Ausgabe 
22.7.1936
 
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Mittwoch, 22. Zu» 1956

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 169 Zweites Blatt

Hohlspiegel das Olympische Feuer entzündet.

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großen Spiele.

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Von Tschammer und Osten, Reichssportführer und Präsident des Deutschen Olympischen Komitees.

3000 Läufer sind unterwegs von Olympia bis Berlin. (Olympisches-Komitee-M.)

bei der Bewerbung politische Momente in die Wagschale geworfen wurden. Der Präsident des IOC. erklärte, daß die Spiele nicht zum Handels- objekt von Politikern werden dürften, und verschob die Entscheidung auf den 29. Juli d. I. Inzwischen ist außer Tokio, Helsingfors und Rom noch London als Bewerber aufgetreten."

Sie kennen, wie kaum ein zweiter, die Ver­hältnisse im deutschen Sport der Vorkriegs- und Nachkriegszeit. Sie haben an dem großen Einl- gungswerk, das sich nach dem Willen des F ü h - rers im deutschen Sport vollzog, vollen Anteil gehabt. Würden Sie mir den grundlegenden U n - ter schied zwischen dem Gestern und Heute umreißen?"

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5 Thyriot; Anzeigen- Inhalt der 36: 9400. Buch- und in Gießen- ich 25 Pf. Pf. mehr. igs 15 Pf-,

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holte er sich noch zweimal die Meistertitel im Zehn­kampf und gleichzeitig auch im Kugelstoßen. Nach dem Ausscheiden aus dem Wettkampfsport aktiv ist er bis auf den heutigen Tag geblieben wurde er Sportwart der deutschen Leichtathleten, deren Führung er 1932 übernahm und auch nach der Einigung im deutschen Sport beibehielt.

Dr. Karl Ritter von Halt ist Mitglied des In­ternationalen Olympischen Komitees, des Organi­sationskomitees für die XI. Olympischen Spiele und des Deutschen Olympischen Ausschusses. Unsere erste Frage galt daher dem Modus, nach dem die Spiele vergeben werden, da hierüber immer noch Unklarheiten bestehen. .Immer ein Jahr vor der Durchführung der Spiele", erklärte Ritter v o n Halt,erwerben sich gewisse Städte, nicht die Länder, um die Spiele. Die Mitglie­der des IOC. prüfen die von diesen Städten für die Durchführung getroffenen Maßnahmen und fal­len dann die Entscheidung. Sie ist ein Jahr vor den Spielen in Los Angeles 1931 in Barcelona zugun­sten Berlin gefällt worden, das ja schon 1916 Aus­tragungsort sein sollte." Und warum ist 1935 tn Oslo keine Entscheidung getroffen worden?Weil

Grab des unbekannten Soldaten vorbei durch Athen getragen. Der Weg ging dann zunächst u b e r Eleusis nach Theben. Längs der Straße tand die Bevölkerung, die den Läufern Blumen zuwarf und frohe Grüße nachrief. Um 2 Uhr nachts wurde Theben erreicht, wo die ganze Stadt auf­geblieben war und von allen Kirchen die Glocken läuteten. Gegen 6 Uhr morgens langte die Fackel in Levadia, dem griechischen Manchester, an. Das Olympische Komitee an den Führer.

Das Griechische Olympische Komitee hat aus Olympia an den Führer und Reichs­kanzler folgendes Telegramm gerichtet,Wir mel­den von Land zu Land, die Fackel ist gestartet, die olympische Idee zu verewigen.

Olympisches Komitee.

N i k o l a i d i s."

Der Führer hat hierauf wie folgt geantwortet: Ich danke für die Meldung vom Start der olympischen Fackel. Möge sie glücklich in Berlin eintreffen und hier alsbald die olympische Flamme entzünden, die der XI. Olympiade zu erfolgreichem Verlauf leuchten soll. Adolf H i t l e r."

Der Reichssportführer an den Kronprinzen von Griechenland.

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Der erste Läufer Konstantin K o n d y l i s läuft mit der Fackel vom Altar, von den Segenswünschen der Menge begleitet. (Sämtliche Bilder: Scherl-Bilderdienst-M.)

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Reichssportführer von Tschammer und O st e n hat an den K r o n p r i n z e n von Grie­chenland folgendes Telegramm gesandt:

Ew. Königlichen Hoheit als dem Präsidenten des griechischen Olympischen Komitees, sowie dem ge­samten griechischen Volk übermittle ich mit dem Ausdruck der innigsten Teilnahme an der hlston- schen Stunde des Starts zum großen Olympm- Fackellauf meine herzlichsten Grüße und Wunsche. Möge mit der Flamme der Fackel zugleich der klassische olympische Geist nach Berlin getragen werden und so den Spielen die rechte Weihe geben. Das ist der heiße Wunsch aller Teilnehmer an dem

Friedenswerk der modernen olympischen

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dahin.

Als der Läufer die griechische Hauptstadt erreicht hat, hört man immer wieder die RuseW e r o - lino, Werolino" (Berlin) oderGermania, Germania" (Deutschland). Der Lauf führt über die Heilige Straße. Der Läufer erreicht das Theseion, den besterhaltenen griechischen Tempel, und er­klimmt. von vielen Menschen begleitet, den heiligen A k r o p o l i s f e l s e n. Ein unvergeßlicher Augen­blick, als der Fackelläufer vor dem Parthenon, auf dem vor diesem errichteten Altar das heilige Feuer entzündet, das während der Berliner Olympiade ununterbrochen brennen soll.

Im Gegensatz zu der schlichten, aber erhebenden Feier in Olympia ist die Feier im Athener Stadion als Glanzpunkt der Festlichkeiten in Griechenland anzusehen. Attika ist besonders stolz weil es den Olympia-Sieger im Marathonlauf Louys, den ersten Sieger der Spiele tm Jahre 1896 zu seinen Bürgern zählt. Louys freut sich übrigens, persönlich an den Spielen in Berlin teil- nehmen zu können. . v . ....

Unter feierlichen Klängen wird die griechische Nationalflagge vor dem neu erbauten Altar am Stadion gehißt. Plötzlich kommt Erregung in die Menge' Der Läufer namens Krams ist da. Unter unbeschreiblicher Begeisterung übergibt er dem Bürgermeister Konstantin die Fackel, der nun die Flamme auf dem Altar entzündet. Im gleichen Augenblick und während die Musik und hie Chöre die Olympische Hymne vortragen, wird die Olympische Flagge gehißt. Nun woh­nen der griechische König, der Mimsterrat, das diplomatische Korps und all die anderen Zuschauer

einer ergreifenden Handlung bei: die Fackel wird durch eine der vier Hauptetappen der griechischen Geschichte darstellende Mädchengruppe durchgereicht, um zu bekunden, daß der olympische Geist von der Antike bis in unsere Tage lebendig blieb.

Der Läufer übernimmt nun wieder die Fackel und trägt sie durch Athen bis nach Eleusis zu­rück. Hier teilt sich die Straße. Links geht es nach Korinth, der rechts abbiegende Weg führt über The­ben nach Delphi.

Levadia, 22. Juli. (DNB. Funkspruch. Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Die olympischen Fackelläufer setzten ihren Lauf programmaßlg fort. Gestern abend wurde die Fackel um 20 Uhr am

Olympischer Fackel-Giaffettauf an den klassischen Stätten Griechenlands

Erhebende Feier im Stadion von Athen.

,Zch möchte da zunächst auf die grundsätzlichen Ausführungen des Reichssportführers in der letzten Sitzung des Deutschen Olympischen Ausschusses ver­weisen, die gerade diese Frage eingehend behandeln. Sehen Sie, so führte Ritter v o n H a l t aus, früher gab es neben unserer Organisation noch die mar­xistische, die die Beteiligung an den Olympischen Spielen ablehnte und eine eigene sogenannte Arbeiterolympiade" aufzog. Es gab ferner die verschiedenen konfessionellen Organisationen, da war eine konzentrierte Arbeit, wie sie das Ansehen des deutschen Sports verlangte, einfach unmöglich.

heute hat das Neben- und Durcheinander auf­gehört, wir haben eine einheitliche und straffe Gliederung und Leitung und find nun erst in der Lage, alle Kräfte zusammenzufassen und zum Einsatz zu bringen, hinzu kommt die gei­stige Ausrichtung auf das gemeinsame Ziel, heute weiß jeder, um was es geht, daß er für die Farben des Vaterlandes kämpfend, fein eigenes Ich in den Hintergrund rücken muß. Der Mannschaftsgeist hat eine grundlegende Wandlung erfahren und jeder fügt sich mit Be­geisterung in die Mannschaft ein, weil er den Vorteil einer einheitlichen Leitung und Führung erkennt. Das Entscheidende aber ist die lebendige Anteilnahme des nationalsozialistischen Staates und seines Führers Adolf Hitler.

Der Führer hat durch seinen Beauftragten, den Reichssportführer von Tschammer und Osten, den deutschen Sport zur Einheit zusammengeschmol­zen. Der Führer hat ihm das große Ziel gewiesen. Dem Führer ist die G e st a l t u n g der olym­pischen Kampf st ätten in Garmisch-Partenkir- chen und Berlin in dieser nie dagewesenen Größe und Gewaltigkeit zu danken Die Anteilnahme aller Ministerien aber gilt nicht nur der Ausrichtung der XI. Olympschen Spiele, sondern dem deutschen Sport Überhaupt. Wir treiben nicht Sport um des Sportes willen, sondern weil wir durch planvoll betriebene Leibesübungen im Rahmen der geistigen und charakterlichen Erziehung einen neuen, gesunden Menschen formen wollen. Die Zusammen­fassung aller Kräfte, die geistige Aufrichtung und die lebendige Anteilnahme des neuen Deutschland ergeben die Gesamthaltung des deutschen Sportes."

Zu den Vorbereitungen der Leicht­athleten erklärte Ritter von Halt:Wir haben getan, was wir tun konnten. Schon vor drei Jahren haben wir in ganz Deutschland die am besten Veranlagten ausgesucht und zu größeren Mannschaften zusammengestellt, die planvoll vor­bereitet wurden. Im vergangenen Jahre haben wir aus diesen kleinere Kernmannschaften gebildet, die, durch Spezialsportlehrer besonders geschult, von Kampf zu Kampf geführt wurden, um durch den beständigen Kampf in ihrer Leistungsfähigkeit zu wachsen und kämpfen zu lernen. In diesem Jahre schloß sich ein ganz organischer Aufbau an. Die erste Siebung, der auch die Kernmannschaft unterworfen war, erfolgte bei den Meisterschaften der Bezirke, die zweite bei den Gaumeisterschaften und der letzte Prüfttein waren die deutschen Meisterschaften. Sie waren allerdings nicht allein ausschlaggebend, auch die Sicherheit des Könnens, die Gleichmäßigkeit der Leistung und der Jahresdurchschnitt wurden stark in Erwägung ge­zogen."

Der Wiedererwecker der Olympischen Spiele, Baron Pierre de Coubertin, hat einmal ge­sagt, daß es nicht darauf ankomme, wieviel Me­daillen eine Nation erringt, sondern i n welchem Geiste sie kämpft. Glauben Sie, Ritter von Halt, daß unsere Leichtathleten als Mannschaft bei den Olympischen Spielen in ihrem kämpferischen Einsatz die neue Geisteshaltung des deutschen Sportlers verkörpert werden?"

Das glaube ich nicht nur, davon bin ich festen- fest überzeugt!"

Korinth, 21.Mi. (DNB.) Die Olympische Fackel traf hier um 11.20 Uhr ein. Die reichge­schmückte Stadt empfing mit unzähligen Fahnen und Glockenläuten den Fackelträger Spilioto- p u I o 5. Die Einwohner hatten sich trotz der sen­genden Julihitze auf dem Hauptplatz versammelt. Der Läufer übergab dem Bürgermeister die Fackel, der damit auf einem Altar das Feuer anzündete. Der Festplatz war mit griechischen und deutschen Fahnen geschmückt. Vor dem Altar führten 30 Mädchen einen Nationaltanz auf, der von Leni R i e f e n st a h l gefilmt wurde. Dann wurde der Fackellauf nach Athen fortgesetzt. Der Läufer eilte bei einer Hitze von 35 Grad im Schatten im schnellsten Tempo auf der Straße

Olympia Berlin das größte Sportfest alter Zeiten Eine Unterredung mit Dr Rorl JRifter von Halt

Berlin 21. Juli. (DNB.) Die Vorbereitungen für die XI. Olympischen Spiele 1936 in Berlin sind abgeschlossen, die letzten Meldungen ab- neqeben. Was sich nach dem ersten Meldeschluß ankündigte, ist zur Gewißheit geworden: Die XI. Olympischen Spiele werden das größte Sport­fest aller Zeiten werden! Ein Mitglied der DNB.-Schristleitung hatte Gelegenheit, einen der namhaftesten deutschen Sportführer, Dr Karl Ritter von Halt, den Organisator der IV. Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen, deren vorzügliche Vorbereitung und großartiger Verlauf die uneingeschränkte Bewunderung der ganzen Welt gefunden hat, um die Beantwortung einiger Fragen zu bitten.

Karl Halt war vor dem Kriege der beste deutsche M e h r k ä m p f e r , der sich drei Jahre hintereinander den schönsten Titel, den der olym­pische Sport, die Leichtathletik, zu vergeben hat, die Zehnkampfmeisterschaft holte. 1912 bestritt er den Zehnkampf der Olympischen Spiele in Stock­holm. Im Kriege wurde Karl Halt für eine glan­zende Wa fentat zum Ritter des höchsten bayenschen Ordens geschlagen und geadelt. Nach dem Kriege

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