Ausgabe 
22.12.1936
 
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Kr. 299 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Dienstag. 72. Dezember 1956

Wintersonnwenbfeier der Gießener SA

Zukunft

Sonnivendseier der SS. und HZ

Gießener SS. und HI. während der Feuerrede. (Aufnahme: Pfaff, Gießen.)

mationen Aufstellung. Auf

ein Kommando eröffneten die auf dem Vor-1 des Feuers, das dem Volke leuchten soll in dem bau des Turmes stehenden Fanfarenbläser des! Dunkel der Nacht und brennende Liebe zur Hei­

mat, zu Sippe und Volk entzünde. Prasselnd

ladenoreis" RM 1.50. 3.. 4.50 und höher

und ihr vor den

die Nacht, in der das Licht Herr wurde über die Finsternis, war ihnen eine heilige Nacht, eine Weihenacht, geweiht dem Gedanken an die Wieder­geburt eines strahlenden Helden, der die Finsternis

überwindet und die Welt einer lichteren entgegenführt.

Das Blut jener Ahnen kreist in uns, Geist ist in uns wach, wenn wir hier Flammen stehen.

Links: Brigadeführer Schmidt (auf der Rednertribüne) und feine SA.-Männer grüßen den Führer. Rechts: Die SA -Einheiten vor dem lodernden Feuer. (Aufnahmen [2]: Pfaff, Gießen.)

Bis die Familie zum WcihncMs- mabl antritt, hac.Vaci' heimlich eine Flasche Schaumwein kaltge­stellt. Das wird eine Freude geben? SCHAUMWEIN

Feier.

Anschließend marschieren die Stürme, die Sturm- sahnen in geschlossener Gruppe an der Spitze, unter

des Musikzuges gemeinsam gesungen, schließt diesen Abschnitt der Feierstunde.

Nunmehr gibt Brigadeführer Schmidt den Be­fehl zum Anzünden der Fackeln an den Holzstoß, damit das Licht der Wintersonnenwende von dieser Feierstunde hineingetragen wird in unsere Stadt und in unser Leben, damit es die Herzen aller ent­zünde, die an die Fahne glauben.

Dann gedenken der Brigadeführer und seine SA.- Männer beim gewaltig lodernden Feuer und beim Licht der Fackeln unseres Führers und Obersten Be­fehlshabers der SA. Adolf Hitler, dem sie mit dem Sieg-Heil-Ruf ihr erneutes Treugelöbnis und ihren Gruß barbringen. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied bilden den Abschluß der erhebenden

Gedenken istden Helden des Krieges" gewidmet, das zweiteder Ewigen Wache, den toten Soldaten des Führers", das nächsteden Opfern um unser täglich Srot"; zwei SA.-Männer und ein Werkschar­mann werfen bei den Gedenkworten die Opferkränze in das Feuer.

Dann gedenkt Brigadeführer Schmidtdes wer­denden Lichtes unserer deutschen Zukunft". Das erste Gedenkwort gilt hierden Müttern", das nächsteder Jugend", das folgendedem Vaterland". SA.-Män­ner werfen auch hierbei die Opferkränze in die Flammen.

Jahrtausende hindurch hatten unsere Ahnen in dieser Weise die Weihnacht gefeiert, dann kam eine Zeitenwende, und es kam eine Heilsbotschaft aus dem Osten und aus dem Römerreich, und sie kam auch zu uns in unser nordisches Land und die Botschaft von der Geburt des Welterlösers floß hier zusammen mit dem Weihnachtsglauben unserer Ahnen, mit dem Glauben an die Wiedergeburt des welterlösenden Lichtes, und so wurde aus der Weih­macht das Christfest. Aber wenn dieses Fest uns allen und besonders unseren Kindern stets als das strahlendste und schönste des ganzen Jahres erschie­nen ist, so war es deshalb, weil auch nach der Zeitwende das Blut und der Geist unserer Ahnen in uns allen lebendig blieb aus diesem Ahnen­erbe heraus lieben wir diese Zeit des wiederkehren­den Lichtes und üe.ben wir die Weihnacht und lieben wir den strahlenden Lichterbaum, die grü­nende Tanne unserer nordischen Wälder, die nicht im Römerreich gewachsen ist.

So lebt in uns der Geist der Ahnen und wir feiern wie sie die Wiederkehr des erlösenden Lichtes. Nun aber ist eine neue Zeitenwende gekommen, eine neue, göttliche Heilsbotschaft ist zu uns ge­drungen. Und wir, die wir das Glück haben, in dieser neuen Zeitwende zu leben, uns ist die Weih­nacht nicht Erinnerung an Vergangenes oder Sinn­bild des Naturgeschehens uns ist die lohende Flamme des Feuers und das flammende Rot unse­rer Fahnen das Wahrzeichen und Mahnmal des Glaubens, den uns der Führer in heiligem gött­lichem Auftrag gebracht hat, des verpflichtenden Glaubens an Deutschland und an unser Volk; des Glaubens, der uns verpflichtet zur Liebe zum deut­schen Volk und zum Opfer für Deutschland! Flamme dieses Glaubens schlage gewaltig empor und grüße den Schöpfer und grüße den Führer, den uns der Schöpfer gesandt hat.

Der Schwur dieser Stunde aber soll heißen: Wer sich zum Blute der Ahnen bekennt, der verschwört sich in Treue zum gemeinsamen Werk, zum Dienst am Volk und zur Liebe zum Volk. Flammen wollen wir sein, und brennen in der Glut dieses heiligen, gottgesandten Glaubens!

Brigadeführer Schmidt

spricht zu dem anschließenden Linwerfen der Opfer­kränze in den hellodernd brennenden Holzstoß die Gedenk- und Weiheworte, die zunächst denen gelten, die starben, damit Deutschland lebe". Das erste

schlug das Feuer empor. Gleichzeitig klang das Flammenlied auf. Dann sprach Standartenführer Müller von dem Sinn der Sonnenwende, die mehr wie ein Holzfeuer fein müsse, wenn sie uns anregen solle zum besinnlichen Nachdenken über den Rhythmus des Naturgeschehens, der im ewigen Kreislauf Licht und Schatten, Werden und Ver­gehen, Leben und Sterben einschließe und darum zu entschlossener Tat ansporne. Sonnenwende sei Selbstbesinnung des Menschen, die in ihrer tiefsten Bedeutung die Gedanken des Menschen zu Gott zieht. Darutn machten wir die Sinne frei, damit wir wieder die Stimme des Blutes in uns hörten und dem Mittag unseres Volkes entgegengehen. Wenn wir der Reife entgegengehen und dem Volke die Frucht unseres Ringens zufällt, dann wird die Sonnenwende nicht nur Besinnung oder Traum, sondern Wirklichkeit und Tat sein!

Nach dem Standartenführer nahm der Adjutant des Sturmbannes, Untersturmführer Horn, die Totenehrung vor. Dumpfer Trommelwirbel mahnte, daß die toten Kameraden im gleichen Schritt mit uns der Freiheit entgegenmarschieren. SS. und HI.

Jungvolkes die Feierstunde und gleichzeitig gaben vom hohen Turm und in den Himmelsrichtungen weitab von der Feuerstelle Fackelschwinger die Feuerzeichen in das weite Land hinaus.

Die Zeit ist reif, es dreht das Sonnenrad zu neuem Lauf auf altem Schicksalspfad im Jahres­kreis der Sonnenwend ...!" kündete der Sprecher den Beginn der Sonnenwende an. Dann klang in die Nacht hinaus das von der Schutzstaffel gesun­gene Lied von dem im Osten aufgehenden Mor­genrot. Mit dem Feuerspruch gab der SS.-Stan- dartenführer Müller den Befehl zum Entfachen

Durch das Stadtviertel jenseits der Lahn mar­schierten die SS. und HI. zur Sonnwend­feier nach dem Bismarck­turm. Der Marschrhyth­mus durch die in diesige Sicht gehüllten Straßen klang wie die Mah­nung, daß die Bewegung in ihrer Jugend auch heute noch marschiert und zum Kampf aufruft, da­mit gelinge, was die gi­gantischen Gedanken des Mannes vorgezeichnet ha­ben, der unser Führer ist.

Die Banner voraus, von Fanfarenklängen und von Marschliedern begleitet, bewegte sich der lange Zug zur Hardthöhe hin­auf, bis an den Bismarck­turm. Hier nahmen im spitzen Winkel die Fvr-

Schwer und undurchdringlich lastet die Finster­nis auf den Ausgängen der Stadt. Rabenschwarz Kt die Nacht auf dem Trieb vor der Volkshalle, dem die Stürme der Gießener SA. am Mon­tagabend 3u ihrer Wintersonnwendfeier zustreben. Im Handumdrehen sind die marschieren­den Kolonnen im tiefen Dunkel der Nacht ver­schwunden, und erst im Scheine der Lampen an der Dolkshalle kann man auf kurze Entfernung die vor­derste Front der Stürme erkennen. Der Wind frischt etwas auf. Die Windrichtung und die vor­aussichtliche starke Rauchentwicklung des Winter­sonnwendfeuers zwingen zu einer teilweisen Um­gruppierung des Aufmarsches der Stürme. Die Ko­lonnen rücken mehr nach vorne, der Dolkshalle zu. Und nun kann man im Lichtschein der Lampen auch ungefähr das große Ausmaß des Aufmarsches unserer Gießener SA. erkennen, mit der sich eine stattliche Anzahl weiterer Volksgenossen zu der Feierstunde vereinigt hat.

Der SA.-Standortführer, Brigadeführer

Schmidt, erscheint. Der Standartenadjutant, Obersturmbannführer Günter, meldet ihm die aufmarschierten Einheiten der Gießener SA. Dann begrüßt Brigadeführer Schmidt seine Männer mit dem weithin hallenden und kräftig erwiderten GrußHeil Hitler!"

Nunmehr beginnt die Feier mit einem Marsch des Musikzuges der Standarte 116 unter Leitung von Musikzugführer Herrmann. Dann spricht Rottenführer Nieren vom Sturm 16/116 den Fahnenspruch, der das Treugelöbnis unseres Vol­kes zur Fahne des Führers und die Bereitschaft zum gläubigen Marsch nach dem unsterblichen Licht zum Ausdruck bringt.

Unter Leitung des Obertruppführers Richter singen hierauf die Einheiten gemeinsam das Lied Flamme empor". Bei der ersten Strophe wird der Feuerbrand an den mächtigen Holzstoß gelegt, we­nig später brennt das Feuer lichterloh zum tief­schwarzen nächtlichen Himmel empor. Nunmehr hören die Teilnehmer der weihevollen Stunde die Feuerrede des Sturmführers Hummer.

Schweigend sind mir durch dunkle Nacht hier auf die Höhe marschiert und nun steht vor uns die leuchtende, wärmende Feuerflamme! Der schwei­gende Marsch durch die Nacht war uns Sinnbild der dunklen, lichtlosen Zeit des Jahres, die hinter uns liegt und zugleich Sinnbild des dunklen, schweren Weges unseres Volkes, der hinter uns liegt und die Flamme, vor der wir nun stehen, ist uns ein heiliges Zeichen dafür, daß von nun an Licht und Wärme zurückkehrt daß unserem Volk nach schwerer, kampfreicher Zeit eine lichtere, schö­nere Zukunft verheißen ist!

Vor vielen Jahrtausenden schon haben unsere Ahnen in den nordischen Wäldern diese Nacht der Winter-Sonnenwende in gleicher Weise gefeiert

Der SonnenwendchoralWir stehen um den Flam-

menstoh und loben Gott in der Höhe" unter Leitung ( den Klängen des Spielmannszuges und des Mufik- von Obertruppführer Richter und unter Begleitung I zuges nach der Stadt zurück.

Wege im Nebel.

Vornan von Käthe Melmer.

(Copyright by Aufwärts-Verlag, Berlin SW 68.)

Schluß.

Das hat Inge Schlicht für mich getan?" rief Walter Brand aus, während ein Leuchten feine bleichen Züge verklärte.Sprechen Sie doch, Herr Kommissar, erklären Sie mir alles!"

Kommissar Wagner lächelte plötzlich:

Gewiß, Herr Generaldirektor! Wenn Sie sich noch einen Augenblick gedulden, sollen Sie auch dar­über volle Auferklärung erhalten!"

Er hatte nach einem flüchtigen Blick auf seine Uhr zu Walter Brands Erstaunen die Tür geöffnet und forschend den Gang hinuntergeblickt, auf dem jetzt leicht- Schritte hörbar wurden.

Wie gebannt schaute Walter auf die Tür. Eine Ahnung durchzuckte ihn.

Und da, es war, wie er geahn!, im geheimsten Winkel seines Herzens gehofft hatte: wie ein Engels­bild stand Inge Schlicht plötzlich vor ihm!

Da zersprengte es den starken Mann fast vor übermächtigem, nie gekanntem Glück. In seligem Rausch hob er das Mädchen an seine Brust, preßte sie an sich, küßte die roten Lippen mit leidenschaft­licher Glut...

Wie lange sie so gestanden hatten, sie wußten es beide nicht. Als sie endlich aufsahen, war die Zelle leer.

Der gute Kommissar!" sagte Walter lächelnd, wieviel Dank schulden wir auch ihm! Nicht alle mögen so menschlich und taktvoll sein wie er! Aber nun komm, Inge! Auch wir wollen nun nicht län­ger in diesen Räumen bleiben! Oder hast du noch mehr schöne Ueberraschungen für mich?"

Inge nickte fröhlich:

Ja, Walter? Wirklich noch mehr! Dein Bruder Gerhard hat mit dem Senatspräsidenten Weißmüller von den Vereinigten Zuckerwerken verhandelt, und denke dir, der Präsident ist einverstanden, daß das Gutachten unter Mitwirkung deines Bruders und Zweier neuernannter Sachverständiger noch einmal durchgeführt wird! Gerhard meint sogar, es fei ihm

schon zu dreiviertel gelungen, die maßgebenden Herren von den Zuckerwerken zu überzeugen, daß ein gütlicher Vergleich für beide Teile das beste wäre und der Prozeß unter bestimmten Bedingun­gen für die Brand-AG. niedergeschlagen würde!"

Dann wäre allerdings das Werk gerettet!" sagte Walter aufatmend.Wenn wir auch freilich einige Betriebe wegen der andern Schwierigkeiten schließen müßten, Verluste, die sich auch für Gerhard noch sehr auswirken werden!" fügte er hinzu, wäh­rend ein Schatten über sein Gesicht flog.

Ich glaube, auch das wird nicht einmal nötig sein!" entgegnete Inge, indem sie innig Walters Hand ergriff:

Walter! Auch das gehört noch zu dem letzten, guten Vermächtnis von Ralf Rammelt: Noch' vor ganz kurzem hat er um Jannas willen eine abge­schlossene Lebensversicherung um ein Bedeutendes erhöht, so daß ihr jetzt eine sehr, sehr große Summe Geldes zur Verfügung gestellt wird, die sie in der Brand-AG. anlegen will! Die Kupferaktien, aus de­nen Rammelts Vermögen, das er Janna vermacht hat, bestand, freilich sind gefallen es konnte ja fein Segen auf diesem Gelde ruhen! Das andere aber Janna Heller hat es gesagt, solle uns allen zugute kommen, zum Segen des ganzen Werkes!"

Aufmerksam hatte Walter zugehört.

Dann zog er die Geliebte noch einmal in seine Arme:

So ist also doch alles zum Guten ausgegangen, was noch vor Stunden so schwarz und so düster äus- sah? Nun aber lasse ich mir mein Glück nicht wieder entreißen! Komm, auch deine Mutter soll uns ihren Segen geben!"

*

Schluß.

Es war ein sonniger Maitag. Die Gärten der Vorstadtsiedlung prangten im herrlichsten Frühlinas- schmuck. Schneeweiß, mit Blüten über und über bedeckt, standen die Obstbäume, lockten die Menschen von weither in den seligen Frühling hinein.

Auch in dem weitläufigen Garten der Bergmann- schen Villa war der Frühling eingekehrt. Heiß lag die Sonne auf den sauber geharkten Wegen. Die gelbliche Sandsteinfassade des Hauses schien in der Glut der Sonnenstrahlen wie in Gold getaucht.

In der mit herrlichen Blattpflanzen geschmückten

Mit einem stillen Lächeln deutete Amalie von

Vorsichtig hob Gerhard den schmalen, blonden

Ja, Wege im Nebel, damit wir sehen lernen, daß

,3a, Gerhard, unser Glück!"

Lächelnd sah Janna auf.

Ich versteh' schon! Du und Gerhard, ihr wollt es bloß nicht wahr haben, daß ich nur durch eure nimmermüde und aufopfernde Pflege so weit ge­sund geworden bin, daß der Arzt mich ins Sana­torium schicken konnte! Aber darum ist es doch wahr! Und auch Inge, unserer lieben Inge, die so oft nachts an meinem Bett gesessen hat, wieviel Dank schulde ich auch ihr!"

Dafür ist Inge auch sehr, sehr glücklich! Seht nur, Kinder!"

Wie soll ich euch für all eure Pflege und Hilfe danken!" sagte Janna leise.Auch dir, Tantchen!" Liebevoll strecke sie die bleichen Hände, die deut­lich von überstandener Krankheit kündeten, der alten Dame hin, die wenige Schritte entfernt von ihnen mit einer Handarbeit beschäftigt saß, und nur ab und zu in stiller Freude zu dem jungen Paar her­übersah.

Und doch sehe ich dich noch oft grübeln, als ob du das Vergangene nicht vergessen könntest!" sagte Gerhard mit leichtem Vorwurf.

"Du hast recht, Gerhard! Ich sollte wohl nicht mehr grübeln, sollte vergessen, was an Schwerem und Bitterem hinter uns liegt. Vielleicht ist es nur, daß ich mich noch nicht so schnell an all das Gute gewöhnen, daß ich es noch immer nicht fassen kann, daß so viel Glück mir gehört? Oft, im Sanatorium nod), bin ich nachts vor Angst aufgewacht, es könnte alles nur ein Traum fein, und beim Erwachen wärest du wieder fort, und ich wäre allein in Angst und Not wie damals ...!"

auf der Inge und Walter Brand engumschlungen beieinander saßen.

Veranda lag auf einem bequemen Liegeftuhl Janna Heller und schaute mit träumerischen Augen über die weiten, im Sonnenlicht gebadeten Wiesenflächen, die gleich kostbaren Edelsteinen darin leuchtenden Blumenbeete.

Wie schön ist es doch, wieder daheim zu sein, im Frühling daheim zu sein!" rief sie jetzt aus.Sag Gerhard, freust du dich mit mir?

Beruhigend legte Gerhard seinen Arm um ihre Schulter:

Nicht, Janna! Nicht mehr daran denken! Sieh, vielleicht hatte das alles so kommen müssen Viel­leicht mußten wir alle solche Wege durch Kum­mer und Leid gehen, wenn wir auch nicht ver­stehen, weshalb...!"

Wege im Nebel?" kam es leise von Jannas Lippen.

IUnd du, Janna? Bist du auch glücklich?" Kannst du noch fragen? Ach. so' unendlich glück­lich bin ich ja, so unendlich glücklich!" hauchte sie.

Deinem Sanatorium mußt du danken, nicht

uns!" gab Amalie von Bergmann fröhlich zurück, j .... v.CvC1, vu.hu um Itgen lernen, oa*

"Wenn die Schwestern dort nicht so gut für dich auch das Glück auf Erden erkämpft, errungen wer- gesorgt hatten, dann säßest du vielleicht heute noch den muß! Nun aber gehört es uns unser Glück majt hier mit uns in der herrlichen Frühlings- Janna!"

fanne!"Ja, Gerhard, unser Glück!"

Man sah es den bleichen, angegriffenen Zügen . , ........... v.v.lut..

3annas an, daß eine schwere Krankheit hinter ihr Kopf Jannas zu sich empor, küßte zart ihre Wan­lag. Die furchtbaren Aufregungen, die Sorgen und gen, den roten Mund: Aengste der aufreibenden Tage, in denen sie um' Hnh h das Schicksal der Gebrüder Brand gebangt, in denen sie Ralf Rammelt gepflegt hatte, schließlich die furchtbaren Enthüllungen, die sich noch nach seinem Tode Schlag auf Schlag ergeben hatten, all das war zu viel für Jannas zarte Nerven gewesen. Ein hitziges Fieber hatte sie aufs Krankenbett geworfen.

Viele, viele Tage hatte die ganze Familie in Sorgen und Angst geschwebt, bis endlich die Krise über­standen war. Der Arzt hatte dann dringend einen Aufenthalt in einem Sanatorium geraten, wo sie die beste Pflege und Erholung finden würde, und ja auch wirklich gefunden hatte.

Und heute war nun der erste Tag, an dem Janna wieder in ihrem geliebten Garten weilen durfte, der erste Tag zu Hause.

Und wie ich mich freue!" entgegnete Gerhard mit innigem Blick, indem er ihre Hand ergriff und im­mer und immer wieder streichelte.Und wie ich mich mit dir freue, Janna?" Aber das schönste ist doch, daß .----------_______ _________ vv

du wieder gesund bist! Du weißt ja gar nicht, was Bergmann auf eine im Gebüsch halbversteckte Bank, für eine Angst ich und wir alle um dich aus- gestanden haben!"