sehr wohl das Interesse, das die Kommunistische Partei haben könnte, Europa in Brand zu stecken, um einen sozialen Umsturz herbeizuführen. Man sehe weiter das Interesse, das das nationalsozialistische Deutschland daran haben könne, unter dem Zeichen des Fortbestehens der gegeroärtigen sozialen Ordnung Staaten um sich zu gruppieren. Hingegen sehe man nicht das Interesse, das Frankreich daran haben könnte, wenn sich in Europa einAb- a r u n d auftue, durch den es mit feiner Zivilisation verschlungen werden könnte.
Deutschlands Zustimmung zum französischen Vorschlag der Nichteinmischung liefere den Beweis, daß die Vernunft doch siegen könne, wenn ein starker Wille hinter ihr stehe. Hingegen beweise die deutsche Militärverordnung, daß die Regierung der Gewalt noch nicht in Europa ihr Ende gefunden habe. — „Journal des D 6 b a t s" erklärt, unglücklicherweise sei die revolutionäre Arbeit des Bolschewismus, die sich offen in Spanien gezeigt habe, und deren Wirkungen sich auch in Frankreich fühlbar machten, nicht zu beftrei» t e n. Die Irrtümer der französischen Politik hätten das Spiel Deutschlands sehr begünstigt. Es sei jedoch nicht notwendig, die französische öffentliche Meinung wegen der neuen Verstärkung der deutschen Armee künstlich aufzuregen, hingegen müsse man von den leitenden Männern Frankreichs eine klar sehende Politik verlangen, die Vorsicht und Entschlossenheit vereinigt.
OieVerlängemngderaktivenOienstpflrcht
Ausführungsbestimmungen des ^steichskriegsministers.
dem revolutionären Umsturz überall, wo er aufflamme, nachzuhelfen. Sowjetrußlands Drohungen feien eine Gefahr für jedes curopäi- f ch e Land, in erster Linie aber eine Gefahr für Deutschland. Durch die letzten deutschen Maßnahmen sei daher das Gleichgewicht zwischen den europäischen Hauptmächten wieder» hergestellt worden, das durch die umfassenden sowjetrussischen Rüstungen vollkommen verloren zu gehen drohte. Das allgemeine Wettrüsten sei vom Standpunkt des Friedens aus kein schönes Zeichen, aber es sei fein schlechtes Zeichen, wenn ein Land, das sich immer mehr als Bollwerk gegen b i e bolschewistische Wühlarbeit in Europa erweise, hart gegen hart durchsetze und so ein vo 11 w e r t i g e s Gegengewicht gegen die Rote Armee zu schaffen gedenke.
„Paris Soir" glaubt im 24. August einen „Wendepunkt in der europäischen Geschichte" erblicken zu können und faselt von einer „Herausforderung im Namen der Gleichheit an die benachbarten Länder". Das Blatt hat mehrere Parlamentarier um ihre Ansicht befragt, die die deutsche Maßnahme in ähnlicher Weise entstellen, darunter der Abgeordnete Archimbaud, Mitglieds des Heeresausschusses der Kammer und bekannter Sowjetfreund. Der Vorsitzende des Heeresausschusses der Kammer Guy la Chambre erklärt, die Verlängerung der Militärdienstzeit in Deutschland stelle eine Frage an die Regierung, und der Regierung komme es zu, zu prüfen, ob Frankreich von neuem die Initiative zur Einberufung einer internationalen Konferenz der Rüstungsbegrenzung und der Rüstungskontrolle ergreifen müsse.
Das Wirtschaftsblatt „Agence Economique et Fi- nanciere“ verweist auf die g ü n ft i g e n wirtschaftlichen Rückwirkungen, die die Verordnung des Führers für Deutschland haben müsse. Die deutsche Industrie werde wieder neue Arbeit bekommen. Fm „Fn t r a n s i g e a n t" schreibt der als unversöhnlicher Deutschenfeind bekannte frühere Kriegsminister Fabry, der Rahmen von 36 Divisionen, wie er im Fahre 1934 von Deutschland vorgesehen gewesen sei, habe eine gewaltige Vergrößerung erfahren. Man müsse sich fragen, welchen Zweck Deutschland damit verfolge. Und natürlich kann sich der immer von sich auf andere schließende Fabry nur vorstellen, daß das Reich in der Lage fein wolle, „auf allen feinen europäischen Fronten Krieg zu führen" (!!) und das Gleichgewicht für alle erdenkbaren Koalitionen in der Hand zu behalten. Der Führer habe wiederum die Welt vor eine vollendete Tatsache gestellt. Er könne, wie Fabry nicht ohne Seitenhieb auf die französischen Verhältnisse hinzufugt, aus eigener Autorität heraus entscheiden und handeln. Zu der vollendeten Tatsache der gewaltigen Vermehrung der sowjetrussischen Armee bemerkt Oberst Fabry jedoch nichts.
Das Echo in London.
„Angemessener Verteidigungszustand ftir alle Notfälle."
London, 25. Aug. (DNB.) Die Konservativen Evenrng News meinen, Deutschland habe nach dem klugen Grundsatz gehandelt, f ü r jeden Notfall gerüftet zu sein. Die deutsche Grenze sei von einer ungeheuren Ausdehnung. Auch sei Deutschland Dotf" einem Ring ausländischer Staaten umgeben, von denen viele schwer gerüstet seien oder kleine Länder seien, durch deren Gebiete mächtigere, aber weiter entfernte Staaten marschieren könnten. Die Deutschen seien stets von der Furcht vor einer Einkreisung besessen gewesen. Niemand könne leugnen, daß d i e Gefahr einer Einkreisung heute s o greifbar sei, daß Deutschland klug daran tue, jede Vorsichtsmaßnahme z u ergreifen. Das mächtige Sowjetrußland fei natürlich das Land, das Deutschland am meisten fürchte, nachdem Sowjetrußland kürzlich sein Dienstpflichtalter und seine Armee verstärkt habe. Der sranzösisch-sowjetrussi- sche Pakt und die Machtergreifung einer roten Regierung in Frankreich hätten Hitler überzeugt, daß keine Zeit verloren gehen dürfe, um Deutschland in einen möglichst starken Verteidigungszustand zu versetzen. Die Möglichkeit, daß es zwischen zwei schwer gerüsteten kommunistifchen Staaten leben müsse, sei an sich schon reichlich Grund genug für Deutschland, die mächtigste Armee in Europa zu unterhalten. Die Engländer hätten sicherlich kein.n Grund, sich aufzuregen. Wenn Frankreich kommunistisch würde, dann könne die englische Grenze nicht der Rhein sein, Baldwin müsse sich dann nach einer anderen umsehen. England sollte dem guten Beispiel Deutschlands folgen und sich in einen angemessenen Verteidigungszustand für alle etwaigen Notfälle versetzen. England müsse sich dann aber nicht eine große Landarmee schaffen, sondern feine Luft- ftrcitlräfte vermehren.
Der liberale „S t a r" weicht von der Tonart, die die liberale englische Presse in letzter Zeit gegenüber Deutschland angeschlagen hat, nicht ab und knüpft an die deutsche Verordnung alle möglichen düsteren Vermutungen. Die konservative „Time s" schreibt, daß ein begleitender Kommentar das Dienstzeitverlängerungsgesetz als notwendige Vorsichtsmaßregel gegen das Ueberhandnehmen des kriegerischen Kommunismus rechtfertige. Es handle sich jedoch tatsächlich um einen Aufruf für ein „geteiltes" Europa, dem jeder Wunsch und Instinkt in England entgegen« stehen müsse. England müsse angesichts der größeren Schwierigkeiten seine Bemühungen verdoppeln, um der Auflösung Europas Widerstand zu leisten und die Methode der Beratung und Vereinbarung weiterhin aufrechtzuerhalten. Und es sei klarer als jemals, daß Großbritanniens Streitkräfte feinen Perant- wortlichkeiten als Mittler entsprechend gestärkt werden mühten.
Defensiver Charakter.
Pressestimmen aus Ungarn.
Budapest, 25. Aug. (DNB.) Die ungarische Presse beurteilt die Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Deutschland als die zwangsläufige Folgeerscheinung der gewaltigen Rüstungen Sow- jetrußlands. Der Pester Lloyd schreibt, Deutschland habe zeigen wollen, daß trotz äußerster Sorgfalt, die es auf die Landesverteidigung legt, Deutschlands militärische Maßnahmen nur defensiven Charakter haben. — Esti Ujsag saat, ein Erstarken Deutschlands und Italiens sei nicht nur vom Gesichtspunkt des europäischen Kräfteverhältnisses und Gleichgewichtes wichtig. Das durch Krisen erschütterte und durch Kämpfe der Weltanschauung untergrabene Europa könne durch nichts anderes von der gänzlichen Vernichtung und der bolschewistischen Flut gerettet werden als durch diese nationalistischen Staaten, die bereits bewiesen hätten, daß die sozialen Fragen auch auf nationaler Grundlage zu lösen seien. Wie wohl heute Europa aussehen würde, wenn es keinen Hitler tni) keinen Mussolini gäbe.
Das Gleichgewicht wiederhergeflellt.
Schwedische Blätterstimmen.
Stockholm, 25. Aug. (DNB.) Die Einführung der zweijähriaen Dienstpflicht in Deutschland hat hier größtes Aufsehen hervorgerufen. Das konservative „S v e n s k a D a g b l a d e t" nimmt Stellung zu der Herabsetzung des wehrpflichtigen Alters i n Sowjetrußland und erklärt, daß dieser Beschluß Moskaus einen neuen Schritt von den vielen bedeute, die Sowjetrußland in den letzten Fahren auf dem Wege zur vollständigen Militarisierung des Staates und Volkes getan habe. Diese gewaltige Kraftanstrengung müsse zweifellos Sowjetrußlands Möglichkeit erhöhen, ohne vorherige Mobilmachung größeren Ausmaßes unmittelbar zu dem von den sowjetrussischen Militärschriftstellern mit einer besonderen Vorliebe behandelten „plötzlichen Angriff" überzugehen. Bei der deutschen Maßnahme habe die Gefahr der sowjetrussischen Rüstungsbeschleunigung den Ausschlag gegeben. Schweden werde durch dieses Wettrüsten der beiden Ostseemächte an den
Berlin, 25. Aug. (DNB.) Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Dehrmachl hat folgende Ausführungsde- siimmungen zu dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Dauer der aktiven Dienstpflicht in der Wehrmacht vom 24.8.1936 erlassen.
I. Zum allgemeinen Entlassungstag herbst 1 93 6 werden nach einjährigem aktivem Wehrdienst entlassen:
a) die Freiwilligen des Geburtsjahrganges 19 13 und älterer Geburtsjahrgänge,
b) die in Ostpreußen zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht herangezogenen wehrpslich- tigendesGeburtsjahrganges 1910, soweit sie sich nicht freiwillig auf ein zweites Jahr verpflichten wollen oder schon für eine längere Dienstzeit verpflichtet sind.
Für sie gilt die aktive Dienstzeit im Sinne des webrgesehes vom 21. wai 1935 mit einem )ahr aktiven Wehrdienstes als erfüllt
II. Es bleiben vom Herbst 1936 an zur Erfüllung ihrer aktiven Dienstpflicht ein zweites Jahr im aktiven Wehrdienst:
dieimherbstl935eingestelltenwehr- pflichtigen des G e b u r 1 s j a h r ganges 1914 und jüngerer Geburtsjahrgänge, die zur
Zeit ihre aktive Dienstpflicht erfüllen, einschließlich der Freiwilligen dieser Geburtsjahrgänge.
III. Die Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile erlassen die hierzu noch erforderlichen Zusahbe- st i m m u n g e n.
Eine Lücke ausgefüllt.
Die einjährige Wehrpflicht unterlag einem großen Nachteile: Fn jedem Herbst entstand ein H o h 1 - raum in der Landesverteidigung. Die Soldaten, die ihre Wehrpflicht erfüllten, wurden entlassen, und an ihre Stelle traten junge Rekru - t e n. In der Uebergangszeit bestand also keine Armee von voller Schlagfertig- k ei t. Alle sportliche Ausbildung, auch die Lehrzeit des Arbeitsdienstes, konnten unmöglich als Ersatz für die eigentliche militärische Ausbildung mit der Waffe angesehen werden. Bei der Fülle der Spezialtruppenteile nimmt zudem die technische Ausbildung der Soldaten einen großen Teil der Ausbildungszeit in Anspruch, so daß für die Ausbildung mit der Waffe bei einer einjährigen Dienstzeit nicht genügend Spielraum blieb. Bis also . die Rekruten auch nur im gröbsten unterwiesen : waren, vergingen bei der heutigen Auflockerung der Taktik und des starken technischen Einschlags der militärischen Erziehuna mindestens vier Monate! Jedes Jahr ergab sich also im Spätherbst eine Zeit g e • minberter militärischer Leistungs- fähigkeit, geschwächter Landesverteidigung. Gerade dieser Umstand war es, der a u ch i n u n s e r e n Nachbarländern zu einer Verlängerung der Dienstzeit erst auf 15, bann auf 18 unb schließlich
। auf 24 Monate geführt hat.
Dieser Hohlraum in ber Lanbesverteidigung, von ' dem man billigerweise sprechen kann, ist noch burch


