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stand — bas Ist die Verantwortung und die Aufgabe der Luftfahrt.
„Nheingold" in Bayreuth.
Im Rahmen der Bayreuther Fe st spiele begann die erste zyklische Aufführung vom „Ring der Nibelungen" mit „R h e i n g 0 l d". Der F ü h - r e r wohnte auch dieser Vorstellung bei. Von den führenden Persönlichkeiten des Staates und der Partei sah man unter den Festspielgästen die Reichsminister Generaloberst Göring, Dr. Goebbels und Dr. Schacht, ferner den bayrischen Ministerpräsidenten Siebert und den bayrischen Staatsminister Adolf Wagner, den Reichssportführer von Tschammer und Osten, den Botschafter von Ribbentrop und SA.-Gruppen- führer Prinz August Wilhelm von Preußen. Der Führer nahm, wie an den Vortagen, in der Mittelloge zwischen Frau Winifred Wagner und Frau Magda Goebbels Platz. Der Zuschauerraum barg diesmal auffallend viele Ausländer der verschiedensten Nationen.
Die bis ins Letzte durchgearbeitete und in allen Teilen ausgewogene Aufführung stand unter der musikalischen Leitung Wilhelm Furtwänglers, der die Vorzüge des Konzertdirigenten mit dem dramatischen Impuls des Theatermusikers verband. Unter den Sängern ragten Rudolf Bockelmann (Wotan) und Margarete Klose (Fricka) mit ihren darstellerisch und stimmlich vollkommenen, abgerundeten Leistungen hervor. Neben ihnen bewährten sich die Charakterisierungskunst von Robert Burg (Alberich), Fritz Wolff (Loge) und Erich Zimmermann (Mime). Unter den Lichtalben fand besonders Donner in Jaro Prohaska einen stimmlich machtvollen Vertreter; aber auch der Froh Kremers und die Freie von Liselotte Ammermann hielten sich in dem durch Bayreuther Ansprüche gezogenen Rahmen. Ivar A n - d r s e n und Joseph von Manowarda waren die beiden Riesen. Das Rheintöchterterzett wurde von Käthe Heidersbach, Rud Berglund und Elfriede M a r h e r r gebildet. In der kurzen Szene der Erda fiel Inger K a r 6 n auf, die ihr erstes Auftreten in Bayreuth mit hohen Ehren bestand.
Am szenischen Bild des „Rheingold" war 'm Vergleich zum letzten Festspieljahr nichts verändert worden. Die Ausstattung von Emil P r e e t 0 - rius stellt eine abgeschlossene Leistung dar, die dem Anspruch der Gegenwart an das Bühnenbild ebenso gerecht wird wie den Vorschriften Wagners. Von liebevoller Werktreue ließ sich auch Heinz T i e t j e n als Regisseur bei der Auffrischung seiner früheren Leistung und der Einordnung der neuen Sänger in das „Rheingold"-Ensemble leiten.
Zweifache O'ympia-Siegerin
aus der amerikanischen Mannschaft ausgestohen.
Kurz vor Ankunft der „Manhattan" im Hamburger Hafen trat das amerikanische olympische Komitee zu einer Schlußsitzung zusammen, auf der die amerikanische Schwimmerin und zweifache Olympia- Siegerin Eleanor Holm-Jarret wegen mehrfacher Verletzung der Trainingsvorschriften mit sofortigem Ausschluß aus der amerikanischen Olympia-Mannschaft bestraft wurde. Eleanor Holm war öfters in der Bar des amerikanischen Olympia-Schiffes „Manhattan" angetroffen worden. Präsident Brundage hatte die Sportlerin wiederholt auf die Trainingsvorschriften hingewiesen, die Alkoholgenuß verbieten. Auf diese Vorhaltungen äußerte sie stets, Champagner gehöre auch zu ihrem Training, und man werde es wohl nicht wagen, sie zu bestrafen, da ja ihr dritter Olympia-Sieg ein siche-
Oberst Lindbergh folgte nach der Veranstal- tung einer Einladung der Stadt Berlin. Im Rat- Haus wurde er von Staatskommissar Dr. Lippert empfangen. Nachdem er sich in das Goldene Buch der Reichshauptstadt eingetragen hatte, überreichte ihm der Staatskommissar die Olympia-Plakette der Stadt Berlin und die Ehrengabe für die olympischen Gäste, den Sonderdruck „Berlin einst und jetzt". Die Berliner Bevölkerung, die den Obersten sofort erkannt hatte, bekundete ihm lebhaft ihre Sympathien. In Tempelhof war Oberst Lindberg mit seiner Gattin Gast der Deutschen Lust- Hansa. Nachdem er die Anlagen des Flughafens besichtigt hatte, lud Direktor Freiherr v. G ablenz zu einem Baken-Fluge mit einer dreimotorigen Ju 52 ein. Oberst Lindbergh, der neben dem die Maschine steuernden Freiherrn von G ablenz saß, überzeugte sich davon, daß durch das Funk- Baken-System die Frage der Blindlandung ein- wandfrei gelöst ist.
rer Punkt für Amerika sei. Als sie am letzten Tage der Ueberfahrt in angetrunkenem Zu- st a n d e angetroffen wurde, entschloß sich das ame- rikanische Komitee zu einer radikalen Maßnahme. Die Sportlerin mußte sofort ihre Olympia- Uniform zurückgeben. Dann wurde ihr mitgeteilt, daß sie nach der Ankunft in Hamburg sofort mit der „Bremen" wieder heimkehren müsse.
LZ „Hindenburg" vor Rio de Janeiro.
Äas Luftschiff „Hindenburg" war, nach einer Meldung der Deutschen Seewarte, am Freitag, morgen um 6.30 Uhr MEZ. nur noch 150 Kilo- meter vom Zielhafen Rio de Janeiro entfernt
Der Tod in den Bergen.
Auf dem Uebergang vom Ostgipfel zum Mittelpunkt der Dreitorspitze stürzte der in München wohnende 33 Jahre alte Jntendanturrat Elben ab. Der Verunglückte fand den Tod. Er fiel auf österreichisches Gebiet. Die Leiche wird von österreichischen Bergungsmannschaften geborgen werden.
Japanisches U-Boot im Taifun gestrandet.
Bei dem schweren Taifun, der, wie gemeldet, den Westen Japans schwer heimgesucht hat, wurde des Uboot 55 auf den Strand geworfen. Das Uboot ist nicht mehr manövrierfähig. Der ebenfalls aufgelaufene 15 000 Tonnen große Hilfsdampfer „Mamiya" konnte dagegen wieder flott kommen. — Der Taifun hat besonders in der Ge- aend von Kobe schweren Schaben angerichtet. Das historische Schloß in Himeji ist erheblich beschädigt worden. Der Verkehr zwischen Shimoneseki und Kobe'ist unterbrochen.
Weiterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt
Nachdem am Donnerstag unter dem Einfluß eines flachen Hochdruckgebietes in Westdeutschland heiteres und wieder wärmeres Wetter herrichte, hat ein für die Jahreszeit ungewöhnlich kräfttger Sturmwirbel im Inland bewölktes Wetter gebracht. Mit südlichen Winden werden etwas wärmere aber auch feuchtere Luftmassen hereingeführt, die zu stärkerer Bewölkung und zeitweilig auch leichten Niederschlägen Anlaß geben. Die Auffüllung englischer Störungszentren läßt für das Wochenende wechselnd bewölktes Wetter mit kürzeren, teilweise gewittrigen Niederschlägen rechnen.
Aussichten für Samstag: Vorwiegend bewölkt, zeitweilig auch aufheiternd, kurze teilweise gewittrige Niederschläge, Tagestemperaturen um 20 Grad, etwas schwül, südwestliche Winde.
Lufttemperaturen am 23. Juli: mittags 22,2 Grad Celsius, abends 15,6 Grad; am 24. Juli: morgens 15,4 Grad. Maximum 22,4 Grad, Minimum heute nacht 12,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Juli: abends 21,1 Grad; am 24. Juli: morgens 17,5 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 5,4 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche- Unioersitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
verwandelt. Es liegt in unserer Verantwortung, daß wir durch die Weiterentwickluna der Luftfahrt nicht die Dinge zerstören, die wir schützen wollen. Auf meiner Reise in Europa bin ich mehr als je beeindruckt von dem Ernst der Situation, die uns gegenübersteht. Wenn ich sehe, daß in ein bis zwei Tagen ein Schaden angerichtet werden kann, den keine Zeit je wieder ersetzen kann, verstehe ich, daß wir für eine neue Sicherheit forgen müssen, aber in der Tatsache, daß Verstand mit der Luftfahrt verbunden sein muß, finde ich wieder Hoffnung. ....
Die Erziehung, die in der Luftfahrt notig ist, muh also auch den Wert der zivilisierten Einrichtungen lehren. Unsere Verantwortung beim Schassen einer starken zerstörenden Kraft wird uns erleichtert durch das Wissen, dah wir diese Kraft mit Verstand und Erziehung verbunden und daß wir die Wacht von der Unwissenheit weiter entfernt haben. Ich finde Hoffnung in dem Glauben, daß Wacht, die mit Wissen verbunden ist, der Zivilisation nicht gefährlich werden wird. Die Verbindung von Kraft und Ver
Adolf-Wer-Marsch der HZ. hat begonnen.
Großartiger Auftakt des Reichsparteitages 1936.
In diesen Tagen rüstet die HI. zu dem großartigen Auftakt des R e i ch s p a r t e i t a g e s: dem A d o l f - H i t l e r - M a r f ch. Die 380 Bannfahnen der HI. werden gebietsweise durch Abordnungen nach Nürnberg gebracht. Das Gebiet Ostland der HI., das die längste Marschstrecke (909 Kilometer) zurückzulegen hat, ist bereits am 23. Juli von Königsberg abmarschiert.
Im vergangenen Jahre wurde der Adolf Hitler- Marsch der HI. zum ersten Male planmäßig fürdasganze Reich durchgeführt. 1200 Hitler- jungen marschierten und brachten 330 Bannfahnen zum Reichsparteitag. Schon im Jahre 1929 waren Berliner Hitlerjungen nach Nürnberg marschiert, und 1934 führte die schlesische HI. einen ähnlichen Marsch durch. 1600 Mann werden mit 380 Feldzeichen zum Marsch antreten. 9450 Kilometer sind in 560 Tagesmärschen zurückzulegen, 2 0 bis 25 Kilometer von jeder Einheit an jedem Marschtage. An jedem dritten Tage ist Ruhe und Zeit für Besichtigungen, Sport und Spiele. Je zwei Feldschere und ein Arzt übernehmen die sanitäre Be- treuirtig, während ein Koch mit Feldküche und der dazugehörigen Bagage für die Verpflegung zu forgen hat.
Seinen besonderen Sinn erhält der Adolf-Hitler- Marsch durch die persönliche Berührung und durch den Austausch der aus einem fremden Gebiet stammenden Abordnung mit den Gastgebern auf der Durchmarschstrecke Durch die Einschaltung von Ruhetagen wird neben der Möglichkeit der Erholung vor allem Gelegenheit zu gemeinsamen, mit der örtlichen HI. durchzuführenden Heimabenden gegeben, die das Erlebnis einer sich über das ganze Reich erstreckenden Kameradschaft vermitteln werden. Der Austausch des landschaftlich gebundenen Liedgutes wird besonders dazu beitragen. Auch an Darfgemeinschaftsabenden werden die Marschgruppen mitwirken.
So werden die 25 Marscheinheiten, die sämtlich am 7. September in Fürth eintreffen, nicht nur selbst ein wertvolles Erlebnis erfahren, werden nicht nur durch all das, was sie kennenlernen, geschult, sondern tragen auch dazu bei, daß der
Adolf-Hitler-Marsch den Süden und Norden des Reiches, die Ostpreußen und die Sachsen und Rheinländer miteinander enger verbindet.
Diese Durchquerung Deutschlands soll aber auch ein Leistungsmarsch sein Jeder Teilnehmer soll nicht nur wahrend des Marsches die Prüfung für das HI. - Leistungsabzeichen ablegen, sondern er soll darüber hinaus auch beweisen, daß er Ausdauer und Härte besitzt, soll zeigen, ob er fähig ist, mehr Anstrengungen und Verantwortung auf sich zu nehmen wie die Menge seiner Kameraden. Er soll verzichten können auf die vielen kleinen Annehmlichkeiten eines bürgerlichen Lebens. Ein jeder hat zu beweisen, daß er Führerqualitäten besitzt und daß er seinen ihm später anvertrauten Kameraden Vorbild sein kann
Strahlenförmig aus allen Himmelsrichtungen werden die Einheiten dann vor dem Parteitag in einem Sammellager vor Nürnberg eintreffen, um hier noch einmal zu einer großen gemeinsamen Feier st unde zusammengefaßt zu werden. Am anderen Morgen stehen sie vor den Augen des Reichsjugendführers zum Appell angetreten, um anschließend beim Klang aller Nürnberger Glocken als erste Abordnung aus allen deutschen Gauen ihre Symbole in die Stadt der Reichsparteitage zu tragen
In der Reichsführerschule Potsdam der HI. kamen dieser Tage die Führer der 25 Marscheinheiten des Adolf-Hitler-Marsches zusammen, um die letzten Richtlinien entgegenzunehmen. Stabsführer Hartmann Lauterbacher wies darauf hin, daß diesem Marsch eine besondere Symbolik zugemessen sei. Er sei nicht nur eine körperliche Leistung, sondern ein Beweis dafür, daß die Jugend mit ihren Fahnen auch ihre Kraft und ihren Willen zu den großen Nürnbergkundgebungen tragen wolle. Die HI. sei die einzige Organisation, die diesen Marsch durchführe. Nicht nur in dieser einzigartigen Leistung, sondern auch in der Haltung werde sich hier die HI. beweisen, und der Marsch werde ein Ausdruck ihrer Disziplin fein.
„Deutschland kann aus seine Lufisahrt stolz sein!" Oberst Lindbergh« Besuch in Berlin.
Berlin, 23. Juli. (DNB.) Im Auftrage des Reichsministers der Luftfahrt Generaloberst G ö - ring empfing Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch im Reichsluftfahrtministerium Oberst Lindbergh. Bei diesem Empfana wurde das Programm der Besichtigungen festgelegt, die Lindbergh bei der deutschen Luftwaffe und Luftfahrt durchführen wird. Darauf fand im Haus der Flieger ein kameradschaftliches Zusammensein statt, an dem der amerikanische Geschäftsträger in Berlin, die Militär-, Marine- und Luftattaches der amerikanischen Botschaft und von deutscher Seite die Staatssekretäre Milch und Körner, Ministerialdirektor D i e ck h o f f vom Auswärttgen Amt, das Mitglied des Jnternattonalen Olympischen Komitees Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg, Vertreter des Propagandaministeriums, der Präsident des Aero-Clubs von Deuffchland Wolfgang von Gronau, Vertreter der Deutschen Lufthansa und der zufällig in Berlin anwesende Schweizer Flieger Mitte! Holzer teilnahmen.
In herzlichen Worten hieß Staatssekretär Milch im Namen von Generaloberst Göring den amerikanischen Gast und seine Gattin willkommen. Seinen Dankesworten schloß
Oberst Lindbergh
ein glühendes Bekenntnis zur Luftfahrt und eine eindrucksvolle Darlegung feiner Gedanken über die zukünftige Entwicklung und über die wesentlichsten Aufgaben der Luftfahrt an.
Das neue Deuffchland zu besuchen, so erklärte Oberst Lindbergh, ist besonders für den ein Vorzug, der an den Fragen der Luftfahrt intereffiert ist. Der Name Deutschland tritt immer wieder in der Geschichte der Luftfahrt hervor. Ich sehe selten eines unserer modernen Verkehrsflugzeuge, ohne an Junkers zu denken.
Wan kann volles vertrauen in die Zukunft der Flugzeuge haben, ohne dah dabei die Bewunderung für die Begabung, die Deutschland in der Entwicklung der Luftschiffe gezeigt hat, vermindert wird. Es muh für jeden Deutschen ein stolzes Gefühl sein, den „h i n d e n b u r g“ und den „Graf Zep -
Der bekannte amerikanische Ozeanflieger Oberst Lindbergh traf auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt Generaloberst Göring in Berlin ein. Oberst Lindbergh verläßt den Flughafen. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Die Luftfahrt hat die grundlegendste Aenderung, die je für einen Krieg entstanden ist, hervorgerufen. Sie hat das zerstört, was wir defensive Kriegführung nennen. Sie hat Verteidigung in Angriff
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