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werden ersucht, der Kriminalpolizeistelle Nach- die

richt zu geben.

Nr. 3

3. Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

und nur der Da es um das Arbeiter, feste ab, von denen hatte.

schreibmaschinen wurden ohne Schutzkassen und Zu­behör entwendet. Die Täter benutzten zum Ab­transport des Diebesgutes einen Personenkraftwa­gen und ließen bei der Zertrümmerung der Erker- schelbe den Motor mit erhöhter Tourenzahl laufen. Wie die bis jetzt gemachten Feststellungen ergaben, soll es sich bei dem Kraftwagen um einen kleinen dunklen Personenkraftwagen handeln, der das Kennzeichen IT mit vermutlich fünfstelliger Zahl führte. Personen, die bezüglich des Vorganges auch nur die geringsten Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, bei der Kriminalpolizei vorzu- b h M A"9"ben werden auf Wunsch vertraulich

Leben ging, verstand es mancher zuzupacken. So spielten sich Dinge man hier im Lande keine Ahnung

Genze ins Reich zu kommen. Als es einigen dann gelang, wie Oberbürgermeister Ritter im Jahre 1926, in Heidelberg

In brutalster Weise ging der Franzose mit den Eingesperrten um. Schlimmer noch als die dauern­den Kämpfe mit der französischen Polizei war die Auseinandersetzung mit den Separa-

dankte dem Oberbürgermeister, auf den starken Bei­fall hinweisend, für die ausgezeichneten Ausfüh­rungen, die er seinen nächsten Mitarbeitern gewid­met hat. Nach einer Pause sprach Pg. Pfeil über Ziele und Aufgaben des Neichsbun- des der deutschen Beamten und las aus bem ^V. B." einige wichtige Veröffentlichungen über das Wesen und die Aufgaben der Beamtenorganisa­tion vor. Weiterhin kündigte er Lehrkurse der Ver­waltungsakademie an, die Samstags und Sonn­tags bei genügender Beteiligung in Gießen abqe- halten werden sollen. Meldungen sind sofort aukzu- geben. Nach dem Treugelöbnis an den Führer wurde das Horft-Wessel-Lied gesungen.

Musikalische Darbietungen und angeregte Unter- im übrigen den Kamerad-

Auf dem ersten Kameradschastsabend der Fach­schaft 13Gemeindeverwaltungen" im Amt für Beamte des Kreises Gießen am gestrigen Donners­tagabend imAquarium" sprach nach würdiger Ehrung der im letzten Jahre gestorbenen Kamera­den Petri, Hörrle, Müller, Ahlsdorf und Kliffmüller durch den Fachschaftsleiter Pfeil

Oberbürgermeister Witter.

In seiner Rede hielt er den Beamten die Pflichten und Aufgaben vor Augen, deren Erfüllung der nationalsozialistische Staat im Hinblick auf die Volksgemeinschaft und in Treue und Ergebenheit zum Führer von ihnen fordert. Für sie alle ist es Pflicht, sich mit den nationalsozialistischen Gedanken anzufüllen und sich in die Gedankengänge der neuen Weltanschauung zu vertiefen, an denen das Volk sich begeistert und zu denen es sich mit fana­tischem Willen bekennt. Die Beamten müssen auch

den Führer zu sehen und ihn sprechen zu hören, ging ihnen die Erkenntnis auf, daß nur dieser Mann Deutschland retten könne, oder aber das Vaterland dem Untergang geweiht ist. Diese Menschen waren dem Führer mit Leib und Leben verfallen, und der gewaltige Ein­druck der Disziplin auf dem Parteitag 1919 in

Nürnberg bestärkte sie in diesem Glauben.

Damals fuhr Oberbürgermeister Ritter mit sei­nen Kameraden trotz Verbotes im Braunhemd mit dem Auto über die Grenze in die Heimat zurück, und sie nahmen erneut den Kampf bis zum endgül­tigen Siege auf.

Der Redner ging dann u. a. noch einmal auf die Systemzeit ein. Er wies die Beamten auf die Pflichten hin, die sie zur Erfüllung des national­sozialistischen Programms, das unverrückbar feststeht, einzuhalten haben, damit die Aufbauarbeit vorwärts schreitet. Er schilderte den Führer in seiner Wil­lensstärke und staatsmännischen Klugheit, in seiner Güte und Herzenswärme. In eindrucksvoller Weise beschrieb er das Schauspiel der ergreifenden Helden­ehrung der für die Bewegung Gefallenen.

Seinen Vortrag beschloß er mit der Aufforde­rung zu treuer Gefolgschaft für den Mann, der zum ersten Male im Weltgeschehen ein einiges deutsches Volk, beherrscht von einer Weltanschauung, geschützt von einer Armee unter einer Fahne geschaffen hat.

Fachschastsleiier Pfeil

Widerstand gegen den Separatismus bestärkten und Kampfschriften gegen Frankreich verteilten. Dabei gab es oft Schießereien, Schnellere konnte sein Leben retten.

Diebstähle.

In der Nacht zum 14. Januar wurden aus einem Gartenhäuschen Hinter den Schießgärten ca. 1 Ztr $TT=^bnermWutfer' 75 Pfund Eierlegemehl ""v 25 Pfund Fischmehl entwendet. In der Nacht zum 16. Januar wurde an einem Geschäft im Sel­tersweg ein 1 Meter langer metallener Reklame­handschuh entwendet. Personen, die über diese bei­den Diebstähle sachdienliche Angaben machen fön:

löfdjte fein Licht. Diese Nacht mit" ihrer keiliaen

begrüßte die Mitglieder und die Gäste aus dem Kreise der Handwerkerschaft, der DAF., des Jn- nungsbezirkes, des Arbeitsamtes und der Hand­werkskammer. Sodann gedachte er der im Jahre 1935 verstorbenen Mitglieder, zu deren Ehren sich die Versammlungsteilnehmer erhoben. Sodann gab der Obermeister einen kurzen Bericht über verflos- sene 25 Jahre des Bestehens der Innung. Er hob besonders hervor, daß nach der Machtüber- ""9me durch den Führer, Adolf Hitler eine wesent- liche Besserung in der Lage des Handwerks zu ver­zeichnen sei. Sodann überbrachte Herr H o - w a h r d e als Vertreter des Bezirks-Innunqsmei- sters Mohrmann dessen herzliche Grüße zum Jubiläum. Kreishandwerksmeister St ü h l e r über- mittelte die Grüße der Handwerkskammer Darm- stadt und der Kreishandwerkerschaft. Er bealück- wunfchte die Schmiede zum 25jährigen Batzen >'rerc» I""ung. Ferner sagte er dem Obermeister der Innung Dank für seine fünfjährige Arbeit im Dienste der Innung.

Anschließend fand die feierliche Lossprechung der Gesellen statt. In eindringlichen Worten wurden -'.2 jungen Gesellen auf die Pflichten hingewiesen.

Kameradschastsabend der IachschastGememdeverivallungen"

Ein Vortrag des Oberbürgermeisters Ritter.

die zu des Lebens Notdurst gehörten. Weit wich­tiger war der große Holztisch an einem, die Staf­felei mit bespannter Leinwand am anderen der beiden Fenster.

Für einen müßigen Menschen hätte es wohl allerlei zu sehen gegeben auf diesem Hof, der täg­lich einen kleinen treffenden Querschnitt aus Leben und Treiben sämtlicher Anwohner lieferte und ein gut Teil Geräusch und Gerüche gratis dazu. Aber Drau wußte nichts von feiner Umwelt, nicht, daß im Sommer ein hübscher Lockenkopf über Kästen blühender Wicken hinweg neugierig und abenteuer- bereit zu seinem Fenster herüberlugte, sticht, daß der weißhaarige, gelähmte Kriegsinvalid nebenan, der zwei Jahre geduldig in seinem Rollstuhl am Fenster gesessen, sanft eingeschlafen war, nicht, daß das junge Ehepaar im dritten Stock Zwillinge be­kommen, der Chauffeur, bei dem sie zur Unter­miete wohnten, oft betrunken nach Hause kam und seine Frau prügelte.

Wie weltentferntes Meeresbrausen glitt all dies hastende, sorgenbelastete Dasein vieler, auf engen Raum jufammcngebrängter Menschen an seinen binnen vorüber, ohne irgendwelchen Eindruck zu hinterlassen. Denn Joachim Drau hatte seine Seele einer Göttin verschrieben, die ungeteilte Liebe, völ­liges Aufgehen in ihrem Dienst forderte, die Hunger und Not, Verkennung und Spott, Einsamkeit und Mühsal ohne Ende dafür schenkte und eine heiße, glühende Glückseligkeit, die nur der zu empfinden vermag, der sich der Kunst weiht. Freiwillig über­nommenes Märtyrertum in einer Zeit seelenloser Technik und Maschinenanbetung.

Als er an den Tisch herantrat, sah er baraur eine praHe Mettwurst liegen unb in deren Rund ein Marzipanschwein mit einem kleinen grünen Vlerklee in dem Rüssel, worauf rotgedrucktEin glückliches Neujahr" gewünscht wurde.'

Unangenehm berührt runzelte er die Stirn Wenn bie gute Frau nur biefe Aufmerksamkeiten unterlassen wollte! Lästig war bas, verpflichtete nur nod) mehr, als er ihr ohnehin verpflichtet war. Aber gleich barauf lächelte er, ein launiges Lächeln, bas die ernsten Zuge merkwürbig verschönte. War das steifbeinige Schweinchen ba am Enbe ein gutes Omen, bie Wurst bas Symbol künftigen Wohl­ergehens im neuen Jahr?

Roch immer leise vor sich hinlächelnd, heftete .

und private Dienstleistungen (ohne die häuslichen Dienste), lieber die Zugehörigkeit der Betriebe zu den Betnebsgruppen erteilen die Arbeitsämter in Zweifelsfällen bereitwilligst Auskunft. Zur Ver­meidung von Mißverständnissen wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die zweite Ver­ordnung des Reichsarbeitsministers zur Durchfüh­rung des Gesetzes über die Einführung eines Ar­beitsbuches vom 17. Januar 1936 sich lediglich auf btejenigen Betriebsgruppen bezieht, die in der ersten Bekanntmachung des Präsidenten der Reichs­anstalt vom 18. Mai 1935 genannt sind. Die Ver­ordnung des Reichsarbeitsministers gilt demnach noch nicht für die jetzt aufgerufenen Betriebs­gruppen.

Ehrung für Professor Or. Temesvary.

25 3^rc Schmiede - ^nnun^ A'^en.

Die Schmiede-Innung für Stadt und den Kreis ' Gießen hielt dieser Tage ihre Jahreshauptver­sammlung ab und verband damit die schlichte Feier ihres 25jährigen Bestehens. Obermeister Haas

Drau einen großen Bogen mit Zwecken aufs Reiß/ brett. Nur die Umrisse festhalten, die feine Wöl- bung der Brauen, der Lippen--Die Farben

nutzten bis morgen warten. Gab es diese Farben überhaupt diesen rosig durchschimmernden Perl­mutterhauch, dieses satte, tiefe Blau der Augen, die sur Sekundenlänge so seltsam ernst, ja traurig zu ^bl ckt?ch^"db" bes Weihnachtssterns empor-

Listen, von denen, geschützt durch den Londoner Vertrag, mancher Perräter noch frei herumlaufen darf. Ader an dem Willen der Bevölkerung schei­terten auch diese Versuche. Gleichzeitig mit diesem Abwehrkampf setzte der Kampf um die Bewegung ein, die drüben noch verboten war. Aber schon 1924 gelangen in einem Wahlfeldzug beachtliche Erfolge. Bei Nacht und Nebel wurden Flugblätter verteilt und Propaganda gemacht. Da die Bewe­gung nicht anders vorzutreiben war, wurden ge­heime Besprechungen abgehalten, und manch einer wurde doch aufgespürt oder verraten und wurde dann von den Franzosen festgehalten. Da man von Ort zu Ort sich nur verschwiegen herum- schleichen konnte und zuverlässige Leute nicht kannte, war die Arbeit furchtbar schwierig; denn jeder ris­kierte seine Freiheit, weil ihm jahrelange Zucht­hausstrafen drohten. Dennoch wurde an der frü­heren Wirkungsstätte des Oberbürgermeisters ein Ziel erreicht, wie in keiner anderen Stadt Hessens. Auch in der Zeit, als die Eisenbahn nicht verkehrte, wurde durch aktives Einsetzen passive Residenz ge­übt und dem Franzosen erheblicher Schaden zuge­fügt. Für den Beamten war die Lage besonders schwierig, weil er kein Geld bekam. Die Gehälter wurden erst aus Darmstadt über die Grenze ge­schmuggelt, und bei dem steten Abgleiten der Mark war der Zeitverlust dopvelt fühlbar. Die Separati­sten druckten eigenes Geld und versuchten damit immer wieder das Volk für sich zu gewinnen. Ihr Erfolg war aber so wie der der Separatisten aus Mainz und Bingen in Alzey/die mit Holzprügeln aus der Stadt geprügelt wurden.

In jenen Zeiten, in denen man auch nur in

W edersehensfeier

des (5 -Bataillons 53 in (Hießen.

Zu einer Wiedersehensfeier treffen sich, wie be­reits gemeldet, die Kameraden der im Jahre 1935 beim Ergänzungs-Bataillon 53 in Gießen durchge- führten achtwöchigen Ausbildungskurse am morgi­gen Samstagabend in der Volkshalle zu Gießen. Zu der Feier werden die jetzt unter den Waffen stehenden Mannschaften des Bataillons, mit der Musik an der Spitze, von der Unterkunft in der Gailschen Fabrik nach der Volkshalle marschieren. Dort werden im Verlaufe des Abends nach der Begrüßung durch den Bataillons-Kommandeur und der Ansprache eines ehemaligen Schützen des Erg.- Batls. 53 mancherlei gesellige Darbietungen den Abend bereichern. U. a. sei hingewiesen auf inter­essante lebende Bilder, die von den Kompanien des Erg.-Batls. gestellt werden, auf Bodenturnen und auf eine Filmvorführung, in der die Vereidigung der Rekruten unddas Erg.-Batl. 53 im Dienst" Sezeigt werden. Tanz wird den Abschluß des ,benos bilden. Bis jetzt liegen schon erfreulich viele Anmeldungen beim Bataillon vor, besonders auch von den auswärtigen Kameraden selbst von jenseits des Rheins, so daß von vornherein mit einem vollen Erfolg der soldatischen Abendfeier gerechnet werden kann. Jeder Volksgenossen hat zu der Feier Zu­tritt, sowie der Raum es gestattet. Eintrittspreis 50 Pf., wofür jeder Besucher die Festschrift kosten­los erhält.

Bunte Abende des ^eichssenders fironffurf

für das WHD. am 25. Januar und 5. Februar.

Der Präsident der Reichskulturkammer, Reichs­minister Dr. Goebbels, hat an die Einzel­kammern der Reichskulturkammer die Aufforderung zur tätigen Mitarbeit an dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes gerichtet. Dem Wunsche des Präsi­denten der Reichskulturkammer entsprechend führt demgemäß auf Anregung und unter Mitarbeit der Reichsrundfunkkammer die Reichsrundfunkgefellfchaft eine großangelegte Aktion für das Winte'rhilfswerk des deutschen Volkes durch. In Verfolg der von der

der Nacht zum 23. Januar gegen _.v_ wurde nach Zertrümmerung der Erkerscheibe einer in der Bahnhofstraße gelegenen Verkaufsnie­derlage aus dem Schaufenster nachstehende Rechen- und Schreibmaschinen, FabrikatRheinmetall" ent­wendet. Es hand-lt sich um 1 RechenmaschineHalb­automat E D. WII c 20 485", 1 elektrische Rechen­maschineKEI e 23171", 1 Handrechenmaschine I f 23 867", 1Standartschreibmaschine 52 637", 1Rheinitaschreibmaschine 53148", 1Koffermaschine (grün) 176 297", 1Koffermaschine (schwarz) 176646" und 1 KleinschreibmaschineKappel Fips" fabrik- neu, Nummer unbekannt. Die 4 Rheinmetall-

Am gestrigen Donnerstag, 23. Januar, konnte der Unloersitäts-Musikdirektor und Chormeister des Aka­demischen Gesangvereins und des Bauerschen Ge- lÄerein5' Professor Dr. Temesvary, seinen SO. Geburtstag begehen. Aus diesem Anlaß versam­melten sich gestern abend der Chor des Akademi­schen Gesangvereins und zahlreiche Mitglieder des Bauerschen Gesangvereins im Saale des Gasthauses Hindenburg zu einer schlichten, herzlichen Ehrung ihres Chormeisters. Im Namen der Sängerinnen und Sänger brachte Professor Dr. Eger, der Vor­sitzende des Akademischen Gesangvereins, zugleich auch für den Bauerschen Gesangverein dem Jubilar herzliche Glückwünsche zu seinem 50. Geburtstag dar und würdigte dabei mit herzlichen Worten der An­erkennung die fruchtbare künstlerische Tätigkeit Pro­fessor Dr. Temesvarys auf Dem Gebiete des Gesangs und der Musik in unserer Stadt. Besonders hob er hervor, daß der Jubilar auch unter schwieri­gen Verhältnissen trotz des öfteren Fehlens ausrei­chender materieller Grundlagen bedeutende Konzert- Veranstaltungen zustande brachte und sich dadurch um das künstlerische Leben in unserer Stadt große Verdienste erworben hat. Professor Dr. Temes­vary dankte von Herzen für die schöne Ehrung, die ihm von den beiden Vereinen in vorbildlicher Verbundenheit bereitet wurde, er teilte bei dieser Gelegenheit mit, daß er nun bereits seit zehn Jah­ren als Schaffender im Musikleben der Stadt Gie­ßen mitwirke. Im Anschluß an die Ansprachen ver­brachten die Sängerinnen und Sänger in Gemein­schaft mit ihrem künstlerischen Leiter noch einige Stunden in bester geselliger Gemeinschaft.

miimiiMiM.

Vornan von H. von Hellennann.

Copyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68

r-?lilnr.3iLtcrtc öie Hand nicht mehr. Ruhig, sicher führte sie den Koblenstift, fügte Strich an Strich, ent- ternte, betonte, schattierte. Studien entstanden. Im­mer dasselbe Frauenantlitz in verschiedenen Stel- ungen, von vorn gesehen, im Profil. Immer deut- ilcyer, immer sprechender ward die Aehnlichkeit.

Da sank dem verbissen Schaffenden plötzlich der er ^umelte, griff nach dem Tisch, um nidjt zu stürzen, stand mit zitternden Knien, schwer atmend, halb darübergebeugt, unfähig sich auf^u- ^eine Schweißtropfen perlten auf der Stirn. Er tastete nach dem Stuhl, riß die Augen weit auf, vor denen alles zu kreisen begonnen 9 ro,ei?er diese Schwäche. Verflucht nochmal konnte man den jämmerlichen Körper nicht zum Gehorsam zwingen, war man denn sein Sklave oder Herr? Richtig, er hatte zu essen vergessen. Müh-

N ippte " sich zu dem Küchenschrank. -Groß war die Auswahl der vorhandenen Speisen nicht ein ?est Margarine. Und d?s Blechdoschen? Ach ja, - die Weihnachtsgabe seiner ?;^IN, bie er am dreiundzwanzigsten bei seiner Heimkehr aus dem Krankenhaus oorgefunden Kakao mit Trockenmilch vermischt.

vierer Zug grub sich um den Mund des Mannes. Armut und Stolz waren schlechte Gefäbr- ten. Hunger tat weh, Hunger war die Triebfeder aller sozialen Umwälzungen. Wie hieß doch nfpirh bas »ort.Ein (öfter Bauch ranbaHert ntoM 4

Seufjenb tu[1te Drau den kleinen Steffi mlt Wasser, guckte, in trübes Sinnen verloren x- blaue Gasflamme, bis das Wasser siedete und rührte sich eine Tasse Kakao an. Das heiße Getränk tut lhni wohl. Nun mußte auch die Wurst daran glauben, die er vorhin so verächtlich beiseitegescho" Müllel ech ?ut?r fiert" bie °°rwL

Aber als sich draußen ein Schlüssel drehte Schritte hörbar wurden, sprang Drau lautlos ^1,

5. Kapitel.

Rtermus faß an ihrem Schreib- otur b ,re$neffe- Noch einmal glitt die Feder die Zahlenreihe entlang - es stimmte, leider Sie Ä "ddleren,, so oft sie wollte, das Ergebnis ^b dasselbe. Sie legte die Feder fort, faltete die mft h^r UnPrVbem- aufgeschlagenen Wirtschaftsbuch nut der verhängnisvollen Zahl und überlegte.

"^hrmals herabgesetzten Zinsfuß hatte s'ch 'hre kleine Jahresrente - der Rest eines niAt grofeen, aber auskömmlichen Vermögens aber- mals verringert, die Ausgaben aber waren ae- ftiegen um siebzig Mark in einem Monat 2§ie Zur das nur gekommen? Mit sorgengekrauster ^r IrantöfifL10 ^Unf ia: $Qn6 neue Stiefel, ben t « Jpan,^e Fortbildungskursus,

bn« oruF J ? f°s. flehentlich erbeten. Und richtig: S.^^rbeiten der Matratze. Da hatte sie die ^umme schon zusammen. War eine dieser Aus­gaben überflüssig gewesen? Nein. Und neue droh- r" ~ ore Kohlen gingen zur Neige, der Küchen- vsen rauchte, er war ausgebrannt, aber der Haus- "icht umsetzen, schwor, daß er selber iein Qjeiö habe.

.Ach, dieses schreckliche, dieses abscheuliche Geld Seufzer b mön leben konnte--Ein tiefer

MÜttile^'?""^ bebrän9t ^ch denn so schwer,

Wie auf einer Schuld ertappt, fuhr Frau Mar­gret herum.Du, Grete? Ich habe dich ja gar nicht hereinkommen gehört!" H ma)t

f.a sieht man, wie vertieft du in deiner Be- chaftigung warst", lachte das Mädchen, bas in ISPS schlank aufgereckten, strahlenden blonden mar$esmln ^'ld für stolze Mutteraugen

was.', 'Aas hast du denn gemacht, deine Schöbe ?^ublt? Sie war hinter der Mutter Stuhl ge­treten, küßte sie aufs Haar. 9

W. ÄÄ 9WJS

(Fortsetzung folgt!)

untereinander Nachsicht zeigen, alles Kleinliche ab­streifen und über Die örtlichen Verhältnisse hinweg auf das große Ganze sehen. Jeder muß sich voll und ganz auf dem Platze, auf dem er steht, ein­setzen, dann erst nützt er dem Polke.

Der Nationalsozialismus sieht die vornehmste Ausgabe darin, das Volk zusammenzuführen und Gegensätzlichkeiten auszumerzen. Darum muß der nationalsozialistische Beamte Vorbild und Ratgeber dem Volke fein und an seiner Ausrichtung mithelfen. Er muß an sich selbst arbeiten, dann wird er auch den Volksgenossen in seinen Nöten und Sorgen begreifen lernen.

Wer die Widerwärtigkeiten während der franzö­sischen Besatzung am Rhein rnitgernacht hat, der wird allen Kleinkram, auch in den eigenen Reihen, beiseite lassen und sein Augenmerk auf die grü­ße ren Aufgaben richten, die wir alle zu er­füllen haben. Darum bot der Oberbürgermeister einen Einblick in den Kampfgeist jener Menschen am deutschen Rhein, zu denen er sich stets hingezo­gen fühlt, und mit denen er als Bürgermeister in Rheinhessen aktiv am Widerstand gegen die Fran­zosen teilgenommen hat. Er schilderte die Versuche der 1918 einmarschierten Franzosen zur Gewin­nung der Bevölkerung für ihre Absichten, den Rhein zur Grenze Frankreichs zu machen. Die Franzosen haben bie verschiebensten Methoben an- gemanbt, um schließlich in einigen Teilen des Volkes Fuß fassen zu können. Unter diesen Separa­tisten befanden sich viele Geistliche, weil sie dem Worte der Franzosen glaubten, die ihnen einen autonomen Staat versprachen. Sie erkannten aber nicht die Absichten der Franzosen, das Volk zu spalten, um ihre Machtaelüste zu be­friedigen. Als diesen Zielen Der Franzosen der

Hastig strebte er weiter, den lahmen Fuß in wü­tender Ungeduld zur Eile zwingend. Die lärmen­den Rufe verstummten, ein letztes Echo der Glocken verhauchte hallend an den Mauern der engen Straße, die, Schutz und Gefängnis zugleich, alle Mühen und Nöte des armen Alltags umfing. Dunkel und grau war die Gaffe bei Tag, jetzt leuch­tete sie festlich im Glanze frischgefallenen Schnees. Der Gedankenversunkene lächelte leise vor sich hin. War es nicht wie ein Abglanz der Schönheit, die ihm soeben offenbart worden?

Das Haus lag still, als Drau die vier Treppen hinaufklomm, leer ober schlafenb. Die Stufen waren ausgetreten, viele Füße beschritten sie täglich, von Sorge belastet, selten von Freube beschwingt. Es war eine Gegenb, bie ben Hunger besser kannte als das Sattsein.

An einer Tür zur Rechten blieb Drau stehen, zog den Schlüssel aus ber Tasche unb öffnete. Dunkel unb still auch hier ber Flur, ben Küchenbunst und Gasgeruch füllte. Seltsam, wie wenig es den Men­schen nach frischer Luft verlangte, dächte Drau, sich durch die schrankbestandene Enge hindurchtastend.

Durch die gardinenlosen Fenster seines Zimmers strömte Mondschein, dessen Silberhelle den kahlen, ärmlichen Raum in märchenhaft geheimnisvoll, n Glanz tauchte. Aber Joachim Drau hatte keinen Blick für diese Verwandlung. Mit Händen, die vor innerer Erregung zitterten, nahm er die Streich- Holzschachtel vom Schrank neben ber Tür unb zün­dete die Gaslampe an, in bereu grellem Licht bie vertriebene Nüchternheit zurückkehrte unb sich breit­machte wie jemand, ber weiß, wo er hingehört.

Ein Schlafsofa, ein Waschgestell auf einer Bank neben ber Wasserleitung, auf ber anderen Seite ein Gasofen und zwei auseinandergestellte, rot ange­malte Kisten, die zur Aufbewahrung des Geschirrs dienten, ein Kleiderschrank das waren die Dinge,

Reichs-Rundfunk-Gesellschaft gegebenen Richtlinien hat der Reichsfender Frankfurt zunächst zweiBunte Abende" für das WHW. angesetzt, und zwar einen am 25. Januar im Saalbau in Frankfurt a. M., den anderen am 5. Februar m ber Stabt Trier. Bei beiben Veranstaltungen, bie vom Reichssender Frankfurt übertragen werben, wird der Abteilungsleiter in der Reichs-Rundfunkkammer R o ft o f k y sprechen. Versäume darum niemand die Gelegenheit, ben Veranstaltungen, bie restlos im Dienste ber Winterhilfe^ stehen, beizuwohnen bzw. sein Interesse burch Abhören ber Uebertragungen zu bezeugen.

Ser Einbruchsdiebstahl in der Bahnbos^raße.

Der Pollzeiberlcht.

energische Widerstanb ber Deutschen entgegenprallte, dringenden Fällen einen Grenzübergangsschein be­gingen sie daran, alle ihnen unbequemen Männer kam, war es ein Wagnis, die Verbindung mit dem auszuweisen, oder in die Gefängnisse zu werfen. Führer aufrecht zu erhalten. Auf die verschiedensten Es ist nicht gezählt, wieviele Tausend in Not und Arten wurde immer wieder versucht, über die Sorge nur deswegen schwebten, weil sie sich zu ' * Off' ~s

ihrem Volke bekannten. Es waren immer wieder Leute zur Stelle, die alles wagten und, wie es der Oberbürgermeister an eigenen Erlebnissen deut­lich machte, trotz des Verbots sich nachts auf die Straßen wagten und durch Ankleben von Plaka­ten und Verteilen von Aufrufen das Volk in feinem

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