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Wirtschaft.

Durchführungsverordnung zum Gesetz über Verbrauchergenossenschaften.

FWD. Im Reichsgesetzblatt Teil I vom 22. Januar 1936 werden die zweite und dritte Durchführungs­verordnung zum Gesetz über Verbrauchergenossen­schaften veröffentlicht. Danach sind Geldschulden sol­cher Verbrauchergenossenschaften, die sich auf Grund des Gesetzes vom 21. Mai 1935 auflösen, vom Tage der Eintragung des Auflösungsbeschlusses in das Genossenschaftsregister ab nicht zu verzinsen, aus­genommen sind solche vor dem Inkrafttreten des Gesetzes über Verbrauchergenossenschaften begrün­dete Darlehensscbulden, für die im Falle eines Kon­kurses eine abgesonderte Befriedigung nach § 47 der Konkursordnung beansprucht werden könnte.

Weiter wird verordnet, daß die Liquidatoren sol­cher Verbrauchergenossenschaften, die sich auf Grund des Gesetzes vom 21. Mai 1935 auflösen, Miet- und Pachtverträge, die vor der Eintragung des Auf­lösungsbeschlusses in das Genossenschaftsregister ab­geschlossen sind, kündigen können, die Kündigungs­frist ist die gesetzliche. Kündigen die Liquidatoren, so ist der andere Teil berechtigt, Ersatz des ihm durch die Aufhebung des Vertrages entstehenden Schadens, jedoch nicht mehr als den Betrag einer Jahresmiete oder Jahrespacht, zu verlangen.

Fortschritte im oberhessischen Bauxit-Bergbau.

Fwd. Seit nunmehr etwa einem Jahre hat man begannen, das einzige Bauxit-Vorkommen in Deutschland, die oberhessischen Bauxit-Gruben, aus­zubeuten. Inzwischen sind hier beachtliche Fort­schritte erzielt worden. Der Absatz ist für die näch­sten IV2 Jahre gesichert. Abgesetzt werden bereits monatlich 1250 Tonnen gewaschener, aufbereiteter Bauxit. Das Aufbereitungsverfahren liegt bei den Buderusschen Eisenwerken AG. in Wetzlar. Außer dieser Firma betätigen sich noch die Mannesmann-Werke im Verkauf von Roh­bauxit für die Stahlindustrie. Deutschland führt jährlich heute ca. 450 000 Tonnen Bauxit vor allem aus Ungarn, Istrien und Dalmatien im Werte von bis zu 10 Mill. Mark ein. Die gesamte Aluminium- und Corund-Erzeugung war bisher ausschließlich von Auslandslieferungen in Bauxit abhängig. Alu­minium und Corund haben aber trotz des Bezuges von Auslandsbauxit noch eine aktive Devisenbilanz. Der Oberhessische Bauxitbergbau hofft, durch ge­eignete Aufbearbeitungsoerfahren die Qualität der oberhessischen Bauxite noch verbessern zu können. Im übrigen stellen sich die Bauxit-Vorkommen als erheblich größer dar, als zu Beginn der Förder­arbeiten angenommen wurde. Die Aufbereitung der oberhessischen Bauxite erfolgt auf der Eisenstein­grubeAlbert". Sie ist betriebstechnisch so verbun­den, daß jederzeit nur Bauxit oder nur Eisenerze, oder auch gleichzeitig beide nebeneinander geför­dert werden können. Beschäftigt werden im ober­hessischen Bauxit-Bergbau z. Zt. 75 Mann, es be­steht aber berechtigte Aussicht auf Mehrbeschäf­tigung.

Neuer Kupferbergbau im Oillgebiet.

Fwd. Wie der Fwd. erfährt, beabsichtigen die Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar zusammen mit einigen Interessenten für Kupfererze die alten Kupfergruben im Dillgebiet wieder aufzuwältigen, um festzustellen, ob die Erz­führung der im Gebiet dieser Gruben vorhandenen Gänge mit modernen Mitteln eine Erzaufbereitung gestattet. Mit dem Aufwältigen des alten Schachtes einer dieser Gruben soll Anfang Februar begonnen werden. Man hofft, mit Hilfe des Flotationsver­fahrens eine erfolgreiche Förderung zu erreichen.

Erweiterung des Phosphorit-Berg- baue« im Labn-Ditlgebiet.

Fwd. Die Untersuchungsarbeiten im Phosphorit- Bergbau des Lalxn-Dill-Gebietes gehen planmäßig weiter. Ein tatsächliches Ergebnis wird bis Früh­jahr dieses Jahres erwartet. Wie der Fwd. hört, soll neben den beiden Betrieben bei Staffel bei Limburg an der Lahn eine dritte Grube in der Gemarkung Allendorf bei Weilburg erschlossen werden.

Die Siegerländer Roheisenerzeugung im Jahre 1935.

Fwd. Die Roheisenerzeugung des Siegerlandes hat auch im Dezember 1935 eine weitere Zunahme erfahren. Sie betrug 35165 Tonnen gegen 34 577 Tonnen im November. Für das ganze Jahr 1935 beziffert sich die Siegerländer Roheisenerzeugung auf 361 851 Tonnen. Sie übertrifft damit die Er­zeugung des Jahres 1934 von 314 311 Tonnen um rund 15 v. H. Da ein Siegerländer Unternehmen fein bisher stilliegendes Hochofenwerk wieder in

Betrieb nimmt, wird in absehbarer Zeit mit einer weiteren Steigerung der Roheisenerzeugung gerech­net. Im Siegerland und Sauerland befinden sich zur Zeit neun Hochofenwerke mit 13 Hochöfen.

Rhein-Mainische Börse.

Mittagsbörse schwächer.

Frankfurt a. M., 23. Jan. Die Börse erfuhr am Aktienmarkt eine allgemeine Abschwächung, und zwar ergaben sich durchschnittliche Verluste von 1 v. H. Insbesondere nach den ersten Notierungen verstärkten sich die Abgaben sowohl aus Kreisen des Publikums und der Kulisse, während Nachfrage nur in ganz bescheidenem Umfange vorlag. Die Stimmung war recht unsicher. Die vorliegenden günstigen Wirtschaftsmeldungen reichten nicht aus, um der Haltung nennenswerten Widerstand zu geben. Matt lagen besonders Montanaktien. Stahl- oerein 77,75 bis 76,75 (78,25), Mannesmann 82 bis 81,50 (82,65), Rheinstahl 109,25 bis 108,25 (108,65), Hoesch 87,50 bis 86,50 (88,25) Klöckner 83,65 bis 83 (84,65) und Buderus 96 (96,50), IG. Farbenindustrie gingen auf 150,75 bis 150,25 (150,90) und Deutsche Erdöl um 1,25 v. H. auf 107,75 zurück. Am Elektromarkt verloren AEG., Bekula, RWE. und Schuckert bis 0,50 v. H., Licht & Kraft 0,75 v. H.; Siemens notierten mit 172,75 bis 171,50 (172). Von Maschinenaktien blieben MAN mit 101 gut gehalten, Muag und Ehlingen zogen noch etwas an auf 78,40 (78,13) bzw. 89,75 (89,25), Daimler verloren 0,50 v. H. auf 96,25. Zellstoff- und Papierwerte gaben bis 1 v. H. nach, ferner ermäßigten sich AG. für Verkehr auf 101,25 (102,25), Allg. Lokal & Kraft auf 121,50 (122), Westdeutsche Kaufhof auf 31,90 bis 31,50 (32,75) und Cement Heidelberg auf 123 (123,50). Aku blie­ben mit 54 behauptet, Reichsbank lagen etwas höher mit 185,40 (185), später aber etwa 184,50.

Auch am Rentenmarkt zeigte sich in den variablen Werten Abgabeneigung, etwas fester waren lediglich Zinsoergütungsscheine mit 92,90 (92,60), während Altbesitz 0,13, Kommunal-Umschul- dung 0,10 o. H. abbröckelten. Auch zertif. Dollar- Bonds gingen etwa 0,25 v. H. zurück. Späte Schuld­buchforderungen blieben zu 96,40 behauptet. Von fremden Werten eröfneten Ungarn Gold mit 9 (8,95).

Im Verlaufe herrschte starke Zurückhaltung. Eine Erholung war nirgends zu verzeichnen, vielmehr bröckelten ein großer Teil der Aktienkurse weiter um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. ab., so u. a. IG. Farben, Reichsbank, Hoesch, Daimler und einige Elektrowerte. Mehr gedrückt waren Holz­mann mit 93,75 (95,25), andererseits lagen Hanf­werke Füssen 1 v. H., Berger Tiefbau 0,65 v. H. und Südd. Zucker 0,50 o. H. fester. Eßlingen Maschinen konnten sich ziemlich behaupten mit 89,50 nach 89,75. Sehr schwach waren erneut Auslandswerte, wie Chade A bis C mit 279,75 bis 278,50 (283,50), auch Schweiz. Bundesbahn-Obligationen wurden mehrprozentig niedriger taxiert.

Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz und Kommunal-Umschuldung sowie Industrie-Obliga­tionen leicht ab, Zinsvergütung blieben zu 92,90 gesucht. Goldpfandbriefe lagen unverändert, ebenso Stadtanleihen. Liquidationspfandbriefe meist 0,13 v. H. niedriger, Nass. Liquid, jedoch 101,90 (101,75) und Nass. KO. 93,75 (93,65). Auslandsrenten lagen im Verlauf schwächer. Ungarn Gold gingen auf 8,80 nach 9 zurück. Tagesgeld weiter gefragt mit 2,50 (2,25) v. H.

Abendbörse ruhig.

Nach den Abschwächungen von heute mittag zeigte die Abendbörse bei sehr kleinen Umsätzen eine widerstandsfähige Haltung, zumal da kein Angebot mehr vorlag. Die Kurse waren gegen den niedrigen Frankfurter Schluß meist mäßig erholt, gegen den schon etwas erholten Berliner Schluß blieben sie behauptet. Für Westdeutsche Kaufhof zeigte sich Nachfrage zu 31,40, auch Stahlverein waren zu 77,13 etwas beachtet. Mäßig höher lagen ferner Moenus Maschinen mit 82 (81,50), Schuckert mit 127,50 (126,75), andererseits bröckelten Eßlingen Maschinen noch etwas ab auf 89,25 (89,50). Kunst­seide AKU. blieben trotz festen Amsterdams mit 53,25 nur knapp gehalten, dagegen waren Schweiz. Bundesbahn-Obligationen etwas erholt; 4 v. H. 177 (175), 3,50 v. H. dergl. 168 (166).

Am deutschen Rentenmarkt herrschte bei unver­änderten Kursen Geschäftsstille. Zinsvergütungs­scheine blieben mit 92,90 gefragt, außerdem zeigte sich Interesse für Wiederaufbauzuschläge; frühe 68 Geld, späte 67,50 Geld. Von fremden Werten waren Anatolier mit 37,75 (37,50) und Ungarn Gold mit 8,85 (8,80) mäßig erholt.

U. a. notierten: Altbesitz 109,65, 4,50 v. H. Stadt Darmstadt von 1926 90, 4 v. H. Ungarn Gold 8,85, 4 v. H. Rumänen 5,20, 4 o. H. SBB. 177, 3,50 v. H. SBB. 168, 4,50 v. H. Irrigations-Mexikaner 7,75, Commerzbank 87, DD.-Bank 85,25, Dresdner Bank

50 bis 51 (49 bis 51), c) mittlere 48 bis 49 (47 bis 48), d) geringere 45 bis 47 (43 bis 46). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57) Marktverlauf: Kalber ruhig, ausoer- kauft. Hämmel und Schafe rege geräumt. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftand: 13 Kühe.

Großhandelspreise für Fleisch und Fettwaren. Beschickung des Flelschgroßmarktes: 906 Viertel Rindfleisch, 94 ganze Kalber 29 ganze Hämmel, 1511 halbe Schweine, stiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75 (am 20.1. 73 bis 74). Bullenfle.fch b) 74 bis 77. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75 (73 bis 74). Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammel­fleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 80. Fettwaren. Speck aus hiesiger Schlach­tung, roh unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf: sehr ruhig.

ßE- 7K ftnrnpnßr 108,75, Mannesmann 81,25, ftfjeim ^109 Tiverein 77,13, AKU. 53,25, Bekula W Sh Summ 163, Daimler 95,7S Deutscher 138, Conti Gumrm Erdöl E 107,40,

£46^01102 ' '(Mnger Maschinen 89,25, IG.

Scheideanstalt 2H Holzmann 93,25,

Farben 82, RWE. 126,

50 Diemens 172,50, Westdeutsche

199, Reichsbahn-Vorzugsaktien 121,65, AG. für Verkehr E 101,75.

frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 23.Jan. Auftrieb : Rin- htr IQ 49 am letzten Donnerstagmarkt) dar- unter 19° Lh- KM-r 860 (857), Schafe 108 (157), Schweine 497 (456). Notiert wurden pro 1 Zent- ne?"Lebendgewicht in Mark: Kälber andere a) 5 bis 68 (am 16.1. 61 bis 68), b) 46 bis 56 (51 b s 60), c) 36 bis 45 (40 bis 50), d) 24 bis 35 (29 bis 39). Lämmer und Hämmel b2) Weidemafthammel

Aus Den preußischen Nachbargebieten.

Dom Eilzug überfahren und getötet.

LPD. Marburg, 23. Jan Gestern mittag wurde vom Eilzug FrankfurtKassel, a^ dieser die Stelle am Personenübergang in der Nahe Der Gärtnerei Scharf passierte, eine ältere Frau überfahren und getötet. Die Personalien der Toten konnten noch nicht festgestellt werden. Wie die polizeilichen (Ermittlungen ergeben haben, handelt es sich um einen Selbstmord. Fahrgaste des Zuges haben gesehen, wie die Frau sich vor den Zug warf und von der Lokomotive erfaßt wurde.

Oer betrügerische Pferdehandel der Zigeuner.

Dämpfige und altersschwache Pferde für hohe Summen an den Mann gebracht.

Zahlreiche Anzeigen bei der Polizei.

Frankfurt a. M., 23. Jan. (LPD.) In den letzten Tagen sind bei der Kriminalpolizei zahl­reiche Anzeigen, besonders aus Norddeutsch­land, gegen die hier wegen anderer Delikte in Haft befindlichen Zigeuner eingegangen. Es handelt sich meistens um Betrügereien beim Pf e rbe­händ e l. Den Käufern wurde in allen Fällen unter Beteuerung ihrer Ehrlichkeit als Pferdehänd­ler das fragliche Tier mit allen guten Eigenschaften aeschildert und vorhandene Mängel absichtlich ver­schwiegen. Wie skrupellos die Zigeuner bei diesen Geschäften vorgingen, zeigt folgender Fall:

In Köln kaufte der Zigeunerprimas Kor- patsch von einer Pferdemetzgerei ein schwer dämpfiges Pferd zum S ch l a ch t p r e i s von 180 bis 200 Mark. Sein Neffe Rebstock verkaufte dann dieses Tier in Klein-Blittersdorf einem Bau­unternehmer für 750 Mark. Der Bauunternehmer merkte jedoch wohl bald, daß er mit dem Tier an­geschmiert worden war und verlangte von den Zigeunern ein anderes Tier. Korpatsch hatte nun in Kaiserslautern von einem Fuhrunternehmer ein abgetriebenes, etwa 20 bis 25 Jahre altes Pferd für rund 150 Mark gekauft, tauschte es gegen das dämpfige Pferd des Bauunternehmers und ließ sich noch 350 Mark herauszahlen. So hatte der betro­gene Bauunternehmer schließlich für 1100 Mark ein unbrauchbares Pferd erstanden. Zum Trans­port des Pferdes von Kaiserslautern nach Klein- Blittersdorf benutzten die Zigeuner einen fremden Kraftwagen, den sie jedoch, wie öfter, zu bezahlen vergaßen.

Bei allen schriftlich und mündlich abgeschlossenen Verkäufen machten die Zigeuner immer den Zusatz, daß der Käufer, wenn er mit dem gekauften Pferd nicht zufrieden ist, sich wieder mit dem Verkäufer in Verbindung fetzen müsse. Man werde sich dann schon einig werden. Mit dieser Klausel will der als Verkäufer auftretende Zigeuner in jedem Falle verhindern, daß der betrogene Käufer ihn wegen dieses Betrugs anzeigt.

Die Kriminalpolizei in Frankfurt möchte den vollen Beweis dafür erbringen, daß diese aus­ländischen und nichtarischen Zigeu­ner, wie nach allen bisherigen Feststellungen mit Sicherheit vermutet wird, nur vom Betrug leben. Aus diesem Grunde ist es notwendig, daß alle Personen, die irgendwie durch Geschäfte oder sonstwie mit der Sippe Korpatsch und Genossen in Berührung kamen, ihre Wahrnehmungen umgehend der nächsten Polizei- oder Landjägerstation zur Weitergabe an die Landeskriminalpolizeistelle Frank­furt a. M. melden.

Kreis Dehlar.

* Rodheim a. d. Bieber, 24. Jan. Der 47jährige Bergmann Heinrich Bender von hier, der dieser Tage in der Grube zu Weckesheim schwer ver- verunglückte (wir berichteten darüber), ist gestern

nachmittag den erlittenen schweren Verletzun­gen erlegen.

Z Lützellinden, 22. Jan. Der Männer- gesangverein Lützellinden hielt in der Wirtscbgst von Arnold seine Generalversammlung ab. Nach einem Begrüßungslied des Chores hieß der Vereinsvorsitzende Wilhelm I u n g I. die Mit­glieder willkommen. Der Schriftführer Wilh. Lud­wig gab sodann einen ausführlichen Geschäftsbe­richt, der gutgeheißen wurde. Rechner Friedrich Ludwig erstattete den Kassenbericht, der geprüft und ebenfalls in Ordnung befunden wurde. Der Vereinsvorsitzende dankte dem Rechner für die ge­wissenhafte Kassenführung und erteilte ihm Ent­lastung. Im weiteren Verlaufe des Abends wurde der bisherige Vorsitzende Wilhelm Jung I. ein­stimmig wiedergewählt. Er berief Karl Schuch­mann als feinen Stellvertreter, als weiteres Vor-

Lehrling, Geselle und Meister ein Drei­klang auch für den Reichsberufswettkampf.

standsmitglied Gg. Allendörfer, zum Schrift­führer Wilhelm Ludwig und zum Rechner Fried­rich Ludwig. Im Anschluß daran wurden noch verschiedene Fragen für bas laufende Jahr bespro­chen. Mit dem Gedenken an den Führer fand die Versammlung ihren offiziellen Abschluß. Bei dem kameradschaftlichen Teil des Abends sorgte die Ver­einskapelle für gute Unterhaltung. In der Gast­wirtschaft Arnold fand eine Versammlung der Ortsbauernschaft statt. Ortsbauernfüh­rer Lenz sprach über Fragen der Erzeugungs­schlacht, besonders über Schädlingsbekämpfung im Ackerbau, über Gefahren des Kartoffelkäfers und des Kartoffelkrebses, schließlich noch über die Not­wendigkeit des Flachsanbaues. Die Bauern und Landwirte trugen sich zur Uebernahrne einer An­baufläche von Flachs in die Liste ein. Mit der Be­sprechung einiger weiterer wichtiger Tagesfragen wurde die Versammlung beschlossen.

* Dutenhofen, 24. Jan. Auf der Land­straße zwischen Dutenhofen und Klein-Linden er­eignete sich gestern in den Spätnachmittagsstunden ein schwerer Verkehrsunfall. Frau H e n- solt aus Wetzlar war mit ihrem Kraftwagen auf dem Wege nach Gießen unterwegs, schien aber plötzlich die Herrschaft über das Auto verloren zu haben und fuhr heftig gegen einen Baum. Mit einer schweren Kopfverletzung und bewußtlos wurde die Verunglückte von den Insassen eines anderen Kraftwagens, der die Unglücksstelle kurz darauf passierte, in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht.

Kreis Biedenkopf.

h. Nieder-Weidbach, 22. Jan. Zum Nach­folger unseres verstorbenen Bürgermeisters ist dessen Sohn Karl F r i n k ernannt worden. Er hat seit dem 15. Januar die Bürgermeistereigeschäfte übernommen.

Von schwerer Anklage freigesprochen.

LPD. Darmstadt, 23. Jan. Ein Natur- heilkundiger aus Oberursel stand vor der Großen Strafkammer Darmstadt unter der An- klage, durch fehlerhaftes berufliches Verhalten fahr» lässigerweise den Tod eines achtjährigen Mädchens in Mörfelden verschuldet zu haben. Nach eingehender Beweisaufnahme, in der der An­geklagte jede Schuld abstritt, kam der Sachverstän- dige Professor Dr. F i s ch e r aus G i e ß e n zu dem Schluß, daß zwar Pflichtverletzung des Angeklagten vorliege, daß sie aber für den Tod des Kindes nicht schuldhaft sei. Das Gericht sprach deshalb den Angeklagten frei.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.

- Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Sranffun a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

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4% Oesterreichische Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% besgl. von 1913..........

6% abgeft. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I....................

Philipp Hol, mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

30 1,25

8,9 8,9

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21.®. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privai-Bank ... Deutsche Bant und D'üconw»

Gesellschaft................

Dresdner Bank..............

Reichsbank ................ ]

A.S.S. Bekula

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Selten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. g Rheinische Elektrizität ........ g

Rhein. Wests. Eleklr e Schuckert & (io.

Siemens & Halske. Lahmeyer L Co. .

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Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker ........ 10

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6

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9

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9. ®. Farben-Jndustrte

Scheideanstalt........

Goldschmidt

Rütgerswerke

MetaUgefelllchaft

Hamburg-Amertka-Paket 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Llohd ..

O| 78,13

0 17,75

129

Buderus ........ ..........

Deutsche Erdöl Harpener...................

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. Ilse Bergbau ...............

Ulfe Bergbau Genüsse Klöckncrwerke ...............

Mannesmann Röhren

ManSselder Bergbau ..

Kokswerke

Rheinische Braunkohlen

Rheinstahl ...........

Bereinigte Stahlwerke' Otavi Minen ........

Kaliwerke Ascherslebens Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth

Schluü-

-a?IUB Mittag-

Banknoten.

äerim, 23 Januar

Amerlkanhche Noten Belgische Noten..................

Dänische Noten

Englische Noten französische Noten

Holländische Noten

Italienische Noten

Norwegische Noten

Deutsch Lesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten

Schweizer Noten

Spanische Noten

Ungarische Noten

Schultheis Patzenhoser ....... 4

(Allgemeine Kunstseide) .. 0

Kemberg................... 5

Zellstoff Waldhof 5

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren 0

Deutsche Linoleum 8

Ctenftetn & Koppel 0

Westdeutsche Kaufhof 0

Chade.................... 71/,

Accumulatoren-flabrik 12

Contt-Gummt...............8

Jraiiiiur- a. l't.

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100,4

100,4

100,5

100,5

4% Deutsche ReichSanl. von 1934

97,5

97,65

97,5

97,65

6%% Donng.Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

102,75

103,13

AuSloj.-Rechten .............

109,75

109,65

109,75

109,65

4*/,% Deutsche ReichSpostschahan

Weisungen von 1934, I.......

6% ehern.8% Hess. Bolksstaat 1929

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97,75

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96,4

96,4

96,13

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Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4%% ehem. 8% Darmst. Komm

101,05

101,4

Landcsb.Goldschuldverschr R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

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93

Auslvs.-Rechten .............

119

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Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

113,9

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114

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Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6yt% ehem. 4!4% Franks. Hyp.

96,5

96,5

Bank-Liqu. »Pfandbriese......

101,75

101,75

bVi% ehem. 4y,% Rheinische Hhp.-Bank-Ligu.-Goldpfc. .

101,75

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101,65

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briefanftalt, Pfandbriefe R. 19 4/i% edcm. 7% Pr. LandeSpsand-

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briefanst., Gold Komm. Lbl.Vi

97

97

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Sieuerguttch.BerrechnungSk. 34-88

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anfturt a.M.

Berlin

Schluß« lurS

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Datum

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22.1.

231

4% oeegl. Serie li ............

9,5

9,65

10,2

9,85

5% Rumün. vereinh. Rente v. 1903

6,65

6.5

6,13

6,25

4/r%Rumän.vereinh.Rentev.l918

9,05

9

9,05

9

4% Rumänische vereinh. Rente .

2 y4% Anatolier .............

5,225

5,2

5,3

5,15

38,5

37,65

38,75

37,5

22.Januar

23.Januar

Amtliche Geld

Notierung 1 Sfles

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Buenos Atre Brüssel.... Rio de Jan.

0,680

41,99 0,138

0,684

42,07 0,140

0,678

41,96

0,138

0,682

42,04

0,140

Sofia......

Kopenhagen.

3,047

54,87

3,053

54,97

3,047

54,87

3,053

54,97

Danzig ....

46,80

46,90

46.80

46,90

London....

12,285

12,315

12,285

12,315

HeljingforS..

5,41

5,42

5,415

5,425

Paris .....

16,37

16,41

16,375

16,415

Holland ...

168,63

168,97

168,53

168,87

Italien ....

19,85

19,89

19,85

19,89

3ao cm.....

0,718

0,720

0,718

0,720

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Cälo..... ;

61,69

61,81

61,69

61,81

Wien......

48,95

19,05

48,95

49,05

Lissabon ...

11,15

11,17

11,15

11,17

Stockholm..

63,35

63,47

63,35

63,47

schmelz ...

80,83

80,99

80,72

80,88

Spanien...

33,94

34,00

33,93

33,99

Prag......

Budapest ..

10,275

10,295

10,28

10,30

Reuyork ...

2,483

2,487

2,476

2,480

125,5

126

125

117,25

116,9

217

219

218

109

108,75

108,9

77,13

78,4

77,13

17,5

17,65

17,4

129

126,5

119,5

121

119,9

188,5

188,9

189

150,4

151,4

150,4

214

108,75

110,25

108,5

117

118,25

117,25

117

117

117,5

93,25

95,5

93,65

122,5

128

100

97,75

53,25

54,25

53,4

91,5

91,25

91

117,5

118,25

116,9

82,75

83,5

82,65

120

120,13

95,75

97,4

96

144,75

145

145

78,13

77,25

31,4

32,65

31,75

279,75

283

280

172

172,5

172

163

164,5

163,25

26

27

26

89

199

199

199

Geld

örtu

2-428

2,448"

41,80

41,96

54,66

54,88

12,25

12,29

16,325

16,385

168,11

168,79

61,53

61,77

63,18

63,44

80,54

33,57

80,88

33,71