Ausgabe 
25.3.1936
 
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Mittwoch, 25. Marz 1956

lr.72 Erster Blatt

186. Jahrgang

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Die Glocken des Kölner Domes läuken

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soll jeden deutschen Mann und jede noch einmal daran gemahnen, daß

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Zeit würdig erweisen Pflicht erfüllen

Der Führer als des deutschen Volkes Waffenschmiede

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isen. gemein.

bet demonstrativsten Weise vor der ganzen Welt ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, sich hinter den Führer, seine Friedenspolitik, feine Politik der Ehre und Gleichberechtigung wie ein Mann zu stellen. Diese Minute Verkehrsstille

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19.50 Uhr mit ehernem Munde den

Friedensappell des Führers

der um 20 Uhr von den Messehallen

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alle grüßen i h n mit dem alten nationalsozia­listischen Kampfruf: Der Führer Sieg- Heil! Brausend schallt dieses dreifache Sieg-Heil dem Führer als Gruß entgegen.)

Drei Iahre", so fährt Dr. Goebbels fort, sind Sie, mein Führer, nunanderMacht. In diesen drei Jahren haben Sie das deutsche Wunder vollzogen. Sie haben was Sie 14 Jahre vorher gepredigt und versprochen hatten den Arbeitern Arbeit und Vrot, den Armen Nahrung und wärme im Win­ter, den Bauern gerechte Preise und Sicher­heit der Scholle, dem Volk die Einheit des Denkens und handelns, dem Reich aber Kraft, Freiheit, Souveränität der Grenzen und den Frieden gegeben. Das alles, mein Führer, dankt Ihnen die Ration. (Ein Sturm des Beifalls begleitet diese Feststellung.) Ihre Tat vom 7. März war dem Volk aus dem herzen getan."

Buchstäblich jeder einzelne Satz weckt rauschen­den Beifall, als Dr. Goebbels fortfährt:Das Volk weiß aber auch und will auch, daß dieser histo­rische Entschluß unangetastet bleibt. In diesem Sinne grüßt Sie, mein Führer, die freie Reichs­hauptstadt des freien Reiches. Ihre Person hat drei Jahre lang über die Nation Kraft ausgeströmt. Am 29. März aber wird die Nation ge­schlossen wie ein Mann aufmarschie­ren, um Ihnen Kraft zurückzugeben. Das ganze Volk weiß, daß Sie bei kommenden Verhandlungen die Freiheit und die Ehre der Na­tion bis zum letzten verteidigen und bewahren werden. Mögen die anderen an Zahl stärker sein und mehr Kanonen haben Sie haben mehr Men­schen, die fanatisch und geschlossen hinter Ihnen stehen. (Donnernder Beifall begleitet diesen Satz.) Sie sind nicht der Diktator des deutschen Volkes, Sie sind sein erwählter und vom Schick­sal gesandter Führer! Aus dem Volk kamen Sie und im Volk sind Sie geblieben. Sie waren und sind uns das Symbol einer nationa- len Ehrauffassung. Aber mehr noch als das: Sie waren und sind uns das Vorbild einer einfachen, spartanischen, mit einem Wort national­sozialistischen Lebensauffassung und Lebenshaltung. Sie sind für uns das neue, das junge, das mo­derne Deutschland, das leben will und das auch leben wird.

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gibt es kaum ein Fenster, das nicht in Weiß und Grün und Rot leuchtet und in das nicht Kerzen gestellt sind. Das helle Licht der Straßen­lampen gibt den Fahnen einen purpurnen Schein. Durch diese Straßen von Lichtern, Farben, Fahnen und Menschenjubel fährt nun stehend der Führer, immer wieder nach links und rechts grüßend. Wie die Welle eines Meeres, so folgt eine Jubelwelle der anderen.

Wir biegen nun ab vom Kaiserdamm, fahren zum Bahnhof W i tz l e b e n hinüber und dann durch das hier genau so dichte Spalier bis zur Deutschlandhalle. Der große Platz vor der Halle ist freigehalten für Zehntausende, die keinen Einlaß mehr finden konnten. An der ganzen Straße entlang, vom Knie bis zur Deutschlandhalle ziehen sich Lautsprecher, aus denen wir die Fetzen von den Klängen alter deutscher Märsche hören. Wir stehen nun im gleißenden Licht vor der Deutsch­landhalle. Unter den Klängen der Nationalhymnen schreitet der Führer die Front der Ehrenformatio­nen der Leibstandarte und des Arbeitsdienstes ab. Dann schreitet er, begleitet von Berlins Gauleiter Dr. Goebbels und den anderen, die auf dieser. Fahrt mit ihm sein durften, in die Halle hinein.

Dr. Goebbels grüßt den Führer.

Kommandoworte ertönen. Alles erhebt sich von den Plätzen, erklettert die Sitze, der Badenweiler Marsch erklingt. Und unter einem Jubel, der un­faßbare Ausmaße annimmt, betritt der Führer mit seiner Begleitung die Halle. Während er den Mittelweg entlangschreitet, recken sich ihm die Arme entgegen, grüßt ihn ein ohrenbetäubender, auf- und abschwellender Chor von Heilrufen. Als er nun auf dem Podium allen sichtbar wird, er­dröhnt die Halle von dem prasselnden Händeklatschen und dem Getrampel der Zehntausende. Wie Bran­dungswogen fluten immer neue Stürme der Ver­ehrung zu ihm auf, wenn er nach allen Seiten dankt.

Als der Sturm des Jubels sich gelegt hat, tritt Dr. Goebbels an das Rednerpult:Männer und Frauen des nationalsozialistischen Berlins! Die nationalsozialistische Bewegung in der Reichshaupt­stadt, das nationalsozialistische Berlin, die 20 000 in diesem Saal, die 200 000, die durch den Rund­funk in Paralleloersammlungen mit uns verbunden sind, die anderthalb Millionen, die dem Führer soeben auf den Zufahrtsstraßen zujubelten sie

Wer dem deutschen Volke sein Lebensrecht vorsnthält, will keinen wahren Frieden.

i^ahrne von in Bewegung befindlichen Zügen Flugzeugen,

eine Minute Berkehrspause und allgemeine Stille

ing'_jrbneL Die Ration hält während dieser

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ches, aus den Kruppwerkstätten in Essen, vor der gesamten deutschen Arbeiter­schaft und allen deutschen Soldaten sein Be­kenntnis zum Frieden wie zur Ehre und Gleichberechtigung der deutschen Ration ablegen.

Diese Kundgebung wird in allen Betrieben und Kasernen im G e m e i n s ch a f t s e m p- fang ausgenommen. Läden lassen während der Zeit von 16 bis etwa 17 Uhr Verkaufspause eintreten, um ihren Angestellten und dem Publi­kum Gelegenheit zu geben, die Rede des Führers zu hören.

Am Samstag, dem 28 März, begeht das ganze deutsche Volk in feierlicher WeisedenOeutschenDolkstagfürEhre, Freiheit und Frieden!"

Die nationalsozialistischen Formationen werden in Riesendemonstrationen die Ration zum gewal­tigen Masfenappell aufrütteln, von 18.30 Uhr ab füllen sich die Straßen der Städte und Dörfer mit den Millionenmassen des Volkes, die ihren Sammelstälten zuströmen, um den Füh- rer das letzte Mal vor der Wahl zu hören. 19.45 Uhr stehen die gesamten Kolonnen bereit. An allen Sammelstätten und in den Ver­sammlungen herrscht feierliche Ruhe.

müssen.

erster Arbeiter und Soldat wird sodann aus der des Deutschen Rei-

land Hinwegbrausen. In diesen Gesang fallen seinem Anfang an die Glocken ein und läuten Viertelstunde lang ihr

,,Khre, Freiheit und Frieden des deutschen Volkes!"

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2 Kilg, tonnten u,n9 ge. bei der 'gestellt b°ß die er Te- 'ch non gering, vesent-

in Köln pünktlich beginnt. Am Ende dieses Appells des ganzen Volkes wird von den Kölner Messehallen aus das Altniederländische Dankgebet angestimmt. Mit den Klängen die­ses Liedes, das von Köln aus über alle Sender bis in das letzte Dorf übertragen wird, mischt sich der Gesang des ganzen Volkes. Alle deutschen Volks­genossen im gesamten Reich stimmen stehend in diesen Gesang ein. Der Schluhakkord

»Herr mach uns frei!"

soll, von 67 Millionen gesungen, über ganz Deutsch-

Oer Führer spricht in einer Riesenkundgebung der Reichshauptstadt Treuebekenntnis der Berliner zum Führer.

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ichamt füi dfpiels um . Als Ter- genommen, i Handball der eigen- noch keine denjenigen, asten schon ie Gelegen- ise entspre- jel werden estellt aus verstehen, ige Kreis- 'Laufe des dere Kreist

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All das deutsche Bolk.

Seif Beginn des Wahlkampfes hak sich die Wucht dieser Massenkampagne von Tag zu Tag gesteigert. In überströmender Begeisterung hat dabei die zanze Ration ein freudiges und tief­inneres Bekenntnis zum Führer und )u feiner B e f r e i u n g s t a t vom 7. März ibgelegt. Die beiden letzten Tage vor der Wahl sollen nun dieses Bekenntnis noch einmal in einem gewaltigen Ausdruck vor dem eigenen Volk und ier ganzen Welt erhärten.

Am Freitag, dem 27. März, um 16 Uhr, wird der Führer von den Kruppwerken in Esten aus zu allen deutschen Arbeitern und Soldaten sprechen.

Hm 15.45 Uhr ertönt über alle Sender das Kom­mando:heißt Flagge!" Auf dieses Kommando werden in ganz Deutschland auf allen öffentlichen Gebäuden, Betrieben und Privathäusern d i e Mahnen gehißt. Kein Gebäude, kein Betrieb, lein Haus, keine Wohnung, von denen von dieser Stunde an bis zum Wählende nicht die Fahnen des reuen Deutschland wehen!

Um Punkt 16 Uhr werden die Sirenen der Kruppwerke eine Minute lang den Beginn des großen Friedensappells desFührers cnkündigen. In ihrem gellenden Ton aus Essen stimmen in ganz Deutschland von Fabriken, Schis­sen und Lokomotiven alle Sirenen mit ein. Damit uirb für die ganze Ration, für Betriebe und ihre Belegschaften, für Privatleute, Fahrzeuge, mit Aus-

Dann seht für alle deutschen Sender eine Funk­stille von 15 Minuten ein. Damit hat der Wahlkampf sein Ende gefunden. Am 29.März aber tritt die Ration geschlossen an die Wahlurne, um ihre Pflicht zu tun und dem Führer zu bestärken in seinem Glauben an das deutsche Volk und in seinem tapferen und un­erschütterlichen Kampf für Ehre, Freibeit und Frie­den der deutschen Ration.

Berlin, den 24. März 1936.

Dr. Goebbels.

In diesem Sinne, mein Führer, grüßt Sie Ihre Reichshaupt st adt, die Stadt der Ar­beit und des Fleißes, die Stadt auch der Treue zu Ihnen. Und ich fühle mich glücklich", so schließt Dr. Goebbels,der Dolmetsch des Dankes der Reichshauptstadt sein zu dürfen. Ein Volk sind wir, in einem Reich leben wir, einem Führer gehorchen und gehören wir! Der Füh­rer spricht!"

Jubelnder Beifall bricht aus, der zugleich der aus überschäumendem Herzen kommende Dank und Gruß an den Führer ist, der nun das Wort nimmt.

Der Führer spricht.

Einen solchen Empfang, wie er bei dieser Kund­gebung dem Führer des neuen Deutschland bereitet wurde, hat die Deutschlandhalle noch nicht erlebt. Und es schien, als wollten die Zehntausende, die hier seit Stunden auf diesen Augenblick gewartet hatten, beweisen, daß sich die Reichshauptstadt auch in ihrer Liebe, Anhänglichkeit und Treue zum Befreier und Erretter Deutschlands von niemand übertreffen lasse. Zugleich aber bewies sie mustergültige Disziplin und folgte sofort der Handbewegung des Führers, mit der er um Ruhe bat.

Meisterhaft zeigte Adolf Hitler in kurzen Strichen das Werden des neuen Deutschlands und die Vor­aussetzungen auf, die zu schaffen notwendig waren, um dieses Werden Tat werden zu lassen. In Ge­danken von weltgeschichtlicher Tiefe bekannte er sich unter atemloser Stille zu seinem Glauben an die ewige Lebenskraft des deutschen Volkes, und don­nernde Beifallsstürme unterstrichen seine von zwin­gender Logik erfüllten Sätze, in denen er das Lebensrecht des deutschen Volkes forderte. Wer unsdiesesLebensrechtnichtzubillige, der glaube nicht an Frieden und wolle auch keinen. Als der Führer der Vorsehung da­für dankte, daß gerade er dazu ausersehen sei, den Kampf um Frieden, Freiheit und Ehre für Deutsch­land zu führen, dankten ihm die Massen ergriffen. Ein wahrer Orkan aber, der minutenlang die Halle durchtost, bestätigt dem Führer, daß durch ihn das ganze deutsche Volk der Welt seinen Willen zu einem wahrhaften, ehrenvollen und aufrichtigen Frieden verkündet. Endlose Heilrufe und Hände­klatschen begleiten seine erneute Versicherung, daß Deutschland mit der Welt in Frieden und Freundschaft leben und seinen Beitrag zu diesem Frieden leisten wolle, daß es aber unmög­lich sei, diesem Volk noch länger Demütigungen zu- zumuten.

Bei der Aufforderung des Führers an das deutsche Volk, am 29. März sein offenes und freies Urteil über die Leistungen des nationalsozialistischen Re­gimes abzugeben und ihm zugleich Vollmacht für den weiteren Kampf um Ehre und Freiheit der deut- schen Nation zu erteilen, springen die Zehntausende von den Plätzen auf, rufen und jubeln minutenlang dem Führer zu. Kaum sind die Lieder der Nation verklungen, wiederholen sich die Ovationen. Tosend fallen die Zehntausende in das Sieg-Heil, das Dr. Goebbels auf das deutsche Volk und seinen Führer ausbringt, ein. Nach allen Seiten dankend, verläßt der Führer die Halle, begleitet von dem spontan an­gestimmten Kampflied:

Durch Groß-Berlin marschieren wir. Für Adolf Hitler kämpfen wir!"

Die Rückfahrt zur Reichskanzlei.

Während der ganzen Rede des Führers standen Zehntausende auf dem Platz vor der Deutschlandhalle. Sie standen entlang der ganzen 12 Kilometer langen Straße bis zur Reichskanzlei, die anderthalb Millio- nen Menschen, die der durch Lautsprecher übertra­genen Rede des Führers gelauscht hatten. Und all das, was sie während dieser Rede des Führers emp- fanden, das löste sich bei der Rückfahrt des Führers in unvergleichliches Jubeltosen, das die ganze Triumphstraße viele Kilometer weit erfüllte, wie das ferne Brausen eines Meeres.

Im Schritt-Tempo steuert Brigadeführer Schreck den Wagen des Führers durch die Bismarckstraße. Als wir uns am Knie im Wagen erheben, um über die Menschen hinwegzuschauen, da zeigt sich, daß die ganzen einmündenden Straßen weithin mit Menschen verstopft sind. Berlin bat sich selb st übertroffen, fast die Hälfte seiner Be- völkerung war an diesem Abenp unterwegs. Und das will für eine Weltstadt von so riesigen Aus- maßen etwas heißen. Niemand hatte sie organisiert und dorthin geschickt. Sie waren nur dem Zuge ihres Herzens gefolgt.

Die Saarpfalz erwartet heute den Führer.

Ludwigshafen, 24. März. (DNB.) Don Mund zu Mund ging schon seit Tagen die Kunde, daß der Führer am 2 5. März in Lud- wigshafen sprechen werde. Nun ist sie Wirklichkeit geworden. Es bedurfte kaum der An- kündigungen in den Zeitungen und durch Plakate. Hunderttausende aus den Städten des Saarlandes, aus den einsamen Dörfern des Westrichs und aus den schmucken Städtchen an der fröhlichen Wein­straße treffen schon Vorbereitungen zu einer freudi- gen Pilgerfahrt an den Rhein, um dem Führer des deutschen Volkes zu danken und Treue zu schwören.

Ausländsdeutsche Parteigenossen beim Führer.

Berlin, 24. März. (DNB.) 17 auslandsdeutsche Parteigenossen, alle Träger des Goldenen Ehrenzeichens, die am Dienstagmittag von Reichsminister Dr. Goebbels empfangen wor­den waren, wurden Nachmittags von dem Leiter

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Deutscher Volkstag für Ehre, Freiheit und Frieden!

Aufruf des Reichspropagandaleiters für die letzten Tage des Wahlkampfes.

erscheint täglich, außer Ä MH Annahme von Anzeigen

Sonntags und Feiertags BSS V für die Mittagsnummer

Beilagen: Die Illustrierte zA . A A A W A. A. jA bis8'/,Uhr des Vormittags

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SS (OWnCnCi AMMt SM infolge höherer Gewalt w Ä za* < < ** Stellen-,Vereins-,gemein-

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Des Führers Trmmphfahrt durch das jubelnde Berlin.

Berlin, 24. März. (DNB.) Berlin hat den Führer immer in seinen Mauern, und so mochte man vielleicht manchmal denken, daß seine An- ivesenheit in der Reichshauptstadt der Bevölkerung Io etwas wie eine Gewohnheit geworden wäre. Wer so dachte, der wurde am heutigen Dienstag- rbend eines anderen belehrt.

Wenige Minuten vor 20 Uhr verließ der Füh­rer die Reichskanzlei. Seine Fahrt ging von hier d^urch ein Ehrenspalier seiner SA., seiner r><5. und seines NSKK., das sich 12 Kilometer lang i» i s zur Deutschland-Halle, teilweise mehrere Glieder tief, hinzog; und dahinter stauten sich scho« von der Reichskanzlei ab bis zu den Mauern der Häuser die Menschen. Das Auswär- iige Amt und das Propagandaministerium hatten illuminiert. Am Hotel Adlon und am Bran­denburger Tor war das Gedränge beängstigend. Durch den nachtdunklen Tiergarten ging die Fahrt. Auch hier hatten sich viele Tausende eingefunden, bie ganz Klugen, die genau wußten, daß man hier fr en Führer am besten sehen konnte. Von der Straße .Inter den Linden ab über den Großen Stern und den Bahnhof Tiergarten bis zum Ausstellungs- xelände an allen Baustellen große Transparente: ..Daß wir hier bauen, verdanken wir dem Führer!"Ein Volk, ein Reich, ein Füh­ler",Der Führer kämpft für uns, wir kämpfen für den Führer!", so liest man an anderen Stellen. Nun sind wir am Bahnhof Tiergarten vorbei, und chon von fern schwillt ein Jubelbrausen an, bas uns kündet, was nun kommt.

Am Knie ist ein großes Triumphtor irrichtet:Die Reichshauptstadt grüßt den Führer", hier beginnt sozusagen der offizielle Einzug. Allein mm den Platz am Knie herum stehen wohl an die /-ehntausend Menschen. Alle Fenster des Hochhauses Hnb besetzt; aus den Dächern der umliegenden Häuser, auf den Balkonen, an den Fenstern drängt sich das Volk von Berlin, um den Führer zu sehen mnd zu grüßen. Hinter dem Spalier über die Pro­menade und Seitenfahrbahn hinweg bis auf die Bürgerfteige siehen dann tiefgegliedert seit vielen Stunden die Hundertausende. Arbeiter sind s zumeist, kleine Angestellte, Beamte, die diese ein­ige Gelegenheit, dem Führer in diesem Kampf für Deutschland ihre Treue sichtbar zu machen, benutzt laben. Vorn Knie bis zu den Ausstellungshallen