SSL.. Vehrmachl, Polizel und anderer Formationen.
bei dem jede Mannschaft aus 10 Mann besteht. Nach der Ankunft auf dem Berge haben die Teilnehmer — insgesamt 1000 Wettkämpfer — einen Keulenweitwurf mit anschließendem 50-Meter-Lauf au bestreiten. Den Abschluß bildet eine 10 mal 100- Meter-Pendelstafel, bei der anstelle des sonst üblichen Staffelholzes ein 5 Kilogramm schwerer Sandsack getragen werden muß. Der Kampf steht unter der Oberleitung des SA.-Gruppenführers Pol.-Präs. B e ck e r l e (Frankfurt) und das Vielerlei der Uniformen wird das ohnehin schon schöne und bunte Bild des Feldbergfestes weiter beleben.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags finden dann die alljährlichen Staffelläufe statt, Um den Jahn-Schild (5 mal 100 Meter, Männer) bewerben sich neben dem Verteidiger, dem Stadtsportoerein Frankfurt, nur Polizei Frankfurt und Vorwärts Bockenheim.
3m Kampf um den vorn Tv. Lollar verteidigten Lmanuel-Schmuck-Schild (5 mal 100 Meter. Männer) gehen fünfzehn Mannschaften
an den Start
und im 4 mal 75 - Meter - Staffellauf um den Brunhildis-Schild starten neben dem Verteidiger Vorwärts Bockenheim nur Stadtsportoerein Frankfurt und Tv. 1817 Mainz.
Um die Wettkämpfe ist ein herrlicher Rahmen gezogen, der die Eigenart des Feldbergfestes, nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern auch eine Kundgebung für Volkstum und Heimat zu sein, hervorhebt. Am Samstag gibt es in den Berghäusern einen deutschen B e r g a b e n d und spater eine völkische Feierstunde, wobei Gaudietwart Dr. Kahle (Frankfurt) am brennenden Holzstoß die Feuerrede halten wird. Der Sonntag beginnt mit Morgenfeier und Flaggenhissung und den Abschluß bildet am Nachmittag die Siegerverkündung auf dem „Philipp-Röbig-Platz".
ÄaswestdeusscheSegelsiiegerlreffeninHirzenhain
LPD. Segelfliegerlager Hirzenhain, 23. Juni. Der Dillkreis ist in dieser Woche Schau- platz eines Ereignisses, das infolge seines Zusammentreffens mit den Feierlichkeiten anläßlich der Einweihung der Eschenburg etwas in den Hintergrund trat, dessen Auftakt am Sonntag indessen bereits bestätigt hat, daß es der größten Beachtung würdig ist.
Es handelt sich um den Ausscheidungswettbewerb für den Rhönsege l f lug, der vom 21. bis 28. Juni zum dritten Male im westdeutschen Fliegerdorf auf der Hirzenhainer Höhe zur Austragung gelangt. 135 Flieger aus dem ganzen Westen des Reiches geben sich hier oben inmitten einer der landschaftlich schönsten Gegenden des Westens für die Dauer einer Woche ein Stelldichein, um auf ihren insgesamt 30 Hochleistungsmaschinen ihre besten Kräfte miteinander zu messen. Den Siegern winkt die höchste Gunst, die einem Segelflieger widerfahren kann, die Berechtigung zum Start auf der Rhön,
wo sich im August dieses Jahres wieder die Elite des Sports zum Kampf um den höchsten Preis vereint. Bei der feierlichen Eröffnung des Wettbewerbs gab Landesführer Segelflugkapitän Zahn als Vertreter der gastgebenden Landesgruppe Hessen der Hoffnung Ausdruck, daß der diesjährige dritte Wettbewerb in Hirzenhain, dem Ort guter alter Fliegertradition, dazu beitragen möchte, die Kameradschaft unter den Fliegern des Rheinlands, Westfalens und Hessens zu festigen. Nachdem er hierauf mit einem begeisterten Sieg-Heil auf den Führer, das Vaterland und die deutsche Fliegerei den Befehl zur Flaggenparade erteilt hatte, gab er den Wettbewerb frei.
Alsbald setzte eine emsige Tätigkeit der Wettbewerbsteilnehmer aller Gruppen ein. Gleich der erste Start führte zu einem Ueberlandflug von 140 Kilometer. Insgesamt starteten im Laufe des ersten Tages noch zehn Maschinen, von denen nicht weniger als sechs lieber land- flüge auszuführen vermochten, die in Richtung
Siegen, Köln, Siegburg, Hagen und Duisburg führten. Die vielen Hunderte von Kilometer, die bei gleichzeitig großem Höhengewinn schon am ersten Tage des Wettbewerbs erzielt wurden, berechtigen zu der Hoffnung, daß auch in diesem Jahre wieder eine große Leistungssteigerung, sowohl bezüglich der Piloten als auch der Maschinen, zu erwarten ist.
„Rund um Schottens-Rennstrecke mustergültig ausgebaut.
Der DDAC. schreibt uns: Eines der interessantesten und sportlich wertvollsten Motorradrennen war in den letzten zehn Jahren das Rennen „Rund um Schotten". Nachdem im Vorjahre diese bedeutsame Veranstaltung kurz vor ihrer Durchführung abgesagt werden mußte, weil ein kurzes Teilstück der sonst mustergültig ausgebauten Rennstrecke den sehr hohen Ansprüchen eines modernen Rennens nicht voll genügte, ist das Motorradrennen „Rund um Schotten", für das der DDAC.-Gesamtclub als Veranstalter zeichnet, für dieses Jahr erfreulicherweise nunmehr gesichert. Das 3% Kilometer lange Reststück der Strecke ist, nachdem sich die Regierung dafür eingesetzt hatte, ebenfalls tadellos ausgebaut worden, so daß sich nun die 16 Kilometer lange Schottener Rennstrecke für die große Konkurrenz im Juli in einer mustergültigen Verfassung präsentieren wird, um so mehr als die Strecke durch Rudingshain eine ganz neue Führung bekommen hat unter gleichzeitiger Aenderung der an der Einfahrt liegenden Brücke. Durch die tadellose Betondecke und die leicht überhöhten Kurven wird sich in Schotten den Fahrern die Möglichkeit bieten, selb st die schnell st en Maschinen völlig auszufahren.
Wieder jüdische Betrüger und Weinschwindler.
Mainz, 23. Juni. (LPD.) Vor der Großen Strafkammer zu Mainz rollte am 22.Juni wieder einer der vielen unerfreulichen Wein- und Steuerhinterziehungs-Prozesse
ab. Angeklagt waren in erster Linie die Juden! Richard und Robert Hirschberger aus Mainz, die jedoch beide flüchtig sind. Auf der Anklagebank erschienen Jakob Corell aus Armsheim und Paul Remark aus Bad Munster sowie Karl Keller und Ludwig Berger aus Wallertheim. Das Verfahren gegen den Mitangeklagten Horst wurde abgetrennt. — Die Angeklagten hatten rund 3500 0 Kilogramm Futters ucker der nur für Diehhalter steuerfrei ist, sich verschafft, um mit allerhand künstlichen Zusätzen eine Art „Stichwein" zu fabrizieren, von dem sie rund 200 Stuck an Essigfabrikanten verkauften unter der Vorspiegelung, es handele sich um Traubenstichwein. Durch die unrechtmäßige Beschaffung von Futterzucker hatten sich die Angeklagten Steuervorteile erschlichen und die Steuereinnahmen des Reiches erheblich geschädigt. — Die Verhandlung fand hinsichtlich der Beweisaufnahme unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Nach dem Verhör von zirka 15 Zeugen und mehreren Sachverständigen wurde in den Abendstunden das folgende Urteil verkündet: In Abwesenheit werden verurteilt die beiden flüchtigen Brüder Richard und Robert Hirschberger zu je 2 Jahren Gefängnis, je 50 000 Mk. Geldstrafe und je 5040,50 Mk. Wertersatz wegen Steuerhinterziehung und Vergehen gegen das Lebensmittelgesetz. — Keller wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe zum Vergehen gegen das Lebensmittelgesetz zu4Monaten Gefängnis, 20 000 Mk. Geldstrafe und 4090,50 Mk. Wertersatz. Aus den gleichen Gründen wurde Corell zu drei Monaten Gefängnis, 15 000 Mk. Geldstrafe und 2880 Mk. Wertersatz verurteilt. Berger erhielt eine Geldstrafe von 4000 Mk. wegen Steuerhinterziehung und 360 Mk. Wertersatz, Remark wegen Steuerhinterziehung und Vergehen gegen das Lebensmittelgesetz 4 M o - nabe Gefängnis, 25000 Mark Geldstrafe und 4396,50 Mark Wertersatz. Die Strafen wurden deshalb lo hoch angesetzt, weil die Brüder Hirschberger allein in einem Jahre über 600 Stück „Stichwein" hergestellt und verkauft haben.
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