Ausgabe 
23.2.1936
 
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Kommunalpolitische Tagung in Alsfeld

Wirtschaft

Mitteldeutschland werden bereits erhöhte Zufuhren

von Futtergerste gemeldet. Unter diesen Um- 151: A^anntmachstung 108 der Ueberwachungs-

stelle für unedle Metalle betr. Kurspreise.

ständen wird auch nach dem 1. März bei uns kaum mehr mit einem großen Anfall von Industrie- oder Braugerste zu rechnen sein. Futtergerste dürfte auch weiterhin nicht mehr angeboten werden.

Baugeldzuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse (Abteilung der Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt findet am Dienstag, dem 7. April, in Darmstadt im Sitzungssaal der Landes­kommunal-Girozentrale, Peter-Gemeinder-Straße 14, statt. Zuteilungsberechtigt sind sämtliche Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. Januar 1936 (für Tarif 18 spätestens am 1. Dezember 1935 und Tarif 25 spätestens am 1. Juli 1935) begonnen hat, und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. Jeder Bausparer, der sich als solcher ausweift, kann der Zuteilungshandlung beiwohnen. Alle Oeffent­lichen Bausparkassen in Deutschland haben bis Ende Dezember 1935 insgesamt rund 77 000 Bausparver­träge über zusammen rund 393 Millionen Reichs­mark abgeschlossen. Bisher wurden an rund 21500 Bausparer rund 130 Millionen zugeteilt, ein an­sehnlicher Betrag, den die Oeffentlichen Bauspar­kassen dem Bau- und Hypothekenmarkt zugeführt haben.

kcnnmenen Papiere lagen meist unverändert, etwas fester lagen einige Elektrowerte, ferner BMW. mit 124 (123), AKU. mit 52 (51,65), Scheideanstalt mit 213,50 (213), Buderus mit 96,50 (96), Deutsche Erdöl mit 112,50 (112) und Rütgers mit 121,90 (121,50). Westdeutsche Kaufhof lagen mit 32,50 un­verändert, während Deutsche Linoleum 1 v. H. nach­gaben auf 150. Am Kassamarkt wurden Sinalco mit 128 (124) bei voller Zuteilung notiert.

Am Rentenmarkt traten später keine nennens­werten Abweichungen ein, Kommunal-Umschuldung etwas niedriger mit 87,35 nach 87,40. Am Pfand-

Die DAF. beschließt die Strahensammlungen des WHw. 1935/36. Gebt bei der letzten Strahensammlung dieses Jahres am 29. 2. und 1.3.36 doppelt, um bedürftigen Volks­genossen ju helfen.

*

* 13. Baugeldzuteilung der Oeffent­lichen Baugeldfparkasse. Die dreizehnte

tabilität möglich sei. Der Seidenbau biete eine lohnende Nebenbeschäftigung, besonders für Die mm- derbemittelten Volksteile. Der Vortragende ersuchte um die Mitwirkung der Gemeinden bei der Forde» rung des Seidenbaues durch Anpflanzung von Maulbeerhecken.

Den nächsten Gegenstand der Tagesordnung bil­dete ein Vortrag des Leiters der land- und forst­wirtschaftlichen Berufsgenossenschast für Hessen, Freiherr von Löw, über Aufgaben und Ziele der Reichsunfallversicherung. Der Redner ging davon aus, daß an der Reichs­unfallversicherung die Bürgermeister besonders in- teressiert seien, da sie dienstlich bei der Feststellung der Unfälle mitzuwirken haben. Er erläuterte so­dann in den Grundzügen den Aufbau der gewerb­lichen, sowie der land- und forstwirtschaftlichen Unfall- Versicherung und deren Organisation in den Berufs- genossenschäften. Er wies insbesondere auch auf die Haftpflichtversicherungsanstalt der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darm­stadt und deren Vorteile hin. Von Interesse war dabei die Mitteilung, daß die land- und forftroirt- schaftliche Berufsgenossenschaft gegenwärtig 85000 Mark an Renten monatlich ausbezahlt. Der Vor­tragende richtete zum Schluß den Appell an die Bürgermeister, bei der oft sehr schwierigen Ermitt­lung der Betriebsunfälle gewissenhaft und objekttv mitzuwirken, damit unbegründete Forderungen zurückgewiesen werden könnten.

Sodann gaben die Sachbearbeiter des Kreisam­tes noch eine Anzahl Verfügungen und Ausfchreiben der Landesregierung bekannt.

Kirche und Schule.

=.= Trais-Horloff, 22. Febr. In dem Kirchspiel Trais-Horloff, bestehend aus den Gemeinden Trais-Horloff, Utphe und Inheiden, wurde vom 16. bis 21. Februar eine kirchliche Woche veranstaltet, die als wohlgelungen bezeich­net werden kann. Jeden Nachmittag war Bibel- stunde, jeden Abend ein biblischer Dorttag, und zwar immer durch einen anderen Redner. Trotzdem spürte man deutlich die innere Übereinstimmung, die gemeinsame Grundlage, von der aus alle spra­chen, da keiner etwas Eigenes verkündete, son­dern alle daswas geschrieben steht". In Ansehung der Tatsache, daß über zwei Drittel der Gemeinde in den beiden Außendörfern Utphe und Inheiden wohnen und einen halbstündigen Weg zu machen haben, war der Besuch sehr gut zu nennen. Er steigerte sich fast von Abend zu Abend. Auch die Kollekte ergab gute Erträge, so daß die entstände» nen Unkosten vollauf gedeckt werden konnten.

In H a f e r werden zur Zeit die Lieferungen an ( die Heeresämter abgervickelt, deren Forderungen im allgemeinen erfüllt werden können; die Versorgung der städtischen Fuhrhalter muß daher weiter zu- , rücktreten. Man darf erst in nächster Zeit mit einer Besserung rechnen.

In der Futtermittelversorgung macht sich wieder fühlbare Knappheit bemerkbar. Dor allem Kleie blieb gesucht, während aus unserem Gebiet nicht genügend Ware beschafft werden kann. Auch die weitere Hinausschiebung der Oelkuchenzuteilung führte zu verstärkter Nachfrage nach gehaltreichen Kraftfuttermitteln, so daß die bisher vernachlässig­ten Mischfutter wieder besser abgehen. Schnitzel sind nicht angeboten. Kartoffelflocken werden hauptsäch­lich von den Pferdehaltern gefragt, während Braue­reiabfälle, wie Treber und Malzkeime, ruhig lie­gen. Bollmehl wird in verstärktem Umfange als Ersatz für Kleie abgenommen, dagegen haben Nach­mehle weiter schleppendes Geschäft. Rauhfutter war bei gedrückten Preisen reichlich angeboten.

Das Mehlgeschäft verlief bei ausreichendem Angebot in jeder Sorte normal.

WeitereBerflüssigungderBankbilanzen

Die soeben herausgekommenen Januarbilanzen der Banken zeigen eine recht erhebliche weitere Ver­flüssigung, die vor allem auf eine weitere Tilgung von in früherer 3eit aufgenommenen Wirtschafts- krediten zurückzuführen ist. Die verbesserte Li- quidatität der Banken geht also mit einer verbesser­ten Liquidität der Wirtschaft, die mehr und mehr von alten Schulden frei roirt), Hand in Hand. Er­freulich und gleichzeitig ein Zeichen einer Zunahme Des Außenhandels ist, daß die Warenvorschüsse un­ter Einschluß der der Außenhandelsfinanzierung dienenden Rembourskredite wieder eine nicht uner­hebliche Erhöhung (plus 10 M l. RM.) erfahren haben. Die weitere starke Steigerung der Wechsel­bestände (plus 130 Mill. RM.) bedeutet eine Ent­lastung der Reichsbank von den Arbeitsbeschaf­fungswechseln und damit zugleich eine Förderung der nationalen Finanzierung. Die Depositengelder (jederzeit fällige, wie auch die festen Gelder) haben zugenommen (plus 62 Mill. RM.), und auch die Spareinlagen find um etwa 20 Mill. RM. gestiegen ein Zeichen, daß der Sparwille und das Vertrauen der Einlegerschaft in die Banken weitere Fortschritte macht, gleichzeitig aber auch ein Zeichen, daß die Banken nicht daran denken, das Spargeschäft zu vernachlässigen oder gar aufzugeben.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

149: Verwendungsmöglichkeiten für ausländische Guthaben von deutschen Transithändlern.

150: Firmenliste zur Tabakausfuhr nach Deutsch­land.

* Alsfeld, 21. Febr. In der am Mittwoch unter Vorsitz des Kreisobmannes, Bürgermeister Dr. Dölfing, abgehaltenen Tagung ber yt r e i s = abteilung Alsfeld des deutschen Ge­meindetages widmete zunächst Regierungs- a fef or Seibert dem nach Gießen als. Kreisdirek- tor versetzten seitherigen Leiter des Kreises SHsfeto, Regierungsrat Dr. Lotz, warm empfundene Ab­schiedsworte. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wurde beschlossen, ein Dankschreiben der Bürgermeister des Kreises Alsfeld an Kreisdirektor Dr. Lotz für feine verdienstvolle Tätigkeit im Kreife Alsfeld zu senden, da bei der Kürze der Zeit eine Abschiedsfeier nicht mehr möglich war. . . .

Regierungsassesfor Seibert mies sodann auf die im März ftattfinbenbe Polizeiaufkla- rungswoche unb benT a g ber beuts ehe n Polizei" hin unb erläuterte bas für biefe Ver­anstaltung vom Reichsminister bes Innern fest­gesetzte Programm. Die Bürgermeister in ihrer Eigenschaft als Ortspolizeibehörben würben aufge- forbert, sich für bie richtige Ausgestaltung ber Ver­anstaltung unb für beten Durchführung tatkräftig einzusetzen, insbesonbere auch für bie amTag ber Polizei" ftattfinbenbe Sammlung für bas Winter- hilfswerk.

Aisbann folgte ein Vortrag bes Beauftragten ber Reichsfachgruppe Seibenbauer in Celle zwecks Förderung bes Seibenbaues. Der Reb- ner betonte bie Notwenbigkeit ber Wiebereinfüh­rung bes Seibenbaues in Deutfchlanb zu unserer Versorgung mit Rohstoffen. Sodann erläuterte er die Einzelheiten des Anbaues von Maulbeerhecken und über die Seidenraupenzucht, bei ber eine Ren-

Der Absatz einwandfreier Pflanzkartoffeln wird dagegen durch eine nach Sorten und Güte gestaffelte Preisregelung geschützt. Bei der Wahl der Pflanz- tartoffeln wird immer der Derwertungszweck ber Kartoffel ausfchlaggebenb fein, b. h. also, ob bie Sorten als Speise-, Wirtschafts- ober als Fabrik­kartaffeln angebaut werben sollen. Daneben ist natürlich auch bie Reifezeit zu berücksichtigen und die Kenntnis der Ansprüche der verschiedenen Sor­ten an Boden und Klima erforderlich.

Neben diesen mehr anbautechnischen Fragen ver­langt die Sicherstellung der Ernährung unserer Be­völkerung aus eigener Scholle natürlich auch eine sachgemäße Pflege ber Kartoffelbe- ftänöe während ber Lagerzeit. Dabei ist beson­ders die Beschaffenheit der Kartoffeln zur Zeit der Einlagerung, die sachgemäße Anlage der Mieten und Lagerräume und die sorgfältige Ueberwachung während der Lagerung zu beachten. Wenn diese eigentlich selbstverständlichen Tatsachen berücksicht werden, so fördern wir damit die Verringerung der Verluste, die zur Zeit noch mit der Einlagerung der Kartoffeln verbunden sind und treiben bann eine Vorratswirtschaft, bie für bie Erringung ber Nahrungsfreiheit unbebingt notwenbig ist. Um bie Vorratshaltung in weiten Kreisen unserer Bevölke­rung roieber einzuführen, sinb bei ber Speise­kartoffel-Marktregelung Möglichkeiten vorgesehen, einen Teil ber Vorratswirtschaft roieber in bie städtischen Haushaltungen zurückzuverlegen. Das trifft vor allem bei ber Spätkartoffelregelung zu.

Ein großer Teil ber jährlichen Kartoffelernte roanbert in ben Futtertrog. Die Fu11erkar - toffel bilbet damit die Grundlage unserer Fett- unb Fleischwirtschaft unb trägt mit bazu bei, un­

sere Fettlücke zu schließen. Die Bebeutung biefer Tatsache wirkt sich naurgemäß auch m ben Ge­samtmaßnahmen aus, bie zur Orbnung bes Kar­toffelmarktes ergriffen werben. Gerabe bie Bil­dung wirtschaftseigener Futtermittelbestände erfor­dert die stärkste Berücksichtigung im Rahmen der großen volkswirtschaftlichen Zielsetzungen, die mit der Erringung der Nahrungsfreiheit verbunden sind. Die augenblickliche Ausdehnung der tfutter= kartosfeln ist ein Zeichen für das sinnvolle Jn- einandergreifen von Marktordnung und Erzeu­gungsschiacht.

Auch auf dem F a b r i k k a r t o f f e l m a r kt wirken sich die Maßnahmen der Erzeugungsschlacht und der Marktordnung zum gemeinsamen Nutzen des Ganzen aus. Die hier erfolgte Regelung trägt zur Sicherung der Erzeugung und des Absatzes bei und gliedert damit die kartoffelverarbeitenden Ge­werbe in den Rahmen der gesamten Kartoffel- wirtschaft ein. Die Haltbarmachung, die mit der Veredelung ber Frischkartoffeln im Starke- unb Trocknungsgewerbe oerbunben ist, gestattet uns, bei guten Ernten Vorräte anzusammeln, bie in schlech­teren Erntejahren aufgebracht werben können. Die Kartoffelmarktordnung berücksichtigt biefe Aufgaben bei ber Gestaltung ber Preise ber Veredelungs- erzeugnisse.

Die mit ber Drbnung bes Kartoffelmarktes ver- bunbene Preisstetigkeit unb Absatzsteigerung ge­währleistet bie Unterbringung ber im Zeichen ber Erzeugungsschlacht steigenden Erträge unserer kar- toffelbauenben Betriebe. Sie ist bie Grundlage da­für, daß der Erzeuger seine verantwortungsvoll Pflicht dem Ganzen gegenüber erkennt und danach handelt.

Hhein-Mainische Börse.

Freundlich.

Frankfurt a. M., 22. Febr. Die Börse de- wahrte zum Wochenschluß ihre feste Grundstimmung am Aktienmarkt, hatte aber angesichts der nur kleinen Publikumsaufträge kein nennenswertes Geschäft. Die Kulisse neigte, nachdem sie gestern in stärkerem Maße vorgekauft hatte, eher zu Glatt­stellungen, so baß die Kurse nur behauptet waren. Etwas Interesse erhielt sich für Montanwerte, für bie Kundenaufträge zur Ausführung kamen, die aber durch die erwähnten Kulisseabgaben ausge­glichen wurden. Fest waren lediglich Harpener Bergbau mit 116 (114,75). Mäßig erhöht waren noch Hoesch mit 91,25 (90,75) und Klöckner mit 87,25 (87), während Vereinigte Stahlwerke mit 85,25, Rheinstahl mit 115 und Mannesmann mit 87,25 unverändert lagen. Für Otaoi Minen bestand Nachfrage bei etwa 18,75 (18,50), dagegen büßten Mansfelder 2 v. H. ein. IG. Farben kamen bei Minbestumsatz mit unverändert 152,25 zur Notiz. Elektroaktien lagen sttll und gut behauptet; Bekula 140 (139,75), Siemens 176,75 (176,50), Gesfürel 130 (130). Von Maschinenaktien zogen Muag auf 83,25 (82,50) an, während Daimler 0,25 v. H. ab­bröckelten auf 102,25. Schiffahrtspapiere blieben auf der gestern erhöhten Basis gut behauptet; Hapag 16,50 (16,40), Norddeutscher Lloyd 18,50 (18,50). Im einzelnen eröffneten: Reichsbank 186,65 (186,50), Braubank 120,75 (121), Zement Heidel­berg 128 (127,75), Metallgesellschaft 112,25 (112), Rheinmetall 127,75 (127,50), Haufwerke Füssen 89,50 (89,50), Montecatini 45,75 (45,50).

Der Rentenmarkt lag nahezu geschäftslos. Altbefitz gaben bei kleinem Umsatz auf 110,65 (110,90) nach. Sonst wurden bewertet Zinsver- gütungsscheine mit unverändert 93,35, Kommunal- Umschuldung mit unverändert 87,40 und späte Reichsschuldbuchforderungen mit unverändert 97,13. Don fremden Werten 4 v. H. Goldmexikaner 8,40 (8,30).

Im Verlaufe bewegte sich bie Umsatztätigkeit in sehr engen Grenzen unb Kursveränberungen gegen ben Anfang traten kaum ein. Mansfelber wurden mit 132 (134) notiert. Die erst später zur Notiz ge-

briefmarft blieben die Kurse unverändert, nur einige Liquidationswerte lagen uneinheitlich. Stadt­anleihen blieben überwiegend gut behauptet. Tages» gelb unverändert 2,75 v. H.

Am 25. Februar fällt die Frankfurter Abend- börfe aus.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 24. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 688 Rinder (141 Ochsen, 52 Bullen, 404 Kühe, 91 Färsen), 367 Kälber, 44 Schafe, 3147 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 40 bis 43 Mark, Bullen 43, Kühe 42 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 43, Kälber 36 bis 66, Hämmel 45 bis 50, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverkauf: Rinder sehr lebhaft, Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine wurden zugeteilt.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehaiarkt. Der Schlachtoiehmarkt nahm bei meist etwas schwächeren Zufuhren im ganzen einen lebhaften Verlauf. Die Nachfrage des Verbrauchs blieb rege und wurde auch gedeckt. Die Qualitäten entsprachen nicht immer den Anforderungen, waren aber bei Rindern und Kälbern gut, bei Schweinen und Schafen nur mittel bis abfallend.

Das Angebot von 769 (815) Stück Großvieh wurde bei etwas anziehenden Preisen und nach sehr lebhaftem Geschäft geräumt. Bedarfsspitzen wurden mit Gefrierfleisch ausgeglichen.

Auch Kälber hatten ziemlich belebtes Geschäft, so daß die Zufuhr von 1090 (1173) Stück bei nahe­zu unveränderten Preisen restlos geräumt wurde.

Am Schweinemarkt wurden 3346 (3630) Tiere angeboten, die bei unveränderten Preisen weiterhin zugeteilt wurden; die Qualität war zum Teil gering.

Der Verbrauch an Schaffleisch war geringer, so daß von dem etwas höheren Angebot von 206 (191) Tieren etwas Ueberftanb verblieb, der meist geringe Qualitäten betraf. Die Preise ließen bet ruhigem Handel durchweg um 2 bis 3 Mark per 50 Kilogramm Lebendgewicht nach.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die winterliche Witterung hat die Landwirtschaft weiterhin zu erhöhter Abgabe von Brotge­treide veranlaßt, so daß auch auf den südwest- deutschen Märkten das Angebot, besonders in Weizen, recht umfangreich wurde. Die Mühlen haben sich sowohl für diesen, wie für den näch­sten Monat ausreichend eingedeckt und halten sich daher vom Kauf zurück. Dagegen bleibt man be­strebt, sich für die weiteren Frühjahrsmonate zu versorgen, wobei man aber nur möglichst gute Qualitäten begehrt. Unter diesen Umständen muß­ten die Forderungen allgemein wieder auf den Mühlenfestpreis zurückgesetzt werden, so daß die er­höhte Handelsspanne kaum mehr in Frage kommt. In Roggen sind die Zufuhren dagegen nicht so angestiegen, so daß sich nur die günstig gelegenen Mühlen wieder ausreichend eindecken konnten, wäh­rend frachtungünstig liegende ^Betriebe Mühe hat­ten, ihren Bedarf zu erhalten, wobei sie oft die erhöhte Handelsspanne von 6 Mark je Tonne be­willigen mußten. Vereinzelt wird auch die RfG. bereits mit Zuweisungen aus ihren Beständen aus- gleichen müssen.

Das Braugerste-Geschäft ist abge­schlossen, wenn auch hin und wieder von der Landwirtschaft Angebote herauskommen. Die Ver­arbeiter zeigten sich aber zurückhaltend, ebenso für Jndustriegerfte, deren Angebot nicht mehr weiter gestiegen ist, vielmehr eher nachgelassen hat. Aus

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. 1)1.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß« lurs

Schluß! Abend« börsc

Schluß« lurs

Schluß». Mittag« börsc

Schluß« kurs

Schlußl. Abend« börsc

Schluß« kurs

Schlußl. Mittag« börie

Datum

21 2.

22.2.

21.2

22.2.

Datum

21.2.

22-2-

21.2.

22-2.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

100,5

100,5

100,5

100,5

4% desgl. Serie II ............

4% Deutsche Retchsanl. von 1934

97,25

97,4

97,4

97,4

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

6,45

6,4

6,3

6,5

6y2% Doung-Anleihe von 1930 ..

103

103,25

4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913

9,25

9,25

9,15

Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit

4% Rumänische vercinh. Rente ..

5,4

5,35

5,4

5,3

AuSlos.-Rechten .............

4/.% Deutsche Reichspostschatzan-

110,9

110,65

110,75

110,65

2 %% Anatolier............

37,75

37,75

38

38

Weisungen von 1934, I.......

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929

99,9

99,9

100,1

100,1

Hamburg-Amertka-Paket .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff . O

16,4

16,5

16,25

16,25

(rückzahlb. 102%)............

98,25

98,25

98,25

_

25,4

26,25

4y,% ehem. 8% Hessische Landes­bank Darmstadt Gold R. 12....

Norddeutscher Lloyd .........O

18,5

18,5

18,4

18,65

96,4

96,4

_

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O

106,5

106,5

106,25

5y,% ehem. 4y,% Hess. Landes-

Berliner Handelsgesellschaft .. «

117

117

117

117,4

Hvpothekenbank DarmstadtLiaui

101

101,4

_

_

Commerz, und Privat-Bank ... n

92,25

92,5

92,25

92,5

»y,% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandcSb.Goldschuldverlchr. R.6

Deutsche Bank und Disconto-

92,75

92,5

_

Gesellschaft................o

90,5

90,5

90

90,5

Oberhelsen Provinz-Anleihe mit

Dresdner Bank..............O

90,5

90,75

90,5

90,75

Auslos.-Rechten .............

-

_

Reichsbank ................ 12

186,5

186,65

186,5

186,9

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

114,75

114,75

115

*Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

A.E.G......................0

38

38,25

38

38,65

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

96,5

96,5

Bekula.................... 10

139,75

140

140

140,25

6y,% ehem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbrtefe.......

Elektr. LieferungSgesellschaft ... 5

119,25

119,4

119,25

120,4

101,45

101,3

Licht und Kraft ........... g y.

134

134,75

134

134,75

6H% ehem. 4y,% Rheinische

Felten & Guilleaume......... 4

115,5

116,25

115,75

116,25

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....

101,5

101,4

101,5

101,5

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6

130

130

130

130

<y,% ehem. 8% Pr. Landespfand-

Rheinische Elektrizität ........ 6

124,9

125,25

124,9

driefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

Rhein. Wests. Elektr..........6

127,5

127,25

127,25

126,75

4y»% ehem. 7% Pr. Landespfand.

Schuckert L Co...............4

131,75

132,25

131,25

132

briefanst., Gold Komm. Obl.V

97

97

97

97

Siemens L Halske............7

176,5

176,75

175,75

! 176,75

Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38

108,65

I 108,65

108,65

1 108,65

Lahmeyer L Co...............

128,5

128,5

128,5

I 128,5

4% Oesierreichtsche Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrenü

1,25

29,65

1,2

Buderus ...................

Deutsche Erdöl ..............

96

112

96,5

112,5

96

112

96,25

112

4% Ungarische Goldrente......

8,8

S'9

8,9

8,8

Harpener...................

114,75

116

114,25

115,5

4% Ungarische Staatsrente v. 191(

8,7

8,8

8,7

8,9

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

90,75

91,25

90,5

91,13

4y,% desgl. von 1913.........

8,8

8,7b

8,9

8,75

Ilse Bergbau ...............

162,5

_

6% abgcst. Goldmexikaner von 9<

13,75

13,65

13,65

13,6

Ilse Bergbau Genüsse........

128,5

1 129,5

129

129,25

4% Türkische Bagdadbahn-Anleth«

Klöcknerwerke ...............

87

1 87,25

87

87,25

Serie I....................

I

Mannesmann-Röhren........

87,25

1 87,25

87,13

I 87,5

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß, kurs

Schlußl. Abend­börse

Schluß, kurs

Schluß». Mittag« börse

Datum

21-2.

22.2

21.2-

22.2.

ManSfelder Bergbau ..

....... 6

134

133

134

132,25

Kokswerke ...........

.......e

120,5

120,13

Rheinische Braunkohlen

..... 12

224

228

224

226

Rheinstabi ...........

.......4

115

115,25

114,75

115,4

Vereinigte Stahlwerke.

.......0

85,25

85,25

85

85,5

Otavi Minen ........

.......c

18,5

18,9

18,65

18,9

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

128,4

128,25

Kaliwerke Westeregeln .

.......5

120,5

121,5

120,5

121,25

Kaliwerke Salzdetfurth

.....7y,

183,9

184

I. ®. Farben-Industtie.......7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ................ 6

Rütgerswerke ............... 6

Metallgeiellschaft............. 4

Philipp Holzmann...........*\

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Cementwerk Karlstadt.........6|

152,25

152,75

151,5

152,9

213

213,5

-

107,5

107,5

107

107,75

121,5

121,5

121

121

112

112,25

111,5

112,25

97,75

99

98

99,4

127,75

128

-

128,5

128

-

Schultheis Patzenhoser .......4

8Uu (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg................... 6

Zellstoss Waldhof ............ 5

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............O

Deutsche Linoleum...........8

Lrenstein & Koppel ..........O

Westdeutsche Kaufhof.........O

Chade............ 71/,

Accumulatoren-Fabrik....... 18

Conti-Gummi...............8

99,9

99,5

51,65

52

52

51,9

90,5

91,5

90,75

91,13

121,5

121,5

120,9

121,4

86,5

87

86,75

87

126,25

126,5

102,5

101,9

102

102,25

151

150,25

151

150

77,5

78,25

32,5

32,5

32,75

32,65

300,5

301

301

302

175

174,5

173,65

174

168,25

168

168

169

Sriyner....................o| 29,75 I

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 90,5 I

Süddeutscher Zucker ........ 10, 196 I

29,5 I 29,9 1 29,75

1981 19» I 198

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.211.

21 .Februar

22 Februar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Srlef

Geld

Bries

Buenos Lire:

0,678

0,682

0,678

0,682

Brüssel.....

41,91

41,99

41,91

41,99

Rio de Ian.

0,138

0,140

0,138

0,140

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,79

54,89

54,79

54,89

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,27

12,30

12,27

12,30

HeliingforS..

5,405

5,415

5,405

5,415

Paris ......

16,415

16,455

16,415

16,455

Holland ...

168,87

169,21

168,86

169,20

Italien.....

19,76

19,80

19,76

19,80

Japan ......

0,716

0,718

0,716

0,718

Jugoslawien

Oslo..... :

5,654

5,666

5,654

5,666

61,66

61,78

61,66

61,78

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Liiiabon....

11,13

11,15

11,13

63,26

11,15

Stockholm...

63,26

63,38

63,38

Schweiz ....

81,24

81,40

81,25

81,41

Spanien....

34,02

34,08

34,02

34,08

Prag.......

10,31

10,33

10,30

10,32

Budapest ...

Reu York ...

2,459

2,463

Banknoten

2,461

2,465

Berlin,22-Februar

Geld

Brie,

Amerikanische Noten..............

2,413

2,433

Belgische Noten..................

41,76

41,92

Dänische Noten .................

54,53

54,75

Englische Noten .................

12,235

12,275

Französische Noten...............

16,365

16,425

Holländische Noten...............

168,44

169,12

Italienische Noten................

Norwegische Noten ......

61,45

61,69

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,04

63,30

Schweizer Noten.................

81,07

81,39

Spanische Noten.................

33,68

33,82

Ungarische Noten »«»*»

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