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Mchsbamntas in Goslar.
Alljährlich versammelt sich das deutsche Landvolk mit seinen im Reichsnährstand organisierten Vertretern zur großen Schau, zum Rückblick auf das Geleistete und zur Entgegennahme der Parolen für das nächste Wirtschaftsjahr. Von Goslar aus ging die Parole zur ersten Erzeugungsschlacht aus. Von der alten Kaiserpfalz am Harz rief der Reichs- bauernfübrer Darre das deutsche Landvolk auf aum Einsatz für eine erhöhte Produktion. Mit um so größerer Befriedigung werden jetzt der Reichs- bauernsuhrer und mit ihm der Reichsnährstand auf die geleistete Arbeit zurückschauen, als jetzt im Zeichen der äußersten Anspannung aller wirtschaftlichen Kräfte des Volkes zur Erringung der größtmög- lichen Rohstofffrecheit unseres Volkes vom deutschen Landvolk bereits eine so gute Vorarbeit geleistet worden ist Da aber inmitten des Vierjahresplanes dem Reichsnährstand eine besondere Bedeutung zu- kommt, schaut nicht nur das deutsche Landvolk, son- dern ganz Deutschland nach Goslar hin, um zu hören wie der Reichsbauernführer und der vom Ministerpräsidenten Hermann Gorina berufene Staatssekretär Backe die Anordnungen des vom Führer Beauftragten in die Tat umsetzen werden, »i^brove jetzt in den Tagen vor Goslar veröffentlicht der Reichsnährstand die Zahlen über die Erfolg ed e r z w ei t en E r z e u g u n a s s ch l a ch t. Die erste wurde im Jahre 1935 geschlagen. Run- mehr haben wir die endgültigen Zimmern des Jahres 1936 vor uns liegen. Sie verblüffen, um es vorweg zu nehmen, selbst diejenigen, die voll Ver- trauen auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft an die zweite Erzeugungsschlacht herangegangen sind. Und diese Zahlen sind zugleich ein machtvoller Ansporn weiter aus dem Wege, aus Deutschland einen Garten zu machen, darin kein Quadratmeter ungenutzt bleibt und kein Acker ohne den höchsten Ertrag, den er leisten kann.
Die Ziele der Erzeugungsschlacht gingen allgemein gesehen auf die Ertragssteigerung hinaus, an zweiter Stelle auf den vermehrten Anbau von Futterpflanzen, auf den neuen Anbau von Del- fruchten und Gespinstfaserpslanzen und zuletzt neben dem Kampf dem Verderb auf eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Tierbestandes. Sehen wir zu, wie sich diese Ziele binnen zwei Jahren verwirklichen ließen. Halten wir aber dabei uns immer das Grundprinzip der Erzeugungsschlacht vor Augen: Weg mit aller Zwangswirtschaft! Das deuiiche Landvolk muß aus innerster Ueberzeugung, gestutzt durch eine umfassende Schulung und vor- angetrieben durch eine unermüdliche Aufklärung von sich aus danach trachten, die Parolen des Reichsnährstandes auszuführen und sie durch den restlosen Einsatz ihrer Arbeitskraft und ihrer Erfahrung unterstützen.
Wir verzeichnen also zunächst eine gewisse Verlagerung der Anbauflächen. Von 1934 Zu 1936 ging die Getreideanbaufläche von 12 auf 11,6 Mill. Hektar zurück, stieg aber die Getreideernte von 21,6 auf 22,5 Mill. Tonnen, so daß der Durchschnittsertrag um 10 v. H. von 18 auf 19,6 Doppelzentner je Hektar gesteigert werden konnte. Dieser bewußten Verminderung der Getreideanbaufläche stand die Steigerung der Anbauflächen für Raps und Rübsen, Flachs und Hanf von 5103 auf 51 950 Hektar, von 4889 auf 44 082 Hektar und von 211 auf 5733 Hektar gegenüber. Der Flachsbedarf kann nach der Ernte von 1936 zu 80 v. H. bereits, der Hanfbedarf zu 30 v. H. von uns gedeckt werden.
Am markantesten drücken sich die Erfolge der zweiten Erzeugungsschlacht in den Ernteergeb- niijen der Hackfrüchte und auf dem Grünland aus. Die Kartoffelernte ist ohne Ausdehnung der Anbaufläche von 44,3 Mill. Tonnen im Jahre 1934 auf 45,7 im Jahre 1936 gestiegen, die Zuckerrübenernte von 10,4 auf 11,5, die F u t t e r r ü b e n e r n t e von 33,8 aus 34,3 und die Kohlrübenernte trotz Rückgang der Anbaufläche von 7,6 auf 8,2 Mill. Tonnen. Verblüffend aber wirkt die Ertragssteigerung auf den G r ü n l a n d f l ä ch e n von 1934 aus 1936. Die Heuernte betrug in Doppelzentner pro Hektar vom Klee 60,4 gegen 42,1 Doppelzentner, von Luzerne 71,3 gegen 50,7 Doppelzentner, von Bewässerungswiesen 54,8 gegen 40,6 Doppelzentner und von anderen Wiesen 50,6 gegen 31,6. Dabei ist naturgemäß die feuchte Witterung des Jahres 1936 als Erfolgsfaktor mit zu berücksichtigen. Der Reichsnählftand hat aber nicht nur den Hackfruchtertrag zu steigern vermocht, sondern er hat sich mit größter Energie für die Ausdehnung der Anbauflächen von Zwischenfrüchten zur Futtergewinnung angenommen. Die Fläche dafür stieg von 352 000 Hektar im Jahre 1927 auf 956 000 Hektar 1935. Für 1936 liegen die Ziffern noch nicht vor. Jrn Zeichen der Erzeugungsschlacht hat auch das deutsche Landvolk die Parole zum verstärkten Anbau wenig bekannter oder zum Teil gar nicht benutzter Pflanzen befolgt. So stiegen von 1934 zu 1936 die Anbauflächen von ©rünmais von 45600 auf 59000 Hektar, von Körnermais von 6300 auf 19 300 Hektar, von Süßlupine von 0 Hektar auf 25 000 Hektar, von Luzerne von 318 500 auf 403 900 Hektar. Hier tritt zum ersten Mal das Futtermittel der Zukunft auf ganz leichten Böden, die Süßlupine, in Erscheinung, deren Anbau noch weiterhin so schnell wie nur irgend möglich gesteigert werden soll.
Daneben sind aber nicht nur die Milcher- träge pro Kuh durch die Einführung der Milch- kontrolle gesteigert worden — die Milchkontrolle wird sich erst in späteren Zeiträumen voll auswir- ken — sondern die Zahl der Schweine um drei Millionen Stück vermehrt worden und die Schafe um 1,5 auf 5 Millionen, sodaß der Woll- bedarf Deutschlands jetzt schon zu 9 Prozent im Reiche gedeckt werden kann.
Diese zielbewußte Politik der Erzeugungsstelge- rung prägte sich auch bereits schon äußerlich in einer einschneidenden Devisenersparnis aus. So betrug der Rückgang an ausländischen Futtermitteln bei Oeltuchen rund 250 000 Tonnen. Die Gersteneinfuhr ging von 347 000 auf 70 000 Tonnen zurück und die Maiseinfuhr von 297 000 auf 205 000 Tonnen. Umgekehrt sind große Summen im Bau von Silos und Gärfutterbehältern m der Landwirtschaft investiert worden mit dem Erfolg, daß der zur Durchhaltung einer unbedingt notwendigen Dorratswirtschaft Fassungsraum der Behälter von 2,8 Millionen Kubikmeter 1934 auf nicht weniger als 5 Millionen Kubikmeter 1936 gestiegen ist- Diese Erfolge konnten nur erreicht werden durch einen um ein Drittel gesteigerten Einsatz von künstlichen Düngemitteln, von Maschinen und der Nutzbarmachung aller Erfahrungen der Wissenschaft. — In Goslar wird das deutsche Landvolk weiter hören, wie und wo die bisher erreichten Erfolge noch weiter ausgebaut werben können.
Ein Jubiläum der Krupp-Werke.
In den letzten Novembertaaen jährt sich zum 125. Male der Tag, an dem Peter Friedrich Krupp mit seinem bescheidenen Betrieb den Grundstein zu dem später so mächtigen Riesenunternehmen der Krupp-Werke in Essen legte. Inmitten der gewaltigen Werkshallen befindet sich noch heute das unscheinbare Wohnhaus Peter Friedrich Krupps, des Gründers der Werke. Dr. Krupp von Bohlen- Halbach und Frau Bertha Krupp wurden am Jubiläumstage von der Stadt Essen zu ihren Ehrenbürgern ernannt — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Weltanschauung und Wissenschaft.
Bosenbergs JReöe auf der Arbeitstagung der Tleichsstelle zur Iörderung des deutschen Schrifttums.
Den Höhepunkt der Reichsarbeitstagung b tx Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums in Berlin bildete eine große Kundgebung, zu der die Spitzen der Partei, Bewegung und Staat erschienen waren. Der Leiter der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums, Hagemeyer, gab einen Ueberbüd über die Tätigkeit der Reichsstelle in den drei Jahren ihres Bestehens. Dann sprach
Reichsleiter Alfred Rosenberg
über „Weltanschauung und Wissenschaft" und führte u. a. aus:
Seit 1933 sei eine ungeheure Flut des Schrifttums auf allen Gebieten festzustellen gewesen. Trotzdem sei es nicht wahr, daß vor 1933 ein nationalsozialistisches Schrifttum nur ganz vereinzelt gegeben habe. Vielmehr sei es richtig, daß das Grundlegende und Entscheidende schon vor der Machtübernahme klar ausgesprochen und niedergelegt worden sei. Rosenberg gab eine knappe Schau über dieses Schrifttum, angefangen von 1919, da Dietrich Eckart seine Zeitschrift „Auf gut Deutsch" Adolf Hitler zur Verfügung stellte. Dann kam die erste Sammlung der Reden des Führers in den ersten Jahren seiner politischen Tätigkeit 1925; dann das für immer grundlegende Werk des Nationalsozialismus" „M ein Kamp f". Zu diesem Schrifttum müßte man unmittelbar hinzurechnen die Werke von Professor Günther und von R. Walter D a r r 6.
Dann ging Rosenberg auf eine Anzahl brennender Fragen des wissenschaftlichen Lebens über. Er verwahrte sich vor allem gegen den Vorwurf, als ob der Nationalsozialismus darauf ausgehe, die Freiheit der Wissenschaft zu knebeln. Er sagte, der Nationalsozialismus sei eine entscheidende Revolution des deutschen Lebens, und er fordere eben nichts weiter als eine Forschungsfreiheit auch für sich. Wir bekennten uns auch zum Grundsatz der exakten Forschung. „Innere und äußere Gesetzmäßigkeit des Lebens zu erweisen, wird immer Ziel germanischer Wissenschaft bleiben. Wer etwas anderes will, will nicht Wissenschaft, sondern Zauberei."
„Ich-, so führte Reichsletter Rosenberg aus, „glaube als Bekenntnis, daß eine nationalsozialistische Philosophie einst die Königin der Fakultäten einer kommenden Universität werden wird. Ferner bin ich der Ueberzeugung, daß diese Philosophie ihren Ausgang nehmen wird nicht von metaphysischen Spekulationen, sondern von einer germanischen Wertelehre. Die Feststellung der Werte von Ehre, Treue, Tapferkeit sind exakte Feststellungen der inneren Erfahrung, ebenso exakt wie ein physikalisches Experiment".
Wenn wir dies bekennen, so kämpfen wir damit gegen manche Minderwertigkeitsgefühle, die sich in der Wissenschaft heute bemerkbar gemacht yaben.
„Ich rufe Professoren, Lehrer und Studenten auf, die Würde echter Forschung zu verteidigen. Den Stolz zu haben, ihr ein Leben ebenso zu weihen, wie ein Staatsmann der Sicherheit seines Volkes. Einst saß die Welt zu Füßen von Humboldt, Ranke und Haeckel. Hunderte neuer Probleme ziehen heute durch die Welt und erfordern Arbeit und Lösung. Diese Vielheit mühte unsere Studenten geradezu reizen, sich mit aller Leidenschaft zu betätigen." Reichsleiter Rosenberg nannte eine Anzahl von Themen, die einer eingehenden Bearbeitung bedürften: das Wesen deutscher Naturerforschung, Rassenpsychologie an Stelle der verschwommenen Völkerpsychologie; — Darstellung der Dölkerwande- rung — auf Grund der Ergebnisse der vorgeschichtlichen Forschung —; das nordische Schönheitsideal und eine neue Philosophie der Kunst, Rassenzersetzung und Untergang Roms; Kampf der Charakterwerte in der europäischen Geschichte. Es sei ein Feld für kühne Geister erobert morden wie seit 500 Jahren nicht mehr.
„Nur eine neue Schau der Welt in Idee und Leben kann uns retten. Dies zu tun, ist die große Sendung der nationalsozialistischen Bewegung. Dies auch für den Kampf in der Wissenschaft zu tun, ist unser Schicksal. Wir können ihm nicht entrinnen und wir wollen es auch nicht! Wir bekennen uns kämpfend zum großen Gesetz unserer Zeit, nur so können wir auch seiner würdig sein!"
Die Beisetzung Galengros.
politische Demonstrationen in Paris. - Oie Kommunisten agitieren für Vie spanischen Sowjets.
Paris, 22 Nov. (DNB.) An der Beisetzungs- feier für Salengro in Lille nahmen die Regierung, mehrere hundert Kammernbgeordnete und ein Massenaufgebot von Anhängern der Dolksfrontpar- teien teil. Im Rathaus von Lille hielt Ministerpräsident Blum seinem einstigen Mitarbeiter einen Nachruf, in dem er sagte, es dürfe nicht dahin kommen, daß das französische Volk noch immer die Sei- ntgen durch eine „nichtswürdige Presse" entwür- b-igen lasse. Das französische Volk werde nicht dulden, daß „Bandenführer" seine Ehre antasteten. Es werde gegen sie die republikanische Verfassung kräftiger ausbauen. Die Verleumdung müsse an der Wurzel gefaßt und bestraft werden, und die Regierung werde hierfür sorgen. Nach der Rede Blums wurde der Sarg zum Frtedhof übergeführt und dort beigesetzt. Jnfanterieabteilungen erwiesen dem Toten militärische Ehren.
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Zu gleicher Zeit wie Salengro in Lille beigesetzt wurde, veranstalteten Dolksfrontanhänger in P a - r t s einen Trauerumzug, der sich jedoch mehr au einer politischen Kundgebung gestaltete. Diel bemerkt wurde, daß unter den „kulturellen Verbänden", die in dem Zuge mitmarschierten, auch die Freimaurerlogen vertreten waren. An der Spitze der Gruppen wurde ein Exemplar des Wochenblattes „Grigoire" mitgeführt, das mit großen Blutflecken beschmiert war. Den politischen Charakter her Trauerfeierlichkeit erhellt auch die Tatsache, daß Mitglieder der Metallarbeitergewerkschaft Sprechchöre bildeten und„Flugzeuge, Kanonen und Maschinengewehre für
Spanien" und die Aufhebung d e r „B l o k- k a d e" der spanischen Republik forderten sowie Hochrufe auf Spanien ausbrachten. Zwischendurch hörte man Rufe: „Wir werden Salengro räche n!" Im Umzug wurde auch eine spanische republikanische Fahne mitgeführt, die von der Menge mit Beifall begrüßt wurde. Fortgesetzt wurden die Internationale und Lieder der französischen Revolution gesungen. Immer wieder ertönte der Ruf: „Flugzeuge für Spanien?" Da auch kommunistische Organisationen an dem Umzug beteiligt waren, rief man auch: „E s leben die Sowjets?"
Die Sozialistische Partei veranstaltete in der Win» tcrradrennbahn eine Versammlung zum Gedächtnis von Salengro. Der kommunistische Abgeordnete Thorez verlangte das Verbot der „faschistischen Presse" und die Auslösung der Kampfbünde, auch wenn sie sich jetzt als politische Parteien tarnten. Im übrigen verlangte er wieder die Aufhebung der „Blockade" gegen die spanischen Bolschewisten. Der radikalsozialistische Landesoerteidigungsminister D a . lädier erklärte, der Tod ©alengros, den Dalabier als mutigen Soldaten rühmte, habe allen Franzosen die tödlich wirkende Niedrigkeit der Verleumdung vor Augen geführt. Von Thorez aufgestachelt, rief die Menge im Chor immer wieder: „Flugzeuge und Kanonen für Spanien!" „Nieder mit der zweijährigen Dienstzeit in Frankreich!" „Hinein mit der Volksfrontpresse ins Heer!" Auf diese Weise hinderte sie den Landesoerteidigungsminister Daladier zehn Minuten lang an der Fortsetzung seiner Rede, bis Daladier die Bemerkung anbringen konnte, daß die brennenden Fragen an einem anderen Tage und anderswo ausgetragen werden müßten.
Deutschland trauert um 8"
Berlin, 21.Nov. (DRV.) Der Führer und Reichskanzler hal an den Generaladmiral Raeder anläßlich des Unterganges von „U 18" folgendes Veileidslelegramm gerichtet:
„An dem schweren Verlust, der die deutsche Kriegsmarine durch den Untergang des Unterseebootes 18 betroffen hat, nehme ich herzlichen Anteil. Ich bitte Sie, den Hinterbliebenen der in treuer Pflichterfüllung ums Leben gekommenen IHarineangetjÖdgen den Ausdruck meines tiefempfundenen Bei», leids zu übermitteln. Adolf Hiller."
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Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, hat folgenden Erlaß an die Kriegsmarine herausgegeben: „Die deutsche Kriegsmarine, im besonderen unsere junge 0-Bootswaffe, tft von einem schweren Verlust betroffen worden. Das Unterseeboot U 18 von der Unterseebootsflottille „Wed- digen" ist am 20. November 1936 während einer Torpedoschießübung in der Lübecker Bucht infolge einer Kollision gesunken. Don seiner Besatzung nahm es acht Mann mit sich in die Tiefe. Mit ihrer Rettung ist leider nicht zu rechnen. Mit den Angehörigen betrauert die Kriegsmarine den Verlust von acht braven Kameraden. Ihrem ernsten Dienst an der Erstarkung unserer Wehr zur See hat der Seemannstod ein jähes Ende gesetzt. Getreu ihrem Soldateneide haben sie ihr Leben für Führer, Volk und Vaterland eingesetzt; getreu dem heldenhaften Vorbild des Mannes, dessen Namen die Flottille trägt, und so vieler Kameraden des großen Krieges, uns Lebenden wieder ein Vorbild in unserer Arbeit und unserem Dienst „für Deutschland".
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine hat befohlen, daß die Schiffe der Kriegsmarine am Sonntag, dem 22. November 1936, einfache Flaggen- trauer anlegen. Am Tage der Beisetzung der Gebliebenen ist von den Schiffen der Kriegsmarine von der Morgenflaggenparade bis zum Beginn der Trauerfeier einfache Flaggentrauer, für die Dauer der Beisetzung große Flaggentrauer anzulegen.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat Seiner Majestät dem König von Griechenland anläßlich der Beisetzungsfeierlichkeiten in Griechenland für den im Ausland verstorbenen König Consta n t in, der Königin Sophie, feiner Gemahlin, und der Königin Olga, feiner Mutter, telegraphisch sein teilnehmendes Gedenken zum Ausdruck gebracht. König Constantin, der jetzt seine , letzte Ruhestätte in heimatlicher Erde findet, war preußischer G e n e r a l f e l d m a r sch a l l, Königin Sophie eine Prinzessin vonPreußen.
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In der Hauptversammlung der gegenwärtig in Karlsbad stattfindenden alljährlichen Tagung des Verbandes der deutschen Volksgruppen in Europa wurde Konrad Henlein einstimmig zum Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Dazu bemerken die „Sudetendeutschen Pressebriefe": „In der Wahl Henleins liegt nicht bloß eine bedeutsame Anerkennung der volkspolitischen Persönlichkeit Henleins und seines den Volksdeutschen Gedanken bildenden Wirkens, sondern auch eine Anerkennung des Sudeten deutsch» t u m s , dessen politische Arbeit vorbildlich und richtunggebend für das gesamte Auslanbdeutschtum geworden ist."
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In Berlin haben die monatlichen Besprechungen über die Durchführung des deutsch-polnischen Wirtschaftsvertrages stattgefunden. Die günstige Entwicklung der Einfuhr deutscher Waren in das polnische Zollgebiet sowie die Tatsache, daß die Verrechnung sich immer reibungsloser abwickelt, haben es möglich gemacht, noch eine Anzahl bisher zurückgestellter Wünsche für die Ausfuhr aus Polen und Danzig nach Deutschland zu berücksichtigen. In- folgedessen konnte eine Gesamtausfuhr nach Deutschland für den Monat Dezember im Werte von etwa 15 Millionen Zloty festgesetzt werden.
Aus aller Well.
Bis fehl 290 Tole bei dem Unglück in Rordjapan.
Nach den letzten Meldungen über das große Dammbruch-Unglück in Nordjapan hat sich die Zahl der Todesopfer auf 290 erhöht. 113 Personen konnten verlegt geborgen werden. Noch immer werden 453 vermißt. Der Gesamtschaden, der durch den Dammbruch entstanden ist, wird auf 10 Millionen Yen geschätzt. Vor dem nächsten Jahr wird der Bergbaubetrieb nicht wieder ausgenommen werden können.
Französisches Wasserflugzeug abgestürzl.
Der Befehlshaber der französischen Luftstreitkräfte in Tunis teilt mit, daß ein Wasserflugzeug, das nach Bono unterwegs war, nicht an seinem Bestimmungsort eingetroffen ist. Die Nachforschungen haben jetzt zur Entdeckung von Wrackstücken des Flugzeugs geführt Die fünf Besatzungsmitglie- der haben den Tod gefunden. Ihre Leichen sind nicht aufgefunden worden.
Rettungsring eines deutschen Torpedobooles nach 21 Fahren angelrieben.
An der Unterelbe in der Nähe von Schulau ist dieser Tage der Rettungsring des beut- chen Torpedobootes „V 191" angetrieben worden, bas am 17. Dezember 1915 im Vorposten- btenft bas Opfer einer Explosion geworden mar. Der Rettungsring, der vom Schulauer Brücken- marter aufgefischt wurde, ist dem Altonaer Hafen- tapitan überbracht worden. Er soll demnächst der Kriegsmarine übergeben werden und seinen Platz in der Wilhelmshavener Garnisonskirche finden. Der Rettungsring, der noch gut erhalten ist, war wahrscheinlich solange im Mahlsand vergraben und ist vermutlich erst bei den letzten orkanartigen Sturmen von der aufgewühlten See freigefpült worben.
^echs Fahre Zuchthaus wegen Slndesmißhandlung.
Das Reichsgericht verwarf bie von her Angeklagten Karoline Heinz oerw. Ritter geb. Schuster gegen das Urteil des Schwurgerichts Koblenz vom 11. Juli d. I. eingelegte Revision als unbegründet. Damit ist die Beschwerdeführerin wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren Zuchthaus rechts kräftig, wurürfeüV" Frau Heinz batte mehrere eheliche rfmb uneheliche Kinder Ihr jetziger Ehemann brachte drei unmündige Kinder in die Ehe mit. Nachdem dieser Ehe zwei Kinder entsprossen waren hcttte Frau Heinz insgesamt neun Kinder zu versorgen. Während sie ihren eigenen Kindern eine gute Mutter war, miß, handelte und quälte sie die drei von ihrem ÜDtantf


