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des Gauheimstättenamtes der NSDAP in der üblichen Weise verlief. Die neu bau fertiggestellten Siedlungshäuser, die
einfachen Eindruck werden.
statt, die im Roh- in ihrer schmucken bezogen
Einbrecher in Kesselbach gefaßt.
Die Täler aus dem kreise Alsfeld?
• Kesselbach (Kreis Gießen,), 24. Aug
Landkreis Gießen.
Har, 24. Aug. Dos am vorigen Sonn-
324
3 Stück 904
kommt alle zum Bann- und Jungbannfportfeff am 30. August in Gießen!
richtungen zur Winterfütterung in der richtigen Weise getätigt wird, Kleb- und Jnsektenfanggürtel ' st werden, und die Sorten-
und gediegenen Weise einen machen, werden im Herbst
land — Unaarn 114:614, Oesterreich — Estland 4 : 4, Holland — Norwegen 5 : 3, Frankreich gegen Bulgarien 514 : 214, Jugoslawien — Schweden 5/2:2^.
Bon brennendem Oel verbrannt.
In Bernkastel-Kues entstand in einer Autoreparaturwerkstätte beim Anlassen des Motors eines über der Montagegrube stehenden Autos ein Brand. Während die Flammen am Wagen mit einem Handfeuerlöscher gelöscht werden konnten, brannte das in der Montagegrube in einer Wanne aufgefangene Oel weiter. Der 24jährige Matthias Rapedius, der zufällig in der Autohalle war, wollte dem Monteur helfen, die Wanne mit dem brennenden Oel w e g - zutragen. Er stieß jedoch an, so daß sich die brennende Flüssigkeit über die beiden Männer ergoß. Der Monteur wälzte sich geistesgegenwärtig auf dem Boden und erstickte dadurch die Aammen. Rapedius aber lief brennend fort. Im Maschinenraum warf ihn dann ein Arbeiter zu Boden, wälzte ihn hin und her und erstickte die Flammen schließlich mit einem Sack. Die Kleider waren dem Unglücklichen am Körper verbrannt. Den schweren Wunden ist Rapedius erlegen.
Drei Todesopfer eines Unfalles bei Dresden.
Unweit des Ortsteils Dresden-Weißia streifte ein Personenkraftwagen bei scharfer Ueberholung einen in gleicher Richtung fahrenden Kraftomnibus. Der Perionenwagen kippte um und die 4 Insassen wurden aus dem Wagen geschleudert. Der Fahrer war sofort tot. Der Mitfahrer und dessen 17jährige Tochter verstarben nach der Einlieferung ins Krankenhaus.
Apfelwickler aus den Schlupfwinkeln hervorgeholt und Mittel und Wege zu ihrer Unschädlichmachung gezeigt. Auch mit den pilzlichen Feinden, vor allem dem Schorf und dem Meltau, wurden die Teilnehmer bekanntgemacht und an Ort und Stelle die Anfälligkeit einzelner Sorten aufgezeigt. Obwohl die Witterung für diese Feinde günstig ist, ist der Befall nicht besonders stark.
Durch reges Fragestellen aus der Versammlung wurde das Interesse auf den verschiedensten Gebieten des Obstbaues wachgerufen, so daß der Erfolg solcher praktischer Demonstrationen nicht ausbleiben wird.
Zum Schlüsse gab der Dereinsobmann noch bekannt, daß für diesen Herbst eine Ob st sch au geplant sei, wofür bereits jetzt die Vorbereitungen getroffen werden müssen. Mit dem Bezirks--Obstbau- verband und der zuständigen Obstbauinspektion Friedberg-Gießen seien die entsprechende Verhandlungen schon ausgenommen. Weiterhin wurde noch empfohlen, die vereinseigenen Apparate, vor allem den Fruchtsaftbereiter und den Süßmostborn, eifrig zu benützen.
Siedlungs-Richtfest in Alsfeld.
<D Alsfeld, 24. Aug. Dieser Tage fand auf Einladung der Trägergesellschaft (Gewobag Frankfurt a. M.) das R i ch t f e st der in diesem Jahre in Angriff genomenen Kleinsiedlung im Anschluß an die in der Rambach vor zwei Jahren errichtete Klostermann-Siedlung statt. Bei der Feier an der Baustelle begrüßte der Vertreter der Gewobag die Gäste und gab seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß die Siedlung Alsfeld unter Ueberwindung von mancherlei Hindernissen und Schwierigkeiten nunmehr doch zustande gekommen sei. Er dankte den ausführenden Bauhandwerkern und Arbeitern für ihre Mitarbeit und ermahnte die Siedler zu eifrigem Mitschaffen. Bürgermeister Dr. D ö l s i n g wies in seinen Ausführungen auf die große sozialpolitische und wirtschaftliche Bedeutung des durch Erlaß des Führers und Reichskanzlers vom 29. März 1934 geschaffenen deutschen Siedlungswerks hin, dessen Hauptziel die Zurückführung des deutschen Menschen zur eigenen Scholle, die Auflockerung der Großstädte und die Rückgewinnung des deutschen Arbeiters zum heimatlichen Boden sei. Die Stadt Alsfeld habe gern und verantwortungsbewußt an diesem großen Werke mitgearbeitet. Für die Kreisleitung sprach Kreisorganisationsleiter Stadtbaumeister M a l k - m u s, der auf die Entstehungsgeschichte des ersten Abschnitts der Siedlung näher einging und betonte, daß er überzeugt sei, daß die Siedlung nach ihrer Fertigstellung allgemeine Zustimmung der Siedler finden werde. Er wies die unberechtigte Kritik der Nörgler in energischen Worten zurück. Ein am Bau beteiligter Zimmermeister trug den sinnigen Richtspruch vor. Nach Beendigung der offiziellen Feier fand eine kameradschaftliche Zusammenkunft aller am Bau beteiligten Firmen, Handwerksmeister und Arbeiter im Beisein der Vertreter der Partei, der Stadt, der Gewobag und
zu sehen, gelockerte Bande zu festigen und neue mit Der Heranwachsenden jüngsten Generation zu knüpfen. Nach gemeinsamem Besuche des Gottesdienstes, der an diesem Tage von einem Ur-Urenkel des obengenannten Gg. Fr. Lucius abgehalten wurde, trat Der Familienrat zu einer kurzen Tagung unter dem Vorsitz des Notars Eduard Lucius (Jugenheim b. Mainz) zusammen, in welchem eine
□ Staufenberg, 24. Aug. Bei schönem Sonnenschein veranstaltete gestern die NSG. „Kraft durch Freude' auf der Burg Staufenberg ein So mm er fest. Bei den flotten Weisen der SA.-Kapelle Lollar wurde fleißig das Tanzbein geschwungen. Underdessen vergnügte sich die Jugend auf ihre Art: In dem unteren Burghof war ein hoher Mast aufgerichtet, den es zu erklettern galt. Diel Spaß bereitete den Kleinen auch das Eierlaufen, wobei gar mancher das Ziel nicht erreichte. Preise für die Besten spornten die Jugend an, ihr Möglichstes an Gewandtheit und Geschicklichkeit herzugeben. Im Saale hatte ein Kasperletheater eine große Zuschauermenge angelockt, welche sich nicht nur aus dem jungen Volk zusammensetzte: auch die „reifere Jugend" verfolgte mit großer Aufmerksamkeit die lustigen Streiche Kasperles. Für die nötige Stimmung sorgten auch humoristische und Dialektvor- träge, die mit Beifall ausgenommen wurden. — Die hiesige Kriegerkameradschaft begann gestern ihr diesjähriges Preis schießen. Um Die schönen Preise kämpft auch diesmal wieder eine stattliche Anzahl Schützen.
ch MainHar, 24. Aug. Unter Leitung von Lehrer Weisel machten dieser Tage 58 Schüler unserer Schule (vier ersten Schuljahrgänge) mit dem Omnibus einen Ausflug nach der Glauburg. Bad-Nauheim und Büdingen wurden bei der Hinfahrt besichtigt. Auf der Rückfahrt ging es über Bad Selters, Nidda, Bad Salzhausen, das gleichfalls besichtigt wurde, dann über Gießen zurück. Für Alle war der Ausflug ein schönes Erlebnis.
* Grünberg, 24. August. Deterinärrat Dr. Fuchs, der feit acht Jahren die hiesige Amtstierarztstelle verwaltete, ist als K r e i s t i e r a r z t an das Kreisoeterinäramt Worms versetzt worden. Durch sein gefälliges und stets entgegenkommendes Wesen, das ihn zu einem treuen Berater und freundlichen Helfer der Bauernschaft seines Bezirkes werden ließ, hat er sich unter der Landbevölkerung ein gutes Ansehen und große Verehrung erworben. Man sieht den mustergültigen und korrekten Beamten, der schon am 1. September seine neue Stelle antreten muß, nur ungern scheiden. Die besten Wünsche der hiesigen Landbevölkerung begleiten ihn. Dr. Fuchs war auch lange Jahre Führer des hiesigen Kriegervereins, in dem er sich gute Freunde erwarb.
Kreis Bübingen.
0 Nidda, 24. Aug. Die Aufwärtsent- Wicklung im Bauhandwerk hält hier seit Beginn dieses Jahres unvermindert an, wodurch sich der Stand der Arbeitslosigkeit hier erfreulicher- weise derart gebessert hat, daß teilweise Mangel an Arbeitern festzustellen ist. So suchte unlängst unsere Stadtverwaltung durch die Ortspresse 25 Arbeiter für die Herstellung von Regenwasserkanälen, um einen alten Plan, Den Marktplatz und angrenzende Stadtteile von stauendem Wasser zu befreien, endlich auszuführen. Gegenwärtig werden zwei Geschäftshäuser grundlegend verändert und erheblich erweitert, ein altes Wohnhaus in der Raun wurde zu einem Ausstellungsraum für Möbel umgebaut. Der Gemeinnützige Bauverein errichtete in der Hopfengasse ein einstöckiges Wohnhaus, dem demnächst ein zweistöckiges Wohnhaus an der Baunde- straße folgen soll. Außerdem werden bis zum Winter noch zwei Wohnhäuser rm Rohbau an dieser
die erforderliche Eignung, Ehrbarkeit und Ausbildung nicht besitzen.
Diejenigen Bauern und Landwirte, welche aus betriebswirtschaftlichen Gründen unmittelbar nach der Ernte nicht unbedingt alles Getreide ausdreschen müssen, sollen in Zukunft mehr als seither den Aus- drusch in die Wintermonate verlegen. Die vorhan- dellen Dreschbetriebe können sodann in den Herbst- und Wintermonaten länger dreschen und damit ihre Unkosten je Dreschstunde vermindern.
Es wird erneut darauf hingewiesen, daß seit dem 15. Oktober 1934 eine Genehmigungspflicht für die Einrichtung bzw. Erweiterung von Druschbetrieben besteht. Druschbetriebe, die neu errichtet ober erweitert werden sollen, müssen vorher die Genehmi- gung des Getreidewirtschaftsverbandes Hessen-Nassau in Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 55, ein- holen.
Es liegt im Interesse aller Beteiligten, wenn der Ausdrusch des Getreides reibungslos vor sich geht und unnötige Härten vermieden bleiben.
Georg FrleLrsch ßflZtäS (1787 ffa 1863), de- im Jahre 1809 in Jugenheim das heute noch — feit 1878 in Echzell (Oberhessen) — bestehende Knabeninstitut Lucius gegründet hat. Hauptsächlich aus allen Gegenden der engeren hessischen Heimat, aber auch von weiter her, aus Hamburg, Mecklenburg, Oldenburg, Sachsen und Bayern waren die Sippenmitglieder der Einladung der Verbandsleitung gefolgt, um sich an der Stätte des Lebens und Wirkens der gemeinsamen Ahnen wieder einmal
92 Jahre alt.
£ (Staufenberg (Kreis Gießen), 25.Aua. Die ältesteFrau unseres Kirchspiels Kirchberg, Anna Marie Schmidt, geb. Kern, begeht heute in gei- ' ftiger und körperlicher Frische ihren 9 2. G e b u r t s- itag. Die alte Frau, die noch interessant aus ihrer ! Jugendzeit zu erzählen weiß, verrichtet im Hause i ihrer einzigen Tochter, bei der sie wohnt, noch leich- itere Hausarbeiten.
Schulungs-Rundgang des Obst- und Gartenbauvereins Wieseck.
= Wi«I-ck, 24. Aug. Der Obst, und Sur- Itenbauoerein hatte am gestrigen Sonntag zu j feiner zweiten sommerlichen Schulungsta- jguna eingeladen, der nahezu ein halbes Hundert iMitgneder und Freunde des Obstbaues Folge gelleistet hatten. Während die vorhergehende Taaung Dem Gartenbau gedient hatte, wurden diesmal die Teilnehmer in die ausgedehnten Baumanlagen am iKaisersberg und in die Nähe der Badenburg ge- sfuhrt. Nach der Begrüßung sprach der Rundgang- leiter, Lehrer Beppler, über die Bedingungen, Die erfüllt werden müssen, um gesundes Obst ernten Su können, und umriß dabei kurz die Stamm- und fronenpflege. Die beste Schädlingsbekämpfung fei nichtige Düngung, die dem Bauche die Möglichkeit webe, den Feinden aus den Zähnen zu wachsen. Alle Nährstoffe müßten dabei gegeben werden. Da- ■mit die Wurzeln günstige Lebensbedingungen vor- Anden, sollen die Baumscheiben immer offen ge- Halten werden. Da hier immer nur ein Teil Des über 10 000 Obstbäume zählenden Bestandes der Gemarkung der planmäßigen Spritzung unterworfen wird, konnte den Teilnehmern die günstige Wirkung der Schädlingsbetämpfungsmaßnahmen muffällig gezeigt werden. 2m Weitergang wurde Die Pflege der Jungbäume, das richtige Anlegen Des Baumbandes, die Stellung der Baumstange, Die Behandlung umgepfropfter Baume besprochen »nd die Erfahrungen über das Verhalten von Apfel- und Birnedelsorten beim Veredeln dueman- Der ausgetauscht. Dabei war Gelegenheit gegeben, muf das neueste Gebiet des Obstbaues, die Besruch- lungsverhältnisse der verschiedenen Odstgeholze, hin- guweisen und die guten Vater- und Muttersorten tennenjulernen. Allgemein wurde mit Befriedigung Die allgemein durchgeführte Wundpflege festgestellt.
Ruhestand getretenen Mannes von 1883 bis 1919 das Bürgermeisteramt versah und seitdem nach einstimmiger Wahl im Juli 1919 Heinrich Lerch . als Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde stand. Drei Generationen der Familie ch haben also feit 72 Jahren in ununterdroche- Folge das Bürgermeisteramt ihrer Heimatgemeinde verwaltet. Zum Nachfolger des Bürgermeisters Lerch wurde Karl Schmelz
Straße erstellt. Der Reichsfiskus plant den Back eines Wohnhauses an der Hindendurgstraße (der früheren Salzhäuser Straße) für den Finanzamtsoorsteher. Ferner sollen noch Wiesenwege mit festem Untergrund versehen werden. Das Basaltsteinmate- rial hierfür ist schon an Ort und Stelle gebracht. Rechnet man noch den Ausbau der Johanniterstraße bis zum Werk Himmelsbach hinzu, dann dürfte die Beschäftigung bis weit in den Winter hinein anhalten.
Kreis Schotten.
# Groß-Eichen, 24. August. Das Fest der Silbernen Hochzeit begingen die Eheleute Rudolf Rühl und Frau Marie, geborene Bär. — Am Samstag versteigerte die Gemeinde öffentlich meistbietend ihr diesjähriges Grummetgras. Trotzdem die Nachfrage nach Futter in diesem Jahre nicht besonders groß ist, wurden hier doch bessere Preise als im Vorjahre erzielt. Es kostete der Morgen zwifchen acht und neun Mark. — Die Konfirmanden aus Groß-Eichen und Klein- Eichen wurden in der hiesigen Kirche am Sonntag durch Pfarrer D a m e r a u eingeführt. Der Gottesdienst war aus diesem Anlaß gut besucht. Pfarrer D a m e ra u bat besonders um die Gnade des Herrn zum guten Gelingen und um Den Beistand der Eltern, Paten und Verwandten bei der Schulung der Kinder zu guten Christen. Es wurden von Groß-Eichen 12 Knaben und 6 Mädchen, aus Klein-Eichen 1 Knabe, zusammen 19 Konfirmanden eingeführt.
Kreis Alsfeld.
ch Aus dem oberen Ohmtal, 24. Aug. Nachdem die Getreideernte soweit beendet ist, wurde nunmehr mit der Grummeternte begonnen. Das feuchte Wetter hat den Graswuchs günstig beeinflußt, so daß mit einer sehr guten Grummet- ernte gerechnet werden kann, vorausgesetzt, daß das notwendige Erntewetter herrscht. — Einen sehr outen Ertrag bringen in diesem Jahre die Zwet- schenbäume. Der Behang ist vielfach derart, daß die Aeste gestützt werden müssen, während beim übrigen Obst mit einem bedeutenden Minderertrag gerechnet werden muß. — Im Anschluß an eine gute Himbeerernte lassen sich auch die Brombeeren sehr gut an.
ch V 0 m D 0 g e l s b e r g, 24. Aug. Das Aehren- lesen, im Laufe Der Jahre fast völlig außer Betracht gekommen, ist jetzt wieder au einer allgemeinen Erscheinung geworden. Ueoerall auf den Aeckern sieht man Kinder und Erwachsene mit Säcken und Körben, um die liegengebliebenen Aehren zu sammeln. Angesichts der Sammelerbeb- nisse kann man sich ein Bild machen, welche riesigen Getreidemengen all die Jahre auf den Feldern dem Verderb anheimfielen. Jetzt wird dieses kostbare Gut Der deutschen Dolksversorgung zuyesührt.
ch Ermenrod, 24. Aug. Am „Göringer Ser g", der im Vorjahre im Rahmen eines größeren Notstandsprojektes zwecks Schaffung besserer Derkehrsmöalichkeit abgetragen wurde, sind nunmehr zwei Straßenwalzen in Tätigkeit, um auf Die Fahrbahn eine fefte Schotterdecke aufzuwalzen. Die Steinbrüche in Der Umgegend haben durch die Anlieferung des beträchtlichen Schottermaterials Arbeit für zahlreiche Volksgenossen be- kommen, die stellenweise in doppelten Schichten arbeiten.
Die bekanntgegebenen Richtlinien für die Drusch- preise 1936 sollen den Bauern und Lohndreschern die freiwilligen Preisvereinbarungen erleichtern und hierbei als Anhaltspunkt dienen.
Wenn auch jedem die gewerbliche Betätigung grundsätzlich freisteht, so muß doch vermieden werden, daß ein Lohndrescher dem andern durch Unterbietung des Preises die Kundschaft wegnimmt ober eine Ortsbauernschaft einen Lohndrescher gegen den anderen ausspielt, um den Preis auf ein ungesundes Maß zu drücken.
Bei jeder Kreis- und Bezirksbauernschaft sowie bei der Landesbauernschaft wurde ein Vertrauensmann der Lohndrescher eingesetzt, der in allen Druschangelegenheiten mitarbeitet und Streitfragen regeln hilft.
Maschinen, die nicht ordnungsmäßig arbeiten, müssen im Interesse der Dolksernährung ausgemerzt und durch andere Anlagen ersetzt werden. Die Landesbauernschaft prüft die Dreschanlagen laufend nach. Auch soll für die Zukunft verhindert werden, daß sich Volksgenossen mit dem Lohndxusch befassen, die
Aussprache ütief notwendige Ergänzungen der Satzungen, über Die zweimal jährlich erscheinende Familienzeitschrift, die Abhaltung fernerer Familientage, das Derbandsoermogen und das Familienarchiv stattfand, und in dem alle Punkte der Tagesordnung zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt werden konnten. Herrlichstes Wetter ermöglichte Den Teilnehmern des Familienfestes den fast ununterbrochenen Aufenthalt in Dem alten, wohl- Öten und geräumigen Garten des Luciusschen ms, der am Abend im zauberhaften Glanze unzähliger Lampions erstrahlte. Bei ernster und heiterer Musik, fröhlichem Kegelspiel und eifrigem Tanz verging die Zeit wie im Fluge. Der lang- überlieferten Verbundenheit Der Gemeinde Jugenheim mit Der Familie Lucius rourDe von den Ehrengästen, Herrn Pfarrer Zimmermann und Herrn Beigeordneten Jennerich in Vertretung des Bürgermeisters, mit warmen Worten Ausdruck gegeben; sie zeigte sich überdies in dem dankenswerten Eifer, mit dem von der einheimischen Einwohnerschaft Freiquartiere zur Verfügung gestellt wurden, so daß die Unterbringung der großen Zahl der Gäste mit zweimaligem Uebernatbten ohne weiteres möglich war.
tag begonnene Preisschießen der Krieger- kameradschaft Lollar, Das sich im ganzen über vier Sonntage erstrecken wirb, rourDe gestern bei reger Beteiligung unb guten Leistungen fortgesetzt. Es kommt eine Reihe wertvoller Preise zur Verteilung.
<£ Aus Dem unteren ßumDatal, 24. Aug. WährenD Der größte Teil Des GetreiDes schon aufgestapelt sitzt und überall das geschäftige Brummen Der Dreschmaschinen zu vernehmen ist, hat man nun mit Der Grummeternte begonnen. Auch am gestrigen Sonntag sah man verschiedentlich die Bauern auf Den Wiesen beschäftigt, um das schöne Wetter auszunutzen. Nachdem bereits das Heu dieses Jahr zur Zufriedenheit ausgefallen ist, muß man auch Den zweiten Schnitt als sehr gut bezeichnen.
Baumkrüppel suchte man vergebens in Den Baumstücken.
Baumwart LuDw. Haas rückte Dann bei seinen Baumanlagen die Erfolge der Schwefelkalkspritzungen ins rechte Licht, die in Verbindung mit dem sog. Mulchen der Baumscheiben ein an Güte nicht zu übertreffendes Obst zeigten und dabei so stark behangen waren, daß die meisten Träger gestützt und gebunden werden mußten. Da auch der Vogelschutz Durch Anbringen von Nisthöhlen und Vor
der Nacht zum Montag zwischen 21.30 und 23.30 Uhr Drangen Einbrecher Durch ein an Der rückwärtigen Hausseite gelegenes Fenster in Das Wohnhaus Des hiesigen Bürgermeisters ein. Die unerwünschten Besucher hielten in Der Wohnung gründlich Umschau und entdeckten in einem unverschlossenen Schrank einen BargelD- betrag von runD 340 Mark, mit Dem sie schleunigst flüchtig gingen. Mittlerweile waren sie aber bemerkt worden, so Daß die Verfolgung alsbald mit aller Energie ausgenommen wurde. Dabei gelang es, zwei Der Täter, Die aus einem Orte im Kreise Marburg stammen, einzuholen unD Dingfest zu machen, währenD ein Dritter Spießgeselle entkommen konnte und anscheinend auch Den gestohlenen GelDbetrag mitgenommen hat. Die gefaßten Einbrecher wurden Dem Amtsgericht in Grünberg zugeführt, wo sie unter Haftbefehl gestellt und im Gerichts- g e f ä n g n i s in Verwahrung genommen wurden. Es besteht Die Möglichkeit, daß man es bei Den Verhafteten mit Den Einbrechern zu tun hat. Die in Der jüngsten Zeit in mehreren Orten Des Kreises AlsfelD Einbruchsdiebstähle begingen, wobei ihnen u. a. in Udenhausen ein Bar- oetrag von 700 Mark in die Hand fiel. Die Ermittlungen Der Gendarmerie sind im Gange.
Bürgermeisteramt
über 70 Jahre in einer Familie.
* Lauterbach, 24. Aug. In dem Kreisorte Sickendorf.Allmenrod hat der Bürger- meister Heinrich Lerch aus Gesundheitsrücksichten fein A m t als Bürgermeister niedergelegt und ist in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, daß der Großvater des Bürgermeisters Lerch, Johann Heinrich Lerch, ununterbrochen von 1864 bis 1883 Bürgermeister von Sickendorf-Allmenrod war, Dann der Vater Des jetzt in Den
Schach-Olympiade München 1936.
Der Montagabend wurde dazu benutzt, um die Hängepartien abzuwickeln. An erster Stelle liegt jetzt Deutschland mit 64Vt Punkten vor Polen mit 62J4, Ungarn mit 61^, Jugoslawien mit 6014 und der Tschechoslowakei mit 5714 Punkten; allerdings waren Ungarn, Jugoslawien und die Tschechoslowakei bereits spielfrei. Nach Erlediguna der Hängepartien stehen folgende Ergebnisse fest: Achte Runde: Tschechoslowakei — Italien 614:114, Schweiz — Ungarn 2 :6, Polen — Finnland 514 zu 2V1, Deutschland — Brasilien 6^:114, Lettland — Estland 6:2, Island — Norwegen 5% zu 214, Litauen — Bulgarien 614 :114, Dänemark gegen Schweden 214 :514, Oesterreich — Jugoslawien 314 : 414, Holland — Frankreich 5:3; spielfrei: Rumänien. Neunte Runde: Jugoslawien — Holland 514 :214, Schweden — Oesterreich 314 : VA, Bulgarien — Dänemark 1:7, Norwegen — Litauen 314 : 414, Estland — Island 514:214, Brasilien — Lettland 214:514, Finn- land — Deutschland 314:414, Ungarn — Polen 5 : 3, Italien — Schweiz 3 : 5, Rumänien gegen Tschechoslowakei 2:6; spielfrei: Frankreich. Zehnte Runde: Schweiz — Rumänien 4 : 4, Polen gegen Italien 614 :114, Deutschland — Ungarn 31£ : 414, Lettland — Finnland 5 :3, Island — Brasilien 3 :5, Holland — Schweden 3 : 5, Frankreich gegen Jugoslawien 1:7. Elfte Runde: Bulgarien gegen Holland 3:5, Norwegen — Oesterreich 214 zu 514, Finnland — Island 514:214, Italien gegen Deutschland 2 :6, Tschechoslowakei — Schweiz 6:2. Zwölfte Runde: Deutschland — Rumänien 41^:3%. Lettland — Italien 4:4, Js-


