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25.8.1936
 
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186. Jahrgang

Metzener Anzeiger

Dazu schreibt die N S K.:

Während in Berlin das große olympische Fest des Friedens stattfand und Deutschland glücklich

Während das heutige Spanien unter dem Fluch des marxistischen Terrors in eine Wüste ver­wandelt wird, erfolgt im nationalsozialistischen Deutschland in einer einzigartigen Anstrengung der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft.

i nun ein bolschewistischer Machthaber in

her ihnen unmöglich machten. Deutschland ist nach den jüngsten Bildern der Geschichte nicht gewillt, sich überrumpeln zu lassen! Fast alle Länder um Deutschland haben Armeen mit mehr als ein­jähriger Dienstzeit. Deutschland gleicht sich nun an, wobei in Rechnung zu ziehen ist, daß bisher bereits große Teile des deutschen Heeres, wie bei­spielsweise die Marine und verschiedene Spezial­truppen. mehrjährige Dienstzeiten hatten.

Der deutsche Schritt gibt dem ganzen Volk gerade in diesen Tagen ein berechtigtes Gefühl von Sicherheit und Ruhe. Dieses Volk will keinen Krieg, jeder Ausländer, der vielleicht während der Olympi­schen Spiele Gelegenheit hatte, in unsere herzen zu sehen, der weiß, daß dieses Wort die lauterste Wahrheit ist. Dieses Volk aber läßt sich nach einem Leidensweg ohne Beispiel nun nicht mehr von keiner Wacht der Wett die Freiheit und die Ehre der neuen sozia­listischen Gemeinschaft anlasten. Die ersten Wänner des Reiches, Willionen des Volkes haben das Grauen des Weltkrieges gelitten und nicht vergessen, da ist kein Platz für eine Kriegspsychose. Deutschland will keinen Krieg, Deutschland will sich vor ihm schützen, und darum beugt es vor.

Der Schritt, den wir gehen, bringt, wie alle Wege zur Freiheit, neue Opfer und neues Mühen mit sich. Die junge deutsche Mannschaft, die mit ihrem zweijährigen Dienst eine ihr selbstverständliche Pflicht erfüllen wird, ist sich im festen Glauben an die alles erfüllende Bewegung und ihren Sinn zur Gerechtigkeit klar, daß alle Maßnahmen getroffen werden, um Härten einer zu langen Ausbildungszeit zu vermeiden. Die notwendigen Schritte hierzu sind eingeleitet. Wir werden nicht jenes beschämende Schauspiel erleben, das andere Länder bei einem ähnlichen Schritt dar- boten, unsere Jungen sind aus anderem Holz ge­schnitzt. Der Nachwuchs aus der Hitlerjugend gibt dem Staat Männer, die mit Stolz den

Berlin, 24.Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat folgenden Erlaß über die Dauer der aktiven Dienstpflicht in der Wehrmacht vom 24. August 1936 unterzeichnet:

Zum § 8 des Dehrgesehes vom 21. 5. 1935 (RGBl. I Seite 609) verordne ich unter Aufhebung meines Erlasses vom 22.5.1935 (RGBl. I Seite 614):

Die Dauer der aktiven Dienstpflicht bei den drei Dehrmachtsteilen wird einheitlich auf.zwei Jahre festgesetzt.

Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht erläßt die erforderlichen Ausfüh- rungs- und Uebergangsbeftimmungen.

Berchtesgaden, 24.8.1936.

Adolf Hitler, von Blomberg.

Oie aktive Dienstpflicht auf zweiFahre festgesetzt

Schutz deutscher Freiheit und deutscher Kultur gegen den roten Imperialismus.

Deutschland beugt vor.

Oer Wehrerlaß des Führers im Spiegel der Berliner presse

Schrecknissen blutiger Bürgerkriege und wilder Wirtschaftskämpfe. Eine ziffern­mäßig kleine, aber im Solde ihrer rassischen Ver­filzung einen mächtigen Einfluß ausübende i n - ternationale Hetzgruppe versucht, die Welt in das Chaos des kommuni st ischen Zu- sammenbruches zu stürzen.

Ungeheuer sind dabei die Rüstungen, die den bolschewistischen Militarismus in die Lage setzen sollen, dieser Aufgabe zu genügen.

Der Nationalsozialismus hat Deutschland seit drei Jahren vom inneren Ansturm der bolsche­wistischen Brand st ifter und Mord­hetzer befreit. In einer Revolution unerhör­tester Disziplin und Ordnung gelang es der Natio­nalsozialistischen Partei, Deutschland die Segnun­gen des inneren sozialen Friedens und damit die Voraussetzungen für eine sich steigernde wirtschaftliche Blüte zu sichern.

der bolschewistischen Armee auch sein wird, unter Umständen jenen Ländern, die der in­neren bolschewistischen Hetze standhalten würben, durch ben Eingriff der Roten Armee von außen her die Revolution zu bescheren, so wird das nationalsozialistische Deutschland einer solchen Ankündigung gegenüber genau so wenig ka­pitulieren, wie es einst nicht kapituliert hat gegen­über den Drohungen der von Moskau bezahlten Hetzer in Deutschland selbst.

So wie die Nationalsozialistische Partei der deut­schen Nation den inneren Frieden bewahrt, so wird die nationalsozialistische Armee dem Reiche den äußeren Frieden sichern.

Die Geschichte hat uns gelehrt, daß es besser ist, für diesen Frieden wenn notwendig große Opfer zu bringen, als im bolschewisttschen Chaos zu versinken.

Gegenüber dem Sowjetimperialismus und seiner militaristischen Bedrohung wird das nationalsozia­listische Deutschland als Wächter seines eigenen Friedens und damit als Schützer seiner Kultur jene Maßnahmen treffen, die notwendig sind, um die Freiheit und Unabhängig­keit der Nation unter allen Umständen zu garan­tieren."

Land.

Aber das genügte den französischen Sicherheits­fanatikern nicht. Die Pariser Diplomatie umspann das entwaffnete Deutschland mit einem engmaschi­gen Netz von Militärbündnissen, die auch die Völker des Ostens und Südostens in das zur Niederhal­tung des deutschen Volkes ersonnene Sicherheits­system Frankreichs eingliederten. Immer wieder hat Deutschland darauf hingewiesen, daß die ein- 1 fettige Entwaffnung des Herzlandes Mitteleuropas eine ständige Bedrohung des Weltfriedens dar­stelle, weil sie die bis an die Zähne bewaffneten : Nachbarn gradezu reize, das ohnmächtige Deutsch- ' land als Kriegsschauplatz zu benutzen. Deutschland i predigte mehr als anderthalb Jahrzehnte hindurch i tauben Ohren. Erst die gewaltige innere Stärke, i die der Nationalsozialismus nach seiner Macht­ergreifung dem deutschen Volke einzuflößen ver­mochte, die sittliche Kraft, ben Willen des ganzen Volkes für ein großes Ziel einsetzen zu tönnen, schuf die Grundlage für den Entschluß des Führers, nachdem auch seine zahlreichen Vorschläge, durch ein internationales Abkommen zu einer Rüstungs­beschränkung zu kommen, von den andern unbeach­tet geblieben waren, von sich aus Deutschlands Wehrfreiheit zu verkünden. Dieser Entschluß war nicht gemeint als ein Ansporn zu weiterer Aufrüstung. Hand in Hand mit der Verkündung der neuen deutschen wehrpolitischen Maßnahmen gingen vielmehr erneute Vorschläge für eine prak­tisch wirksame Rüstungsbeschränkung, die nament­lich die schweren Angriffswaffen in Betracht ziehen sollte. Auch beschränkte sich die deutsche Aufrüstung zahlenmäßig wie waffentechnisch auf das für die Verteidigung des Reiches notwendige Mindestmaß. Trotz englischer Warnungen, nicht wiederum den günstigen Zeitpunkt für ein Rüstungsabkommen mit Deutschland zu verpassen, blieb man in Paris taub. Frankreichs maßlose Rüstungen gingen weiter, ja es gelang der französischen Diplomatie, nun auch Sowjetrußland in den Kreis der Militär­bündnisse einzubeziehen und damit die gewaltige Stoßkraft der roten Armee in den Dienst des französischen Sicherheitskomplexes zu stellen.

Nicht, lange, und Moskau bestimmte selbst Tendenz und Tempo der gemeinsamen Außen- und Rüstungspolitik. Dabei trat, durch das neue Bünd­nis mit Frankreich und der Tschechoslowakei ge- stärkt, durch die Entwicklung im Fernen Osten und die innerpolitischen Schwierigkeiten in Japan hier vorerst vor Ueberraschungen gesichert, der alte revo­lutionäre Offensiogeist der Roten Armee als Stoß­trupp des Bolschewismus immer krasser hervor. Während die Moskauer Komintern an allen Ecken und Enden der Welt, wo ihr der Boden für igre revolutionäre Wühlarbeit günstig schien, die! bosiche» wistische Idee in die Massen trug und den Ausstand vorbereitete, arbeitete die Regierung der Sowjet­union mit skrupelloser Energie, ohne auf dte wirt­schaftliche Not des durch den doppelten Aderlatz des Krieges und einer beispiellos ^^^evernichten- ben Revolution, durch bolschewistische Wirychafts- 'experimente und die Zwangsindustrialtsierung völlig erschöpften Landes die geringste Rücksicht zu neh­men, am Aufbau einer Armee, die nach ihrer zah­lenmäßigen Stärke wie ihrer ^u^juftung

nach alle andern Armeen der Welt in den «chatten stellen sollte. Daß dieses Ziel nun erreicht ist, dar­über lassen die letzten Berichte über die sowiet- russische Aufrüstung nicht den geringsten Zweifel. Es sind hier in den letzten Tagen darüber E^l- heiten mitgeteilt worden, die den Angriff schar alter der Roten Armee eindeutig dokumentieren, -dm Bunde mit Frankreich und der Tschechoslowakei, die in ihrer Verblendung die revolutionäre Gefahr die­ses Bündnisses für ihre Völker leugnen, ist die Rote Armee zu einer Bedrohung des Weltfriedens ge­worden, der gegenüber Deutschland, als Kernland Mitteleuropas von der roten Dampfwalze am un» mittelbarsten bedroht, nicht länger schweigen konrtte, wollte es nicht seine nationale «icherhett leicht- fCr^ÄSÄf^anb sich an den festlichen T°- gen der Olympischen Spiele mit feinen Gasten des

war, seinen Gästen einen Einblick geben zu können, der Wiederaufbau der deutschen ^styas^ in die Ruhe und Ordnung des heutigen Reiches, Wenn nun em bolschewistischer Machthaber n bebt die Welt an zahlreichen Stellen unter den!zynischer Ossenhett erklärt, daß es die Ausgabe

Sowjetunion verdoppelt sein. Diese Maß­nahme zwingt zu friedenssichernden Gegenmaß­nahmen, und wenn diese Maßnahmen auch den Opfergeist einzelner bedingen, so wird sich dieser Opfergeist, dessen sind wir gewiß, voll bewähren. Wenn wir über die deutschen Grenzen blicken, so müssen wir feststellen, daß eine große Anzahl von Staaten bereits eine längere als die zwei­jährige Dienstzeit eingeführt haben. Wir holen jetzt nur nach, was andere vor uns veranlaßt haben.

Diese Verordnung des Führers hat nur einen vorbeugenden Charakter, sie wird in ihrer Wir­kung in allen Schichten unseres Volkes das Ge­fühl der Beruhigung schaffen, das uns eine wei­tere Friedensarbeit ermöglicht. Diese Friedensar­beit verdient schon, daß dafür gern und freudig Opfer gebracht werden, denn diese Opfer stehen in keinem Verhältnis zu den Schrecknissen, die ein Angriff auf die deutschen Grenzen bringen würde. Dabei muß festgestellt werden, daß schon jetzt bei der Marine und bei anderen Spezialtruppen eine längere als eine einjährige Dienstzeit burchgesührt wurde. Was jetzt erfolgt ist, ist also im Grunde nichts anderes, als eine generelle Angleichung dieser Tatsache für alle drei Wehrmachtteile. Außerdem hat sich gezeigt, daß die einjährige Dienstzeit nicht dazu ausreicht, um die gründliche Ausbildung zu gewährleisten, bte notwendig ist. Wir wollen keine Halbhetten, sondern wenn wir eine Wehrmacht aufbauen, so muß gu t e unb ganze Arbeit geleistet werben, und bie Ver-

Wächter des Friedens.

Als dem beutschen Volke im Versailler Diktat bie fast völlige Entwaffnung auferlegt würbe, das Heer auf 100 000 Mann beschränkt, bie allgemeine Dienstpflicht verboten, alle Angriffswaffen vernich­tet, Flugzeuge untersagt und selbst die einfachsten Abwehrmaßnahmen hintertrieben wurden, da ge­schah es mit der Begründung, daß ein Land mit der von allen erstrebten Abrüstung den Anfang machen müsse. Die andern Unterzeichner des Ver­sailler Diktats würden folgen, sobald Deutschland abgerüstet habe. Fast anderthalb Jahrzehnte hat Deutschland auf die Erfüllung dieses feierlichen Versprechens gewartet. Es hat an den Vorberei­tungen zu einer allgemeinen Abrüstungskonferenz bereitwillig mitgearbeitet, es hat gewarnt unb ge­mahnt, als immer wieder neue Schwierigkeiten ge­macht wurden, die angeblich bie Erfüllung des klaren Dertragsversprechens verzögerten. Frankreich fand immer neue Gründe für die Behauptung, feine nationale Sicherheit fei bedroht, wenn es an Rü­stungsbeschränkungen denken wolle. Man hielt Deutschland mit Verhandlungen hin, aus denen nie etwas Positives herauskam, unb ging inzwischen baran, hinter einem gewaltigen Festungswall aus Beton unb Eisen, wie ihn die Kriegsgeschichte noch nicht gekannt hat, eine zahlenmäßig bie bevölke­rungspolitischen Möglichkeiten bis zum äußersten ausschöpfende, waffentechnisch auf bas modernste ausgerüstete Armee aufzustellen, bie jederzeit bereit war, getreu den auf Richelieu zurückgehenden Tra­ditionen, aus dem uneinnehmbaren Festungsglacis der Maginotlinie heroorzubrechen in ungeschütztes, von jedem Verteidigungsmittel entblößtes deutsches

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Sämtliche Berliner Blätter begrüßen in längeren Leitaufsätzen den Er­laß des Führers über die Verlängerung der aktiven Dienstpflicht. DerVölkische Beobachter" schreibt unter der UeberschristDeutschland beugt vor":So war es uns in ben letzten Wochen: Wir standen wie auf einer Insel, mitten im stürmenden Meer, wir sahen die flüch­tigen Wolken, hörten ben Donner der schäumen­den Wogen und das Pfeifen des Sturmes, und oftmals haben wir voll Sorgen auf den Deich um uns geschaut, den wir fest unb stark um uns errich­teten, ob er wohl halten unb schützen würde gegen die immer steigende, gierige Flut in kommenden Zeiten. Jetzt hat der Führer gesprochen und alle Mann, jeder muß seinen Sandsack dazu- traqen, in erster Linie die jungen Männer des Volkes. Jetzt wird der Wall noch höher und noch stärker werden, damit wir auf Feld und Flur, auf freiem Acker in Ruhe unfern Werktag er­litten, der uns schon heute die ersten Früchte einer gewaltigen Arbeit beschert. Wir schirmen Deutschlands Frieden und damit die Ernte eines gigantischen Kampfes um unseres Volkes Wiedergeburt, und jeden Spatenstich und jeden Hammerschlag erfüllen wir im Dank an Adolf Hitler, der uns die Kraft gab, das Werk zu bauen und zu schirmen. Spanien hat der Wett und nicht zuletzt Deutschland gezeigt, daß die Bedrohung des inneren und äußeren Friedens um uns mehr als nur eine Phrase ober eine Geste ist. Spanien und bas eigene Erlebnis, als sich noch im eige­nen Haus die Söldlinge Moskaus erheben konn­ten, haben uns den ganzen blutigen Ernst jener programmatischen Worte aus Moskau spüren lassen, die da sagten:Die Rote Armee habe über ihre russische Basis hinaus die Aufgabe, in aller Welt Bannerträger unb Waffenführer der kommu- nistischen Weltrevolution zu fein." Der* russische Schritt vom 11. Auaust, der praktisch eine Ver­doppelung der lang dienenden Sowjetarmee zur Folge hat, soll jenen Kräften, die Deutschlands Todfeinde sind, nun nicht die Möglichkeit geben, von außen her doch noch zu erreichen, was SA. und SS. einstmals mit Blut und Leben von innen

tängerung der Dienstzeit gewährleistet eine schlag­kräftige Wehrmacht als ein Instrument des Friedens.

Die deutsche Jugend, im nationalsozialistischen Geilt erzogen, wird dafür am ehesten Verständnis auforingen, denn in ihr ist der Gemeinschaftswilltz lebendig. Wo sich bei der Durchführung Härten zei­gen, werden diese selbstverständlich vermieden wer­den, grundsätzlich aber gilt gleiches Recht für alle. Es gibt kein Einjährigenprivileg auch bei bet zweijährigen Dienstzeit mehr. Der Student muß die gleiche Zeit dienen wie der Arbeiter. An der beut* scheu Jugend ist es nun, zu zeigen, daß sie weiß, was das Vaterland von ihr verlangt. Sie muß und wird auch daran denken, welche Opfer die Teil­nehmer des Weltkrieges gebracht haben, bie oft fünf, sechs unb sieben Jahre unter den Fahnen standen. Gemessen an diesen Opfern, ist das, was jetzt ver­langt wird, gering. Das Vaterland schaut mit Stolz auf seine jungen Söhne, und unsere Jugend darf gewiß fein, daß der graue Rock, den sie trägt, von allen als ein Ehrenkleid angesehen wird. Die Sol­datenehre wird jetzt unb in Zukunft ein bestimmen­des Wesensmerkmal der deutschen Nation sein, unb der Gedanke, daß der Wehrdienst Ehrendienst ist, wird jetzt mehr als je seine lebendige Ausprägung erfahren. Diese jungen Soldaten sind uns Garanten des Friedens, und das deutsche Volk wird ihnen stets die Ehre erweisen, auf die sie Anspruch hadeq, und ihnen den Dank abstatten, den sie verdienen.

Friedens freute, sind die auf Krieg und Revolution gerichteten Tendenzen der sowjetrussischen Rü­stungspolitik ganz unverhüllt hervorgetreten. Be­reit sein ist alles. Dieses alte Wort gilt auch heute noch, wer den Frieden will, der muß auch heute noch dafür Opfer bringen. Gerade weil die deutsche Politik eine Friedenspolitik im besten Sinne des Wortes ist, gerade weil unser fester-und un­beugsamer Wille darauf hinausgeht, über ben Frieden zu wachen, unsere Grenzen und den wirt­schaftlichen und sozialen Aufbau zu sichern, gerade deshalb war es für uns, die wir das Herz Eu­ropas bilben, zuerst unb vor allem anderen not­wendig, Wächter des Friedens zu sein. So muß die vom Führer angeordnete Einführung der zweijährigen Dienstzeit für alle drei Wehrmachtsteile verstanden werden, wir sind ge­wiß, daß bas deutsche Volk dieser ftiedenssichern- ben Tat seine Anerkennung zollen wirb. Wenn wir im Innern bafür gesorgt haben, baß ber friedliche Aufbau nicht gestört wird, so werden wir auch nach außen dafür Sorge tragen müssen, daß unsere Heimat von Kriegssackeln unb Revolutions- furien verschont bleibt Wer gesehen und erlebt hat, was in Spanien und in ber Sowjetunion vor sich gegangen ist, ber muß diese Auffassung teilen. Das Wehrgesetz der Sowjetunion hat eine grundlegende Umgestaltung dadurch erfahren, daß durch die Verordnung vom 11. August bie Dienstpflicht um zwei Jahre vorverlegt ist. Inner­halb von vier Jahren wirb bas stehende Heer der

grauen Rock tragen, dessen Ehre niemals angerührt werden konnte. Sollte jedoch jemand zurückdenken voll eigener Wünsche in eine über­wundene Vergangenheit, dem sei gesagt: Glei­ches Recht, aber auch gleich e Pflicht für alle! Der Gedanke eines Privilegs bevor­zugter Kreise, etwa in Form einereinjährig-frei­willigen" Dienstzeit, ist zu absurd und tot, als daß man sich mit ihm noch auseinandersetzen müßte. Die Zeiten sind für immer vorbei, und die Bewe­gung wird sich jeden Versuch einer Diskussion über dieses Thema entschieden verbitten. Ein national­sozialistisches Gesetz hat sich erfüllt. Fester denn je ist der Friede für Deutschland gesichert. In dieser Stunde gedenkt das große deutsche Volk wie so oft jenes Mannes, dessen Werk unser Leben und tfrifere Zukunft bedeutet. Sei unser Dienst ihm Dank.

Unter der UeberschristZum Schutze deutschen Friedens" schreibt berBerliner Lokalan- 3 ei g er" u. a.: Diese Maßnahme mußte erfol­gen, aber sie ist gegen niemand gerichtet. Sie dient allein einer Verstärkung des Schutzes gegen die aggressiven Drohungen, denen bas Reich in ständig zunehmendem Maße durch die Riesen» rüftungen einzelner seiner Nachbarn ausgesetzt ist» Die Welt hat soeben die Enthüllungen über ben roten Militarismus erlebt Millionenmassen an Menschen und Angriffswerk­zeugen haben die Sowjets vornehmlich in den wesllichen Bezirken Rußlands aufmarschieren las­sen, unb es kann nirgenbs ein Zweifel barüber bestehen, daß dieser Aufmarsch gegen Europa gerichtet ist. Das Herz Europas aber ist das Deutsche Reich. Das Blatt erinnert an bie Sowjet­verordnung vom 11. August über die Vorverle­gung des Wehrdienstalters sowie an die Tatsache» daß die mit dem Bolschewismus verbündeten Militärstaaten Frankreich, Belgien und dis Tschechoslowakei ebenfalls seit längerem eine ver­längerte Dienstzeit eingeführt haben. Das Reich hole jetzt also nur etwas nach, was längst notwendig gewesen sei.Die Verlängerung der Dienstpflicht, das weiß jeder unter uns, dient allein der Sicherung des Friedens und ist fein Anlaß,

Nr. 198 Erstes Blatt 186. Jahrgang Dienstag,25.Angust 1936

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