Ausgabe 
24.9.1936
 
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lisch zu lernen, um seinen kleinen Export nach Eng­land, wie er sagte, besser organisieren zu können. Nicht weit davon wohnt der 74 Jahre alte Holz- schuhmacher Augustin. Zwei Paar Holzschuhe macht er jeden Tag und verdient je Paar 80 Pfennig. Auch wenn seine Familie nur dreiköpfig ist, sind das wahrhaftig keine Reichtümer, auch wenn ihn wirklich sein« Ziege mit der allernotwendigsten Milch ver­sorgt. Mit welchem Humor aber und mit welcher Zuversicht und Lebensfreude dieser Mann in die Zu­kunft sieht, das hätte ich gern einmal manchem Volks­genossen gezeigt, der das Mehrfache dieses Mannes verdient und sich einbildet, unzufrieden sein zu dürfen.

Dadurch, daß man im Laufe der letzten Jahre in weitesten Kreisen ganz zielbewußt den Sinn für gute volksverbundene Kunst geweckt hat, geht es ja den Holzschnitzern auch hier im Bayerischen Wald etwas besser. Das bestätigte uns auch ein Schnitzer in Zwiesel, der schon die höhere Kunst beherrschte und nach selbst gezeichneten Modellen seine Schnitzereien fertigte.

Ein großer Teil der Bevölkerung ist ferner mit Glasbläserei, -Malerei, -schleiferei und sonstiger feiner Glasveredlungsarbeit beschäftigt, lieber die kulturelle Höhe dieser Arbeit wie auch die

der hier gepflegten Holzschnitzkunst bekommen wir ein eindrucksvolles Bild in der Zwieseler Fachschule für Holzschnitzerei und Glasindustrie. Hier wird der Nach­wuchs ausgebildet. Eine Anzahl hochqualifizierter Fachlehrer sorgen zusammen mit dem Schulleiter dafür, daß eine wirklich ernste künstlerische Arbeit geleistet wird. Die meist aus ärmlichen Verhältnissen hierher kommenden Jungen die natürlich eine ent­sprechende Begabung mitbringen müssen zahlen ein monatliches Schulgeld von 1 RM. Und auch diese eine deutsche Reichsmark wird ihnen bei guten Lei­stungen noch erlassen. Die Schule finanziert sich selbst aus den Verkäufen der Schülerarbeiten und kann obendrein noch manchen abgehenden Schüler in seinem Fortkommen fördern. Also auch eine be­deutende soziale Arbeit, die hier geleistet wird.

Bei unserem kleinen Reisebericht durch den Baye­rischen Wald soll nicht vergessen werden, zu sagen, daß es hier neben dem vielen bereits Geleisteten noch unendlich viel Aufbauarbeit zu bewältigen gibt. Jeder Besucher trägt mit dazu bei, diese Arbeit zu unterstützen. Das sollte uns doppelt am Herzen liegen, weil es sich hier um Grenzland und um ein Grenzvolk handelt, das nach jeder Hinsicht unserer Hilfe wert ist.

Die Vrolgetteideversorgung ist sichergestelli!

Dritte Vorschätzung der deutschen Getreideernte Anfang September "1936.

Als die amtlichen Berichterstatter bei der zweiten Getreidevorschätzung ihr Urteil über den Ausfall der Getreideernte abgaben, stand das Getreide in diesem Jahr zum größten Teil noch auf dem Felde. Die Höhe der Getreideernte wurde daher noch stark beeinflußt von dem recht ungünstigen Ernte­wetter im August, das die Bergung des Getreides erheblich verzögerte. Der dritten Getreidevorschätzung kommt daher eine besondere Bedeutung zu, zumal das Getreide auch in diesem Jahr Ende August größtenteils eingefahren, zu einem Teil auch aus- gedrofchen war und somit der Schätzung umfassende Druschergebnisse zugrunde gelegt werden konnten.

Nach den von den Berichterstattern eingegangenen Schätzungen ergeben sich bei den Getreidearten fol­gende Durchschnittserträge:

Vorschätzung Sept. 36 Aug. 36 dz je ha

Winterroggen

17,1

17,8

Sommerroggen

13,2

14,1

Winterweizen

22,3

23,3

Sommerweizen

21,1

21,5

Spelz

15,3

15,8

Wintergerste

26,1

26,5

Sommergerste

19,4

20,3

Hafer

20,6

20,8

Wintermenggetreide

18,2

18,8

Sommermenggetreide

18,9

19,6

Endgültige Ernteermittlung 1935 1930/35

dz je ha

Winterroggen

16,5

17,3

Sommerroggen

12,9

12,9

Winterweizen

22,3

21,7

Sommerweizen

20,4

20,8

Spelz

16,9

13,6

Wintergerste

25,9

24,4

Sommergerste

19,6

19,2

Hafer

19,3

18,9

Wintermenggetreide

18,1

17,5

Sommermenggetreide

18,1

17,5

Wenn auch die Erträge Anfang September all­gemein hinter denen des Vormonats Zurückbleiben, so liegen sie bei sämtlichen Fruchtarten noch über den Ergebnissen des Vorjahres und, abgesehen von Winterroggen, auch über dem sechsjährigen Mittel. In den einzelnen Gebieten des Reiches ergeben sich allerdings erhebliche Unterschiede.

Unter Zugrundelegung der für Ende Mai 1936 ermittelten endgültigen Anbauflächen wären nach den Anfang September 1936 abgegebenen Schätzun­gen im Deutschen Reich (ohne Saarland) die fol­genden Erntemengen zu erwarten:

Vorschätzung

Sept.'36 Aug. 36

Mill, t

Winterroggen

7,59

7,88

Sommerroggen

0,07

0,08

Winterweizen

4,27

4,46

Sommerweizen

0,34

0,35

Spelz

0,10

0,11

Wintergerste

1,14

1,14

Sommergerste

2,33

2,43

Hafer

5,70

5,75

Wintermenggetreide

0,17

0,18

Sommermenggetreide

0,80

0,82

Endgültige Ernteermittlung

1935

T

1930/35 still, t

Winterroggen

7,39

7,67

Sommerroggen

0,09

0,09

Winterweizen

4,28

4,10

Sommerweizen

0,39

0,54

Spelz

0,12

0,14

Wintergerste

1,00

0,67

Sommergerste

2,39

2,52

Hafer

5,38

6,05

Wintermenggetreide 0,95

0,69

Sommermenggetreide 0,95

0,69

Insgesamt errechnet

sich somit

nach der Sep-

tember-Vorschätzung eine um 682 000 Tonnen = 2,9 v. H. kleinere Getreideernte, als nach der zweiten (August-) Vorschätzung zu erwarten war. Von diesem Rückgang entfallen auf Roggen etwa 300 000 To. -- 45 v. H., auf Weizen 200 000 Tonnen = 29 v. H. und auf Sommergerste 96 000 Tonnen = 14 v. H. Der Ertragsausfall bei den übrigen Getreidearten ist nur unerheblich. Im Vergleich zur Erntemenge des Jahres 1935 liegen die Ergebnisse der diesjäh­rigen September-Vorschätzung bei Winterroggen um etwa 200000 Tonnen, bei der Wintergerste um 113 000 Tonnen, beim Hafer um 317 000 Tonnen und beim Menggetreide um 26 000 Tonnen höher, dagegen die Erträge beim Weizen insgesamt um 59 000 Tonnen und bei der Sommergerste um 57 000 Tonnen niedriger.

Im Reich (einschl. Saarland) wären unter den oben erwähnten Voraussetzungen 1936 etwa 12,42 Millionen Tonnen Brotgetreide (1935: 12,27), 9,19 Mill. To. Gerste und Hafer (8,77) und etwa 1 Mill. Tonnen Menggetreide (0,95) zu erwarten. Die gesamte Getreideernte wird im Reichsgebiet auf etwa 22,58 Mill. Tonnen geschätzt, das sind zwar etwa 700 000 Tonnen weniger, als nach der zweiten Vorschätzung (Anfang August 1936) erwartet werden konnte, aber etwa 500 000 To. mehr, als bei der endgültigen Ernteermittlung im Vorjahr festgestellt worden sind.

Die Brofgefreibeoerforgung aus in­ländischem Gelreibe ist im Wirtschaftsjahr 1936/37, trotz ber Erlragsminberüng bei ben Brotgelreibearten gegenüber ber zweiten (Aug.-) Vorschützung f i ch e r g e st e l l t.

Welche Aufgaben

stellt die diesjährige Ernte?

Vorn Zeitungsdienst des Reichsnährstandes wird geschrieben:

ZdR. In diesem Jahr ist bei der eigentümlichen Gestaltung des Wetters die Frage, wie die G e - treideernte ausfällt, lange Zeit recht unklar geblieben. Nachdem der Stand der Felder Anfang Juli eine ausgesprochen gute Ernte erhoffen ließ, hat die Ungunst des Wetters während der Ernte die ursprünglichen Erwartungen nicht unbeträchtlich herabgesetzt. Die August-Vorschätzung brachte be­sonders beim Roggen eine Verminderung der Er­tragsschätzung. Wie die jetzt vorliegende Schätzung für Anfang September erkennen läßt, hat man das damals noch nicht in der ganzen Höhe beur­teilen können. Besonders beim Weizen, aber auch bei den anderen Getreidearten, ist der Ertrag noch

etwas herabgesetzt worden. Die jetzt veröffentlichten Erntemengen dürften dem wirklichen Ertrag schon recht nahe kommen, wenn man auch nicht über­sehen darf, daß die Schätzung bei der Ungleich­mäßigkeit der örtlichen Wetterschäden in diesem Jahr mit ganz besonderen Schwierigkeiten verbun­den war. Trotz der Verminderung der Ernte­schätzung im Vergleich zum Vormonat beim Roggen um etwa 300 000 Tonnen, beim Weizen um 200 000 Tonnen und beim Futtergetreide um 100 000 Ton­nen ist die gesamte Getreideernte noch um etwa eine halbe Million Tonnen größer als im Vorjahr und auch noch um eine Kleinigkeit höher als der Durchschnitt der Jahre 1930/35.

Der Brolgetreibebebarf ist gebeckt, unb auch in ber Futterversorgung können wir bei einem guten Anfall anberer Futtermittel ber Ent­wicklung mit Ruhe entgegensetzen.

Wir müssen uns allerdings darüber klar sein, daß höchste Sparsamkeit bei der Verwendung der Ge­treideernte in diesem Jahr ganz besonders am Platze ist. Für die Landwirtschaft ergibt sich als erste notwendigste Pflicht die Ablie­ferung der Brotgetreidekontingente; bis zum 15. Oktober müssen bekanntlich 30 v. H. des Kontingents abgeliefert werden. Sodann muß das Streben der Landwirtschaft darauf gerichtet sein, bei der Versütterung von Getreide äußerst vorsichtig zu sein. Die Möglichkeiten, die sich für eine sparsame Verwendung von Futtergetreide er­geben, sind keineswegs ungünstig. Wir haben eine

ausgesprochen gute Ernte an Rauh futt er­mitteln eingebracht. Ueppiges Wachstum hat m diesem Jahr dafür gesorgt, daß die Garsutterbehal- ter, deren Fassungsraum sich 1935 allein um 70 v. H. erhöhte, wesentlich mehr Saftfutter enthalten als in früheren Jahren. Da noch Mittel für die Ge- Währung von Beihilfen zum Bau von Futterbe­hältern zur Verfügung stehen, lassen sich auch letzt noch in manchem Betrieb weitere vorsorgliche Maß­nahmen treffen. Ein anderer günstiger Umstand, der die Einsparung von Futtergetreide erleichtert, ist der gute Stand der Kartoffeln und Rüben. Bei allen Hackfrüchten und auch beim Grünland war der Wachstumsstand Anfang September besser als in den letzten Jahren.

Die Kartoffel wird in diesem Jahr als Futter­mittel eine größere Rolle zu spielen haben als in manchen anderen Jahren.

Fraglos werden die Auswirkungen der ungünstigen Witterung die Dispositionen in vielen Betrieben erschweren; man darf aber auch andererseits nicht übersehen, daß die gute Ernte auf anderen Ge­bieten auch Möglichkeiten für einen Ausgleich inner­halb des Betriebes schafft, die unter allen Umstän­den ausgenutzt werden müssen. Die Landwirtschaft hat jedenfalls bei allen ihren Erwägungen daran zu denken, daß die Ablieferungskontin­gente von Brotgetreide zunächst zu erfüllen sind und daß alle innerbetrieblichen Maßnahmen diesem Umstand angepaßt werden müssen.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse.

Wittagsbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 23. Sept. Die Börse lag am Aktienmarkt trotz nicht ganz einheitlicher Kursgestaltung etwas freundlicher, auch das Geschäft zog etwas an, wenngleich das absolute Ausmaß der Umsätze noch sehr zurückblieb. Kleine Nachfrage fanden Montanwerte, Hoesch 106,25 (106), Klöckner 114,75 (114), Verein. Stahl 106,40 (106), dagegen Rheinstahl 137,50 (138). IG. Farben zogen nach unverändertem Beginn auf 159,50 (158,75) an, Deutsche Erdöl lagen unverändert, Metallgesellschaft 0,50 v. H. leichter. Elektroaktien waren fast völlig geschäftslos, zunächst kamen nur Siemens etwas schwächer mit 180,90 (183,40) zur Notiz. Kunst­seide Aku zogen zwar weiter an auf 78,90 (78,40), der Umsatz war aber nur klein. Von Linoleumwerten konnten sich Deutsche Li­noleum um 2,40 v. H. auf 161 erholen, ferner gewannen Westdeutsche Kaufhof 0,65 v. H. und Reichsbank-Anteile 1 v. H. Etwas schwächer notier­ten BMW. mit 131,50 (133,25), Daimler mit 115 (115,25), Moenus Maschinen mit 92,40 (92,75) und Zellstoff Aschaffenburg mit 125,50 (126).

Der Rentenmarckt war bei nicht sehr leb­haften Umsätzen freundlich, Kommunal-Umschuldung 88,65 (88,60), Zinsoergütungsscheine 93,45 (93,30), Altbesitzanleihe ca. 115 (114,90). Lebhaftes Geschäft war wieder am Auslandsrentenmarkt in ungari­schen Werten, Goldrente 10,9011 (10,70), 1914er 10,25 (10), ferner 4proz. Rumänen 6,60 (6,45), 5proz. Goldmexikaner 14,20 (14,13) und Oesterr. Silber-Rente 3,753,90 (3,60). Im Freiverkehr zo­gen 3proz. Steg von 10 auf 10,50 an, gingen bann auf 9,75 zurück.

Die Aktienmärkte lagen im Verlaufe wieder sehr ruhig und Kursveränderungen gegen den An­fang ergaben sich kaum. Kunstseide Aku bei lebhaf­teren Umsätzen 77,6580 nach 78,75. Maschinen-, Elektro- und Schiffahrtsaktien tarnen durchweg etwas schwächer zur Notiz, Siemens aber auf 183,50 erholt.

Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 100, Wayß & Freytag mit 120, Pokorny mit 110 und Kali Wintershall mit 122,50. Tagesgeld unv. 2,50 v. H.

Abendbörje: Auslandsrenlen fest.

An der Abendbörse beschränkte sich das Geschäft ausschließlich auf ben Auslandsrentenmarkt, wo insbesondere bie amtlich notierten kleinen Balkan- werte sehr lebhafte Umsätze hatten. Die Kurse zogen für bie verschiedensten Gattungen um etwa 0,15 bis 0,45 v. H. an. Außerbem fanben ungarische Werte wieber lebhafte Nachfrage, Golbrente 11,35 bis 11,60 (11,20), 1914er 10,50 (10,30), Kronen-Rente 2,85 (2,65). Oesterr. Silberrente erhöhten sich auf 3,95 bis 4,00 (3,95), 4proz. Staatsrente auf 2,35 (2,00). Mexikaner blieben auf bem erhöhten Stanb von Berlin voll behauptet, 4prozentige Golb auf 10,75 (10,50) befestigt. Deutsche Renten lagen ge­schäftslos. Auch bie Aktienmärkte nahmen einen sehr ruhigen Verlauf, die Kurse blieben zumeist nur knapp behauptet. Aku 78,75 bis 79,13 (80), IG.-Farben 159,75 (160,13), etwas höher Klöckner mit 115,25 (114,75).

U. a. notieren: 4^proz. Mannheim von 1927 94,40, Oesterr. Silber-Rente 3,95 bis 4,00, 4proz. Oesterr. Mai-Juli-Rente 2,10, 4proz. Staatsrente 2,35, 4proz. Steg-Prior, von 1883 24,90, 1914er Ungarn 10,50, 4proz. do. Golbrente 11,35 bis 11,60, 4proz. bo. Kronen-Rente 2,85, 5proz. Eisenbahn- Bosnier 17, 4^proz. Kronen-Bosnier 8,30, 5proz. Rumänen 8 bis 8,13, 5proz. innere Mexikaner 6,70, 5proz. bo. Golbrente 14,75, 4proz. bo. Golb 10,75, 4%pro3. bo. Irrigation E 10, 4proz. Schweiz. Bun- besbahn 263, 3^proz. bo. 253,50, Commerzbank 99,25, DD-Bank 97,75, Dresbener Bank 97,75, Bu- berus 111, Klöckner 115,25, Hoesch 106,75, Rhein­stahl 138, Verein. Stahl 106,25, Otavi Minen 33,50, Aku 78,75 bis 79,13, Bekula 154,50, Bemberg 87, Daimler 115, Deutsche Erdöl 128,50, Scheibeanstalt 272,50, Deutsche Linoleum 163, Licht unb Kraft 150,50, JG.-Farben 159,75, Gesfürel 132, Gold- schmibt 113, Gritzner 33,90, Junghans 101, Muag 114,90, Metallgesellschaft 130, Reichsbahn - VA. 123,50.

Frankfurter Obff- und Gemüfemackf.

Frankfurt a. M., 22. Sept. Angebot von allen Gemüse arten, besonders von Blumen- und Kopfkohl, weiterhin sehr stark. Preise für Blumen­kohl und Kopfsalat etwas gefallen, für schöne Stan­genbohnen unb Tomaten etwas höher. Geschäft schleppend. 11. a. notierten: Blumenkohl Stück 10 bis 30, Buschbohnen 8 bis 10, Stangenbohnen 12 bis 15, Eskarol 4 bis 8, Salatgurken 10 bis 15, Karotten 3,5 bis 4, gelbe Kartoffeln, 50 Kilo 2,80 bis 3,10, Kohlrabi 3 bis 5, Kopfsalat 4 bis 8, Lauch 2 bis 5, Meerrrettich 45 bis 50, Pfifferlinge 35, Ret­tich 3 bis 10, Römischkohl 4 bis 5, Rote Rüben 4 bis 5, Rotkraut 2,5 bis 4, Sellerie, je nach Größe, 8 bis 30, Spinat (Blätter) 10 bis 12, Spinat (Wur­zel) 8 bis 10, Tomaten I 8 bis 12, II 4 bis 6, Weißkraut 2 bis 3, Wirsing 2,5 bis 4, Weiße Rüben 6 bis 8, Zwiebeln 5,00, Einmachzwiebeln 8,00 bis 15,00.

Obst- und Südfrüchte: Reichliches Ange­bot von Aepfeln, Birnen, Nüssen und Zwetschen, von Pfirsichen mittelmäßig, von Trauben schwach. Verkauf schleppend. Preise für Birnen, Nüsse und Zwetschen rückläufig. Auslandtrauben reichlich ange­boten. U. a. notierten: Aepfel I 18 bis 22, II 14 bis 16, Wirtschaftsäpfel 10 bis 12, Falläpfel 4 bis 5, Goldparmänen 24 bis 30 ital., Bananen, 12,5- Kilo-Kifte, netto 4,50 bis 5,50 Kam., 6,00 bis 6,50 Westind., Birnen I 18 bis 22, II 12 bis 15, Koch­birnen 8 bis 10, Gellert I 20 bis 22, II 14 bis 18, Brombeeren 20 bis 30, Kranz-Feigen, 25-Kilo-Sack, 10,50 bis 11,50, Pfirsiche I 25 bis 30, II 18 bis 23, Weinberg-Pfirsiche 15 dis 18, Preiselbeeren 25 bis 30, Quitten 15 bis 20, Trauben grün 14, Trauben blau 20, ital. 25 bis 28, ungar. 22 bis 25, Wal­nüsse groß 65 bis 75, gewöhnliche 23 bis 28, Zwet­schen 6,5 bis 9.

Frankfurter Schlachtvlehmarkt.

* Frankfurt a. M., 24. Sept. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: 59 Rinden (7 Ochsen, 13 Bullen, 20 Kühe, 19 Färsen), 921 Kälber, 476 Schafe, 387 Schweine. Es kosteten: Kälber 60 bis 92 Mark, Häm- mel 60 bis 65, Schafe 50 bis 62, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber langsam, Hämmel und Schafe lebhaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franktun a. M.

Berlin

Schluß« hird

Schlußk. Abend- börie

Schluß- kurü

Schlußk. Mittag« börse

'Datum

22 9

23.9

22 9

23.9

6% Deutsche tHeidjsanlettje v. 1927

101,5 1

101,5

101,5

101,4

4% Seuliehe Reichsanl. von 1934

97,75 1

97,75

97,75

97,75

b/i% Doung-Anleihe von 1930 .

102,25

102,75

102,13

Deutiche Anl.-Ablos.-Schuld mti

Ausloj.-Rechten ..........

114,9

115

114,9

115

414% Deutsche Reichspostschatzan

Weisungen von 1934, I .,

100

100

100

100

4H% ehern. 8% Hessischer Volks-

float 1929 (rückzahlb. 102%) ..

98,75

98,75

98,75

98,75

</i% ehem. 8% Hessische Landes

bunt Darmstadt Gold R. 12...

97

97

97

6/i% ehem. 4^% Hess. Landes

Hypothekenbank DarmstadtLiau.

100,75

100,75

-__

*/i% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldichuldverichr R.V

93,5

93,5

_

Oberhessen Provinz-Anleihe mti

Auslos.-Rechten ............

127,5

127,5

Deutsche Komm. Sammelabl. An

leihe Serie 1 mti Auslos.-Rechten

120,4

120,9

120,9

121

4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

97

97

6/i% ehem. 4'/r% Franks. Hyp.

Bank-Ligu.-Pfandbriefe......

100,65

100,65

__

6/i% ehem. 4/t% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

101

101,13-

100,9

101

4/i% ehem. 8% Pr. Landespfand- brief anstatt, Pfandbriefe R. 19

-7,5

97,5

97,5

97,5

4/t% ehem. 7% Pr. Landespfand

vriefanst., Gold Komm. £61.20

95

95

95

95

Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38

109,7

109,7

109,75

109,7

4% Oesterreichische Goldrente...

34,5

33,75

34

4,20% Oesterreichische Silberrente

3,6

4

3,65

3,95

4% Ungarische Goldrente .......

10,7

11,6

10,6

11,2

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

10,2

9,9

10,3

4/i% desgl. von 1913..........

10

10,5

9,95

10,6

6% abgest. Goldmexikaner von 99

14,13

14,75

14

14,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

»

Franklurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend« börs--

Schluß- kurs

Schluyk. Mittag« börte

Datum

22-9-

23-9.

22.9

23.9-

4% oesgt. Serie H ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Numän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

214% Anatolier.............

Hamburg-Amerika-Pakei .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........o

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 4

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank...............

Reichsbank .......... j*.

A.E.G...................... 0

Bekula..................... g

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schlickert L Co............... ß

Siemens L Halske............ 8

LahmeyerLCo........ 7

BuderuS ...................4

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener................. 2 /2

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 3

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwrrke ...............8

Mannesmann-Röhren........8

7,9 11,75

6,45

44,5

15

15

119

99,25

97,75 97,75

182

35,4 154,5 128,25

140 128,75

131

129 151,5 183,4

111

126,5 132,5

106

135

114 105,75

8,13

12,1

6,45

46,25

14,9

14,75

114

99,25

97,75

97,75

183

35

154,5

127

150,5

128

132

128,75

151,5

183,5

142,5

111

128,5

132,5

106,75

167

135

115,25

105,9

9,3

7,9

12

6,55

45

15

41

15,13

112,75

120,5

99,25

97,75

97,75

182

35,13

154,65

127

149

128

131

123,75

128,75

151

183

143

110

126,75

132,5

106,25

167,5

135,25

114

105,75

8,13

12,25

6,8

46,25

14,9

40,5

15,13

114,4

120

99,25

97,75

97,75

183

35,4

154,75

126

150,5

128,5

132

124

130,25

151,5

184

144

111

129

133

107

167

135

114,75

105,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß. Abend- börfe

Schluß- turs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

22-9.

23-9

22 9-

23-9-

Mansselver Bergbau.......

6/i

151,5

151

150,25

Koks werke ................

.. 6

126,5

126,5

Rheinische Braunkohlen ....

. 12

224,5

224,5

224

224

Rheinstahl................

.. 4

138

138

138

138,5

Bereinigte Stahlwerke......

8/2

106

106,25

106

106,4

Otavi Minen .............

.. ü

33,25

32,75

33,5

Kaliwerke Aschersleben......

.. b

120,75

122,25

120.75

121,25

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

118

118,5

119,5

Kaliwerke Salzdetfurth.....

7/1

178

178

178

178

I. G- Farben-Jndustrie.....

.. 7

158,75

159,75

158,65 1 160,13

Scheideanstalt.............

.. 9

273

272,5

--

Goldschmidt ..............

.. 5

112,5

113

112,25

Rütgerswerle .............

.. 6

126,13

126

Metallgesellschaft...........

.. 5

130,5

130

130

130

Philipp Holz mann.........

.. 4

126

126,75

126

127

Zementwerk Heidelberg ....

.. 7

144,75

144

-

Eementwerk Karliiadt.......

.. 6

156

156,5

-

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

102,9

102,18

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

78,4

79,13

77,9

79,4

Bemberg.............

.. 6

87,5

87

87,5

87

Zellstoff Waldhof ..........

.. 6

152

151,5

152,5

152

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

126

125,5

126,5

125,5

Dessauer Gas ..........

.. 7

104

104

Daimler Motoren.........

.. 0

115,25

115

115

115

Deutsche Linoleum.........

.. 8

158,65

163

159

163

Orenstein & Koppel ........

.. 0

83,5

83,75

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

51,65

52,4

51,75

52,5

Chade ...................

.. ti

421

428

425

428

Accumulatoren-Fabrik......

. 12

196

196

195,75

Conti-Gummi.............

. 11

169,25

169,25

169,25

169,25

Gritzner..................

.. 0

34

33,9

33,75

33,65

Mainkraftwerke Höchst a.M..

.. 4

94

94

Süddeutscher Zucker .......

. 10

204,75

205

205

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

22-September

23. September

Am liche Notierun Geld | Brie

Amtliche Geld

Notierung

Brie

juenua ittm Brüssel ... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig .... London.... Helsingfors. Paris .....

Holland ... .Italien.... 3aDan .....

Jugoslawien Oslo.....

Wien......

Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag......

Budapest .. Reuyork ..

0,707 42,02 0,147 3,047 56,24 47,04 12,59 '5,55 16,37

168,81

19,57 0,736 5,654 63,30 48,95 11,44 64,94 81,01

28,97 10,27

2,488

0,711

42,10 0,149

3,053

56,36

47,14

12,62

5,56

16,41

169,15

19,61 0,738 5,666

63,42

49,05

11,46

65,06

81,17

29,03

10,29

2,492

0,708 42,03 0,147

3,047 56,30

47,04 12,61

5,564 16,375 168,28

19,55 0,736

5,654 63,37 48,95

11,455 65,00 80,96 28,97

10,275

2,488

0,712

42,11 0,149

3,053

56,42

47,14

12,64

5,576

16,415

168,62

19,59 0,738

5,666

63,49

49,05

11,475

65,14

81,12

29,03

10,295

2,492

Banknoten.

Berlin, 23-September

Geld

STÜT

Amerikanische Noien..............

2,44

2,46

Belgische Noten..................

41,88

42,04

Dänische Noten .................

56,10

56,32

Englische Noten .................

12,565

12,625

Französische Noten...............

16,325

16,385

Holländische Noten...............

167,86

168,54

Italienische Noten................

19,21

19,29

Norwegische Noten ..............

63,15

63,41

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

64,79

65,05

Schweizer Noten.................

80,78

81,10

Spanische Noten.................

27,94

28,06

Ungarische Noten................