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Keitag, 25. September 1936

Nr. 225 Erstes Statt

186. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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tl*" V * behördliche Anzeigen 6Rpf.

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Tokio sucht Verhandlungen mit Tschiangkaischek

3n London noch nicht alle Hoffnung ausgegeben

Mailanb, 25. Sept. (DNB. Funkspruch.) Unter der UeberschriftDer Feind" zeigt derCor- riere della Sera" die ungeheure Gefahr auf, die der Bolschewismus in sich schließt, und erhebt die eindringliche Mahnung, den vernichtenden Geist des Bolschewismus niederzukämpfen. Das Beispiel Sow­jetruhlands, das man in Spanien nachzuahmen ver­suchte, zeige, daß die sog.

scharfes Ultimatum stellte. Japan will kommende Verhandlungen nur mit dem tatsächlichen chinesischen Staatsoberhaupt T f ch i a n k a i s ch e k nach seiner Rückkehr aus Kanton führen, das eben erst m eine stärkere Gehorsamstpflicht gegenüber der Nankinger Zentralregierung gebracht worden ist. Inzwischen hat Japan in den fünf nordchinesischen Provinzen zwischen Schantung und der inneren Mongolei, also hauptsächlich in dem Gebiet von Peking, seine G a r n i s o n e n v e r st ä r k t und zur Durchführung von Manövern bereits in Gang gesetzt. Die poli-

s ch e ck und die Führer der Partei volle Verant­wortung für die gegenwärtigen Schwierigkeiten.

Der Sprecher des Außenamts erklärte ausländi­schen Pressevertretern, die japanische Regierung nehme an, daß die Nanking-Regierung nun den Ern st der Lage erkennen und endlich ge­eignete Maßnahmen treffen werde. Die Zentral­regierung habe bisher nur Worte gemacht aber noch nie gehandelt. Man sieht die größte Schwie­rigkeit in der Frage, ob Nanking selbst bei weit­gehender Bereitwilligkeit überhaupt in der Loge wäre, die japanfeindliche Stimmung im chinesischen Volk in kurzer Zeit niederzukämpfen. Der Sprecher des Außenamtes erklärte, die japa­nische Regierung sei der Auffassung, daß die Morde an Japanern planmäßig unternommen wür - den. Der Marineminister Nagano erklärte, daß ischon viel zu viel geredet worden sei und daß man jetzt nur noch schweigend handeln müsse. Niemand wisse heute, zu welchen Maßnah- | men Japan noch gezwungen werden könne.

Schanghai, 24. Sept. (DNB.) Am Donners­tagfrüh traf hier aus Japan eine mehrere hundert Mann starke Abteilung Marinetruppen ein. Nach der Landung marschierten die Japaner in die Kasernen, wo sie vorläufig bleiben sollen. Außer dem Hongkew - Viertel sperrten die Japaner auch das westlich gelegene Zentrum der Stadt und mehrere im Osten und Norden gelegene chine­sische Viertel militärisch ab. Die Absperrung wurde durchaus kriegsmäßig durchgeführt. Än jeder Straßenecke stehen Tanks mit besetzten Geschützen, durch die Straßen sausen patroullierende Moto'r- räber mit Maschinengewehren im Beiwagen, stehen Mannschaften mit aufgepflanztem Seitengewehr so­wie zahlreiche Posten, während Fernsprecherabtei- lungen Feldtelepone aufstellen und Verbindungen bauen. Nur Japaner, die im Besitze eines Ausweises sind, dürfen die Absperrungen passieren. Die im Sperrgebiet wohnenden Chinesen müssen bei Freun­den oder in Hotels Unterkunft suchen. Die schwer verängstigte chinesische Bevölkerung ist übrigens von den Straßen verschwunden. Alle Geschäfte, Lokale und Tanzhallen sind geschlossen. Der Verkehr ist vollständig eingestellt. Die Japaner besetzten auch die Eisenbahnstation T i e n d o n - g a n, die auf der Linie SchanghaiWusung liegt, sowie einen tausend Meter breiten Gürtel auf der Westseite der Station. Ein Vertreter des japanischen Konsulats teilte mit, daß die Marine den Befehl habe, den Schutz der Japaner bis zum äußersten zu gewährleisten.

Der japanische Botschafter in Nanking, Kawa- g o e, hatte am Mittwochnachmittag eine vierstün­dige Unterredung mit dem chinesischen Außen- mi nist er zur Bereinigung der chinesisch-japani­schen Beziehungen. Ein Vertreter der internationa­len Niederlassung hat dem japanischen Generalkon­sul sein Bedauern ausgesprochen. Der Generalkonsul forderte die Verwaltung der internationalen Nieder­lassung auf, Maßnahmen zur Festnahme der an dem blutigen Zwischenfall Schuldigen zu treffen. Am Donnerstagfrüh sanden Besprechungen zwischen dem japanischen Generalkonsul und der Stadtver­waltung statt, denen sich am Nachmittag eine Sit­zung der japanischen Konsularvertreter und der Mi­litärs auf dem Flaggschiff des dritten Geschwaders anschließen soll. Der Protest der chinesischen Behör­den von Groß-Schanghai gegen die militärische Be­setzung chinesischen Gebietes ist von den Japanern

zu suchen, das bereit sei für die Förderung der gemeinsamen Interessen auf gegenseitiger Grund­lage mitzuwirken.

DieDaily Mail" schreibt, die Entscheidung des Völkerbundes sei auf die Intrigen Litwi­nows zurückzuführen. Seine Absicht sei es, über das ganze Fe st land den schrecklichen Klassen kampf zu verbreiten, den Moskau bereits in Spanien angezettelt habe. Es fei erstaunlich, daß andere Staaten der Füh­rung Litwinows widerspruchslos ge­folgt seien. Die praktische Auswirkung des Be­schlusses sei die, daß nur noch zwei Groß­mächte, nämlich Frankreich und England, im Völkerbund seien, während Deutschland, Ja­pan, die Vereinigten Staaten und Italien außer­halb stünden. Die Hauptaufgabe des noch bestehen­denDrittel-Völkerbundes" sei es, jede politische Krise zu vermehren und jede internationale Reibung zu verstärken. Es sei höchste Zett, daß die britische Delegation in Genf nach London zurück - kehre.

Tokio, 24. Sept. (DNB) Nach den letzten Meldungen hat die japanische Regierung den Bot­schafter Kawagoe angewiesen, in Nanking zu bleiben, aber die Verhandlungen mit dem chinesischen Außenminister Chang abzubrechen. Stattdessen solle er nichts unversucht lassen, um möglichst bald mit Marschall Tschiangkaischek in Verbindung zu kommen. Wie die Agentur Domei berichtet, will die japanische Marine ihre Selbstschutzmaßnahmen auf alle bedrohten Pangtse-Städte ausdehnen und bei einer weiteren Zuspitzung der Lage alle japanischen Staatsbürger, die außerhalb dieser Schutzzone le­ben, in die schützenden Städte bringen. Die Marineleitung ist der Ansicht, daß alle japanischen Proteste in Nanking zwecklos sind und daß daher die Verhandlungen Kawagoes mit dem chinesischen Außenministerium abgebrochen werden müßten. Da die Nangking-Regierung und die Kuomintang identisch feien, trügen Marschall Tschiangkai -

Freiheit das erste Opfer einer solchen Herrschaft werde. Es würde wenig Schaden anrichten, wenn der Bolschewismus mit den for­malen politischen Freiheiten, zu deren Beschützerin sich die Demokratie erklärt habe, nicht auch die moralische Freiheit und das mora­lische Leben zerstören würde.

In dem bolschewistischen Element sei wahrhaftig ein Element des Wahnsinns enthalten, nicht eines unschädlichen und unbewußten, sondern eines offen darliegenden und perversen Wahnsinns. Der Bolschewismus versuche alles Schlechte, Teuf­lische, das im Grunde 'der menschlichen Seele be­stehe und welches die klassische und christliche Zivi­lisation bis zur Unschädlichmachung gefesselt habe, zu vervielfältigen und zu organisieren. Der Kamp gegen den Bolschewismus habe den Charakter eines Verteidigungskrieges der Zivilisa­tion. Italien sei am Kampf gegen den Bolsche­wismus aus dem Gefühl der einfachsten mensch­lichen Solidarität interessiert. Zum Siege der besse­ren Kräfte liefere es den besten Beitrag, nämlich

zurückgewiesen worden. Der Chef des japa­nischen Marinelandungskorps hat einen Aufruf er­lassen, in dem er die Einwohner von Schanghai ermahnt, Ruhe zu bewahren. Er kündigt an, daß die scharfen Sicherheitsmaßnahmen aufrechter- halten werden sollen.

Skandinavische Wahlen.

Von unserem dt.-Äerichierstatier.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Kopenhagen, 22. September 1936.

In den letzten Wochen sind in Finnland, Däne- . mark und Schweden die Wählermassen mobilisiert worden, um in der einen oder anderen Form die Parlamente zu erneuern. Man kann nicht daran vorübergehen, daß die Sozialdemokratie den Rechtsparteien Mandate abgenommen hat. In­dessen sind es nicht so sehr die Verschiebungen der Stimmenzahlen an sich ober ber Wechsel in den parlamentarischen Parteiverhältnissen, bie uns inter­essieren, fonbern bie Merkmalen dieser Wahlen, die viele gemeinsame Züge aufweifen, und bie Mög­lichkeiten ber zukünftigen Regierungsführung, bas heißt bie Gefahr marxistischer Mehr- heitsbiktaturen. In einem Augenblick, wo bie Welt sich, aufgerüttelt wie kaum je zuvor, mit ber revolutionären Gefahr unb der vernichtenden Tätigkeit des Kommunismus aller Spielarten be­schäftigt, muß es alarmierend wirken, wenn in einem Lande wie Schweden eine marxistische

Japan landet Marinetruppen in Schanghai.

Militärische Besetzung ganzer Stadtviertel zum Schutz japanischer Staatsbürger

im Völkerbund zustandebringen werde.

Der Feind.

(Sortiere della Sera" ruft zum Kampf gegen den Bolschewismus.

Mehrheit für die Zweite Kammer des Landes zu- tanbegefommen ist.

König Gustaf hat das Rücktrittsgefuch des Kabi­nettschefs Axel P e h r s s o n , des Führers der Bauernpartei, entgegengenommen und Per Albin H a n f s o n , dem Führer der sozialdemokratischen Partei, die Führung der Regierungsgeschäfte aufs neue übertragen, denn Per Albin, wie er genannt wird, hatte sie im Juni nur vorübergehend aus ter Hand gegeben. Von den 230 Sitzen der Zweiten Kammer des schwedischen Reichstages wird die Sozialdemokratie in den nächsten vier Jahren 112 statt bisher 102 innehaben, da zugleich die beiden kommunistischen Gruppen die Zahl ihrer Sitze zusammen von zehn auf elf erhöht haben, be­steht zum erstenmal in der Geschichte des Land- des eine marxistische Mehrheit. Viel größer ist indessen mit 148 Abgeordneten die Mehr­heit von Sozialdemokraten und Bauern, unb auf ihr wird auch die neue Regierung aufgebaut werden. Die Verhandlungen gehen nur noch darum, ob die Bauernpartei im sozialdemokratischen Ka­binett das Landwirtschaftsministerium und das Wehrministerium übernehmen ober es vorziehen wird, sich mit inbirefter Unterstützung, statt mit öffentlicher Verantwortung zu beteiligen.

Die schwebische Volkspartei hat ihre Abgeorbnetenzahl von 25 auf 27 erhöht. Sie setzt sich aus den Liberalen zusammen, bie namentlich in Stockholm Zulauf gehabt haben, unb den Frei­sinnigen, beren Schwergewicht auf dem länb- lichen Puritanismus ruht. Beibe Gruppen hatten sich 1923 getrennt unb erst nach ihrer schweren Nie- berlage 1932, bie auf die wirtschaftlichen und po­litischen Skandale der Zeit zurückzuführen war, wie­der zusammengefunden. Trotzdem bestehen auch heute noch starke Verschiedenheiten, unb sie sind es, bie einer Regierungsbeteiligung nach links ober nach rechts im Wege stehen. Die schwebische Rechte ist von 52 ober, wenn man bie nationale Jugenbbewe- gung unb bie nationalsozialistischen Gruppen zu ihr zählt, von 56 auf 42 zurückgegangen. Ein Gegen­gewicht gegen die Zweite Kammer bildet die E r st e Kammer, die sich jedes Jahr um ein Achtel er­neuert und in der die Mehrheitsverhältnisse noch wesentlich anders liegen. Dies wirkt sich um so mehr aus, als alle Bewilligungen des Reichstages ber Zustimmung beider Kammern in gemein­samer Abstimmung bedürfen.

In Dänemark hat es sich nur um bie Er­neuerung eines Teils bes Lanbstings, vergleichs­weise ber Ersten Kammer des Reichstages gehan- belt. Diese Wahl war jeboch barum von Bedeutung, weil die Regierung aus Sozialdemo­kraten und bürgerlichen Radikalen, bie im Folketing, ber Zweiten Kammer, über eine Mehrheit verfügte, an ber um sieben Stimmen über­legenen Opposition aus bäuerlicher Linker unb Konservativen im Lanbsting bei allen grunblegenben Abstimmungen geschei­tert war. Das komische Ergebnis des ersten Wahl­ganges war, baß die Entscheibung dem Zufall einer Losziehung überantwortet würbe. Regierung unb Opposition hatten es auf je 37 Abgeorbnete von den insgesamt 76 des Tings gebracht. Ein Ab­geordneter kommt noch von den Färöern dazu: er wird jedoch erst vom dortigen Landsting im Oktober gewählt und pflegt sich in innerpolitischen Fragen ber Stellungnahme zu enthalten. Den letzten Mann sollte ber Bornholmer Wahlkreis stellen. Dort aber ftanben sich stur je 23 Wahlmänner der Bauern und der Sozialdemokraten gegenüber. Es war ein dramatischer Augenblick, als an diesem Dienstag der Amtsmann von Rönne im Saal des alten Rathauses aus einer wohl 3000 Jahre alten Urne der Bronzezeit, die man auf der Insel aus« gegraben hat, das Los zog. Es trug den Namen bes sozialdemokratischen Bürgermeisters.

An diesem Los hatte die Zukunft des parlamen­tarischen Lebens gehangen. Denn jetzt ist den Plänen der Regierung auf allen Gebieten die Bahn freigemacht. Man zweifelt in politischen Kreisen nicht daran, daß die Tage des Landstings in feiner bisherigen Form gezählt sind. Trotz des Wahlsieges : ber Regierung haben auch die K o n s e r v a t i v e n i in Dänemark Erfolge errungen. Den Verlust bat > allein die bäuerliche Li n k e zu tragen, sie wirb - die Lehren daraus ziehen unb sich wieder starker , berufsständisch einstellen, die Kommunisten , haben ihre Stimmen den Sozialdemokraten gegeben, obwohl sich diese eine solche Brüderschaft 1 verbeten hatten.

' Wie ein gemeinsamer Zug durchzieht die Mahlen ' in den skanoinavi schon Ländern und auch Nor­wegen wird davon im Oktober nicht abweichen

französischer Sonderbotschafter nach Rom.

Bemühungen um eine Versöhnung Muffolinis.-Oie folgen der Sowjetmtriguen in Genf

London, 25. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf Grund der Berichte aus Rom glauben bie Zeitun­gen nicht, baß Mussolini alle Verbindung mit Genf abbrechen werde. DieTimes" glaubt, es fei von nicht allzu großer Bedeutung, wenn Italien bis auf weiteres an den Beratungen des Völkerbundes nicht teilnehmen werde, da es stets klar gewesen sei, daß der nächste Hauptschritt für die Organisation bes Friebens an anberer Stelle als in Genf selbst gemacht werben müsse. Die wich­tigste Reform, auf bie der Völkerbund warte, sei der Wiederaufbau Europas durch ein inneres S y st e m von Fri ebe nsocrem- barunqen. Das Blatt bemüht sich bann um ben Nachweis, daß trotz ber letzten Ereignisse bie Hoff­nung auf eine Zusammenarbeit zur Sicherung bes Friebens nicht aufgegeben werben müsse, unb schreibt, auf jeben Fall könnten bie Ziele der bri­tischen Politik durch die Entwicklung in Gens kaum beeinflußt werden. Eines dieser Ziele sei es, dg.s englische A u f r ü st u n g s p r o g r a m m zu voll- enden. Das zweite 3^1 gehe dahin eine engere Zusammenarbeit mit jebem ßanbe ohne Unterschieb der Weltanschauung

heit befriebigenb zu regeln. Chambrun sei jeboch krank gewesen unb habe nach Genf telegraphiert, sein Arzt habe ihm verboten, bas Bett zu verlassen. Hierauf habe bie französische Re­gierung beschlossen, einen führenben Politi­ker nach Rom zu entsenden. Dieser werde voraus- ichtlich die Fühlung mit dem italienischen Außen­ministerium aufrechterhalten, bis ein neuer französischer Botschafter in Rom ein« getroffen sein werde. Man hoffe, daß ber Sonber- oertreter Blums das Verbleiben Italiens

Die demonstrative Aktion Japans gegen die chine­sische Regierung als Folge der Ermordung von japanischen Matrosen in Schanghai fällt in eine Zeit nervöser Hochspannung in Europa und in der Welt überhaupt unb macht bamit bie Frage vorbringlich, in welchen politischen Zusammenhang bie letzte Warnung Japans an China" gebracht werben muß. Die innere Lage in China hat sich in letzter Zeit merklich gefestigt. Trotz die­ser allgemeinen Beruhigung sind eine Reihe von Anschlägen auf japanische Staatsangehörige erfolgt, bei deren diplomatischer Erledigung die Tokioter Regierung von einer gewissen Mäßigung zu immer nuu, nuyi Ou -

schärferen Forderungen überging, bis sie jetzt, an- Schatten auf die Unwirklichkeit Der läßlich der Schanghaier Vorfälle ein ungewöhnlich 1 Taten von Gens.

tische und finanzwirtschaftliche Stellung der Nan­kinger Zentralregierung ist in Nordchina wesentlich zugunsten Japans in Form einer erweiterten Au­tonomie dieser Provinzen abgebaut. Japan fordert, baß aus Norbchina bie 29. chinesische Armee, bie mehr als 100 000 Mann stark ist, völlig zurück­gezogen wirb. Die Plötzlichkeit ber japanischen Aktion, beren innere Grünbe unb Zusammenhänge noch nicht zu übersehen finb, wirft einen bizarren - '....... Worte unb

rahmen ver- bie unwiberstehliche unb mahnenbe Kraft des Bei kratischesspiels.

Paris 24 Sept. (DNB.) Mit banger Sorge I heit befriebigenb richten sich' die Blicke Frankreichs gegenwärtig auf i->i ">hnch krank aen Italien mit der Frage, ob Mussolini aus der Genfer Entscheidung die Schlußfolgern n g en ziehen werde, die der französischen Paktpoltt.k für lange, wenn nicht für immer, einen Schlag versetzen mutzte. Der , Temps" bezeichnet es als dringende Not­wendigkeit, dafür zu sorgen, daß Italien nicht end­gültig dem Völkerbund den Rucken kehre und der Weg für allgemeine Verhandlungen offenbleibe. 2luf jeden Fall trugen die Genfer Zwischenfälle zur gefährlichen Verschärfung der internationalen Krife bei. Man h°b° wirklich etwas anderes von der Tätigkeit eines Völkerbundes er­warten dürfen. - DasJournal des Debats hebt hervor, alle Welt fei sich emtg darüber, daß S o w ­jetrußland in Genf der Drahtz f) fei. Ein Völkerbund, in dem weder tue Vereinig en Staaten noch Japan noch Deutschland sahen und zu dem Italien nicht mehr komme, sei nicht einmal mehr zur Rolle eines französisch-englischen Klubs verurteilt, fon'bern das Intrigen s e Sowjets, die England und Frankreich eine Schlappe beigebracht Hütten. ~ .,M q-,.

Der französische Korrespondent des »Daily Tele­graph" beeid; et, daß gestern 5 w > s ch - n Mu s s o - i i n i u n d d e n d i p l 0 m ° t,, ch e n V e r tre­te rn F r a n k re i ch s und Englands m Rom Unterredungen stattgefunden hatten. Bet Duce habe hierbei einunnachgiebiges und zurück- haltendes Wesen" an den Tag g legt. In Rom werbe betont, bah Mussolini ber$ 1 - Italien, fonbern bie französische und bre britische Regierung hätten einen Schlag m Genf sUmmte Snfe* 7ng'/?°abgegeben die sie e&Tll'Ä ä WL »m. ULLNGMML dem Völkerbundssekretariat zurückgezogen wurdi n. g^S^aMbÄ^^ie- ^lkerbünbsentscheidung in Rom eingelrofferi fei, fei der französische Botschafter m Rom, Gras de Chambrun, von der französischen Abordnung n Genf angewiesen worben, bem Duce sofort bie Versicherung zu übermitteln, Frankreich Ebe alles in feinen Kräften stehenbe tun, um bie Angelegen