Ausgabe 
22.9.1936
 
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Wirtschaft

am

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

®W- SSE- börle

IS.9

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Banknoten.

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nen- be°

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Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit herausgege» denen Lieferbedingungen für Möbel und Innenaus­bau aus Holz (Gütebedingungen) RAL 430 B. 761: Einschränkung privater Verrechnungsgeschäfts mit Belgien-Luxemburg. 763: Asbestverarbeitung im Monat Oktober 1936. 764: Ueberwachungs- stelle für Wolle und andere Tierhaare; Verarbei- tungssatz IV. Vierteljahr 1936. 765: Anordnung 27 der Ueberrvachungsstelle für Lederwirtschaft (Hochstzulässige Preise für rohe Falle und Häute der Zolltarifnummer 153.) 766: Neuregelung der rumänischen Kompensationsordnung.

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Frankfurt a. M., 21. Sept. Auftrieb: Rinder 326 (gegen 303 am letzten Montagsmarkt), darunter 25 (21) Ochsen, 59 (55) Bullen, 178 (186) Kühe, 64 (41) Färsen; zum Schlachthof direkt: 56 (29) Ochsen, 3 () Bullen, 22 (12) Kühe, 41 (42) Färsen. Kälber 519 (604), Hämmel und Schafe 219 (387), Schweine 2140 (1515). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 bis 45 (am 14.9. 42 bis 45). Bullen a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 39 (). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 34 bis 39 (34 bis 39), c) 33 (33),

preise für die deutsche Weinernte 1936. 759: Mißbräuchliche Vordrucke für Mahnschreiben (Zah-

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NSG. Im vorbolschewistischen Rußland war um diese Zeit im Nord-Kaukasus, der mit zu den fruchtbar st en Gebieten Rußlands gehört, und in Transkaukasien, im jetzigen Sowjet­aserbeidschan, die Ernte eingebracht und überall auf den Märkten und in den Städten großer Ueberfluß an Getreide und Brot vor­handen. Heute, im neunzehnten Jahr der bolsche­wistischen Herrschaft, müssen die Getreidespeicher der Sowjets durch GPU. - Truppen vorst e h - lend en" Bauern bewacht werden, und die befreiten" Sowjetbürger von denen die jüdisch- marxistische Propaganda behauptet, daß sie em fröhliches und sorgenloses Leben" führen sind gezwungen, in langen Schlangen ihre Frei­zeit vor ausverkauften Brotladen zu verbringen, den Kopf immer voller Sorgen um das in der Sowjetunion so schwer zu erschwingende Brot. Daß es sich um keine Uebertreibung handelt, beweist ein Bericht des bolschewistischen Organs des Äsow- Schwarzmeer-GauesM o l o t" vom 28. August 1936 (Nr. 4574), der folgendes Eingeständnis über die Ernährungsverhältnisse der Gebietshauptstadt Krasnodar (Jekaterinodar) im Nord-Kaukasus enthält:... Während der letzten Tage (der kata­strophale, in der Sowjetunion ununterbrochen herr­schende Lebensmittelmangel wird von der Sowjet- presse immer nur für dieletzten Tage" zugegeben, ü. Red.) sammeln sich vor den Brotläden der Stadt ungeheure Menschenschlan­gen an. Die Menschen, die sich schon früh am Morgen anstellen, müssen mehrere Stunden lang warten und aehen häufig mit leeren Händen nach Hause. Sehr oft ist in der ganzen

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gen nur wenig Kundschaftsaufträge vor, so daß der berufsmäßige Börsenhandel nach seinen leb­haften Käufen vom Samstag realisierte. Die Kurs­bildung war uneinheitlich, im allgemeinen ergaben sich jedoch nur kleine Abweichungen. Besonders ruhig lagen Montanaktien, die unregelmäßig er­öffneten und später zumeist leicht nachgaben. Rhein- stahl verloren 2,25 v. H., Hoesch 0,25 v. H., dagegen zogen Verein. Stahl 0,75 v. H., Mannesmann 0,65 vH. und Harpener 2,50 v. H. an, Klöckner blieben mit 116 unverändert. Der günstige Abschluß blieb infolge des stillen Geschäftes fast ohne Wirkung. Maschinenaktien auf den Lagebericht etwas fester, Moenus 92,90 (92), Daimler 116,65116,25 (115,75). IG. Farben weiter etwas angeboten und auf 160,75 (161,50) ermäßigt, andererseits Deutsche Erdöl 1 v. H., Metallgesellschaft 0,25 v. H. freund­licher. Im einzelnen eröffneten Reichsbank 1 v. H., Zellstoff Aschaffenburg 0,50 v. H., Aku 0,40 v. H.

Industrie laufend statt. Der Beschäftigungsgrad trägt etwas über 82 v. H.

Rbein-Mainifche Börse.

Mtlagsbörse still.

4% Oesterretchische Goldrente...

4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yt% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% TÄkische Bagdaobahn-Anleche

Serie l.....................

Hungersnot in Gowjetrußland

Menschenschlangen vor leeren Lebensmittelgeschäften.

höhen. Neueinstellungen in den Werkstätten und Büros finden in fast allen Gruppen der Maschi

Frankfurt a. M., 21. Sept. Die Börse lag Aktienmarkt wider Erwarten sehr still. Es la-

Hohe Liquidität in den August-Bilanzen der Banken.

Wie das Institut für Konjunkturforschung in einem seiner letzten Wochenberichte festgestellt hat, erklärt sich die länger anhaltende Anspannung auf dem Geldmarkt aus dem Rückgang der Überschüsse, die für eine Anlage am Geldmarkt zur Verfügung stehen. Diese Tatsache wird durch die soeben erschie­nenen August-Bilanzen der Banken im vollen Um­fange bestätigt. Ganz offensichtlich verbindet sich mit der gegenwärtigen hohenWirtschaftstätigkeit in immer stärkerem Maße ein größerer Geldbedarf der ge­werblichen Unternehmungen, der sowohl saison­mäßiger Natur ist, als auch besonderen Investitions- Bedürfnissen entstammt. Dieser Geldbedarf macht sich nun in den Bankbilanzen einmal in der Form von Einlagenabzügen, denn aber auch in erhöhten Kreditansprüchen geltend und bringt so Einlagen- zuslüsse, wie weitere Rückflüsse aus Schuldentilgun­gen zum Ausgleich. Dank ihrer umsichtigen Anlage- Politik ist es jedoch den Banken ein leichtes, den gegenwärtig verstärkten Finanzierungsansprüchen, ohne den hohen Stand ihrer Flüssigkeit einschrän­ken zu müssen, zu entsprechen, vielmehr find Liqui­dität und Kreditkapazität bei allen Gruppen der berichtenden Kreditinstitute von unverminderter Stärke.

Steigende Beschäftigung der deutschen Maschinenindustrie.

Fwd. Don der Wirtschaftsgruppe Maschinenbau wird uns geschrieben: Die Jnlandskonjunktur hielt in den letzten Wochen in unverminderter Stärke an. Während sich in den Hauptferienmonaten ge­wöhnlich ein mehr oder weniger starkes Nachlassen der Geschäftstätigkeit bemerkbar macht, war in die­sem Jahre auch während der Urlaubszeit noch eine weitere Steigerung der Anfragetätigkeit der Jn- landskundschast zu verzeichnen. Auch in den An­fragen des Auslandes zeigte sich kein Rückgang. Der Auftragseingang ergab bei den Jnlandsauf- trägen ebenfalls eine leichte Zunahme, bei den Aus­landsaufträgen wurde der Julistand gehalten. Der Auftragsbestand sichert der Maschineninduftrie in feinem gegenwärtigen Umfang eine durchschnittliche Beschäftigungsdauer von mehr als vier Monaten und nimmt weiter zu. Die Betriebe sind daher be­müht, ihren Gefolgfchaftsftand entsprechend zu er-

schon etwas nckher. Aber muß es erst ein Kabinett- Hein sein, um für die Güte des Weines zu zeu­gen? Ob er hart ist oder weich, harmonisch oder spritzig, voll oder fett, schmalzig oder brandig, feu­rig oder rassig, trocken oder firn die Hauptsache ist Loch, er bleibt so, wie er vom Rebstock kommt, naturrein! Dann ist jeder Ausschankwein den sich jeder Volksgenosse leisten kann, bekömmlich, vorausgesetzt, daß er mitVerstand" getrunken wird. Ich gebe zu, daß es auch im Rheingau und am unteren Main Weine gibt, die, wie mans im Volksmund nennt, soarem sei, daß se nit allaans im Faß leise könne", Weine, die ohne Zusatz von Zucker keine brauchbare Handelsware abgeben. Aber das find Ausnahmen, und die Erfahrung hat leider gezeigt, daß neben der Weinverbefferung auch die Weinfälschung hergeht."Gegen die Aus­wüchse", fiel ihm der Gast rasch ins Wort,haben wir heutzutage endlich das, was auch die sogenann­ten Weinparlamente früherer Zeiten nicht erzwin­gen konnten: eine Verschärfung der Strafen für

bis 64 (60 bis 68). Hämmel b2) 60 bis 63 (62 bis 65), Schafe e) 58 bis 62 (55 bis 58), f) 52 bis 57 (52 bis 54), g) 45 bis 50 (42 bis 48). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57). bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Markt­verlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber mittelmäßig, ausverkauft. Hämmel und Schafe flott, ausverkauft.

Fleischgroßmark. Beschickung: 830 Viertel Rindfleisch, 904 halbe Schweine, 76 ganze Kälber, 43 ganze Hämmel, 35 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80. Bullenfleisch a) 76. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 110 bis 120, c) 105 bis 110. Hammelfleisch b) 105 bis 120. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren nicht notiert. Marktverlauf: flott.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt, 21. Sept. Die Weizenanlieferun­gen bleiben während der Bestellungsarbeiten, wie auch auf den nahen Monatswechsel hin weit hinter der Nachfrage zurück. Besonders die oberrhein. Mühlen sind auf laufende und spätere Deckung bedacht, da nord- und mitteldeutsches Angebot trotz der allgemein bewilligten höheren Handelsspanne kaum vorliegt. Roggen können die Binnenmühlen aus ihrem Erzeugergebiet langsam erwerben, wäh­rend die größeren Mühlen an den Wasserstraßen meist oftdeuschen Roggen aufnehmen. Braugerste bleibt bei kleinen Zufuhren sehr fest, während In­dustrie- und Futtergersten bei lebhafter Nachfrage nicht erhältlich sind, ebenso Hafer. In Mehl kann der laufende Konsumbedarf gedeckt werden, wäh­rend das Angebot für später der Nachfrage nicht genügt. Am Futtermittelmarkt finden neben Futter­getreide Kleie, Kartoffelflocken und Biertreber In­teresse. Rauhfutter still.

Es notierte (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 13 199, W16 202, W 19 206, W 20 208, Roggen R 12 162, R 15 165, R 18 169, R 19 171. Futtergerste, Braugerste 2j,5 bis 230, Futterhafer. Weizenmehl Type 790 ÄZ13 27,90, W 16 28,00, W 19 28,00, W 20 28,35, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mk. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20. Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreife ab Mühlenstation. Soyaschrot, Palmkuchen, Erdnußkuchen, Treber 16,25 bis 16,50, Trockenschnitzel, Heu 4,50 bis 5,00, Wei­zen- und Roggenstroh 2,00.

Kartoffeln: gelbfleischige hiss. Gegend 2,80 Mark, weißschalige hies. Gegend 2,50 Mark per 50 kg bei Waggonbezug Frachtparität Frankfurt a M. Tendenz: ruhig.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 758: Bekanntmachung der Richt-

Rundfunkprogramm

ZNittwoch, 23. September.

6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mit­tagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sende­bezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 14.20: Das Phänomen der Stimme (XVII). Gerhard Hüfch. 15: Volk und Wirtschaft:Die Kannebäcker" im Wester­wald. 15.15:Genius am Pranger Das Schicksal des Veit Stoß". Es spricht Karl Kaltwasser. 15.30: Lenzbacher Idylle Schinkenburger Biedermeier." Ein Hörbild um das Tagebuch eines hessischen Ro­mantikers vor 100 Jahren. 16: Klaviermusik. 17.30: Unter hellem Himmel. Eine Funkfolge mit Dichtun­gen von Agnes Miegel und Otto zur Linde sowie vier Gesängen von Johannes Brahms, Max Reger, Richard Strauß und Max von Schillings und einem Satz aus den KlaviervariationenLandsommertage" von August Reuß. 18: Heute etwas ganz Besonderes! 19.45: Kampf dem Verderb! 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation.Wir sind die junge Bauernschaft." 20.45: Beethoven-Konzert. 22: Nach­richten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Sonate für Klavier in E-dur von Armin Knab. 23: Nacht­musik und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Donnerstag, 24. September.

6 Uhr: Choral. Morgenfpruch. Gymnastik. 6.30: Fruhkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk.: Volksliedfingen. Liederblatt 12. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienft. 12: Mittagskonzert. 13: Nach­richten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittags­konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Kleine liebe Erinne­rungen. 15: Volk und Wirtschaft. Die Wasserkräfte Bayerns. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskon­zert. 17: Kammermusik. 17.30:Von der Donau bis zum Jordan", Kriegsbücher. 17.45:Ein ganzer Kerl", Erzählung von I. Kwella. 18: Konzert. 19: So leben wir ... Fröhliches Feierabend-Singen. 19.15: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 19.55: Sonderwet­terdienst für die Landwirtschaft, Wirtschaftsmeldun- gen, Programmänderungen. 20: Nachrichten. 20.10: Schon die Abendglocken klangen, Heimatklänge aus dem alemannischen Land. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Nachrichten der DAF. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.

und Westdeutsche Kaufhof 0,65 v. H. höher. AG. für Verkehr verloren 0,50 v. H., Hapag 0,25 v. H.

Am Rentenmarkt zeigte sich erhöhte Nach­frage nach amtlich notierten Auslandsrenten, be­sonders Ungarn und einige Mexikaner waren ge­fragt, da man diese Werte als zurückgeblieben be­zeichnet im Verhältnis zu der seither lebhaften Auf­wärtsbewegung der im Freiverkehr gehandelten Vorkriegs-Prioritäten. Ungarn Goldrente 10,40 (9,65), 1914er Ungarn 9,75 (9,40), 1910er Ungarn 9,90 (9). 5proz. Silber-Mexikaner 6,256,40 (6), 5proz. äußere Gold 14,30 (13,50), ferner 5proz. Rumänen 7,90 (7,55). Von deutschen Werten blie­ben Altbesitz mit 115 unverändert, etwas fester lagen Kommunal-Umschuldung mit 88,55 (88,40).

Im Verlaufe lag der Aktienmarkt schwächer, da weitere Abgaben der Kulisse erfolgten. Gegen die Anfangsnotierungen gaben Montanwerte etwa 11,25 v. H. nach, ferner IG. Farben auf 159,50 nach 160,75, AEG. auf 35,50 nach 36, Daimler auf 115,50 nach 116,65, Kunstseide Aku unter Schwan­kungen wieder 75,50 bis 74,50 nach 75 und 75,40. Die später zur Notiz gekommenen Werte lagen meist 0,501 v. H. unter dem letzten Kurs, Südd. Zucker minus 1,50 v. H.

Der Freiverkehr lag sehr ruhig, fest waren auf die Dividendenverdoppelung Humboldt-Deutz mit 119 (114,50). Tagesgeld uno. 2,50 v. H.

Abendbörfe abbröckelnd.

Bei starker Zurückhaltung und demzufolge sehr kleinen Umsätzen bröckelten die Kurse an den Aktienmärkten im Anschluß an den Mittags­verkehr weiter etwas ab. Die Rückgänge betrugen gegen den Berliner Schluß 0,25 bis 0,75 v. H. Etwas stärker ermäßigt waren Aschaffenburger Zellstoff mit 126 (127,25). Von Montanwerten gingen Rheinstahl auf 137,50 (139, Berlin 137,90) zurück, Buderus blieben mit 113 behauptet. IG. Farben lagen mit 159,50 (159,75) knapp gehalten, von Schiffahrtspapieren Nordd. Lloyd 15,65 (16). Daimler Motoren waren zu 115 (114,75) etwas höher gefragt. Der Rentenmarkt lag sehr ruhig. Von Auslandsrenten konnten sich Rumänen, Ungarn und Mexikaner bei wesentlich kleiner ge­wordenen Umsätzen behaupten. 4 v. H. Steg von 1883 ermäßigten sich auf 23 (23,75), 3 v. H. von 1895 im Freiverkehr 9 (9,50), Oesterr.-Ungar. Bank­pfandbriefe 4,65 bis 4,60 (4,90).

U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 126,75, Reichsbahn-VA. 123,40, 1913er Ungarn 9,75, 1914er do. 9,75, 4 v. H. Ungar. Goldrente 10,40, 4 v. H. Ungar. Kronenrente 2,35, 5 v. H. Rumänen 7,75 4 v. H. do. 6,45, 5 v. H. äußere Goldmexikaner 14,13, 4,50 v. H. Irrigation 9,75, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 252, 3,50 v. H. do. 241, Commerzbank 99,25, DD.-Bank 97,75, Buderus 113, Mannes­mann 106,40, Rheinftahl 137,50, Verein. Stahl 106,50, AKU. 74,50, Betula 154,50, Daimler 115, Deutsche Erdöl 127,50, Scheideanstalt 273, Deutsche Linoleum 162,50, Licht & Kraft 151,50, IG. Far­ben 159,50, Gessürel 132,50, Holzmann 126, Jung- Hans 102, Muag 116,50, Aschaffenburger Zellstoff 126, Nordd. Lloyd 15,65.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Stadt kein Brot zu finden. Auch auf dem Bahnhof ist keines vorhanden. DieStadtoäter" verhalten sich diesen Mißständen gegenüber gleich­gültig. Vom Stadtsowjet und vom Stadtkonütee der Partei werden zur Abstellung dieser Mißstände keinerlei Maßnahmen ergriffen."

Bezeichnend für die Lage iy dem von den Sow­jetmachthabern unterdrückten und ausgebeuteten Aferbeidfchan ist ein Bericht des in Baku erscheinenden SowjetblattesB a b i n s k i j Ra­tz otschij" vom 26. August 1936 (Nr. 198), in dem u. a. folgendes zugegeben wird:...Schwerfällig­keit und oberflächliche Planung sind für zahlreiche Handelsorganisationen Aserbeidschans charakteri­stisch. Das beweisen auch die täglich bei der Redak­tion einlaufenden Klagebriefe aus dem Leserkreis, in Krasnoselskoje im Sadirabadsker Bezirk gibt es Grütze, Makkaroni, Konserven und Zigaretten nicht zu kaufen. In Kussary (Bezirkszentrum) sind Salz, Wurst und geräucherter Fisch seit Monaten nicht vorhanden. In Sakataly (Bezirkszen­trum) gibt es keinen Tee. Im Bezirk von San­gelan herrscht völliger Mangel an Lebensmitteln und Bedarfsartikeln, wie Tee, Zucker, Zigaretten, Streichhölzer, Waschseife, Kleidungsstücken, Schuh­zeug und Wäsche. Mit der Verteilung von Back­waren ist es in Kuba, Schucha und Sakataly (grö­ßere Städte von Sowjetaserbeidschan. D. Red.) äußer ft schlecht bestellt. Brot wird in unzu­reichenden Mengen gebacken. Vor den Brotläden stehen Menschenschlangen." Das sind die Segnungen, die das Sowjetsystem denb e - freiten" Völkern des ehemaligen Rußland gebracht hat.

Schlußk. Mittag« börse

21.9-

die Panischer und Einführung einer strengen Kellerkontrolle. Und vergessen Sie nicht, daß die Werbearbeit um denWein als Dolksgetränk" nicht wenig, vielleicht das meiste dazu beigetragen hat, dem Erzeugnis unserer Winzer auf dem deutschen Weinmarkt die unbedingte Vorherrschaft zu sichern und durch eine großzügige Aufklärungsarbeit die deutsche Zunge wieder für die herbe Schönheit des naturreinen deutschen Weines zu gewinnen. Und im Endziel dieses Kampfes um ein überaus wert­volles Gut unserer Volkswirtschaft, um die Früchte der mühsamen Arbeit deutscher Menschen steht wie im vergangenen Jahr so auch 1936 die Beschickung einerPatenstadt" mit einem guten deutschen Wein, dessenKraft" den Brüdern und Schwestern im Norden und Osten des Reiches auchFreude" geben soll und wird. Und nun ist genug geredet worden! Herr Wirt, noch eine Flasche! Eine, die zutiefst im Keller liegt, von Spinngeweb umspon­nen eine .Riesling-Natur'!"

Schluß« furd

19-9.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Datum

8% Deutsche Retchsanleche v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934

6¥i% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mt, Auslos.-Rechten ............

*Va% Deutsche Retchspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

*Vi% ehem. 8% Hessischer BolkL float 1929 (rückzahlb. 102%) ...

<%% ehem. 8% Hessische Landes banl Darmstadt Gold 91.12....

6Yi% ehem. 4^,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiqu.

4Yt% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverichr. $R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mi>

Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

*%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6*4% ehem. 4%% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

6%% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ...

4Y»% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefan statt, Pfandbriefe fft 19

<y2% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. C61.20

Eteuergutich.Berrechnungsk. 34-38

d) 25 (25). Färsen a) 41 bis 44 (41 bis 44), bj 36 Mißbräuchliche Vordrucke für Mahnschreiben (Zah-

dis 40 (). Kälber a) 85 bis 92 (89 bis 93), b) 75 lungsbefehlsformulare usw.). 760: Die neuen

bis 84 (80 bis 88), c) 65 bis 74 (69 bis 79), d) 60' vom Reichsausschuß für, Lieferbedingungen beim

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfun a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börsc

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag-

Datum

19-9-

21.9-

19.9

21-9.

Datum

19-9-

21-9.

19-9-

21.9.

4% oesgt. (Serie li ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4>i%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2%% Anatolier ............

Hamburg-Amertka-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... « Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto.

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank...............

Retchsbank ................j-,

A.E.G............. 0

Bekula......................

Elektr. Lieferungsgesellschaft... « Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ g

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co............... g

Siemens L Halske............g

LahmeyerLCo............ 7

BuderuS ................... 4

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener................. 2%

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 3 Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-Röhren........ 8

7,55

11,65

6,4

44,75

15

16

114,9

121

99,25

97,5 97,75 181,5

36,13

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154

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133 108,75

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116

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7,75

12

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44,25

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99,25

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7,7 11,65 6,35 44,25

15

40 15,65 113,65 120,75 99,25

97,5 97,75 181,5

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108,9 169 134 116,25

107,4

9,3

7,9

12,13

6,55

44,9

15,25

41,5

16

113,13 120,5

99,25

97,75

97,75

181

35,25 154,75

126,5

151,5 128,65 132,25

128

151,5

185 143,5

112,75

127,75

135

107,75

169 132,75 114,75 106,25

Mansselder Bergbau.......6%

Kokswerke.................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinftahl ..................4

Vereinigte Stahlwerke......8%

Otavt Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........b

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

I. G. Farben-Industrie.......7

Scheideanstall...............9

Goldschmidt ................ 5

Rütgerswerke ............... 6

Metallgesellschaft.............5

Philipp Holz mann...........4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Cementwerk Karlstadt.........6

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 6

Zellstoff Waldhof ............ 6

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... g

Orenstetn & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrtk.......12

Contt-Gummt............. 11

Grttzner....................0

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker........10

152,5

225,13

140,75 107,5 33,13

177,5

161,5

273 113

132

127,5 145 156

75

87,75 156

127,5

115,75 163,5

52,4 416

169,5

34,25 95

205

152

226

137,5

106,5

33

120,75 118

178

159,5

273

113,25

132,25

126

145,5

156

74,5

87,65 155

126

115

162,5

52,5 418

196,25

169,5

95

203,5

152,5

128,5

226

140,5 107,65

33,25

121

117,5

178

161,5

113 128,9 130,25

128,13

103,25

74,9

87,5 155,65 127,65 104,25

115,5

163,13

83,25

52,9

415

196,25

170

34,25

205

151

127,5

226 137,9 106,9 32,75 120,75 117,5 178,75

159,75

113,75

126

132

126

102,5 74$7

153,5

127,25

104 114,75 162,25

83,5 51,75

419

169,25

34,13

205

19. September

21 - September

Amtliche Geld

Notierung ! Brief

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Buenos Arre

0,706

0,710

0,707

0,711

Brüssel ....

42,01

42,09

42,03

42,11

Rio de Jan.

0,147

0,149

0,147

0,149

Sosta.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

56,23

56,35

56,26

56,38

Danzig ....

47,04

47,14

47,04

47,14

London....

12,595

12,625

12,60

12,63

HelsingforS..

5,554

5,566

5,554

5,566

Paris ......

16,37

16,41

16,375

16,415

Holland ...

168,83

169,17

168,89

169,23

Italien.....

19,57

19,61

19,57

19,61

Japan......

0,736

0,738

0,738

0,740

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

63,30

63,42

63,32

63,44

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,44

11,46

11,45

11,47

Stockholm...

64,94

65,06

64,95

65,09

Schweiz ...

80,99

81,15

81,02

81,18

Spanien....

28,97

29,03

28,97

29,03

Prag.......

Budapest ..

10,27

10,29

10,27

10,29

Reuyork ...

2,488

2,492

2,488

2,492

Berlin, 21 - September

Geld

Brief

Amerikanische Noten..............

2,44

2,46

Belgische Noten..................

41,88

42,04

Dänische Noten ................

56,06

56,28

Englische Noten .................

12,555

12,615

Französische Noten...............

16,325

16,385

Holländische Noten...............

168,47

169,15

Italienische Noten..............

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............

63 J0

63,36

Schwedische Noten...............

64,74

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten..............

80,84

27,94

8 b 16

28,06