Ausgabe 
22.7.1936
 
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Aus aller Welt

MeUräoke Fahrräder

Giefeen (Am Nahrungsberg 16), den 21. Juli 1936.

Die Trauerfeier findet Freitag, den 24. Juli, nachmittags 2 Uhr,

in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.

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Die Bemühungen um die Farbe im Film sind so alt wie das lebende Bild selbst. Die Bestre­bungen, sie zu erreichen, sind all die Jahre hin­durch zahlreich gewesen der Erfolg war bis in die letzte Zeit hinein zumeist zweifelhaft. Stellten sich doch gerade der Verwirklichung dieses Problems immer neue Schwierigkeiten in den Weg. In der Hauptsache werden bei der Arbeit am Farbfilm zwei Verfahren angewendet: Das subtraktive, bei dem die Farben gleich im vorzuführenden Film enthalten sind, in der Kopie also, und das additive, bei dem Die Filme, auf einem besonders bearbeite­ten Schwarzweißfilm ausgenommen, mit Hilfe von drei Farbrastern das natürliche farbige Bild er­geben.

Auf dem letzteren Verfahren basieren jetzt die erfolgreich abgeschlossenen Versuche derSiemens & Halske A G. in Verbindung mit der Trockenplattenfabrik Perutz. In einer Vorführung vor zahlreichen in- und aus­ländischen Pressevertretern wurde in Berlin der er sie Farbfilm nach dem Berthon-Siemens- Derfahren gezeigt. Er fand bei den Erschienenen, unter denen der Vizepräsident der Reichsfilmkam­mer Hans Weidemann mit zahlreichen Herren der Reichsfilmkammer und die Vertreter der großen Filmunternehmungen zu bemerken waren, außer­ordentlichen Anklang, scheint doch tatsächlich das Problem, mit verhältnismäßig niedrigen Kosten für Hersteller und Theater den Farbenfilm auf die Leinwand zu bringen, hier im großen und ganzen gelöst zu sein. Zur Vorführung kamen der unter der Oberleitung von Carl Froelich im

Atelier gedrehte KurzfilmDer Schönheits- s l e ck", dessen Uraufführung im Rahmen der Olym­pischen Spiele am 4. August in Berlin stattfinden wird, und einige Außenaufnahmen von Blumen, Tieren und belebten Szenen. Bei allen Aufnahmen ist der Fortschritt gegenüber früheren farbigen Filmen ganz unverkennbar, und als Gesamteindruck besonders des Spielfilms bleibt bestehen, daß der deutsche Farbenfilm heute hinter dem ausländischen in nichts mehr zu­rücksteht. Die Farbwerte sowohl in den zarten Pa­stelltönen wie in den kräftigen satten Farben wer­den richtig wiedergegeben', in der weißen Farbe lassen sich was bisher kaum erreicht worden ist die feinsten Abschattierungen erkennen und die Beleuchtung des Bildes selbst ist mit Hilfe des neu entwickelten Projektionsschirmes und der neuen Beleuchtungslampen durchaus klar und zufrieden­stellend.

Dor der Vorführung des Filmes, wobei zum Vergleich auch eine kurze Szene in der gewöhn­lichen Schwarzweih-Photographie gezeigt wurde, sprachen Direktor Storch von der Siemens 6- H a l s k e AG. über die sehr verwickelte und aus­gedehnte Arbeit, die auf optischem, feinmechanischem und elektrischem Gebiete geleistet werden mußte, und Direktor Dr. von Oven von der Perutz- Trockenplattenfabrik über die Entwickelung der emulsions- und sensibilierungstechnischen Fragen. Die Ausführungen, die ein eindringliches Bild von diesem schwierigen Gebiet seit Beginn der Arbeiten überhaupt gaben, fanden den lebhaftesten Beifall.

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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Karl Deeg.

LustschiffHindenburg" holt die letzten Olympia-Gäste aus Südamerika.

Während die planmäßigen Südamerikafahrten sonst stets in der Nacht vom Mittwoch zum Don­nerstag in 14tägigen Abständen in Frankfurt be­ginnen, wurde die Ausreise desHindenburg" jetzt um zwei Tage vorverlegt, um dem Luftschiff die rechtzeitige Rückkehr nach Deutschland vor Be­ginn der Olympischen Spiele zu ermög­lichen, denn am 1. August soll das Luftschiff be­kanntlich zur Eröffnung der Olympischen Spiele über der Reichshauptstadt erscheinen. Mit den letzten aus Südamerika kommenden Besuchern für die Olympischen Spiele wird das LuftschiffHinden­burg" schon am 30. Juli wieder in Frankfurt ein­treffen. Alle für die Rückreise verfügbaren Plätze sind schon seit längerer Zeit vergeben, und die Nach­frage nach Plätzen ist so stark, daß das Condor- Syndikat, die Vertretung der Deutschen Zeppelin- Reederei in Südamerika, eine Dormerkliste einfüh­ren mußte, auf der schon über 50 Namen stehen. Jeder Anwärter hofft, durch einen bis zur Abfahrt des Luftschiffes etwa noch freiwerdenden Platz die Möglichkeit zu einem Besuch der Olympischen Spiele zu haben, denn nur das LuftschiffHindenburg", das Rio de Janeiro am 25. Juli verläßt, bringt seine Fahrgäste noch rechtzeitig zur Eröffnung der Olympischen Spiele nach Deutschland.

französische Anerkennung für die Olympia-Vorbereitungen.

Es fehlt kein Gamaschenknopf", so hat der Der- waltungssekretär des Französischen Olympia-Aus- schusses, Denies, nach seiner Rückkehr aus Ber­lin in Paris erklärt, wo er die letzten Vorbereitun­gen für die Unterbringung der französischen Sport­ler getroffen hat. Alles fei in Bersin bereit und gut bereit. Man müsse anerkennen, daß das Ber­liner Olympia-Stadion ein totaler Erfolg sei. Denies ist des Lobes voll über die Auf­nahme, die die französische Abordnung bei ihrem vorbereitenden Besuch durch die Berliner Olympia- Leitung erfahren habe. Der geringste der franzö­sischen Wünsche sei nicht nur erfüllt, sondern oor= au'^aLnt worden. Die endgültige und amtliche Zahl der französischen Olympia-Sportler beträgt

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auf die Bühne zu den Künstlern und dankte allen Mitwirkenden im Namen der Zuhörer für den größten und erhabensten Kunstgenuß, den sie durch ihre Gemeinschaftsleistung dem deutschen Volk und darüber hinaus der ganzen musikalischen Welt ver­mitteln.

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Oer deutsche Farbfilm auf dem Marsch

Das Problem im großen ung ganzen gelöst.

In Heidelberg ist nun auch das dritte Werk der diesjährigen Reichsfestspiele aufgeführt worden: GoethesG ö tz v o n Berlichingen" in der Ur­fassung. Und wieder hat die Geschichte Gottfriedens ein aus In- und Ausländern bestehendes zahlreiches Publikum das Geschehen in innerster Anteilnahme miterleben lassen. In tiefer Ergriffenheit sah es die Szenen vorüberziehen, die der Spielleiter Heinrich George in immer stärkerer Anpassung an den Heidelberger Schloßhof gegenüber früheren Aus­führungen sehr gewandelt hat. Es ist jetzt eine aus drei Bearbeitungen erwachsene, aber auch stark mit eigenen Regieleistungen durchsetzte Heidelberger George-Aufführung von besonderer Prägung, die auch diesmal wieder neue Lichter aufweist und den Götz sehr in den Vordergrund treten läßt, so sehr auch Goethe selbst in feiner ersten Bearbeitung adelheidisch" geworden war. Mehr noch als früher wird vom Spielleiter diesmal der Palast zur Ku­lisse, bald als Ausgangspunkt glanzvoller Zuge, bald als grellrotes Fanal der Bauernknegskampfe, oft aber auch nur als zauberischer Hintergrund stimmungsvoller Szenen gestaltet.

Die Aufführung war getragen in erster Lmie von der großen Darstellungskunst Heinrich G e o r- g e 5, der den Götz als kernigen deutschen Ritter, als furchtlosen Streiter, aber auch als liebevollen Familienvater, als treuesten Freund feiner Freunde und als gutmütigen und gutgläubigen Helfer der Schwachen gestaltete; eine wundervolle Mischung von Größe und erdgebundener Menschlichkeit. Neben Georges Götz finden wir wieder Lina Carstens als seine Frau schlicht und bieber,. (Kernens H ässe als prächtig-lebendigen Knappen Georg. Elise Knott spielt die Marie, Alice Verden die Adel­heid, Walter S u e ß e n g u t war ein eindrucksvoller Weißlingen, Kuhlmann ein kerniger Lerse. Da­neben Wittgens als Selbitz, Bäuerle als Sickinaen, K o 11 e n k a m p als Kaiser. Mit der von Leo Spieß schon früher geschriebenen Musik, mit der lebendigen Gesamteinrichtung und mit den prächtigen Kostümen ist derGötz" em neuer Höhepunkt der Heidelberger Reichsfestspiele.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Das atlantische Hochdruckgebiet hat einen kräfti­gen Ausläufer auf das Festland vorgeschoben, unter dessen Einfluß sich eine allaemeine Wetterberuhl- gung eingestellt hat. Da Westdeutschland aber noch immer im Bereiche sehr feuchter Luftmassen liegt, kommt es bei teilweiser Aufheiterung zu verbreite­ten Gewitterstörungen. Bei im allgemeinen etwas höherliegenden Temperaturen sind anhaltende Regenfälle nicht zu erwarten.

Aussichten für Donnerstag: Der- änderliche Bewölkung mit nur vereinzelter Aufhei­terung und Neigung zu gewittrigen Niederschlagen, Tagestemperaturen um 20 Grad etwas schwül, schwache Winde.

Aussichten für Freitag: Fortdauer der teilweise aufgeheiterten zu gewittrigen Störungen neigenden Witterung.

Lufttemperaturen am 21. Juli: mittags 19,6 Grad Celsius, abends 15,7 Grad; am 22. Juli: morgens 14,2 Grad. Mäximum 21 Grad, Miffimum heute nacht 12 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Juli: abends 19,4 Grad; am 22. Juli: mor­gens 16,7 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 3,6 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. 23er- antwortlich für Politik und für die Bilder i. 23.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. 23. Hans Thein. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'fche Univerfitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

182. Am 29. Juli morgens werden die französischen Teilnehmer nach Berlin abfahren.

Lebenslanges Zuchthaus für einen Landesverräter.

Der Volksgerichtshof in Berlin hat durch Urteil vom 21. Juli den 35jährigen Walter S ch w e r d t - e g e r aus Berlin wegen Landesverrats zu le­benslangem Zuchthaus und zu dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.

Vier Bergsteiger an der Eiger Nordwand vermißt.

Aus Bern wird berichtet: Am Samstag find vier Alpinisten, und zwar die Deutschen Engerer und Rainer sowie die Oesterreicher H i n d e r - ftoiffcr und Kurz, zur gemeinsamen Bezwin­gung der fast unbesteigbaren Nordwand des 3975 Meter hohen Eiger in den Berner Alpen aufge­brochen. Nach zwei Nachtbiwaks an der Eigerwand haben sie die Besteigung aufgegeben und den Ab­stieg begonnen. Am Dienstag waren die vier durch Lawinen und Steinschlag gefährdet und befanden sich nur 150 Meter vom Stollen der Jungfraubahn entfernt. Eine Rettungsaktion durch Bergführer mußte wegen Nebels unterbleiben. Die Alpinisten müssen jetzt schon ihr viertes Nachtlager bezogen haben. Man betrachtet ihre Lage als sehr gefähr­lich. Zur Rettung der vier Alpinisten ist heute um 4.30 Uhr eine Führerkolonne, bestehend aus den besten Bergführern von Wengen, abgegangen. Man konnte am Mittwoch früh beobachten, daß die Kletterer unbeweglich an ihren Seilen hängen. Nur einer von ihnen gibt noch Lebenszeichen von sich.

Vrückeneinslurz.

Die Stahlbrücke der Reichsautobahn, die über die Reichsbahnstrecke ZuffenhausenCalw zwischen den Bahnhöfen Kornthal und Ditzingen und über die Straße DitzingenWeilimdorf führt, ist aus noch nicht festgestellter Ursache eingestürzt. Eine auf der Strecke befindliche Leerlokomotive ist unmittelbar nach dem Einsturz auf die herabgefal­lenen Trümmer aufgefahren. Der Lokomotivführer und der Heizer wurden dabei verletzt, zum Glück jedoch nicht schwer. Die Aufräumungsarbeiten sind sofort ausgenommen worden. Die Untersuchung der Ursache des Einsturzes ist im Gange.

Retlungslat eines deutschen Jungen in Dänemark.

Eine schöne Rettungstat hat am Dienstag ein deutscher Junge vollbracht, der in Dänemark seine

folglos.

Französisches Militärflugzeug abgestürzt.

Cin Militärflugzeug der 12. französischen Luft- Brigade in Reims ist etwa sechs Kilometer von Troyes entfernt im Nebel gegen einen Hügel geflogen. Es wurde vollständig zerschmettert. Die beiden Insassen, ein Oberstleutnant und sein Ad­jutant, waren auf der Stelle t o t.

Französischer Autobus stürzt in einen Abgrund.

Ein großer Autobus, der den Fremdenverkehr zwi­schen Paris und Nizza versieht, stürzte in der Nähe von Draguignan infolge falscher Steuerung i n einen 45 Meter tiefen Abgrund. 17 Rei- sende und die beidenWagenlenker wurden lebens­gefährlich verletzt.

Küstendampfer in Seenot.

Nach einer Meldung aus Manila sandte ein Küstendampfer mit 43 Mann Besatzung 808-Rufe aus. Das Schiff ist offenbar während eines Taifuns an der Küste der Insel Luzon auf ein Felsenriff auf­gelaufen.

Kunst und Wiffenschast.

Oie Bayreuther Festspiele.

Das Programm der Bayreuther Fest- spiele sah für Dienstag die zweite Ausführung desL o h e n g r i n" vor. Der Führer wohnte auch dieser Aufführung bei. Die Titelrolle wurde wieder von Franz Völker gesungen. Auch bei der Dienstagaufführung ernteten die Künstler und Künstlerinnen wieder reichen Beifall, der auch dem Dirigenten Staatsrat Dr. Wilh. Furtwängler, dem Leiter der Gesamtinszenierung Staatsrat Heinz Tietjen und denjenigen Künstlern galt, die auf dem Programm für bestimmte Sonder­gebiete verantwortlich zeichnen. Unter diesen sind besonders der Leiter der Chöre, Friedrich Jung (Berlin), der Leiter der musikalischen Vorbereitung, Karl Kittel (Bayreuth), der Leiter der Gesamt­ausstattung, Emil Preetorius (München), so­wie der Leiter des Kostümwesens, Kurt Palm (Berlin) und der technische Oberleiter, Paul Eber­hardt (Bayreuth), hervorzuheben. Das Festspiel­programm sieht für Mittwoch einen Ruhetag vor, der den Künstlern nach ihren großen Leistungen eine kurze Erholung bieten wird. Es folgt dann an den letzten vier Tagen der Woche die erste dies­jährige Ring-Ausführung.

Am Schluß des zweiten Aufzuges derLohen- grin"-Auftührung am Dienstag begab sich der Führer nachdem der Vorhang gefallen war

Ferien verbringt. In der Nähe von Fredericia an der Küste des Kleinen Belt war er mit dem ältesten Sohn seines Gastgebers und einem gleich­altrigen Mädchen mit einem Prahm hinausge­fahren, der 100 Meter vom Land entfernt kenterte. Von den Kindern konnte nur der deutsche Junge schwimmen. Er brachte zuerst das Mädchen m Sicherheit und schwamm erneut hinaus, um den Jungen zu retten. Dieser war jedoch schon unter­gegangen und von der Strömung weggespült wor­den. Das Unglück spielte sich vor den Augen der Gastgeberin ab, die ins Wasser gesprungen war, um Hilfe zu leisten. Ihre Kräfte verließen sie aber doch konnte sie in bewußtlosem Zustande an Land gebracht werden.

Im Sägemehl erftkfL

In Neustadt an der Weinstraße ereignete sich bei derJbag" ein tödlicher Betriebsunfall. Der 18jährige Hilfsarbeiter Willi Sch anz e n- bächer wollte mit einem Arbeitskameraden den Sägemehlbehälter reinigen. Dabei fiel er von oben durch den Sägemehlkanal. Das gestaute Sagemehl gab nach, und der Junge erstickte, ehe er aus seiner Lage befreit werden konnte.

Drei Menschen vom elektrischen Strom getötet.

In Linkenheim bei Karlsruhe ereignete sich durch das Reißen eines Elektrizitätsdrahtes cin schweres Unglück. Ein Radfahrer namens Heinrich Wetz­stein streifte mit feinem Rad den auf dem Boden liegenden Draht und stürzte, vorn Strom getroffen, zu Boden. Zwei junge Leute, die 24jährige Toch­ter des Bahnarbeiters Nagel und der 19jahrlge Leopold H ä u f e r , die zur Hilfeleistung herbeieilten, wurden bei dem Versuch, den Draht zu entfernen, gleichfalls vom Strom getroffen. Wiederbelebungs­versuche blieben bei den drei Verunglückten er»

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