Kommunalpolitische Tagung in Alsfeld
Wirtschaft
Mitteldeutschland werden bereits erhöhte Zufuhren
von Futtergerste gemeldet. Unter diesen Um- 151: A^anntmachstung 108 der Ueberwachungs-
stelle für unedle Metalle betr. Kurspreise.
ständen wird auch nach dem 1. März bei uns kaum mehr mit einem großen Anfall von Industrie- oder Braugerste zu rechnen sein. Futtergerste dürfte auch weiterhin nicht mehr angeboten werden.
Baugeldzuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse (Abteilung der Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt findet am Dienstag, dem 7. April, in Darmstadt im Sitzungssaal der Landeskommunal-Girozentrale, Peter-Gemeinder-Straße 14, statt. Zuteilungsberechtigt sind sämtliche Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. Januar 1936 (für Tarif 18 spätestens am 1. Dezember 1935 und Tarif 25 spätestens am 1. Juli 1935) begonnen hat, und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. — Jeder Bausparer, der sich als solcher ausweift, kann der Zuteilungshandlung beiwohnen. — Alle Oeffentlichen Bausparkassen in Deutschland haben bis Ende Dezember 1935 insgesamt rund 77 000 Bausparverträge über zusammen rund 393 Millionen Reichsmark abgeschlossen. Bisher wurden an rund 21500 Bausparer rund 130 Millionen zugeteilt, ein ansehnlicher Betrag, den die Oeffentlichen Bausparkassen dem Bau- und Hypothekenmarkt zugeführt haben.
kcnnmenen Papiere lagen meist unverändert, etwas fester lagen einige Elektrowerte, ferner BMW. mit 124 (123), AKU. mit 52 (51,65), Scheideanstalt mit 213,50 (213), Buderus mit 96,50 (96), Deutsche Erdöl mit 112,50 (112) und Rütgers mit 121,90 (121,50). Westdeutsche Kaufhof lagen mit 32,50 unverändert, während Deutsche Linoleum 1 v. H. nachgaben auf 150. Am Kassamarkt wurden Sinalco mit 128 (124) bei voller Zuteilung notiert.
Am Rentenmarkt traten später keine nennenswerten Abweichungen ein, Kommunal-Umschuldung etwas niedriger mit 87,35 nach 87,40. Am Pfand-
Die DAF. beschließt die Strahensammlungen des WHw. 1935/36. Gebt bei der letzten Strahensammlung dieses Jahres am 29. 2. und 1.3.36 doppelt, um bedürftigen Volksgenossen ju helfen.
*
* 13. Baugeldzuteilung der Oeffentlichen Baugeldfparkasse. Die dreizehnte
tabilität möglich sei. Der Seidenbau biete eine lohnende Nebenbeschäftigung, besonders für Die mm- derbemittelten Volksteile. Der Vortragende ersuchte um die Mitwirkung der Gemeinden bei der Forde» rung des Seidenbaues durch Anpflanzung von Maulbeerhecken.
Den nächsten Gegenstand der Tagesordnung bildete ein Vortrag des Leiters der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschast für Hessen, Freiherr von Löw, über Aufgaben und Ziele der Reichsunfallversicherung. Der Redner ging davon aus, daß an der Reichsunfallversicherung die Bürgermeister besonders in- teressiert seien, da sie dienstlich bei der Feststellung der Unfälle mitzuwirken haben. Er erläuterte sodann in den Grundzügen den Aufbau der gewerblichen, sowie der land- und forstwirtschaftlichen Unfall- Versicherung und deren Organisation in den Berufs- genossenschäften. Er wies insbesondere auch auf die Haftpflichtversicherungsanstalt der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt und deren Vorteile hin. Von Interesse war dabei die Mitteilung, daß die land- und forftroirt- schaftliche Berufsgenossenschaft gegenwärtig 85000 Mark an Renten monatlich ausbezahlt. Der Vortragende richtete zum Schluß den Appell an die Bürgermeister, bei der oft sehr schwierigen Ermittlung der Betriebsunfälle gewissenhaft und objekttv mitzuwirken, damit unbegründete Forderungen zurückgewiesen werden könnten.
Sodann gaben die Sachbearbeiter des Kreisamtes noch eine Anzahl Verfügungen und Ausfchreiben der Landesregierung bekannt.
Kirche und Schule.
=.= Trais-Horloff, 22. Febr. In dem Kirchspiel Trais-Horloff, bestehend aus den Gemeinden Trais-Horloff, Utphe und Inheiden, wurde vom 16. bis 21. Februar eine kirchliche Woche veranstaltet, die als wohlgelungen bezeichnet werden kann. Jeden Nachmittag war Bibel- stunde, jeden Abend ein biblischer Dorttag, und zwar immer durch einen anderen Redner. Trotzdem spürte man deutlich die innere Übereinstimmung, die gemeinsame Grundlage, von der aus alle sprachen, da keiner etwas Eigenes verkündete, sondern alle das „was geschrieben steht". In Ansehung der Tatsache, daß über zwei Drittel der Gemeinde in den beiden Außendörfern Utphe und Inheiden wohnen und einen halbstündigen Weg zu machen haben, war der Besuch sehr gut zu nennen. Er steigerte sich fast von Abend zu Abend. Auch die Kollekte ergab gute Erträge, so daß die entstände» nen Unkosten vollauf gedeckt werden konnten.
In H a f e r werden zur Zeit die Lieferungen an ( die Heeresämter abgervickelt, deren Forderungen im allgemeinen erfüllt werden können; die Versorgung ■ der städtischen Fuhrhalter muß daher weiter zu- , rücktreten. Man darf erst in nächster Zeit mit einer Besserung rechnen.
In der Futtermittelversorgung macht sich wieder fühlbare Knappheit bemerkbar. Dor allem Kleie blieb gesucht, während aus unserem Gebiet nicht genügend Ware beschafft werden kann. Auch die weitere Hinausschiebung der Oelkuchenzuteilung führte zu verstärkter Nachfrage nach gehaltreichen Kraftfuttermitteln, so daß die bisher vernachlässigten Mischfutter wieder besser abgehen. Schnitzel sind nicht angeboten. Kartoffelflocken werden hauptsächlich von den Pferdehaltern gefragt, während Brauereiabfälle, wie Treber und Malzkeime, ruhig liegen. Bollmehl wird in verstärktem Umfange als Ersatz für Kleie abgenommen, dagegen haben Nachmehle weiter schleppendes Geschäft. Rauhfutter war bei gedrückten Preisen reichlich angeboten.
Das Mehlgeschäft verlief bei ausreichendem Angebot in jeder Sorte normal.
WeitereBerflüssigungderBankbilanzen
Die soeben herausgekommenen Januarbilanzen der Banken zeigen eine recht erhebliche weitere Verflüssigung, die vor allem auf eine weitere Tilgung von in früherer 3eit aufgenommenen Wirtschafts- krediten zurückzuführen ist. Die verbesserte Li- quidatität der Banken geht also mit einer verbesserten Liquidität der Wirtschaft, die mehr und mehr von alten Schulden frei roirt), Hand in Hand. Erfreulich und gleichzeitig ein Zeichen einer Zunahme Des Außenhandels ist, daß die Warenvorschüsse unter Einschluß der der Außenhandelsfinanzierung dienenden Rembourskredite wieder eine nicht unerhebliche Erhöhung (plus 10 M l. RM.) erfahren haben. Die weitere starke Steigerung der Wechselbestände (plus 130 Mill. RM.) bedeutet eine Entlastung der Reichsbank von den Arbeitsbeschaffungswechseln und damit zugleich eine Förderung der nationalen Finanzierung. Die Depositengelder (jederzeit fällige, wie auch die festen Gelder) haben zugenommen (plus 62 Mill. RM.), und auch die Spareinlagen find um etwa 20 Mill. RM. gestiegen ein Zeichen, daß der Sparwille und das Vertrauen der Einlegerschaft in die Banken weitere Fortschritte macht, gleichzeitig aber auch ein Zeichen, daß die Banken nicht daran denken, das Spargeschäft zu vernachlässigen oder gar aufzugeben.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
149: Verwendungsmöglichkeiten für ausländische Guthaben von deutschen Transithändlern.
150: Firmenliste zur Tabakausfuhr nach Deutschland.
* Alsfeld, 21. Febr. In der am Mittwoch unter Vorsitz des Kreisobmannes, Bürgermeister Dr. Dölfing, abgehaltenen Tagung ber yt r e i s = abteilung Alsfeld des deutschen Gemeindetages widmete zunächst Regierungs- a fef or Seibert dem nach Gießen als. Kreisdirek- tor versetzten seitherigen Leiter des Kreises SHsfeto, Regierungsrat Dr. Lotz, warm empfundene Abschiedsworte. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wurde beschlossen, ein Dankschreiben der Bürgermeister des Kreises Alsfeld an Kreisdirektor Dr. Lotz für feine verdienstvolle Tätigkeit im Kreife Alsfeld zu senden, da bei der Kürze der Zeit eine Abschiedsfeier nicht mehr möglich war. . . .
Regierungsassesfor Seibert mies sodann auf die im März ftattfinbenbe Polizeiaufkla- rungswoche unb ben „T a g ber beuts ehe n Polizei" hin unb erläuterte bas für biefe Veranstaltung vom Reichsminister bes Innern festgesetzte Programm. Die Bürgermeister in ihrer Eigenschaft als Ortspolizeibehörben würben aufge- forbert, sich für bie richtige Ausgestaltung ber Veranstaltung unb für beten Durchführung tatkräftig einzusetzen, insbesonbere auch für bie am „Tag ber Polizei" ftattfinbenbe Sammlung für bas Winter- hilfswerk.
Aisbann folgte ein Vortrag bes Beauftragten ber Reichsfachgruppe Seibenbauer in Celle zwecks Förderung bes Seibenbaues. Der Reb- ner betonte bie Notwenbigkeit ber Wiebereinführung bes Seibenbaues in Deutfchlanb zu unserer Versorgung mit Rohstoffen. Sodann erläuterte er die Einzelheiten des Anbaues von Maulbeerhecken und über die Seidenraupenzucht, bei ber eine Ren-
Der Absatz einwandfreier Pflanzkartoffeln wird dagegen durch eine nach Sorten und Güte gestaffelte Preisregelung geschützt. Bei der Wahl der Pflanz- tartoffeln wird immer der Derwertungszweck ber Kartoffel ausfchlaggebenb fein, b. h. also, ob bie Sorten als Speise-, Wirtschafts- ober als Fabrikkartaffeln angebaut werben sollen. Daneben ist natürlich auch bie Reifezeit zu berücksichtigen und die Kenntnis der Ansprüche der verschiedenen Sorten an Boden und Klima erforderlich.
Neben diesen mehr anbautechnischen Fragen verlangt die Sicherstellung der Ernährung unserer Bevölkerung aus eigener Scholle natürlich auch eine sachgemäße Pflege ber Kartoffelbe- ftänöe während ber Lagerzeit. Dabei ist besonders die Beschaffenheit der Kartoffeln zur Zeit der Einlagerung, die sachgemäße Anlage der Mieten und Lagerräume und die sorgfältige Ueberwachung während der Lagerung zu beachten. Wenn diese eigentlich selbstverständlichen Tatsachen berücksicht werden, so fördern wir damit die Verringerung der Verluste, die zur Zeit noch mit der Einlagerung der Kartoffeln verbunden sind und treiben bann eine Vorratswirtschaft, bie für bie Erringung ber Nahrungsfreiheit unbebingt notwenbig ist. Um bie Vorratshaltung in weiten Kreisen unserer Bevölkerung roieber einzuführen, sinb bei ber Speisekartoffel-Marktregelung Möglichkeiten vorgesehen, einen Teil ber Vorratswirtschaft roieber in bie städtischen Haushaltungen zurückzuverlegen. Das trifft vor allem bei ber Spätkartoffelregelung zu.
Ein großer Teil ber jährlichen Kartoffelernte roanbert in ben Futtertrog. Die Fu11erkar - toffel bilbet damit die Grundlage unserer Fett- unb Fleischwirtschaft unb trägt mit bazu bei, un
sere Fettlücke zu schließen. Die Bebeutung biefer Tatsache wirkt sich naurgemäß auch m ben Gesamtmaßnahmen aus, bie zur Orbnung bes Kartoffelmarktes ergriffen werben. Gerabe bie Bildung wirtschaftseigener Futtermittelbestände erfordert die stärkste Berücksichtigung im Rahmen der großen volkswirtschaftlichen Zielsetzungen, die mit der Erringung der Nahrungsfreiheit verbunden sind. Die augenblickliche Ausdehnung der tfutter= kartosfeln ist ein Zeichen für das sinnvolle Jn- einandergreifen von Marktordnung und Erzeugungsschiacht.
Auch auf dem F a b r i k k a r t o f f e l m a r kt wirken sich die Maßnahmen der Erzeugungsschlacht und der Marktordnung zum gemeinsamen Nutzen des Ganzen aus. Die hier erfolgte Regelung trägt zur Sicherung der Erzeugung und des Absatzes bei und gliedert damit die kartoffelverarbeitenden Gewerbe in den Rahmen der gesamten Kartoffel- wirtschaft ein. Die Haltbarmachung, die mit der Veredelung ber Frischkartoffeln im Starke- unb Trocknungsgewerbe oerbunben ist, gestattet uns, bei guten Ernten Vorräte anzusammeln, bie in schlechteren Erntejahren aufgebracht werben können. Die Kartoffelmarktordnung berücksichtigt biefe Aufgaben bei ber Gestaltung ber Preise ber Veredelungs- erzeugnisse.
Die mit ber Drbnung bes Kartoffelmarktes ver- bunbene Preisstetigkeit unb Absatzsteigerung gewährleistet bie Unterbringung ber im Zeichen ber Erzeugungsschlacht steigenden Erträge unserer kar- toffelbauenben Betriebe. Sie ist bie Grundlage dafür, daß der Erzeuger seine verantwortungsvoll Pflicht dem Ganzen gegenüber erkennt und danach handelt.
Hhein-Mainische Börse.
Freundlich.
Frankfurt a. M., 22. Febr. Die Börse de- wahrte zum Wochenschluß ihre feste Grundstimmung am Aktienmarkt, hatte aber angesichts der nur kleinen Publikumsaufträge kein nennenswertes Geschäft. Die Kulisse neigte, nachdem sie gestern in stärkerem Maße vorgekauft hatte, eher zu Glattstellungen, so baß die Kurse nur behauptet waren. Etwas Interesse erhielt sich für Montanwerte, für bie Kundenaufträge zur Ausführung kamen, die aber durch die erwähnten Kulisseabgaben ausgeglichen wurden. Fest waren lediglich Harpener Bergbau mit 116 (114,75). Mäßig erhöht waren noch Hoesch mit 91,25 (90,75) und Klöckner mit 87,25 (87), während Vereinigte Stahlwerke mit 85,25, Rheinstahl mit 115 und Mannesmann mit 87,25 unverändert lagen. Für Otaoi Minen bestand Nachfrage bei etwa 18,75 (18,50), dagegen büßten Mansfelder 2 v. H. ein. IG. Farben kamen bei Minbestumsatz mit unverändert 152,25 zur Notiz. Elektroaktien lagen sttll und gut behauptet; Bekula 140 (139,75), Siemens 176,75 (176,50), Gesfürel 130 (130). Von Maschinenaktien zogen Muag auf 83,25 (82,50) an, während Daimler 0,25 v. H. abbröckelten auf 102,25. Schiffahrtspapiere blieben auf der gestern erhöhten Basis gut behauptet; Hapag 16,50 (16,40), Norddeutscher Lloyd 18,50 (18,50). Im einzelnen eröffneten: Reichsbank 186,65 (186,50), Braubank 120,75 (121), Zement Heidelberg 128 (127,75), Metallgesellschaft 112,25 (112), Rheinmetall 127,75 (127,50), Haufwerke Füssen 89,50 (89,50), Montecatini 45,75 (45,50).
Der Rentenmarkt lag nahezu geschäftslos. Altbefitz gaben bei kleinem Umsatz auf 110,65 (110,90) nach. Sonst wurden bewertet Zinsver- gütungsscheine mit unverändert 93,35, Kommunal- Umschuldung mit unverändert 87,40 und späte Reichsschuldbuchforderungen mit unverändert 97,13. Don fremden Werten 4 v. H. Goldmexikaner 8,40 (8,30).
Im Verlaufe bewegte sich bie Umsatztätigkeit in sehr engen Grenzen unb Kursveränberungen gegen ben Anfang traten kaum ein. Mansfelber wurden mit 132 (134) notiert. Die erst später zur Notiz ge-
briefmarft blieben die Kurse unverändert, nur einige Liquidationswerte lagen uneinheitlich. Stadtanleihen blieben überwiegend gut behauptet. Tages» gelb unverändert 2,75 v. H.
♦
Am 25. Februar fällt die Frankfurter Abend- börfe aus.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 24. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 688 Rinder (141 Ochsen, 52 Bullen, 404 Kühe, 91 Färsen), 367 Kälber, 44 Schafe, 3147 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 40 bis 43 Mark, Bullen 43, Kühe 42 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 43, Kälber 36 bis 66, Hämmel 45 bis 50, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine wurden zugeteilt.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehaiarkt. Der Schlachtoiehmarkt nahm bei meist etwas schwächeren Zufuhren im ganzen einen lebhaften Verlauf. Die Nachfrage des Verbrauchs blieb rege und wurde auch gedeckt. Die Qualitäten entsprachen nicht immer den Anforderungen, waren aber bei Rindern und Kälbern gut, bei Schweinen und Schafen nur mittel bis abfallend.
Das Angebot von 769 (815) Stück Großvieh wurde bei etwas anziehenden Preisen und nach sehr lebhaftem Geschäft geräumt. Bedarfsspitzen wurden mit Gefrierfleisch ausgeglichen.
Auch Kälber hatten ziemlich belebtes Geschäft, so daß die Zufuhr von 1090 (1173) Stück bei nahezu unveränderten Preisen restlos geräumt wurde.
Am Schweinemarkt wurden 3346 (3630) Tiere angeboten, die bei unveränderten Preisen weiterhin zugeteilt wurden; die Qualität war zum Teil gering.
Der Verbrauch an Schaffleisch war geringer, so daß von dem etwas höheren Angebot von 206 (191) Tieren etwas Ueberftanb verblieb, der meist geringe Qualitäten betraf. Die Preise ließen bet ruhigem Handel durchweg um 2 bis 3 Mark per 50 Kilogramm Lebendgewicht nach.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Die winterliche Witterung hat die Landwirtschaft weiterhin zu erhöhter Abgabe von Brotgetreide veranlaßt, so daß auch auf den südwest- deutschen Märkten das Angebot, besonders in Weizen, recht umfangreich wurde. Die Mühlen haben sich sowohl für diesen, wie für den nächsten Monat ausreichend eingedeckt und halten sich daher vom Kauf zurück. Dagegen bleibt man bestrebt, sich für die weiteren Frühjahrsmonate zu versorgen, wobei man aber nur möglichst gute Qualitäten begehrt. Unter diesen Umständen mußten die Forderungen allgemein wieder auf den Mühlenfestpreis zurückgesetzt werden, so daß die erhöhte Handelsspanne kaum mehr in Frage kommt. In Roggen sind die Zufuhren dagegen nicht so angestiegen, so daß sich nur die günstig gelegenen Mühlen wieder ausreichend eindecken konnten, während frachtungünstig liegende ^Betriebe Mühe hatten, ihren Bedarf zu erhalten, wobei sie oft die erhöhte Handelsspanne von 6 Mark je Tonne bewilligen mußten. Vereinzelt wird auch die RfG. bereits mit Zuweisungen aus ihren Beständen aus- gleichen müssen.
Das Braugerste-Geschäft ist abgeschlossen, wenn auch hin und wieder von der Landwirtschaft Angebote herauskommen. Die Verarbeiter zeigten sich aber zurückhaltend, ebenso für Jndustriegerfte, deren Angebot nicht mehr weiter gestiegen ist, vielmehr eher nachgelassen hat. Aus
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. 1)1.
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß« lurs
Schluß! Abend« börsc
Schluß« lurs
Schluß». Mittag« börsc
Schluß« kurs
Schlußl. Abend« börsc
Schluß« kurs
Schlußl. Mittag« börie
■Datum
21 2.
22.2.
21.2
22.2.
Datum
21.2.
22-2-
21.2.
22-2.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,5
100,5
100,5
100,5
4% desgl. Serie II ............
—
—
—
—
4% Deutsche Retchsanl. von 1934
97,25
97,4
97,4
97,4
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903
6,45
6,4
6,3
6,5
6y2% Doung-Anleihe von 1930 ..
—
103
103,25
4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913
9,25
9,25
9,15
Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit
4% Rumänische vercinh. Rente ..
5,4
5,35
5,4
5,3
AuSlos.-Rechten .............
4‘/.% Deutsche Reichspostschatzan-
110,9
110,65
110,75
110,65
2 %% Anatolier............
37,75
37,75
38
38
Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929
99,9
99,9
100,1
100,1
Hamburg-Amertka-Paket .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff . O
16,4
16,5
16,25
16,25
(rückzahlb. 102%)............
98,25
98,25
98,25
_
—
—
25,4
26,25
4y,% ehem. 8% Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12....
Norddeutscher Lloyd .........O
18,5
18,5
18,4
18,65
96,4
96,4
—
_
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O
106,5
106,5
106,25
—
5y,% ehem. 4y,% Hess. Landes-
Berliner Handelsgesellschaft .. «
117
117
117
117,4
Hvpothekenbank DarmstadtLiaui
101
101,4
_
_
Commerz, und Privat-Bank ... n
92,25
92,5
92,25
92,5
»y,% ehem. 8% Darmst. Komm.
LandcSb.Goldschuldverlchr. R.6
Deutsche Bank und Disconto-
92,75
92,5
_
—
Gesellschaft................o
90,5
90,5
90
90,5
Oberhelsen Provinz-Anleihe mit
Dresdner Bank..............O
90,5
90,75
90,5
90,75
Auslos.-Rechten .............
——
—-
—
_
Reichsbank ................ 12
186,5
186,65
186,5
186,9
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
114,75
—
114,75
115
*Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
A.E.G......................0
38
38,25
38
38,65
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96,5
—
Bekula.................... 10
139,75
140
140
140,25
6y,% ehem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbrtefe.......
Elektr. LieferungSgesellschaft ... 5
119,25
119,4
119,25
120,4
101,45
101,3
—
Licht und Kraft ........... g y.
134
134,75
134
134,75
6H% ehem. 4y,% Rheinische
Felten & Guilleaume......... 4
115,5
116,25
115,75
116,25
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....
101,5
101,4
101,5
101,5
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
130
130
130
130
<y,% ehem. 8% Pr. Landespfand-
Rheinische Elektrizität ........ 6
124,9
125,25
124,9
driefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
Rhein. Wests. Elektr..........6
127,5
127,25
127,25
126,75
4y»% ehem. 7% Pr. Landespfand.
Schuckert L Co...............4
131,75
132,25
131,25
132
briefanst., Gold Komm. Obl.V
97
97
97
97
Siemens L Halske............7
176,5
176,75
175,75
! 176,75
Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38
108,65
I 108,65
108,65
1 108,65
Lahmeyer L Co...............
128,5
128,5
128,5
I 128,5
4% Oesierreichtsche Goldrente...
4,20% Oesterreichische Silberrenü
1,25
—
—
29,65
1,2
Buderus ...................
Deutsche Erdöl ..............
96
112
96,5
112,5
96
112
96,25
112
4% Ungarische Goldrente......
8,8
S'9
8,9
8,8
Harpener...................
114,75
116
114,25
115,5
4% Ungarische Staatsrente v. 191(
8,7
8,8
8,7
8,9
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen ..
90,75
91,25
90,5
91,13
4y,% desgl. von 1913.........
8,8
8,7b
8,9
8,75
Ilse Bergbau ...............
—
162,5
_
6% abgcst. Goldmexikaner von 9<
13,75
13,65
13,65
13,6
Ilse Bergbau Genüsse........
128,5
1 129,5
129
129,25
4% Türkische Bagdadbahn-Anleth«
Klöcknerwerke ...............
87
1 87,25
87
87,25
Serie I....................
—
—
I —
Mannesmann-Röhren........
87,25
1 87,25
87,13
I 87,5
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß, kurs
Schlußl. Abendbörse
Schluß, kurs
Schluß». Mittag« börse
Datum
21-2.
22.2
21.2-
22.2.
ManSfelder Bergbau ..
....... 6
134
133
134
132,25
Kokswerke ...........
.......e
——
—
120,5
120,13
Rheinische Braunkohlen
..... 12
224
228
224
226
Rheinstabi ...........
.......4
115
115,25
114,75
115,4
Vereinigte Stahlwerke.
.......0
85,25
85,25
85
85,5
Otavi Minen ........
.......c
18,5
18,9
18,65
18,9
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
128,4
128,25
Kaliwerke Westeregeln .
.......5
120,5
121,5
120,5
121,25
Kaliwerke Salzdetfurth
.....7y,
183,9
184
I. ®. Farben-Industtie.......7
Scheideanstalt............... 9
Goldschmidt ................ 6
Rütgerswerke ............... 6
Metallgeiellschaft............. 4
Philipp Holzmann...........*\
Zementwerk Heidelberg ...... 7
Cementwerk Karlstadt.........6|
152,25
152,75
151,5
152,9
213
213,5
—
—-
107,5
107,5
107
107,75
121,5
121,5
121
121
112
112,25
111,5
112,25
97,75
99
98
99,4
127,75
128
-
128,5
128
-
Schultheis Patzenhoser .......4
8Uu (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg................... 6
Zellstoss Waldhof ............ 5
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren............O
Deutsche Linoleum...........8
Lrenstein & Koppel ..........O
Westdeutsche Kaufhof.........O
Chade............ 71/,
Accumulatoren-Fabrik....... 18
Conti-Gummi...............8
—
—
99,9
99,5
51,65
52
52
51,9
90,5
91,5
90,75
91,13
121,5
121,5
120,9
121,4
86,5
87
86,75
87
—
——
126,25
126,5
102,5
101,9
102
102,25
151
150,25
151
150
—
—
77,5
78,25
32,5
32,5
32,75
32,65
300,5
301
301
302
175
174,5
173,65
174
168,25
168
168
169
Sriyner....................o| 29,75 I
Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 90,5 I
Süddeutscher Zucker ........ 10, 196 I
29,5 I 29,9 1 29,75
1981 19» I 198
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.211.
21 .Februar
22 Februar
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Srlef
Geld
Bries
Buenos Lire:
0,678
0,682
0,678
0,682
Brüssel.....
41,91
41,99
41,91
41,99
Rio de Ian.
0,138
0,140
0,138
0,140
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,79
54,89
54,79
54,89
Danzig.....
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,27
12,30
12,27
12,30
HeliingforS..
5,405
5,415
5,405
5,415
Paris ......
16,415
16,455
16,415
16,455
Holland ...
168,87
169,21
168,86
169,20
Italien.....
19,76
19,80
19,76
19,80
Japan ......
0,716
0,718
0,716
0,718
Jugoslawien
Oslo..... :
5,654
5,666
5,654
5,666
61,66
61,78
61,66
61,78
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Liiiabon....
11,13
11,15
11,13
63,26
11,15
Stockholm...
63,26
63,38
63,38
Schweiz ....
81,24
81,40
81,25
81,41
Spanien....
34,02
34,08
34,02
34,08
Prag.......
10,31
10,33
10,30
10,32
Budapest ...
—
—
Reu York ...
2,459
2,463
Banknoten
2,461
2,465
Berlin,22-Februar
Geld
Brie,
Amerikanische Noten..............
2,413
2,433
Belgische Noten..................
41,76
41,92
Dänische Noten .................
54,53
54,75
Englische Noten .................
12,235
12,275
Französische Noten...............
16,365
16,425
Holländische Noten...............
168,44
169,12
Italienische Noten................
—
—
Norwegische Noten ......••••••••
61,45
61,69
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
—
——
Rumänische Noten...............
——
—•
Schwedische Noten...............
63,04
63,30
Schweizer Noten.................
81,07
81,39
Spanische Noten.................
33,68
33,82
Ungarische Noten »«»♦•••*•»••••••
M


