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1:1! Nun war Lollar abermals stark im Angriff; jedoch die Wetzlarer Hintermannschaft war auf der Hut. Wetzlar machte fich allmählich wieder frei. Eine Viertelstunde vor Halbzeit gingen die Gast­geber durch seinen Mittelstürmer abermals in Füh­rung. Lollar wollte den Ausgleich erzielen, aber die Schüsse der Innenstürmer waren stets zu schwach. Nach Halbzeit setzten die Lollarer alles auf eine Karte. Eine sichere Chance Löhrs wurde hart ver­eitelt. Dann kamen die Wetzlarer wieder durch. Der Lollarer linke Läufer wehrte schlecht ab. Der Ball kam zum Rechtsaußen, der schön hereinflankte und der Kopfball des gegnerischen Mittelstürmers ließ K. Ziegler keine Chance mehr zum Eingreifen.

Wetzlar (Referve) Lollar (Reserve) 6:1.

Die Reserven beider Vereine kämpften nicht so hart. Bei Halbzeit stand der Endsieg schon fest. In der zweiten Hälfte erzielten die Lollarer den längst­verdienten Ehrentreffer, während die Gastgeber zum sechsten Tore kamen.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

1900 1. Jugend Leihgestern 1. Jugend 1:3.

Die 1. Jugend weilte am vergangenen Sonntag zum fälligen Pflichtspiel in Leihgestern. Eine Nieder­lage war leicht möglich, da die Fahrt mit viel Er­satz angetreten werden mußte. Ueberraschend gingen die Blau-Weißen in Führung und zeigten vorerst eine leichte Ueberlegenheit. Aber der nasse Boden hatte seine Tücken. Einmal fiel der nasse Ball dem Tormann aus den Händen und ein nachsetzender Stürmer konnte zum Ausgleich einschieben. Ein andermal sprang der Ball einem Spieler vom Fuß in das eigene Tor. Dadurch ermutigt, wurden die Leihgesterner leicht überlegen und konnten die Führung behaupten. Das Spiel der dritten Jugend gegen Lollar fiel aus.

1900 2. Schüler Großen-Vufeck 1. Schüler 2:1.

Die zweite Schülerelf konnte ihren Sieg gegen Großen-Busecks Schüler wiederholen, wenn auch nicht in der Höhe des Vorspiels. Die Gäste gingen in Führung und erst nach Halbzeit gelang der Aus­gleich. Gegen Ende des . Spieles wurde gegen die Gäste ein Elfmeter verhängt, der den Sieg ergab. Faustballspiele des Tv. v. 1846 Gießen.

Tv. 1846 Sieger im Turnier zu Philippstein.

Als endgültigen Abschluß der diesjährigen Som­merspielzeit besuchte die ersatzgeschwächte erste Mannschaft des To. 1846 Gießen am vergangenen Sonntag das Faustballturnier des Tv. Philippstein. Die Mannschaft trat nur mit vier Mann gegen Tv. Wetzlar in Philippstein an und konnte trotzdem überlegen die beiden Spiele für sich entscheiden. Sie errang damit den Wanderpreis des Tv. Philippstein, ein Oelgemälde von Philippstein. Die Gießener Tur­ner zeichneten sich durch eine größere Sicherheit in der Ballbehandlung und ein besseres System in der Spielweise vor den anderen Mannschaften aus und lagen vom Beginn an klar in Führung, die sie bis zum Schlußpfiff mit weitem Dorsprung be­hielten.

Das Tennisturnier des Tv. 1846.

Das Tennisturnier, das der Turnverein 1846 am vergangenen Sonntag im Zusammenhang mit seinen Vereins-Wettkämpfen veranstaltete, endete, wie wir berichteten, mit einem Siege der Gastgeber, die mit 7:3 Punkten das Turnier für sich entschieden. In dem Bericht, den wir darüber am Montag ver­öffentlichten, ist durch ein Mißverständnis leider eine unrichtige Darstellung des Turniers gegeben worden. Der Sieg wurde nicht durch die Herren des Turnvereins, sondern in erster Linie durch die Damen gewonnen. Die Damen konnten drei Einzel­spiele und zwei Doppelspiele für sich entscheiden^ ferner brachten zwei Gemischte Spiele die Punkte für den Turnverein 1846. Zwei Herren-Einzelspiele dagegen gewannen die Gäste aus Butzbach.

Um die Gaumeisterschast im ler-Strrckenfahren.

Bei der Austragung der Gaumeisterschaft im ler Streckenfahren, die am 26. Juli 1936 in Gießen abgehalten wurde, kam es im Endspurt zu einem Sturz des Gießener Fahrers Hch. Preis. Der Wettfahrausschußvorsitzende, Hauck, distanzierte s. Zt. den Fahrer W. Neumann vom Gießener Radfahrer-Verein von 1885 wegen angeblicher Be­hinderung des Fahrers Preis. Gleichzeitig wurde der Vorfall von dem Wettfahrausschußoorsitzenden sowie Gauwart Eggert (Kassel) zur Entscheidung an den Sportausschuß des Deutschen Radfahrer- Verbandes nach Berlin gemeldet. Die Angelegen­heit wurde nun von dem Sportausschuß nach noch­maliger Stellungnahme der beiden Fahrer dahin­gehend entschieden, daß Hch. Preis an dem Sturz selbst die Schuld trage. Nachdem W. Neumann im Spurt die rechte Straßenseite eingehalten hätte, durfte Preis niemals noch rechts sondern nur links überholen. W. Neumann wurde daher der zweite Platz in diesem Rennen zugesprochen.

Fußball gegen Tschechoslowakei und Luxemburg.

Belastungsproben für die Oeutschland-Fußball-Nepräsentanten.

Zum ersten Male in der neuen Spielzeit geht der deutsche Fußballsport daran, am gleichen Tage zwei Reichsmannschaften in Länderkämpfe zu schlk- ken. Am 27. September trifft die deutsche ^-Mann­schaft in Prag auf die Berufsspieler-National-Els der Tschechoslowakei, während in Krefeld eine zweite deutsche Vertretung gegen die Amateur-Lan- dermannschast von Luxemburg antritt. Dieser Kampf nach zwei Fronten bedeutet natürlich sur den deutschen Fußballsport eine Belastungsprobe, zumal ja gerade die Tschechoslowakei neben Oester­reich zur Zeit der schwerste Gegner auf dem Fest­lande ist, mit dem es eine deutsche Nationalmann­schaft zu tun bekommen kann. In den letzten Jah­ren in der Zeit, da unsere Nationalspieler gegen die größten Gegner ehrenvoll bestanden und Siege herausholten da gingen solche Zweifronten­kämpfe zumeist in beiden Fällen günstig für uns aus. Ob aber auch diesmal alles gut gehen wird, das muß sich erst erweisen. Denn die Vorzeichen für die Kämpfe des 27. Septembers sind nicht sehr günstig. Man muß immerhin bedenken, daß der Schock der Olympia-Schlappe noch nicht ganz über­wunden ist und daß auch das Polenspiel mit sei­nem l:l-Unentschieden nicht gerade alle Hoffnungen erfüllte. Dazu kommt noch, daß zahlreiche Spieler­verletzungen die Aufstellung der beiden Mannschaf­ten dem Fachamt Fußball sehr erschwerten.

Prag als Schauplatz des dritten Kampfes mit der Tschechoslowakei macht die Ausgabe für unsere Mannschaft noch schwerer, als sie so schon ist. Zu einem großen Können muß unsere Elf auch noch

Mit der 6. Tatzesstrecke und einer auf einer Drei­ecksstrecke bei Fussen ausgefahrenen Schnelligkeits­prüfung ging die Internationale Motorraü-Sechs- tagefahrt am Dienstag zu Ende.

Der deutschen National-Mannschaft auf BMW. gelang dies vier Tage lang in hervorragendem Maße; da hatte Ernst Henne bei der Bergprüfung am Montag das Pech, mit blockiertem Motor liegen zu bleiben und durch diesen Zeitverlust zwei Strafpunkte einstecken zu müssen. Am Dienstag wurde das Rätsel dieses Mißgeschicks unseres Welt­rekordfahrers gelöst. Ein Kolben seiner BMW. hatte sich festgefressen. Henne dachte aber nicht dar­an, deshalb die Weiterfahrt ganz einzustellen; sein Ausscheiden hätte der deutschen Nattonal-Mannschaft 100 Strafpunkte eingebracht. So machte er sich am Dienstagmorgen vor dem Start daran, einen ande­ren Kolben in seine Maschine einzubauen, und in fieberhafter Tätigkeit gelang ihm dies in Rekord­zeit von 32 Minuten. Mit 17 Minuten Verspätung eine Viertelstunde steht den Fahrern laut Wett­fahrtbestimmungen vor dem Start zur Verfügung zur Vornahme von Reparaturen jagte Henne dem Felde nach.

Eine zweite große Ueberraschung gab es auch am Dienstagmittag noch. Ein schwerer Gebirgs­regen und Hagelschlag hatten im Ammergebirge einen Bergrutsch verursacht, der die Verlegung der vorgesehenen Strecke notwendig machte. Bis zum Eintreffen der Fahrer hatten NSKK.-Männer in mustergültiger Weise die Markierung der neuen Strecke vorgenommen. Eine Glanzleistung deutscher Organisattonskunst!

War die letzte Etappe mit 190 Kilometer bis Füssen auch sehr kurz, so bot. sie doch wieder zahl­reiche Schwierigkeiten, da sie in der Hauptsache über verschlammte Waldwege und schlechte. Berg­strecken führte. Dazu kam, daß die Zeitkontrollen sehr dicht auseinander folgten und daher Fahrern, die Defekte zu beheben hatten, kaum Gelegenheit geboten wurde, die nächste Zeitkonttolle anzufahren, ohne Strafpunkte zu erhalten.

Bei Hindelang war noch eine 5 Kilometer lange Bergprüfung eingelegt und dann ging es auf einer gefährlichen Abfahrt, die alle Teilnehmer zur größ­ten Vorsicht zwang, nach Füßen, wo nach einer halbstündigen Zwangspause die schwierige Prüfung in Angriff genommen wurde. Als erste Gruppe gingen auf der 8,750 Kilometer langen Dreicksstrecke die Beiwagen-Gespanne ins Rennen, und hier er­wies sich der Münchener Fahrer Steinberger, der zur strafpunktfreien DDAC.-Ortsgruppe gehörte, als der Schnellste. In der Wertungsgruppe II gingen 16, in der Wertungsgruppe I 31 Fahrer über den Kurs. Pech hatte die einzige deutsche Teil­nehmerin Ilse Thouret, die sechs Tage lang straf- punktfrei alle Schwierigkeiten gemeistert hatte. Beim Start zur Schlußprüfung riß ihr Gas-Bowden-Zug, und sie benötigte zwölf Minuten, bis sie den Schaden behoben hatte. Damit ging ihr die schon sicher scheinende Goldene Medaille verloren. Doch

Nerven von Stahl mitbringen, wenn sie 90 Kampf­minuten lang dem Ansturm der Gegner und der Leidenschaft von 45 000 Zuschauern standhalten will!

Die beiden Ländermannschaften werden sich dem schwedischen Schiedsrichter Ohlsson in folgender Besetzung stellen:

Deutschland: Jakob; Münzenberg, Munkert; Rodzinski, Goldbrunner, Kitzinger; Elbern, Gellesch, Siffling, Lenz, Kobierski.

Tschechoslowakei; Planicka; Ctyrocky, Bur­ger; Ludl, Boucek, Bouska; Rulc, Nejeüly, Sobotka, Czech, Faszinek.

Sieg gegen Luxemburg?

Um ganz sicher zu gehen, hat das Fachamt Fuß­ball für den Krefelder Länderkampf gegen Luxem­burg eine Mannschaft gestellt, die als sehr stark angesprochen werden muß. Darum sollte ein Sieg nicht allzu schwer fallen. Immerhin auch dieser Gegner darf nicht auf die leichte Schulter genom­men werden, denn wenn er auch gegen uns in der Weltmeisterschaft 1934 und beim Olympia 1936 mit 1:9 bzw. 0:9 verlor, so kam er zwischendurch doch einmal zu einem recht achtbaren Resultat. 1935 konnte in Luxemburg eine gute deutsche Mannschaft nur knapp mit 1:0 zum Siege kommen.

Den vierten offiziellen Länderkampf gegen Lu­xemburg beftreitet in der Krefelder Grotenburg- Kampfbahn folgende deutsche Elf: Jürissen; Sold, Sievert; Zielinski, Rohde, Tibulski; Melecki, Billen, Pörtgen, Kuzorra, Günther.

war auch die zweite Teilnehmerin, Frau Cottell (England), auf der Schluhetappe noch ausgeschieden.

England holt die Trophäe zurück.

Drei Jahre lang gewann eine BMW.-National- Mannschaft die Jnternattonale Trophäe der schwie­rigsten Zuverlässigkeits-Prüfung. Beim vierten Male ereilte sie das Pech. Drei Jahre lang war das Glück bei den deutschen BMW.-Maschinen und ihren Fahrern, diesmal wandte es sich den Engländern zu. Mit England hat der stärkste Gegner Deutschlands die Trophäe errungen und damit das Recht erworben, im kommenden Jahre die Sechstagefahrt durchzuführen. Zum neunten Male können die Briten ihre Namen in der Tro­phäe verewigen. B r i 11 a i n (348 ccm Norton), Rowley (346 ccm AJS) und Waycott (495 ccm Triumph-Beiwagen) waren die Fahrer, die die Trophäe nach England zurückholten. Nicht minder tapfer aber schlug sich unsere deutsche Mannschaft: Henne, Stelzer und Kraus in den 500-ccrn-BMW., Solo-Maschinen und dem 600 ccm Beiwagen-Gespann. Vier Tage lang hat­ten sie sich durch hervorragendes Fahren strafpunkt­frei gehalten. Dann ereignete sich zum erstenmal seit vier Jahren ein Defekt an einer der Maschinen, und dieser Defekt kostete den Deutschen den Sieg.

Das vorläufige Ergebnis.

Internationale Trophäe für Nativ- nal-Mannschaften: 1. England (Brittain auf Norton, Rowley auf AJS und Waycott auf Triumph) 0 Strafpunkte. 2. Deutschland (Henne, Kraus, Stelzer auf BMW.). 3. Frankreich, 4. Ita­lien. 5. Tschechoslowakei.

Internationale Silbervafe für Län­dermannschaften: 1. England B (Rudge), 2. Holland A, 3. England A, 4. Oesterreich B, 5. Deutschland B (NSU=£eam), 6. Schweiz.

Goldmedaille der FICM für Fabrik- Mannschaften: 1. Rudge (England), 2. DKW. Auto-Union (Deutschland), 3. Puch (Oesterreich), 4. Triumph England.

Preis des Führers des Deutschen Kraftfahrsportes für KlubMann­schaften: 1. Kraftfahr-Lehr- und Versuchsabteilg. der Wehrmacht Wünsdorf 2. Mannschaft (Deutsch­land), 2. The Rudge-Club (Schottland, 3. NSKK.- Gruppe Hochland (Deutschland), 4. Krastfahr-Lehr- und Versuchsabteilung der Wehrmacht Wünsdorf 1. Mannschaft (Deutschland), 5. Birmingham MCC. (England).

An der Internationalen Motorrad-Sechstagefahrt nahm auch ein Angehöriger der Wehrmacht unseres Standortes teil. Oberschirrmeister Frey von der hiesigen Panzerabwehrabteilung brachte die harte Prüfung gut hinter sich und konnte sich in die Liste der Goldmedaillenträger einschreiben. Er fuhr eine 800 ccmZündapp" mit Beiwagen. Im Beiwagen saß Unteroffizier Pelzer, ebenfalls von der hiesi­gen Panzerabwehr.

Wirtschaft.

Oie deutsche Erdölgewinnung im Juli und August.

Fwd. Die deutsche Erdölgewinnung betrug nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlichen Statistik im Monat Juli 38 958 Tonnen und im August 36 837 Tonnen. Im Monatsdurchschnitt waren im Jahre 1935 in Deutschland 35 807 Tonnen gewonnen worden. In den produktiven Bezirken und bei Auf­schlußarbeiten außerhalb der produktiven Bezirke waren am Ende des Monats Juli 4551 und Ende August 4540 Arbeiter und Angestellte beschäftigt.

Oie Lage des deuM en Bergbaus im August.

Fwd. Unter dem Einfluß eines kleinen Anstiegs im Ruhrbezirk hat sich die Steinkohlenför- berung im Durchschnitt des Reichs gehalten. Das mengenmäßig geringere Ergebnis (der August hatte einen Arbeitstag weniger) konnte nicht ausgeglichen werden. Auch der leichte arbeitstägliche Anstieg der Rohbraunkohlenförderung genügte nicht, den durch die geringere Zahl der Arbeitstage ver­ursachten mengenmäßigen Ausfall auszugleichen. Die Preßkohlenerzeugung wurde auch arbeitstäglich nicht ganz gehalten.

Nhein-Mainische Börse.

Schwächer.

Frankfurt a. M., 23. Sept. Bei Fortdauer der starken Zurückhaltung lag die Börse auch heute überwiegend weiter schwächer. Die Unternehmungs­lust der Kulisse wurde durch das Fehlen von Auf­trägen gehemmt. Kleines vorliegendes Angebot fand nur bei ermäßigten Kursen Ausnahme.

Am Aktienmarkt eröffneten die ersten Kurse zumeist 0,50 bis 1 v. H. unter gestern. Eine gewisse Verstimmung ging von der nur 4prozentigen (uno.) Dividendenerklärung bei MAN. aus, da man mit mindestens 5 v. H. gerechnet hatte. Das Rechnungs­wert von Klöckner bot den Montanwerken nur wenig Stütze, gedrückt waren Hoesch mtt 106,40 bis 106,25 (107,50), Klöckner verloren 1 v. H. auf 115, Mannesmann 0,50 v. H. und Verein. Stahl nach unverändertem Beginn ebenfalls 0,50 v. H. auf 106. Weiter etwas schwächer lagen IG. Farben mit 159,40 bis 159 (159,50). Elektropapiere lagen sehr ruhig, Siemens verloren 1,13 v. H., AEG. 0,25 v. H. Von Autowerten zogen Daimler 0,25 d. H. an, BMW. gaben 0,25 v. H. nach. Im einzel­nen eröffneten Westdeutsche Kaufhof 1,13 v. H., Feldmühle Papier 1 v. H., Reichsbank 0,50 v. H. niedriger, Kunstseide Aku 0,25 v. H., Conti Gummi ebenfalls 0,25 v. H. freundlicher. Von Schiffahrts­werten Hapag 15,25 (14,75), Nordd. Lloyd 15 (15,65). Nach den Anfangsnotierungen bröckelten die meisten Werte noch leicht ab, später ergaben sich verschiedentlich mäßige Besserungen.

Der Rentenmarkt lag sehr ruhig. Etwas Nachfrage fanden Kvmmunal-Umschuldung zu 88,50 bis 88,55, während Altbesitz auf 114,80 (115) nach­ließen.

In der zweiten Bvrsenstunde waren einzelne Aktienwerte etwas erholt, so Verein. Stahl auf 106,50 nach 106. Fest waren Kunstseide Aku bei größeren Umsätzen mit 75,75 bis 75,50 bis 76,50 nach 74,75, dagegen gingen IG. Farben auf 158,75 nach 159, Reichsbank auf 181,65 nach 182, Hapag auf 15 nach 15,25 und Conti Gummi auf 169,50 nach 169,75 zurück. Von den später zur Notiz ge­kommenen Werten verloren Licht & Kraft 2,25 v. H. auf 149,25, Harpener 2,50 v. H. auf 132,50, Schuk- fert, Mainkraft, Muag und Cement Heidelberg je 1 v. H. Südd. Zucker dagegen 1,25 v. H. höher mit 204,75.

Deutsche Anleihen lagen ruhig. Gold Pfand­briefe, Staats- und Stadtanleihen sowie Liquida­tionspfandbriefe waren fast unverändert.

Der Freiverkehr lag ruhig, Adlerwerke 101, Wayß & Freytag 120, Kali Wintershall 123. Tagesgeld uno. 2,50 v. H.

Abendbörse still.

Die Geschäftsstille von heute mittag übertrug sich auch auf den Abendbörsenverkehr. Die Kurse erfuh­ren nur sehr geringe Abweichungen gegen den Ber­liner Schluß. Etwas Geschäft erhielt sich für Kunst­seide Aku zu 78,25 bis 78,50 bis 78,40 (77,90). Deutsche Renten lagen ebenfalls sehr still und be­hauptet. Am Auslandrentenmarkt blieben Ungarn bei noch etwas erhöhten Kursen gefragt, auch ein­zelne Mexikaner etwas fester. Schweizer Bahn­anleihen setzten ihre Aufwärtsbewegung um 4 bis 6 v. H. fort 4prozentige Steg von 1883 gewannen 0,75 v. H. auf 24,25. Im Freiverkehr lagen öster­reichisch-ungarische Vorkriegswerte ruhiger bei be­haupteten Kursen. Neue Türken waren im Einklang 1 mit Paris weiter fest.

Internationale Mtorrad-Sechstagesahrt beendet

Sechste Etappe. Oie Engländer siegreich.

Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schiuß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Dalum

21.9-

22.9.

21.9.

.22.9.

6% Deutsche Reichsanlethe 0.1927

101,5

101,5

101,5 |

101,5

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,75

97,75

97,75 1

97,75

6y.% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mti

102,25

102,25

102,75

Ausloj.-Rechten ............

*Vi% Deutsche Reichspostschatzan

115

114,9

115,1

114,9

Weisungen von 1934, I.......

*Vi% ehern. 8% Hessischer Volks

100

100

100,4

100

staut 1929 (rückzahlb. 102%) ... </2% ehem.8% Hessische Landes

98,75

98,75

bunt Darmstadt Gold R. 12... 6yt% ehem. 4y,% Hess. Landes

97

97

Hypothekenbank DarmstadlLiqu. 4l/i% ehem. 8% Darm st. Komm

100,75

100,75

Landesb.Goldschuldverschr. R.b Lberhessen Provinz-Anleihe mb

93

93,5

Auslvs.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An

127,5

127,5

leihe Serie 1 mit Ausloj.-Rechten 44% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

120,4

120,4

120,65

120,9

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6y2% etjem. 4*/2% Franks. Hhp.

Bank-Liqu.-Pfandbriese......

byz% ehem. 414% Rheinische

97

97

100,5

100,65

Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ... 4yt% ehem. 8% Pr. Landespfanl»

100,75

101

100,9

100,9

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 <Yi% ehem. 7% Pr. Landespfand

97,5

'7'5

97,5

97,5

briesanst., Gold Komm. £61.20

95

95

95

95

Lteuergutich.Berrechnungsk. 34-38

109,7

1 109,7

109,7

109,75

4% Oefterretchische Goldrente...

33,5

33,75

4,20% Oesterreichische Silberrente

3,4

3,6

3,3

3,65

4% Ungarische Goldrente.......

10,4

10,7

10,4

10,6

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

9,65

9,7

9,9

4/r% desgl. von 1913.........

9,75

10

10

9,95

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

14,13

14,13

14,13

14

Serie l.....................

9.1

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- fürs

Schlußk. Mittag, böne

Dalum

21.9.

22-9

21-9

22-9.

4% vesgl. Serie 11............

9,3

9,3

6% Rnmän. vereinh. Rente v. 1902

7,75

7,9

7,9

7,9

4y2%>' man.vereinh.Rentev.191L

12

11,75

12,13

12

4% Rumänische vereinh. Rente ..

6,45

6,45

6,55

6,55

2y*% Anatolier............

44,25

44,5

44,9

45

Hamburg-Amerika-Paket .....0

14,75

15

15,25

15

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

41,5

41

Norddeutscher Lloyd .........0

15,65

15

16

15,13

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

114

119

113,13

112,75

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

121

120,5

120 5

Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto-

99,25

99,25

99,25

99,25

Gesellschaft.................

Dresdner Bank...............

Reichsbank .......... ],

97,75

97,75

182,5

97,75

97,75

182

97,75

97,75

181

97,75

97,75

182

A.E.G...................... 0

35,5

35,4

35,25

35,13

Bekula......................

154,5

154,5

154,75

154,65

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

129

128,25

126,5

127

Licht und Kraft ............. 7

151,5

140

151,5

149

weiten & Guilleaume......... 4

129

128,75

128,65

128

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

132,5

131

132,25

131

Rheinische Elektrizität ........ 6

123,75

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

128,75

129

128

128,75

Schuckert L Co............... e

152,5

151,5

151,5

151

Siemens L Halske............8

184,5

183,4

185

183

Lahmeyer L Co........ 7

144

143,5

143

Buderus ................... 4

113

111

112,75

110

Deutsche Erdöl ..............4

127,5

126,5

127,75

126,75

Harpener................. 2%

135

132,5

135

132,5

Hoesch EisenKöln-Reuessen .. 3

107,5

106

107,75

106,25

Ilse Bergbau ...............6

169

167,5

Ilse Bergbau Genüsse........6

134,75

135

132,75

135,25

Slöcknerwerke ......... S

115

114

114,75

114

Mannesmann-Röhre» 8

106,4

105,75

106,25

105,75

Frankfun a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß, kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

21-9.

22-9.

21.9.

22-9.

Manssetver Bergbau ..

.....6K

152

151,5

151

151

Kokswerke...........

.......6

127,5

126,5

Rheinische Braunkohlen

.....12

226

224,5

226

224

Rheinstahl ...........

....... 4

137,5

138

137,9

138

Bereinigte Stahlwerke.

.....BK

106,5

106

106,9

106

Otavi Minen ........

.......O

33

32,75

32,75

Kaliwerke Aschersleben.

.......6

120,75

120,75

120,75

120,75

Kaliwercke Westeregeln.

.......5

118

118

117,5

118,5

Kaliwerke Salzdetfurth

.....?y,

178

178

178,75

178

3- G. Farben-Industrte 7

Scheideanstalt...............S

Goldschmidt 5

Rütgerüwerke 6

Metallgesellschaft 6

159,5

273

158,75

273

159,75

158,65

113,25

112,5

113,75

112,25

126

126,13

132,25

130,5

132

130

Philipp Holzmann 4|

Zementwerk Heidelberg 7

Cementwerk Karlstadt......... e|

Schultheis Patzenhofer 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................

Zellstoff Waldhof g Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ...............

Daimler Dlotoren Deutsche Linoleum

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrik.......iz

Conti-Gummi.............. 11

126

145,5

156

126

144,75

156

r=

126

102,5

10i,9

74,5

78,4

74,9

77,9

87,65

87,5

87

87,5

155

152

153,5

152,5

126

126

127,25

126,5

-

104

104

115

115,25

114,75

115

162,5

158,65

162,25

159

83,5

83,5

52,5

51,65

51,75

51,75

418

421

419

425

196,25

196

195,75

169,5

169,25

169,25

169,25

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Mainkraftwcrke Höchst a.M.... 4 95 94 -

Süddeutscher Zucker »««« 1D| 203,5 I 204,75 1 205 I 205

Devisenmarkt Berlin Frankfurt O.2H.

Banknoten.

21 .September

22-September

Amtliche Notierung

Amtliche

Notierung

Geld

Brief

Geld

Briet

duenoä iZlire

0,707

0,711

0,707

0,711

Brüssel ....

42,03

42,11

42,02

42,10

Rio de Jan.

0,147

0,149

0,147

0,149

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

56,26

56,38

56,24

56,36

Danzig ....

47,04

47,14

47,04

47,14

London....

12,60

12,63

12,59

12,62

Helsingfors..

5,554

5,566

5,55

5,56

Paris ......

16,375

16,415

16,37

16.41

Holland ...

168,89

169,23

168,81

169,15

Italien.....

19,57

19,61

19,57

19,61

Japan......

0,738

0,740

0,736

0,738

Jugoslawien

5.654

5,666

5,654

5,666

Oslo.....;

63,32

63,44

63,30

63,42

Wien.......

0 Cj

49,05

11,46

Lissabon....

11',45

11,47

11,44

Stockholm...

64,95

65,09

64,94

65,06

Schweiz ....

81,02

81,18

81,01

81,17

Spanien....

28,97

29,03

28,97

29,03

Prag.......

Budapest ..

10,27

10,29

10,27

10,29

Reuyork ..

2,488

2,492

2,488

2,492

Berlin, 22. September

Geld

Brief

Amerikanische Noien..............

2,44

2,46

Belgische Noten..................

41,88

42,04

Dänische Noten .................

56,04

56,26

Englische Noten .................

12,55

12,61

Französische Noten...............

16,325

16,385

Holländische Noten...............

168,39

169,07

Italienische Noten................

19,21

19,29

Norwegische Noten ..............

63,08

63,34

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

-

Rumänische Noten...............

_

Schwedische Noten...............

64,72

64,98

Schweizer Noten.................

80,83

81,15

Spanische Noten.................

Ungarische Sloten