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Im Kampf um den Auf st ieg zur Gauliga
gab es zwischen Reichsbahn-Rotweiß Frankfurt und 1. FC. Kaiserslautern einen Kampf im Gau Südwest, den die Frankfurter mit 3:1 gewannen.
Jrn Kampf um die Teilnahme am Endspiel um die deutsche H o ch f ch u l m e i st e r s ch a f t trafen sich in Greifswald die dortige Universitätsmannschaft und die Elf der Universität Frankfurt. Die Frankfurter blieben mit 3:2 siegreich und kommen nun ins Endspiel.
3m Handball
stand als wichtigstes Ereignis ein Spiel zwischen dem Freiburger FC. und der Schweizer Elf von Old Boys Basel auf dem Programm, das die Badener mit 11:6 (4:3) gewannen. Im Gau Südwest kam ein Pokalspiel zur Nachholung, das der SV. 98 Darmstadt in Bieber mit 7:3 über den dortigen TV. gewann.
Reichsnährstailds-Reillumier.
Oie Kämpfe am Mittwoch.
Sportlicher Mittelpunkt des Reichsnährstandsturniers in Frankfurt war am Mittwoch bei wieder ausgezeichnetem Besuch ein Z e i t s p r i n g e n , bei dem Fehler an den Hindernissen in Zeit umgerech- net wurden. Drei Pferde gingen in der ersten Abteilung fehlerlos über den Kurs, zwei von ihnen belegten die beiden ersten Plätze. Der dritte Fehlerfreie kam dagegen nur auf den 8. Rang. Den Sieg holte sich Oblt. v. Trotha auf RRgts. Nr. 8 „Nelke" in 71 Sek. vor A. Hakenmüllers „Lido" (F. Hakenmüller) mit 83,8 Sek. und F. o. Wiluckis „Flieger" (H. o. Wilucki) mit 85 Sekunden.
In der zweiten Abteilung des Zeitfpringens (Klasse L) lag zunächst Rittmeister Sahla mit Erle in Führung. Seine Zeit wurde jedoch sehr bald von SS.-Sturmführer F e g e l e i n mit Galgenstrick unterboten, aber auch dieser Ritt war noch nicht der schnellste: Der Saarbrücker Reiter K. Th. Röchling errang schließlich mit „Anmut" den Sieg in 63Vs Sekunden.
Die Eignungsprüfung für Wirtschaftsgespanne sah die Pferde, die noch am Vortag die Dauerprüfung über 60 km und die Zugleistung bestritten hatten, wieder frisch und munter in der Kampfbahn. Siegreich blieb ein Gespann badischer Hengste. Zwei wundervolle Fahrprüfungen für Zweispänner beschlossen das Programm des dritten Tages. Heber 20 Gespanne kamen hier in die Bahn. Mehrfach wurden die Preise doppelt vergeben, so gut war die Besetzung dieser Wettbewerbe.
Oer Wettbewerb am Himmelfahrtstag
Bei schönem, fast sommerlichem Wetter hatte das Reichsnährstands-Reit- und Fahrturnier am Himmelfahrtstag einen unbeschreiblichen Publikums- befuch gefunden. Das Hauptinteresse des Nachmittags beanspruchte das Barrierenspringen (Jagdspringen Kl. Sc.), das mit sechs Barrieren versehen war (1,10 bis 1,60 Meter Höhe) und die besten deutschen Springpferde auf die Kampfbahn rief. Nach dem ersten Umgang blieben sieben Pferde fehlerlos. Sechs weitere Pferde placierten sich mit
je vier Fehlern auf dem achten Rang, darunter allein dreimal der Sieger im „Preis des Reichsnährstandes" Rittmeister Sahla. Die Sprünge beim ersten Stechen erhiellen eine Erhöhung auf 1,20 bis 1,70 Meter. Sofort gelang Oblt. von Trotha mit „Nelke" ein fehlerloser Ritt. Hauptmann Großkreutz stürzte mit „Muse" und gab auf, SS.-Ustuf. von Zastrow schied mit ,Kur- fürst" infolge dreimaligen Verweigerns aus. Ein Versehen beim fünften Sprung ergab dann für Hauptmann Großkreutz auf „Harras" vier Fehlerpunkte. Die gleiche Fehlerzahl hatte Herbert Frick mit dem Rotschimmel „Koralle", jedoch wurde das Abwerfen von den Richtern übersehen und Hptm. Frick zum zweiten Stechen zugelassen, für das sich noch SS.-Ostuf. Temme mit „Bianka" und Oblt. von Trotha mit seinem Zweiten Pferd „Hermann" qualifizierten. Wieder waren im zweiten Stechen die Bedingungen verschärft. 1,30 bis 1,80 Meter hoh waren diesmal die Hindernisse. Oblt. von Trotha erreichte mit „Nelke" den fünften Sprung, mußte aber bann wegen dreimaligen Verweigerns ausscheiden. Auch Herbert Frick kam mit „Koralle" nicht weiter uno gab entmutigt auf. Unter ungeheuerer Spannung ritt bann SS.-Ostuf. Temme mit „Bianka" in bie Bahn. Er blieb fehlerlos und gewann. Oblt. von Trotha mußte mit feinem zweiten Pferd „Hermann" beim letzten Sprung infolge Verweigerns aus dem Sattel, ein nochmaliges Anreiten brachte dann zwar den Fuchs auch über diesen Sprung, jedoch war der Sieg von S S. - O st u f. Temme mit „Biank a" einwandfrei festgestellt.
Eine Dressurprüfung für Reitpferde (Kl. M) und eine Eignungsprüfung für Vierspänner vervollständigten das Programm des vierten Tages. In der Dressurprüfung (für Reiter, die noch keine schwere Dressurprüfung gewonnen haben) siegte der Frankfurter Polizeioberst Freiherr von Waldenfels mit Doja. In der Eignungsprüfung hatten die Preisrichter bei der Fülle und Qualität des Materials keine leichte Arbeit. Drei Gespanne erhielten gemeinsam den ersten Preis zuerkannt.
Obecheffen.
Sternwanderung der Gebirgs- und Wandervereine.
* Butzbach, 21. Mai. Unsere Stadt hatte heute einen großen Tag. Die Stadt prangte im Fahnenschmuck. Der historische Marktplatz mit seinem Brunnen trug außerdem noch reichen Birken- und Tannenschmuck. Schon in der frühen Morgenstunde strömten auf allen in Butzbach mündenden Straßen, Wegen und Pfaden Hunderte von Wanderern zu; Sonderzüge und Kraftwagen brachten aus dem ganzen (Gebiet des Gaues Hessen-Nassau einige tausend Mitglieder der deutschen Gebirgs- und Wandervereine zu der von dem Reichswanderführer nach hier festgelegten Sternwanderung und der damit verbundenen Kundgebung. Fast 60 Ortsvereine des Rhönklubs, Taunusbundes, Vogelsberger Höhenclub, des Frankfurter Stadtwaldvereins, der Westerwälder- und Pfälzer Wan- bervereine, bes Odenwaldklubs, des Speffartklubs u. a. waren erschienen. Eine große Ehrenpforte am Bahnhof, geschmückt mit den Stadtfarb^n, zeigte den Wanderern, daß auch die Stadtverwaltung
alles getan hatte, um ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Gegen 9 Uhr wimmelte es in unseren Straßen. Tausende froher Wanderer und Wanderinnen wurden von Einwohnern in die Schönheiten der nächsten Umgebung und die geschichtlichen Stätten unserer Stadt geführt. Am frühen Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die Straßen. Jeder Verein trug seine Fahne und Wimpel voran, die sich in das farbenprächtige Bild der Festteilnehmer, die fast alle m ihren Wandertrachten erschienen waren, schön einfügten. Viele Zuschauer waren auch aus der Umgegend gekommen, um den Festzug zu betrachen.
Auf dem Marktplatz begrüßte zunächst Bürgermeister Dr. Mörschel die Besucher, besonders den Reichswanderführer, Ministerpräsident a. D. Professor Dr. Werner. Er wünschte der Kundgebung einen erfolgreichen Verlauf und hoffte, daß die Wandervereine unsere Stadt in bester Erinnerung behalten und ihre Wanderziele noch oft nach Butzbach, der „Perle der Wetterau", legen möchten. Das gastfreie Städtchen sei stets für sie gerüstet.
Darauf sprach der Reichswanberführer Prosesior Dr. Werner, der stürmisch begrüßt wurde. Er führte u. a. aus, daß in dieser Stunde im ganzen deutschen Vaterlande in 45 großen Sternwanderungen hunderttausende Angehörige der deutschen Ge- oirgs- und Wandervereine angetreten seien, um in machtvollen Kundgebungen sich zur deutschen Wan- dersache zu bekennen. Sinn und Zweck der Stern- Wanderungen sei, den Wandergedanken noch mehr als bisher ins Volk zu tragen und die Liebe zur Heimat und Natur zu wecken. Neben dem Hohenstaufen und dem Brockenberg fei Butzbach eine ebenso wichtige historische Stätte. „Es gibt keine Landschaft, die die Seele so in ihren Bann zieht, wie die hiesige. Wir müssen uns bekennen zu allen lebenspendenden Kräften des Heimatgedankens." In allen 45 Kund- gebungen des Reiches am heutigen Tage wurde die folgende Botschaft verkündet: „Alljährlich, am Himmelfahrtstage, wenn der deutsche Frühling feine ganze Herrlichkeit entfaltet, treten die wandernden Volksgenossen an bestimmten Orten zusammen, um von dem Gelingen der deutschen Wanderbewegung Zeugnis abzulegen. Wo die Kundgebungen statt- finben, wehen Fahnen und verkünden deutschen Wandergeist, der die Liebe zur Heimat, Volkstum und Vaterland fördert und pflegt. Wandern tut not." Er schloß mit begeistert aufgenommenen Frischauf unb Sieg-Heil auf Führer, Volk unb Deutsche Wan- bersache.
In der stäbtischen Reithalle, bie ebenfalls prächtig mit den Fahnen des Reiches und ben Farben ber einzelnen Wanbervereine geschmückt war, fanb anschließend ein gemütliches Beisammensein statt, bei dem der Führer des hiesigen Taunusbundes, Herr Fülling, sprach und den Gebietsführer Staatsrat Dr. Krebs, Oberbürgermeister von Frankfurt, und feinen Stellvertreter Rödding besonders bewillkommnete. Für die 100. Wanderung wurden Frl. König, Frl. Sauer- Hach, Herr Hohl von Frankfurt und Frl. Bruchhäufer- Runkel ausgezeichnet. Allen an der Sternwanderung beteiligten Vereinen wurde ein großes, von der Stadtverwaltung gestiftetes wertvolles Bild vom Butzbacher Marktplatz als Andenken überreicht. Der Gesangverein „Eintracht-Orpheus" trug einige Lieder zur Unterhaltung vor. Bei Musik, Reigen und Tanz verlief die übrige Zeit bes Tages, bis die vorgerückten Stunden zum allgemeinen Aufbruch mahnten. Allen.Wanderern uno Wanderinnen werden sowohl die Sehenswürdigkeiten Butzbachs, als auch das innere Erlebnis des heutigen Tages unvergeßlich bleiben. Kameradschaft und Volksverbundenheit, das waren die Grundtöne, auf bie bie heutige Kundgebung gestimmt war, und sie machen mit Der Pflege ber Heimat- unb Vaterlanbsliebe bie Hochziele der beutfchen Gebirgs- unb Wander- beroegung aus.
Sternwanderung nach Alsfeld.
* Alsfeld, 21. Mai. Die für ben Ostgau bes Gebietes des V H C. festgesetzte Sternwanderung hatte als Ziel A l s f e I b. In ben Vormittagsstunden trafen die Vereine aus ben benachbarten Wandergebieten teils nach größeren Wanderungen, teils mit Wagen ein. Außer den Zweig- oereinen des VHC. aus Den Kreisen Alsfeld, Lauterbach und Schotten waren der Rhönklub Fulda mit dem Präsidenten bes Rhönklubs, Justizrat Dr. Pfeifer (Fulba), sowie einige Vereine des Knüllgebirgsvereins und dessen Führer, Amtsgerichtsrat Dr. H e u ß n e r (Hersfeld), unb einige Zweigvereine bes Oberhessischen Gebirgsvereins vertreten.
Die Vormittagsstunden wurden mit der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt Alsfeld unter Führung von Mitgliedern des VHC. aus- gefüllt.
Bei ber um 14 Uhr auf dem Marktplatz veranstalteten Kundgebung begrüßte Bürgermeister Dr. Völ- s i n g namens der Stadt Alsfeld die Gäste, denen er einen herzlichen Willkommengruß entbot. Er würdigte bie großen Verbienste ber deutschen Gebirgs- und Wandervereine um die Forderung des Fremdenverkehrs, insbesondere für bie Erschließung bes Vogelsbergs durch den VHC. und gedachte dabei auch ber verbienstvollen Tätigkeit bes früheren Verkehrs- bundes Oberhesien.
Der Führer des VHC. Dr. B r u ch h ä u f e r gab in feiner Ansprache einen Ueberblick über Die Entwicklung ber Sternwanberungen der Gebirgs- und Wandervereine, bie am Himmelfahrtstage an 43 verschiedenen Orten des deutschen Wandergebietes ftattfinben. Er wies auf die Verdienste hin, welche der VHC. während seines 50jährigen Bestehens für das deutsche Wanderwesen auf den verschiedensten Gebieten, insbesondere der Wegebezeichnungen, Schaffung von Unterkunftshütten, Erbauung von
Aussichtstürmen unb bergleichen sich erworben habe Der Redner betonte ferner die Notwendigkeit des Weiterbestandes der deutschen Wandervereine, die der Reichssportführer damals in Frankfurt als bie Seele bes Reichsbundes für Leibesübungen bezeichnet habe und bie, wenn sie noch nicht da wären, gegründet werden müßten. Rhönklubpräfident Dr. Pfeifer (Fulda) überbrachte die Grüße des Reichswanderführers Professor Dr. Werner und dankte für ben warmherzigen Empfang in Alsfeld. Er gab seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß die deutschen Gebirgs- und Wandervereine Ausnahme im Reichsbund für Leibesübungen gefunden hätten, dessen treueste Mitglieder sie seien. Er verlas sodann die Kundgebung des Reichswanderführers zu der Himmelfahrt-Sternwanderung.
Dr Pfeifer ließ feine Rede in ein Treugelöbnis auf das Vaterland und den Führer ausklingen. Das Lied der Deutschen und das Horst-Wessel-Lieb bildeten ben würdigen Abschluß der Kundgebung.
Unter den Klängen der Gruppenkapelle des Arbeitsdienstes Alsfeld fetzte sich der stattliche Festzug in Bewegung nach dem „Deutschen Haus", wo im !roßen Saale ein geselliges Beisammensein ftatt- and, in dessen Verlauf der Führer der Ortsgruppe Ilsfeld des Reichsbundes für Leibesübungen, Ebeling, (Erläuterungen über bie Organisation bes Reichsbunbes für Leibesübungen gab und die Stellung der Wandervereine innerhalb des Bundes näher umriß.
Bei den munteren Weifen der Kapelle des Arbeitsdienstes, bei weiteren Ansprachen und gefang« lichen Darbietungen verlebten die Teilnehmer in echter Volksgemeinschaft noch einige frohe Stunden, bei denen es auch an einem Tanz für die Jugend nicht fehlte.
Achtung! Iungreiter im Lumdatal!
Die Meldestelle für 3ungreiker Im Bezirk des SA. Reiter st urms 4/147 Londorf ist bei Obertruppführer Heinrich Schudt in Londorf, vurgstrahe Nr. 1.
Mit dem Bulldogs schwer verunglückt.
tt Ober-Widbersheirn, 20. Mai. In ber Nähe unseres Dorfes ereignete sich heute ein schwerer Unglücksfall. Auf der abschüssigen Straße nach Station Häuserhof versagte die Bremse eines Bulldogg, an dem zwei Anhänger mit Hartbasaltsteinen hingen. Die Last drängte den Bulldogg in schräger Richtung nach dem Straßengraben, wo er u m f i e l unb ben Lenker bes Fahrzeuges, Heinrich Müller aus Selin- rot>, unter sich begrub und festklemmte. Nur mit großer Mühe konnte der Unglückliche durch bie sofort herbeigeeilte Sanitätskolonne von Nidba aus feiner Lage befreit werden. Ein Nervenschock unb schwere Beinquetschungen machten ben Bebauernswerten, ber in ein Krankenhaus gebracht wurde, vorläufig nicht vernehmungsfähig. Der Bulldogg sowohl, als auch bie beiden Anhänger mußten wegen schweren Beschädigungen außer Gebrauch gesetzt werden.
Tödlicher Verkehrsunfall am Vilbeler Berg.
LPD. Vilbel, 20. Mai. Arn Mittwochnachmittag ereignete sich an dem von den Kraftfahrern gefürchteten Vilbeler Berg wieder ein schwerer Derkehrsunfall, dem ein 12jähriaer Junge zum Opfer fiel. Der Junge wurde, als er die Straße überqueren wollte, von einem Kraftwagen erfaßt unb auf bie andere Straßenseite geschleudert. Dabei erlitt er so schwere Der- letzungen, baß er balb Darauf im Krankenhaus starb.
Landkreis Gießen.
* Rödgen, 22. Mai. Ein Zusammenstoß zwischen einem Personenauto und einem Lieferwagen ereignete sich gestern am Ausgang unseres Ortes nach Gießen zu. Bei dem Un- glücksfall wurde der Insasse des Personenautos
Das fall Ihre Zahnbürste schaffen?
Sie soll jeden winzigen und entlegenen Winkel Ihrer Zähne erreichen? Das wird sie nicht allein schaffen. Da muß schon Nivea-Zahnpasta helfen! Die sorgt dafür, daß jedes Eckchen gründlich und dabei doch schonend gereinigt wird und daß Ihre Zähne weiß und gesund erhalten werden.
Doifleioötotosdeimoi
Roman von Marlise Kölling.
Urheberrechtsfchutz: Verlag Oskar Meister, Werdau.
21 Fortsetzung Nachdruck verboten!
Nein, er hatte keine Lust mehr, zu schuften, selbst nicht um den Preis der zehntausend Mark, die er nach fünf Jahren laut Testament erben sollte. Er konnte es nicht mehr mit ansehen, daß Benedikts sich immer enger an diesen windigen Pauker anschloß. Er wollte sie haben, und wenn ihm das nicht gelang, dann ging er.
Mit dem verfluchten Testament hatte es angefangen. Ehe Benedikte hierher auf die Insel gekommen war und diesen behördlich konzessionierten Weisheitsverzapfer kennengelernt hatte, war sie ganz anders zu ihm gewesen. Er hatte so sicher geglaubt, daß sie einmal [eine Frau werden würde, wenn er nur erst imstande wäre, sie zu ernähren. Jetzt schien diese Aussicht vernichtet.
Verzweifelt sah er vor sich hin. Nun saß man hier auf dieser Insel, hatte nichts au tun und zu denken, als immer nur Benedikte — keine Zerstreuung, kein Theater, kein Kino, keine Menschen, immer nur Arbeit unb grenzenlose Einsamkeit. Ein paar Male war er schon unten im Dorfwirtshaus zum Tanz gewesen, hatte bis tief in die Nacht getrunken, bis er müde unb seiner Sinne nicht mehr mächtig nach House getorkelt war. Aber am nächsten Tage ekelte ihn bas an. Das waren ja alles nur Versuche, sich lelbft davonzulaufen. Solange man hier in der Nöhe Benebiftes war, kam man nicht von ihr los und nicht von sich selbst.
Em Dumpfer Haß mar in ihm, ein Lebensüberdruß. Er wußte nicht, wohin mit feiner Qual.
_ , . 11.
x- Cl$t es Steffens gefallen war, alles Notwendige über Benedikte Zedlitz zu erfahren, ebenso leicht wurde es ihm, von Hans-Hermann alles zu hören was ihm wissenswert dünkte.
Er beobachtete den jungen Mann nur kurze Zeit, wahrens Der man ihm oben auf der „Burg" dabei half. Man sah Hans-Hermann hier unb bort, immer mit bem gleiche» verzweifelten Gesicht, einem
rastlosen Ausdruck in den Augen — kein Zweifel, der Freund dieses Fräuleins Zedlitz war sehr unglücklich. Das war aber die richtige Verfassung, in der man Menschen leicht für sich gewinnt.
Steffens hatte eines Abends eine kurze Unterredung mit Lonne und Nina.
Nina maulte ein wenig. Sie war von Natur aus sehr faul und schätzte es nicht, sich um des Geschäftes willen anzustrengen. Aber Lonne zeigte ihr nur stumm den Bankauszug der Kopenhagener Bank. Sie wurde blaß. Nun sah sie selbst ein, man mußte wieder an die Arbeit gehen.
Als sie sich eines Tages trennten, war Der neue „Schlachtplan" fertig.
Hans-Hermann faß allein in Der kleinen Schonung Des Norderwaldes. Ein paar Stunden wohl verweilte er hier schon und konnte sich doch nicht entschließen, heimzugehen.
Was sollte er auch daheim? Was sollte er überhaupt auf der Welt? Alles war so gleichgültig und so leer. Er grub verzweifelt den Kops in die Hände.
Da ließ ihn ein Knacken des Unterholzes auffahren. Ein junger Mann in weißem Hemd, Sport- Hofe, ein Skizzenbuch unter dem Arm, kam aus dem Wald und fetzte sich ohne weiteres mit einem fjöf-1 lichen „Sie gestatten?" neben ihn ins ©ras.
Hans-Hermann sah ihn finster an. Der Fremde klappte nunmehr sein Skizzenbuch auf, holte einen Kasten mit Pastellstiften aus der umgehängten Tasche und begann mit ein paar Strichen ein Stück des Waldsaumes zu skizzieren.
Das sonderbare Verhalten des jungen Mannes begann Hans-Hermanns Interesse zu wecken. Unauffällig schaute er zu dem Fremden hin. Der ließ nach ein paar Augenblicken ben Stift sinken, lächelte ihn an unb sagte liebensroürbig: „Sieht so leicht aus unb ist boch so schwer! Sie müssen wissen, je einfacher eine Landschaft ist, um so schwerer kann man ihr wirklich beikommen. Uebrigens, gestatten Sie, daß ich mich vorstelle: Steffens.
„Zedlitz."
Hans-Hermann verbeugte sich leicht im Sitzen. Der andere fah überrascht auf:
„Zedlitz? Verzeihen Sie, gehören Sie zu dem Haus mit bem drolligen Namen „Endlich allein"? Dort hat doch Hubert Zedlitz gewohnt, ber bekannte Maler."
„Ich bin fein Neffe unb wohne bort."
Steffens streckte ihm die Hand entgegen:
„Oh, das freut mich aber herzlich. Gerade heute vormittag habe ick einen Besuch bei Ihrem Fräulein Kusine gemacht."
„Bei Benedikte?"
„Jawohl, Herr Zedlitz. Sie sehen, ich bin Maler. Nun habe ich vor kurzem gehört, daß noch sehr schöne Bilder von Hubert Zedlitz vorhanden sein sollen. Das interessiert mich natürlich sehr. Ich weiß, daß seine letzten Bilder auf den internationalen Kunstausstellungen sehr gesucht waren. Ick wollte mich nun einmal informieren. Vielleicht baß bas eine ober andere Bild zu verkaufen wäre, auch in dieser Richtung hätte ich Interesse. Nun hat mich Ihr Fräulein Kusine Itebensroürbigerroetfe für morgen nachmittag zum Kaffee eingeladen. Ich hoffe, ich sehe Sie doch auch?"
Hans-Hermann hatte eigentlich nicht die Absicht, sich sehen zu lassen. Er hatte ein schlechtes Gewissen Benedikte gegenüber. War doch die Arbeit in letzter Zeit von ihm sträflich vernachlässigt worden. Aber nun beschloß er, doch anwesend zu sein. Dieser Steffens schien ein netter unb interessanter Mensch zu jein, und daran war hier, weiß Gott, Mangel.
„Sind Sie Sommergast hier, Herr Steffens?"
Der Maler wies auf die „Burg", deren rote Backsteinmauern undeutlich durch das Grün des Waldes schimmerten.
„Jawohl, ich bin zu Gast bei meinem Freunde Lonne dort oben auf ber „Burg". Ein furchtbar nettes Haus, immer etwas los, reizenbe Menschen. Man ist schrecklich vergnügt ba oben. Kennen Sie eigentlich Graf Sonne?" fragte er ben begierig lauschenden Hans-Hermann.
Dieser verneinte. „Nur ein paar Gäste von oben — so zufällig vom Baben her."
,T)h, dann müssen Sie aber mal hinauf kommen, Herr Zedlitz. Ganz bestimmt! Und ich alaube, es wird Ihnen gefallen. Graf Lonne freut sich übrigens über jeden netten Menschen, Den man ihm bringt. Wie wäre es morgen abenD? Warten Sie, ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie kommen morgen mit mir herauf! Wir rechnen auf auswärtigen Besuch, da werden wir eine Bowle brauen, ein bißchen tanzen, ein bißchen Musik hören. Passen Sie auf, es wird sehr nett sein. Vielleicht ist Ihr Fräulein Kusine auch mit von Der Partie?"
„Für meine Person sage ich gern zu, Herr «Steffens, für meine Kusine kann ich nicht bestimmen."
„Aber Sie werden meine Bitte ein bißchen unterstützen, nicht wahr?" Steffens fah ihn erwartungsvoll an.
Hans-Hermann nickte steif.
Der Maler zog seine Uhr.
„Nun muß ich aber wirklich eine halbe Stunde fleißig sein. Entschuldigen Sie mich, Herr Zedlitz, ich werde mich ein Stuck weiter verflüchtigen. Ich furchte, sonst komme ich immer wieder ins Schwatzen. Auf Wiedersehen morgen nachmittag. Es war mir eine große Freude!"
Benedikte war ganz verwundert. Hans-Hermann kam zum ersten Male feit Wochen mit einem liebenswürdigen und aufgeschlossenen Gesicht zu Ti ch zurück.
Sie war geradezu erlöst. Nichts konnte sie schlechter vertragen als Mißverständnisse und Spannungen zwischen Menschen. Sie war Hans-Hermann ja doch von ganzem Herzen gut. Daß sie ihn nicht liebte, wie er sich bas gedacht, dafür konnte sie doch nichts. Aber mußte man deswegen so feindlich aneinander vorübergehen?
So benahm sie sich so freundlich wie nur möglich, und die Mittagsmahlzeit verlief ganz friedlich. Als sie fertig waren, sagte Benedikte:
„Uebrigens, ehe ich es vergesse, Hans-Hermann, wir haben morgen nachmittag Kaffeebesuch, einen Herrn Steffens von ber „Burg", er ist Maler. Er interessiert sich für Onkel Huberts Bilder. Vielleicht bist du auch dabei?"
„Gern. Uebrigens habe ich diesen Herrn Steffens schon kennengelernt."
Er erzählte von dem Zusammentreffen oben am Wald.
„Ein reizender Mensch", sagte er lebhaft, „es würde mich freuen, wenn wir öfter mit ihm zusammenkämen."
Ihm fiel sofort die Veränderung in den Mienen einer Base auf.
„Du machst ja ein so merkwürdiges Gesicht, Benedikte?"
„Ach nichts, nichts", erwiderte diese hastig. Der Gedanke, mit Steffens öfter zusammenzukommen, war ihr plötzlich sehr unangenehm. —
(Fortsetzung folgt!)


