und steht dem Geist der Gesetze des Dritten Reiches besonders nahe. Er ist daher von vornherein als der Geeignetere anzusehen.
Der Vertreter des Gauleiters, Staatsrat Reiner, nahm in einer mit großer Aufmerksamkeit aufgenommenen Ansprache zu dem gesamten Aus- bildungs- und Prüfungswesen in der öffentlichen
Stendal, im November.
Wer von uns weiß eigentlich, daß es in Deutschland einen Marmelade-Fluß gibt? Die Elbe nämlich, und wer noch nie genau hingesehen hat, wie es sich damit verhält, der kann noch etwas da^u- lernen. Natürlich ist das nicht etwa so, daß die Elbe statt Wasser Marmelade führt, aber der Volksmund hat sie so getauft, weil sich an ihren Ufern ein großer Teil der 400 Marmeladenfabriken Deutschlands angesiedelt hat, von denen heute tatsächlich ein wahrer Strom köstlicher Frucht- marmeladen in die deutschen Küchen strömt.
Ausgerechnet Marmelade? Jawohl, mein Freund, ausgerechnet! Die „Hellen Käppchen" wissen längst Bescheid, was für eine wohlschmeckende, nahrhafte und gesunde Angelegenheit dieses Marmelade ist, die sich sogar des Vorzuges rühmen kann, billiger zu sein, als sie wirklich wert ist; wer das nicht glaubt, der gehe einmal hin und fordere bei seinem Kaufmann frischweg die „verbilligte Marmelade" und er wird mit der größten Selbstverständlichkeit davon zugewogen bekommen, aus großen 25 Pfd.- Eimern, zum Aussuchen. Zu Haus angekommen, wird er sie sich aufs Brot streichen und kosten. Und dann wird er sich fragen, wieso denn diese reine, gehaltvolle, aromatische Vielfruchtmarmelade oder dies vorzügliche Plaumenmus zu solchem Spottpreis überhaupt zu haben ist.
Was es damit für eine Bewandtnis hat, erkundeten wir eben bei unserer Entdeckungsfahrt an den Marmeladefluß. Da sahen wir uns zuerst einmal gründlich in einer der großen Gemüse- und Obst- ronservenfabriken um, in denen heute auf Veranlassung der „Hauptvereinigung des deutschen Gartenbaues" Im Reichsnährstand unter Mitwirkung der Deutschen Zuckerindustrie die verbilligte Marmelade für jedermann bereitet wird. Wirklich, der Vergleich mit Schlaraffenland ist nicht einmal romantisch oder unzutreffend. Ein Gang
Verwaltung Stellung. Die weltanschauliche Schulung und Beurteilung liege grundsätzlich in den Händen der Partei. Aufgabe der Unterrichtslehrgänge sei es, von dem nationalsozialistischen Ge- danken-Jdeengut ausgehend, den Teilnehmern das Rüstzeug für die Stelle, die sie zu bekleiden haben, mitzugeben.
Qualität und wie klug die Hausfrau in Deutschland ist!
Wir sahen die Aepfel, wie sie eben ausgeladen waren, auf den Wasch- und Sortiermaschinen, noch konnten wir in die Fächer greifen, uns einen mausen und hineinbeißen. Zwei Schritte weiter warf der Schlund einer Maschine dieselben Aepfel als dickflüssiges Mark in ein bauchiges Faß, eine andere Oeffnung entließ die Treber, aus denen noch ein Nachpresseerzeugnis entsteht, das leckerste Apfel- Gelee, vorzüglicher Bundesgenosse für allerhand heimliche Küchentricks. Unser Apfelmark vermählt sich indessen mit den übrigen Zutaten und wandert mit einem weißschimmernden Zuckerberg zusammen in eine Riesenkupferretorte, festgeschlossen, damit kein Quentchen der aromatischen Duftstoffe verloren geht und den Geschmack schmälert. Hier siedet es und brauset und zischt. Das kann man durch ein Glasfen st er in der Kesselwand sehen.
Noch kochend, wird das Gebräu dann in die Eimer gefüllt, die in der Blechfabrik des Werkes täglich zu Tausenden hergestellt werden müssen, denn: 100 Zentner Ob st gehen pro Stunde durch die Maschine, das sind 2400 Zentner pro Tag. Und wenn einer der Siedekessel sein Riesenmaul öffnet, dann schüttet es 20 Zentner fertige Marmelade, fertiges Pflaumenmus auf einmal aus.
Warum wir plötzlich so riesige Mengen verbilligter Marmelade Herstellen, wenn wir früher doch mit soviel weniger ausgekommen sind? Das hat wichtige Gründe. Zu einer Zeit, wo Kampf allem Verderb geschworen wird, ist auch der Obst- oerderb eine Versündigung am Volkswohl. Nicht annähernd die Hälfte alles Frischobstes kann aber in kurzem Zeitraum des Ernteanfalls frisch verzehrt
werden. So fangen die deutschen Marmeladefabriken den Ueberschuß auf, retten ihn vor dem Verderb und verwandeln ihn durch Ueberführung in Fruchtmark in sicheren Besitz. Und wenn schon Butter etwas dünner gestrichen werden müßte, wir wissen es nun: Marmelade kostet uns keine Devisen, denn deutsch sind alle Zutaten, aus denen sie bereitet wird. Verbilligte Marmelade ist jedermanns Marmelade für jeden Tag.
Haubüberfall im Bäckerladen.
Fünf Jahre Zuchthaus für den Taler.
LPD. Frankfurt a. M., 21. Nov. Die Dritte Strafkammer verurteilte am Samstag den 21jähri- gen Emil Vollmuth aus Offenbach wegen versuchten Raubs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Diebstahls in vier Fällen, entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts, zu fünf Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft.
Der Angeklagte, ein übler Bursche, der auf Veranlassung seines Vaters bereits in einer Erziehungsanstalt untergebracht werden mußte, fuhr am 21. September mit einem geliehenen Fahrrad von Offenbach nach Frankfurt. Hier versetzte er das Rad und beging in verschiedenen Geschäften Diebstähle. Er betrat die Läden, um angeblich etwas zu kaufen, und hieß bei dieser Gelegenheit verschiedene Gegenstände mitgehen. Schließlich erschien er in einem Bäckerladen in der Kronprinzenstraße und verlangte Keks. Als er bezahlt hatte, bat er die im Laden anwesende Frau, einmal austreten zu dürfen. Das wurde ihm gestattet. Als er in die Hinterstube kam, entdeckte er in einer Schublade einen Kartoffelstampfer, der er auf den Tisch legte. Er begehrte dann ein Glas Wasser, und als ihm die Frau den Rücken zuwandte, faßte er sie von hinten, versetzte ihr mehrere Schläue mit dem Stampfer auf den Kopf und drückte sie am Genick zu Boden. Als die Frau blutüberströmt hinfiel, stürzte der Räuber zur Kasse, konnte sie aber nicht öffnen. Die Frau raffte sich auf und schrie um Hilfe, worauf der Täter die Flucht ergriff, die jedoch mißlang; er wurde auf der Straße festgenommen. Die 65jährige Frau mußte 2V2 Wochen im Krankenhaus zubringen und hat heute noch unter den Folgen der Verletzungen zu leiden.
Wirtschaft.
Entdeckungsfahrt zum Marmeladefluß.
Süßer Segen und weise Vorsorge. — Verzehnfachte Obstnuhung.
Don unserem nach Stendal entsandten Sonderberichterstatter Or. Buresch.
durch die riesigen Lagerkellereien, in denen in ca. 20 000 Fässern 25 000 Zentner Furchtmark aufgespeichert liegen, gleicht wirklich fast einem Erlebnis aus dem Märchen. Daneben ein Raum, in dem das „weiße Gold" Deutschlands gestapelt ist, der Zuckeroorrat, 28 000 Säcke zu je einem Doppelzentner. Kann einem dabei nicht die Phantasie durchgehen, noch dazu wenn man die Kellermeister bei der Arbeit sieht, wie sie in den mächtigen Fässern rühren, mit gewaltigen Schöpfkellen den Inhalt klatschend durcheinanderschöpfen, um aus viererlei Fruchtmus von Aepfeln, Pflaumen, Erdbeeren, Sauerkirschen oder Johannisbeeren nach geheimen Rezepten die Mischung herzustellen, die bann oben, in zischenden Riesenretorten mit einem Halbteil Zucker und ohne jegliches Streckungsmittel zu köstlich mundender Marmelade eingekocht wird?
Ja, aber — so wird die Hausfrau einweden — diese Früchte fallen doch alle zu verschiedener Jahreszeit an, wieso macht man sie alle zusammen ein? Das ist eben der Vorzug gegenüber der Küchentechnik der Hausfrau: daß man hier die Edelfrüchte, wie Erdbeeren, Johannisbeeren und Sauerkirschen, von denen die billige Marmelade heute nach genauer Vorschrift des Reichsnährstandes 15 v. H. der sogenannten Fruchteinwage (d. h. des auf den Hundertsatz insgesamt entfallenden Fruchtmarkts) enthalten muß, zur Zeit des reichsten Ernteanfalles vom Markt nehmen kann, sie zu einem haltbaren Halbfabrikat, den sogenannten P ü l p e n , verarbeitet und nun bis zur Erntezeit der Spätfrüchte einlagert, mit denen sie dann zu Marmelade verkocht werden.
Nicht nur der Anteil an Edelfrüchten ist genau vorgeschrieben, auch alle anderen Zutaten müssen nach fest bestimmten „Rezepten" der Auftraggeber bemessen sein. Es besteht also für die absolute Gleichartigkeit in Güte und Geschmack bei dieser verbilligten Marmelade eine sichere Gewähr, gleichgültig, ob sie aus dem Norden oder Süden des Reiches stammt, ob sie am Marmeladefluß ober sonstwo hergestellt würbe.
2,4 Millionen Zentner werben heute in Deutschlanb auf biefe Weise fabriziert, eine gewaltige Zunahme gegenüber einer Probuktion von nur 280 000 Zentner in der Ernteperiobe 1932/33. Unb nicht nur hergestellt werben biefe ungeheuren Mengen, erfreulicherweise werben sie auch ratzekahl aufgegesfen, ein Beweis also, wie gut ihre
Termine für dieBrotgetreideablieferung
Der unbebingten Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes bient eine Anordnung, die der Reichsnährstand durch die Hauptvereinigung der deutschen Getreidewirtschaft erlassen hat und die die Erfassung der zur Brotversorgung für das Erntejahr 1936/37 notwendigen Getreidemengen gewährleistet. Danach haben alle bäuerlichen und landwirtschaftlichen Betriebe die ihnen für das laufende Getreidewirtschaftsjahr auferlegten Kontingente in Brotgetreide innerhalb folgender Zeitabschnitte abzuliefern: Bis zum 31. Dezember 1936 gleich 60 v. H. der Gesamtablieferungsoerpflichtung, bis zum 31. Januar 1937 gleich 80 v. H. der Gesamtablieferungsverpflichtung und bis zum 28. Februar 1937 gleich 100 v. H. der Gesamtablieferungsverpflichtung.
Die Einteilung der einzelnen Raten ist so erfolgt, daß sie unter allen Umständen von den landwirtschaftlichen Betrieben ausgedroschen und abgeliefert werden können. Auch da, wo vielleicht in diesem Jahre besonders schwierige Verhältnisse vorliegen, muß der Bauer unb Lanbwirt vor allem anderen seine Pflicht gegenüber Staat unb Volk erfüllen. Da bie bis zum 15. Oktober 1936 verlangten 30 v. H. bes Ablieferungssolls pünktlich zur Verfügung gestellt würben, steht außer Frage, baß bie nunmehr enbgültig festgesetzten Mengen ebenfalls geschafft werben.
Je eher bie Brotgetreibekontingente burch bie Lanbwirtschaft sicher gestellt worben sind, um so früher kann der Staat bie zur Ergänzung ber Futterlage notwendigen Kraftfutter-Einfuhren festsetzen. Es liegt also sehr wesentlich im Interesse der Erzeugerschaft an der Schaffung einer möglichst schnellen und klaren Uebersicht über bie Hohe ber Futtereinfuhr durch die Sicherstellung der Brotversorgung mitzuarbeiten.
♦
* D i e Treibstoffpreise. Am 16. November wurden in den verschiedenen Absatzgebieten die Zapfstellenpreise für Treibstoffe neu festgesetzt, wobei eine weitgehende Angleichung ber Zonenpreise erfolgte. Wir bringen bie nun gültigen Preise in einzelnen Absatzzonen. Es kosten bas Liter in ber Absatzzone Bayern Benzin 37 Pf., Gemisch 41, Benzol 46, Württemberg und südliches Baden 37, 41 unb 46. Gürtelzone Frankfurt a. M. 36, 40,
45, Gebiet westlich der Zone 3a bis einschl. Karlsruhe 36,40, 45, Rheinstraße zwischen Mainz-Koblenz 36,40, 45, Pfalz, nörbliches Baben unb süb- liches Hessen 37, 41, 46, Rheinland 34, 38, 43, Gegend um Koblenz 35, 39, 44. In den 14 verschiedenen Zonen liegen die Preise für Benzin am niedrigsten bei 34 Pf., am höchsten bei 37 Pf., für Gemisch bei 38 bzw. 41 Pf. und für Benzol bei 43 bzw. 46 Pf.
Rhein-Mainische Börse.
Still.
Frankfurt a. M., 21. Nov. Auch zum Wochenende zeigte die Börse eine nur sehr geringe Geschäftstätigkeit, da die Zurückhaltung aller am Börsengeschäft interessierten Kreise anhielt. Die Stimmung war nicht unfreundlich und die Kurse erfuhren durchweg nur unwesentliche Abweichungen.
Am Aktienmarkt betrugen bie Veränberun- gen zu ben ersten Notierungen etwa 0,50 bis 1 v. H. Schwächer verkehrten Motorenwerte, BMW. 138,40 (140), Daimler 120,25, (121,75). Von Montanwerten setzten Harpener 1 v. H., Hoesch 0,75 v. H. leichter, Verein. Stahl Unb Mannesmann je 0,25 v. H. freunblicher ein. IG. Farben blieben mit 166,90 (167) etwa behauptet, Scheibeanstalt ließen 1 v. H. nach. Am Elektromarkt gingen Licht & Kraft um 1,50 v. H., Lahmeyer um 1 0. H., Felten unb Siemens um je 0,50 v. H. zurück, RWE. unb AEG. lagen bis 0,25 v. H. fester. Im einzelnen eröffneten. Westdeutsche Kaufhof und Bemberg je 1 v. H., Deutscher Eisenhandel 0.75 0. H., Aschaffenburger Zellstoff 0,90 v. H. und AG. für Verkehr 0,65 v. H. schwächer, dagegen Reichsbank 0,75 v. H. und Deutsch-Atlanten nach Pause 1,75 v. H. fester. Von Schiffahrtswerten Norddeutscher Lloyd 14,50 (14,75).
Der Rentenmarkt lag gleichfalls sehr still. Kommunal-Umschuldung ca. 89,80 (89,75), Altbesitz 118,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,25 v. H. hoher mit 125,90. Zertif. Dollar-Bonds lagen etwas schwächer, 6 v. H. Preußen 72,50 bis 73 (74), 6,50 0. H. do. 73 bis 73,50 (74,50).
Das Geschäft am Aktienmarkt konnte sich auch in der zweiten Börsenstunde nicht beleben, bie Stimmung war jeboch überwiegend freundlich und die Kurse vermochten sich auf kleine Käufe vorwiegend etwas zu befestigen; indes erfuhren die meisten Papiere keine Zweitnotierungen. Etwas
hoher lagen einige Montanwerke, ferner IG. Farben mit 167,25 nach 166,90. Die später notierten Werte lagen nur wenig verändert. Schwächer waren Feldmühle 143 (145).
Am variablen Rentenmarkt blieb es sehr ruhig. Auch der Kassarentenmarkt hatte nur kleines Geschäft. Goldpfandbriefe und die meisten Stadtanleihen blieben behauptet. Liquidationspfandbriefe tendierten uneinheitlich. Von Kommu- nal-Obligationen Nass. Landesbank 93,75 (94), vop Stadtanleihen 4,50 (6) Frankfurt 94,50 (94).
Im Freiverkehr wurden bewertet: Adler- werke 103,50 bis 105,50, Pokorny 126 bis 128, Wayß & Freytag 125,50 bis 127,50, Growag 91,50 bis 93,50, Dyckerhoff Zement 120 bis 123, Ufa auf den dividendenlosen Abschluß matt mit 63 (66). — Tagesgelb unv. 2,50 v. H.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 23. Nov. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgenbe Marktlage: Vorauftrieb: 807 Rinber (128 Ochsen, 94 Bullen, 502 Kühe, 83 Färsen), 469 Kälber, 187 Schafe, 3620 Schweine. Es kosteten: Rinber: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 40 bis 65, Hämmel 40 bis 48, Schafe 25 bis 38, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinber, Kälber unb Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe ruhig.
Bauvorhaben müssen angezeigt werden.
Fwd. Nach ber vierten Verorbnung bes Minister- präfibenten und Beauftragten für ben Vierjahres, plan vom 7. Nov. finb vom 1. Dez. an alle privaten und öffentlichen Hoch- unb Tiefbauoorhaben vor bem Baubeginn anzuzeigen. Von ber Anzeigepflicht ausgenommen sind private Bauvorhaben, bie nicht mehr als 5000 Mark unb öffentliche Bauvorhaben, bie nicht mehr als 25 000 Mark Arbeitslöhne an der Baustelle erfordern.
Die Anzeigen find unter Verwendung eines amtlich vorgeschriebenen Formblattes innerhalb von drei Monaten vor dem Baubeginn, spätestens aber vier Wochen vorher von dem Bauherrn oder der Bauverwaltung in doppelter Ausfertigung an das für die Baustelle örtlich zuständige Arbeitsamt zu richten. Sie können wirksam auch bereits vor dem 1. Dez. erstattet werden. Bauvorhaben, die im Dezember begonnen werden sollen, sind spätestens am 1. Dez. 1936 anzuzeigen. Die für die Erstattung der Anzeigen oorgeschriebenen Formblätter sind bei den Arbeitsämtern erhältlich.
Jüdischer Arzt wegen gewerbsmäßiger Abtreibung verhaftet.
LPD. Fulda, 21. Nov. Der jüdische Arzt Dr. Philipp Frank in Fulda ist am Freitag verhaftet worden. Er ist der gewerbsmäßigen Abtreibung in zwei Fällen beschuldigt.
Von einer Kuh angegriffen.
LPD. Biedenkopf, 21. Nov. Im Kreisort Niedereisenhausen wurde ein Landwirt im Stall von einer Kuh angegriffen. Dem zur Hilfe eilenden Sohn gelang es, den Vater aus der Gewalt des Tieres zu befreien, doch hatte ber Mann erhebliche Verletzungen baoongetragen, bie seine Ueberführung in die Klinik erforderlich machten.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
HI. in C. Verklagen Sie den Händler auf Rückgabe des Korbes. Kann ber Hänbler ben Korb aus einem ihm zur Last faüenben Derfchulben nicht zUrückgeben, so ist er Ihnen zum Ersatz bes Wertes bes Korbes verpflichtet.
W. Sch. Wenn Sie ben Pachtvertrag schriftlich abgeschlossen haben, brauchen Sie das Grundstück vor Ablauf der Pachtzeit nicht herauszugeben: Liegt ein schriftlicher Pachtvertrag nicht vor, so ist die Kündigung nur für ben Schluß eines Pachtjahres zulässig. Sie muß spätestens am ersten Werktage bes Halbjahres erfolgen, mit besten Ablauf bie Pacht endigen soll. Ist die Kündigung wegen des Nichtvorliegens eines schriftlichen Pachtvertrages wirksam erfolgt, so kann dennoch das Pachteinigungsamt auf Ihren Antrag hin bestimmen, daß die Kündigung als nicht erfolgt gilt. Entspricht das Pachteinigungsamt Ihrem Antrag, so kann für einen früheren Zeitpunkt als den 30. September 1937 erneut nur gekündigt werden, wenn dem Verpächter aus einem nach der Entscheidung eingetretenen wichtigen Grunde die Fortsetzung des Pachtverhältnisses nicht zuaemutet werden kann. Durch den Verkauf des Grundstückes wird das Pachtverhältnis nicht beendet. Der Erwerb tritt an Stelle des früheren Eigentümers in bas Pacht- Verhältnis ein.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a.Ul.
Berlin
Schluß- kurs
Schloßt. Abend- börse
Schluß- furei
Schluß!. Mittag» börie
Schlußkurs
(-»chtußi. Abend- böri-
Schluß- lurs
Schlußk. Mittag- börle
'Datum
20 11
21 11
20 11 -
21 11
Calum
20 11.
21-11
20 11
21-11-
6% Deupche Reichsaitteihe v. 1927
101,4
101,4
—
101,25
4% oesgt. Sene II.........
—
—
—
—
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98
97,9
98
97,9
6% Ruman. vereinh. Rente v. 1903
7,2
—
7,1
7,1
d^,% Boung-Anleihe von 1930 ..
102,9
102,9
102,75
102,75
4Z4"°Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente .
2 y4% Anatolier............
10,75
10
10,7
10,13
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............
118,25
118,5
118,5
118,5
5,9
30
5,65
29,75
5,9
30
5,55
29,5
*71% Deutsche ReichSpostschahan Weisungen von 1931, l......
4/i% ehem. 8% Hessischer Pol!» ftaat 1929 (rückzahlb. 102%; ..
99,9
99,9
99,9
100
Hamburg-Amenka-Paket .....o
14,5
14,25
14,4
14,25
98,75
98,75
98,75
_
öamburg-Südam. Dampfschiff. o
Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
—
—
41,25
41
*'/t% ehem. 8% Hessische Landes bunt Darmslaol Goto R. 12...
97
97
14,75
121,5
14,5
120,9
14,25
121,5
14,25
120,13
67*% ehem. 4'/,% Hess. Landes Hypothekenbank TarmstadlLiau.
100,5
100,5
Berliner Handelrgesellschast ... 6
Commerz- und Prtvat-Bank ... 4
125,75
109
125,5
108,75
126,5
109
126
108,75
*7i% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldichuldverichr R.b
93
93
Deutsche Bank und Tteconlo-
Gesellschaft................ 4
109,5
109
109,5
109
Lberhesjen Provinz-Anleihe rat' Auslos.-Rechten ............
130,5
130
Dresdner Bau!.............. 4
Retchsbant ...... 1.
107
106,25
187,75
107
187
106.25
187,75
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4 >/r% ehem.8% fvrantt. Hyp.-Bmr
Goldpfe. 15 unfiinobnr bis 193:
122,13
97
122,4
97
122,13
97
122,4
97
A.E.G...................... o
Sekula..................... 8
169
168
169
—
168,5
b'/z% ehem. 4j/2% Franks. Hyp.
Bank-Liyu.-Pfandbriefe......
100,75
100,65
^lektr. Lteferungsgelellichast... fl
Licht und Kraft ......7
134,4
158,25
134
156,75
135
158,5
134,75
156,75
6%% ehem. 4*/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. .
100,75
101
101,25
101
.reiten L Guilleaume......... 4
Äeselijch.f.Elektr.Unlernehmung. 6
137
143
136,5
143
136,75
143,25
136,25
143,65
*7i% ehem. 8% Pr. Lanoespfanb briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97,5
97,5
97,5
97,5
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
138,5
129,75
138,75
130
138,9
129,5
139
*71% ebcm. 7% Pr. Landespfand
briefanst., Gold Komm. Cbl. 20
95
95
95
95
odiuden & (So...............6
Siemens L Halske...... 8
156,5
198,75
156,75
198,25
156,75
199,5
199
Steuergutich B-rrechnungsk. 34-38
109.8
109,8
109,9
109,9
"ahmeyer L Eo.............7
136
134,5
135,5
134
4% Leslerreichnche («olDrenie.
—
_
-
23,
Buderus ..................
121,5
122
122,5
122
4,20% CcHcneirt)i(rt)e Silberrent«
—
—
1,9
1,90
Deutsche Erdöl .............. 4
143
141,5
142,13
142,4
4% llngaiiiche WulDtenie .....
.,13
7,5
b,4
7,95
Haroener...............8%
152
151
151,65
150
4% Ungarische Llaaisrenre v. 1910
—
7,25
6,5
Hoe,ch Elten—Köln-Neuesten .. a
118,75
118
118,13
117,9
4Vz% desgi. von 1913.........
—
—
7,65
7
Ilse Bergbau ..............6
193,5
—
191,5
190,25
6% abgest. Goldmerikaner von 99
—
9
9,75
9,1
9>ie Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwrrke ...............8
Mannesmann-Röhren........8
146,25
144,25
146,25
144,75
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie 1......... ...........
_
_
_
_
124,75
117
124,25
117,5
124,75
117,4
124,5
117
J
Frantfu
Schlußkurs
i a.M.
Schluvl- Abend« b«rP
,25c
Schluß- lurs
im 9
Schlußk. Mittag- börse
Devi
jueno» üu. Brüssel .... Rio de Jan. Sofia .....
Kopenhagen Danzig....
London.... HeliingforS. Paris ....
Holland ... ■Halten .... loDan .....
Zngmlawien Cslo.....
L^fabon ...
Stockholm.. Schweiz ...
Spanien...
Prag......
Budapest ..
Ikeuyort
senmarkt Berlin —
20.3100601'er
Frankfurt a. 2R.
21 .November
Arn liche Jloiieruna
Amtliche Notlerniia
Datum
Mansfelver Bergbau....... 6 7a
Kokswerte .................. 6
Rheinische Braunkohlen .....12
Rheinstabl .................. 4
Bereinigte Stahlwerke......8%
Ltavt Minen ...............o
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y,
3. G. Aarben-Industrte.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ................ 5
Rütgerswerle ............... 8
Metallgesellschast.............6
Philipp Holzmann...........4
Zementwerk Heidelberg ...... 7
Eementwerk Karlstadt ....... 6
Schultheis Payenboser ....... <
Aku I Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................6
Zellstoff Waldhof ............6
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren............O
Deutsche Linoleum...........8
Lrenstein & Koppel ..........o
Westdeutsche.Kaufhof.........o
Ebade...................... 9
Accumutatoren-sravrik....... 12
Eontt-Gummi....... u
Gritzner....................o
Mainkraftwerke Höchst 4
Süddeutscher Zucker ........10
20-11
226,75
150
121,5
24,9
134,75
167
267
129,5
138
150
122,5
167,5
57
115
162
140
121,75
164,5
58,5 240,5
167,5
33,75
95,5
201
21 11
225,25
151
122 23,75
134,5
167,25
266
127
136,5 150,75
132,5 167,75
55
114 160,5 139,13
121,25
164,5
57,5
231
167,5
95,5
203
20-11
152 138,25
226 150,5 122,5 25,25
136 134,25 186,5
167,9
129 137,25
151
100,65
115,5
161 140,75 109,25 121,13
165
92,13
58
240
167,75
21 -11 -
153,5 137,25
225
150
122,4
135
187.
167,9
127 136,25 151,4
132,25
100,4
55
114
160
139,5 108,75 120,75
164
91,5
57,9
233
168,5
34,5
203
Geld
0,651
42,07 0,146
3,047 54,33
47,04 12,17
5,37 11,575 134,57
13,09 0,710
5,654 61,15 48,95
11,05 62,73
57,19 21,98 8,771
2,488
I Brief
0,695
42,15 0,148
3,053
54,43
47,14
12,20
5,38
11,595
134,83 .13,11
0,712
5,666
61,27
49,05
11,07
62,85
57,31
22,02
8,789
2,492
Banknoten
Geld
0,691 42,07 0,146 3,047 54,33
47,04
12,17
5,37 11,575 134,63
13,09 0,710 5,654 61,15 48,95
11,05 62,73 57,18 21,98 8,771
2,488
1 Brie
0,695
42,15 0,148
3,053 54,43 47,14
12,20
5,38 11,595 134,89
13,11 0,712
5,666 61,27 49,05
11,07 2,85 7,30
22,02 8,789
2,492
Benin,21 .November i Geld
Brief
Amentamtche Stören..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten......... .....
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................
2,45
41,92
54,17
12,145
11,525
134,29
60,99
62,56
57,03
2,47
42,08
54,39
12,185
11,565
134,83
61 .A
62,82
57,25
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