Ausgabe 
22.6.1936
 
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sorgen, daß das Volk für alle Zukunft national- sozialistisch bleibt!"

Dr. Goebbels beschäftigte sich nun mit dem Ein­wand, daß es in Deutschland keine Freiheit der Meinung mehr gebe. Es ist besser, das Volk wird gerettet, als daß ein paar Schwätzer das Recht haben, gegen das eigene Volk zu Hetzen. Wenn bie Besserwisser sagen:Kritik tut not", so sagen wir: Es ist not, daß wir arbeiten, daß wir den Armen zu essen, den Arbeitslosen Arbeit geben, daß wir eine Armee aufbauen, damit wir uns wehren kön­nen! Weil das mehr not tut als Kritik, deshalb haben wir die Kritikasterei abgeschafft und mit der Arbeit angefangen. Und ich i)abe den Eindruck, daß das deutsche Volk damit ganz einverstanden ist." (Langanhaltende stürmische Zustimmung.) Denen, die in Deutschland noch glauben, sich polemisch mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen zu kön­nen, rief Dr. Goebbels zu: sie möchten doch ein­mal einen Blick auf das außerdeutfche Europa werfen. Wir haben die Kirchen von der roten Gefahr befreit, und sie müßten dankbar sein, daß in Deutschland noch Altäre stehen. Allein die nationalsozialistische Bewegung hat sich dieses Ver­dienst erworben und das Land zu einer Zelle der Ordnung und der Disziplin gemacht. Deshalb steht und fällt das Reich mit der Partei. Sie ist die Lehrmeisterin unseres politischen Lebens. Sie erzieht Jugend und Volk und schenkt ihm in ununterbrochener Folge seine politischen Führer.

Gtaatssekretär von Bülow gestorben.

Berlin, 21. Juni. (DNB.) Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Dr. Bernhard Wil- Hel m v o n B ü l o w , ist am Sonntag um 11 Uhr an den Folgen einer Lungenentzündung in Berlin g e ft o r b e n.

Bernhard Wilhelm v. Bülow wurde am 19. Juni 1885 in Potsdam geboren. Sein Vater war der 1897 als ' Generalmajor und Kommandeur der 21. Kavalleriebrigade verstorbene Adolf v. Bü­low, ein Bruder des späteren Reichskanzlers und Fürsten Bernhard von Bülow. Nach Abschluß sei­nes juristischen Studiums wurde Bernhard Wilhelm von Bülow am 1. Januar 1912 als Attache in das Auswärtige Amt berufen und zunächst der Botschaft in Washington zugeteilt. Anfangs 1913 kehrte er ins Auswärtige Amt nach Berlin zurück. Dom August 1914 bis November 1915 stand er als R e - seroeoffizier im Felde. Dann wurde er zuerst der Botschaft in Konstantinopel und später der Gesandtschaft in Athen als Legations- jefretär zugeteilt. Anschließend war er dann wieder im Auswärtigen A m t tätig, bis er im Juni 1919 den Abschied nahm. Nach eingehenden Studien über Völkerbundsfragen, die er sich zum Spezialgebiet gewählt hatte, trat er 1923 wieder in den diplomatischen Dienst ein und übernahm die Leitung des Referates für Völkerbundsangelegen­heiten im Auswärtigen Amt. Seit Oktober 1924 war er Vortragender Legationsrat und im Juni 1930 wurde er zum Staatssekretär im Auswärtigen Amt ernannt.

Der Führer zum Ableben des (Staate sekretärs von Bülow.

Berlin, 21. Juni. (DNB.) Anläßlich des Ab­lebens des Staatssekretärs von Bülow hat der Führer und Reichskanzler an die Stief­mutter des Verstorbenen, Frau von Bülow, das fol­gende Beileidstelegramm gerichtet:Zu dem so schweren Verlust, der Sie i)urd) das unerwartete Hinscheiden Ihres Sohnes, des hochgeschätzten Staatssekretärs von Bülow, betroffen hat, bitte ich Sie, sehr geehrte gnädige Frau, und Ihre Tochter, den Ausdruck meiner aufrichtigen Teilnahme entgegenzünehmen.

Ferner hat d e r Führer an den Reichsminister des Aeußeren, Frhr. v. Neurath folgendes Te­legramm gerichtet:Zu dem schweren Verlust, den das Auswärtige Amt durch das Ableben des Staatssekretärs, des Herrn von Bülow, erfahren hat, spreche ich Ihnen, Herr Reichsminister, und den Angehörigen des Auswärtigen Amtes mein auf­richtiges Beileid aus. Die hervorragenden Fähigkeiten und feine hohen menschlichen Eigen­schaften sichern dem Verstorbenen ein dauerndes, ehrendes Gedenken. (Gez.) Adolf Hitler."

Hohe Freiheitsstrafen im Kattowitzer Hochverratsprozeß

K a 11 o w i tz, 20. Juni. (DNB.) Am Samstag sprach das Gericht im Kattowitzer Hochverratspro­zeß das Urteil, das unerwartet hoch aus­gefallen ist. Bon den 113 Angeklagten wurden 99 für schuldig befunden. In 14 Fällen erkannte das Gericht auf Freispruch. Drei Angeklagte erhielten je 10 Jahre schweren Kerker. Die Angeklagten Mordziol, Warzinek und Bednarski wurden zu je 8 Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Angeklagter erhielt 7 Jahre Gefängnis. Sechs weitere, darunter der oft genannte Polizeispitzel Pielotz, erhielten je 6 Jahre Gefängnis. Gegen 13 andere Angeklagte wurde auf je vier Jahre Gefängnis erkannt, wäh­rend 60 mit je zwei Jahren Gefängnis davon- kamen. Die 13 Angeklagten, die wehen Geheirn- bündelei verurteilt wurden, erhielten je ein Jahr sechs Monate Gefängnis.

In der Begründung des Urteils wirb er­klärt, von Stellen außerhalb der Grenze werde eine polenfeindliche Propaganda getrieben, die dar­auf hinauslaufe, in der Bevölkerung den Ein­druck zu erwecken, als ob im Jahre 1937 eine Ab­stimmung über den Verbleib Ostoberschlesiens beim polnischen Staat durchgeführt werde. Es sei der Beweis erbracht, daß der Geheimbund sich zum Ziel gesetzt habe, Gebietsteile aus dem polnischen Staatsgefüge loszureißen. Es fei weiterhin erwiesen, daß Mitglieder des Geheimbundes zu Stellen dzw. Personen eines fremden Staates Verbindungen unterhalten hätten. Es käme nicht darauf an, wie sich die Personen des fremden Staates zu den Ab­sichten der betreffenden Mitglieder des Geheim­bundes gestellt hätten, sondern allein daraus, daß die Angeklagten sich bemüht hätten, Verbindungen mit gewissen Stellen des fremden Staates zu er- halten. Den Aussagen der Angeklagten, von dem Gründer und Leiter des Geheimbundes Maniura irregeführt zu sein, könne das Gericht keiner, Glau­ben schenken, weil die Angeklagten in der Vorunter­suchung gerade das Gegenteil erklärt hätten. Zum Schluß der Urteilsbegründung erklärt das Gericht: Die Entscheidung der Pariser Botschafterkonferenz hat nur einem Teil der Ansprüche Polens Genüge geleistet. Die Abstammung der Bevölkerung von Oberscklesien, ihre Sprache und Religion, ihre Kultur und Geschichte beweisen, daß dieses Gebiet polnischen Charakter trägt. Den Teil Oberschlesiens, der Polen zugespro- chen worden ist, wird Polen zu verteidigen wissen."

Sonnwendfeier der deutschen Lugend

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Ein Jener der Treue zu Führer, Volk und Fahne

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Oie Reichstagung der Nordischen Gesellschaft

Nordische Gedanken im nationalsozialistischen Staat.

ruf der BewegungEs lebe der Führer Adolf Hitler Sieg-Heilst' fand m dieser weihevollen Stunde ein vieltausendfaches Echo, das weithin über die bayerische Bergwelt hallte, und hmuberklang in das ganze Deutsche Reich, das aufgenommen wurde von Hunderttausenden deutscher Jugend, Die zur selben Stunde am Feuer vereint waren.

Der Erfolg des IV. Deutschen Zugendfestes.

Berlin, 21. Juni. (DNB.) Am Sonntag mür­ben die letzten sportlichen Wettkämpfe des IV. Deutschen Jugendfestes, das den Auftakt für die XL Olympischen Spiele bildete, durchge­führt. Im gesamten Reich gingen rund 10 Mil­lionen Jungen und Mädel in die Wettkämpfe. Unzählige Zuschauer in Stadt und Land waren Zeuge der heißen Kämpfe. Nach den bisherigen Mitteilungen aus dem Reich sind die Ergebnisse überraschend gut; rund 35 v. H. a l l e r Teil­nehmer erhielten die Siegernadel. Kaum anders sieht es aus bei den M a n n s ch a f t s- wettkämpfen der HI. und des BDM. Einige bis jetzt vorliegende Ergebnisse aus den Einzel­leistungsprüfungen der Schulen und den Mann­schaftswettbewerben des Jungvolkes und der Jung- mädel, die zugleich den durchschlagenden Erfolg des diesjährigen deutschen Jugendfestes erkennen lassen, mögen den Erfolg der Wettkämpfe veranschaulichen:

Der 14jährige Wilhelm L e h r l e in Freiburg im Breisgau hat bis jetzt die höchste Punktzahl mit 3 5 2 Punkten erreicht. Die für die Sieger­nadel verlangte Punktzahl beträgt nur 180. Beste Schülerin nach den bisherigen Meldungen ist Alberta H e l l g e in Magdeburg mit 346 Punkten. Als bisher beste Jungenschaft erwies sich die Jungenschaft 2 im Fähnlein 20 des Jungbannes 1/42 in Weil a. Rh. aus dem Gebiet Baden der HI. mit einer Gesamtdurchfchnittspunktzahl von 298. Bisher beste I u n g m ä d e l s ch a f t ist die Jungmädelschaft 3, Jungmädelgruppe 38 im Unter­gau 30 des BDM. inMettlach, Obergau Saar­pfalz.

Glück und Leid. Möge uns diese Stunde lau- ten, daß wir die letzte Reinheit des Wo- lens gewinnen und die höchste Kraft, das zu voll­bringen, was zum Wohle unseres Volkes und seiner Zukunft vollbracht werden muß. Was der Führer einst als einziger bekannte, es brennt heute m Den Herzen eines 70-Millionen-Volkes, und wir, die Jugend, geben die flammende Wahrheit weiter an die Jüngsten, damit sie als Hüter und Kampfer in Ehren bewahren, was unser Volk glücklich und stolz gemacht hat. Wir sehen unsere Ausgabe das bekenne ich im Namen der deutschen 3ugenb in der selbstlosen Hingabe aller Ju­gend des Reiches an das Werk des Führers und an die Lehre, die er dem deutschen Volke predigt. Von dieser Stelle senden wir durch den Aether unseren Schwur:

Heber uns nichts als die ewigen Sterne, vor uns bas Feuer, bas weit hineinreicht nach unten in unser deutsches Land, hier, wo Deutschland dem Himmel am nächsten ist, öffnen wir unsere Herzen dem Allmächtigen. Erfüllt von ihm und hingegeben dem IHanne, den er uns schenkte als unseren Führer zu Ehre und Freiheit geloben wir Adolf Hitler die Treuesten der Treuen zu fein. So soll dieses Feuer, getreu dem Wahlspruch der Schuhstaffeln, mit denen wir diese Feier gemeinsam gestalten, e i n Feuer der Treue fein zu Führer, Volk und Fahne."

Der Reichsjugendführer übergab nun symbolisch bas Feuer, bas ber Reichsführer-SS. bei ber letzten Wintersonnenwenbfeier auf bem Brocken der HI. bis zum längsten Tage des nächsten Jahre" über­geben hatte, wiederum den Männern der Schutzstaf­feln, daß sie es hüten mögen bis zum kürzesten Tage des Jahres, an dem die Jugend wieder an ihre Stelle tritt. Bei diesen Worten des Reichs­jugendführers wurde die Feuerwache der HI. von der SS. abgelöst, und ein SS.-Mann übernahm mit knappen Worten das Feuer im Auftrag des Reichsführers Himmler in kameradschaftlicher Ver­bundenheit mit der Hitler-Jugend. Der alte Kampf-

Aus der Zugspitze.

Auf der Zugspitze, 22. Juni. (DNB.) Zum Abschluß des Deutschen Jugendfestes veranstaltete die Hitlerjugend in der Nacht vom Sonntag zum Montag in ganz Deutschland ihre Sommerson- nenwendfeiern. Auf den Höhen der deutschen Mittelgebirge, auf den Hügeln der norddeutschen Ebene, auf den Feierplätzen der Dörfer und vor den Toren der großen Städte, überall loderten in dieser Sommernacht die Flammen der Sonnenwendfeuer, um die sich die deutsche Jugend zu schlichten Feiern scharte.

Im Mittelpunkt dieser Feiern stand auf der Zugspitze die gemeinsame Sonnenwendfeier der Hitlerjugend und der Schutzstaffeln, die sich auf der höchsten Stelle Deutschlands in der Hochgebirgsnacht auf 3000 Meter Höhe zu einem unvergeßlichen Er­lebnis für alle Teilnehmer gestaltete. Brennende Fackeln der SS. und HI., Fanfaren des Jung­volkes, Feuersprüche und Lieder der HJ.-Spiel- scharen gaben dieser Feier das Gepräge. Während das alte FeuerliedFlamme empor" über die deut­schen Alpenberge erscholl, wurde der Holzstoß an- gezündet, dessen glühende Flammen weithin leuch­teten über die deutschen Lande, als ein Zeichen der brennenden Flamme heißer Liebe in den Herzen Der deutschen Jugend. Ergriffen von dem Eindruck dieser Feier in der majestätischen Bergwelt sahen die Män­ner der SS. und die Hitlerjungen in die Flammen, während ein Feuerspruch vom Sinn dieser Feier kündete:Du Feuer, stiege in jedes Haus in jedes Tal, von Berg zu Berg bis in das Meer.

Reichsjugendsührer Valdur von Schirach

nannte die Sonnenwendfeuer, in denen sich immer wieder die gesunde Kraft des deutschen Brauchtums stärker als die volkstumsfeindlich eingestellten Mächte erwiesen habe, einen schönen Beweis für bie Selbstbesinnung der Jugend.Heute stammen die Sonnwendfeuer wieder auf, soweit Die deutsche Zunge klingt und verkünden die seelische Verbundenheit aller Deutschen in

Lübeck, 21. Juni. (DNB.) Die Nordische Kund­gebung auf dem Lübecker Marktplatz vereinigte die zahllosen Teilnehmer der Reichstagung der Nordi­schen Gesellschaft aus dem Reich und den nordischen Ländern zu einer eindrucksvollen Willenskund- gebung. Ehrenkompanien des Heeres und ber Kriegsmarine, Abteilungen der SA., SS., des Reichsarbeitsbienstes unb aller übrigen Gliederun­gen ber Bewegung waren aufmarschiert unb füll­ten mit den vielen Tausenden der Zuschauer und der Gäste der Reichstagung Den in strahlendem Sonnenschein liegenden und mit den Fahnen Deutschlands unb ber nordischen Länder umsäumten weiten Platz der Hansestadt.

Reichsieiler Rosenberg

nahm als erster das Wort. Wir haben gewußt, agte er u. a., daß das Entstehen Der national­sozialistischen Revolution, die vieles, was andere glaubten, verehren zu müssen, beiseite schob, natur» notwendig zunächst auf Ablehnung stoßen mußte. Die Gelehrten und Politiker der anderen Staaten verehrten durch ein langes Leben hindurch, was wir als im Kampf um unser Dasein in der heutigen Welt als nicht mehr lebensstark kennengelernt hat­ten, und da es nun mal so ist, Laß ältere Gelehrte meistens lehren und nicht lernen wollen, so ist jetzt schon eine Anzahl von Jahren oorbeigegangen, ehe fidh die Notwendigkeit, das nationalsozialistische Phänomen wirklich zu studieren, als innere Er­kenntnis durchzusetzen beginnt. Man hatte uns oft als einen ganz Europa bedrohenden Unruheherd hinzustellen versucht. Wir dagegen waren und sind Der festen Ueberzeugung, daß nirgends die innere Aufbauarbeit so ruhig vor sich geht wie im natio­nalsozialistischen Deutschland, angesichts dessen, dcktz der Bolschewismus nicht nur die politische Revolution erstrebt, sondern sämtlichen hohen Tradi­tionen der europäischen Völker den Tod ankündigt, erscheint er schon heute vor der Geschichte als em Symbol eines ungeheuren, alle Gebiete umfassenden Weltzerfalls überhaupt. Wir sind der Heber« Zeugung, daß man angesichts dieser furchtbaren Tat­sache das Wort vom kollektiven Frieden nur dann in den Mund nehmen dürfte, wenn man begriffen hat, daß hier das alte Europa von einer antieuropä» ischen, aber bereits in allen Staaten und allen Städten vielfach bestimmenden Kraft erschüttert wird. Während eine schwere Erschütterung nach der anderen die Staaten durchzittert, steht Deutschland heute innerlich gefestigter da als irgendein anderes Land. Wir sind der hefen Ueberzeugung, daß, ent­gegen allen anderen Behauptungen, Europa im weitesten Sinne in allererster Linie hier in Deutschland verteidigt wird!

Der Nordostseeschicksalsraum hat be­gonnen, seine Wirksamkeit zu erweisen, und ich hoffe, daß die gesponnenen Fäden immer fester wer­den, und daß schließlich ein sich geschlossener Schick- falsraum, vielgestaltig im Inneren, aber doch in der Haltung gegenüber den Mächten der Weltzerstörung einig, einen neuen Kraftquell für Die Siche­rung der eigenen Völker und für die Sicherung Europas schafft. Wir jedenfalls haben es als Pflicht empfunden, dieser Ausgabe zu dienen. Wir freuen uns, in immer stärkerem Maße geistige Führer des Nordens hier begrüßen zu können, und wir sind der Ueberzeugung, daß, wenn ähnlich wil­lensstarke Mächte sich auf die Urquellen ihrer Kraft besinnen und unbekümmert um Gespött und Geläch­ter einer absterbenden Vergangenheit, ins Ruder des Schicksals greifen, aus den Verbindungen unse­rer Tage ein großes klares Denken und Wollen aus Dem Chaos unserer Politik ein neues vorwärts- strebendes Europa entsteht!

Reichsminister Dr. Frick

sprach dann überDas nordische Gedankengut in der Gesetzgebung des Dritten Reiches". Der Mini- fter führte u. a. aus: Ich möchte betonen, daß unsere Auffassung von der Rasse für kein anbe» res ?8olf Der Erde etwas Aggressiv-Feindliches auf- weist. Wir vertreten lediglich die Auffassung, daß

das nordische Rassegut für uns Deutsche das beste und reinste Element der Volkwerdung dar­stellt. Wir haben dem Volk Gesetze gegeben, die diesem nordischen Gedankengut entsprechen. Der nordische Lebensstil und Die Auffassung vom Leben zeigten sich im Recht Dieser Völker, in ihrer Ein­stellung zu den Grundfragen menschlichen Lebens: Freiheit und Ehre, Heimat und Arbeit, Brauchtum und Gesittung, Volk und Familie. Eine geschicht­liche Betrachtung auf rassischer Grundlage zeigt uns, daß ein Volk sich selbst aufgibt, wenn es nicht ständig die in ihm vorhandenen Erbanlagen zur größtmöglichen Entfaltung zu bringen sucht. Frei­heit und Ehre sind die Leitgedanken des National­sozialismus. Freiheit und Ehre sind Wesenseigen­heiten, wie sie nur bei Völkern zu finden sind, die das Bauerntum als Urquell ihres Dokkes empfin­den, sie haben stets den Boden nicht als eine Ware angesehen, über die jeder Einzelne nach freiem Be­lieben verfügen kann. Diesen Gedanken hat der Nationalsozialismus durch das Reichserbhofgesetz aufgegriffen und damit die Forderung von Blut und Boden verwirklicht.

Der nordische Mensch weiß, daß das Leben Kampf bedeutet, und hat auch zur Arbeit eine andere Grundeinstellung als der Nomade. Deutlich wird das durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit und durch das Arbeitsdienstgesetz. Das ist auch der Sinn der vom Führer geschaffenen Deut­schen Arbeitsfront und der Nationalsoziali­stischen Betriebszellenorganisation, die die Aufgabe hat, das deutsche Arbeitertum im Sinne der natio­nalsozialistischen Weltanschauung zu erziehen.

Brauchtum und Gesittung tragen dazu bei, die Zukunft unseres Volkes sicherzustellen. Erb- und Rassenpstege ist der Mittelpunkt der national­sozialistischen Gesetzgebung geworden. Dem gleichen Zweck dienen die Bestimmungen über die Förde­rung der Eheschließungen im Gesetz zur Minderung der Arbeitslosigkeit, durch welche Hunderttausende von Eheschließungen ermöglicht wurden. Hand in Hand damit geht eine Erziehung des deutschen Volkes zu Rassenbewußtsein und Ras­se n p f l e g e, wie durch das Gesetz zur Wiederher- stellung des Berufsbeamtentums, das Den ver­heerenden jüdischen Einfluß in unserem politischen Leben zurückgedrängt hat. Diese Gesetzgebung hat ihre Krönung erfahren durch das Reichsbürgerge­setz und das Gesetz zum Schutze des deutschen Blu­tes und Der deutschen Ehre. Auch die Gemeinde- ordnung trägt der Tatsache Rechnung, daß Der nordische Mensch eine Freiheitsmensch ist, Der nicht nur nach Dem GrundsatzGemeinnutz vor Eigen­nutz" leben, sondern auch feine Angelegenheiten f e l b ft regeln will. Er fall beweisen, daß er solcher Freiheits- und Lebensauffassung würdig ist. Der kurze Ueberblick über die Verankerung nordischen Gedankengutes in Den nach Der Machtergreifung erlassenen Gesetzen zeigt, daß Die nationalsoziali­stische Regierung gewillt ist, eine sinnvolle Lebens- orDnung zu schaffen, wie sie früher bei unseren Vor­fahren üblich war. Wir finD bereit, Das Recht an­derer Völker zu achten und fühlen uns verbunden allen, die bereit sind, uns zu verteidigen Haus und Hof, Heimat und Volk und seine von der nordischen Rasse bestimmte Kultur.

Einheitliche Uniform für die deutschepolizei

(Presse-Jllustrationen-Hoffmann-M.)

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I A.

20. Juni. (DNB.) Der Reichs, und Preußische Minister des Innern Dr. Frick, der Chef der deutschen Polizei Reichsführer SS. Himmler und der General der Polizei D a - lue gc wurden vom Führer und Reichs, kanzler zum Vortrag empfangen, um u)m ihre Vorschläge für Die einheitliche Neuunifor- mierung der gesamten deutschen Schutzpolizei, Ge- melndepolizei und Gendarmerie zu unterbreiten und

iljm gleichzeitig Die neuen Uniformen vorzuführen, an Deren Entwürfen Der Reichsbeauftragte für , Formgebung Pg. Schweitzer (Mjolnir ) beteiligt war.

Die neuen Uniformen bestehen für alle Po­lizeiarten aus einem hellen grünmelier­ten Grundtuch, wie es bisher Die Landespoli- 3ei getragen hat. Um auch Die besondere Verbunden­heit mit der Partei darzutun, sind Kragen, Aer.