das ganze Volk auch dem allmächtigen Herrn, daß er uns alle in den schweren Jahren unserer Not und Sorge so gnädig gesegnet und beschützt hat. Die Unterschiede zwischen arm und reich sind in Deutschland nicht mehr ausschlaggebend Wir sehen in jedem Deutschen den Bluts- und Volksgenossen, und jedes deutsche Kind ist für uns ein zukünftiger Mitverwalter unseres nationalen Schicksals.
Gerade Kinderseelen sind für große Ideale besonders empfänglich Wird schon frühzeitig die Liebe zum Volk in die Herzen der Kinder hineingepflanzt, dann wird die Gemeinschaft des Volkes in späteren Jahren einmal wunderbare Selbstverständlichkeit werden. Wir haben es schwer gehabt, Haß und Zwietracht zu überwinden und das Zusammengehörigkeitsgefühl tn den Deutschen wieder zu wecken. Was aber so mühsam errungen wurde, das muh nun auch verteidigt werden, und zwar wird es nicht mit Worten, sondern durch Taten gesichert.
Eine dieser Talen im Geiste und im Sinne einer deutschen Gemeinschaft ist das große volksweihnachtsfest, das Regierung, Staat und Partei in dieser Stunde mit drei Millionen deutschen Kindern voll Beglückung begehen. Denn nicht nur diese Kinder haben sich auf unsere Feierstunde gefreut. Es haben sich mindestens ebensoviele darauf gefreut alle die, die diesmal als Gebende vor die deutschen Kinder hintreten. Und so wollen wir uns denn in dieser Stunde vereinigen in einem aufrichtigen und herzlichen Dankgefühl zum Führer, der als getreuer Ekkehard des deutschen Volkes ein besonderer Schutzpatron der Kinder unserer Ration ge- worden ist. Die Kinder lieben ihn, weil sie das sichere Gefühl haben, daß er die Kinder liebt. Er ist bei diesem Fest im Geiste mit allen deutschen Kindern vereint. Drei Millionen glänzende Kinderaugenpaare schauen zu seinem Bild und zu seiner Erscheinung empor. Ich sehe sie im Geiste vor mir und fühle in diesem Augenblick den Schlag von drei Millionen klop
fenden Kinderherzen, die voll glücklichem Verlangen der Stunde des Festes entgegenharren.
Und so begrüßte ich Euch Kinder alle mit dem ur» alten Wort der Weihnachtsbotschaft, das für uns gerade in diesem Jahr eine besondere Bedeutung enthält.
„Ehre dem Herrn und Friede den Menschen die guten Willens sind!"
Gaupropagandaleiter Wächter brachte anschließend das Sieg-Heil auf den Führer aus, in das alt und jung begeistert einstimmten.
Die Bescherung
Dann kam der Weihnachtsmann zu seinem Recht, und in lustigem Zwiegespräch zwischen ihm, Knecht Rupprecht und den gespannt lauschenden Kleinen im Saal wickelte sich ein heiteres, von vielen Fragen und ebensovielen Antworten begleitetes Weihnachtsmärchenspiel ab, das so lieblich war, daß auch die Erwachsenen ihre helle Freude daran hatten
Dann zogen die Kinder am Tisch vor der Bühne vorbei, undDr.Goebbels,der seine beiden Töchterchen Helga und Hilde mitbrachte, übernahm nun, ständig beansprucht von der jubelnden Kinderschar, die Rolle des Weihnachtsmannes. Jedes einzelne Kind fand in ihm einen väterlichen Betreuer, und der Gauleiter gab sich wirklich redlichste Mühe, den Wünschen nach Möglichkeit nachzukommen. Spielzeug um Spielzeug wanderte durch seine Hand zu den vielen glücklichen Kindern; auch zu den Jüngsten, die von der Mutter oder der Schwester auf dem Arm getragen wurden. Der Andrang wurde bald so groß, daß auch der „richtige" Weihnachtsmann, St. Nikolaus und weitere Helfer mit« suchen und mit ausgeben mußten. Soweit es an- ging, wurden die Wunsche befriedigt, sei es durch den „fliegenden Hamburger", durch Puppen oder Autos, durch Tanks, Eisenbahn, Schlänkerbabys und Gesellschaftsspiele. Mit einem herzlichen „Dankeschön" nahmen die Kinder das Dargebotene entgegen.
Fast IV2 Stunden lang bescherte Reichsminister Dr. Goebbels die Kinder und half so mit eigener Hand ein Dolksweihnachten gestalten, wie es sein soll und wie es schöner und harmonischer nicht verlaufen konnte.
Deutsche Weihnachten im Gau Heffen-Aaffau.
Oer Gauleiter bei der Feier des Kreises Groß-Frankfurt.
1328 Weihnachtsfeiern im Gau Hessen-Nassau atmen den Geist der Solidarität, des restlosen Ausgleichs aller bestehenden Härten. Abertausend Weihnachtspakete finden in unserem Gau die dankbaren Hände der Volksgenossen, die das Winterhilfswerk des deutschen Volkes eine Wirklichkeit gewordene Volksgemeinschaft spüren läßt. Die Kinderreichen zu erfreuen, ihnen die kaum tragbare Arbeit vor solchen Festen zum Teil abzunehmen, ist selbstverständliches Gebot. Nicht weniger als über 1 43000 Geschenkpakete konnten bei uns zur Verteilung gelangen!
Die Partei selbst hatte es in die Hand genommen, diese riesige Weihnachtsbescherung durchzuführen. Ihre Gliederungen sorgten für den würdigen Rahmen der Feiern, bei denen die Hoheitsträger, die Politischen Leiter und vor allem die zahllosen Helfer des WHW. mit ihren großen und kleinen Schützlingen um den lichterstrahlenden Tannenbaum vereinigt waren. Aus den Lautsprechern schallten die packenden Worte unseres Dr. Goebbels den Volksgenossen entgegen und dann war, den örtlichen Verhältnissen gemäß, der Verlauf der
Feiern zwar verschieden, in seiner großen Linie aber doch gleich.
Die Feier des Kreises Groß-Frankfurt im Palmengarten verlief besonders weihevoll. Hier verbrachte Gauleiter Sprenger mit mehreren Gauamtsleitern die Bescherstunde. In lauten Rufen machten vornehmlich die Kleinsten ihren übervollen Herzen Luft, und leuchtenden Auges empfingen sie aus der Hand des Weihnachtsmannes ihr Pa- ketchen. Mitten unter ihnen saß der Gauleiter und manch eines der Kinder konnte ihm die Hand reichen, mit einem Blick ihm mehr als Dankbarkeit versichernd. Dann aber kam unter großem Jubel der „gestrenge" Weihnachtsmann von der Bühne und teilte an jung und alt — auch der Gauleiter und seine Begleiter blieben nicht verschont — die traditionellen Rutenhiebe aus. Spiel, Musik, Lied und Tanz hielten den Frohsinn der Stunde unentwegt wach.
Der Gau Hessen-Nassau hat mit seinen Weihnachtsfeiern die Herzen der Volksgenossen erobert und das Licht des unbändigen Glaubens einer zusammengewachsenen Gemeinschaft in sie dringen lassen.
Thüringer Dank an Mnisterpräsident Göring.
Sonneberger Kinder als Weihnachtsmann.
In Berlin trafen Kinder aus Sonneberg in Thüringen ein, um Ministerpräsident Generaloberst Goring und ferner Gattin eine Weihnachtsfeier vorzubereiten. Hier sieht man die Kinder beim Auspacken der hübschen Erzeugnisse ihrer Heimat. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Berlin, 21. Dez. (DNB.) Die schwierige Lage, in der sich das südthüringische Wirtschaftsgebiet mit seiner ausgedehnten Spielzeugfabrikation viele Jahre hindurch befand, konnte seit dem Jahre 1933 dank den tatkräftigen Maßnahmen der nationalsozialistischen Dienststellen zu einem guten Teil behoben werden. Während früher die Hälfte der Einwohner dieses Gebietes aus öffentlichen Mitteln unterstützt wurde, ist heute für die weitaus meisten Volksgenossen wieder Arbeit geschaffen worden. Nicht zuletzt verdankt der Gau Südthüringen seinen wirtschaftlichen Wiederaufstieg den Maßnahmen des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring.
Um dem Dank hierfür sichtbaren Ausdruck zu verleihen, schickte der Gau Südthüringen Kinder aus Sonneberg, einem der Hauptorte der Spielzeugindustrie, zu Ministerpräsident Göring. Fünf Mädel und vier Pimpfe aus der Hitler-Jugend zogen am Montag schwer beladen in der Wohnung des Ministerpräsidenten ein und überraschten ihn und seine Gattin mit kleinen Geschenken, die fleißige Hände in ihrer Heimat schufen. Mit diesen Händen schmückten sie den Christbaum mit bunten Kugeln. In kindlich frischer Art Überreichten sie dem Ministerpräsidenten einen Nußknacker, „damit er
seine politischen Nüsse" knacken könne, und andere originelle Geschenke. Unter dem strahlenden Lichterbaum bewirteten dann Ministerpräsident Göring und seine Gattin die Kinder mit Schokolade und Kuchen.
Die Begleiter der Kinder, der Präsident der süd- thüringischen Industrie- und Handelskammer, Schneider, Amtmann Z i e n e r , Kreisleiter B i e r m ann und Oberbannführer H e u b l e i n, unterrichteten den Ministerpräsidenten über die wirtschaftliche Lage Thüringens und dankten ihm im Namen der Kinder, deren sehnlichster Wunsch es sei, ihm durch ihre kleinen Gaben eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Sie überreichten eine prächtige, in Holz gebundene Urkunde, deren Text auf Spielzeugtrommelpapier geschrieben ist, in der die aufsteigende Entwicklung des südthüringischen Wirtschaftsgebietes feit 1933 geschildert wird. Der Ministerpräsident gab seiner aufrichtigen Freude Ausdruck und ließ sich von jedem der Kinder einen Weihnachtswunsch sagen. Als besondere Ueberraschung kündigte er ihnen noch sein Buch mit Unterschrift an und versprach ihnen einen Rundflug über Berlin. Mit strahlenden Augen und dankerfüllt nahmen die Kinder Abschied, um ein Erlebnis fürs Leben reicher.
Friedenssicherung in Amerika.
Friedensstörung berührt alle Konferenzmächte. — Verwerfung des Krieges. Gegen chemische Kampfmittel.
Buenos Aires. 22. Dez. (DRV. Funkfpr.) Die Interamerikanische Friedensfiche- rungskonferenz nahm in ihrer vorletzten Plenarsitzung am Montag insgesamt 37 Kommissionsvorschläge an. von denen folgende von Bedeutung sind.
1. Es wird erklärt, daß die amerikanischen Staaten, getreu ihren republikanischen Einrichtungen, ihre absolute juridische Freiheit, die Unantast- barkeit ihrer Souveränität und den Bestand einer solidarischen Demokratie in Amerika proklamieren. Jedes Unternehmen, den Frieden in Amerika zu stören, berührt sie alle und jeden einzelnen von ihnen und rechtfertigt diejenigen Schritte, die in der Konvention zur Aufrechterhaltung und Wiederherstellung des Friedens vorgesehen sind. Territoriale Eroberungen werden abgelehnt, gewaltsamer Gebietserwerb wird nicht anerkannt. Die Intervention eines Staates in innere oder äußere Angelegenheiten eines anderen wird verurteilt. Jegliche Streitigkeiten unter amerikanischen Staaten, gleich welcher Art oder welchen Ursprungs sie sind, werden auf versöhnlichem Wege durch einen S ch i e d s- sprach oder durch ein internationales Gerichtsverfahren gelöst.
2. Der bolivianische Antrag, eine Begriffsbestimmung für „Angreifer" und „Anwendung von Sanktionen" zu geben, ist einem Sachversiän- digen-Ausfchuh zu überweisen.
3. Allen Regierungen, die dazu in der Lage sind, wird empfohlen, durch allgemeine oder bilaterale Verträge ihre Rüstungen bis zu dem Stand einzuschränken, der durch die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der inne
ren Ordnung gegeben ist und die Möglichkeit der Landesverteidigung garantiert
4. Die Interamerikanische Friedenssicherungskon- ferenz verwirft formal den Krieg als Instrument zur Lösung von Streitigkeiten zwischen den Staaten. Die Verwendung chemischer Mittel im Krieg, die unnötig grausame Schäden Hervorrufen, wird abgelehnt. Die Zivilbevölkerung soll soweit wie möglich von den Auswirkungen aller Kriegshandlungen unberührt bleiben. Den amerikanischen Regierungen wird empfohlen, beim Abschluß von Rüstungsbeschränkungsverträgen Abmachungen Humanitären Eha- rattere einzufügen, etwa die Verurteilung einer Verseuchung des Wassers oder der Luft durch Bakterien und den Gebrauch von Giftgasen.
Die übrigen zur Annahme gelangten Kommissionsvorschläge betreffen hauptsächlich wirtschaftliche und verkehrstechnische Fragen, sowie kulturelle Angelegenheiten von weniger großer Bedeutung.
Rascher Ausbau der englischen Flotte.
London, 21. Dez. (DNB.) Die Schnelligkeit, mit der England zur See aufrüstet, geht deutlich aus dem umfangreichen statistischen Material des neuen Bandes von „James’s Fighting-Ships“ hervor, das aufschlußreiche Gegenüberstellungen der Seerüstungsprogramme der einzelnen Länder bringt. England liegt mit seinem Flottenausbau bei weitem an derSpitze aller großen Seemächte. Nicht weniger als 99 Kriegsschiffe befinden sich in Bau oder sind für den Bau vorgesehen. Darunter befinden sich 2 Schlachtschiffe, 3 Flugzeugträger, 16 leichte Kreuzer, 3 Zerstörerflottillen-Führerboote, 32 Zerstörer, 13 U-Boote und der Rest kleinere Schiffe.
Der Skandal im französischen Außenministerium.
Oie verhaftete Sekretärin früher im Dienste des Juden und jetzt noch sein Werkzeug.
Paris, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Verhaftung der Sekretärin Linder vom französischen Außen mini st erium und des Juden Rosenfeld beschäftigt die Pariser Presse weiterhin sehr ftarf, obgleich/ die amtlichen Stellen stärkste Zurückhaltung üben. Rosenfeld war bereits aus Frankreich ausgewiesen worden, trotzdem hatte er sich um die französische Staatsbürgerschaft beworben. Das Einbürgerungsverfahren wurde jedoch durch gewisse Schriftstücke erschwert, die in Rosenfelds Personalpapieren im Außenministerium liegen. Aus den Dokumenten geht hervor, daß der Jude eine wenig empfehlenswerte Persönlichkeit ist.
Die verhaftete Sekretärin hatte früher i n R 0 - senfelds Dien st en gestanden und unterhielt immer noch enge Beziehungen zu ihm. Sie entfernte die belastenden Schrift st ücke aus den Akten und ersetzte sie durch falsche Papiere, in denen dem Juden die besten Prädikate gegeben wurden. Auf diesen war die Unterschrift eines hohen Beamten des Quai d'Orsays gefälscht worden, der inzwischen gestorben ist. Die Linder hatte weiter ihren Freund Rosenfeld über alle Verhandlungen laufend unterrich- t e t, die im Zusammenhang mit Waffenlieferungen zwischen verschiedenen französischen Fabriken und dem Ausland gepflogen wurden. Das französische Außenministerium mußte zu solchen Verhandlungen Gutachten abgeben, ehe sie zum Abschluß gebracht werden können. Auf diese Weise war es Rosenfeld möglich, sich im gegebenen Augenblick einzuschalten und sein Geschäft zu machen.
Gegen die Sekretärin Linder hat der Untersuchungsrichter Anklage wegen Urkundenfälschung erhoben. Der Jude Rosenfeld wird sich vorläufig nur wegen Nichtbeachtung eines Ausweisungsbefehls zu verantworten haben. Wegen des Waffenschmuggels nach Spanien wird die Untersuchung gegen ihn noch weiter geführt.
Die „Action Franxaise" hält es für sicher, daß der Sowjetjude Rosenfeld Waffengeschäfte mit den spanischen Bolschewisten gemacht und daß Frau Linder ihm Beihilfe geleistet hat. Man wisse, so schreibt das Blatt, daß die Hauptschwierigkeit dieses Waffenschmuggels, zu dem Minister wie Pierre C 0 t für Flugzeuge und andere für Artillerie- und Jnfanteriematerial trotz der Neutralitätserklärung der Regierung die Hand gereicht hätten, in der Beschaffung von Genehmigungen des A u ß e n m i n t ft e r i u m s bestände. Frau Linder habe sich mit dem Diebstahl der notwendigen Erlaubnisscheine befaßt.
Auch der ,E x c e l s i 0 r" schreibt, daß der Jude Rosenfeld sich rege mit der Waffenlieferung an die Roten in Spanien befaßt habe. Frankreich habe seit langem Waffen und Munition an Mexiko geliefert. Rosenfeld solle ein Abkommen zwischen Mexiko und Spanien vermittelt haben, wonach die mexikanischen Ankäufe sehr erhöht und die Lieferungen nach Barcelona und Alicante verschoben worden seien. Die nach Mexiko gelieferten Menaen überschritten die normalen Verträge. Das Außenministerium habe sich geweigert, die Konossemente eines in Marseille beladenen Dampfers zu zeichnen. Trotzdem soll dieser Dampfer Marseille mit Erlaubnis des Außenministeriums verlassen haben. Das Blatt fragt, ob da ein Versehen vorliege oder ob Frau Linder und der Jude Rosenfeld dafür verantwortlich seien.
Eoi in der Zwickmühle.
fahren beantragt habe. In der Mitteilung des Ministerpräsidiums heißt es weiter, daß die von dem rechtsstehenden Pariser Blatt veröffentlichte Meldung geeignet sei, die Disziplin und die Stimmung in der Luftwaffe zu untergraben.
Das „E ch 0 de Paris" bestätigt heute feine gestrige Mitteilung, trotz dem Dementi des französischen Luftfahrtministers und trotz der gerichtlichen Klage, die der Minister gegen das Blatt wegen der Veröffentlichung von „Falschmeldungen" eingereicht hat. „Wir dementieren das Dementi des Luftfahrtsmini st er s", so schreibt das „Echo de Paris", „und wir fügen sogar hinzu, daß das zweite Devoitine-Kano- nen-Flugzeug, das wir noch in den Händen der technischen Abteilung des Luftfahrtministeriums glaubten, ebenfalls nach Barcelona unterwegs ist und augenblicklich wegen einer Motorenstörung in Limoges liegt." Das Blatt gibt tm übrigen nähere Einzelheiten über diese Lieferungen und nennt die Namen der Flugzeugführer, die mit der Durchführung des Auftrages betraut worden feien.
Keine besonderen Kamps- ereigniffe vor Madrid.
Toledo, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Bei gutem, aber dunstigem Wetter verging der gestrige Montag an der Madrider Front ohne besondere Kampfereignisse. Die Feuertätigkeit war auf beiden Seiten nur gering. Zwölf nationale Bombenflugzeuge belegten die roten Stellungen am linken Flügel bei Pozuelo mit Bomben, jedoch schien ein weiteres Vordringen der na« tionalen Infanterie für gestern nicht geplant zu sein. In Carabanchel, wo sich der DNB.-Vertreter befindet, schlugen einige Granaten der neuen s 0 w- jetrussischen 11,5 - Zentimeter - Geschütz e ein, die zwar einige unwichtige Gebäude — darunter eine geräumte Rote-Kreuz-Station — zerstörten, aber keinen einzigen Menschen verwundeten.
Sowjets verlangen „Sühne"
für versenktenDamPfer mit Kriegsmaterial
London, 22. Dez. (DNB.) Die Londoner Früh- presse berichtet, z. T. in großer Aufmachung, die Versenkung Des sowjetrussischen Frachtdampfers „Komsomo l", der Kriegsmaterial an Bord hatte, durch ein Kriegsschiff der spanischen Nationalregierung. Von sowjetrussischer Seite ist inzwischen die Versenkung bestätigt worden.
Nach einem Bericht des „Daily Expreß" hat der Oberbefehlshaber der russischen Flotte, Orlow, wegen der Versenkung des Sowjetdampfers „Komsomol" eine dreistündige Konferenz mit Kriegsmini, fter Woroschilow gehabt. Im Anschluß daran wurde ein Tagesbefehl an die sowjetrussische Kriegsflotte erlassen. Darin wird die Versenkung des „Komsomol" als ein „Verbrechen" bezeichnet, für das die Sowjetmarine „Sühne" verlange.
Gibraltar gegen Ceuta.
Vorschlag eines englischen Admirals.
Ein dementiertes Dementi.—Noch eine Flugzeugschiebung.
Paris, 22.Dez. (DNB.) Luftfahrtminister Cot hat die Meldung des „Echo de Paris" vom Montagfrüh, wonach eines der beiden modern ft en französischen Militärflugzeuge an die B 0 lschewisten in Barcelona geliefert worden fei, als unrichtig bezeichnet. Das Ministerpräsidium teilte am Montagabend mit, daß der Luftfahrtminister gegen die Zeitung wegen Veröffentlichung unrichtiger Nachrichten ein Gerichtsver-
London, 22. Dez. (DNB. Funkspruch.) Vizeadmiral Dsborne, der frühere Leiter des Nach- richtendienstes der britischen Marine, sprach sich in einer Rede in London für die Abtretung Gibraltars an Spanien im Austausch für Teuta, das an der afrikanischen Seite der Meerenge liegt, aus. Er begründete diesen Vorschlag mit militärischen Erwägungen und erklärte, daß Gibraltar im Ernstfälle nicht gehalten werden könnte. Ceuta mit feinem Hinterland biete vor allem den Vorteil, daß ein großer Flughafen angelegt werden könne, der einen wirksameren Schutz der Meerengen gewährleistet.


