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dem Kriege in aufopfernder Arbeit in der Stellung als Chef der Marineleitung, besonders durch die Festiaung der Disziplin, wesentlichen Anteil an der Schaffung der Grundlage für den heutigen Aufbau der Kriegsmarine hat.
die Privatpersonen.
Oer Führer ehrt die Admirale von Trotha und Behncke.
Ukrainische Reisebiwer
unserem Or. E.G.-Berichierstatter.
Der Konflikt kam mit der Hungersnot von 1932/33, die im Gefolge der Kollektivierung der Bauernschaft die Ukraine besonders schwer heimsuchte. Die örtlichen, ukrainischen Funktionäre wehrten sich dagegen, daß der verhungernden Bevölkerung die letzten Getreideoorräte auf Befehl Moskaus abgenommen werden. Die Moskauer Zentrale, mit Stalin an der Spitze, entscheidet sich für eine energische Aktion. Ass Vertrauensmann Stalins erscheint 1932 Pawel Petrowitsch Postyschew in Charkow als Statthalter Moskaus. Ihm wrrd das Organ der ukrainischen Regierung, der Rat der Volkskommissare, untergeordnet. Er rottet mit eiserner Energie die „Nationalisten", denen Moskau nun Staatsverrat und Separatismus vorwirft, aus. Skripnik, der Freund Lenins, endet mit Selbstmord. Die alte Garde der ukrainischen Botschewiki wird erschossen, verbannt, darunter auch einige Dutzend hohe Offiziere.
Die ukrainische Ukraine war vernichtet. Von den 30 bis 33 Millionen ihrer Bevölkerung find 1932/33 nach den objektivsten Schätzungen em Fünftel, nämlich sechs Millionen, am Hungertod gestorben. Jetzt war das Volk mürbe genug, um die letzten Schläge des Moskauer Zentralismus zu ertragen: Abschaffung des bis dahin bestehenden ukrainischen Sprachexamens für Beamte und Angestellte, „Reorganisierung" der ukrainischen Akademie der Wissenschaften, „Reinigung der Hochschulen, Vernichtung von Millionen von Büchern und Druckerzeugnissen der Vor-Postyschew- Aera Wie ist die Lage heute in der Ukraine, nachdem der Statthalter Stalins schon zweieinhalb Jahre am „Aufbau der ukrainischen Sowjetkultur zu arbeiten Zeit gehabt hat? In den Städten hort man fast nur russisch. Wer ukrainisch spricht, zeigt damit, daß er vom Lande kommt und nur* ständig ist. Weder in Kiew noch in Sto rno, noch in Charkow konnte ich ein russisch-ukrainisches oder ukrainisch-russisches Wörterbuch bekommm. „So etwas gibt es nicht mehr'. Die uk ' Presse
wird wenig gekauft. Russische Zeit. sind rm
Nu vergriffen. Ukrainische Literatur gw. es. Aber es gibt kaum ein ukrainisches Buch, das nicht eine Ucbersetzung aus dem Russischen wäre Es gibt kein ukrainisches Geschichtsbuch mehr. An ben Um, versitäten von Kiew und Charkow wird russisch doziert Daß heute immer noch der größte Teil sogar der städtischen ukrainischen Bevölkerung für ihre Kinder trotz der sichtbaren Benachteiligung des Ukrainischen, die ukrainische Unterrichtssprache wählt, ist ein Zeichen, wie tief das Bewußtsein der sprachlichen und kulturellen Besonderheit doch noch im Volke verwurzelt ist. . rf
Der Sowjetukräine, über die heute der Grohrusse Postyschew als Statthalter des Kreml m unbeschränkter Machtvollkommenheit gebietet, droht aber auch noch eine andere Gefahr, die nicht unerwähnt bleiben soll. Es ist d i e j ü d i s ch e G e f a h r. Wenn Postyschew schon 1932 davon sprach, daß an die Stelle der sogenannten „Nationalisten „erprobte, bolschewistische Elemente in sämtlichen Gebieten treten müßten, so hat das Judentum diese Konjunktur sofort begriffen. An die Stelle der alten Garde der ukrainischen Bolschewiki, die Postyschew zertrümmert hat, sind die Juden getreten. Die Juden sind in der Bevölkerung der Ukraine an sich schon mit 7 bis 8 v. H. (ungefähr zwei Millionen) vertreten, aber ihr Anteil am Partei- und Staats-
Aus aller Welt.
Weltbund christlicher Zungmännervereine.
Anläßlich des Empfanges, den die Stadt Kassel den Teilnehmern der Tagung des Weltbundes christlicher Jungmännervereine gab, äußerte sich der Präsident des Weltbundes und Vorsitzende des Weltmissionsrates D. John Mott (Amerika), in Worten der Bewunderung über das Deutschland von heute, daß so wundervoll die reichen Traditionen der Vergangenheit einer neuen Zukunft entgegenführe. Deutschland sei ein Volk großer neuer Möglichkeiten. „Es ist unser Wunsch", so schloß D. Mott, „daß unsere Tagung ein wenig dazu beitrage, daß die Verständigung des deutschen Volkes mit den anderen Völkern der Erde zunehme. Gott segne das deutsche Land." Die Kasseler Tagung des Weltbundes christlicher Jungmännerver- eine ist die erste derartige Tagung auj deutschem Boden. Unter den etwa 60 offiziellen Delegierten waren Vertreter fast aller nationalen Zweige der christlichen Vereine junger Männer. Eine besonders starke Abordnung schickte Schwe- den unter der Führung des Prinzen Oskar Bernadotte von Schweden, der an der Spitze des schwedischen Jungmännerwerkes steht.
Eröffnung der „Deutschen Luftfahrtsammlung- in Berlin.
In Berlin eröffnete der Staatskommissar der Reichshauptstadt Dr. Lippert die „Deutsche Luftfahrtsammlung", die einen um assen- den Ueberblick über die Entwicklung der Luftfahrt gibt Der Direktor der Berliner Flughafengefell- schäft, Major a. D. Böttcher begrüßte unter zahlreichen Ehrengästen fast sämtliche Militärattaches der ausländischen Mächte und Staatssekretär Milch in Vertretung des Reichsministers der Luftfahrt Generaloberst Göring. Dr. Lippert erwähnte in feiner Eröffnungsansprache, daß Berlin es seit jeher als seine Ehrenpflicht angesehen habe, die Luftfahrt nach besten Kräften zu fördern. Die
apparat übertrifff um das Zehnfache ihren Anteil an der Bevölkerung. Medizin, Justiz, Theater, Film, Radio, Presse und Wissenschaft ist in jü. discher Hand. In Verwaltungs- und Wirtschaftsbehörden, Fabrik- und Grubendirektionen, im Post- und Eisenbahnwesen, in den Buchhaltungen der Trusts, wie in den Bauhmtern der Städte sind die Juden das vorherrschende Element geworden. Sie sind Moskaus sicherste Stütze. Die Okkupation der Ukraine durch das Judentum ist so offenkundig, daß vielleicht selbst dem vielgeprüften ukrainischen Volk die Augen darüber einmal aufgehen können. Einstweilen aber ist die „ukrainische Ukraine" tot. Gestorben mit den verhungerten Millionen, erdrückt vom Machtwillen des Moskauer Zentralismus. Eine „ukrainische Autonomie" gibt es nach dem beschränkten, kulturpolitischen Sinne nicht mehr.
Berlin, 20. Juni. (DNB.) Der Führer Reichskanzler hat aus Anlaß des 20. Gedenktages der Skaqerrakschlacht dem Vizeadmiral a. D. Staatsrat von Trotha (ein Bild mit folgendem persönlichen Handschreiben gewidmet:
Sehr geehrter Herr Admiral! Am 20. Jahrestag der Skagerrakschlacht ist es mir eine Freude, Ihnen mein Bild zu überreichen als Zeichen des Dankes dafür, daß Sie, der erste Berater des Admirals Scheer, nach dem Kriege mit größter Hingabe in der Stellung als Chef der Admiralität, insbesondere durch die Gründung des Offizierskorps der Reichsmarine, wesentlich dazu beigetragen haben, die feste Grundlage zu schaffen auf beiJ)ie Kriegsmarine nunmehr erfolgreich aufgebaut werben tann. Mein Dank gilt Ihnen auchdafür, daß Sie als Führer des Reichsbundes deutscher See geltung unermüdlich daran arbeiten, die Bedeu- tung deutscher Seegeltung dem deutschen. Volke näher zu bringen. Gez. Adolf Hitler.
Aus^dem gleichen Anlaß hat der Fichrer und Reichskanzler auch dem Admiral a. D. , eh fein Wmit einem Schreiben übermitteln las n, in dem er zum Ausdruck bringt, daß Ad mir Dehncke, einer der Führer in der Schlacht, nach
melaufschlage und Mützenband in brauner Farbe ausgeführt. Die Vorstöße, Kragenspiegel und Aermelabzeichen sind für die Schutzpo - liflei grün, für die Gemeindepolizei rot pnd für die Gendarmerie orange gehalten. Auf dem linken Aermel wird unter der Namensbezeichnung der Polizeiverwaltung das Hoheitszeichen getragen. Die Hofenf arbe ist bei der Schutzpolizei und der Gemeindepolizei schwarz, während sie bei der Gendarmerie braun gehalten ist. Der Tschako erhält in seinem mittleren Teil einen Ueberzug in der Farbe des Grundtuches, und an die Stelle des früheren Polizeisternes tritt das R e i ch s Hoheitsabzeichen im Eichenkranz.
DieWafserfchutzpollzei erhält eine Jackett- uniform nach dem Schnitt der Reichskriegsmarine aus marineblauem Tuch mit dem Abzeichen der Polizei. Die Gendarmeriebereitschaften (motorisierte Straßenpolizei) tragen die olivgrüne Uniform des früheren Feldjägerkorps mit den 2lb- zeichcn der Polizei weiter. Die Verkehrsbeamten der Polizei versehen ihren Dienst in weißer Mütze; hierzu wird im Sommer zum Braunhemd mit schwarzem Binder ein weißer Rock und im Winter ein weißer Mantel getragen. Außerdem sind auch für heiße Sommertage allgemein für den Sttaßendienst weiße Röcke in Aussicht genommen.
Die Einheitsuniform der Polizei bringt durch bte Vereinfachung der Beschaffung erhebliche Erpar- niffe für Länder und Gemeinden mit sich und bedeutet auch für die Polizeibeamten selbst in mancher Hinsicht eine Erleichterung. So wird die Einheit des Dritten Reiches auf dem Gebiete der Volkspoli-
Versammlungsverbot m Danzig.
Danzig, 20. Juni. (DNB.) Der Danziger Se- natspräfident Greifer erklärte bei einer Sonnenwendfeier der Danziger Hitler-Jugend: In ihrer direkten und freimütigen Zusammenarbeit mit den Instanzen des Völkerbundes sei es der Re- sierung gelungen, eine ruhige Atmosphäre zu d)affen und die mühevollen, vom Geist gegenseitiger Achtung und gegenseitigen Verständnisses getragenen Verhandlungen mit Polen ließen absolut günstige Schlüsse für eine weitere, wenn auch langsame, so doch stetige Entwicklung in Danzig zu. Präsident Greiser erinnerte, daß die zersetzenden Kräfte, die in ihrem Haß
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! i Mos kau, Ende Mai 1936. ।
Wanderndes Rnßlanv.
Jassinowataja ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt der Südostukraine. Hier treffen die großen Linien Moskau — Charkow — Rostow am Don—Kiew und Millerowo—Stalino, Mariupol zusammen. Vorbei an dem großen Stationsgebäude, das noch aus dem vorigen Jahrhundert stammen dürfte, rollen die endlosen Güterzüge, die die Donez- kohle nach Westen und Norden und das Erz der Sudukraine in die metallurgischen Werke des Donez- bcckens bringen.
Der Bahnhof gleicht einem Heerlager. Die eine Hälfte des Gebäudes mit dem Wartesaal I (für Reisende mit Aktentasche und in Uniform) ist wegen Reparatur geschlossen. Der Wartesaal II (für Reisende ohne Aktentasche und ohne Uniform) ist zum Bersten voll. Jeder Stuhl ist besetzt, auf den langen Bänken an der Wand hocken dösende Männer, Frauen mit Brustkindern auf dem Arm, schnarchende Funktionäre, schwatzende Soldaten. Langsam latschen die Kellnerinnen in schwarzgrauen, ehemals weißen Schürzen umher, die hungrigen Reisenden mit Tee in schmutzstarrenden Gläsern, übelriechender Kohlsuppe und Brot versorgend. Hier findet sich nur eine „Elite" der Reifenden ein, nämlich solche, die entweder schon Fahrkarte und Platzkarte oder wenigstens die sichere Anwartschaft darauf besitzen. Der eine Teil der reisenden „Unterwelt" haust auf dem Bahnsteig. Immer wieder von den Patrouillen der Bahnhofs-GPU. aufgescheucht, verdrücken sich die verdreckten, zerlumpten Muschiks dann für ein paar Minuten, um sich sofort wieder häuslich mit ihren Säcken und Beuteln, die ihre ganze Habe darstellen, niederzulassen, sobald die Kontrolle vorüber ist. Vor dem Bahnhof ist ein kleines Heerlager der Neuangekommenen entstanden. Sie haben noch eine lange, mehrtägige Wartezeit vor sich und richten sich dementsprechend ein. Die meisten führen einen ExtrasackmitBrotmit sich, ihre einzige Nahrung, wozu sie ab und zu vor einem großen Kessel nach heißem Wasser anstehen. Die Fahrtartenausgabe ist in einem Schuppen untergebracht. Sie wird von Hunderten von Menschen buchstäblich belagert.
Diese zerlumpten, armen Menschen sind in der überwiegenden Mehrzahl Kolchosbauern und Angehörige von solchen, die hier, wie an unzähligen Bahnhöfen der Sowjetunion die Fahrkartenschalter belagern. Bauern, die zum allergrößten Teil dem Kolchos entrinnen wollen, Bauernfrauen und -kinder, die ihrem Vater nachreisen, der irgendwo in einer Fabrik ober Grube Arbeit gefunden hat.
Ab und zu öffnet sich das Schiebefensterchen des Schalters, dann gerät die wartende Menge in Bewegung. Die struppige Genossin am Schalter wird bestürmt, gebeten, gebettelt. Wie wunderbar dieses Volk bitten kann! „Seelchen, du liebes, gib ein Billetchen bis Gorlowka!" „Meine Taube, meine liebe Bürgerin, Genossin, ein Billetchen nach Rostow gib mir und den Kindern!" „Siehst du, Geld habe ich, ach, gib's für's gute Geld!" Aber nur ganz, ganz selten gibt man das „Billetchen". Denn nur die wenigsten haben ein „Papierchen", das etwas wert ist. Bei anderen reichen die schmutzigen Geldscheine nicht aus. Und Plätze gibt es wenig in den Zügen, die meisten sind für die Reifenden mit „Kommandirowka" („Abkommandierte") freigehal- ten. Morgen, übermorgen, kann es vielleicht so weit ' sein, denken dann die bärtigen Bauern und die zer- 1 lumpten Frauen und kauern sich wieder auf die
„Das wahre Frankreich." Demonstrationen der Rechtsverbände.
Paris, 21. Juni. (DNB.) Die Rechtszeitungen schließen sich in großen Aufrufen dem von dem Führer der Feuerkreuzler Oberst de la Rocque ergangenen Aufruf zum Flaggen mit der Trikolore an. Im „Ami du peuple" erlaßt der Führer der früheren vaterländischen Jugend, Taittinger, ebenfalls einen Aufruf zur Beflaggung mit der Trikolore. Sie müsse bis ins kleinste Dorf durchgeführt werden als ruhige und würdige Antwort des wahren Frankreichs gegnüber den unerträglichen Auswüchsen der Revolution und gegenüber den Versuchen der Diktatur einer Minderheit. Seit einigen Tagen veranstalten auf Veranlassung einer Zeitung mehrere Militärkapellen in Paris Konzerte. Als am Sonntag eine dieser Kapellen über den Concordia- Platz zog, riefen Tausende von Zuschauern: „Frankreich den Franzosen!" und sangen die Marseillaise. Auch auf dem Platz vor dem In- validendom hörte man den Ruf: „Nieder mit den Sowjets!" 200 rechtsstehende Kundgeber riefen: „Frankreich den Franzosen, nieder mit den Juden!" Hier wurden vier Personen festgenommen, darunter einer, der ausgerufen hatte: „Nieder mit Blum, hoch lebe der K ö» ni g!" Nachmittags befanden sich auf dem Platz vor dem Jnvalidendom über 2000 Personen. Als etwa 700 in den Ruf ausbrachen: „Hoch lebe Oberst de la Rocque!" griff die Polizei energisch ein und nahm 15 Personen fest.
Das Innenministerium hat am Sonntagabend eine Aufstellung über die Befolgung des Flaggenaufrufes des Obersten de la Rocque herausgegeben. Danach ist in 11 von 20 Pariser Arrondissements an kaum 20 v. H. der Häuser die Trikolore sichtbar gewesen, in den übrigen 9, in erster Linie von Arbeitern bewohnten Wohnvierteln sei dem Trikolorenaufruf überhaupt nicht Folge geleistet worden. In drei Departements ist zum Teil geflaggt worden, in drei Departements wurde erheblich geflaggt, dagegen ist in den meisten Departements überhaupt nicht geflaggt worden.
Marschall petain über den Ausgleich mit Deutschland.
falten Steinfliesen. . , .
Seit 18 Jahren fluten so die Menschen durch den unendlichen russischen Raum. Millionen werden von der GPU. verschleppt, nach dem arktischen Norden,, nach den Bergwerken Kasakstans, nach den Goldfeldern und Gruben Sibiriens. Hunderttausende von Beamten des Partei- und Staatsapparates werden von einem Ende dieses Reiches in das andere geworfen. Nach ungefährer Schätzung sind 14 bis löMillionen Bauern in d l e I n d u ft r i e - untren abgewandert. Steppennomaden der sibirischen Einöden hauen die Kohle un neuen Industriegebiet Sibiriens, dem Kusnetzer Gebiet, Tataren aus der Krim und von der Wolga arbeiten im Donezqebiet, deutsche Wolgabauern sind zu Tausenden nach Kasakstan verschleppt, Ukrainer nach dem Fernen Osten, sibirische „Kulaken und ehemals „freie Kosaken" bauen die Kanäle der GPU. ... Und noch immer ist Rußland das Land des unsteten, unfreiwilligen Wanderns.
Ukrainische Ukraine?
Kiew die neue Hauptstadt der Ukrainischen Räterepublik, ist die letzte Station meiner Reise durch die Ukraine. Ich habe in vierzehn Tagen fast dreitausend Kilometer zurückgelegt ich bin verfloht und verwanzt seit Charkow habe ich nicht mebr gebadet, in den Hotels", in denen ich Unterkunft suchte, war nie eine Waschschüssel zu haben, und da wo es fließendes Waller auf der Toilette ab, wurde der Behälter sicherlich als Pissoir benutzt. Ich habe tagelang oft nur ®rot gegeffen meil bie Kohlsuppe ober bcs sähe übelriechende Fleisch mir widerstand.
3 Um fo grützer ist mein Erstaunen über Siem. fRein diese herrliche Stabt auf ben 5)ugetn des rechten Dnseprufers, mit ihren prächtigen Gebauben unb Palästen, meist zu Ende, des vor gen Jahr hunderts errichtet, ihren fchonen Anl°g n unb Parks erinnert kaum mehr an bte ärmlichen, haß lichen Städte Nordrußlands. Kiew, an der Schwelle Europas, des wirklichen Europas, gelegen ist schon eine europäische Kulturstadt. Sie drei-
gegen das Dritte Reich kein ruhiges Danzig gebrauchen könnten, nach ihren Mißerfolgen bei den internationalen Instanzen versucht hätten, Unruhen hervorzurufen. Man habe sich bekannte kommunistische Messerstecher engagiert und anständige und ruhig arbeitende Nationalsozialisten überfallen. Wenn dann Nationalsozialisten sich zur Wehr gesetzt hätten, so habe man sich über einen Terror der Nationalsozialisten beschwert. Verwunderlich sei es nur, daß man von nationalsozialistischem Terror spreche, die Nationalsozialisten dabei aber drei Tote und einige Schwerverletzte zu beklagen haben.
Zur Vermeidung weiterer Zwischenfälle forderte Präsident Greiser die Danziger Nationalsozialisten auf, beim Marsch durch die Stadt auf den Gruß der Fahne zu verzichten, wenn er nicht freiwillig gewährt werde. Im Interesse einer ruhigen Entwicklung der Wirtschaft und des Fremdenverkehrs fei der Polizeipräsident angewiesen, ein politisches Versamm- lungs - und Demonstrationsverbot auszusprechen. Eingeschlossen in das Verbot seien auch die Mitgliederversammlung der Oppositionsparteien, zu denen großzügig Karten an alle möglichen verbrecherischen Elemente ausgegeben worden seien.
Iß ar i 5, 21. Juni. (DNB.) Auf der 20-Jahrfeier des Kampfes um Verdun hielt Marschall P 6 t a i n in Verdun eine Rede. Er ging von den Versprechungen aus, die der Versailler Vertrau den Franzosen gemacht habe und von denen bald nur noch Schatten geblieben seien. Volker, die durch den Sieg der französischen Waffen im Welt- krieg befreit worden seien, stellten sich auf andere Gesichtspunkte ein als auf die französischen. Das beweise, daß die Völker nur auf s i ch selbst zählen könnten. Deutschland habe nicht nur seine militärische Macht wiederhergestellt, sondern die Rheinland-Neutralisierungsklausel des Versailler Vertrages verleugnet und damit die letzte französische Sicherheitsbürgschaft befei- tigt. Ein außenpolitisches Problem beherrsche alle anderen, das der Beziehungen Frankreichs zu seinem Nachbarn im Osten. Gegenüber diesem Nachbarn sei die Kriegserinnerung noch zu frisch, als daß sie einer vorbehaltlosen Annäherung Platz machen könnte, und doch erkenne man nicht, weshalb zwei Völker mit großer Kultur nicht den Weg einer Verständigung entdeckten, ohne deshalb irgendwie ihre nationalen Ueberlieferungen zu ver- fälschen. Könnte man die Hände nicht sogar über eine zugeriegelte Tür hinweg einander entgegen» strecken? Gleichviel, welche Politik die Umstände erfordern, Frankreich habe die Pflicht, seine milita- rischen, maritimen und Suftftreittrafte auf das Höchstmaß zu bringen, denn die Macht sichere Unabhängigkeit, ziehe Bündnisse nach sich und halte Freundschaften aufrecht.
zei, die ihre nationalsozialiftscke innere Form im Anschluß an die Machtübernahme bereits erhalten hat, auch äußerlich in Erscheinung treten.
Führerschulung der NSDAP.
Dr. Leh kündigt die Errichtung neuer Schulungsburgen an.
W a l b b r ü l, 21. Juni. (DNB.) Reichsorganisationsleiter Dr. Ley nahm hier an der Feier des 75jährigen Bestehens der Hollenberg-Schule, die Dr. Ley einst besucht hat, teil. Er kündigte an, daß in Waldbrül demnächst mit dem Bau einer Kreisschulungsburg der NSDAP, begonnen werde. Neben dieser Kreisburg solle die Ortsgruppe Marienberghausen in seiner oberbayerischen Heimat eine O r t s b u r g der NSDAP., die erste im Reich, als Musterburg erhalten. In der Kreisschulungsburg soll die Hollenberg-Schule weitergeführt werden. Die Kreisschulungsburg werde der Führung des Kreisleiters unterstehen. Der junge Mensch komme zunächst drei Jahre in die Volksschule. Hier suche sich der Ortsgruppenleiter die rassisch und körperlich wertvollen Jungen aus, die dann Aufnahme auf der Ortsburg fänden, wo sie zu Kameradschaft und soldatischem Wesen erzogen würden Don der Ortsburg erfolge die Einweisung der Schüler für einige Jahre zur Kreisburg und dann zur G a u b u r g. Den Abschluß dieses Ausbildungsganges bilde eine Reifeprüfung. Danach hätten die jungen Menschen, von denen jeder einen Beruf erlernen müsse, sieben Jahre ins harte Leben einzutreten und ihrer Pflicht im A r b e i t s d i e n st, im Heer und in der Partei zu genügen. Die Orts-, Kreis- und Gauburgen feien das Reservoir für d i e Ordensburgen. Dr. Ley kündigte weiter an, daß zu den bereits bestehenden Ordensburgen in Cröfsinfee, Vogelfang und Sonthofen noch zwei weitere, und zwar in Marienburg und im Frankenland, kämen.
Die Richter tragen das Hoheitszeichen.
Berlin, 26. Juni (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichs- minifters der Justiz Dr. Gärtner durch Erlaß vom 13. Juni 1936 den Richtern, S t a a t s a n - wälten und sonstigen zum Tragen einer Amtstracht verpflichteten Beamten der Reichsju ft iz Verwaltung das Hoheitszeichen verliehen, das auf der rechten Brust feite der Robe anzubringen ist. In dem Erlaß wird ferner bestimmt, daß die Amtstracht des Volksgerichtshofes der des Reichsgerichtes entspricht. Die Richter des Volksgerichtshofes tragen daher eine rote Robe; der Präsident trägt eine Amtskette in Gold, die das Hoheitszeichen trägt. Zugleich hat der Führer und Reichskanzler den Reichsminister der Justiz Dr. Gärtner ermächtigt, die Amtstracht der Beamten der Justizverwaltung und der Rechtsanwälte für das ganze Reich zu vereinheitlichen.
Flaggenhisiung durch Privatpersonen.
Berlin, 20. Juni. (DNB.) Nachdem durch die Bestimmung der Hakenkreuzflagge zur alleinigen Reichs- und Nationalflagge die Einheit und Geschlossenheit des deutschen Volkes ihren sinnfälligen Ausdruck gefunden hat, muß erwartet werden, daß auch von Privatpersonen bei feierlichen Anlässen ausschließlich die Hakenkreuzflagge gezeigt wird. Es widerspricht daher dem Geiste des Reichsflaggengesetzes und dem Wesen der Volksgemeinschaft, wenn von ihnen neben ober a h Stelle der Hakenkreuzflagge andere F l a g g e n z. B. die bisherigen Landesflaggen oder Kirchenfahnen gehißt werden. Unzulässig ist auch das Setzen und öffentliche Zeigen der alten Kaiserlichen Kriegsflagge und der schwarz-weißroten Kriegsflagge mit dem Eisernen Kreuz durch
ten Straßenzüge, ine saubere, wenn auch ärmlich gekleidete Bevölkerung, der dunklere, schönere Menschenschlag, alles schafft eine andere Atmosphäre. Ich weile Stunden in der einzigartigen Sophienkathedrale, einem der schönsten Denkmäler byzanttnischer Baukunst, mit Mosaiken, die zu den größten Kunstwerken der Welt zählen, ich erlebe Jahrhunderte ukrainischer Geschichte nach der Besichtigung des berühmten Höhlenklosters, der „Lawra , das die bolschewistische Regie vergeblich versucht, in ein anttreligiöses Museum zu verwandeln. Auf der Höhe des Wladimirhügels stehend, lasse ich den Blick über den majestätisch hinfließen- den Dnjepr, den Lieblingsstrvm der altrussischen Dichtung und Volksmusik, schweifen.
Es war natürlich, daß auch das Ukrainerin m in den Stürmen der Revolution von 1917 sich seiner nationalen Eigenart wieder stärker bewußt wurde. In den Formen der Leninschen Nationalitätenpolitik wurde auch die Ukraine nach langen, erbitterten Kämpfen ein „selbständiger" Bestandteil des Rätebundes, sie wurde zur „Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik". Die Sowjetukraine hat, vor allem dank der führenden Stellung des Freundes Lenins, des ukrainischen Volkskommissars für Volksbildung, Skripnik, bis zum Jahre 1932, also während der ersten zwölf Jahre ihres Bestehens, tatsächlich eine weitgehende kulturelle Autonomie besessen. Es war die Zeit, wo die alte Garde der ukrainischen Bolschewiki im Lande herrscht, zweifellos Vollkommunisten, aber eben Kommunisten eines besonderen, ukrainischen Typs, die mit den nationalen Bestrebungen der kleinen Intelligenz im Lande Fühlung hielten, da sie sowohl wie die nichtkommunisttschen ukrainischen Patrioten in der neuen föderativen Konstruktton des Sowjetstaates einen bedeutenden Fort- chritt gegenüber dem alten zaristischen Zentralismus sahen. Es hatte sich eine Art Dualismus zwischen nattonalukrainischen Bestrebungen und anatio- naler kommunistischer Ideologie herausgebildet, der bei dem ersten ernsten Konflikt mit Moskau, wo man die Entwicklung zur ukrainischen Eigenart, Sprache und Kultur mit größtem Mißtrauen beobachtete, zum Bruch führen mußte.


