Ausgabe 
22.5.1936
 
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Arbeitsbuch für weitere Berufe

1.

2.

3.

4.

Landwirtschaft, Gärtnerei, Tierzucht, Forstwirt­schaft, Fischerei, Bergbau, Salinenwesen, Torfgräberei, Textilindustrie, Vervielfältigungsgewerbe,

Qualitätsleistung im Interesse beider Teile nicht durch Reklame und theoretische Abhandlungen, son­dern durch praktische Vorführung und Erklärung am schnellsten und dauerhaftesten durchsetzen kann.

Der heutige Besuch wird für mich Veranlassung sein, schon in den nächsten Wochen an Hand der mir nach der Ausstellung zugehenden Berichte mit den in Frage kommenden Reichsinnungs­meistern grundlegend die erweiterte Beteiligung des Handwerks an den Reichsnährftandsausstel- lungen vorzubereiten

und bereits jetzt durch Zusammenstellung der einzel­nen Leistungen die Voraussetzung für eine vollendete Demonstrierung des handwerklichen Könnens zu schaffen.

Zusammenfassend sprach der Reichshandwerks­meister seine besondere Anerkennung aus über die protze Leistung, die die Reichsnährstands-Ausstellung in ihrer Gesamtheit darstelle.

5. Musikinstrumenten- und Spielwarenindustrie,

6. Bekleidungsgewerbe,

7. Wasser, Gas- und Elektrizitätsgewinnung und Versorgung,

8. Reinigungsgewerbe,

9. Gaststättengewerbe,

10. Häusliche Dienste, im Besitze eines Arbeitsbuches sein muß, und die Einstellung und Beschäftigung ohne ein solches nicht statthaft bzw. strafbar ist.

Soweit Angehörige dieser Berufsgruppen noch kein Arbeitsbuch besitzen und auch einen Antrag auf Ausstellung noch nicht gestellt haben, ist dies schnell­stens nachzuholen, um sich damit vor unangenehmen Folaen zu schützen. Gleichzeitig wird darauf hinge­wiesen, durch die dritte Bekanntmachung des Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 20. Januar 1936

Es ist damit zu rechnen, daß in kürzester Zeit eine weitere Verordnung des Reichsarbeitsministers er­geht, wonach jeder arbeitsbuchpflichtige Arbeiter und Angestellte der Betriebsgruppen:

'glichMffenbesuchderReichsnähkstandsschaii.

Reichshandwerksmeister Schmidt auf der Ausstellung. 3n Zukunft noch stärkere Beteiligung des Handwerks.

NUN alle arbeitsbuchpflichtigen Arbeiter UN- Ange­stellte aller Betriebsgruppen zur Antragstellung auf­gerufen find.

Achtung Volksgenoffen!

Vom Arbeitsamt Gießen wird uns mit­geteilt:

Bis zum 31. Mai 1936 muß jeder Volksgenosse, der als Arbeiter oder Angestellter tätig ist oder sein will, den Antrag auf Ausstellung des Arbeits­buches gestellt haben. Wer noch keinen Antrag ge­stellt hat, muß dies sofort auf dem oorgeschrie- benen Formular beim Arbeitsamt Gießen, oder dessen Nebenstellen nachholen. Wer bereits einen Arbeitsbuchantrag eingereicht, aber noch kein Ar­beitsbuch erhalten hat, darf nicht nochmals einen Antrag stellen.

Wichtig für Velriebsführer!

Die Arbeitsverhältnisse sind von dem Betriebs- führer auf Seite 6 bis 7 des Arbeitsbuches einzu­tragen. Auf den Seiten 1 bis 5 dürfen Eintragun­gen (außer Wohnungsänderungen) nicht vorge­nommen werden. Alle Veränderungen wie: Einstel­lungen, Entlassungen, Aenderung der Beschäfti­gungsart und Wohnungswechsel sind auf den vor- gefchriebenen Formularen, die vom Arbeitsamt kostenlos zu beziehen sind, anzuzeigen.

in einem Leiestungswettbewerb demonstriert. Auck die Küfer, die Seiler, der Silobau, die Wagner uno Stellmacher, der Sattler und der Kupferschmied zei­gen Stände, die bereits eine erhebliche Weiterver­besserung gegenüber der Reichsnährstandsausstellung in Hamburg bedeutet. Diese Stände sind insofern be­sonders wertvoll, weil durch sie der Beweis erbracht wird, daß die Handwerks-Ausstellung im Rahmen der Reichsnährstandsausstellung immer weiter aus­gebildet und in immer größerem Maße bei den Landwirten und Bauern dös richtige Verständnis für handwerkliche Wertarbeit durch die Beteiligung des Handwerks an den Reichsnährstandsausstellungen geweckt werden kann. Denn ich glaube, daß sich die

LPD. Frankfurt a. M., 21. Mai. Zeigte die große 3. Reichsnährstanüsschau in Frank­furt a. M. schon an den ersten vier Tagen seit der Eröffnung mit insgesamt fast 250 000 Be- s u ch e r n, welck) großes Jnteresie man dieser ge­waltigen Ausstellung entgegenbringt, so dürfte der Himmelfahrtstag wohl einen außer­ordentlichen Rekord ausgestellt haben. Dies­mal waren es nicht nur die mehr oder weniger programmgemäß eintreffenden Sonderzugteilnehmer, die das Gelände betraten, sondern mehr Einzel­personen und kleine Gruppen, die mit dem Kraft­wagen, dem Motorrad, dem Fahrrad oder den fahr­planmäßigen Zügen eingetroffen waren. Kaum reichten die umliegenden Anlagen, Straßen und Plätze aus, um alle die Fahrzeuge unterzubringen. Soweit man blicken konnte, stand Fahrzeug an Fahrzeug. So war es denn auch verständlich, daß in der Ausstellung ein fast lebensgefährliches Ge­dränge herrschte. Obwohl es in den frühen Mor­genstunden bei Eröffnung der Schau regnete, stan­den bald große Menschenmassen vor den Einlaß- toren, und immer neue Scharen kamen an. Erst gegen Mittag ließ der starke Andrang ein klein wenig nach, um am späten Nachmittag wieder ein­zusetzen. Die Verkehrsmittel, vor allem die Straßen­bahnen, mußten restlos eingesetzt werden, um die An- und Abfahrt zu ermöglichen. Teils bildeten die Straßenbahnen lange Reihen, die sich erst vom Hauptbaynhof ab wieder allmählich auflösten.

Am frühen Morgen besuchten die amerika­nischen Austauschstudenten, die sich gegenwärtig aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Carl-Schurz-Vereiniguna auf einer Deutschland­reise befinden. Die Reichsnährstandsschau und gaben ihr großes Interesse und ihre ungeteilte Bewunde­rung für diese herrliche Ausstellung zum Ausdruck.

Aus allen Teilen des Deutschen Reiches kommen die Bauern und Landwirte nach Frankfurt. Tag für Tag ist die Zahl der Sonderzüge außerordentlich groß, und schon morgens ab 8 Uhr ift die Ausstel­lung stark besucht. Alle Mundarten schwirren durch­einander. Trachten aus allen deutschen Gauen be­leben das Bild. Der Leistungswettbewerb hat eine sehr starke Beteiligung aufzuweisen. Während in Hamburg die bisher stärkste Beteiligung von 50 vom Hundert aller ausgestellten Rinder erreicht wurde, beträgt der Prozentsatz in Frankfurt sogar

Wirtschaft.

66 v. H.

Der frühere englische Landwirtschaftsminister, jetzt Mitglied des englischen Oberhauses, Lord Gitta- lei), besuchte die Reichsnährstandsausstellung. Das Gebiet der deutschen Marktordnung, vor allem die Milchwirtschaft, erregte seine besondere Aufmerksam­keit, da ja auch England sich um den Schutz und die Sicherstellung seines Bauerntums bemüht. Vor seinem Besuch wurde er zunächst vom Stabsamts­führer Dr. R e i s ch l e und dann vom Reichs­bauernführer selbst empfangen. Lord Eltis- ley ließ sich vom Reichsbauernführer über die wich­tigsten Fragen der deutschen Landwirtschaftspolitik, Ernährungsfreiheit, Marktordnung und Preisrege­lung unterrichten und übernahm es, die Grüße des Reichsbauernführers an Lord Ellivt, dem jetzi­gen englischen Landwirtschaftsminister, auszurichten.

Der Eindruck

des Reichehandwerksmeisters

Eine besondere Bedeutung kam dem Besuch des Reichshandwerksmeisters Schmidt zu, der auf Einladung des Reichsbauernführers die 3. Reichsnährstandsausstellung am Himmelfahrtstage besichtigte. In der Jnnungsfchmiede auf dem Aus- ftellungsgelände griff der Reichshandwerksmeistcr selber zum Handwerkszeug und half bei der Schweiß­arbeit. Seine Eindrücke von der Ausstellung schil­derte der Reichshandwerksmeister wie folgt:

Mein Besuch hier ist für mich eine Selbstverständ­lichkeit, ebenso wie

die Zusammenarbeit zwischen Bauer und Hand­werker eine selbstverständliche Rotwendigkeil dar- stelll.

Neben den vielen Anregungen, die ich hier erhalten habe, und neben der Ausdehnung und Größe der Ausstellung war es für mich vor allem die Einbe­ziehung des Handwerks in diese Ausstellung, die mich tief beeindruckt hat. Die Zusammenarbeit zwi­schen Dauer und Handwerker, die ja bereits in der vorjährigen Ausstellung in Hamburg zum Ausdruck kam, findet in Frankfurt ihren noch viel stärkeren Ausdruck. Im weiteren Verlaufe der Zeit werden wir zu einem immer organischeren Zusammenarbei­ten kommen. Am formvollendetsten ist in Frankfurt die Schmiedewerkstätte des Reichsinnungsverbandes, die tatsächlich alle für den Dauern in Frage kom­menden Sparten des Schmiedehandwerks zeigt und

* Main-Kraftwerke, Frankfurts.M.- H ö ch st. In der Aufsichtsratssitzung wurde der Ab­schluß für 1935 vorgelegt. Der Reingewinn einschl. Vortrag aus dem Vorjahre beträgt 914 927 (909106) Reichsmark, woraus wieder 4 v. H. Dividende auf 22 400000 RM. Aktienkapital in Vorschlag gebracht werden. Generalversammlung am 29. Juni.

Nhein-Maimscke Börse.

Aktien schwacher, Renten fest.

Frankfurt a. M, 20. Mai. Die seit Beginn der Woche zu beobachtende Umschichtung des Publi­kumsinteresse von Aktien für Renten trat an der heutigen Börse erneut deutlich hervor. Die bei den Banken vorliegenden Aufträge der Kundschaft be­trafen überwiegend Käufe für den Renten- markt, an dem sich bei allerdings nicht sehr leb­haften Umsätzen wettere Kurserhöhungen einstell­ten. Altbesitz zogen auf den herannahenden Aus­losungstermin bei größerem Geschäft auf 115,40 bis 115,60 (115,10) an, Kommunal-Umschuldung er­höhten sich auf 89,13 bis 89,25 (88,85), Zinsver­gütungsscheine auf 92,50 bis 92,70 (92,50) und späte Reichsschuldbuchforderungen waren zu 89,75 gesucht. Auch Wiederaufbauzuschläge blieben gefragt, ebenso Städte-Altbesitz mit 112,25. Etwas niedriger lagen jedoch Reichsbahn-VA. mit 125,90 (126,40). Außer- dem zeigte sich Publikumsnachfrage am Kassarenten­markt für Pfandbriefe.

Der Aktienmarkt lag dagegen infolge wei­terer Verkäufe der Kulisse und der Kundschaft schwächer. Die ersten Kurse waren noch etwas un­einheitlich, während gleich danach allgemein Ab­schwächungen überwogen. JG.-Farben zunächst 173,75 (173,50), dann 172,50, Scheideanstalt mit 240 (239) etwas fester. Erhöhtes Interesse wandte sich den Schiffahrtsaktien zu, die bei lebhaften Umsätzen im Gegensatz zur Allgemeintendenz in fester Hal­tung verkehrten. Hapag 15,40 bis 16.40 (15), Nordd. Lloyd 17 bis 17,75 (16,13). Von Elektroaktien waren Siemens 2,13 v. H. schwächer, Licht und Kraft mi­nus 0,75 v. H., während sonst die Kurse ziemlich behauptet lagen. Montanaktien gingen durchweg um 0,50 bis 1 v. H. zurück, Buderus verloren 2 v. H., nur Ilse Genuß lagen 1,25 v H. fester. Im ein­

zelnen verloren Reichsbank 2 v. H., Westdeutsche Kaufhof 1,25 v. H., Zellstoff Aschaffenburg 1,50 v. H. und jomtt wieder unter Pari, ferner Daimler Mo­toren 113,25 bis 112,75 (114), Muag 98 (99,50). Metallgesellschaft zogen 0,25 und Mainkraftwerke 0,50 v. H. an.

Bei sehr kleinen Umsätzen war der Aktien­markt im Verlaufe noch mäßig schwächer. Scheide­anstalt 239 nach 240, im übrigen bewegten sich die weiteren Rückgänge im Rahmen von 0,25 bis 0,50 vom Hundert. Don später notierten Werten büßten RWE. 2,25, Rheinstahl 2 v. H. ein. Etwas höher lagen Südd. Zucker mit 211 (210). Schiffahrtsaktien im Verlaufe ruhiger und leicht abbröckelnd, Hapag 16 nach 16,40.

Am Rentenmarkt ging das Geschäft stark zurück und auch die Kurse ließen z. T. etwas nach, so Altbesitz auf 115,35 nach 115,60 und Kommunal- Umschuldung auf 89 nach 89,25. Pfandbriefe lagen zumeist unverändert, Franks. Hyp. und Franks. Pfandbriefbank je plus 0,25 auf 97, für Preuß. Landespfandbrief-Anstalt wurden sämtliche Serien mangels Angebots gestrichen Stadtanleihen lagen z. T. weiter etwas höher, 4,50 (7) Frankfurt 93,50 (93,25), 4,50 (6) dto. 93 (92,90). Auslandrenten lagen ruhig, aber behauptet.

Der Freiverkehr lag etwas leichter: Adler­werke 105,50 (106,50), Pokorny 112 (112,50), Kali Wintershall 120,50 (122), Ufa 65 (66).

Tagesgeld etwas gefragt und auf 2,75 (2,50) v. H. erhöht.

Abendbörse ruhig.

An der Abendbörse war die Unternehmungslust klein, das Geschäft hatte daher nur sehr kleinen Umfang. Am Aktienmarkt war die Kursent- Wicklung gegen den Berliner Schluß noch etwas uneinheittich, seitens der Kulisse zeigte sich jedoch auf der ermäßigten Basis kleine Rückkaufsneigung. Die Kursveränderungen gingen nach beiden Seiten kaum über 0,25 bis 0,50 hinaus. Etwas lebhafteres Geschäft hatten erneut Schiffahrtswerte, insbeson- dere Hapag mit 16,50 (16,13), Nordd. Lloyd blie­ben zu 18 unverändert. IG. Farben waren im Verlauf 0,25 v. H. höher mit 172,25. Von Renten konnten sich Kommunal-Umschuldung auf 89 erho­

len, nachdem heute mittag ein Rückgang bis auf 88,75 erfolgt war. Von Goldpfandbriefen erhöhten sich sämtliche Serien der Rhein. Hyp. Bank auf 97 (96,75). Reichsbahn-Vorzugsaktien bröckelten 0,25 v.H. ab auf 125,90.

U. a. notierten: 4,5 v. H. Franks. Hyp. Gold R 13 bis 15 97, 4,5 v. H. Rhein. Hyp Gold alle Se­rien 97, 4 v.H. Oesterreich Einheitsrente 1,13 4 v. H. Ungarn Kronen 1,80, 4 v. H. Rumäne 5,60, 4 o.H. Schweizer Bundesbahn 226, 5 v.H. Goldmexikaner 13,30, Commerzbank 92,25, DD.» Bank 94,50, Dr^dner Bank 95,25 Reichsbank 18A Buderus 100, Harpener 127, Mannesmann 93,50, Hoesch 103,65, Rheinftahl 127,75, Verein. Stahl­werke 92,90, ÄKU. 53,50, BMW. 132,75, Betula 148,75, MAN. 115, Gement Heidelberg 140,50, Daimler 112,25, Scheideanstalt 239, Licht & Kraft 150, IG. Farben 172 bis 172,25, Gesfürel 140, Hafenmühle 106, Junhans 91 50, Muag 98, M^e- nus 91, Schuckert 144,50, Westdeutsche Kaufhof 43, Reichsbahn-VA. 125,90, AG. für Verkehr 119, Ha­pag 16,50, Lloyd 18.

Frankfurter Getreidebörse.

Frank surt a. M., 20. Mai. Bei unveränder­ter Markttage gegenüber dem Montagsmarkt notier­ten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilo­gramm) in Mark: Weizen W13 215, W16 218, W 19 222, W 20 224; Roggen R12 178, R15 181, R18 185, R 19 187, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Hafer . Weizenmehl W13 28,55, W16 28,80, W19 28,80, W 20 29,15; Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mk. Fracht- ausgleich. Weizenfuttermehl W 13 13,15, W 16 13,30, W19 13,50, W 20 13,60; Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Rog­genkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Soja- schrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erdnußkuchen m. M. 17,85 ab süddeutsche Fabrikstationen. Treber 16,00 bis 16,50, Trocken- schnitzel 9,40 ab süddeutsche Fabrikstattonen. Heu 7,00, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,00 bis 3,30, do., gebündelt 2,80 bis 3,00. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Sd)tathtmehmarft

Frankfurt a. M., 20. Mai. Auftrieb: Rinder 21 (gegen 48 am letzten Donnerstag), darunter 2 (14) Ochsen, 2 (7) Bullen, 16 (24) Kühe, 1 (3) Färse. Kälber 561 (940), Schafe 82 (36), Schweine 1103 ' (1279). Notiert wurden pro 50 kg Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 67 bis 75 (am 14. 5. 71 bis 78), b) 59 bis 66 (63 bis 70), c) 49 bis 58 (52 bis 62), d) 38 bis 48 (38 bis 51). Hammel und Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Markt­verkauf: Kälber ruhig, ausverkauft. Hämmel und Schafe schleppend, Schweine wurden zugeteilt.

Großmarkt für Fleisch und für Fett- waren. Beschickung: 715 Viertel Rindfleisch, 160 ganze Kälber, 2 ganze Hämmel, 547 halbe Schweine. Notiert wurden pro 50 kg in Mark: Ochsenfleisch a) 80, b) 69, c) 61. Bullenfleisch a) 76. Kuhfleisch a) 75, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80, b) 69. Kalb- fleisch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 cm 65 bis 70, Flomen höchster Preis 80. Marktverkauf: ruhig.

Lnvalidemmterstühung der OB!?, und Büroerfteuer.

Zu der Frage, ob die Jnvalidenunterstützun" her Deutschen Arbeitsfront bei der Berechnung d"r 23ürgerfteuer heranzuziehen sei, ist folgendes zu sagen:

Der Reichsminister der Finanzen hat auk -ine Anfrage bejahend entschieden. Nach seinen A"g- führungen kommt es entscheidend darauf an "b die Unterstützungsleistungen der Deutschen A>b ' s- front freiwillig gewahrt werden, oder nicht. 3u entscheiden ist hierbei zwischen der Einräumung d-'s Stammrechts und der Auszahlung der einzelnen Leistungen. Entscheidend kommt es darauf an, ob die einzelnen Leistungen fteiwillig geschehen. Der Reichsminister der Finanzen kommt in seinem Ant­wortschreiben zu dem Ergebnis, daß zwar von der Deutschen Arbeitsfront das Stammrecht gegenüber den Mitgliedern der Deutschen Arbeitsfront frei­willig eingeräumt wird, daß aber die Einzelleistun- gen auf Grund der Satzung gewährt werden und eine Art Naturalverbindlichkeit vorliegt. Die Steuer- pflicht ist daher bejaht worden.

Die Richtlinien der Deutschen Arbeitsfront wer­den z. Zt. neu gefaßt. Die Ueberprüfung wird auch nach steuerlich-rechtlichen Gesichtspunkten erfolgen. Das Sozialamt wird das Problem der Bürger­steuer in diesem Zusammenhang mit dem Reichs­finanzministerium erneut behandeln.

Sprechstunden der Redaktton.

1130 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschloffen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Z)atnm |

5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6H% Poung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mH

Äuslos.-Rechten ............

4Vi% Deutsche RetchSpostschatzan Weisungen von 1934, I.......

4¥i% ehem. 8% Hessischer Volks- staat 1929 trückzahlb. 102%) ...

*¥i% ehem. 8% Hessische Lande« banl Darmstadt Gold R. 12...

5y,% ehem. 4^% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLtau.

4%% ehem. 8% Darmsi. K»mm

Landesb.Goldschuldverschr. R.t

Lberhessen Provinz-An leihe mb

AuSlos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

4¥i% ehemL% Franks. Hyp.>Ban!

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1985

6¥i% ehern. 4Vi% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

5%% ehem. 4 yt% Rheinische HyP.-Bank-Ltqu.^Soldpse. ...

*¥i% ehem. 8% Pr. LandeSpfand brtesanstalt, Pfandbriefe R. 19

4¥i% ehem. 7% Pr. Landespfand

briefanst., Gold Komm. £61.20

Lteuergutsch. BerrechnungSk. 84-38

4% Oesterreichischc Goldrente...

4,20% Lestcrretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4&% desgl. von 1918..........

5% abgest. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Bagtvdbahn-Auleihe Serie I....................

Krankst,rt a. Ul.

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Devisenmarkl Berlin Frankfurt a. 2!L

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19 5-

20.5.

195.

20.5

Datum

19.5.

19-5

20-5

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103,4

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98,5

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6 135,75

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PHUtvp Hol» mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerl Karlstadt..

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6

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Banknoten.

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109,4

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31,25

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Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der

101

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7 141,25

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237,5

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151

131

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140

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141 137,75 134,5 145,9 192,5 140,25

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150

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239

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127

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170

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100,13

93,75

Schultheis Patzenhofer .....

2lhi (Allgemeine Kunstseide)

94,5

95,25

188

94,5

95,25

187,75

I- ®- starbeu-Jnduftrte . Scheide anstatt.........

Goldschmidt ..........

RütgerLwerke .........

iiretallgeiellichoft.......

31,9 I

98

210 I

2,2

8,9

8,65

8,65

13,5

Grttzaer....................o|

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker ........10|

börse

20.5.

Manch ei der Bergbau .. Kokswerke ...........

Rheinische Braunkohlen Rheinftahl ...........

Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

16,13

31,9

18

119,25

117

92,5

Bemberg...........

Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer GaS .......

Bereinigte Stahlwerke. Ltavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. 8altwerte Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth

101,5 1 100

122 121

126,75 127

105,5 103,65

31,5 32,25 1

98,5 -

211 I 211 '

Daimler Motoren . ... Deutsche Linoleum ... Orenstein & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Cha de..............

Accumulawren-Fabrst Conti-Gummi.......

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamdurg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

'2L©. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Banl und Dioconto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Barch.............. 4

A.S.S...................... 0

Bekula..................... s

Ciektr. LieferungSgetellschaft ... 6

Licht und Kraft .............7

Felten & Guilleaume......... 4

Gefellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........6

'Rhein. Wests. Gleite..........6

Schuckert L Co............... g

Siemens L Halste............g

Lahmeyer L Co.............. 7

Spener................. 2 yt

sch EisenSöln-Neueffen .. 3

Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........6

klüchnerwerte ............... 3

Mannesmann-Rähren........ s

Heansturt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlutzt. Abend» börse

Schlvß» lurS

Schlugt. Mittag- börte

Datum

19.5

20 5

19 5-

20-5

4% oesgi. Serie 11 ............

9,75

9,75

_

_

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6,65

6,8

6,8

4H"/k>Rumän.vereinh.Rentev.lSl3

9,55

9,55

9,6

9,5

4% Rumänische vereinh. Rente .

5,65

5,6

5,75

5,65

2 ¥*% Anatolier............

42,75

43,25

42,5

43,25

19.Mai

20-Mal

Amtliche Geld

Dotierung Srief

Amtliche Jlotierung

Geld | Brie-

Jueno» Vliiv

0,684

0,688

0,684

0,688

Brüssel ....

42,05

42,13

42,06

42,14

Rio de Ian.

0,137

0,139

0,137

0,139

-osta.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

55,18

55,30

55,16

55,28

Danzig....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,36

12,39

12,355

12,385

helsingfors.

5,445

5,455

5,445

5,455

Laris .....

16,365

16,405

16,37

16,41

Holland ...

167,91

168,25

168,01

168,35

.Italien ....

19,48

19,52

19,48

19,52

3<Wan.....

0,724

0,726

0,724

0,726

ugotlawten

5,654

5,666

5,654

5,666

CSlo.....

62,11

62,23

62,09

62,21

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,23

11,25

11,225

11,245

Stockholm...

63,72

63,84

63,70

63,82

Schweiz ...

80,38

80,54

80,38

80,54

Spanien...

33,90

34,96

33,91

33,97

Prag......

Budapest ..

10,29

10,31

10,30

10,32

Reich ork ...

2,487

2,491

2,487

2,491

Berlin, 20 .Ulai

®dt>

Är ef

ümerltangche iWutea..............

2,439

2,459

Belgische Noten..................

41,92

42,08

Dänische Noten .................

54,91

55,13

Englische Note» .................

12,32

1236

Französische Noten...............

16,32

16,38

Holländische Noten...............

167,59

168,27

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

61,88

62,12

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten..............

Schwedische Noten...............

63,48

63,74

Schweizer Noten.................

80,20

80.52

Spanische Noten.................

33,71

Ungarische Roten................

109,4

109,4

109,4

31,5

31,5

31,25

2,35

2,3

2,4

8,75

8,8

8,8

8,5

8,6

8,65

8,6

8,65

8,65

13,3

13,4

13,3

9,75

10

10