Schleifen. Glätten, Polieren, Besehen, Abnchmen, Waschen, Ausschneiden, Zentrieren und Randen der Gläser. Zwischen diesen einzelnen Arbeitsprozessen werden stets genaue Kontrollen vorgenom- mcn, die sich auf Material- und Bearbeitungsfehler heziehen.
Das Glasmaterial, das zur Herstellung von Brillengläsern benutzt wird, muß mechanick und optisch vollkommen gleichmäßig sein. Bor der Verarbeitung wird das Material, das die Hütte in Blöcken oder Platten als Hafenglas liefert, sehr genau geprüft. Dann wird es nach Größe und Gewicht zugeschnitten und zugerichtet. Zn der Glaspresserei werden die Gläser in die gewünschte rohe Form gebracht. Eine größere Anzahl dieser Roh - gläser wird in einem Ofen bis zum Weichwerden erhitzt und dann in eine Metallform gepreßt, deren Höhlung dem zu erzeugenden Glase entspricht. Die Preßlinge wandern darauf in den Kanalkühlofen, bis sie handwarm aus dem Wasserbecken am Ende des Laufbandes gezogen werden können. Genaue Prüfung auf Glassprünge, korrekte Krümmung und Spannungsfehler folgt, und weiter beginnt der Schleifprozeß entweder nun auf Schleifköpfen oder Schleifschalen aus Grauguß, die mit Pech überzogen sind, und auf die die Preßlinge, elektrisch angewärmt, aufgedrückt werden. Je nach der Qualität, die man herstellen will, befinden sich nun entweder auf diesen verschieden großen Pechköpfen oder Pechschalen 100 bis 150 oder 3 bis 4 Preßlinge. Die ganz feinen Linsen werden nur mit Schellack festgelegt und mit der Hand sortiert. Die Massenfabrikation kommt nun zu den Spindeln, zwei durch Kraftantrieb gegeneinander in schnelle Bewegung gesetzte Schalen und wird erst mit Schmirgel geschliffen, dann mit Polierrot, einem Präparat aus Eisenoxyd, bearbeitet.
Rach dem Schleifen und Polieren wird jedes einzelne Glas von besonders geübten Arbeitern unter starker Beleuchtung mit der Lupe auf Schleif- und
Polierfehler untersucht. Nachdem beide Seiten fertig poliert sind, werden die Gläser in einer Abfrieranlage von den Pechköpfen gelöst und gelangen in die Wäscherei, in der sie chemisch und mechanisch von dem anhaftenden Pech gereinigt werden. Alsdann kommen die nun fertigen rohkantigen Gläser in die Bescheret, in der sie nochmals eingehend mit der Lupe auf Flächenfehler und optische Reinheit untersucht werden; ferner wird die Zentrierung mit dem Zentrierapparat nachgeprüft, die Mitteldicke festgestellt und die optische Wirkung der Gläser mit dem Scheitelbrechwertmesser kontrolliert, der mit feinem Farbstift das genaue Zentrum anzeichnet. In der Feinoptik ist die Prüfung noch gründlicher. Bei ihr wird nach einem Probierglas gearbeitet, das haargenau die Krümmung trägt, und mit dem fphärome- trisch verglichen wird. Weicht der Prüfling von diesem Versuchsglas ab, treten die berühmten Newton- jchen Ringe in allen Farben des Regenbogens auf. Je nachdem diese verlaufen, erkennt man, ob das Glas zu hohl oder zu voll ist. Es muß dann so lange poliert werden, bis sie verschwinden. Die Abmessungen bewegen sich an der Grenze von Vioooo Millimeter.
Das ist in großen Zügen der Werdegang von Glas und Linse. Indessen erst die Mechanik, die Fassung und das Gestell geben den Ausschlag für die erstrebte optische Wirkung. Eine Welt für sich, vom Schraubenautomat und der Nietmaschine, die, beständig in Del laufend, ihre winzigen Attribute mit der Pünktlichkeit eines Uhrwerks auswerfen bis zur Gespinstmaschine für die Golddoublefassung oder dem gehämmerten Nasensteg.
Präzision ist auch hier alles. Auf der Sauberkeit der Arbeit beruht der Ruf von Rathenow, der Ruf der deutschen Optik in der Welt. Der Name des kleinen schmucken Städtchens westlich der Havel ist ein Begriff, der guten Klang hat.
Wirtschaft.
Oie IG.-Farbemridustrie AO. im dritten Vierteljahr 1936.
Fwd. Die JG.-Farbenindustrie AG. teilt mit, daß die befriedigende Geschäftsentwicklung im Inland auch im dritten Vierteljahr 1936 angehalten hat. Die Exportumsätze bewegten sich auf demselben Höhe, wie im entsprechenden Abschnitt des Vorjahres.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 869: Verordnung über die Umrechnung fremder Währungen bei der Berechnung der Wechselsteuer. — 870: Verlängerung des Wirtschaftsvertrages mit Polen bis zum Jahresende. — 871: Die 2. Zusatzvereinbarung zum Verrechnungsabkommen mit der Schweiz. — 872: Die Erledigung der Einfuhrgesuche für das 4. Vierteljahr in Rumänien. — 873: Die Zahlungsfrage im Außenhandel Rumäniens nach den Abwertungen. — 874: Die niederländischen Gütevorschriften für die Ausfuhr von Gemüse und Früchten. — 875: Zulassung von Nachnahmesendungen nach Italien.
Rhein-mainische (Lchiachtviehmärkte.
Wenn man von den zur Zeit noch unzureichenden Zufuhren an Schweinen absieht, hat die Lage an den Schlachtviehmarkten die Entwicklung genommen, die von den zuständigen Stellen vorausgesagt war. Nach Lage der Dinge kann eine weitere günstige Entwicklung erwartet werden, so daß in den nächsten Wochen wieder mit einer geregelteren Belieferung der Metzger mit Schlachtvieh und der Verbraucher mit Fleisch zu rechnen ist.
Die besseren Fütterungsverhältnisse aus den Weiden uni) die günstigen Grünfutterernten haben auf den Rindermärkten nicht nur eine weitere Erhöhung des Austriebs, sondern vor allem eine starke Qualitätsverbesserung gebracht. Die zuge- sührten Ochsen und Färsen wiesen eine besonders hohe Qualität auf und konnten fast durchweg mit gut und sehr gut bewertet werden; auch für Kühe wurden höhere Schlachtgewichte festgestellt. Unreifes Vieh kam in den letzten Wochen kaum mehr an die Märkte. Die Gesamtbeschickung stellte sich auf 1563 (1216) Tiere; Frankfurt 1194 (1015), Mainz 265 (255), Wiesbaden 104 (46). Außerdem wurden dem Frankfurter Markt 100 Husumer Weiderinder, dem Markt in Mainz 60 und dem Markt in Wiesbaden 120 Stück zu geführt. Die Auftriebe waren so reichlich, daß die Ausgleichslieferungen an ausländischem Frischfleisch seitens der Reichsstelle eingestellt werden konnten.
Die.Beschickung an den Schweinemärkten war nicht ganz einheitlich. Insgesamt konnte eine leichte Auftriebsoermehrung festgestellt werden. Die Schweine wurden den Metzgern zugeteilt; in Frankfurt mußte die Reichsstelle zum Ausgleich des Spitzenbedarfes 200 geschlachtete Auslandsschweine liefern. Der Gesamtauftrieb betrug 4378 Stück (3844). Frankfurt 2316 (2095), Mainz 865 (828).
Die Kälbermärkte haben sich schnell auf die neuen Verhältnisse eingespielt. Die Qualitäten waren mittel bis gut. Bei lebhafter Nachfrage wurden die zugetriebenen Tiere zu den festgesetzten Höchstpreisen geräumt. Gesamtauftrieb: 1281 (1452). Frankfurt 779 (912), Mainz 155 (245), Wiesbaden 243 (191), Darmstadt 104 (104).
An den Schafmärkten sind die Anlieferungen zurückgegangen, besonders in Frankfurt, wo 293 (607) Tiere zum Verkauf standen. Auf Wiesbaden kamen 61 (33) und auf Darmstadt 22 (20) Stück, zusammen 376 (680). Die Nachfrage war im ganzen ruhig, in Frankfurt am Donnerstag mittelmäßig, die Preise bröckelten leicht ab, in Frankfurt kamen einige Tiere in den Ueberstand.
*
* Hapag baut zwei neue Ostasien- Frachtschiffe. Die Hamburg-Amerika-Linie hat zur Ergänzung ihrer Ostasienflotte bei der Friedrich- Krupp-Germania-Wexft in Kiel zwei Frachtschiffe in Auftrag gegeben. Jeder der beiden Neubauten wird rund 8000 Bruttoregistertons groß sein. Beide Schiffe werden mit dieselelektrischem AntÄeb fahren. Die Germaniawerft wird das erste der beiden Schiffe im Frühjahr 1938 abliefern.
Khein-Mainiscbe Börse
INitlagsbörse: Aktien schwankend, Renten fester.
Frankfurt a. M., 22. Okt. Die Börse setzte an den Aktienmärkten vor allem mit stark verminderter Geschäftstätigkeit und nicht ganz einheitlichen, aber meist leicht abbröckelnden Kursen ein. Der Auftragseingang aus dem Publikum war heute gering. Im Durchschnitt wichen die Kurse nach beiden Seiten etwa 0,50 bis 1 o. H. ab. Nach den ersten Notierungen bröckelten Aktien vorwiegend weiter etwas ab. Von Montanwerten ließen Hoesch 0,50 v. H., Klöckner 0,75 v. H. und Verein. Stahl 0,13 v. H. nach, Rheinstahl und Mannesmann lagen bis 0,40 v. H. freundlicher. Von Kaliwerten kamen Aschersleben 2,50 o. H. höher zur Notiz. Am Chemiemarkt notierten IG.-Farben mit 179,25 bis 178,50 (179,40), Rütgerswerke mit 139,50 (140), Metallgesellschaft unverändert 150. Ueberroiegenb gut behauptet lagen Maschinen- und Motorenwerke, BMW., Muag und Junghans zogen bis 0,65 v. H. an. Am Elektromarkt gewannen Licht & Kraft 1,65 v. H. auf 162,13, Siemens 0,75 v. H. auf 208,75, Gesfürel verloren 1 v. H., Elektr. Lieferungen 0,25 v. H. auf 134,75 nach anfangs unverändert 135, AEG. blieben zu 40,75 behauptet. Zellstoffaktien gingen 1 bis 2 v. H. zurück, ferner ermäßigten sich Gement Heidelberg auf 158,50 (159,25), Westdeutsche Kaufhof auf 61,75 (62.50), Kunstseide Aku auf 91,90 (92,50) und Havag auf 16,40 (16,90), dagegen stiegen Deutsche Linoleum auf 171,65 (170,50), Bem- berg auf 111,75 (110,50) und Reichsbank auf 195 (194).
Der Rentenmarkt verkehrte in fester Hal-
fnng. Lebhafte Umsätze hatten wieder !Tommuna!= Umschuldung mit 89,90 bis 90 (89,85), ferner lagen Altbesitz 0,25 v. H. und. Reichsbahn-VA. 0,25 v. H. höher; Zinsoergütungsscheine und späte Schuldbücher blieben behauptet. Zertifiz. Dollar-Bonds bei ruhigerem Geschäft leicht schwankend; 6proz. Preußen 79,50 bis 79,25 bis 79,50, 6,5proz. Preußen 80. Poung-Guldenanleihe lagen mit 92 unverändert, Efchweiler mit 92,50 etwas höher. Von Auslandrenten waren Mexikaner etwas gefragt, 5prozentige äußere Gold 14,90 bis 15,13 (14,50), I. Anatolier 40,90 (40,25), dagegen 4proz. Ungarn Gold 14,13 (14,20).
Im Verlaufe waren die Aktienmärkte fester. Das Geschäft konnte sich leicht beleben und gegen den Anfang ergaben sich meist Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. IG.-Farben auf den Quartalsbericht 180,25 bis 180 nach 178,50, auch Montanwerte auf die vorliegenden günstigen Berichte durchweg erholt. Fest waren noch Muag mit 128 nach 126,25, Aku 90,40 bis 92,25 nach 91,90, Gesfürel 147 nach 146, Kali Aschersleben 150 nach 150,75, Kali Westeregeln 143,50 (141).
Am Rentenmarkt wurde das Geschäft bei behaupteten Kursen ruhiger, etwas schwächer lagen zertif. Dollar-Bonds; 6proz. Preußen 79 nach 79,50, 6,5proz. Preußen 79,50 nach 80. Der Pfandbriefmarkt brachte nur geringfügige Veränderungen. Stadtanleihen ebenfalls fast unverändert, die beiden Frankfurter 94,50 (94,90 bzw. 94). Von Auslandrenten lagen Mexikaner durchweg etwas fester.
Im Freiverkehr nannte man: Adlerwerke 105 Brief, Auto-Union 122, NSU. 155, Growag 91, Pokorny 120, Wayß & Freytag 126,75, Kali Wintershall 140,50.
Abendbörfe fest.
Bei lebhaften Umsätzen war die Abendbörse am Aktienmarkt weiter fest, nadem schon im Mit- tagsschlußverkehr stärkere Erhöhungen eingetreten waren. Die Nachfrage erstreckte sich auf fast alle Marktgebiete, besonders gefragt wurden Chemie-, Montan- und Maschinenwerte. Nicht alle Papiere erreichten den hohen Berliner Schlußstand, es überwogen jedoch Befestigungen von 0,50 bis 1,50 v. H. Nur Zellstoffaktien blieben nicht ganz behauptet, ebenso lagen Südd. Zucker mit 208,25 (210) etwas niedriger. Fest waren u. a. IG. Farben mit 182 bis 182,50 (180,90), Scheideanstalt mit 282 bis 283 (281), Metallgesellschaft mit 151,75 (150), ferner Siemens 212 (210, Berlin 211,25), Daimler 128 bis 128,50 (127,25 bzw. 128), Muag 130,50 (128,65 bzw. 129,13), Moenus Maschinen 98,50 bzw. 99 (98). Non Montanwerten besonders Stahlverein mit 126,75 bis 127,25 (126,65) und Mannesmann mit 121,25 (120,40) lebhaft, höher auch Buderus 126 (125), Klöckner 131 (130,13). Am Einheitsmarkt fliegen leere IG. Chemie auf 183 (180), Seil Wolff auf 91,40 (90,50) und Grün & Bilfinger auf 245 (zuletzt 238); auch Bankaktien höher. Deutsche Ren- t e n lagen still und behauptet, ebenso zertif. Dollar-Bonds. Von Ausländsanleihen waren Mexikaner auf Paris fest und lebhaft, ferner fliegen 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn auf 213 (210).
U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 134, 4,50 v.H. Franks. Hyp. Gold R 1 bis 4 97, 5,50 do. Liquid. 100,50, 4,50 v. H. Stadt Hanau 91,25, 4,50 v. H. Darmstadt v. 28 94, 4 v. H. Ungarn Gold 14,20 bis 14,25, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 213, 5 v. H. Silbermexikaner 6,60, 5 v. H. äußere Gold 15,75, 4 v. H. Gold 11,50, 4,50 Irrigation 11, Adca 88,50, Commerzbank 104,75, DD.-Bank 107, Dresdner 106,75, Pfälz. Hyp. Bank 87, Allianz Verein 256, Buderus 126, Klöckner 131, Mannesmann 121,25, Rheinstahl 158,50, Verein. Stahl 126,75 bis 127,25, Olavi 45,75, AKU. 94,25 bis 94 bis 94.50, AEG. 41, Aschaffenburger Zellstoff 146,90, BMW. 142, Bemberg 113, Daimler 128 bis 128,50, Dl. Erdöl 151, Scheideanstall 282 bis 283, Licht & Kraft 162,25, Eßlinger Maschinen 102,50, IG. Farben 182 bis 182,50, Gesfürel 147,50, Goldschmidt 128, Holzmann 137, Mainkraft 100, Muag 130,50, Metallgesellschaft 151,75, Moenus 98,50 bis 99, RWE. 142, Stempel 86,50, Siemens 212, Kaufhof 62,75 bis 63, Waldhof 170,75, Südd. Zucker 208,25, AG. für Verkehr 126, Grün & Bilfinger 245.
Frankfurter Schlachtviehrnorkt.
Frankfurt a. M., 22. Oft. Auftrieb: Rinder 85 (gegen 75 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 11 (15) Ochsen, 1 (3) Bulle, 48 (27) Kühe, 25 (30) Färsen. Kälber 458 (584), Hämmel und Schafe 145 (371), Schweine 339 (252). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 45 (am 15. Oktober 45); Bullen nicht notiert. Kühe a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 31 bis 33 (31 bis 33). Färsen a) 44 (43 bis 44). Kälber a) 65 (65), b) 55 (55), c) 40 (40), d) 40 (40). Hämmel b2) 48 bis 50 (51 bis 53), c) 45 bis 47 (45 bis 49). Schafe e) 40 bis 44 (43 bis 47), f) 30 bis 38 (35 bis 42). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber sehr flott, ausverkauft. Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausoerkauft.
Großmarkt für Fleisch ünv fvr Fekr- waren. Beschickung: 570 Viertel Rindfleisch, 523 halbe Schweine, 79 ganze Kälber, 19 ganze Hammel, 61 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo« gramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80. Kuh fleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80. Kalbfleisch a) 107, b) 96, c) 82. Schweinefleisch b) 74 (allös Höchstpreise). Hammelfleisch b) 100 bis 110. Fett- waren nicht notiert. Marktverlauf: lebhaft.
Schweinemarkt in Buhbach.
* Butzbach, 22. Okt. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 630 Ferkel aufgetne- ben. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Tiere 12 bis 14 RM, 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 14 bis 18 RM, ältere Tiere bis zu 22 RM pro Stuck. Der Handel verlief schleppend, es verblieb lieber- stand.
Fragebogen anfordern!
Erhebung über die Umsätze an Butter, Margarine und Schmalz im Jahre 1935.
NSG. Im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen- Nassau wird z. Z. eine Erhebung über die monatlichen Umsätze an Butter, Margarine und Schmalz im Jahre 1935 beim Einzelhandel, im ambulanten Gewerbe und den Milchspezialgeschäften durch die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, die Wirtschaftsgruppe ambulantes Gewerbe und den Milchwirtschaftsverband Hessen-Nassau im Auftrage der Landesbauernschaft durchgeführt.
Soweit ein Verteilerbetrieb noch nicht in den Besitz des Fragebogens gelangt sein sollte, muß er^ diesen Fragebogen bei der für ihn zuständigen Stelle anfordern, und zwar:
für den Einzelhandel: bei der Bezirksfachgruppe Hessen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Fachgruppe Nahrungs- und Genußmittel (Re- kofei) Frankfurt a. M., Börse;
für das ambulante Gewerbe: Wirtschaftsgruppe ambulantes Gewerbe in der Reichsgruppe Handel, Bezirksgruppe Hessen, Frankfurt am Main, Kronprinzenslrahe 41;
für die Milchspezialhändler: Milchwirlfchaftsver- band Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Senckenbergstraße 20.
Bei nicht rechtzeitiger Ausfüllung des Fragebogens wird nicht nur der Zweck der Erhebung, eine vollkommene Marklüberfichl auf diesem Gebiet für das Wirtschaftsjahr 1935 zu erhalten, gefährdet, sondern es können sich auch bei der künftigen Feltoer- sorgung der einzelnen Derteilerbetriebe Nachteile ergeben.
Kleine Strafkammer Gießen.
Durch Urteil des Amtsgerichts. Gießen war der 60 Jahre alte K. Sch. aus Gießen mit noch drei weiteren Angeklagten wegen Körperverletzung zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Der Angeklagte Sch., den das Amtsgericht mit 5 Monaten Gefängnis belegt hatte, verfolgte gegen dieses Urteil Berufung, während die übrigen Angeklagten ihre Strafen annahmen bzw. rechtskräftig werden ließen.
Die Anklage legte dem Angeklagten zur Last, in Gemeinschaft mit drei weiteren Personen am 18. Mai 1935 im Seltersweg in Gießen nach vorausgegangenem Streit in einer Wirtschaft in der Bahnhofstraße in Gießen einen gewissen B. aus Gießen körperlich mißhandelt zu haben.
Die Verhandlung mußte gegen Abend auf einen späteren Zeitpunkt'verlegt werden, da weitere Zeugen zur nächsten Verhandlung geladen werden sollen.
Zuchthaus für einen gemeingefährlichen Wilderer.
Limburg, 21. Okt. (LPD.) Die Große Strafkammer Limburg verhandelte als Berufungsinstanz gegen den vom Schöffengericht am 2. Juli 1936 wegen Wilderns und unbefugten Waffenbesitzes zu zwei Jahren Gefängnis und Sicherungsverwahrung verurteilten Adolf A x aus Elz. Das Gericht bezeichnete den Angeklagten als gemeingefährlichen Wilodieb und erachtete ihn in drei Fällen des Jagdftevels für überführt. Statt der von der Vorinstanz verhängten Gefängnisstrafe von zwei Jahren wurde Ax von der Großen Strafkammer zu zwei Jahren Zuchthaus und Beibehaltung der Sicherungsverwahrung verurteilt.
Schaffner vom Zug überfahren und getötet.
LPD. Frankfurt a. M., 22. Okt. Zwischen dem Bahnhof Frankfurt a. M.-Wesl und dem Hauptgüterbahnhof wurde der Zugschaffner Hermann Neu aus Altdiez von einem Güterzug, den er anscheinend nicht bemerkte, erfaßt, üb erfaßen und auf der Stelle getötet.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe her zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
21-10.
22-10.
21 10
22-10.
6% Deutfche Retchsanleihe v. 1927
101,4
101,4
101,4
101,4
4% Deutsche Reichsanl. von 1984
97,75
97.8
97,75
97,8
ßy2% Doung-Anleihe von 1980 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
103,25
—
102,5
102,5
Auslos.-Rechten ............
4ya% Deutsche Retchspostschatzan
118,13
118,4
118,4
118,5
Weisungen von 1934, I.......
*y2% ehem. 8% Hessischer Bolls
—
99,9
100,1
100,2
staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...
<!/,% ehem. 8% Hessische Landes
bank Darmstadt Gold R. 12... ■ 6%% ehem. sy,%Hess. Landes
98,75
88,75
98,75
—
97
97
97
97
Hypothekenbank DarmstodtLiau. 4’/,% ehem. 8% Darmsl. Komm
Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anlethe mi!
100,4
100,5
—
•—
93
93
—
—
Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. Am
128,5
—
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4'/r% ehem.8% Franks. Hyp.°Bank
122,9
1/2,9
123
123
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 41/2% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Psandbrtese......
6y2% ehem. 4*/,% Rheinische
97
97
—
—
100,5
100,5
—
Hyp.-Bauk-Ltqu.-Goldpse. ...
4%% ehem. 8% Pr. Landespfand-
oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4%% ehem. 7% Pr.Landespfank
100,75
100,9
101
101
97,5
97,5
97,5
97,5
briesanst., Gold Komm. Obl. 20
95
95
95
95
Steuergutich.Berrechnungsk. 34-38
109,8
109,8
109,9
109,9
4% Oesterretchtsche Goldrente...
33,25
—
33,5
—
4,20% Oösterreichische Silberrente
—
3,25
3,35
3,25
4% Ungarische Goldrente .......
14,2
14,25
14,13
14,2
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
11,13
11,13
11,13
11
4Vt% devgl. von 1913..........
11,25
11,5
11,75
11,5
6% abgest. (Bolbmertfaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l....................
14,5
15,75
14,5
15,4
Frankfurt a.M.
Äerlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß,. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußl. Mittag- börse
Schlußkurs
Schlußl. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
21-10.
22 10
21-10
22-10
Datum
21-10-
22 10
21.10
22.10.
4% vesgt. Serie h ............
5% Mumän. vereinh. Rente v. 1903 4y2%Numän.vereinh.Rentev.l913
4% Rumänische veretnh. Rente .
214% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und DtSconto-
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank.............. 4
Retchsbank ................ T<
A.E.G......................0
Bekula.....................8
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 7
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
Schuckert L Co....... 6
Siemens L Halske............8
LahmeyerLCo.............. 7
BuderuS ................... c
Deutsche Erdöl .............. 4
Harvener................. 2%
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3
Ilse Bergbau .............. 6
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ........ 8
Mannesmann-Röhren....... 3
8,5
13,13
7,7
40,25
16,9
17
124,5
104,5
106,5
106,5
194
40,75
167
135
160,5
142
147
135,5
141,5
163
208
155
123,5
148,5
160,5
120
155
129
119
8,4
13
7,75 40,9
16,4
16,9 126
104,75
107 106,75
195
41
167 135,5 162,25 141,75
147,5
136
142
164
212
153,5
126
151
162
119,9
157
131 121,25
8,5
13
7,7
40,75
16,9
40
16,9
124
128
104,25
106,5
106,5
195,25
40,75
167,13
135
161
141,25
146,75
135,25
141,4
162,9
210
154,75
124,13
148.5
160
119,9
215
155,5
129
119
8,4
13
7,8 41,75
16,65
40 16,75 125,9 126,5
104,65
106,75
106 195,75
40,75 167,75
135 162,25 141,25
146,5
137 141,4 163,75 211,25 154,5
125 150,5
162 119,75
222 157,65 130,13 120,4
Marisfelder Bergbau....... 6%
Kokswerke .................. 6
Rheinische Braunkohlen .....12
Rheinstahl .................. 4
Bereinigte Stahlwerke......8y»
Otavt Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........b
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
I. G. Farben-Jndustrte.......7
Scheideanstait...............9
Goldschmidt ................ 6
Rütgerswerke ............... 6
Metallgesellschaft............. 6
Philipp Holzmann...........4
Zementwerk Heidelberg ......7
Cementwerk Karlstadt.........6
Schultheis Patzenhofer .......4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. G
Bemberg...................6
Zellstoff Waldhof ............ 6
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum...........8
Orenslein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade...................... 9
Accumulatoren-Fabrik....... 12
Conti-Gummt.............. 11
Gritzner.................. 0
Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4
Süddeutscher Zucker ........ 10
160,25
242
156,25
124
45,75
147,5
141
200
179,4
280,5
127
140
150
135,5
159,25
157
92,5
110,5
172,5
147
125
170,5
62,5 445
176,5
30,5 99
209
159,5
158,5 127,25
45,75
151
143,5
182
283
128
139
151,75
137
158,5
158
94,5
113 170,75 146,9
128,5 172,5
63
205 177,25
31,5
100 208,25
158,5 142,25
243,5
157
124,25
45,5
151
143,5
200
179,65
127
139 149,75
134,75
106,25
92,5 111,25 172,25
146,5
112,5 125,25 170,75
91,75
62,5
440
206 177
30,5
210
160 143,75 242,5 158,25 126,65
45,5 151,25
142,5 203
180,9
127 138,75
150
137
106,13
94,4 112
171 147,25 112,5 128,13
172 93,65 62,75
455 205,5 177,25
31 «5
210
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M.
Banknoten.
21 .Oktober
22 Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld | »ries
Geld
Ärief
duenuo Alke
0,691
0,695
0,691
0,695
Brüssel ....
41,90
41,98
41,89
41,97
Rio de Jan.
0,145
0,147
0,145
0,147
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
54,35
54,45
54,37
54,47
Danzig....
47,04
47,14
47,04
47,14
London....
12,17
12,20
12,175
12,205
HelstngforS.
5,375
5,385
5,375
5,385
Paris .....
11,58
11,60
133,95
11,545
11,565
Holland ...
133,69
133,82
134,08
Italien....
13,09
13,11
13,09
13,11
Japan......
0,710
0,712
0,711
0,713
Jugoilawten
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,16
61,28
61,19
61,31
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ...
11,06
11,08
11,065
11,085
Stockholm...
62,75
62,87
62,78
62,90
Schweiz ...
57,17
57,29
57,15
57,27
Lpanten...
22,48
22,52
22,48
22,52
Prag......
8,771
9,789
8,771
8,789
Budapest ..
—
——
Reuyork ...
2,488
2,492
2,488
2,492
Äerün, 22.Oktober
Geld
Dries 1
Amerikanyche Roten..............
2,45
2,47
Belgische Noten..................
41,76
41,92
Dänische Noten .................
54,21
54,43
12,15
12,19
Französische Noten...............
11,495
11,535
Holländische Noten...............
133,48
134,02
Italienische Noten................
——
Norwegische Noten ..............
61,03
61,27
Deutsch Oesterreich, L 100 Schilling
—
Rumänische Noten ...............
—
—
Schwedische Noten...............
62,61
62,87
Schweizer Noten.................
Spanische Noien.................
67,00
57,22
Ungarische Noten................
—
Wie


