Tradition ist. Es müsse wieder
Vorteil des eigenen Platzes haben
kom-
Sommertage aus der Wasserkuppe, scheint gutes
kennen aufeigender Warmluftmassen. Hoch
Kernel
GJl.-fpont
Mein Zielsegelflug Wasserkuppe—Gießen
Don Dr. Zanke, Gießen.
Volksbildungswerk dient allen.
Eröffnungsfeier für die Winterarbeit. - Der Weg der deutschen Kultur.
Streckenwetter zu bringen. Es gibt im Sommer kaum eine Wetterlage, bei welcher der Segelflieger nicht den zum Fluge nötigen Aufwind findet, es sei denn, daß eine geschlossene Wolkendecke oder Regen und Nebel jeden Flugbetrieb verhindern. Bei leichtem Ostwind kann wohl Oberhessen, die Wetterau und der Taunus das Hauptziel der Streckenflüge werden. Nachdem gegen 10 Uhr der Start von der Sportleitung freigegeben, setzt sogleich am Südhang lebhafter Startbetrieb ein, doch alle Piloten landen wieder in der Nähe der Kuppe, da die Sonneneinstrahlung noch nicht ausreicht, um genügend Wärmeaufwinde zu erzeugen. Inzwischen wird es ein Uhr, und erst jetzt gelingt es einem Plloten weit draußen über dem Tal bei Gersfeld etwas Höhe zu gewinnen. Schneller hintereinander folgt nun Start auf Start, und bald ziehen etwa Zehn Maschinen lautlos, riesigen Raubvögeln gleich, über dem Tal ihre Kreise. Während einige genügend) Höhe erreichen und bei dem herrschenden leichten Ostwind in westlicher Richtung über Land gehen, gelingt es einzelnen Piloten nicht, Anschluß zu finden und sie müssen weit unten im Tal landen.
Start zum Zielflug Wasserkuppe—Gießen.
Gegen zwei Uhr bin ich an der Reihe und melde Gießen als Ziel an. Die Mehrzahl der Piloten hat ebenfalls Gießen als Landeort angegeben. Inzwischen haben meine Kameraden unseren Rhön- adler „I. B. Häuser" zum Startplatz gebracht. Diese Maschine, von Gießener Segelfliegern zum großen Teil selbst erbaut und von I. B. Häuser mit allen erforderlichen Instrumenten ausgestattet, ist ein hochwertiges Leistungsflugzeug. Nachdem ich mich schnell noch einmal auf der Karte über meinen Fluyweg orientiert habe, werde ich mit dem Gummiseil ms Tal hinausgeschleudert. Weit vor mir kreisen gerade zwei Maschinen, sie haben dort etwas „Thermik", d. h. Wärmeaufwind gefunden, und ich fliege dasselbe Aufwindgebiet an. Es ist jedoch sehr mühsam, hier Höhe zu gewinnen. Kaum mehr als V« Meter Steigen in der Sekunde zeigt mein Steiggeschwindigkeitsmefser an der günstig- sten Aufwindstelle an. Der Steigmesser, für die Feststellung der Auf- und Abwärtsbewegungen des Flugzeuges das wichtigste Instrument für den
die als spielstark bekannt war. Ob nun die neue Mannschaft ebenso stark ist, bleibt abzuwarten. 1900 bestreitet den Kampf in der stärksten Aufstellung.
Die zweite 3ugenb empfängt die erste von Lich. Auch in dieser Mannschaft der Blauweißen mußten Aenderungen vorgenommen werden. Die Mannschaft sollte an Stärke gewonnen haben. Lich stellt eine erfahrene Mannschaft, die den 1900ern den Sieg schwer machen wird.
Die schwerste Aufgabe steht der dritten Jugend bevor, die gegen die erste Wiesecks auf deren Platz antreten muß. Die Wiesecker haben schon manche Mannschaft mit einer schweren Niederlage nach Hause geschickt, und werden auch in diesem Kampfe den Sieger stellen. Die Blauweißen werden iljre Aufgabe darin sehen, den stärksten Widerstand zu leisten.
Ebenfalls gegen Wieseck spielt die erste Schülerelf. Die junge Mannschaft des Gastgebers hat sich schon schöne Siege erkämpft, werden sich aber gegen die große Spielerfahrung der kleinen 1900er nicht durch- setzen können.
Gutes Melde-Ergebnis für die Gau-Waldlauf-Meisterschaff.
Die deutschen Gaue ermitteln am morgigen Sonntag ihre Gaumeisterschaft. Die Besten des Gaues Hessen messen in Gießen ihre Kräfte. Wie bereits berichtet, ist in der Hauptklasse eine Strecke von 10 Kilometer zu durchlaufen. Wenn nicht alles trügt, wird es hartnäckige Kämpfe geben, und man kann öte Frage stellen, wird die Metropole Kassel dem Ansturm der „Provinz" standhalten können. Im vergangenen Jahre mußten die Kasseler den Gebrüdern Neidet (Tv. Heuchelheim) in der Einzel- und Mannschaftswertung den Vortritt lassen. Es sieht zunächst nicht danach aus, als ob der Spieß umgedreht würde, aber Leute wie Walpert (Hessen- Preußen), der neugebackene Gaumarathonmeister Former (Hessen-Preußen), Simon und Schachtler (beide ET.) können schon Ueberraschungen bringen. Don den übrigen Teilnehmern sind zu nennen der Meister des Kreises Friedberg, Hillgärtner (Germania Schwalheim), Traud (Viktoria Nidda), Pfaff (VFB.-Reichsbahn Gießen), Barth (VfB. Marburg).
In der Iuniorenklasfe, die nur fünf Kilometer zu bewältigen hat, ist die Beteiligung schwach. Der Sieg sollte hier dem talentierten 1900er Kleemann nicht zu nehmen sein. Die Veranstaltung wird unmittelbar vor dem Fußballspiel 1900 — VfB. abgewickelt.
Trocken Gkikurse, die Vorbereitung für den Skilauf.
Die in den früheren Jahren bereits mit großem Erfolg durchgeführten Trockenski- und Gymnastik- Kurse des Ski-Klubs Gießen werden auch in diesem Jahr unter Leitung geprüfter Lehrwarte in der Reithalle am Brandplatz stattfinden. Diese Uebungs- abende sind nicht nur für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene eingerichtet. Durch ausgesuchte Hebungen werden bereits jetzt die Muskelpartien geschult, die beim Skiläufen im weißen Gelände die Hauptarbeit zu leisten haben. Als einzigartig dürfte wohl die bereits im vorigen Jahre vorgenommene Neuerung in Form von Darstellungen der Skiübungen durch Projektion von Lichtbildern in Verbindung mit dem praktischen Ueben sein. (Siehe heutige Anzeige.)
Das Lokalireffen 1900-Sf3.
Tag der Lokalderby, so könnte man den 25. Ok- ’ tober nennen. Denn neben den Spielen Nürnberg— , Fürth und Eintracht — Sportverein finden in den anderen Gauen und Bezirken weitere Begegnungen von ftarfem örtlichem Einschlag statt. In unserem Bezirk ist es das Treffen 1900 — VfB.-R., das die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Früher nannte man es „das Spiel der Spiele", denn da hing der Aus- gang meistenteils mit der Meisterschaft ober einem der vorderen Plätze im Zusammenhang. Diesmal liegen die Verhältnisse etwas anders. Selbe Mannschaften haben bis jetzt nicht sonderlich abgeschnitten in den Verbandsspielen und btt weiterer Punktver- lust mit ber Placierung am Tabellenende in Verbindung steht, wird natürlich jede bestrebt sein, das bessere Ende für sich zu behalten. Von beiden La- gern wurden deshalb die stärksten zur Verfügung stehenden Mannschaften aufgeboten.
Einzelheiten über den Ausgang wollen wir uns schenken, denn wie oft wurden die kühnsten Erwartungen und die sorgfältigsten Betrachtungen über das evtl. Ende über den Haufen geworfen und gerade das Gegenteil von dem trat ein, was man vorher als sicher prophezeit hatte. Die Lokalspiele ind nun einmal die Spiele, die es am meisten „in sich" haben.
Eins wollen wir nicht vergessen und das ist das, daß sich alle Beteiligten von dem einen Gedanken leiten lassen: Nicht um des Sieges willen, sondern um des Sportes willen, geht der Kampf.
1900 II — DfB.-R. II.
Hier könnte man geneigt fein, der Reserve der Blau-Weißen einen kleinen Vorteil einzuräumen In der Aufstellung Fischer; Herf, Müller; Weiß, muller, Jäger. Hain; Ranst, Günther, Jäckel, Schmitz, Rinderknecht sind Spieler vorhanden, die chon mit Erfolg in der Ligamannschaft ausgeholfen haben. Doch auch hier gilt das gleiche wie bei dem Spiel der ersten Garnituren.
Die Bezirksklaffe am Sonntag.
Lollar — Bissen berg: Dieses Spiel soll- ten eigentlich die Lollarer, zumal sie den Vorteil des eigenen Platzes haben, gewinnen. Allerdings werden die Bissenberger alles daran setzen, um den Anschluß an die Spitzengruppe nicht zu verlieren.
V u r g — N a u n h e i m : In diesem Spiel er- warten wir Naunheim als knappen Sieger.
Frohnhausen — Sinn: Eine einseitige Angelegenheit der Frohnhäuser.
Fußball her Kreisklassen.
Klein-Linden — Ruppertsburg (Mohr, Gießen)- Steinberg — Lich (Schneidmüller, Niedergirmes)' Steinbach — Leihgestern (Marscheck, Wetzlar); Tv'. 1846 — Daubringen (Drescher, Wetzlar); Heuchelheim — Großen-Buseck (Küster, Berghausen); Hun- gen _ Garbenteich (Böcher, Gießen); Ulm gegen Niedergirmes (Weber, Altenkirchen); Ehringshausen gegen Holzhausen (Keller, Naunheim); Spfr. Wetz- lar — Philippstein (Zitzer, Gießen); Leun — Ober- biel (Cofc, Launsbach); Burgsolms — Albshausen (Ruspeler, Gleiberg); Nauborn — Steindorf (Dörr Werdorf); Steinberg II — Großen-Linden (Hofmann, Wieseck); Heuchelheim II — ©rüninqen Philipp, Gießen); Launsbach — Rüddingshausen (Kreiling, Gießen); Wieseck — Staufenberg (Offenbacher, Gießen); Londorf — Treis (Decker, Garben- teich); Schmalbach — Spv. Wetzlar III (Spies, Nauborn); Büblingshausen — Aßlar II (Knapp, Werdorf); Münchholzhausen — Spfr. Wetzlar II (Kasperski, Wetzlar).
„KE.Teuionia^ Watzenborn-Steinberg
Am morgigen Sonntag treten drei Mannschaften oer Teutonen auf den Plan. Die 1. Mannschaft empfangt die gleiche vom VfR. Lich zum fälligen ' Verbandsspiel. Wenn sich auch die Licher in der Kreisklasse gut durchzusetzen vermögen, so werden ihnen am morgigen Sonntag in Watzenborn-Stein- 1 berg nicht viel Chancen übrig bleiben zu einem Sieg. Trotzdem rechnet man mit einem etwas 1 chöneren Spiel, als wie am Vorsonntag gegen den 1 Sportverein Hungen.
Die 2. Mannschaft spielt vorher gegen die erste I Mannschaft von Großen-Linden. Wenn die Gäste )ier einen Sieg erringen wollen, dann müssen sie ich sehr anstrengen, zumal auch die Teutonen den
Das Deutsche Volksbildungswerk in der N S - G e m e i n s ch a f t „Kraft durch Freude" (DAF.) eröffnete gestern Abend in der Aula des Gymnasiums mit einer feierlichen Veranstaltung die Winterarbeit 1936/37. Der Saal bot der Feier den würdigen Rahmen. Flaggen mit dem Zeichen der Arbeitsfront und Hakenkreuz- fahnen schmückten die Wände. Ein prächtiges Führerbildnis war Blickpunkt des Saales Zahl- reiche Gäste aus dem Kreise der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, der Praainzial- direktion, der Kreisdirektion, sowie auch der Stadtverwaltung und viele Volksgenossen nahmen teil.
Kameraden des Mustkzuges der SA-Standarte Nr 116 leiteten den Abend mit einer ausaeÄ neten Wiedergabe der Ouvertüre zu Beter Schmoll" (G. M. von Weber» ein. Der Streik referent für das Deutsche Volksbildungswerk
Oberstudiendirektor Or. Wolkewitz
begrüßte die zahlreichen Gäste, betonte, daß das Än’9“«rt 6ie Aufgabe habe, jedem deut- jchen Volksgenossen, auch dem weniger Begüterten eme Möglichkeit zu geben, sein Allgemeinwissen zu erweitern. Die Weiterbildung des erwachsenen Menschen sei unbedingt notwendig. Bildung sei nicht nur das Vorrecht bestimmter Kreise, sondern müsse Gemeingut des ganzen Volkes fein. Mit der großen Einigung unseres Volkes durch den Na- tionalsozialismus und dessen Forderung zur Ganz- Helt sei auch die Forderung der Bildung für die Allgemeinheit eine Selbstverständlichkeit geworden. Die Arbeit des Volksbildungswerkes solle eine all- gemein-verständliche Arbeit sein. Die Stunden die ^r Volksgenosse im Volksbildungswerk verbringe, feilten für iljn su Feierstunden werden. Eine wei- tere Aufgabe des Volksbildungswerkes sei es, zur Volksgemeinschaft, zum Nationalsozialismus, zu unö dum Bekenntnis zum beut- ktjen Solfstum 3u erziehen. Die Arbeit gehe vom deutschen Menschen aus und sei für den deutschen Menschen. Der Wille sei auf das Gute und Edle gerichtet. So wolle das Volksbildungswerk auch der Charakterformung dienen. Jedermann, der berufen [et muffe sich in den Dienff dieser Arbeit stellen. Erfreulicherweise hätten sich wieder viele Wissen- jchaftler und Gelehrte zur Mitarbeit bereit erklärt, >voaß es möglich fei, mit allen Lebens- und Er- fcheinungsformen unseres Lebens vertraut zu machen. An der Bevölkerung liege es, sich rege an oer Arbeit des Volksbildungswerkes zu beteiligen, damit dereinst das Ziel — aus Bürger, Bauer uud Arbeiter: ein Volk! — erreicht werde.
. Ur den dienstlich verhinderten Kreisleiter Dr. Hildebrandt sprach im Auftrag der Partei und des Kreisleiters
Kreisamtsleiter Heß.
Er überbrachte herzliche Glückwünsche zur Eröffnung des Volksbildungswerkes und sagte der Ar- beit im Namen der Partei alle Unterstützung zu. Die Partei sehe nicht allein die politischen Aufgaben als ihr einziges Tätigkeitsfeld an, vielmehr wolle fie dem deutschen Menschen überall dienen, wo es irgend möglich sei. Die Partei wisse wohl, daß es nicht nur darauf ankomme, dem deutschen Volke die Existenz zu sichern, wichtig sei, ihm auch das zu geben, was der Seele neue Kraft zu schaffen vermag. Die kulturellen Güter unseres Volkes dürften nicht nur Eigentum „oberer Zehntausend" sein, sie muhten allen Volksgenossen gleichermaßen zugute kommen.
Eine weitere musikalische Darbietung, das Andante aus der Sonate PatlMgue (L. van Beethoven), welches das Streichorchester zu einem hohen künstlerischen Genuß zu gestalten wußte, leitete über zum Hauptvortrag des Abends. Der
Gauhauptstellenleiter für Volksbildung, Handwerk - Frankfurt a. M.
sprach über das Thema „Deutsches Volkstum — Deutsche Größe." In über 50 Orten unseres Gaues, so begann er, seien in diesen Tagen, Volksbildungs- aemeinschasten eröffnet worden. Das sei ein erfreuliches Zeichen des Bildungshungers in unserem Volke. Es fei aber auch ein Zeichen des Glaubens an die Zukunft, die nicht lediglich von der bewaffneten Faust her zu sichern fei. Die geistigen Fähigkeiten unseres Volkes dürften nicht vernach- läffigt werden. Leider fei in vergangenen Jahrzehnten am erwachsenen Menschen viel versäumt worden. Der Nationalsozialismus habe die Aufgabe erhalten, auf geistigem, kulturellem Gebiet ein neues Jahrtausend zu beginnen. Aus dem Fundament der Jahrtausende unserer Geschichte müsse aufgebaut werden. Das Volksbildungswerk habe neben der Behandlung der großen Probleme unserer Zeit auch die Aufgabe, beste deutsche Traditionen lebendig zu machen. Das setze voraus, daß jeder Deutsche um die Wesenheiten unserer Kultur wisse. Unser Volk müsse erhärtet werden im deutschen Nationalgedanken. Es müsse sich zurückfinden zu wahrhaftem deutschen Volkstum, das uns immer über eine schwere Zeit hinweggeholfen habe. Leider habe sich die bisherige „gebildete Schicht" unseres Volkes allzu stark i von den Werten unseres Volkstums entfernt. Leider ' aber feien auch immer wieder fremde Weltanschau- ' ungen in unser Volk hineingetragen worden, wäh» ; rend Kraft und Stärke des eigenen Volkes oergef- i fen wurden. Aber gerade und nur aus den tiefsten l Kräften unseres Volkes feien die herrlichsten Kunstwerke entstanden (nicht, wie manche meinen, aus einer allgemeinen christlichen Weltanschauung). Im- mer wieder die großen Schöpfungen, geboren aus der nordischen rassischen Kraft, hielten unser Volk ! aufrecht. Wir als Deutsche dürsten und könnten deshalb nie Besseres tun, als all das erhalten, was
Vor vier Jahren gelang es erstmals deutschen Segelfliegern, ohne Hangaufwind lediglich unter Ausnutzung von Wärme- und Wolkenaufwinden motorlos weite Strecken über Land zu fliegen. Heute schon bereiten Fernsegelslüge bei günstiger Wetterlage keine wesentlichen Schwierigkeiten mehr. Zahlreiche Streckensegelflüge über Hunderte von Kilometern wurden besonders in den beiden vergangenen Jahren ausgeführt, und längst find die Zeiten in der deutschen Segelfliegerei vorbei, da weite Ueberlanbflüge etwa Zufallstreffer waren.
Grundsätzliches über den Segelflug.
Der Segelflug ist vorläufig noch nicht am Ende [einer Möglichkeiten. Wurden Fernflüge bisher fast immer ohne Zielangabe ausgeführt, sodaß die Flugrichtung unterwegs den zufällig angetroffenen günstigsten Flugbedingungen entsprechend jederzeit geändert werden konnte, so verlangt man heute von einem geübten Segelflieger, daß er nach vorheriger Beurteilung der Wetterlage und des Geländes vor Antritt des Fluges fein Ziel bestimmt. Der Pilot wird damit gezwungen, sich in der Orientierung, die durch die besondere Art des Segelfluges ziem- lief) erschwert ist, zu üben. Außerdem muß er versuchen, auch mit ungünstigen Wetterbedingungen auf dem Wege zu seinem Ziel fertig zu werden. Für die Verwirklichung der Fernzielflüge hat da- her wie im vorigen Jahre so auch im diesjährigen Rhonsegelslugwettbewerb der Deutsche Luftsport- Verband als Veranstalter namhafte Summen ausgeschrieben, weiterhin wurden bei der Punktwer - tung Zielflüge um 100 Prozent besser gewertet, als Streckenflüge ohne Zielangabe.
In der ersten Woche des diesjährigen Wettbewerbes gelangen mehrere Fernzielflüge, und bei Winden aus meist nördlicher Richtung waren besonders die Flugplätze im Süden das Ausflugsziel. Nürnberg, Würzburg, Frankfurt und Wiesbaden wurden wiederholt angeflogen. Nachdem mir Ziel- fluge nach Würzburg und Darmstadt gelungen waren, hatte ich natürlich die Absicht, auch einmal meiner Heimatstadt Gießen im Segelflugzeug einen Besuch abzustatten. Der vorletzte Wettbewerbstag sollte mir die Gelegenheit dazu geben.
Schlechte Aussichten.
men, daß jedermann an den kulturellen Schöpfun- aen unseres Volkes innigsten Anteil nehme. Das Volksbildungswerk wolle hier wieder Verbindungen Herstellen.
Der Nationalsozialismus werde dafür sorgen, daß sich unser deutsches Volkstum — befreit von der Zementdecke fremder Ideologien — wieder frei entfalten könne. Es gehe nicht um große Probleme, sondern um das Erkennen der Wahrhaftigkeiten in unserem Volkstum, denen wir im faustischem Drang näherkommen müßten. Der Nationalsozialismus weise den Weg für das deutsche Geistesleben und echte deutsche Kultur. Der deutsche Mensch werde aus dem Bewußtsein einer großen Vergangenheit heraus innere Geschlossenheit und Selbstsicherheit roieberge- minnen, wie sie dem Volke in früheren Jahrhunder- ten äu eigen waren. Das deutsche Volk werde zu sich selbst zurückfinden, im Bewußtsein der in der nordischen Rasse bedingten Kräfte. Stolz und glücklich dürften wir sein, daß wir jetzt wieder zu unserem ureigensten Wesen zurückgefunden haben.
Die nationalsozialistische Weltanschauung wolle
aber nicht nur Kräfte und Größe der Vergangenheit herauirufen, andern auch dazu beitragen, daß sich alle schöpfen chen Kräfte unseres Volkes zu höchster Blüte ent alten.
lieber die seelische Gesundung unseres Volkes wird der Weg auch wieder zur Heimat führen, zu neuer Gesittung, zu neuer Lebenshaltung. Der Gestal- tungswille unserer Zeit lasse erkennen, daß sich eine neue große kulturelle Entwicklung anbahne. Das komme schon in den Bauten von Nürnberg, München und Berlin zum Ausdruck.
Der deutsche Mensch müsse sich zu einer großen, reinen, völkischen Lebensauffassung bekennen. Nicht das Gesetz, sondern die Gesittung müsse das Volk zu neuen Taten begeistern. Das Volksbildungswerk wolle den deutschen Menschen hineinstellen in ein Schaffen für Deutschlands Zukunft. Er solle oer- traut gemacht werden mit dem Erbgut unseres Volkes, aber auch seelisch mobilisiert werden für die gewaltigen Aufgaben unseres Volkes. Aus dieser neuen Gesinnung wachse der neue Typ, der kämpferische deutsche Mensch, der die Nation als ewige Tatsache erkenne. (Lebhafter Beifall.)
Die Raymund - Ouvertüre von Thomas beschloß den Abend, der mit dem Bekenntnis zum Führer Adolf Hitler und dem gemeinsamen Gesang der beiden Nationallieder ausklang.
Am Vormittag treffen sich die Jugendmannschaf- ten von Leihgestern und Watzenborn-Steinberg auch auf dem Gelände der Teutonen. Man kann ohne weiteres sagen, daß die Gäste, die zur Zeit eine gute Jugendmannschaft stellen, den Sieg mit nach Hause nehmen werden, wenn nicht die Einheimischen eine gute Gesamtleistung aufbringen.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Die I. des Sportvereins Heuchelheim spielt am Sonntag gegen die I. von Großen-Buseck auf eigenem Platze. Großen-Buseck war schon immer ein gleichwertiger Gegner der Heuchelheimer. Der Ausgang des Spieles ist nicht vorauszusagen. Heuchelheim ist wohl technisch überlegen, doch die Großen- Busecker sind schußfreudiger. — Die 2. Mannschaft erwartet die 1. von Grüningen. Heuchelheims 2. wird dieses Spiel wohl für sich entscheiden können.
Fußball im Tv. Allendorf (Lahn).
Am morgigen Sonntaa ist die zweite Jugend» Mannschaft von Großen-Linden in Allendorf zum fälligen Verbandsspiel zu Gast. Die Gästemannschaft, die sich z. Z. in einer sehr guten Form befindet, und bis jetzt noch kein Punktspiel verloren hat, wird sich auch die Punkte aus diesem Spiel nicht nehmen las- sen. Die einheimische Mannschaft muß leider ersaß- geschwächt antreten.
Zuqendspiele der Sp -Vg. 1900.
21m Sonntaa werden die Pflichtspiele der Jugend- mannhaften fortgesetzt. In Klein-Linden muß die erste Jugend antreten. Die Mannschaft Klein-Lin- dens ist der Gruppe neu zugeteilt worden. In der vergangenen Spielserie stellten sie eine Mannschaft
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