Ausgabe 
24.10.1936
 
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erklären sie sich bereit, mit ausländischen Verlegern und Buchhändler, die vom gleichen Geiste der Verantwortung getragen sind, in einen Meinungs­austausch über eine internationale Verein­barung zu treten.

Wilhelm Bauer,

Leiter des Bundes reichsdeutscher Buchhändler.

Karl Baur, Leiter der Fachschaft Verlag.

S). L. Sippel,

Leiter des deutschen Sortimentsbuchhandels.

Felix G a r t m a n n,

Fachschaft Zwischenhandel (Kommissionsgeschäft).

Kleine politische Nachrichten.

Die deutsche Frontkämpferabord­nung unter Führung des Herzogs von Koburg traf in Southampton zu einem einwöchigen Besuch in England ein. Das Mitglied des Landes­rates der British Legion, Oberst Sir John Brown, begrüßte die deutschen Frontkämpfer. General Sir John C a p p e r erklärte, daß der Besuch zu grö­ßerer Freundschaft zwischen den beiden Ländern führen würde. In seiner Antwort erklärte Stabs­leiter Stahmer, daß alle deutschen Frontkämpfer zur Zusammenarbeit bereit seien.

*

Der Leiter der Auslandorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, besuchte in Wien in Beglei­tung des Botschafters von Papen den österreichischen Staatssekretär für Aeußeres, Dr. Schmidt, und erörterte in freundschaftlicher Weise mit ihm Fragen der Reichsdeutschen in Oesterreich.

Am 2. November wird der Chef der Ordnungs­polizei, SS.-Obergruppenführer General der Polizei D a l u e g e, den im Mai 1936 erfolgten Besuch des Hauptkommandanten der polnischen Staats­polizei General Z a m o r s k i erwidern und mit

einer Abordnung der deutschen Polizei zu einem / viertägigen Aufenthalt nach Warschau starten.

Am 22. Oktober ist in Montreal ein vorläufiges deutsch-kanadisches Handelsabkom­men und zugleich ein Abkommen zur Erleichterung der Zahlungen im Warenverkehr unterzeichnet worden.

Der Schweizer Bundesrat beschloß, die W e h r - anleihe im Gesamtbetrags von 335 Millionen entgegenzunehmen. Mit den etwa 100 Millionen, die über die 235 Millionen hinausgehen, soll ein Fonds für besondere Bedürfnisse der Landesverteidigung geschaffen werden.

Oie Narrenkappe

Der Aufschneider.

Der russische Fabeldichter Krylow war einmal Gast eines Gutsbesitzers, der während des Essens von einem erfolgreichen Fischfang berichtete.

Ich zog einen Stör aus dem Wasser", so er­zählte er,der ungeheuer lang war. Sie werden es mir vielleicht nicht glauben, aber ich versichere Ihnen, er reichte von hier bis ..."

Der Erzähler streckte seinen Arm in der Rich­tung des entgegengesetzten Tafelendes aus, wo Kry­low saß. Höflich rückte der Dichter mit seinem Stuhl beiseite und sprach:Einen Augenblick, ich mache nur Platz, um Ihren Stör durchzulassen ..

komische Lache.

Die Menschen sind doch ein komisches Volk!" Warum?"

Na, wenn du behauptest, am Himmel stünden 987 856 784 Sterne, -das glauben sie; aber wenn du an deine Tür schreibst:Frisch gestrichen!", dann probieren sie alle mal, ob es auch stimmt!" (Neue I. Z.")

Kunst und Wissenschaft.

Filmball der Reichsfilmkammer in Frankfurt.

Wie auf einer Pressebesprechung der Reichsfilm- kammer in Frankfurt mitgeteilt wurde, wird am 5. Dezember der offizielle FilmballderReichs- f i l m k a m m e r in Frankfurt stattfinden. Die Ver­anstaltung soll ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges für den ganzen Gau Hessen-Nassau bilden. Außer namhaften Persönlichkeiten aus Partei und Staat werden eine Reihe der bekanntesten deutschen Filmschauspieler in Frankfurt anwesend sein.

Eine wandernde Kunstausstellung für Heffen-Naffau.

Am 31. Oktober d. I. wird Reichsstatthalter Gau­leiter Sprenger in den Römerhallen zu Frank­furt in Anwesenheit von Vertretern der Partei, der Wehrmacht, des Staates, sowie des Wirtschafts­und Kulturlebens eine Kunstausstelliung der Reichskammer der bildenden K ü n st e eröffnen. Es handelt sich bei dieser Schau um eine neuartige Ausstellung, die mit Werken der bildenden Kunst und der Malerei einen Querschnitt durch das Kunstschaffen unseres Gaues und dar­über hinaus einen Querschnitt unserer Zeit geben will. Um die Verbundenheit der Kunst mit dem neuen Reich zu dokumentieren, sind zum ersten Male den Künstlern Themen zur Bearbeitung gestellt worden, die an die Werke und Ereignisse des na­tionalsozialistischen Staates anknüpfen. Reichsauto­bahn, Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main, Ried- rode, Industriebauten und vieles andere mehr führte die Künsller bei ihren Arbeiten in die gewünschte Richtung, sich mit dem Neuaufbau künstlerisch aus­einanderzusetzen. Da die Ausstellung als Nieder­

schlag des Kunstschaffens im ganzen Gau gedacht ist, muß sie auch dem ganzen Gau zugänglich ge­macht werden. Aus diesem Grund ist sie als Wan­derausstellung geplant. Sie wird bis 30. November in Frankfurt gezeigt, kommt dann nach Mainz, Darmstadt, Wiesbaden und vom 25. April bis 25. Mai 1937 nach Gießen. Hier ist vorgesehen, daß der Oberhessische Kun st verein eine große Werbewoche für Künstler mit der Eröffnung der Ausstellung verbindet.

Schluß mit der Hetzliteratur!

Der Bund reichsdeutscher Buchhändler als die Ge­samtorganisation des deutschen Buchhandels und Verlages hat zurW oche des deutschen Bu­ches" in Weimar folgende bedeutungsvolle Ent­schließung gefaßt:

In der augenblicklichen Verwirrung der Welt ver­suchen gewissenlose Hetzer, Europa in eine Entwick­lung hineinzutreiben, die unvermeidlich zur Kata­strophe und damit zu einer Gefährdung der abend­ländischen Kultur führen muß. Während die Ver­antwortungsbewußten aller Nationen den Frieden erstreben, wird jede Kunst der Lüge und Verdrehung angewandt, um die Völker Europas gegeneinander zu hetzen. In dieser Schicksalsstunde des Abendlan­des gedenken die in der Goethestadt Weimar anläß­lich derWoche des deutschen Buches" zusammen- aetretenen Vertreter aller deutscher Verleger und Buchhändler der großen Verantwortung, die sie als Mittler unvergänglichen Geistesgutes tragen. Sie verpflichtet sich, keine Bücher zu verlegen und zu vertreiben, die unter böswilliger Verzerrung der historischen Wahrheit das Staatsoberhaupt eines Landes oder ein Volk beleidigen, oder die Einrichtung und lieber« lieferungen, die einem Volke heilig sind, verächtlich machen. In der Gewißheit, hierdurch dem euro­päischen Frieden einen Dienst zu erweisen,

Ihre Trauung geben bekannt

Ihre Vermählung geben bekannt

Wetzlar, Römerstr. 17

Gießen, Schanzenstr. 6

den 24. Oktober 1936

6727 D

6755V

Statt Karten!

Ihre Vermählung geben bekannt

7om

6758D

Ihre Vermählung geben bekannt

NS.sKulturgememde-Thealerring

Gießen, den 25. Oktober 1936

Wilhelmstraße 28

Rodheimer Straße 41

04902

Statt Karten!

was

Ettlingen (Äaden)

Ihre Verlobung geben bekannt

Johanna Sohl

Hans Kolb/Ingenieur

Gießen, den 24. Oktober 1936

Tudwigstraße 46

Georg-Philipp-Gail-Straße 16

In sämtlichen dekorierten Räumen Im

niedrigen Preise zu gewähren.

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I. A. der XS.-Knlturgemeinde: Dr. R. Börner.

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Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen

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Die Führerschaft.

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Frans Rathenow* liefert BrUhl'sche Druckerei

kommen koetentofi, swD+siatA

Lotte Richter

Willi Schäfer

Or. phi'l. Fritz Hohnschild

Gertrud Hohnschild, geb. Aulmann

Gerichtsassessor Willy Deidt Erika Deidt, geb. Scheppelmann

Willi Eichenauer

Josefine Eichenauer, geb. Ampt

bei Konzert und Tanz

Verlängerte Polizeistunde

Gießen, Wolkengasse 21

6728V

Dauer der Ausstellung: 25. Oktober bis 22,November. Besuchszeiten: Sonntags von 111 Uhr, werktags von 1718 Uhr

Eintritt für Mitglieder frei, > für Nichtmitglieder 0.30RM.

Samstag und Sonntag

Großes Winzerfest

Gießener Besucher Auswärtige Besucher

Gruppe A: 1. RM. Gruppe A: - .90 RM. abzügl. der jeweilig. Gruppe B: 1.20 RM. Gruppe B: 1.10 RM. Sondervergütung f. Gruppe C: 1.40 RM. Gruppe C: 1.30 RM. große Entfernungen Es darf erwartet werden, daß die Gießener Bevölkerung ge­schlossen dafür eintritt und es ist eine selbstverständliche soziale Tat, wenn die ortsansässigen Mitglieder einen kleinen Anteil mehr tragen, damit auch der entfernt wohnende Volks­genosse in der Lage ist, sich an den schönen dichterischen und musikalischen Schöpfungen unseres Volkes zu erfreuen. Zeigt wieder euren Gemeinschaftssinn wie damals bei der Erbauung des Theaters. Helfe jeder einzelne mit, diese wert­volle Institution, die allen Volksgenossen etwas zu geben ver­mag, zu erhalten. Werbe jeder neue Freunde unseres Theater­rings, dann wird es auch eines Tages eher möglich sein, diese

HatWfojiome Seme Meilermlei Ortsgruppe MßeuOst

Große Kunstausstellung

a) Oelgemälde

Professor W. Geffken Professor Hermann Gradl Professor Hans von Hayeck Professor Pichard Kayser Professor Ernst Liebermann Professor Victor Schramm Hans Licht u. a.

b) Aquarelle

Jobs. Thiel, Ebnet bei Freiburg Elsa Feld, Berlin-Halensee

c) Tempera

Deutsche Städtebilder von Rudolf Pöschmann, Dresden

Äerlin / z. Z. Gießen, Am Itahrungsberg 2 den 24. Oktober 1936

Ihre Vermählung geben bekannt

Karl fetter, Ufffo,(Stab in^xR. 109 und Frau Lina, geb. Steinbach

Piano (Schiedmayer) nur ganz we­nig gespielt,in tadellosem Zu­stand, absolut neuwertig, v. hervorragen- derTonschön- heit und gro­ßer Haltbar­keit, preiswert abzugeb.,evt. auch g.Raten.

Pianohaus

UMwrai

Bahnhofstr.76 Kein Sch auf.

6781 v

KUHLEN GRUND

Oberhessischer Kunstverein

Turmhaus am Brand

Oskar Winzer

SS.-llntersturmführer, Derwaltungsführer des Reichsführers-SS.

Ursula Winzer, geb. Grünow

Montag, den 26. Oktober 1936, abends 8 Uhr, sprechen bei der

Kundgebung

anläßl. derWoche des Deutschen Bnches 1938" im Stadttheater Gießen zwei auslands­deutsche Dichter

Robert Hohlbaum und

Josef Weinheber

Wir bitten alle unsere Mitglieder, an dieser Kundgebung teilzunehmen.

Der Ortsleiter des VDA.

6749 D

Ski-Klub Gießen

Beginn der

Trockenskikurse am Mittwoch, 28. Oktober, in der Beithalle am Brandplatx von 21 bis 22 Uhr.

Auch für Nichtmitglieder vo#-

z. Z. Flugwetterwarte Äerlin-Tempelhof Gießen, Marktstr. 15

25. Oktober 1936

Watzenborn-Steinberg

Sonntag, den 25. Oktober 1936:

Bachttvmes

Gasthaus «Zur Ludwigshtth*

Anfang 4 Uhr. oms

Klein-Linden

Sonntag, den 25. Oktober:

TANZ

Anfang 4 Uhr nachmittags

Einladung an die Gießener Bürgerschaft!

Wir laden hiermit die Bürgerschaft von Gießen für Montag, den 26. Oktober 1936, abends 8 Uhr, in das Stadttheater zu, einer GROSS-KUNDGEBUNG aus Anlaß derWoche des Deutschen Buches 1936 ein. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen spricht zur Eröffnung. ROBERT HOHLBAUM und JOSEF WEIN HEBER lesen aus eigenen Werken.

Platzkarten zum Preise von 30 Pfennig sind ab Mittwoch in der Musikalien­handlung Challier zu haben. Mitglieder des Goethebundes und des Kaufmann. Vereins haben gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 1 aus der neuen Gutschein­karte 1936)37 bis zu 2 Plätzen freien Eintritt. 6688 v

Der Oberbürgermeister Goethe-Bund Der örtliche Arbeitsausschuß der Stadt Gießen. Kaufmännischer Verein. zur Buchwoche.

Schwarzenberg Erzgebirge) Wieseck/Äerlin

Oktober 1936

Wieseck 04857

Sonntag, 25. Oktober 1936:

Tanz

bei Gastwirt Wilhelm Dorfeld

Am lO.Okt. 1936 hat*die NS.-Kulturgemeinde mitGustav Kilian ihre Spielzeit eröffnet und heute Samstag, 24. Oktober, folgt als zweiteVorstellung Millöckers unsterbliche Operette ;zDer Bettel­student. So ist es weiter geplant, nach Möglichkeit in jedem Monat je ein Schauspiel oder Lustspiel und ein musikalisches Werk - also eine Oper oder Operette bzw. Singspiel zu bringen. Die seitherigen Freunde der NS.-Kulturgemeinde haben sich auch dieses Jahr wieder geschlossen gemeldet. Die Zahl der Mitglieder ist sogar gegenüber den Vorjahren noch größer ge­worden. Und trotzdem ist es nicht möglich unter den seit­herigen Bedingungen den Theaterring aufrecht zu erhalten. Da sich die Mehrzahl aller Besucher in der niedrigsten Gruppe gemeldet hat und entsprechend die auswärtigen Freunde noch weniger auf bringen können, da sie ja z. T. über 2 RM. Fahrt­kosten noch aufbringen müssen, ist es nicht möglich, auf dieser Basis die Vorstellungen weiter durchzuführen. Unter dem Ge­sichtspunkt, daß die NS.-Kulturgemeinde allein in der vorigen Spielzeit ca. 400 RM. nebenher an die Bahn abliefem mußte, da sonst die Sonderzüge nicht hätten eingelegt werden können, daß sie auch jetzt in der neuen Spielzeit der Bahn gegenüber für eine Garantiesumme der Sonderzüge haften muß, und____

besonders wichtig ist, daß die seitherige Durchschnitt seinnahme so gering war, daß die Vorstellungen nicht voll bezahlt werden konnten, hat es sich nach langen Verhandlungen nicht ermög­lichen lassen, zu den gleichen Sätzen weiter zu spielen. Des­halb sehen wir uns leider gezwungen, die Eintrittspreise um einen kleinen Betrag zu erhöhen. Die Gießener Besucher zahlen 20 Pf. und die auswärtigen Freunde 10 Pf. pro Karte mehr, so daß jetzt nur noch folgende Preise Gültigkeit haben:

Kiegerkameradschaft 1874

Gießen

Am Sonntag, 25. Okt., vormittags um 11 Uhr

Lichtbilder-V ortrag von Kapitän Schmehl im Licht­spielhaus, Bahnhofstraße, über: Fahrt des Hilf skreuzerWolf Auf Ersuchen der Stadtverwal­tung Gießen wird die Beteiligung den Kameraden sehr empfohlen.

Dienstag, den 27. Oktober 1936,20.15 Uhr isn Eafö Leib

Maki

ES spricht: Gauredner und Kreisobmann der DAF.

U Gilenitfloö. WW/U.

Die Parteigenossen, die Opferringmltglieder, alle Gliede­rungen, die Mitglieder der OAF., sowie alle übrigen Volks­genossen sind hierzu eingeladen. 6748d Eintritt frei!

Fahrräder

RM. 10,- An- zahlg., Wochen­rate RM. 2,50, Spezial-Räder

RM. 38,- an. 6775V Fahrrad- Seuffert, Frankfurt a.M., Mertonstratze29 Mäim jeder Art.

Günst. Einkaufs­auelle f. Wieder­verkäufer. 04822 Dreh.GruberSSohn Baumschulen Alten-Buseck.

Postkarten

bei Brühl, Gießen

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