Gporttag der GS. in Gießen
Von den Wettkämpfen. Beim Weitsprung. (Aufn.: Photo-Pfaff, Gießen.)
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Moskau im Kriegsjahr 1916
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Kunst und Wissenschaft.
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einsetzen, haben wir in den letzten Jahren bewiesen. Wir sind bereit, alles einzusetzen, denn dann gewinnen wir das Leben, rote es vor vielen tausend Jahren unsere Vorfahren gewonnen haben und wie es einmal in tausenden von Jahren wieder gewonnen werden wird, wenn an dieser Stelle die jungen Kameraden und die jungen Bergmänner wiederum stehen.
Der Feuerring der Werkscharen entzündete um den Holzstoß die Fackeln, mit denen das Sonnwendfeuer in Brand gesteckt werden sollte. Ein Bergmann spricht das Lied der Kohlenhäuser und dann singen alle das Lied „Brüder in Zechen und Gruben". Dann erschallt das Ankunftslied am Feuer: „Flamme empor, leuchte uns, führ unser Volk zum heil". Feierliche Ruhe tritt ein, der Feuerring tritt zusammen und entzündet das Sonnwendfeuer, und unter atemloser Stille lauscht die Menge dem vom Hauptamtsleiter für Handwerk Deßler-Andreß vorge- tragenen Feuerspruch.
Drei Kränze werden von den letzten Flammen des sterbenden Feuers verzehrt, einer für die Gefallenen der Arbeit, einer für die Gefallenen des Weltkriegs und der letzte für die Gefallenen der Bewegung. Die Bergleute entzündeten als Symbol ihre Grubenlampen und Fackeln an dem Sonnwendfeuer zum Zeichen dafür, daß sie den Schwur am Feuer unten im Leben der Arbeit wahr machen wollen. Am Sonntag war der Eschenburgturm das Ziel vieler Volksgenossen, die den sportlichen Vorführungen der Werkscharen beiwohnen wollten und am Nachmittag und Abend sich dem Treiben des großen Volksfestes, das gleichfalls ganz unter der Idee der Gemeinschaft stand, Hingaben. Den Abschluß bildete ein großes Höhenfeuerwerk.
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Pitzen, Sturm 1/83 Gießen, mit 60 Punkten; 100-Meter-Lauf: 11.4 Sek., Weitsprung: 5,85 Me-
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Höhenfeuer über Schacht und Hütte
Die Sonnwendfeier des Bergmanns auf der Eschenburg.
Büchertisch.
— Dr. jur. Semjonow : D ie Güter der Erde. Dom haushalt der Menschheit. Eine Wirtschaftsgeographie für Jedermann, mit vielen Bildern von Wilh. Petersen, broschiert 6,75 RM., in Ganz» leinen 8,75 RM., Verlag Ullstein, Berlin. — 156. — Der Gedanke, die ungemein verwickelten Beziehun» gen der Weltwirtschaft einem großen Laienkreise verständlich zu machen, hat gewiß etwas sehr Verlockendes und verdient auch Dank. Denn obwohl die Weltwirtschaft das tägliche Leben bis ins kleinste beherrscht und jede Störung von uns unangenehm empfunden wird, sind die wirtschaftlichen Beziehungen der Nationen und Länder und ihre Hintergründe wie Boden, Klima, Bevölkerung den meisten ein Ding mit sieben Siegeln. Semjonow nimmt den Leser mit auf die Reise nach fernen Ländern und zeigt ihm an Ort und Stelle, wie die Güter erzeugt, gekauft und verkauft werden, die er daheim verzehrt und mit denen er sich kleidet. Dabei versteht es der Verfasser, jeweils mit einem geschichtlichen Rückblick zu zeigen, welche Bedeutung die eine oder andere Güterproduktion im Wandel der Jahrtausende aehabL hat. Ein besonders interessantes Kapitel ist der' Wandel, den das tägliche Brot in all seinen verschiedenen Formen in der Versorgung der Menschheit durch die Jahrtausende hindurch genommen hat, Semjonow bespricht in fesselnder und aufschlußreicher Weise alle Produktionsarten und Anbaugebiete des Rohstoffes Korn und geht dann weiter die verschiedenen wichtigen Lebensrnittel durch. Genußmittel, Textilien, Brennstoffe, Metalle und Edelsteine wer-♦ den in den weiteren Kapiteln in der gleichen Art besprochen. Der leichte, plaudernde Ton seiner Darlegungen wird dem Verfasser gewiß eine große und dankbare Lesergemeinde sichern, wenn auch nicht immer alle Fragen, die durch die Lektüre aufgeworfen werden, ihre hinreichend gründliche Beantwortung finden. Aber daß das fesselnd geschriebene Buch schon dazu anregt, über wirtschaftliche Fragen nachzudenken und die Kenntnis davon durch weiteres Studium zu vertiefen, ist ein großes Verdienst dieses Buches. Die in den Text eingestreuten Zeichnungen von Petersen, erscheinen uns recht häufig allzu phantasievoll, um die an sich doch recht sachliche Materie aufzuhellen. —e
— Familie Igels Wochenende. Bilder von Fritz Baumgarten. Verlag A. Anton & Co., Leipzig. — (122) — Die kugelrunden, stacheligen kleinen Igel sind putzige Gesellen; hier sehen wir in schönen Bildern, wie die ganze Familie Igel in den Wald zum Wochenende fährt, um sich mit Musik und allerlei lustigen Spielen die Zeit zu vertreiben. Da wird geangelt und gerudert, und munter plantschen die Jüngsten im „Pfützensee". Schließlich geht's wieder heim nach Jgeldorf. und die besorgte Jgelmutter ruft: „Marsch, marsch, ins Bett! — 's ist höchste Zeit, damit ihr ausgeschlafen fett)!* — Dieses Bilderbuch wird vielen Kindern Freude bereiten.
Auf den Gießener Sportplatzanlagen herrschte am Samstag und am gestrigen Sonntag Hochbetrieb. Während die sportlichen Wettkämpfe der HI., des Jungvolks und des BdM. ihren Höhepunkt erreicht hatten, wurden auf dem Universitätssportplatz die Kämpfe des 1. Sturmbannes der 83. SS.-Stan- darte ausgetragen. Es war herrlich, diese Jugend im Kampf zu sehen. Ueberall eifriges Bemühen, gute Leistungen zu erzielen und es unseren großen sportlichen Könnern gleichzutun.
Noch während der BdM. feine Wettkämpfe ab» wickelte, trat die SS. zum Schießen an, um hiermit den großenSport- fonntag einzuleiten. Während das Kleinkaliber-
Drogerle Kreuzplatz 10
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ter, Kugelstoßen: 11,23 Meter; Metz: Sturm 4/83 Friedberg, mit 48 Punkten; 100-Meter-Lauf: 12.4 Sek Weitsprung: 5,60 Meter, Kugelstoßen: 9,37 Meter; Bender, Rud., Sturm 3/83 Hungen, mit 47 Punkten; 100-Meter-Lauf: 12.7 Sek., Weit- fprung: 5,12 Meter, Kugelstoßen 10,35 Meter.
hcmdballblihturmer:
1. Sieger: Sturm 4/83 Friedberg mit 3 gern. Spielen' Preis: 1 Medizinball, gest. von Kreis- lettung Gießen; 2. Sieger: Sturm 1/83 freßen nut 1 gern. Spiel, 1 Spiel unentschieden, 3. Sieger- Sturm 2/83 Wetzlar mit 1 gern. Spiel, 1 Spiel unentschieden. (Beim 2. und 3. Sieger entschied die Antrittsstärke von 1/83.)
Geländehindernislauf:
1 Sieger: Sturm 1/83 Gießen mit 446 Punkten; Preis: 1 Medizinball, gest. von KreisleitungI Gießen, 2 Sieger: Sturm 4/83 Friedberg mit 431 Punkten, 3’ Sieger- Sturm 2/83 Wetzlar mit 419 Punkten.
Ein^zelsieger: Kuhl, Sturm 2/83 Wetzlar; Lipski, Sturm 4/83 Friedbera. Zeiten wurden nicht abgenommen, da nur Mannschaftskampf. Dle Elnzel- fieger erhielten für ihre Bestleistungen je eine Sportgarnitur, die von der Firma Poppe und Co. ^^Die Rahme^nkämpfe waren keine Pflichtkämpfe und wurden daher auch nicht in die Gesamtwertung ^/stÄ^en schießen. Offen nur für die Führer der Einheiten inkl. Stab 1/83 Gießen 1. Sieger: SS -Hauptsturmführer Hainbach, Sturmbann 1/83, Stab 1/83 SS.-Standarte. Preis: ein Kleinkalibergewehr, gestiftet vom Oberbürgermeister der Stadt ®s\™\ n t a 1 i b e r f <f) i e 6 e n. 1. Sieger: Sturm 4/83 Friedberg, bestehend aus einer Mannschaft von vier Mann. r .. ,
Keulenweitwurf. Der Keulenweitwurf konnte durch die vorgeschrittene Zeit nicht mehr ausgeführt werden.
und das Pistolenschießen besondere Einzelkämpfe darstellten, bestand der eigentliche Mannschaftskampf aus einem Dreikampf, einem etwa 7 Kilometer langen Geländehindernislauf und einem Handballblitzturnier. Warum gerade der größte Wert derartiger Wettkämpfe auf den Mannschaftskampf gelegt wird, sei in diesem Zusammenhang erwähnt. Im friedlichen, aber harten Wettstreit kämpfen die einzelnen Stürme gegeneinander. Die Leistungen der einzelnen Sturmkameraden werden mit Punkten bewertet, zusammengezählt und die Gesamtpunktzahl ergibt das Ergebnis des Sturmes. Der Sturm stellt also auch hier eine geschlossene Einheit dar, und nur die Leistungen aller, Solidarität im wahrsten Sonne des Wortes, können dem Sturm einen Erfolg bringen.
Und so ist hierdurch der Mannschaftskampf, der zur Mannschaftsleistung führt, erstes und höchstes Gebot in der SS. geworden. Wer also die Wettkämpfe von dieser Seite, von der Seite der Zweckmäßigkeit und des Erfolges aus betrachtet, dem geben sie unsagbar viel, insbesondere deshalb, weil wir noch alle lernen müssen, einer für den anderen, für ein gemeinsames großes Ziel einzustehen.
In echter Kameradschaft und guter sportlicher Haltung nahmen dann die Kämpfe ihren Fortgang, herrliche Sportgestalten, z. T. schon völlig braun gebrannt, kämpften um den Siegeslorbeer. In allen Hebungen wurden durchschnittlich gute Leistungen erzielt, und alle waren eifrigst bemüht, ihrer Mannschaft möglichst viele Punkte zu verschaffen. Nachdem im Handballspielen die Punkte festgestellt waren, traten die Läufer etwa gegen 6 Uhr zum Geländehindernislauf an. Die Strecke führte über Landstraßen, unebenen Waldboden, durch Sand- gtäben, über künstlich geschaffene Hindernisse hinweg zurück zum Sportplatz, auf dem noch eine Runde gelaufen werden mußte. 36 Läufer traten zum Start an und bildeten somit 3 Mannschaften. Wenn man bedenkt, daß dieser Lauf bei drückender Hitze gestartet wurde, über recht schwierige Hindernisse führte und alle Läufer das Ziel in guter Zeit erreichten, so verdient dieser Mannschaftskampf eine besondere Beachtung und gibt einen Einblick, mit welcher Sorgfalt in der Schutzstaffel an der körperlichen Ertüchtigung jedes einzenlen SS.-Mannes gearbeitet wird.
Eine eingelegte Ruhepause, die jedem Gelegenheit gab, sich tüchtig zu stärken und zu erholen, leitete über zum Marsch auf den Bismarcksturm, auf dem die Siegerehrung, verbunden mit der Sonnwendfeier ftattfanb.
Die Ergebnisse
(öefamtroerlung der pflichlkänipfe:
1. Sieger: Sturm 4/83 Friedberg mit 6.117 Punkten; Preis: 1 Kleinkalibergewehr, gest. vom Gießener Anzeiger; 2. Sieger: Sturm 1/83 Gießen mit 5.855 Punkten; Preis: 1 Handball, gest. von der Bezirks- sparkasse Gießen; 3. Sieger: Sturm 2/83 Wetzlar mit 4.978 Punkten; 4. Sieger: Sturm 3/83 Hungen mit 4.335 Punkten.
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(Dillkreis).
LPD. Aus der E s ch e n b u r g, 21. Juni. Eine der eindrucksvollsten Sonnenwendfeiern war die Feier des deutschen Bergmanns aufder Eschenburg bei Dillenburg, die bei dieser Gelegenheit geweiht und ihrer Bestimmung zugeführt wurde. Die Eschenburg, der „Turm des deutschen Bergmanns", war das Ziel zahlreicher Abordnungen der Bergleute aus allen deutschen Gauen, vom Ruhrgebiet bis zum äußersten Schlesien. Mit ihren schlichten Trachten aber farbenfrohen Kopfbedeckungen gaben sie der Veranstaltung das Gepräge. Schon lange vor Einbruch der Dunkelheit strömten die Menschenmassen nach der Dietzhölztaler höhe, auf deren höchsten Gipfel 580 Meter über dem Meere sich der 41 Meter hohe Turm der Eschenburg erhebt. Dor dem Turm war ein großer Platz hergerichtet worden, in dessen Mitte sich ein viele Meter hoher Holzstoß befand mit einem Runenkreuz als Abschluß, der zu Beginn der Sonnenwenfeier angezündet wurde. Um dieses offene Viereck hatten alle Gliederungen der Partei und Tausende von Bergleuten Aufstellung genommen. Nach kurzen Ansprachen von Kreisleiter Seyer, Gauwalter der DAF. Willy Becker und Reichsbetriebsgemeinschastswalter Pg. Padberg- Bochum erklärte der B^rghauptmann Pg. M a n d e rb a ch die Bedeutung der Eschenburg, hier sei schon vor 3 000 Jahren von den Bergleuten das Eisen geborgen worden, für Waffen und für Pflüge, für die Verteidigung und die Ernährung des Volkes, hier an der Eschenburg, wo an der Stelle eines jetzigen Lagers der Werkscharen eine großzügige Erholungsstätte für den Bergmann erstehen soll, werde er sich neue Kraft für sein hartes Dasein schöpfen.
Der Leiter des Obersten Ehren- und Disziplinar- hofes der DAF., Dr. von Renteln, überbrachte die Grüße der Reichsleitung der Partei und der Deutschen Arbeitsfront. Es gibt unter allen Lebensgesetzen eines, das das Allesbeherrschende ist, das Gesetz der Arbeit. Niemand ist so sehr an dieses Gesetz gebunden wie der deutsche Bergmann. Daß wir als junge Generation nicht feige vor schwerer Arbeit zurückschrecken, sondern uns mit ganzer Kraft
Staatsrat Simon-Koblenz sprach zu Herzen gehende Abschiedsworte. In M.-Gladbach wurden die sterblichen Ueberreste des Dichters mit allen Ehren empfangen und zur väterlichen Schmiede geleitet, in der die Aufbahrung erfolgte. Die letzte Auf- bahrung erfolgte dann im Städtischen Haus der Heimat. Dann erfolgte die feierliche Beisetzung in dem Ehrengrab, das ihm die Stadt M.-Gladbach ausgerichtet hat. .
Der Reichsminister für Dolksaufklarung und Pro- paganda, Dr. Goebbels, hat an die Gattin des verstorbenen Dichters Heinrich Lersch, Frau Erika Lersch, Bodendorf im Rheinland, das folgende Bei- leidstelegramm gesandt: „Zum unerwarteten Tode Ihres Gatten spreche ich Ihnen mein herzliches und aufrichtiges Beileid aus. Dem deutschen Volke, zu dem er sich stets aus ganzem Herzen bekannt hat, wird Heinrich Lersch und sein dichterisches Werk unvergessen bleiben/
Des Führers Glückwünsche
an den Allgemeinen Deutschen Musik-Verein.
Auf das Treuegelöbnis der Teilnehmer an der Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins antwortete der Führer und Reichskanzler mit folgendem Telegramm: „Den zur Feier des 75jährigen Bestehens des Allgemeinen deutschen Musik-Vereins in Weimar versammelten Tonkünstlern danke ich für die mir telegraphisch übermittelten Grüße, die . ich mit den besten Wünschen für weitere erfolgreiche Arbeit im Dienste deutscher Kunst herzlichst erwidere.
Adolf Hitler."
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