Ausgabe 
22.12.1936
 
Einzelbild herunterladen

das ganze Volk auch dem allmächtigen Herrn, daß er uns alle in den schweren Jahren unserer Not und Sorge so gnädig gesegnet und beschützt hat. Die Unterschiede zwischen arm und reich sind in Deutschland nicht mehr ausschlag­gebend Wir sehen in jedem Deutschen den Bluts- und Volksgenossen, und jedes deutsche Kind ist für uns ein zukünftiger Mitver­walter unseres nationalen Schicksals.

Gerade Kinderseelen sind für große Ideale be­sonders empfänglich Wird schon frühzeitig die Liebe zum Volk in die Herzen der Kinder hineingepflanzt, dann wird die Gemeinschaft des Volkes in späte­ren Jahren einmal wunderbare Selbstverständlich­keit werden. Wir haben es schwer gehabt, Haß und Zwietracht zu überwinden und das Zusammen­gehörigkeitsgefühl tn den Deutschen wieder zu wecken. Was aber so mühsam errungen wurde, das muh nun auch verteidigt werden, und zwar wird es nicht mit Worten, sondern durch Taten gesichert.

Eine dieser Talen im Geiste und im Sinne einer deutschen Gemeinschaft ist das große volksweihnachtsfest, das Regierung, Staat und Partei in dieser Stunde mit drei Millionen deutschen Kindern voll Beglückung begehen. Denn nicht nur diese Kinder haben sich auf unsere Feierstunde gefreut. Es haben sich min­destens ebensoviele darauf gefreut alle die, die diesmal als Gebende vor die deutschen Kinder hintreten. Und so wollen wir uns denn in dieser Stunde vereinigen in einem aufrich­tigen und herzlichen Dankgefühl zum Führer, der als getreuer Ekkehard des deutschen Volkes ein besonderer Schutzpa­tron der Kinder unserer Ration ge- worden ist. Die Kinder lieben ihn, weil sie das sichere Gefühl haben, daß er die Kinder liebt. Er ist bei diesem Fest im Geiste mit allen deutschen Kindern vereint. Drei Millionen glän­zende Kinderaugenpaare schauen zu seinem Bild und zu seiner Erscheinung empor. Ich sehe sie im Geiste vor mir und fühle in diesem Augenblick den Schlag von drei Millionen klop­

fenden Kinderherzen, die voll glücklichem Ver­langen der Stunde des Festes entgegenharren.

Und so begrüßte ich Euch Kinder alle mit dem ur» alten Wort der Weihnachtsbotschaft, das für uns gerade in diesem Jahr eine besondere Bedeutung enthält.

Ehre dem Herrn und Friede den Menschen die guten Willens sind!"

Gaupropagandaleiter Wächter brachte anschlie­ßend das Sieg-Heil auf den Führer aus, in das alt und jung begeistert einstimmten.

Die Bescherung

Dann kam der Weihnachtsmann zu seinem Recht, und in lustigem Zwiegespräch zwischen ihm, Knecht Rupprecht und den gespannt lauschenden Kleinen im Saal wickelte sich ein heiteres, von vielen Fra­gen und ebensovielen Antworten begleitetes Weih­nachtsmärchenspiel ab, das so lieblich war, daß auch die Erwachsenen ihre helle Freude daran hatten

Dann zogen die Kinder am Tisch vor der Bühne vorbei, undDr.Goebbels,der seine beiden Töchterchen Helga und Hilde mitbrachte, übernahm nun, ständig beansprucht von der jubelnden Kinderschar, die Rolle des Weihnachtsmannes. Jedes ein­zelne Kind fand in ihm einen väterlichen Betreuer, und der Gauleiter gab sich wirklich redlichste Mühe, den Wünschen nach Möglichkeit nachzukommen. Spielzeug um Spielzeug wanderte durch seine Hand zu den vielen glücklichen Kindern; auch zu den Jüngsten, die von der Mutter oder der Schwester auf dem Arm getragen wurden. Der Andrang wurde bald so groß, daß auch derrichtige" Weih­nachtsmann, St. Nikolaus und weitere Helfer mit« suchen und mit ausgeben mußten. Soweit es an- ging, wurden die Wunsche befriedigt, sei es durch denfliegenden Hamburger", durch Puppen oder Autos, durch Tanks, Eisenbahn, Schlänkerbabys und Gesellschaftsspiele. Mit einem herzlichenDanke­schön" nahmen die Kinder das Dargebotene ent­gegen.

Fast IV2 Stunden lang bescherte Reichsminister Dr. Goebbels die Kinder und half so mit eige­ner Hand ein Dolksweihnachten gestalten, wie es sein soll und wie es schöner und harmonischer nicht verlaufen konnte.

Deutsche Weihnachten im Gau Heffen-Aaffau.

Oer Gauleiter bei der Feier des Kreises Groß-Frankfurt.

1328 Weihnachtsfeiern im Gau Hes­sen-Nassau atmen den Geist der Solidarität, des restlosen Ausgleichs aller bestehenden Härten. Abertausend Weihnachtspakete finden in unserem Gau die dankbaren Hände der Volksgenossen, die das Winterhilfswerk des deutschen Volkes eine Wirklichkeit gewordene Volksgemeinschaft spüren läßt. Die Kinderreichen zu erfreuen, ihnen die kaum tragbare Arbeit vor solchen Festen zum Teil ab­zunehmen, ist selbstverständliches Gebot. Nicht we­niger als über 1 43000 Geschenkpakete konnten bei uns zur Verteilung gelangen!

Die Partei selbst hatte es in die Hand genom­men, diese riesige Weihnachtsbescherung durchzu­führen. Ihre Gliederungen sorgten für den würdi­gen Rahmen der Feiern, bei denen die Hoheits­träger, die Politischen Leiter und vor allem die zahllosen Helfer des WHW. mit ihren großen und kleinen Schützlingen um den lichterstrahlenden Tan­nenbaum vereinigt waren. Aus den Lautsprechern schallten die packenden Worte unseres Dr. Goeb­bels den Volksgenossen entgegen und dann war, den örtlichen Verhältnissen gemäß, der Verlauf der

Feiern zwar verschieden, in seiner großen Linie aber doch gleich.

Die Feier des Kreises Groß-Frankfurt im Palmengarten verlief besonders weihevoll. Hier verbrachte Gauleiter Sprenger mit mehreren Gauamtsleitern die Bescherstunde. In lauten Rufen machten vornehmlich die Kleinsten ihren übervollen Herzen Luft, und leuchtenden Auges empfingen sie aus der Hand des Weihnachtsmannes ihr Pa- ketchen. Mitten unter ihnen saß der Gauleiter und manch eines der Kinder konnte ihm die Hand reichen, mit einem Blick ihm mehr als Dankbarkeit versichernd. Dann aber kam unter großem Jubel dergestrenge" Weihnachtsmann von der Bühne und teilte an jung und alt auch der Gauleiter und seine Begleiter blieben nicht verschont die traditionellen Rutenhiebe aus. Spiel, Musik, Lied und Tanz hielten den Frohsinn der Stunde unent­wegt wach.

Der Gau Hessen-Nassau hat mit seinen Weih­nachtsfeiern die Herzen der Volksgenossen erobert und das Licht des unbändigen Glaubens einer zusammengewachsenen Gemeinschaft in sie dringen lassen.

Thüringer Dank an Mnisterpräsident Göring.

Sonneberger Kinder als Weihnachtsmann.

In Berlin trafen Kinder aus Sonneberg in Thüringen ein, um Ministerpräsident Generaloberst Goring und ferner Gattin eine Weihnachtsfeier vorzubereiten. Hier sieht man die Kinder beim Auspacken der hübschen Erzeugnisse ihrer Heimat. (Scherl-Bilderdienst-M.)

fl

. -IM "Ä

MM &? /:

f

MM

Berlin, 21. Dez. (DNB.) Die schwierige Lage, in der sich das südthüringische Wirt­schaftsgebiet mit seiner ausgedehnten Spiel­zeugfabrikation viele Jahre hindurch befand, konnte seit dem Jahre 1933 dank den tatkräftigen Maß­nahmen der nationalsozialistischen Dienststellen zu einem guten Teil behoben werden. Während früher die Hälfte der Einwohner dieses Gebietes aus öffentlichen Mitteln unterstützt wurde, ist heute für die weitaus meisten Volksgenossen wieder Arbeit geschaffen worden. Nicht zuletzt verdankt der Gau Südthüringen seinen wirtschaftlichen Wiederaufstieg den Maßnahmen des Ministerpräsidenten General­oberst Göring.

Um dem Dank hierfür sichtbaren Ausdruck zu ver­leihen, schickte der Gau Südthüringen Kinder aus Sonneberg, einem der Hauptorte der Spielzeugindustrie, zu Ministerpräsident Göring. Fünf Mädel und vier Pimpfe aus der Hitler-Jugend zogen am Montag schwer beladen in der Woh­nung des Ministerpräsidenten ein und überraschten ihn und seine Gattin mit kleinen Geschenken, die fleißige Hände in ihrer Heimat schufen. Mit diesen Händen schmückten sie den Christbaum mit bunten Kugeln. In kindlich frischer Art Überreichten sie dem Ministerpräsidenten einen Nußknacker,damit er

seine politischen Nüsse" knacken könne, und andere originelle Geschenke. Unter dem strahlenden Lichter­baum bewirteten dann Ministerpräsident Göring und seine Gattin die Kinder mit Schokolade und Kuchen.

Die Begleiter der Kinder, der Präsident der süd- thüringischen Industrie- und Handelskammer, Schneider, Amtmann Z i e n e r , Kreisleiter B i e r m ann und Oberbannführer H e u b l e i n, unterrichteten den Ministerpräsidenten über die wirtschaftliche Lage Thüringens und dankten ihm im Namen der Kinder, deren sehnlichster Wunsch es sei, ihm durch ihre kleinen Gaben eine Weih­nachtsfreude zu bereiten. Sie überreichten eine prächtige, in Holz gebundene Urkunde, deren Text auf Spielzeugtrommelpapier geschrieben ist, in der die aufsteigende Entwicklung des südthüringischen Wirtschaftsgebietes feit 1933 geschildert wird. Der Ministerpräsident gab seiner aufrichtigen Freude Ausdruck und ließ sich von jedem der Kinder einen Weihnachtswunsch sagen. Als besondere Ueberraschung kündigte er ihnen noch sein Buch mit Unterschrift an und versprach ihnen einen Rund­flug über Berlin. Mit strahlenden Augen und dank­erfüllt nahmen die Kinder Abschied, um ein Er­lebnis fürs Leben reicher.

Friedenssicherung in Amerika.

Friedensstörung berührt alle Konferenzmächte. Verwerfung des Krieges. Gegen chemische Kampfmittel.

Buenos Aires. 22. Dez. (DRV. Funkfpr.) Die Interamerikanische Friedensfiche- rungskonferenz nahm in ihrer vorletzten Plenarsitzung am Montag insgesamt 37 Kommis­sionsvorschläge an. von denen folgende von Be­deutung sind.

1. Es wird erklärt, daß die amerikanischen Staaten, getreu ihren republikanischen Einrichtungen, ihre absolute juridische Freiheit, die Unantast- barkeit ihrer Souveränität und den Bestand einer solidarischen Demokratie in Amerika proklamieren. Jedes Unternehmen, den Frieden in Amerika zu stören, berührt sie alle und jeden einzel­nen von ihnen und rechtfertigt diejenigen Schritte, die in der Konvention zur Aufrecht­erhaltung und Wiederherstellung des Friedens vorgesehen sind. Territoriale Erobe­rungen werden abgelehnt, gewalt­samer Gebietserwerb wird nicht anerkannt. Die Intervention eines Staates in innere oder äußere Angelegenheiten eines anderen wird verurteilt. Jegliche Streitigkeiten unter amerikanischen Staaten, gleich welcher Art oder welchen Ursprungs sie sind, werden auf versöhnlichem Wege durch einen S ch i e d s- sprach oder durch ein internationales Gerichtsverfahren gelöst.

2. Der bolivianische Antrag, eine Begriffsbestim­mung fürAngreifer" undAnwendung von Sanktionen" zu geben, ist einem Sachversiän- digen-Ausfchuh zu überweisen.

3. Allen Regierungen, die dazu in der Lage sind, wird empfohlen, durch allgemeine oder bilate­rale Verträge ihre Rüstungen bis zu dem Stand einzuschränken, der durch die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der inne­

ren Ordnung gegeben ist und die Möglichkeit der Landesverteidigung garantiert

4. Die Interamerikanische Friedenssicherungskon- ferenz verwirft formal den Krieg als Instrument zur Lösung von Streitigkeiten zwi­schen den Staaten. Die Verwendung che­mischer Mittel im Krieg, die unnötig grausame Schäden Hervorrufen, wird abge­lehnt. Die Zivilbevölkerung soll soweit wie möglich von den Auswirkungen aller Kriegs­handlungen unberührt bleiben. Den amerika­nischen Regierungen wird empfohlen, beim Abschluß von Rüstungsbeschränkungsverträgen Abmachungen Humanitären Eha- rattere einzufügen, etwa die Verurteilung einer Verseuchung des Wassers oder der Luft durch Bakterien und den Gebrauch von Gift­gasen.

Die übrigen zur Annahme gelangten Kommissions­vorschläge betreffen hauptsächlich wirtschaftliche und verkehrstechnische Fragen, sowie kulturelle Ange­legenheiten von weniger großer Bedeutung.

Rascher Ausbau der englischen Flotte.

London, 21. Dez. (DNB.) Die Schnelligkeit, mit der England zur See aufrüstet, geht deutlich aus dem umfangreichen statistischen Material des neuen Bandes vonJamess Fighting-Ships hervor, das aufschlußreiche Gegenüberstellungen der Seerüstungs­programme der einzelnen Länder bringt. England liegt mit seinem Flottenausbau bei weitem an derSpitze aller großen Seemächte. Nicht weniger als 99 Kriegsschiffe befinden sich in Bau oder sind für den Bau vorgesehen. Darunter befinden sich 2 Schlachtschiffe, 3 Flugzeugträger, 16 leichte Kreuzer, 3 Zerstörerflottillen-Führerboote, 32 Zer­störer, 13 U-Boote und der Rest kleinere Schiffe.

Der Skandal im französischen Außenministerium.

Oie verhaftete Sekretärin früher im Dienste des Juden und jetzt noch sein Werkzeug.

Paris, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Ver­haftung der Sekretärin Linder vom fran­zösischen Außen mini st erium und des Juden Rosenfeld beschäftigt die Pariser Presse weiterhin sehr ftarf, obgleich/ die amtlichen Stellen stärkste Zurückhaltung üben. Rosenfeld war be­reits aus Frankreich ausgewiesen worden, trotzdem hatte er sich um die französische Staatsbürgerschaft beworben. Das Ein­bürgerungsverfahren wurde jedoch durch gewisse Schriftstücke erschwert, die in Rosenfelds Personal­papieren im Außenministerium liegen. Aus den Dokumenten geht hervor, daß der Jude eine wenig empfehlenswerte Persönlichkeit ist.

Die verhaftete Sekretärin hatte früher i n R 0 - senfelds Dien st en gestanden und unterhielt immer noch enge Beziehungen zu ihm. Sie ent­fernte die belastenden Schrift st ücke aus den Akten und ersetzte sie durch falsche Papiere, in denen dem Juden die besten Prädi­kate gegeben wurden. Auf diesen war die Unter­schrift eines hohen Beamten des Quai d'Orsays gefälscht worden, der inzwischen gestorben ist. Die Linder hatte weiter ihren Freund Rosenfeld über alle Verhandlungen laufend unterrich- t e t, die im Zusammenhang mit Waffenliefe­rungen zwischen verschiedenen französischen Fa­briken und dem Ausland gepflogen wurden. Das französische Außenministerium mußte zu solchen Verhandlungen Gutachten abgeben, ehe sie zum Abschluß gebracht werden können. Auf diese Weise war es Rosenfeld möglich, sich im gegebenen Augenblick einzuschalten und sein Geschäft zu machen.

Gegen die Sekretärin Linder hat der Unter­suchungsrichter Anklage wegen Urkundenfälschung erhoben. Der Jude Rosenfeld wird sich vor­läufig nur wegen Nichtbeachtung eines Ausweisungs­befehls zu verantworten haben. Wegen des Waf­fenschmuggels nach Spanien wird die Untersuchung gegen ihn noch weiter geführt.

DieAction Franxaise" hält es für sicher, daß der Sowjetjude Rosenfeld Waffengeschäfte mit den spanischen Bolschewisten gemacht und daß Frau Linder ihm Beihilfe geleistet hat. Man wisse, so schreibt das Blatt, daß die Hauptschwierig­keit dieses Waffenschmuggels, zu dem Minister wie Pierre C 0 t für Flugzeuge und andere für Ar­tillerie- und Jnfanteriematerial trotz der Neu­tralitätserklärung der Regierung die Hand gereicht hätten, in der Beschaffung von Geneh­migungen des A u ß e n m i n t ft e r i u m s be­stände. Frau Linder habe sich mit dem Dieb­stahl der notwendigen Erlaubnisscheine befaßt.

Auch der ,E x c e l s i 0 r" schreibt, daß der Jude Rosenfeld sich rege mit der Waffenlieferung an die Roten in Spanien befaßt habe. Frankreich habe seit langem Waffen und Munition an Mexiko ge­liefert. Rosenfeld solle ein Abkommen zwi­schen Mexiko und Spanien vermittelt haben, wonach die mexikanischen Ankäufe sehr er­höht und die Lieferungen nach Barcelona und Alicante verschoben worden seien. Die nach Mexiko gelieferten Menaen überschritten die normalen Verträge. Das Außenministerium habe sich geweigert, die Konossemente eines in Marseille beladenen Dampfers zu zeichnen. Trotz­dem soll dieser Dampfer Marseille mit Erlaubnis des Außenministeriums verlassen haben. Das Blatt fragt, ob da ein Versehen vorliege oder ob Frau Linder und der Jude Rosenfeld dafür verantwort­lich seien.

Eoi in der Zwickmühle.

fahren beantragt habe. In der Mitteilung des Ministerpräsidiums heißt es weiter, daß die von dem rechtsstehenden Pariser Blatt veröffentlichte Meldung geeignet sei, die Disziplin und die Stim­mung in der Luftwaffe zu untergraben.

DasE ch 0 de Paris" bestätigt heute feine gestrige Mitteilung, trotz dem Dementi des fran­zösischen Luftfahrtministers und trotz der gericht­lichen Klage, die der Minister gegen das Blatt wegen der Veröffentlichung vonFalschmeldungen" eingereicht hat.Wir dementieren das Dementi des Luftfahrtsmini st er s", so schreibt dasEcho de Paris",und wir fügen sogar hinzu, daß das zweite Devoitine-Kano- nen-Flugzeug, das wir noch in den Händen der technischen Abteilung des Luftfahrtministeriums glaubten, ebenfalls nach Barcelona un­terwegs ist und augenblicklich wegen einer Mo­torenstörung in Limoges liegt." Das Blatt gibt tm übrigen nähere Einzelheiten über diese Liefe­rungen und nennt die Namen der Flugzeug­führer, die mit der Durchführung des Auftrages betraut worden feien.

Keine besonderen Kamps- ereigniffe vor Madrid.

Toledo, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Bei gu­tem, aber dunstigem Wetter verging der gestrige Montag an der Madrider Front ohne be­sondere Kampfereignisse. Die Feuertä­tigkeit war auf beiden Seiten nur gering. Zwölf nationale Bombenflugzeuge belegten die roten Stellungen am linken Flügel bei Pozuelo mit Bom­ben, jedoch schien ein weiteres Vordringen der na« tionalen Infanterie für gestern nicht geplant zu sein. In Carabanchel, wo sich der DNB.-Vertreter befindet, schlugen einige Granaten der neuen s 0 w- jetrussischen 11,5 - Zentimeter - Ge­schütz e ein, die zwar einige unwichtige Gebäude darunter eine geräumte Rote-Kreuz-Station zerstörten, aber keinen einzigen Menschen ver­wundeten.

Sowjets verlangenSühne"

für versenktenDamPfer mit Kriegsmaterial

London, 22. Dez. (DNB.) Die Londoner Früh- presse berichtet, z. T. in großer Aufmachung, die Versenkung Des sowjetrussischen Fracht­dampfersKomsomo l", der Kriegs­material an Bord hatte, durch ein Kriegsschiff der spanischen Nationalregierung. Von sowjetrussi­scher Seite ist inzwischen die Versenkung bestätigt worden.

Nach einem Bericht desDaily Expreß" hat der Oberbefehlshaber der russischen Flotte, Orlow, wegen der Versenkung des SowjetdampfersKom­somol" eine dreistündige Konferenz mit Kriegsmini, fter Woroschilow gehabt. Im Anschluß daran wurde ein Tagesbefehl an die sowjetrussische Kriegs­flotte erlassen. Darin wird die Versenkung des Komsomol" als einVerbrechen" bezeichnet, für das die SowjetmarineSühne" verlange.

Gibraltar gegen Ceuta.

Vorschlag eines englischen Admirals.

Ein dementiertes Dementi.Noch eine Flugzeugschiebung.

Paris, 22.Dez. (DNB.) Luftfahrtminister Cot hat die Meldung desEcho de Paris" vom Mon­tagfrüh, wonach eines der beiden modern ft en französischen Militärflugzeuge an die B 0 lschewisten in Barcelona geliefert worden fei, als unrichtig bezeichnet. Das Ministerpräsidium teilte am Montagabend mit, daß der Luftfahrt­minister gegen die Zeitung wegen Veröffent­lichung unrichtiger Nachrichten ein Gerichtsver-

London, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Vize­admiral Dsborne, der frühere Leiter des Nach- richtendienstes der britischen Marine, sprach sich in einer Rede in London für die Abtretung Gi­braltars an Spanien im Austausch für Teuta, das an der afrikanischen Seite der Meer­enge liegt, aus. Er begründete diesen Vorschlag mit militärischen Erwägungen und erklärte, daß Gi­braltar im Ernstfälle nicht gehalten werden könnte. Ceuta mit feinem Hinterland biete vor allem den Vorteil, daß ein großer Flughafen angelegt werden könne, der einen wirksameren Schutz der Meer­engen gewährleistet.