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Oer erste Passagierflug mit ÖemLZ129/'

Wir betrauern tief denTodunseres 1b. A.H.

Unser langjähriges Vorstandsmitglied

Herr Gustav Bergen

Gießen, den 24. März 1936.

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Heuchelheim, den 24. März 1936.

1836 D

Heuchelheim, den 24. März 1936.

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Die Beisetzung findet am Mittwoch, dem 25. März, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

Auf alle Fälle

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Getötet, sechs schwer verletzt. Der SachschiHen ist sehr groß. In Mitteloklahoma richtete ein Sandsturm großen Schaden an. In verMede- nen Ortschaften mußten die Schulen geschlossen werden.

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Nach längerem Kranksein wurde gestern mittag mein innigstgeliebter Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Gustav Bergen

Fabrikdirektor L R

im 64. Jahre seines arbeitsreichen Lebens durch einen sanftenTod von uns genommen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Olga Bergen, geb. Dehn-Rottelser.

Stets N js heuip ÖDt I,

2m.

Bei herrlichstem Frühlingswetter startete der neue LuftrieseLZ 129" am Montag um 10 Uhr in Friedrichshafen zu seinem ersten Passagier­flug, der ihn in Begleitung seines kleineren BrudersGraf Zeppelin" über den Boden­see und dessen Randgebiete führte. In demLZ 129", der von Kapitän Lehmann gesteuert wird, nah­men die geladenen Teilnehmer, 101 Personen, Platz. Unter ihnen befanden sich Vertreter des Staates, der Partei und der Presse. An der Fahrt desGraf Zeppelin" nahmen 24 Personen teil, meist Vertreter der Werft und des Reichsluftfahrtministeriums. Die Führung des Luftschiffes liegt in den Händen von Kapitän von Schiller.LZ 129" landete um 15.30 Uhr glatt auf dem Flugplatz in Löwenthal, um in der dortigen Halle vorläufig Unterkunft Zu beziehen.Graf Zeppelin" setzte 17.15 Uhr zur Landung an. In Halle II, dieLZ 129" Montag früh verlassen hat, wird mit der Montierung des Bauringes desLZ 13 0" bereits begonnen. In der Nacht vom 30. auf den 31. März trittLZ 129" seine erste Südamerikafahrt nach Rio de Janeiro an.

Das Großartige dieser Fahrt liegt darin, daß die Schönheiten des Fluges in größter Bequem­lichkeit und räumlicher Freiheit genossen werden können. Die Fahrgäste sitzen in bequemen Sesseln, sie haben Gelegenheit, in einem geschmackvoll ein­gerichteten Raum das Essen einzunehmen und alle Vorzüge diesesHotels der Lüfte" zu ge­nießen. Der an der Fahrt teilnehmende Polizei-

dern dem gleichen Rußland der 3. International^ zuzuschreiben, vor welchem wir noch gestern Ab« scheu hatten, und mit dem wir heute in Nichtachtung der Geschichte und der nationalen Interessen Rumäfl niens liebäugeln."

Dann klagt der Marschall unzweideutig daS gleiche Frankreich des Vertragsbruches an, das heute selbst überVertragsbruch" klage. Obwohl Rumänien vor Eintritt in den Weltkrieg mit Frank« reich feierlich einen Vertrag über seine An« spräche bei den künftigen Friedensverhandlungen abgeschlossen habe, seien in völliger Mißachtung dieser feierlichen Vereinbarungen andere Grund« lagen angenommen worden. Wenn man von der Achtung vor Verträgen spreche, so müsse daran erinnert, werden, daß Rumänien m-i t Polen im Jahre 1920 einen ausgesprochenen Defensivoertrag gegen die Gefahr aus dem Osten abgeschlossen habe. Es wäre loyal von Rumänien, ehrlich auf jenem Standpunkt zu verbleiben, statt an neue politische Kombinationen zu denken.

(Eine halbe Milliarde Hochwasserschaden in Amerika.

Nach der letzten Berechnung beträgt der durch die Ueberschwemmungen in 13 Bundes­staaten angerichtete Gesamtschaden 507 Mil­lionen Dollar. 429 000 Menschen sind obdachlos geworden. Etwa eine halbe Million Arbeiter sind mit 'dem Wiederaufbau der heimgesuchten Gebiete beschäftigt. Insgesamt sind 171 Menschen Bet den Ueberschwemmungen umgekommen. Das Hoch­wasser des Ohio-Flusses hat am Montag weite Ge- biete von Kentucky in der Nähe von Louisville überflutet.

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Weiterbericht

des Relchswekterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Durch die Entwicklung einer Tiefdruckstörung über Deutschland hat sich die Zufuhr feuchter Meeresluft verstärkt. Dabei ist es im westlichen und südlichen Deutschland zu stärkerer Bewölkung und vielfach auch zu Regen gekommen. Die Groß­wetterlage zeigt zur Zeit lebhafte Wirbeltatigkeit über dem Ostatlantik und ein mächtiges Hochdruck- gebiet über Skandinavien. Wir verbleiben auf dep Grenze zwischen beiden Einflüssen, so daß sich vor­erst kein dauerhafter Witterungscharakter einstelleu wird.

Aussichten für Mittwoch: Zunächst wre- der freundliches, doch kein durchaus regensicheres Wetter, tagsüber Temperaturen um 10 Grad, ver­änderliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Voraus­sichtlich wieder unfreundlicheres und kühleres Wetter.

Lufttemperaturen am 26.März: mittags 18,2 Grad Celsius, abends 8,1 Grad; am 24. März: morgens 7,7 Grad. Maximum 19,4 Grad, Minimum heute nacht 7,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefs am 23. März: abends 8,7 Grad; am 24. März: mor­gens 7,2 Grad. Sonnenscheindauer 7,8 Stunden. Niederschläge 0,1 mm.

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SmMatten in Riga verhafte«.

Vorgehen der Polizei ohne Angabe von Gründen.

Berlin, 23. März. (DNB.) Wie wir aus Riga erfahren, erschienen in der Nacht von Donnerstag zum Freitag, 13. März, unerwartet in einer deutschen Privatwohnung in Riga B e - amte der lettischen politischen Polizei und verhafteten alle 15 an einem geselligen Beisammensein teilnehmenden Baltendeut­schen. Unter den Verhafteten befindet sich auch Erhard Kroeger, führender Vertreter einer Gruppe der jungen Generation des baltischen Deutschtums. Sämtliche Verhafteten wurden noch in der gleichen Nacht in das Haftlokal der politi­schen Polzei gebracht. Hier werden die Verhafteten fortgesetzt Verhören unterworfen. Gleich nach der Verhaftung hat die politische Polizei eingehende Haussuchungen in den Wohnungen der Ver­hafteten vorgenommen, wobei sie verschiedene Schriftstücke, Briefwechsel, Bücher u. a. beschlag­nahmte. Welches Vergehen den Verhafteten zur Last gelegt wird, ist einstweilen nicht bekannt. Im Zusammenhang mit dem in Lettland herrschenden Kriegszustand hat die politische Polizei die Mög­lichkeit, die Verhafteten bis zu sechs Wochen in Untersuchungshaft zu behalten. Wie wir ergänzend erfahren, nahm die politische Poli­zei am Donnerstag, 19. März, abends, weitere Verhaftungen und Haussuchungen in deut­schen Kreisen vor. Cs wurden weitere 17 Deutsche, darunter zwei Schüler, verhaftet. Auch hier wurde kein Grund angegeben, warum die Verhaftung erfolgte.

Wo steht Rumänien?

Marschall Averescu warnt vor einem Bündnis mit Awskau.

Bukarest, 23. März. Der Führer der rumä­nischen Dolkspartei Marschall Averescu ergreift unumwunden für Deutschland Partei und spricht sich mit aller Schärfe gegen das bol­schewistische Rußland aus, wobei er nach­drücklich für das polnisch-rumänische Abwehrbündnis gegen Sowjetrußland ein­tritt. ImUniversul" war im Zusammenhang mit den Londoner Besprechungen gesagt worden, daß der Führer Deutschlands, wenn er von der Unver­letzbarkeit der nationalen Würde spreche, den Friedensoertrag vergesse oder vergessen machen wolle, der 1918 Rumänien ausge­zwungen worden sei. Der Marschall, der im Weltkrieg gegen Deutschland kämpfte und während der Friednsverhandlungen Ministerpräsident war, stellt fest, daß Feldmarschall von Mackensen ihn mit größter Höflichkeit behandelt habe, und daß der österreichisch-ungarische Delegierte Gras C z e r - n i n und nicht die deutschen Vertreter für die da­malige Festsetzung der rumänischen Grenzen verant­wortlich gewesen sei.

Wir waren gezwungen, den Frieden zu schlie­ßen", so schreibt Averescu,weil uns unser Verbündeter, das bolschewistische Rußland, im Stich gelassen hat. Die Lage, in der wir uns in jenen tragischen Augenblicken befanden, ist nicht dem zaristischen Rußland, son-

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor KümmeL D.A. 11.36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen.

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Präsident von Magdeburg, Christiansen, rich­tete als Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin- Reederei herzliche Begrüßungsworte an die Teil­nehmer. Die Teilnehmer, so führte er u. a. aus, könnten stolz darauf sein, den heutigen Tay erleben zu dürfen. Das deutsche Volk werde in Kürze Ge­legenheit haben, dieses neueste Werk deutschen Gei­stes zu sehen, das selbstbewußt und stolz die Ziele ansteuern werde, die der Führer Deutschland gewiesen habe. Niemals wohl brauste ein Siegheil auf den Führer begeisterter durch den Aether als in dieser Stunde.

Anschließend hatten die Fahrgäste Gelegenheit, unter sachkundiger Führung den Laufgang des Schiffes und die Führergondel zu besichtigen. Neben Kapitän Lehmann gaben Kapitän P r u ß und Knut Eckener bereitwillig Auskunft auf zahlreiche Fragen. Besonderes Interesse fanden die Versuche mit dem Echolot, die während der ganzen Fahrt gemacht wurden. Allen Teilnehmern an diesem unvergeßlichen Rundflug fiel der geräusch­lose und erschütterungsfreie Gang der Motoren be­sonders angenehm auf. Das Luftschiff liegt selbst bei voller Fahrt vollständig ruhig.LZ 129' ist ein neuer, sinnfälliger Beweis für die unerreichte Leistungsfähigkeit des deutschen Luftschiffbaues.

Wirbel- und Sandstürme in USA.

Ein Wirbelsturm hat verschiedene Ortschaften Südmissouris heimgesucht und zahlreiche Häuser zum E i n st u r z gebracht. Zwei Personen wurden

Die Althermschaft der ehemaligen

Burschenschaft »Germania« Gießen

ist gestern verstorben. Wir stehen trauernd an der Bahre eines Mannes,

der während 36 Jahren ein pflichttreuer Mitarbeiter war und erst Mitte

vorigen Jahres in den Ruhestand trat

Sein Name ist nicht nur durch die Tätigkeit als kaufmännischer Direktor

mit dem der Firma auf alle Zeiten verbunden, sondern auch dem Menschen

und Freund werden wir immer ein dankbares Gedenken bewahren.

Betriebsführer und Angestelltenschaft der

Rinn & Cloos A.-G

Schiffsarzt

Dr. med. Fritz Bender