Ausgabe 
22.6.1936
 
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Ernst Fleck in gutem Stalle stehen. Sie wurden beide im Jahre 1933 vom Jnf.-Regt. 15 gelaust und haben auch nebeneinander den Weltkrieg mitgemacht.

Besonderer Erwähnung bedarf noch der H e n g st S) a n s , ein ausgezeichnetes und schönes Tier, das seinen Besitzer Herrn Zülch schon im Weltkrieg trug, mit ihm zurückkehrte und ihm auch heute noch als Reittier dient. Hans ist über 22 Jahre alt und sieht aus wie ein Sechsjähriger!

Zur Ehre und Würdigung der vierbeinigen Kriegs­kameraden hielt Direktor Dr. Keller eine An­sprache. Er schilderte die Leistungen der Pferde, die auf Vormärschen in Rußland und auf anderen Kriegsschauplätzen bei jedem Wetter Reiter oder Wagen oft hundert Kilometer am Tage vorwärts zu bringen hatten, die Geschütze durch den Schlamm in Flandern oder auf die Pässe der Karpathen zogen und dabei ihre ganze Kraft gaben. Pferd und Mann wuchsen draußen zusammen, hielten zusammen in mancher Schlacht. So manches Pferd mußte hun- oern und kam von allen Kräften. Das Jahr 1918 habe aber, so führte der Redner weiter aus, das Drama des Kriegspferdes in ganzem Ausmaß erken­nen lassen: über 1J4 Millionen Pferde dienten dem Heer im Weltkrieg, etwa 600 000 wurden unmittel­bare Opfer des Feldzugs, über 300 000 konnten nicht in die Heimat zurückgebracht werden und nur etwa 300 000 Pferde sahen das Vaterland und die heimat­lichen Fluren wieder. Heute leben von den 300 000 Pferden nur noch etwa 3200. Sieben davon in Gießen!

Direktor Dr. Keller wies darauf hin, daß gute Behandlung das einzige Ziel sei, was den Tieren in dankbarem Gedenken werden könne. Erfreulich fei

es, daß Tierfreunde durch Haferspenden und U e b ein a j m e von Patenschaften für Kriegsp7?tde den wirtschaftlich weniger leistungs­fähigen Besitzern die gute Haltung eines Kriegs- pferdes ermöglichen. Für das Verständnis, das dem Tier in der Gegenwart entgegengebracht werde, |ei man nicht zuletzt auch dem Dritten Reiche und denr Führer Anerkennung schuldig. Deutschland sei mit seinem neuen Tierschutzgesetz vorbildlich für eine ganze Welt geworden. Das Tier sei nicht mehr nur Sache. Tierschutz sei keine Gefühlsduselei, sondern kulturelle Aufgabe eines hochstehen- den Volkes.

Die Pferde wurden dann mit Tannenkränzen ge­schmückt und den Besitzern die Porzellanschilder zur Befestigung am Geschirr der Pferde überreich^ Em Kamerad aus den Reihen der Reiter-SA. machte sich zum Schluß zum Wortführer der Pferde und sagte in ihrem Namen herzlichen Dank für Ehre und Anerkennung.

Wir Menschen können nicht wissen (viele werden es verneinen!) ob den Pferden in dieser Stunde be­wußt war, daß alle Gedanken der Teilnehmer an dieser Feier ihnen galten; sie können es vielleicht auch nicht wissen, empfunden und erfühlt haben sie aber sicherlich, daß der Tag für sie ein besonderer war. Mehr zu tun, als gute Pflege zu geben und dem Tiere Liebe fühlen zu lassen, wird dem Menschen nicht möglich sein. Wichtig für uns Menschen selbst ist aber, daß unser Verhältnis zum Tier immer besser und inniger wird!

Oberheffen.

Oie Zugendwettkämpfe in Wieseck.

W i e s e ck, 21. Juni. Die Jugendwettkämpfe der hiesigen Volksschule wurden in der vergangenen Woche unter Leitung von Turnlehrer Heller aus­getragen. Insgesamt nahmen 216 Schüler und Schülerinnen der in Frage kommenden Schuljahre teil. Davon erhielten 87 die Siegernadel, allo über 40 vom Hundert. Dieses außerordentlich gün­stige Ergebnis ist vor allem auch auf die fleißige Arbeit des Turnvereins zurückzuführen, der auch auf dem Gebiet des Schülerturnens, eine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Die Höchstpunktzahl errang in der Altersstufe 1 (von 10 bis 11 Jahren) Walter Loth mit 270 Punkten. Es folgen Rudolf Schäfer 246 P.; Walter Stolzenauer 239 P., Krei­ling 232 P.; Herbert Luh 225 P.

Von den Mädchen waren in gleicher Alters- stufe Sieger Gertrud Sommerlad mit 231 P., Emmi Völzel 197 P., Anni Schäfer 187 P., Hilde­gard Dölzel 187 P.

In Altersstufe 2 (11- bis 12jährig): Erwin Mank 253 P., Karl Balser 216 P., Otto Pausch208 P., Helmut Wißner 206 P., Kurt Völzel 203 P; von den Mädchen Anni Deibel 227 P., Hilde Sommerlag 221 P., Emmi Haas 211 P., Hedwig Müller 202 P., Beatrix Augstein 201 P.

In Altersklasse 3 (12- bis 13jährig): Ernst Will 250 P., Erwin Bernhardt 239 P., Karl Hof­mann 218, Hans Luh 216, Helmut Döringer 210 P.; vvn den Mädchen Elfriede Velten 198 P., Emmi Seibert 197 P., Emmi Bierau 196 P., Elfriede Stephan 185 P. und Marta Noll 180 P.

In Altersklasse 4 (13- bis 14jährig): Herta Euler 223 Punkte; Liselotte Kling 205; Else Schnei­der 202 Hildegard Seibert 201; Emmi Spuck 198; von den Knaben: Erwin Schreiner 255; Otto Schä­fer 248; Rudolf Größer 240; Hermann Wacker 197 und Willi Mohr 195 Punkte.

Von den 53 angetretenen Fortbildungsschüle­rinnen blieben 7 Sieger, nämlich Anneliese Döbus mit 216 Punkten; Hilde Dapper 209; Gertrud Dech 199; Else Lotz 184; Lina Rodenhausen 180; Irma Braun 185 und Gerda Frey 180 Punkte.

Am Samstag fanden unter Leitung von Fähn­leinführer T a e s l e r (Gießen) die Mannfchafts- tämpfe der HI. statt. Es «ergab 67 Sieger im Ein­zelwettkampf. Es kamen also gegenüber den Schü- lerwettkäwpfen noch 17 hinzu, die 180 Punkte er­reichten. Die Wettkämpfe der BDM. am Sonntag­morgen ergaben 10 Sieger

Schwimmbad-Einweihung in Bad Vilbel.

LPD. B a d D i l b e (, 20. Juni. Bad Vilbel weihte am Sonntag sein neues Schwimmbad ein, das ein Schmuckstück im Kranze der rhein-mainischen Bä­der und eine wertvolle Abrundung der Bade- und Erholungsanlagen der Stadt Vilbel darstellt. Um das Schwimmbecken, das eine Länge von 50 und eine Breite von 20 Meter hat, gruppieren sich neben einem 10 Meter hohen Sprunaturm ein Plansch­becken für Kinder, ein Becken für Nichtschwimmer

und eine große Liegewiese. Da sich an das Schwimmbad der Sportplatz einschlieht, verfügt Bad Vilbel jetzt über Anlagen, die ein Mittelpunkt sportlicher Ereignisse zu werden versprechen.

Die Einweihungsfeier fand am gestrigen Sonn­tag statt. Zahreiche auswärtige Vereine und Sport­ler wirkten mit.

Wiederherstellungsarbeiten an einer oberhessischen Burg.

LPD. Alsfeld, 21. Juni. Im Laufe der kom­menden Wochen werden umfangreiche Wiederherstel­lungsarbeiten an der Burg Herzberg durchge­führt werden. Zunächst wird es sich um die Frei­legung weiterer Burgteile handeln, wodurch insbe­sondere die Wendeltreppe nach dem Verlies des im inneren Burghof gelegenen Rittersaalturmes frei­gelegt werden soll. Ferner ist. geplant, an oem Mauerwerk der Burg dringliche Ausbesserungsarbei­ten vorzunehmen.

Landkreis Gießen.

* Großen-Buseck, 20. Juni. Der Erbhof­bauer Oskar Stephan, 24 Jahre, erkrankte nach einem Insektenstich und erlittenem Sonnenbrand so schwer, daß er im bedenklichen Zustand nach Gießen in Krankenhausbehandlung eingeliefert wer­den mußte.

= Wirberg, 19.Juni. Die Sammlung für dieJnnereMissionaml3. und 14. Juni hatte in der hiesigen Pfarrei folgendes Ergebnis: Rein- hardshain 10 RM., Göbelnrod 14,65 RM., Belters­hain 19,91 RM., Harbach 8,50 RM. und Veitsbera- Saafen mit Bollnbach 19 RM., zusammen also 72,06 RM.

* Garbenteich, 20. Juni. Der 24jährige Bergmann Ludwig Feuster zog sich bei der Ar­beit eine erhebliche Kopfwunde zu, die seine Aufnahme in die Chirurgische Klinik nötig machte.

s. Lang-Göns, 21. Juni. Am 24. Juni feiert Frau Katharine Förster Wwe., geb. Müller, ihren 8 3. Geburtstag. Frau Förster ist im Haushalt noch äußerst tätig und beaeht ihren Ge­burtstag in größter geistiger und körperlicher Frische.

Kreis Friedberg.

Lpd. Friedberg, 21. Juni. Ein Schweinehänd­ler aus Lampertheim erlitt mit feinem Personen­wagen, dem ein Anhänger angehängt war, in Fried­berg eine Panne. Durch dos Schreien der Tiere wurde die Polizei aufmerksam und unterzog den Wagen einer Durchsicht. Man entdeckte dabei in zwei Kisten mit einer Bodenfläche von etwa vier bis fünf Quadratmeter 55 Ferkel eingepfercht. Acht Tiere waren bereits erstickt, zwei weitere Ferkel verendeten unmittelbar nach der Ausladung. Gegen den Händ­ler wurde Anzeige wegen Tierquälerei erstattet.

Kreis Schotten

# Groß-Eichen, 19. Juni. Zur letzten Schicht eingefahren ist heute der verstorbene Bergmann Mathias Seibert. Die Führung und die Ge­folgschaft der Gewerkschaft Louise war dazu in

ihrem Knappenkleid erschienen, um ihrem toten Arbeitskameraden das letzte Geleit zu geben. Die Bergwerkskapelle unter Leitung von Dirigenten Biedenkopf spielte am Trauerhaus das LiedJesus, meine Zuversicht". Nach den Worten des Pfarrers Samerau setzte sich der stattliche Zug Inl Bewe- qunfl. Auf dem Friedhof spielte die Musik das Lied vom guten Kameraden. Pfarrer Dame rau schilderte das Leben des Verstorbenen, der über 30 Jahre hindurch als Bergmann gearbeitet hat, der feiner Familie ein sorgender Vater war und während des Weltkrieges fein Vaterland an der Westfront verteidigte. 1918 in französische Gefan­genschaft geriet und 1920 wiederkehrte. Als Führer der Gefolgschaft der GewerkschaftLouise" sprach Direktor Sorg sich lobend und anerkennend über den Verstorbenen aus. Ganz besonders lobte er dessen fachliches Wissen. Dann rief der Direktor dem Entschlafenen ein letztesGlück auf" zu und. legte im Namen des gesamten Bergwerksvorstan-1

des einen Kranz nieder. Sodann gab der Krieger- verein feinem Kameraden die letzte Ehre.

Kreis Alsfeld.

Homberg, 21. Juni. Aus Anlaß der Sommersonnenwende veranstaltete der Arbeitsgau XXII des Reichsarbeitsdienstes heute einen Sternstaffellauf, der die Herchen- Hainer Höhe als Endpunkt hatte. Gegen 17.30 Uhr kam der Läufer mit den Urkunden aus Lagern des Gauqebietes, die in einer Kassette sorgsam verwahrt waren, in Homberg an. An der Adolf-Hitler-Linde überreichte Feldmeister Schmück im Auftrag der Arbeitsdienstabteilung 1/223 Homberg dem Über­bringer eine Urkunde. Dann setzte der Läufer seinen Weg fort. Diese Urkunde brachte das Treue­bekenntnis und die Verbundenheit der Führer und Arbeitsmänner mit dem Reichsarbeitsführer zum Ausdruck.

Wirtschaft.

Werbung für den deutschen Wein.

LPD. Mainz, 17. Juni. Die im vorigen Jahr durchgeführte Weinwerbung durch Weinfestwochen, Weinpatenschaften und dergl. hat einen derart gu­ten Erfolg auf den Weinabsatz gehabt, daß man in diesem Jahr die Veranstaltungen in verstärktem Maße durchführen wird. Die Werbung wird in diesem Jahr erstmalig zentral in Verbindung mit dem Weinfach im Reichsnährstand durchgeführt. So ist Gewähr für eine ebenso wirkungsvolle wie planmäßige Weinwerbung gegeben. Un­ter den Weinwerbungen nehmen die Studien- und Vergnügungsfahrten eine besondere Stelle ein. So sind zu nennen die Fahrten der NSG.Kraft durch Freude" nach der Deutschen Weinstraße, sowie die Studienfahrten der Deutschen Arbeitsfront, die für die Angehörigen des Gaststätten- und Beherber- gungswefens ab 6. Juli in den Rheingau und nach Rheinhessen durchgeführt werden. Diese Fahrt ist besonders wichtig, weil hier die Volksgenossen, die als Gastwirte, Hotelbesitzer, Kellner oder Köche be­ruflich dauernd mit Wein zu tun haben, mit dem deutschen Qualitätswein an Ort und Stelle durch Besichtigungen von Weingütern, Kellereien, Wein­brennereien und Sektkellereien, sowie durch Wein­proben bekannt gemacht werden. Die Vergnügungs­fahrten in deutsche Weinbaugebiete dagegen gewin­nen dem deutschen Weinhandel viele neue Freunde.

Unter den größeren Weinwerbungen im Herbst sind vor allem der Mainzer Weinmarkt vom 29. August bis 1. September und das Rheingaufest in Wiesbaden vom 4. bis 6. September zu nennen.

Rhein-Mainische Börse.

Tendenz ruhig.

Frankfurt a. M., 20. Juni. Da wenia Kund­schaftsaufträge Vorlagen, bewegte sich die Umsatztätig­keit an der Wochenschlußbörse in engsten Grenzen. Am Chemiemarkt notierten Farben 172 bis 172,25 (172,25), Goldschmidt wurden mit 114,50 (114,75) ge­nannt. Elektrowerte lagen uneinheitlich, Siemens konnten 0,75, Lahmeyer 0,50 v. H. gewinnen, wäh­rend Schuckert 1 v. H., RWE. 0,40 v. H. verloren. Am Montanmarkt waren durchweg leichte Kursrück­gänge zu verzeichnen, mit Ausnahme von Mannes­mann, die mit 101,25 v. H. behauptet lagen, und Rheinstahl, die 0,13 v. H. gewinnen konnten, dagegen Vereinigte Stahlwerke um 0,65 v. H. auf 95,25 v. H. ermäßigt, Klöckner minus 0,75 v. H., Hoesch minus 0,40 v. H. Verkehrswerte wiesen leichte Befestigungen auf, Hapaa und Norddeutscher Lloyd konnten sich um je 0,25 v. H .erhöhen. Bauwerte uneinheitlich, Julius Berger plus 1 v. H., Holzmann minus 0,50 v. H. Von sonstigen Werten Daimler abzüglich Dividenden­abschlag mit 122 um 0,5 v. H. erhöht, Reichsbank um 1,75, Reichsbahnoorzugsaktien 0,25 v. H. ermäßigt.

Der Rentenmarkt lag sehr ruhig bei im wesent­lichen unveränderten Kursen, Altbesitz unverändert 112,65, Kommunalumschuldung Taxe 89,30 (89,50), späte Schuldbücher unverändert 98. Auch Ausland­renten ohne nennenswerte 23eränberungen, 5-o.H.- Goldmexikaner 14,10, 4-v. H. do. unverändert 8,75, Ungarn Gold 9,90, 4-v. H.-Rumänen mit 5,85 be­hauptet.

Im Verlauf der Börse bröckelten die Kurse auf Glattstellungen hin eher noch etwas ab. Vvn den später zur Notiz gekommenen Werten verloren BMW. 1,50 v. H. auf 138, dagegen konnten sich Zement Heidelberg um 0,25 v. H. aus 140,25 er­höhen, AEG. 36,75 (36,13). Metallgesellschaft wurden mit 136 (136,25) genannt. Süddeutsche Zucker um 2 v. H. auf 235 erhöht. Der Rentenmarkt lag auch im Verlauf ruhig. Meininger Hyp. K. O. um 0,25 v.H. schwächer mit 94,50 (94,25). Im Freiverkehr Frankfurter Handelsbank auf 46 (40) erhöht, Wayß & Freytag um 0,75 v. H. schwächer, Kali Winters­hall 123,50 (123), Kleyer unverändert 107, ebenso Pokorny unverändert 107. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 22. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 160 Rinder (26 Ochsen, 22 Bullen, 83 Kühe, 27 Färsen), 400 Kälber, 39 Schafe, 3557 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 45 Mark, Bullen 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 42 bis 44, Kälber 38 bis 70, Hümmel 43 bis 49, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktoerlauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Käl­ber, Hämmel und Schafe mittelmäßig.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

509: Aenderung der Gebührensätze des niederlän­dischen Clearinginstituts für den Verrechnungsverkehr mit Deutschland. 510: Befreiung von sämtlichen Beschränkungen der Devisengefetzgebung für Olym­piareifende. 511: Bekanntmachung KP 151 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurs­preise. 512: Einfuhrzollbehandlung von Papier und Papierwaren in Bntisch-Jndien. 513: Tarif­ordnung für das Kraftfahrzeug-, Vulkanisier-, Zy­linder- und Kurbelwellenschleifer-, Kraftwagenelek­triker-, Kraftfahrzeugklempner- und Kühlerrepara­tur-Handwerk in den Kreisen Friedberg, Gießen und Hanau a. M. 514: Anordnung über Tallöl. 515: Tarifordnung zur Regelung des Urlaubs für die Metallindustrie itn Wirtschaftsgebiet Hessen. 516: Die Umstellung auf genormtes Papier. Erläute­rungen und Ergänzungen der Ueberwachungsstelle. 517: Ergänzung der Devisenbestimmungen über den Versicherungsverkehr. 518: Der bulgarische Tabak- außenhandel 1935 und Anfang 1936. 519: Die türkische Einfuhrkontingentierung für die Zeit vom 1. 7. bis 31.12. 36. 520: Anordnung Nr. 2 der Ueber- wachunysstelle für Papier (Herstellung von Papier­erzeugnissen in Normformaten). 521: Bekannt­machung KP 152 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 522: Lettische Einfuhr- kontingente für das 3. Vierteljahr.

Hehler- und Diebesnest ausgehoben.

LPD. Frankfurt a. M., 19. Juni. Die Poli­zei teilt mit: Ende April nahm die Frankfurter Kriminalpolizei den 55jährigen Invaliden Philipp Acker aus der Ludwigstraße fest, weil er damals von einem Lieferauto 30 Kilogramm Hefe gestohlen und an Frankfurter Bäckereien verkauft hatte. Außer Acker wurden die 50jährige Walpuraa Daum, ge­schiedene Mächler, und ihre beiden Söhne verhaf­tet. Acker hatte in einer Mansarde der Daumschen Wohnung gewohnt. Nach seiner Festnahme hatte Frau Daum mit ihren Söhnen eine Menge Diebes­beute, die sie in ihrer Wohnung aufaeftapelt hatte, weggeschafft. Frau Daum war offenbar die Hehle­rin Ackers.

Welch guten Fang die Kriminalpolizei dabei ge­macht hatte, stellte sich erst heraus, als es nach langwierigen (Ermittlungsarbeiten gelungen war, den größten Teil des Diebesgutes, das in der Stadt untergestellt war, wieder herbeizuschaffen. Die.Wohnung der Daum muß ein richtiges Hehlernest gewesen sein. Acker hat nun im Laufe der Vernehmungen auch gestanden, daß er viele Autoberaubungen, 21 Kolli-Diebstähle und mehrere Warenhaus-Diebstähle auf dem Kerbholz hat. Sein Haupttätigkeitsfeld war die Innenstadt, das Bahnhofsviertel und die Mainzer Landstraße. Er beraubte dort Personenautos, Speditionsfuhr­werke, Drückkarren und sogar die Kasten und Trag­körbe der Ausläufer.

Es wurde noch festgestellt, daß die Diebstähle schon seit Sommer 1935 erfolgten: alles was nicht niet» und nagelfest war, wurde von Acker mitge­nommen. Er hat feine Beute größtenteils in Caf6s in der Nähe der Kleinmarkthalle, in Wettbüros und in Wirtschaften in Sachsenhausen crbgesetzt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a.Ul. |

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« kurS

Schlußl. Abend« börse

Schluß« kurS

Schlußl. Mittag« börse

Schluß« kurS

Schlußl. Abend« börse

Schluß« kurS

Schluß». Mittag« börse

Schluß« kurS

Schlußk. Abend­börse

Schluß« kurS

Schlußk. Mittag­börse

Datum

18-6

20.b

18.6

20.6

Datum

18-6

20.6

18.6.

20.6.

Datum

18-6-

20.6.

18.6.

20.6

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927

101,13

101,13

101,13

101,13

4% oesgi. Serie H ............

ManSselder Bergbau.......

6 y2

136

137

137

137,25

4% Deutsche Reichoanl. von 1934

99,13

99,13

99,13

99

5% Rumän. vercinh. Mente v. 1903

7,4

7,13

7,4

7,15

Kokswerke ................

.. 6

137,9

131,5

b*/i% Boung-Anleihe von 1930 ..

103

103

103,25

103,13

4'/-%Rumän.vereinh.Rentev.lgi3

10,05

9,9

9,8

9,9

Rheinische Braunkohlen ....

. 12

247

246

247,75

246,5

Deutsch Anl.-Ablös.-Schuld mH

112,65

4% »rumänische vercinh. Rente ..

5,85

5,85

5,9

5,8

Rhetnstahl ................

.. 4

133,13

133,5

133,25

133,25

Auslos.-Rechten ............

112,65

112,5

2 V4% Anatolier.............

44,25

44,5

Bereinigte Stahlwerke......

8 54

95,75

95

95,5

95

454% Deutsche Retchspostschatzan

100,25

Otavt Minen .............

.. 0

22,65

22,5

22,65

22,65

Weisungen von 1934, 1.......

100,25

100,25

100,25

Hamburg-Amertka-Paker .....o

15,25

15,5

15

14,75

Kaliwerke Aschersleben......

.. 6

130,5

454% ehem. 8% Hessischer WolM-

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

130,5

129,5

131,4

129,5

slaat 1929 lrückzahlb 102%) ... 454% ehem. 8% Hessische Lande«

98,75

98,75

98,9

98,75

Hamburg.Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

16,5

16,75

28,5

16,13

16,5

Kaliwerke Salzdetfurth.....

7%

184,5

184,9

bant Darmstadt Goto 8t 12...

97

97

_

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

123,5

123,25

123,65

123,13

654% ehern. 454% Hess. Lande«

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

117

115,75

117,25

116,25

3. G. Farben-Industrie.....

.. 1

172,25

172

172

172

Hypothekenbank DarmstadtLiou.

101,25

101,25

Commerz- und Prtvat-Bank ... 4

93,25

93

93,25

93

Scheideanstalt.............

.. 9

270

270

454% ehem. 8% Darmst. Komm

Deutsche Bank und Disconto-

Goldschmidt ..............

.. 5

114,75

114.5

114,5

114,5

LandeSb.Goldschuldverlchr. R.b

93,5

93,5

_

Gesellschaft........... 4

94,5

94

94,75

94

RlUgerswerke .............

.. 6

129,25

136

129.5

129,5

128,75

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Dresdner Bank.............. 4

94,75

94,25

94,75

94,25

MetällgeleUschaft...........

.. 5

135,25

136

136

Auslos.-Rechten ............

123,5

123,5

_

Reichöbank ................ iy

196

195

195,5

194,65

Deutsche Komm. Cammelabl. An

Philipp Holzmann.........

124,5

123,5

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

119,25

119,5

119,25

120

*

124

124

454% ehem.8% Franks.Hyp.-Banl

A.E.«...................... 0

36,13

36,65

36,4

36,5

Zementwerk Heidelberg ....

- '

40

140,25

-

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

97

97

-

_

Bekula............... s

151

151,4

151,25

151,65

Cementwerk Karlstadt.......

.. 6

150

150

654% ehem. 454% Franks. Hyp.

Elektt. Lieferungsgesellschaft ... 6

134

134,25

135,13

134,13

Bank-Liqu.-Psandbriese.......

654% ehem. 454% Rheinische Hyp.-Bank-Liyu.-Goldpfe. ..

101,4

101,75

101,45

101,65

101,75

101,75

Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung, e

155

133,25

142,5

155

133,5

141,5

154,75

134,25

142,5

155,5

132,5

140,25

Schultheis Pahenhofer .....

Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................

.. 4

.. 0

56

86

56,5

111,25

56,4

111,9

56,65

454% ehe in. 8% Pr. L andeSpfand-

Rheinische Elektrizität ........ g

136,25

136,5

85,75

85,13

85,25

briefanstalt, Pfandbriefe 8t 19 454% ehcm. 7% Pr. Landespfand

oriefanft., Gold Komm. Obi. 20

97,5

95

97,5

95

97,5

95

97,5

95

Rhein. Wests. Elektt..........6

Schuckert LCo.............. g

Siemens L Halske......... «

135,5

158

206

135,13

157

206,75

135,5

157,75

207

135,25

157

205,25

Zellstoff Waldhof ..........

Zellstoff Aschaffenburg .....

Dessauer Gas .............

Daimler Motoren..........

Deutsche Linoleum.........

6

.. 0

.. 7

141

105,25

141

105

141,5

106

120,13

141

105,5

120,5

Steuergutich.BerrechnungSk. 84-38

109,5

109,5

109,5

109,5

Lahmeyer L To.............. 7

139,5

140

139,5

139,5

.. 0

-- 8

126

190

122

191

126

188,5

121,4

190

Orenstein & Koppel ........

.. 0

82,4

4% Oesterreichtfche Soldrente...

*

35

34,75

Buderus ...........

105

105

104,5

105,5

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

46,4

46,5

46,65

46,5

446

4,20% Oesterreichische Silberrentr

2,75

2,8

2,85

2,75

Deutsche Erdöl ...............

132

132,5

132

132

Chade................

.. 9

447

447

447

4% Ungarische Äoidrente.......

*% Ungarische Staatsrente v. 1910 454% desgl. von 1913..........

10

9,55

9,75

9,9

9,5

9,6

10

9,5

9,75

9,85

9,4

Harpener................. gy"

Voesch EisenKöln-Neuessen .. 3

Ilse Bergbau ............... e

128,5

108,5

108,13

129

109,4

170,5

137,5

105

101,4

127,9

108,25

170

Accumulatoren-Fabrü......

Tonti-Gummt.............

. 12

. 11

203,75

192

203

190

204

192,25

202,5

190,25

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

14

14

I -

14,1

-

Ilse Bergbau Genüsse........e

Klöcknerwerk ............... 3

Mannesmann-Röhren........y

138,25

104,75

101,25

138,25

104

101,25

137,75

104

101,25

Grttzner..................

Mainkrastwerke Höchst a.M>.

Süddeutscher Zucker .......

a 0 .. 4 . 10

33,4

99,25

233

33,4

99,25

235

33^5

236

33,65

236

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

18.Juni

20.Juni

Amtliche Jlollerung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Srlef

Buenos Aire

0,688

0,692

0,686

0,690

Brüssel ....

42,01

42,09

42,08

42,16

Rio de Jan.

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

55,79

55,91

55,63

55,75

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,495

12,525

12,46

12,49

Heljingsor»..

5,504

5,516

5,49

5,50

Paris ......

16,35

16,39

16,38

16,42

Holland ....

167,93

168,27

168,35

168,69

Italien.....

19,53

19,57

19,53

19,57

Japan ......

0,731

0,733

0,730

0,732

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,80

62,92

62,62

62,74

Wien.......

48,95

Lissabon....

11,35

1L37

11,32

11,34

Stockholm...

64,42

64,54

64,24

64,36

Schweiz ...

80,37

80,53

80,82

80,98

Spanten....

33,87

33,93

33,95

34,01

Prag.......

10,255

10,275

10,27

10,29

Budapest ..

Reuyork ...

2,486

2,490

2,485

2,489

25erlin,20.junl |

(Selb

Mes

Amerikanische »Jioten..............

2,437

2,457

Belgische Noten..................

41,96

42,12

Dänische Noten .................

55,38

55,60

Englische Noten .................

12,425

12,465

Französische Noten...............

16,33

16,39

Holländische Noten...............

167,93

168,61

Italienische Noten................

Norwegische Noten .............

62,40

62,66

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

64,02

80,64

64,M

80,96

Spanische Noten.................

33,61

33,75

Ungarische Noten................