Ausgabe 
25.3.1936
 
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rung zur Verfügung stellen.

Vertagung des Völkerbnudsrats

gewiesen.

Ltom'ld)en Proto ß. kommenZ

reiches bedeuten könnten. Er

Oer Aermste in Deutschland kann alles werden, wenn er etwas leistet

Die Reichswahlkampfleitung.

3.21.: Hugo Fischer.

Der Hauptamtsleiter des 2lmtes für Hand­werk und Handel der NSDAP., Dr. v. R e n - teln, erläßt dazu folgenden 2lufruf:

Acht Millionen schaffender Volksgenossen aus Handwerk und Handel danken dem Führer am 2 9. März aus vollem Herzen für Ehre, Frieden und Arbeit. Dem Rufe zum Gemeinschaftsempfang am Freitagnachmittag aus den Kruppwerken in Essen folgen die Männer und Frauen des deutschen Handwerks und Handels ebenso begeistert, wie sie den Appell des Führers am

Samstag, dem 28. März, 20 Uhr, aus Köln mit­erleben werden. Die Werkstätten und Betriebe schließen zum Empfang der Führerrede aus Essen amFreitagvonlö Uhr bisl^Uhr! Der Führer ruft, wir alle folgen!"

Luftstreitkraft von 5000 Fliegern besitze und eine der größten Militärmächte der Welt sei. Mit diesem Bündnis besitze Frankreich jetzt eine überwäl­tigende Stärke. Wenn die Frage eines neuen Militärbündnisses nicht mit äußerster Sorgfalt be­handelt werde, dann würde das bedeuten, daß England auf Wunsch eines anderen Staates in einen Krieg verwickelt wer­den könnte Die Rede des räterussischen Vertreters

Lord Lothian warnt vor einem Militär- bündnis mit Frankreich.

Aufrufe der Wirtschaft zum Gemeinschasisempfang.

Berlin, 24. März. (DRB.) Der Leiter der Reichsgruppe Handel, Prof. Dr. Lüer, erläßt folgenden Aufruf zum Gemeinschaftsempfang am 27. März:

In der Front aller schaffenden Volksgenossen tritt der deutsche Handel mit den Hunderttausenden sei­ner Betriebe und den Millionen seiner Berufskame­raden beim Gemeinschaftsempfang am kommenden Freitag anzumletzten Generalappellder Betriebe vor derWahl. Im Innersten freu­dig überzeugt von dem geschichtlich verpflichtenden Sinn seiner Entscheidung am 29. März hört jeder deutsche Kaufmann die Schlußansprache an die Na­tion, die der Führer am Samstag an alle richten wird. Erfüllt von der Kraft seines Willens und ge­stärkt von der Verantwortungsfreudigkeit seiner Tat folgt ihm mit dem ganzen deutschen Volk der deutsche Handel auf dem Wege zur Freiheit und Ehre!

tausch nahm der Rat die folgende Entschlie­ßung an:

Der Rat dankt dem Vertreter Eng­lands für seine Mitteilung vom 20. März 1936, in der der Wortlaut der Vorschläge über­mittelt wird, den die Vertreter der Völkerbunds­mitglieder, die Unterzeichner des Vertrages von Locarno sind, entworfen haben und der jetzt von den betreffenden Regierungen erwogen wird. Der Rat ist der Auffassung, daß jede weitere Aktion im Hinblick auf die im Gang befindlichen Besprechungen zur Zelt in der Schwebe gehalten werden soll. Der Rat ersucht die besagten Re­gierungen, ihn über die Fortschritte auf dem laufenden zu halten und beschließt, wieder zu­sammenzutreten, sobald die Umstände eine wei­tere Erwägung der Fragen wünschenswert machen."

Man einigte sich ferner darüber, daß der Präsi­dent ermächtigt werden soll, den Rat einzuberusen, sobald ihm dies notwendig erscheint und daß die eventuelle weitere Zusammen­kunft der gegenwärtigen außerordentlichen Ta­gung in Genf abgehalten werden soll.

London, 25. März. (DNB.) Im Oberhaus äußerte Lord L o t h i a n seine Besorgnis über die Möglichkeit eines englisch-französischen Militärbündnisses. Flandin und van Zee- land hätten die Vereinbarungen mit England als ein Militärbündnis zwischen England, Frankreich und Belgien bezeichnet. Er zweifle daran, daß diese Auslegung zutreffend sei und halte es für .... . v ,i-21 f -c o r t klar-

sich zu einem solchen gemeinsamen Handeln ent­schließenden Nationen. Es ist daher diese deutsche Aktion der endlichen Wiederherstellung der vollen Souveränität des Reiches in seinem eigenen Gebiet nicht zu trennen von den von der deutschen Regierung den anderen Völkern vorgeschlagenen Vereinbarungen für eine allgemeine europäische Friedenssicherung.

2. Wenn die anderen Staaten und Regierungen bereit sein sollten, auch ihrerseits den Weg zu einer solchen neuen europäischen Frie­denssicherung zu suchen, dann können sie aber nicht die elementaren Grundlagen und Voraus­setzungen einer solchen In die Zukunft weisen­den Entwicklung von vornherein ablehnen. Denn darüber sollte Klarheit bestehen: dau­ernde Vereinbarungen der europä­ischen Rationen mit dem Ziel einer wirk­lichen Garantierung des Friedens können nur abgeschlossen werden in einer Atmosphäre der verständnisvollen Anerkennung und Berücksichtigung der natürlichen gleichen Lebens­und politischen Rechte aller daran beteiligten Völker. Jeder Versuch, die Reuordnung Europas mit den alten Methoden einer haßerfüllten Zweiteilung der Ratio­nen in Mehr- oder Minderberechtigte, in Diffa­mierte und Ehrenvolle oder gar in Diktierende und Unterworfene einzuleiten, muh, weil unter den alten und als verderblich erwiesenen Vor­aussetzungen begonnen, zum selben Ergebnis führen, d. h. die neue Regelung wird nicht besser sein als die alte. Es würde von Ruhen für die weitere Entwicklung in Europa fein, wenn man auf allen Seiten verstehen wollte, daß Verträge und Diktate im Völker­leben eine rechtlich verschiedene Wertung erfahren. Das Diktat wird wohl für den Sie­ger einen Rechtsanspruch zu beinhalten schei­nen, von dem Besiegten aber stets als eine wider das Recht erfolgte Verge­waltigung angesehen und demgemäß beur­teilt werden. Rur Verträge, die von Gleich­berechtigten, aus freiem Willen und freier Ueberzeugung abgeschlossen werden, können den Anspruch darauf erheben, von beiden Partnern die gleiche und andau­ernde heilige Achtung zu erfahren. Deutsch­land hat mit der Wiederherstellung der Sou­veränität in seinem Reichsgebiet erst d i e Voraussetzung geschaffen, um solche wirk­lichen Verträge abschliehen zu können. Zu die­sem Zweck und unter dieser Voraussetzung hat die deutsche Regierung ihrerseits die bekannten Vorschläge unterbreitet und steht auch heute noch zu ihnen.

Königlich Britischen Regierung folgen zu müs­sen, um ihrerseits durch die Unterbrei­tung möglicher neuer Vorschläge zu einer Lösung dieser europäischen Frage bei- zutragen. Die deutsche Regierung möchte daher auch in diesem Dokument sich nicht in Einzel­heiten über die von ihr abzulehnenden Punkte ergehen, sondern sie möchte sich dies vorbehal­ten, um diese ihre ablehnende Stellungnahme in Verbindung zu bringen mH einem neuen eingehenden Vor­schlags^ die Ueberwindung der europäischen Krise, den sie auszuarbeiten entschlossen ist. Sie wird diesen der Königlich Britischen Regierung übergeben mit dem aufrichtigen Wunsch, daß es dieser dann vielleicht gelingen möge, in ihm eine Grundlage zu finden für die Einleitung jener Verhandlungen, die den europäischen Völ­kern den Frieden und ihrem wirtschaft­lichen und sozialen Leben eine neue Be­fruchtung geben sollen.

Litwinow auf der Ratssitzung seiäußerst fin­ster" gewesen. Jeder, der Rußland kenne, sei sich bewußt, daß eine Uneinigkeit Westeuropas die beste Sicherheit für Sowjetrußland sei. Das Oberhaus möge überlegen, ob die Verpflichtungen, die Eng­land eingegangen sei, nicht das Ende des bri­tischen Weltreiches bedeuten könnten. Er hoffe, daß England nicht mit irgend etwas, was die Bedeutung eines Militärbündnisses mit einer europäischen Macht habe, in die bevorstehende Kon-

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ferenz eintreten werde.

Der Lordkanzler, Lord Hailsham, beantwor­tete die Ausführungen Lord Lothians auswei­chend und sagte, es läge seiner Ansicht nach nicht im Interesse Englands und des Weltfriedens, wenn er im gegenwärtigen Augenblick eine Erklärung zu der von Lord Lothian aufgeworfenen Frage ab­geben würde. Er könne jedoch eines sagen, daß nämlich die gesamten Verpflichtungen, die England bisher eingegangen sei, in dem Weißbuch aufge- fllhrt seien. Es gebe keine geheime Derstän- digung irgendwelcher Art außerhalb dieses Schriftstückes.

Die Türkei

will die Dardanellen befestigen.

London, 25. März. (DNB. Funkspruch.) Der türkische Außenminister unterrichtete die übrigen

London, 24. März. (DNB.) lieber die nicht­öffentliche Sitzung des Völkerbundsrates vom Dienstagnachmittag wurde folgende amtliche Mittei­lung ausgegeben:

Der Völkerbundsrat trat heute unter dem Vorsitz des Präsidenten Bruce (Australien) zusammen. Der Präsident erinnerte an die Tatsache, daß der Völkerbundsrat von den Locarnomächten ein Dokument empfangen habe, in dem ge­wisse von ihnen erwogene Vorschläge enthalten waren. Aber die Angelegenheit war nicht offi­ziell vor den Rat gebracht worden und eine der interessierten Locarnomächte hatte wissen lassen, daß sie keine Entscheidung getrof- e n habe. Der Völkerbundsrat war nicht gebeten worden, eine Aktion zu unternehmen, noch war man an ihn gemäß Artikel 11 der Satzung heran­getreten. Der Präsident vertrat die Auffassung, daß der Rat dennoch die Pflicht habe, im Interesse des Friedens alle wünschenswert erscheinenden Maß­nahmen zu treffen und daß aus diesem Grunde die gegenwärtige Tagung nicht beendet, sondern l e - diglich vertagt werden, und daß schließlich der Rat wieder zusammentreten sollte, sobald es mög­lich erscheine, einen Weg aus der gegenwärtigen Schwierigkeit zu finden. Nach einem Gedankenaus-

lusleguna zutreffend fei uno yl sehr wichtig, daß die Angelegenheit s o f gestellt werde. Die Locarno-Politik sei zusarn- mengebrochen. Frankreich habe ein Militär­bündnis mit Sowjetrußland, das eine

Berlin, 24. März. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop hat heute abend dem britischen Staats- ekretär des Aeußeren, Anthony Eden, die nach- tehende vorläufige Antwort auf das ihm am 19. d. M. übergebens Dokument der Locarno­mächte überreicht:

Am 19. März hat der britische Staatssekretär des Aeußeren, Mister Eden, dem in London weilen­den Botschafter von Ribbentrop eine erste Kenntnis gegeben von dem in Frage stehenden Entwurf eines Vorschlags der Locarno­mächte Nach der erfolgten Zustellung dieses Schrift­stückes wurde die deutsche Regierung eingeladen, ihre Stellungnahme dazu zu übermitteln. Indem die deutsche Reichsregierung diesem Wunsche nachkommt, muß sie einleitend noch einmal die Grundsätze und Gedanken niederlegen, aus denen die innere Notwendigkeit ihrer Haltung ersichtlich werden wird.

1. Die deutsche Reichsregierung hat sich in der Ueberzeugung, daß durch das fr anzösi sch- sowjetrussische Militärbündnis die rechtlichen und politischen Voraussetzungen für den Rhein-Vertrag von Locarno beseitigt worden sind, ihrerseits entschlossen, die volle Souveränität über das gesamte deutsche Reichsgebiet endlich wie­der herzustellen. Sie hat aber den Einmarsch deut­scher Truppen in dieses Gebiet des Deutschen Rei­ches nicht angeordnet, um damit eine Aktion um ihrer selbst wegen durchzuführen, sondern sie hat sich zu dieser Aktion genötigt gesehen, um damit für Deutschland die Voraussetzungen zu schaffen, unter denen es einer neuen V e r e i n» barung über eine klare und vernünf­tige Organisierung des europäischen Friedens beitreten kann. Diese Voraussetzung wird 3U allen Zeiten nur zu finden sein in einer vollkommenen Gleichberechtigung der

der Auslandsorganisation, Gauleiter Bohle, auch dem Führer vorgestellt. Der Führer ließ die auslandsdeutschen Parteigenossen in feinem Wagen zur Deutschlandhalle bringen, damit ihnen Gelegenheit geboten ist, an der großen Wahlkundgebung teilzunehmen.

Fliegergeschwader Horst Wessel

Das Geburtstagsgeschenk der SA.

B e r l i n, 24. März. (DNB.) Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe gibt nachstehenden Erlaß des Führers und Reichskanzlers bekannt:

Die Oberste SA.-Führung hat mir am 20. April 1935, meinem Geburtstage, irn Namen der gesamten SA. eine Flieger g r u P p e von drei Staffeln mit insgesamt 2 7 Iagdfl u g- zeugen zum Geschenk gemacht. Dazu befehle ich:

Das am 1. April 1936 aufzustellende Flie^r- geschwader in Dortmund führt fortan die Be­zeichnungFliegergeschwader Hör st W e s- s e l". Die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaf­ten des Geschwaders tragen am Rock ein Er - innerungsband mit dem NamenGeschwader Horst Wessel". Nähere Bestimmungen darüber er­läßt der Reichsminister der Luftfahrt.

Wenn ich so einem Fliegergeschwader den Namen Horst Wessel" verleihe und dabei die Sturm­abteilungen als Stifter Pate stehen lasse, tue ich es in dem Wunsch, der engen Ver­bundenheit der nationalsozialisti­schen Bewegung, insbesondere meiner SA., mit der jungen deutschen Flieger­truppe Ausdruck zu geben; ich tue es auch in der Gewißheit, daß K a m p f g e i st und Opfer - bereitschaft, wie sie einen Horst Wessel beseelt haben, die hohen Tugenden unserer Luftwaffe sind und bleiben mögen. Möge auch das neubeliehene Geschwader in der Pflege dieser Tugenden allzeit vorbildlich sein.

Berlin, den 24. März 1936.

Gez. Adolf Hitler.

Die Durchführung der Verkehrsstille.

Zur Durchführung des Aufrufes des Reichs­tagswahlkampfleiters wird noch bekanntgegeben:

Am Freitag, dem 27. März, um 16 Uhr, wird das Sirenensignal aus den Kr u p p- werken gegeben. Zu gleicher Zeit wird dieses Signal von den Sirenen und Alarmgeräten aller Fabriken, Werke, still ft ehender Lo- komotiven, Schiffen usw. im ganzen Reiche übernommen und eine Minute lang durchgeführt. Die Dienststellen der Reichsbahnverwaltungen, Reedereien bzw. die Be­triebsführer der Werke usw. werden daher gebeten, entsprechende Anweisungen zur Uebernahme des Signals in ihrem Arbeitsbereich zu geben.

Um 16 bis 16.61 Uhr tritt eine Minute Verkehrs stille in ganz Deutschland ein, so daß im ganzen Reich um 16 Uhr der Verkehr aus- setzt (mit Ausnahme der in Fahrt befindlichen Flug­zeuge, Eisenbahnen und Schiffe) und bis 16.01 Uhr ruht. Die Dienststellen der Verkehrseinrichtungen, die Reichsbahnverwaltungen, Straßenbahndirektionen und sonstige Derkehrsunternehmen werden hiermit aufgefordert, durch entsprechende Anweisungen die re st lose Durchführung dieser Derkehrsstille in ihrem Arbeitsbereich in der Minute von 16 bis 16.01 zu sichern. Auch die Privatbesitzer von Gefährten aller Art werden auf diese Mi­nute Verkehrsstille hiermit nochmals besonders Hin-

An den Handel wendet sich ferner der Reichs­betriebsgemeinschaftsleiter Handel, Joachim Wal­ter: Am Freitag, dem 27. März 1936, schließen von 15.55 Uhr bis 17 Uhr alle deutschen Handels­betriebe und hören im Gemeinschaftsempfang, was der Führer der Welt zu sagen hat. Am Samstag, dem 28. März 1936, um 20 Uhr, versammeln wir uns zu einem letzten Appell vor dem Führer an dem Lautsprecher.

Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Handwerk und Reickshandwerksmeister W. G. S ch m i b t ruft das Handwerk auf: Der Führer spricht am Freitag, dem 27. März 1936, von 15.55 Uhr bis 17 Uhr aus den Kruppwerken in Essen zum deutschen Volk. Während dieser Zeit r u h t d i e A r b e i t in den Werkstätten des Handwerks, denn jeder van uns hort die Rede des Führers mit.

Mitglieder des Völkerbundsrates davon, daß die Türkei auf ihrem Recht bestehen würde, die Dar­danellen zu befestigen, falls die Vor­schläge der Locarnomächte verwirk­licht werden sollten.

Das neue Dreimächte- Flottenabkvmmen.

London, 25. März. (DNB. Funkspruch.) Zum Abschluß der Flottenkonferenz schreibt derDaily Telegraph", das Hauptergebnis des neuen Abkom­mens fei die Beseitigung des Elementes der Heimlichkeit aus dem Flottenprogramm. Diese Tatsache verliere jedoch dadurch an Bedeu­tung, daß sich die Verpflichtung zur Mitteilung der Flottenrüstung auf drei Mächte beschränke. Die taktischen Vorteile, die durch das Abkommen erreicht werden, seien gering. Die Begrenzung der Schlachtschiffe sei auf 35 000 Tonnen mit einem Geschützkaliber von 14 Zoll festgelegt worden. Soll­ten aber nicht alle Unterzeichner des Washingtoner Abkommens sich für kleinere Kaliber bis zum Ende dieses Jahres entscheiden, so würde das 16-Zoll- Geschütz auf den Schlachtschiffen beibehalten werden.

Die Abrüstung ein Phantom.

Paris, 25. März (DNB. Funkspruck.) Bei dem Festmahl aus Anlaß des Stapellaufes des KreuzersGeorges Leygues" in St. Nazaire trat der Kriegsmarineminister für eine ftarfe Lan­desverteidigung ein. In den jetzigen schweren Stunden, so führte er u. a. aus, zeige sich deutlich die Wertlosigkeit jeder übereilten Ab- r ü ft u n g. Der einfältige aber unentschuldbare Traum der Leute, die an die Vervollkomm­nung der Völker glaubten, löse sich in e i n Nichts auf. Zwei Länder, die sich als die geisti­gen Führer der Welt fühlten, seien dieser Tendenz unterlegen gewesen, England und Frankreich. E n g I a n d sehe sich heute gezwungen, nachträglich 25 Milliarden Lösegeld für seine Traumbilder zu zahlen. Frankreich, das der Ansteckungsgefahr oes rein westlichen Pazifis­mus besser widerstanden habe, könne sich darauf beschränken, die Trugbilder zu bedauern und mit Wucherzinsen gewisse verheerende Einspa­rungen nachträglich zu bezahlen.

fei

lehnen, die geeignet sind, b i e Ehre der Nation erneut z u diffamieren oder die Gleichberechtigung in Frage zu st ei­len bzw. zu beseitigen.

4. Die deutsche Regierung und das deutsche Volk haben den tiefernsten Wunsch, nach der Wiederher­stellung der vollen Unabhängigkeit und Souveräni­tät des Reiches einen großen Beitrag 3 u m europäischen Frieden zu leisten. Sie sind weiter der Ueberzeugung, daß alle Versuche, d u r ch wirtschaftliche Konferenzen eine Besse­rung der sozialen Lage der Völker in Europa her- beizusühren, solange vergeblich sein werden, als es nicht gelingt, den europäischen Völkern so­wie ihren politischen und wirtschaftlichen Führungen das Gefühl einer unbedingten und an­dauernden Sicherheit zu geben. Diese Sicherheit kann aber nur in einer auf lange Zeit garantierten Festigkeit des Friedens liegen. Die deutsche Regierung macht keinen Hehl daraus, daß die Welt auf diesen Frieden als eine der sicher­sten Grundlagen für eine wieder ansteigende Wohl- ahrt der Völker mehr Wert legt, als auf irgend­welche in wirtschaftlichen Konferenzen auszuhan- delnde Hilfen, Unterstützungen oder Entlastungen usw.

Aus dieser Ueberzeugung hat die deutsche Re­gierung ihre Vorschläge der internatio­nalen Diskussion unterbreitet. Wenn sie daher gezwungen ist, den ihr vorgelegten Vorschlag für einen Vertragsentwurf der Locarnomächte in all jenen Punkten abzulehnen, die die Ehre und Gleichberechti­gung der deutschen Ration berüh­ren, so glaubt sie aber auch, aus der Erkennt­nis ihrer IHitoerantroortung für das Schicksal der europäischen Völker, den Anregungen der

fr nut, daß der Kan f ötr Nationalsozia itn zugute k Lmife in Estland nriannl wird, ereic Uatrgriffe, die keine fims mit dem De h friedliche Gru Ikürmaßnahmen s

Dr |ii den röm (SRom, 24. März, ß wurde der Wort SLN d r e i Z u s ä tz (iltollen vom 17 Mtzr lauten: Zusatz Nr. 1: 5 nangsches, der >2nzlerund deri -Hent,bie am 23. Wammen finb, /teile Utn Mmmenarbeit der .'Mrhaltung f^Uschastlichen 6 geführt hat. Ci den politischen, Absätzen der röm treu zu bleibe Lander an, in mit ömllan9 zu bringer fann- und be "n6 »i

Eine vorläufige deutsche Antwort aus das Locarnomemorandum

Alle diffamierenden Bestimmungen werden abgelehnt und ein neuer ausführlicher Gegenvorschlag für den 31. März angekündigt.

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In Erwägung dessen muß die deutsche Regierung der Königlich Britischen Regierung mitteilen, daß sie in dieser Woche der letzten Vorbereitung ihrer Wahlen rein technisch nicht mehr in der Lage ist, eine so umfangreiche und so sehr zu überlegende Arbeit sertigzustellen. Sie hält es außerdem für notwendig, den Botschafter Herrn von Ribbentrop zur mündlichen Klärung einiger wichtiger Fragen am Dienstag, dem 24. März, noch einmal nach London zu schicken. Die deutsche Regierung wird dann am Dienstag, dem 31. März, ihre eingehende Stellungnahme mit ihren positiven Vorschlägen der Königlich Britischen Regie-

3. Der Vorschlag für einen Vertragsentwurf, der der deutschen Regierung durch den britischen Staats­sekretär Mister Eden überreicht wurde, läßt aber jede Voraussetzung für die er­folgreiche Organisierung eines wirklichen dauerhaften Friedens vermissen, da er sich zunächst aufbaut auf einer neuen, für eine große Nation untragbaren Diskriminierung und auf einer abermals von vornherein schon ver­suchten Festlegung der Nichtgleichberechtigung Deutschlands mit den anderen Staaten. Würde die deutsche Reichsregierung zu diesem Vorschlag ihre Zustimmung aussprechen, so würde sie teilhaben an der Schuld einer sich daraus zwangsläufig er­gebenden, fortgesetzten inneren Ablehnung der unter solchen Voraussetzungen dem deutschen Volk aufge- nötigten demütigenden Unterwerfung.

Dies wird die deutsche Reichsregierung jedoch nicht tun. Denn es ist nach aller geschichtlichen Erfahrung unmöglich, auf einer solchen Grund­lage einen wirklichen und dauerhaften, weil aus freiem Willen und in gleicher Berechtigung von allen Seiten abgeschlossenen und damit respektierten Frieden herzustellen. Die deutsche Reichsregierung muß daher alle jene Bestimmungen des Vorschlages der Locarnomächte ab-

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