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Die Ausstellung wurde am gestrigen Tage von dem Betriebsführer Direktor Fischler eröffnet, der anschließend über die Bedeutung und den Wert einer solchen Kunstschau sprach. Nach der Hissung der Arbeitsfrontiahne entwickelte der Vertreter Rotter von der Landesstelle für Volksaufklärung und Propaganda ebenfalls den Zweck dieser Ausstellung. Der Betriebsobmann Müller schloß die einfache aber schöne Feier in der üblichen Weise.
Zur Ausstellung, bei deren Eröffnung auch der Kreiswalter der DAF. Wagner anwesend war, selbst ist zu sagen, daß auf ihr in der Hauptsache Bilder von bedeutsamem Werte wenig bekannter Künstler gezeigt werden, die vornehmlich im Gau Hessen-sstassau beheimatet sind. Radierungen und Gemälde, die deutsche Landschaft, aber auch den schaffenden Volksgenossen bei der Arbeit als Inhalt darstellen, sind in dem eigens für diesen Zweck hergerichteten Raum zu finden.
Der Sinn der Ausstellung soll sein, auch dem schaffenden Menschen Gelegenheit zu geben, in die malende Kunst Einblick zu bekommen und die künstlerische Gestaltung der Gemälde zu verstehen.
75 Jahre Gesangverein „Frohsinn" Londorf.
O Londorf, 25. Juni. Der hiesige Gesangverein „Frohsinn" feiert am 4., 5. und 6. Juli sein 75jähriges Bestehen. Es ist der ä l t e st e V e r- ein unseres Ortes und der älteste Gesangverein in der näheren Umgebung. Mit dieser Jubelfeier ist auch ein W e r t u n g s s i n g e n des S ä n g e r k r e i s e s Ohm-Lumdatal verbunden. Das Fest wird am Samstag mit einem Kommers eröffnet. Es wirkten hierbei mit der Gesangverein Heiterkeit Gießen, Liederkranz Kesselbach, Teutonia Nordeck und die Turnvereine Londorf und Kesselbach. Am Sonntagfrüh beginnt in der ge- geräumigen Dolkshalle das Wertungssingen der Vereine des nördlichen Teiles vom Ohm-Lumda- talkreis. Daran nehmen ungefähr 20 Vereine teil. Als Wertungsrichter wird Musikdirektor Dr. Werner von Frankfurt a. M. tätig sein.
Nachmittags, anschließend an den Umzug, findet an der Dorflinde bei der Schule eine große Sängerkundgebung statt, bei der der Kreisführer Fr. Gengnagel fGrünberg) sprechen und durch einen Beauftragten der NSDAP, der Haken- kreuzwimpel für die Vereinsfahnen geweiht werden wird. Von allen Sängern werden drei Massenchöre vorgetragen.
Anschließend findet das Fest auf dem Sportplatz statt, wo den einzelnen Vereinen Gelegenheit gegeben ist, Chöre vorzutragen. Montag nachmittag ist Volks- und Kinderfest.
Außer den Kreisvereinen haben auch befreundete Gesangvereine aus der Nachbarschaft und dem ehemaligen Lahntalsängerbund ihre Teilnahme an diesem Stiftungsfest zugesagt. Die Vorbereitungen für die feierliche und würdige Ausgestaltung des Festes zu einer eindrucksvollen Kundgebung für das deutsche Lied sind soweit dem Abschlüsse nahegebracht. Es steht zu erwarten, daß dieses Fest einen schönen und würdigen Verlauf nimmt.
Landkreis Gießen
* Londorf, 26. Juni. Dieser Tage ereignete sich in unserem Orte ein Unfall. Der etwa 35jährige Landwirt Friedrich W i ch n e r erlitt einen Unterschenkelbruch und mußte durch die Sanitätskolonne Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
♦ Hof Gull, 25. Juni. Auf dem Hofgut Hof Güll verunglückte eine Arbeiterin beim Abspringen vom Heuwagen schwer. Sie stürzte aus eine am Boden liegende Heugabel, deren Zin - kenihr inden Rücken drangen.
= Aus d e m Lumdatal, 22. Juni. Mit Beginn dieser Woche erreicht die Heuern t e ihren Höhepunkt und bei gutem Wetter geht sie rasch ihrem Eide zu. Das Ergebnis ist überall befnedl- gend. Besonders hab»rn die Talwiesen hervorragendes Qualitätsfutter. Die Getreidefelder weisen einen vorzüglichen Stand auf. Die Winterfrucht hat sich teilweise stark gelagert. Die Wintergerste geht ihrer Reife entgegen. In unserem Tale werden die Dickwurzeln fast restlos auf die Aecker gepflanzt. Diese Arbeiten sind nach den letzten Niederschlägen erledigt worden. Die Kartoffeln schießen bei der warmen Witterung geradezu in die Höhe. Frühkartoffeln stehen schön in Blüte. Mehr denn je ist in diesem Jahre Raps als auch Flachs angebaut worden. Man verspricht sich eine befriedigende Ernte. Der Flachs blüht. In den Gärten ist der Stand sämtlicher Gewächse gut. Die Obsternte fällt in unserer Gegend nicht so schlecht aus, wie es anfangs schien.
Kreis Friedberg.
LPD. Friedberg, 24. Juni. Immer wieder kommt es vor, daß Spiritus in brennende Spirituskocher nachgefüllt wirb. Einer Frau in der Altstadt explodierte dabei die Flasche. Eine zweite Flasche, die in der Nähe stand, sing ebenfalls Feuer. Ein junger Mann, der im gleichen Raum weilte, wollte Schlimmeres verhüten und warf die Flasche mit der brennenden Flüssigkeit zum Fen st e r h i n - aus. Ein auf der Straße spielendes zwölfjähriges Mädchen wurde dabei getroffen. Die Kleider fingen sofort Feuer, und das Kind erlitt so schwere Brandwunden, daß es in bedenklichem Zustande in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte.
Kreis Schotten.
+ Ruppertsburg, 24. Juni. Gestern wurde hier die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, Frau Elise H ö g y, zu Grabe getragen. Die hoch betagte Frau war 90 Jahre alt. Noch vor einigen Monaten konnte sie ihren Geburtstag in geistiger und körperlicher Frische feiern.
Kreis Büdingen.
0 Nidda, 24. Juni. Bis auf einen geringen Prozentsatz sind hier alle Arbeitslosen in den Arbeitsprozeß eingeschaltet. Zur Ausgestaltung von Feld- und Wiesenwegen mit festem Untergrund finden hierbei sowohl, als auch in den Basaltstein- brüchen zahlreiche Arbeitskräfte auf lange Zeit Verwendung. Auch die Fuhrleute haben durch Anfahren der Steine viel Nebenbeschäfttgung. Einem schon lange bestehenden Bedürfnis für bessere Zu- lahrt zum sehr langen Güterverladeplatz trägt man eben Rechnung. Ein sechs Meter breites Basalt- p f l a st e r wird hergestellt, der restliche Teil der breiten Zufahrtsstraße durch Auffüllen erhöht. Ein ausgedehnter Hohlweg hinter dem Bahnhof wurde geschleift und dadurch etliche Morgen Nutzland gewonnen. Der hiesige Arbeitsdienst setzt im Anschluß an den alten Niddalauf die Verbreiterung des Flutkanals nach der Krötenburgsmühle fort, wodurch die mit Recht gefürchteten Heber» jckwernmungen in den niederen Stadtteilen der Vergangenheit angehören dürften. Mit den ausgehobenen Erdmassen werden die Ufer erhöht oder die angrenzenden Wiesen planiert.
Aus den preußischen Äachbargebieten
. , qnhren Zuchthaus und 200
hilf-w-i,? wetteren 40 Tagen
3000 englische Bauern aus allen Landesteilen protestierten in einem großen Demonstrationszug gegen die Kirchensteuern. Eine Gesetzesvorlage sieht die Umlegung des Kirchenzehnten auf die Landwirtschaft vor. — Unser Bild zeigt einen Teilnehmer an der Demonstration, der seine Kopfbedeckung mit Aehren geschmückt und einem Protestplakat versehen hat. — (Presfe-Bild-Zentrale-M.)
Heimatfest im Hinterland.
LPD. Biebentopf, 25 Juni. Am 26. Juli dieses Jahres wird der im Jahre 1910 errichtete und nun wieder erneuerte ©^6^111 oor t)e Philippsbuche auf dem StaffelboN bei Simmersbach f e 1 e rl ich e l nge weih - Die Weihe, die Kreisleiter Thiele (Biebenfopf) vornehmen wird, ist verbunden mit einem großen Heimat- und Trachtenfest wie es das Hinterland feit vielen Jahren nicht gesehen hat. Ein historisches Festspiel „Philipp der Großmut-ge. Landgraf °°n Hessen" in den Kostümen des 16. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der 5«er. an die sich ein großes Volkssest auf dem landsch-s ich herrlich gelegenen etwa 550 Meter hohen Staffel- böll anschließt. Dort steht ein uralter weitschatt^- ber Baurn, die Philippsbuche genannt. Sie wurde zur Erinnerung an den Tag gepflanzt, an öem Landgraf Philipp nach seiner Befreiung aus spanischer Gefangenschaft in den Niederlanden im Jahre 1552 die hessische Grenze überschritt.
Jugendlicher Schwindler erhält drei Jahre Zuchthaus.
LPD. Marburg, 23. Juni. Vor dem Schöffengericht hatte sich der 24jährige Johann Gall aus Schwarzenholz (Saar) zu verantworten dem es durch fein sicheres und redegewandtes Auftreten gelungen ist, viele Leute in Marburg und Umgegend um zum Teil erhebliche Beträge zu schädigen. Gall besuchte im Februar vorigen Jahres in Schwabendorf bei Rauschenberg einen dort verheirateten Landsmann. Unter der Angabe, daß er als Versicherungsvertreter große Einnahmen für von ihm abgeschlossene Versicherungsverträge zu erwarten habe, gewährte ihm ein Gastwirt bereitwilligst mehrere Wochen lang Pension. Auf gleiche Art erschwindelte er sich bei einem Fahrradhandler in Schönstadt ein neues Fahrrad, das er alsbald weiter veräußerte. Auf dem Bahnhof Rauschenberg stellte er sich als Kriminalbeamter vor, der angeblich einen Fahrrad- marber verfolge, und veranlaßte das Bahnpersonal zu Amtshandlungen. Als ihm schließlich der Boden unter den Füßen zu heiß wurde, verschwand Gall aus Schwabendorf, nahm noch einige von seinem Landsmann geborgte Kleidungsstücke mit und „verga ß" die Bezahlung der ihm von dem Gastwirt wochenlang gewährten Pension. In Frankfurt a. M. versetzte er die Armbanduhr seiner „Brau t", die er in Schwabendorf kennengelernt hatte, pumpte auf raffinierte Art eine Versicherungsgesellschaft an, für die er in Marburg ohne Erfolg zu arbeiten versucht hatte, und flüchtete. Erft vor einigen Wochen konnte er in Bayern festgenommen werden. Es stellte sich heraus, daß er trotz seiner Jugend bereits 16m al wegen Betrugs, Unterschlagung, D i 5 ft al) I, Hehlerei usw., teils mit erheblichen Freiheitsstrafen, vorbestraft war. Gall versuchte vergebens, seine Schwindeleien durch Redensarten zu beschönigen. Das Gericht schenkte den Angaben des schweroorbestraften Gewohnheitsverbrechers, der nahe vor Anordnung der Sicherungsverwahrung steht, keinen Glauben. Es verurteilte ihn wegen Rückfallbetruges in fünf Fällen, Unterschlagung in drei Fällen und Amtsanmaßung zu
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. Wehlar. 24. Juni. Vam ßanbratsamt Wehlar wird salzendes mitgetettt: „Die letzt ge< musterten Angehörigen der Jahrgänge 1915 und 1ll16 des Kreises Wetzlar, die eme Vardienstzett ,m Freiwilligen Arbeitsdienst oder Rechsarbettsd.enst bereits abgeleistet haben, haben die hierüber aus- q stellten, in ihrem Besitz b-smdl.chen Belege >eg- lieber Art (Arbeitspaß, Dienstzettausweis oder Be- K nigung-n> umgehend an die Meldestelle für den Reichsarbeitsdienst. Wetzlar. Schwarzadlergasse 1. ''TßüTe 11i nb e n , 24. Juni. Die Landstraße van hier nach KleiwLinden befindet sich nahe der nreuhsich-hessischen Grenze an der Holzburg IN ettiem schlechten Zustand, der gesamt- Oberbau ist abgewaschen. Gegenwärtig wird die Straße, die immerb n einen starken Autoverkehr auszuweisen ha. neu in llindgesetzt. Die Straße wird teilweise um einen Meter verbreitert und an den Kurven gehoben. Die Straßendecke wird mit einer Walze bearbeitet. Der Verkehr wird Nicht u m g e l e i t e t.
Farmer demonstrierten in London.
SA\1LZ<G)RA\1F1EMTA\€. JIM BAD-WAUHEIM am Sonntag, dem 28. Juni 1936
15.00 Uhr: Zug der Salzwerksleute u. Holzhauern durch die Stadt 15.30 Uhr: Brunnenfest m. Salzgrafentrunk a.d.Kurhausfestwiese 16.30 Uhr: Kundgebung des Landschaftsbundes „Volkstum und
Heimat“; Ministerialrat Ringshausen spricht
17.00 Uhr: Volksfest der Salzwerksleute und Holzhauern auf der Festwiese
Salinenbeamte, Söder, Gradieren Handwerker mit ihrer Salinenwache in der Tracht um 1750 zeigen altes Nauheimer Brauchtum. Holzhauern (das sind Trachtengruppen aus dem Hüttenberg, der Schwalm, dem Schlitzerland) unter Führung des Heimatdichters Georg Heß zeigen in Tanz und Spiel althessisches Leben 4080D
Vorverkauf und Eintrittspreise siehe Plakate
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Zwangsversteigerung. 13^6
Am Monkag, dem 13. Juli 1936, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, die den
a) harries, Adolf, Kaufmann,
b) harries, Marie, gesch. köpping,
a) und b) Kinder des Friedrich harries, Eigentümer in ungeteilter Erbengemeinschaft vor der Auseinandersetzung
zugeschriebenen Grundstücke versteigert: 4081V
Grundbuch für Gießen, Band 7, Blatt 345:
Flur XXVIII, Nr. 284, Acker hin-
ler den Schiehgarlen an der Rod-
heimer Straße, 1278 qm
Betrag der Schätzung .... 3514,50 RM.
Flur XXVIII, Nr. 284, wiese, da-
selbst, 2127 qm
Betrag der Schätzung .... 5849,25 „
Flur XXVIII, Jlr. 390, Graben, daselbst, 198 qm
Betrag der Schätzung .... 564,50 „
Zusammen 9928,25 RM.
Einheitswert (1.1.35) beträgt . 5200,— RM. Gießen, den 28. Mai 1936.
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1. Erd-, Pflaster- und Chauffierungsarbeiten zum Ausbau des Aulweges zwischen Arndt- und ^reillgrathstraße und des Wartweges auf eine Lange von 150 m.
2. Kanalbauarbeiten zum Ausbau des Günthers- grabens.
3. Kanalbauarbeiten in der Marburger Straße
4. Einbau von Sandfängen in Regenwasserschächten verschiedener Straßen. '
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