Ausgabe 
25.7.1936
 
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licht, ohne daß die Belichtungszeiten immer um das Doppelte verlängert werden müssen, wie es Gegenlichtaufnahmen von Landschaften erfordern. Die Gesichter erhalten dann einen gleichmäßigen, weichen Ton, der bei genügender Durchzeichnung doch nicht flau zu wirken braucht. Blondes Haar eignet sich noch mehr als dunkleres dazu, im Gegen- licht einen Lichtkranz zu schaffen. Doch muß für solche Aufnahmen die Sonne entweder schon so tief stehen, daß sie sich unmittelbar hinter dem Kopfe befindet (wobei auch noch auf einen nicht zu hellen Himmel als Hintergrund zu achten ist) oder wir verlegen solche Aufnahmen an einen Waldrand. Dann können wir mit dem Apparat im Schatten bleiben Blick aus dem Walde heraus, oder auch aus einem Brückenbogen, sogar aus dem Fenster und die Person, ist selbst bei hohem Sonnen­

stände so beleuchtet, wie wir es wünschen. Konnten obige Belichtungszeiten in ganz freiem Gelände, ohne nahe Bäume, noch etwas verringert werden, so müssen wir bei den soeben geschilderten Auf­nahmen doch länger belichten, da sie oft auch einige Zweige oder schmale Birkenstämme als Rahmen vertragen, empfiehlt sich außerdem meist ein Ab­blenden bis 12. (Entfernung kaum unter drei Me­ter.) Für eine Belichtung von V25 mittag und V10 abends muß also nahezu Windstille herrschen.

So ist für jede Gruppe von sommerlichen Per- sonen-Aufnahmen zu bedenken, was jeweils bild­wichtig ist, um die innere Harmonie des Bildes zu schaffen. Das ist auch anzuwenden auf Spiel und Sport, Gymnastik und Tanz, Strand- und Bade- leben, und alles andere.

Wirtschaft.

Starke Flüssigkeit der Banken im Zeitpunkt der Anleihebegebung. Soeben sind die Zwischenbilanzen der Banken für Ende Juni erschienen. Die Auswirkungen der Anleihezeichnung kann in ihnen naturgemäß noch nicht erkennbar sein. Immerhin wird aus den Zif­fern deutlich daß sich die günstige Einlageentwick­lung der Vormonate fortgesetzt hat, die die Vor­bedingung für den vollen Zeichnungserfolg war.

Der Zeitpunkt der Anleihebegebung war somit richtig gewählt. Er war richtig gewählt auch im Hinblik darauf, daß die Banken einen sehr hohen Grad der Flüssigkeit aufweisen und somit in der Lage sind, die reibungslose Abwicklung der Ein­zahlungen wirksam zu unterstützen. Ziffernmäßig kommt diese Flüssigkeit in dem Satz für die bank­mäßige Liquidität zum Ausdruck, der zum Beispiel für den Durchschnitt der Berliner Großbanken Ende Juni über 38 v. H. beträgt und damit weit über der Höchstnorm von 30 v. H. liegt, die das Reichsgesetz für das Kreditwesen den Banken vorschreibt. Ver­stärkt wurden im Juni insbesondere wieder die Wechselbestände, bei den Großbanken um insge­samt 70 Millionen Mark, von denen Zweidrittel auf längerfristige Abschnitte entfällt, die aus der Finanzierung der öffentlichen Arbeitsbeschaffung anfallen.

Banken im Außenhandelsgeschäft.

Bei dem großen Anteil, welchen unsere Banken an der Finanzierung des deutschen Ein- und Aus­fuhrhandels haben, ist es naturgemäß, daß der Umfang dieses Handelsvolumens entsprechende Rück­wirkungen auf die finanzielle Betätigung der Kreditinstitute hat. Im Gegensatz zu der Welt­produktion, die in zahlreichen Ländern den Stand der Vorkriegszeit bereits wieder erreicht oder so­gar überschritten hat, bleiben die Welthandelsum­sätze noch stark hinter den Zahlen der Hochkonjunk­turjahre von 1928/29 zurück. Diese Entwicklung gilt besonders für Deutschland. Allerdings darf aus dem wertmäßigen Rückgang um etwa zwei Drittel der Wert des Welthandels betrug 1929 284 Mil­liarden Reichsmark, 1935 nur noch 96,6 Milliarden Reichsmark nicht etwa der Schluß gezogen wer­den, daß die Bedeutung des internationalen Güter­verkehrs für die Versorgung der Völker in dem gleichen Maß zurückgegangen ist. Zum weitaus größten Teil ist die wertmäßige Verminderung des Welthandels auf den Preissturz fast aller Welt­handelsgüter zurückzuführen. So betrug der für 1928 gleich 100 errechnete Preisindex 1935 nur noch 47. Das Volumen des Welthandels hat sich im Gegensatz zu der wertmäßigen Entwicklung, die ihren tiefsten Stand im Jahr 1934 erreicht hatte von seinem im Jahre 1932 erreichten Tiefpunkt in den letzten Jahren ständig, wenn auch langsam wieder erhöht. Rach den Untersuchungen der wirt­schaftlichen Abteilungen des Völkerbundes ist das Welthandelsvolumen feit 1932, wo 74 v. H. der im Jahre 1929 umgesetzten Mengen auf den Weltmarkt gelangten, bereits 1933 auf 75,5 0. H. und 1934 auf 77,5 v. H. gestiegen. Für 1935 ist mit einer weiteren Zunahme um 2 bis 3 v. H. zu rechnen, so daß der Welthandel mengenmäßig nur noch um ein Fünftel hinter dem Umfang von 1929 zurückbleibt.

Wenn auch für die deutschen Verhältnisse die Entwicklung nicht in allen Teilen so günstig ver- laufen ist, so haben doch auch bei uns die Außen­handelsziffern sich in den letzten Monaten nicht mehr wesentlich verschlechtert, im Gegenteil, in man­chen Abteilungen gebessert. Die Banken dürften an dieser Entwicklung einen nicht unwesentlichen An­teil haben, und zwar sowohl durck ihre direkte, wie indirekte Hilfe. Wo immer sich die Möglichkeit ergab und wo es wirtschaftlich vertretbar war, haben die deutschen Kreditinstitute besonders der Exportindustrie finanziell tatkräftig zur Seite ge­standen. Infolge ihrer weitreichenden Beziehungen und Verbindungen mit dem Auslande haben unsere Finanzinstitute alle Kräfte und Mittel eingesetzt,

um dem deutschen Außenhandelskaufmann bei seiner schweren Arbeit tatkräftig zur Hand zu gehen. Vor allen Dingen find es unsere Großbanken, die durch die Pflege des Kompenfationsgeschäftes, den stän­digen Ausbau ihrer Devisen- und Außenhandels- abteilunaen usw. eine maßgebende Stütze unserer Exportwirtschast geworden sind. Unter schwierigsten Umständen ziehen unsere Kreditinstitute einen Stamm beweglicher und sachlich gut durchgebildeter Leute heran, die für die Pflege des deutschen Außenhandelsgeschäfts und für die Erneuerung der internationalen Kreditbeziehungen ein starkes Akti- oum darstellen.

Für die Wiederherstellung der alten kommer­ziellen Kreditbeziehungen zwischen den Jndustrie- und Rohstoffländern sind allerdings verschiedene Voraussetzungen nötig, auf die die verantwortlichen Führer unseres Bankwesens keinen direkten Ein­fluß haben. Auf der vor einiger Zeit abgehaltenen großen öffentlichen Kundgebung der Weltwirtschaft­lichen Gesellschaft in Düsseldorf hat der Engländer Lord Rioerdale of Sheffield diese Vor­aussetzungen zur Wiedergesundung der Weltwirt­schaft näher Umrissen: Besserung der politischen Verhältnisse zwischen den verschiedenen Staaten und Bereinigung der politischen Streitigkeiten, Regelung aller internationalen Schulden, Herbeiführung einer allgemeinen Währungsftabilisierung, ohne die der Welthandel nicht frei und sicher funktionieren kann, und schließlich Senkung der Zollsätze und Beseiti­gung von Handelshemmnissen aller Art, die heute den Austausch von Gütern und Dienstleistungen und den Personenverkehr auf der ganzen Welt hindern. Ebenso wie die verantwortlichen Führer des deutschen Bankwesens es schon so oft getan haben, richtete auch Lord Riverdale einen Appell an die Gläubigerstaaten, jetzt die Führung in die Hand zu, nehmen und einen wertvollen Beitrag zur wirtschaftlichen Gesundung der Welt zu liefern. Sollte dieser Appell endlich beherzigt werden, so kann man sicher sein, daß gerade das deutsche Bank­wesen seinen Verpflichtungen gegenüber der Export­wirtschaft und dem gesamten Außenhandel vollauf gerecht werden wird, denn sowohl in materieller, wie in personeller Hinsicht ist es bestens gerüstet für kommende Aufgaben, die der Hebung des Wohl­standes jedes einzelnen Volksgenossen dienen.

Rhein-mainischer Getreidemarkt.

In unserem Bezirk ist der R 0 g q e n s ch n i 11 hauptsächlich im hessischen Ried im Gange, so daß man dort in der nächsten Woche die ersten Anliefe­rungen erwarten darf.

Wintergerste wird vereinzelt angeboten, da die Landwirtschaft bestrebt ist, dieses billige Futter für den eigenen Betrieb zu verwenden. Es zeigt sich sowohl Kaufinteresse für Futterzwecke, als auch hauptsächlich für die Verarbeitung in den Malz­kaffeefabriken.

Der Hafermarkt verläuft ruhig. Das Ange­bot von nord- und süddeutschem Hafer genügt dem Bedarf, wobei den billigeren bayerischen Offerten der Vorzug erteilt wird.

Das Geschäft in Weizenmehl ist sehr leb­haft; man ist bestrebt, sich noch einige Vorräte zu­zulegen. Das Angebot ist besonders für den Juli nicht groß. Dagegen geht Roggenmehl etwas ruhiger um, da die Bäcker jetzt bald mit dem neuen Mehl rechnen.

Der Futtermittelmarkt ist zur Zeit ohne besondere Bewegung, der Hauptbedarf an Futter wird im eigenen Betrieb gedeckt. Die zusätzlichen Käufe erstrecken sich meist nur auf Kleie, Schnitzel und ölhaltige Futtermittel, während für die Schweinemast auch Fischmehl und Futtermehl ge­fragt wird.

Das Geschäft in Rauhfutter liegt ruhig. Für neues Heu zog der Preis leicht an auf 4,50 bis 5,00 Reichsmark (gegen 4.00) per 100 Kilo. Für Weizen- und Roggenstroh blieben die bisherigen Preise von 2,00 RM. je Doppelzentner in Geltung. Die Nachfrage ist allgemein klein.

Rhein-mainische Viehmärkte. >

Auf den Großvieh markten haben sich die An- lieferungen in dieser Woche etwas erhöht, doch ent- l prachen die Auftriebe auf allen Märkten nicht ( der Nachfrage. Es erfolgte daher weiterhin Zutei- 1 luna an die' Metzger, während der zusätzliche Be- ( darf durch Lieferungen von ausländischem Frisch- c und Gefrierfleisch sichergestellt werden konnte. Das ( knappere Angebot von Rindfleisch genügt immer- i hin, um den dringenden Bedarf zu decken, der übrige Verbrauch hat sich schnell auf Schweine-, s Kalb- und Hammelfleisch umgestellt. <

Die sonst in den Sommermonaten sehr stark zu- rückgehenden Auftriebsziffern für Schwei n e nehmen zwar auch in diesem Jahre etwas ab, sie liegen aber immer noch höher als im vorigen Jahre. Die angelieferten Qualitäten sind durchschnittlich . mittel bis gut. Die Nachfrage der Metzger wurde durch Zuteilung voll befriedigt; jedenfalls ist der ' Anfall von Schweinefleisch ausreichend, um auch ; den Ausfall von Rindfleisch zu überbrücken.

In Frankfurt zogen die Preise für Kälber anfangs der Woche etwas an, ließen aber am Don- 1 nerstagsmarft noch 12 RM. unter die Preise der Vorwoche nach, im übrigen blieben die Notierun­gen gleich. Die Qualitäten waren mittelmäßig.

Die Schafmärkte wurden auch in dieser Woche vom Rindermarkt beeinflußt und hatten fast durchweg eine noch lebhafte Umsatztätigkeit. Die Qualitäten waren mittelmäßig. In Frankfurt konnten sich die Hammelpreise leicht erhöhen, für Schafe blieben sie unverändert. Die Märkte wurden ausoerkauft.

Mein-Mainische Börse.

TUittagsbörfe befestigt.

Frankfurt a.M., 24. Juli. Die Börse war nach den leichten Abschwächungen von gestern am Aktienmarkt gut erholt. Neben einigen Käu­fen der Kundschaft nahm die Kulisse Deckungen und Rückkäufe vor, so daß zu den ersten Kursen fast überwiegend Befestigungen von 0,50 bis 1 v. H. durchschnittlich eintraten. Das Geschäft war im ganzen nicht sehr groß, lediglich Spezialwerte hatten leb­hafteren Umsatz. Montanwerte standen im Vorder­grund und blieben auch im Verlaufe beachtet, un­terlagen allerdings mehrfachen Schwankungen. Bu­derus gewannen 2,25 v. H., Harpener 1,65, Hoefch, Mannesmann und Verein. Stahlwerke je 1,50 v. H. und Klöckner 1,75 v. H. sowie Rheinstahl 0,65 v. H., während Ilse Genuß 1,40 v. H. verloren. Lebhafter waren ferner AEG. mit 39,13 bis 39 bis 39,25 (39) auf die gemeldete Absicht der Verwaltung, sich nun­mehr mit der Sanierung zu befassen, wobei man mit 3:1 rechnet. Die übrigen Elektrowerte lagen still und meist 0,50 0. H. niedriger, Siemens 1 v. H., aber Schuckert 0,75 v. H. höher. Erhöhte Nachfrage fanden wieder Maschinenwerte, insbe­sondere Moenus mit 96,13 bis 96,75 (95), auch Junghans plus 1,40 v. H. und Muag plus 1,25 v. H., ferner Daimler Motoren 0,50 0. H. erholt. Gut erholt waren fobann Holzmann mit 132,25 (130,50), ferner stiegen AKU. weiter auf 58 (57,50). IG. Farben blieben still und lagen mit 170 (169,75) nur wenig höher. Westdeutsche Kaufhof etwas an- geboten und auf 54,25 bis 54 (54,75) abgeschwächt. Sonst eröffneten im einzelnen Cement Heidelberg, Bank für Brauindustrie, Reichsbank und Hapag etwas freundlicher, während Zellstoff Aschaffenburg 0,50 v. H. nachgaben.

Der Rentenmarkt blieb weiter sehr still. Alt- besitz etwas schwächer mit 112,25 (112,50), dagegen Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,f3 v. H. höher Kom- munal-Umfchuldung, Zinsvergütungsscheine und späte Schuldbuchforderungen lagen unverändert. Fremde Werte lagen still.

In der zweiten Börsenstunde lag der Aktien­markt sehr still und nahezu unverändert. Die nach den ersten Notierungen eingetretenen leichten Steigerungen bei einigen Montanwerten blieben gut behauptet. Etwas fester waren Daimler mit 133 nach 132,50, Rheinmetall mit 148,50 nach 148,25, dagegen RWE. 140 nach 140,25 (140,13). Rhein. Braunkohlen n. P. 230 (232,50), anderer­seits Accumulatoren 217 (215), Elektr. Lieferungen 135,25 (134,50), AG. für Verkehr 119 (118,25) und Mansfeld n. P. 145 (143,75).

Am Rentenmarkt gingen zertif. Dollar- Bonds im Verlaufe etwa 0,25 bis 0,40 v. H. zurück auf 68. Goldpfandbriefe, Kommunal-Qbligationen und Stadtanleihen lagen unverändert. Liquida- tionspfandbriefe bröckelten teilweise 0,13 v. H. ab, Rhein. Liquidation0,40 auf 101,40. Von Aus­landsrenten notierten Mexikaner durchweg 0,13 v. H. höher.

Im Freiverkehr gingen Adlerwerke au 117,50 (118,50), während Auto-Union auf der er­höhten Abendbörsenbasis von 137 behauptet lagen; im übrigen wiesen die Kurse keine Aenderung au . Tagesgeld war knapp und gesucht und stellte sich auf 3 (2,50) v. H.

Abendbörfe gut behauptet.

Die Abendbörse nahm bei kleinem Geschäft am Aktienmarkt einen gut behaupteten Verlauf.

Für Montanwerte erhielt sich etwas Nachfrage, so daß hierfür noch mäßige Befestigungen eintraten, Buderus 116,50 (115,75). Auch IG. Farben auf kleine Deckungen etwas höher mit 170,50 bis 171 (170,25). Etwas leichter lagen AKU. mit 57,65 (58) und Westdeutsche Kaufhof mit 55,40 bis 55,13. Am Einheitsmarkt erhöhten sich Großbankfilial­aktien leicht, DD.-Bank und Dresdner Bank 105,75 (105,50), Commerzbank 103,50 (103,40). Der Ren- tenmarft blieb fehr ruhig. Zertif.

11. a. notierten: Altbesitz 112,40, 6 v. H. IG. Farben 130,65, 4 v. H. Rumänen 5,50, Adca 90, Commerzbank 103,50, Badische Bank 119,75, DD.« Bank 105,75, Dresdner Bank 105,75.

Frankfurter Vuttergroftmarkt.

Frankfurt q. M., 24. Juli. Der städtische Be­darf kann gedeckt werden, wenngleich die Zufuhren des Inlandes infolge des erhöhten Eigenbedarfes auf dem Lande und wegen des gestiegenen Frisch­milchverbrauchs klein bleiben. Indes zeigt sich aus den süddeutschen Gebieten eine mäßige Verstärkung der Anlieferungen. Die Einfuhr aus Holland ist zurückgegangen. Es notierten in RM. per 50 Kilo­gramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufs­preise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 148, feine Deutsche Molkereibutter 145, Deutsche Molkereibutter 140142, Landbutter 125, Holl. Butter 148. Am Fettmarkt blieb die Marktlage unverändert, auch die Preise hielten sich auf der gleichen Hohe wie in der Vorwoche. Deutsches Schmalz 100. Margarine: A 97, B 86, C 56 RM. je 50 Kilogramm.

Frankfurter Eiergroßmarkt.

Frankfurt a. M., 24. Juli. Die Versorgungs- läge bleibt im allgemeinen unverändert. Vom Aus­land lagen Holländer, Dänen und Flandern vor, die aber den Bedarf noch nicht voll zu decken ver­mögen. Die Aufkaufspreife beim Erzeuger wür­gen gegen die Frühjahrs- und Sommerpreise wie olgt festgesetzt: Für den Osten auf 1,45 RM. (gegen bisher 1,151,20), für das übrige Reich auf 1,50 (1,20 bis 1,25) je Kilogramm. In Auswirkung davon lauten die Großhandelsverkaufspreife je Stück frei Frankfurt a. M. nunmehr wie folgt: Deutsche Markeneier S 123/413, A II3/-,12, B 103/411, C 1010V4, D 9V49V2. Holländer und Flandern S 1212V4, A 11IIV4, B 10101/4. Dänen S 12 bis 12%, A 1111%, B 1010%, C 9%9%.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 24. Juli. Die starken Zu­fuhren von Bohnen, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Weißkraut und Wirsing halten an; die übrigen Gemüse arten waren ausreichend angeboten. Geschäft im allgemeinen sehr schleppend, nur Erb­sen blieben bei weiter gestiegenen Preisen lebhaft gefragt; sonst traten keine Veränderungen ein. Ausländische Tomaten bei zufriedenstellendem Ge­schäft und unveränderten Preisen gut angeboten. U. a. notierten: Blumenkohl I 40 bis 60, II 25 bis 35, III 15 bis 22, Bohnen: Pfälzer 6 bis 8, Gärt­ner 10 bis 14, Stangen 20 bis 22, Wachs 13 bis 15, Erbsen 18 bis 22, Eskarol 8 bis 12, Gurken: (Salat) Treibhaus 15 bis 30, 13 bis 18 holl., Ein­machgurken: Essig 100 Stück 0,70 bis 1,30, Salz 1,20 bis 1,80, Karotten Bündel 3 bis 4, V2 kg 4 bis 5, Kartoffeln: Böhms 4,90 bis 5, Erstlinge 5,30 bis 5,40, Kohlrabi 2V2 bis 4, Kopfsalat 4 bis 8, Pilze: Pfifferlinge 25 bis 30, Stein 30, Rettich Bündel 7 bis 8, Stück 4 bis 10, Rote Rüben 8 bis 12, Rotkraut 5 bis 8, Spinat: Blätter 14 bis 15, Wurzel 13 bis 15, Tomaten (Treibhaus) 20 bis 26, 15 bis 20 bulgar., 17 bis 20 ital., Weiß­kraut (Spitzkohl) 2V2 bis 4, Wirsing 3 bis 4, Zwie­beln: Gärtner 6V2 bis 7, Pfälzer 6V2 bis 7, Perl 12 bis 16 holl.

k Obst: Starkes Angebot von Zuckerbirnen, in Heidelbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren ( zurückgehend. Sommeräpfel, Himbeeren und Pfir- t fiche genügend am Markt. Pflaumen und Früh- zwetfchen nur gering angeboten. Geschäft lebhaft. Preise für Heidelbeeren höher, für Zuckerbirnen und Himbeeren gefallen, im übrigen unverändert. Ausländische Aprikosen gering angeboten, Preise j höher. U. a. notierten: Sommer-Aepfel 15 bis 35, Aprikosen 35 bis 40 ungar., Zuckerbirnen 8 bis , 12, Brombeeren 40 bis 42, Heidelbeeren 23 bis 27, t Himbeeren (Garten) 30 bis 38, Preß-Himbeeren 25, Johannisbeeren 11 bis 15, Sauer-Kirschen 24 bis , 28, türkische Kirschen 21 bis 24, Mirabellen 32 bis 38, Pfirsiche 28 bis 40, 29 bis 38 ital., Pflau- ' men 28 bis 30, Sufinen 36 bis 42 ital., Spillinge > 30 bis 35, Stachelbeeren 10 bis 25, Zitronen 150 Stück 9 bis 9,50, Zwetfchen 40 bis 42.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen

' gibt Auskunft: 627: Bekanntmachung KP 169 der ' Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 629: Die Einfuhr von Postpaketen mit Nachnahme bis zu 50 Lire in Italien. 630: BroschüreBegleitpapiere für Auslandssendungen", 14. Auflage, Stand Mitte Juli 1936, liegt bei der 1 Kammer vor und ist zum Preise von 0,50 RM. . erhältlich.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt desch loffenen Dividende an. Reichsbankdiskvnt 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

) ranktun a. 2J1.

Berlin

Schluß- hird

Schloßt. Abeno- börle

Schluß­kurs

Schluß!. Dlittag« bürfe_

Dalnm

23-7 |

24 7

23-7

24.7

6% Deutsche Rerchsanlethe v. 1927

101

101

101

101

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,4

97.4

97,4

97,4

b'/r^o Doung-Anlkthe von 1930 ..

102,5

102,25

102,13

102

Deutjche Anl.-Ablös.-Schuld mti

Auslos.-Rechten ............

112,5

112,4

112,4

112,5

4Vi% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

_

100,1

100,1

lViZ> ehem. 8% Hessischer Bolls Haat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

98,75

98,75

98,75

4Vi% ehem. 8% Hessische Landes . baut Darmstadt Gold R. 12...

97

97

97

97

5y2% ehem. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

101

101,13

_

4/j% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldichuldverichr R.«

93,75

93,75

_

Oberhesjen Provinz-Anleihe mb Auslos.-Rechten ............

123

123

124

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

119,25

119,5

119,5

119,65

<%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bani Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

97

97

_

97

6y2% ehem. 4>/2% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Pfandbriefe......

101,3

101,25

_

_

b-/r% ehem. 4-/r% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse. ...

101,75

101,4

101,25

101,4

*y.% ehem. 8% Pr. Landespfan» vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97,5

97,5

97,5

97,5

*y.% ehem. 7% Pr. Landespfank

briefanst., Gold Komm. Obl. 20

95

95

95

Steuergutlch.Berrechnungsk. 34-38

109,5

109,5

109,5

109,5

4% Oesterretchische Goldrente...

4,20% Oesterretchische Stlberrente

30,25

29,65

30,5

2,75

2,6

9,2

2,65

2,6

4% Ungarische Goldrente.......

9,13

9,25

9,13

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,65

8,65

8,65

8,55

4y?/0 desgl. von 1913..........

8,9

8,8

8,9

8,25

6% abgeft. Goldmexikaner von 99

14,65

14,8

14,5

14,9

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I....................

-

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurs

Gchlußi. Abend­börse

Schluß- kurü

Schluß!. Mittag- börle

Datum

23.7

24.7-

23.7.

24.7.

4% oesgi. Lene n..........

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6,75

6,7

6,55

6,7

4y2%Ruman.vereinh.Reniev.l913

10,13

10,25

10,13

10,25

4% Rumänische vereinh. Rente

5,5

5,5

5,5

5,55

2y*% Anatolier............

44,5

44

44

Hamburg-Amerika-Paket .....

0

15,13

15,25

15,65

15,65

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

46,25

48

Norddeutscher Lloyd .........

0

16,75

16,75

16.9

16,9

A.G. für Berkehrswesen Akt. ..

0

118,25

119,5

118,5

119

Berliner Handelsgesellschaft ...

6

127

127

Commerz- und Privat-Bank ...

4

103,25

103,5

103,75

103,4

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................

4

105,5

105,75

105,5

105,5

Dresdner Bank..............

4

105,5

105,75

105,5

105,5

Reichsbank ................

IV

196

196,13

196,9

195,75

A.E.G......................

0

39

39,13

38,9

39,13

Bekula.....................

8

155,75

155,5

155,75

155,75

Elektr. Lieferungsgesellschaft...

6

134,5

135,75

135

136

Licht und Kraft .............

7

158,5

159

158

159,4

Felten & Guilleaume.........

4

140

139

139

139,5

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

145

145

145

145

Rheinische Elektrizität ........

6

134,75

134,5

134,25

134,13

Rhein. Wests. Elektr..........

6

141,13

140,25

140,25

140,13

Schuckert LCo...............

6

163,75

164,75

164,25

164,75

Siemens L Halske............

8

206,5

205,5

206,5

206,5

Lahmeyer & Co..............

7

146

145,5

145,5

145

113

116,5

112,9

115,75

Deutsche Erdöl ..............

4

133,5

135

134

135

Harpener.................

'/-

129

131

128,5

130,5

Hoejck EisenKöln-Neuessen .

3

118,25

120,5

118,75

121

Ilse Bergbau ...............

6

174,75

174,75

Ilse Bergbau Genüsse........

6

140,4

139

139

139,5

Klöcknerwerke ...............

3

116

118,75

116,5

119

Mannesmann-Röhre»........

3

110,75

112,75

110,5

113

Jrantfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß- kurs

Schluß!. Mittag- börse

Datum

23.7.

24.7

23.7.

24.7.

Mansselver Bergvau.......

ey.

145

144,5

146

Kokswerke ................

.. 6

134

134,4

Rheiniiche Braunkohlen ....

. 12

230

232,25

230

Nheinstahl ................

.. 4

147,75

149,5

148

149,5

Bereinigte Stahlwerke......

»'/-

110,65

112,9

110,5

1 12,75

Olavi Minen .............

.. U

28,9

29,13

29,13

29,13

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

127,65

127,75

127

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

127

126,5

127,25

127

Kaliwerke Salzdetfurth.....

?y,

183

183

183

183

I. G. Farben-Industrte.....

.. 7

169,75

171

170,13

170,25

Scheideanstalt.............

.. 9

271

271

Goldschmidt ..............

.. 5

115,5

114,75

116

114,25

Rütgerswerle .............

.. 6

134,75

134

134,65

134,25

Metallgeiellschaft...........

.. 6

140,5

140

140,5

140

Philipp Holzmann.........

.. 4

130,5

132,25

130,4

132,5

Zementwerk Heidelberg ....

.. 7

149,5

150,5

1 -

-

Cemenlwerk Karlstadt.......

.. 6

-

-

-

-

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

_

_

111

110,75

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

57,5

57,65

57,5

57,75

Bemberg.................

.. 6

86,25

87,5

87,4

87,65

Zellstoff Waldhof ..........

.. 6

154

152,75

153

154

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

118,75

118,25

118

118,5

118,9

Dessauer Gas .............

.. 7

118,75

Daimler Motoren..........

.. 0

132

133,5

131,9

133,13

Deutsche Linoleum.........

.. 8

174,75

175

174,65

174,9

Orenstetn & Koppel ........

.. 0

89,5

89,4

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

54,75

55,13

55

55,25

Chade ....................

.. 9

411

407

410

407

Accumulatoren-Fabrik.....

. 12

215

217

215,5

217

Conti-Gummi.............

. 11

186

188,5

187,25

188,5

Grihner.................

.. 0

38

I 38

37,75

37,4

Mainkraftwerke Höchst a.M.

.. 4

98

-

-

Süddeutscher Zucker......

. 10

223

I 223

223

-

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

23.3uü

24 Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Buenos Aire

0,678

0,682

0,680

0,684

Brüssel ....

41,94

42,02

41,92

42,00

Rio de Jan.

0,143

0,145

0,143

0,145

Sosta .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

55,70

55,82

55,65

55,77

Danzig....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,475

12,505

12,465

12,495

Helsingfors.

5,495

5,505

5,485

5,495

Paris .....

16,425

16,465

16,42

16,46

Holland ...

168,81

169,15

168,76

169,10

Italien.....

19,53

19,57

19,53

19,57

Japan ......

0,727

0,729

0,727

0,729

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,70

62,82

62,64

62,76

Wien.......

48,95

49.05

48,95

49 05

Lissabon....

11,335

11,355

11,325

11,345

Stockholm...

64,32

64,44

64,27

64,39

Schweiz ....

81,18

81,34

81,13

81,34

Spanten...

33,92

33,98

33,92

33,98

Prag.......

10,285

in 9ns

Budapest ..

_

_

Reuyork ...

2,481

2,488

2,485

2,489

Banknoten

Berlin, 24. Juli

Geld

Brief

Amertkanische Noten.......

2,437

2,457

Belgische Noten...........

41,80

41,96

Dänische Noten ..........

55,45

55,67

Englische Noten ..........

12,43

12,47

Französische Noten........

16,37

16,43

Holländische Noten........

168,34

169,02

Italienische Noten.........

Norwegische Noten .......

62,42

62,68

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

64,05

64,31

Schweizer Noten..........

81,00

81,32

Stianilchi» Noti-n..........

Ungarische Noten................