Peter sangt ganz unten an
wandert ...
Wolter.
Oberheffen
die die bei
tigt ist. Stumm hörte er sich an, was man von ihm will, dann aber ist er auch bald dabei.
„Die Karre drüben, das ist eine Affenschaukel, sage ich Ihnen. Daß das Ding überhaupt noch jemand fährt, lieber renn' ich zwei Stunden zu Fuß, als daß ich mich mit so 'ner Kiste blamiere. Da macht doch bald das ganze Getriebe nicht mehr mit, der Mann hat ja mehr Kosten als Vorteil. Wenn ich hier Geselle bin, lege ich mir ein Motorrad zu. Wenn jetzt erst die Autostraßen gebaut sind, dann sollen Sie mal sehen, wieviele sich noch ein Auto oder ein Motorrad zulegen. Deshalb bin ich ja auch Autoschlosser geworden. Eigentlich wollte ich zuerst zu den Flugzeugen, aber dazu muß man viel älter sein. Vielleicht komme ich dort mal hin, wenn ich hier ausgelernt habe. Wenn nicht, dann mache ich eine eigene Tankstelle mit Reparaturwerk st ätte oder sowas auf. Vater will mir was zugeben, wenn ich hier wirklich tüchtig bin. In der Gefolgschaft, ich bin nämlich in der H I-, ist noch einer, der Autoschlosser werden will, vielleicht kann ich mal mit dem zusammen einen Laden aufmachen. Wir werden die Kiste schon schmeißen. Mehr weiß ich Ihnen nicht zu sagen, aber kommen Sie doch bloß mal rüber und sehen Sie sich die Nuckelpinne an. Das ist wohl das erste Auto, das erfunden wurde ..."
Die „Nuckelpinne" wird betrachtet, man hört sich die Erklärungen an, aber man ist doch nicht ganz dabei. Drei Gespräche, auf kurzer Spritztour erhascht, ohne Schminke festgehalten, drei Jungens unserer Zeit. Eines ist ihnen allen gemeinsam. Jeder weiß, was er will, jeder sieht die Zukunft, wie man sie heute sehen muß. Nüchtern, praktisch, mit den Augen bei dem Ziel, und aus dieser Zielstrebigkeit heraus begeistert für den langen Weg, der beoorsteht.
Mehr ist darüber nicht zu sagen. Glückauf für alle drei und für jene große Schar, die mit ihnen
später auch als Verkäufer bei sich einstellen wird. Beim Bedienen muß ich ja auch jetzt schon manchmal helfen, es ist alles gar nicht so schlimm.
Mächtig stolz bin ich gewesen, als ich das erste Geld bekommen habe. Einen Teil gebe ich zu Hause ab, aber trotzdem behalte ich doch noch soviel übrig, wie ich es früher nie besessen habe. Jetzt kaufe ich mir ein Fahrrad, damit ich noch das Geld für die Straßenbahn einsparen kann. Die Arbeit hier in der Drogerie macht wirklich Spaß, der Chef ist anständig, und man lernt auch so eine ganze Menge nebenbei. Bloß, ich glaube, ich werde meinen Laden später doch noch moderner aufziehen ..."
Er wird„dieWe schon schmeißen"
Schließlich landet die Erkundungsfahrt nach mehreren Fehlschlägen in einer Autoreparatur- Werk st ä t t e. Der Chef wirft einen kurzen Blick nach hinten in den zweiten Raum, in dem mehrere Mann mit einer uralten Kaffeemühle von Wagen beschäftigt sind.
„Wirklich, ich bin erstaunt, was der Knirps schon weiß und wie der sich im Wagen auskennt. Nach der Richtung hin werde ich dem bald nichts mehr beibringen können, die Jungens heute sind auf dem P o st e n. Das dazugehörige Mundwerk hat er allerdings auch, ich habe schon einige Male dämpfen müssen, aber die Gesellen haben schon beinahe Achtung vor ihm. Na, dann sprechen Sie mal selber mit ihm ..."
Willi B. sieht erst ein paar mal über den Wagen, ehe er herankommt. Gern tut er es anscheinend nicht, er zeigt durchaus,' daß er beschäf-
dem man ...
„Wissen Sie, ich hatte mir — ehrlich gesagt — die ganze Sache zuerst vollkommen anders gedacht. Erich, von Nachbars, die jetzt verzogen find, war als Bote bei ’nem großen Hotel tätig und hatte stets mit feiner Uniform ganz mächig angegeben. Und dann die Trinkgelder, die er immer fürs Gepäcktragen erhielt! Wenn wir 'ne Eiswaffel bestellten, nahm er gleich immer eine ganze Portion mit Sahne. Und Geldverdienen ist doch wichtig, wenn man vorwärtskommen will. Außerdem ist doch in so 'nem Hotel, wenn man nicht gerade in irgendeine Mottenkiste kommt, immer allerhand los. Man kann da mal mit der Zeit eine ganz gute Stelle kriegen.
Also habe ich meine Eltern gedrängelt, daß sie mich als Bote oder Laufjunge ins Hotel gehen ließen. Zuerst wollte niemand davon etwas wissen, schließlich habe ich es dann doch durchgesetzt. Ich hatte mich in dem gleichen Hotel wie Erich angemeldet, und da ich den Portier kannte, bin ich auch reingekommen. Aber dann^ging die Pleite los. Wenn ich gedacht hatte, ich krieg' gleich 'ne Uniform oder Trinkgelder ... Gleich am ersten Tag mußte ich runter in den Weinkeller, aufräumen, neue Fässer einlagern und die Fenster, durch die von der Straße Dreck gekommen war, säubern. Vielleicht in ’nem halben Jahr kann ich in die Halle, man muß ganz von unten anfangen."
?„Aber ..."
„Ach so, die Sache mit dem Ding, das mir der Kellermeister geklebt hat. Aber Sie müssen nun nicht glauben, daß mir das alles keinen Spaß mehr macht. Zu Haufe herumsitzen, das ist doch auch nichts, und in der Berufsschule, in die ich jetzt noch muß, bekommt man manchmal auch noch eine gekleistert. Wenn ich hier mal Kellermeister bin, werd' ich irgendeinem wahrscheinlich ebenso eine langen.
Das kam nämlich so. Eine neue Ladung Fässer war eingetroffen und die alten mußten weg. Fritz und ich gingen auch mächtig ran, und der Chef sah zu. Wir meckerten natürlich, und da war er schon in Fahrt. Wie ich dann ein Faß die Rampe hinauf- rollte, rutschte es, da Fritz losgelassen hatte, zurück und siel, nachdem es mir über den Fuß gegangen war, was mächtig zog, quer hinunter. Da gab es eben eine ausgezahlt, weil ein Reifen gesprungen war ..."
„Aber trotzdem gefällt es dir?"
„Klar. Das halbe Jahr hier unten krieg' ich auch schon rum. Und schließlich — anfangen muß man ja überall ..."
Traum von einer kleinen Drogerie
Ganz anders Wilhem T., der in einer Drogerie beschäftigt ist. Langsam, stockend und ein wenig unsicher, erzählt er von seinen Zukunftswünschen und dem Weg, auf dem er sie zu verwirklichen gedenkt. In ungefähr zehn bis fünfzehn Jahren — er ist jetzt fünfzehn — will er von dem Gehalt, das er al s Verkäufer oder Lage- r i st erhalten wird, soviel gespart haben, daß er sich eine kleine Drogerie zulegen kann. In der Stadt will er nicht bleiben, sondern in eine Kleinstadt oder in ein ganz großes Dorf hinaus, wo es sich lohnt, vielleicht als Erster eine Drogerie aufzürn a ch e n, und wo man trotzdem noch ein kleines Haus irgendwo im Grünen haben kann. Bis vor drei Jahren haben die Eltern noch auf dem Land gewohnt, es hat ihm da draußen besser gefallen, aber hier wird man doch sicherer vorwärtskommen.
„Ich hatte mich schon mehrfach auf Inserate beworben, aber niemals wollte es klappen, so daß ich bereits eine ganze Zeit zu Hause saß. Aber jetzt bin ich auch ganz zufrieden, daß es nun endlich losgehen kann. Da ich selber einen Photoapparat besaß und ckuch allein entwickelt habe, kann ich hier in der Drogerie schon ganz gut in der Dunkelkammer helfen. Das hat dem Besitzer gefallen, ich glaube sicher, daß er mich behalten und vielleicht
Also: die Sache ist gar nicht so einfach. Da wird man aus der dunkelsten Ecke eines Weinkellers, in dem man gerade mit Schaufel und Handbürste tätig war, heraufgeholt, um Auskunft zu geben. Aber Peter F., der jetzt in dem kleinen Raum hinter der Hotelhalle vor einem steht, ist nicht auf den Mund gefallen. Ungefähr 1,50 Meter groß, mit Vaters altem Schlips versehen, um die eigene Konfirmationskrawatte zu schonen, nimmt er forsch neben dem Reporter Platz, um ein Interview zu geben. Die Scheu ist bald überwunden. Eigentlich ist einem in den ersten Tagen, die man in dem neuen Beruf steckt, soviel passiert, daß einem nichts mehr aus der Fassung bringen kann. Selbst Tatsache nicht, daß jemand es für wichtig hält, Geschichte mit der Maulschelle auizuschreibcn,
Drei neugebackene Lehrlinge erzählen
„Oie Jungens heule sind auf dem posten/'
Oer Geschäftsbericht
der Spar- und Leihkaffe Hungen.
Q] Hungen, 18. April. Die Spar- und Leihkasse zu Hungen e. G. m. b. H. veröffentlichte ihren Geschäftsbericht für das 97. Geschäftsjahr 1935. Das Geschäftsjahr 1935 kennzeichnet die erfreuliche Feststellung, daß sich auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens eine stetige Aufwärtsentwicklung bemerkbar macht. Der Gesamtkassenumsatz betrug 17 088 039,66 Mark. Dieser hat sich gegen das Vorjahr um nahezu 2 Millionen Mark vermehrt. Die B i - lanzsumme hat sich auf 914 795,14 Mark erhöht um den Betrag von 11 545,94 Mark. Ende 1935 wurde der Wirtschaft innerhalb des Tätigkeitsbezirks 786 691,66 Mark an Krediten zur Verfügung gestellt. Auf das Geschäftsjahr 1935 entfallen 87405 Mark. Insgesamt konnten 49 Kreditgesuche Genehmigung finden. An Zinsen für Leihkapital wurden rückwirkend vom 1. Januar 1935 ab 53/4 v. H. berechnet. Dieser Satz entspricht dem Reichsdurchschnitt und bedeutet gegen das Vorjahr eine Senkung von 3/< v. H. Der Stand der Spareinlagen einschließlich Kündigungsgelder betrug am Bilanztage 727 685,99 Mark. Hierfür wurden die Höchstzinssätze für Genossenschaften (3Vz v. H. bis 43/s v. H.) vergütet.
Im Laufe des Jahres wurden 3 2 0 neue Sparbücher ausgegeben. Die Spareinlagen vermehrten sich 1935 um 66 882,02 Mark. Insbesondere hat sich die S ch u l s p a r k a s s e in Hungen weiter gut entwickelt. Sie brachte im Berichtsjahre 3 318,13 Mark neue Einlagen.
Die flüssigen Mittel betragen: Kassenbestand, Reichsbank- und Postscheckguthaben 21 677,91 Mark: Scheckbestand 2 606,60; Wechselbestand 20 506,13; Wertpapiere (Bilanzwert) 66 273,30; Bankguthaben 12 368,03, zusammen 123 431,97 Mark. Diese flüssigen Mittel sind gegen das Vorjahr um rund 50 000 Mark gestiegen. Daraus ist zu ersehen, daß die Liquidität der Kasse in einem gesunden Verhältnis zu den täglich fälligen Verpflichtungen steht.
Das eigene Betriebskapital fetzt sich wie folgt zusammen: Reservefonds 17 631,89 Mark; Betriebsrücklage 13 821,89 Mark; Rückstellungen 10 018,13 Mark; Geschäftsguthaben 26 410 Mark, zusammen 67 881,91 Mark. Unter Hinzurechnung der Haftsumme im Betrag von 522 000 Mark beziffert sich das gesamte Garantiekapital auf 589 881,91 Mark, das sind über 70 v. H. des an- vertrauten fremden Kapitals. Die Bilanz schließt nach Abzug aller Unkosten, die sich gegen das Vorjahr um ca. 600 Mark verringert haben, mit einem Reingewinn von 3181,72 Mark ab, welcher der Generalversammlung zur Verfügung gestellt wird.
Landkreis Gießen.
* Heuchelheim, 21. April. Die Freiwillige Feuerwehr Heuchelheim hielt in der Wirtschaft „Zum Treppchen" ihre Generalversammlung ab. Wehrführer Schmidt begrüßte die Kameraden und gedachte der im vergangenen Jahre verstorbenen vier Angehörigen der Wehr. Schriftführer Luh erstattete den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß die Wehr 119 aktive und 37 inaktive Mitglieder zählt. Die Beteiligung an den Hebungen war mit 80 v. H. der aktiven Mannschaft sehr gut. Rechner Keil trug den Kassenbericht vor, der eine günstige Finanzlage ausmies. Kamerad Schmidt, der die Wehr 22 Jahre als 1. und 2. Kommandant geführt hat, gab bekannt, daß er fein Amt aus Altersrücksichten niederlege. Als Nachfolger wurde der 1. Brandmeister Ludwig Schmidt VII. vorgeschlagen. Bürgermeister Rinn würdigte die Verdienste des ausscheidenden Wehrführers und schlug vor, ihn zur Anerkennung für seine Tätigkeit zum Ehren-Kommandanten zu ernennen. Die Wehr stimmte diesem Vorschlag zu. Um den über 60 Jahre alten Kameraden auch weiterhin eine aktive Tätigkeit bei der Wehr zu ermöglichen, ist eine Altersabteilung gebildet worden, die in der Hauptsache mit Absperrungsmaßnahmen beauftragt wird. 20 Kameraden, die damit einen schönen Beweis ihrer kameradschaftlichen Gesinnung geben, gehören dieser Abteilung an.
V Mainzlar, 18. April. In der Gastwirtschaft von Koch dahier fand die Generalverfamm- lung des Vereins Krankenpflege unter dem Vorsitz von Pfarrer G u ß m a n n (Kirchberg) statt. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht des Vereins für 1935. Der verstorbenen drei Mitglieder wurde in üblicher Weise gedacht, der Vor- ftandsbeschluß bekanntgegeben, wonach Nichtmitglieder (es handelt sich nur um wenige Personen) etwaige geleistete Krankenpflege bezahlen müssen. Das Jahr 1935 war für die Krankenschwester Margarete H. ein schweres Arbeitsjahr. Denn es wurden 446 Kranke verpflegt und 4952 Krankenbesuche gemacht, außerdem 13 Nachtbesuche und 5 Nachtwachen geleistet. Ihr wurde im Namen des Vereins und Vorstandes für diese selbstlose treue Arbeit warm gedankt, sowie allen, die die soziale Einrichtung mit Geld oder Naturalien unterstützt hatten. (Gemeinde, Innere Mission, Ev -kirchl. Frauenhilfe.) Die Rechnung wurde vom Rechner Wehn vorgetragen; sie ergab einen ganz kleinen Ueber- schuß. Nachdem zwei Mitglieder aus der Versammlung die Rechnung geprüft und als richtig bekunden, Entlastung beantragt hatten, dankte der Vorsitzende mit herzlichen Worten dem Rechner W. für feine pünktliche Arbeit. Er schloß die Versammlung mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer.
<£ Reiskirchen, 22. April. Aus Anlaß des 48. Geburtstages unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler hatte die N S. - Frauen-
schäft Reiskirchen für jedes schulpflichtige Kind der Gemeinde je eine große Brezel backen lassen. Die Verteilung fand nach der Schulfeier in der hiesigen Schule statt.
= Steinbach, 21. April. Gestern fanden hiev und in Albach Holzversteigerungen statt, die letzten für dieses Frühjahr. Es handelt sich um eine Holzfällung im Zuge der Reichsauto- b a h n. Die erzielten Preise waren trotz der schwierigen Abfuhroerhältnisse — das Holz muß teilweise' ein Stück getragen werden — reichlich hoch, so daß beide Gemeinden eine gute Einnahme haben.
I Großen-Linden, 21. April. Der im 49. Lebensjahre stehende Bergmann Wilhelm Degen erlitt gestern bei Beginn der Arbeit an der Ar- deitsstätte einen Schlaganfall. Der bedauernswerte Mann wurde sofort in die Klinik nach Gießen verbracht. — Wie man erfährt, soll die Ludwigstraße an der Einmündung in die Obergasse durchgebaut werden. Das Gelände steht zur Verfügung. — Der an die Wasserleitung neu anzuschließende Brunnen ist z. Z. acht Meter tief. Die Arbeit ist recht schwer, da man auf Felsen stößt.
A Lang-Göns, 20. April. Gestern abend fand in der Turnhalle eine Hauptversammlung des Turnvereins statt, die sehr gut besucht war. Vereinsführer Karl Müller eröffnete die Versammlung und ließ die neuen Satzungen des Reichsbundes für Leibesübungen vorlesen. Dann gab er einen Bericht über Einnahmen, Ausgaben und Kaffenbestand des Vereins. Oberturnwart Lang las den Jahresbericht über die turnerische Arbeit des Jahres vor und konnte feftfteüen, daß der Lang- Gönser Turnverein auf fast allen turnerischen Veranstaltungen Siege errang. Dann wurden Vereinsführer Müller und die beiden Kassenprüfer Wagner und K ö st e r einstimmig auf zwei Jahre wiedergewählt. Dem Antrag, die Tore und den Umkleideraum des Sportplatzes zu erneuern, wurde stattgegeben. Nach einer kurzen Ansprache des Diet- wartes wurde die Versammlung mit der Ehrung des Führers und den Nationalliedern geschlossen.
! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 21. April. Die Kleeäcker zeigten am Anfang des Monats ein ganz prächtiges Bild. Nirgends sah man Lücken in dem Bestand. Leider ist nun durch die Kälte i>as Wachstum gestört worden. Aber nach einigen Tagen warmen Wetters kann hier und da mit dem Schnitt des Grünfutters begonnen werden. In den letzten Jahren ist der Klee selten so schön durch den Winter gekommen wie heuer. Die kalte Nacht vom Sonntag auf Montag — man maß bis zu 3 Grad unter Null — hat erfreulicherweise an der Obstbaumblüte f a ft gar keinen Schaden angerichtet. Sämtliche Fruchtknoten sind noch grün. Es blühen zur Zeit die Pfirsiche, Pflaumen, Frühzwetschen und einzelne Birnensorten.
Kreis Schotten.
* Ulfa, 22. April. Der hiesige 24jährige Steinbrucharbeiter Richard Graf erlitt einen Unfall. Mit einem schweren Schädelbruch mußte er von seiner Arbeitsstelle im Steinbruch Ober- Widdersheim in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Sein Befinden ist ernst.
Große Strafkammer Gießen.
In der gestrigen Hauptoerhandlung hatte sich die Kammer mit dem R. M. aus Burkhardsfelden wegen fahrlässiger Tötung zu befassen. Der Angeklagte, der als Wachmann bei der Wach- und Schließgesellschaft in Gießen tätig war, kam am 3. Februar ö. I. morgens vom Außendienst in das Wachlokal in der Stephanstraße zurück. Wie üblich, war er mit dem Entladen seiner Schußwaffe beschäftigt, als ein Schuß krachte und den im gleichen Raum weilenden Wachbeamten Even auf der Stelle tötete. Die gestrige Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte grob fahrlässig gehandelt hatte, zumal man ihn einige Wochen vorher bei einer ähnlichen Gelegenheit auf die Folgen seines leichtsinnigen Verhaltens aufmerksam machte. Das Gericht verurteilte ihn zu 7 Monaten Gefängnis und 35 Mark Geldstrafe.
Sodann hatten sich wegen Betrug und Urkundenfälschung der Ernst Paetow und Der Fritz Sam« r o ro aus Bad-Nauheim zu verantworten. Der Angeklagte Paetow besuchte beruflich eine Anzahl Geschäftsleute. Gelegentlich dieser Besuche fragte er fiö, ob sie schon ihre Steuergutscheine eingelöst hätten. Als er davon in Kenntnis gesetzt wurde, daß die Einlösungsfrist bereits abgelaufen sei, erbot er sich unter Hervorhebung seiner Beziehungen zu einem Finanzbeamten, trotz dieses Hindernisses die Gutscheine einzulösen. Der Angeklagte ließ sich eine Vollmacht ausstellen, änderte das Datum dieser Scheine ab und begab sich zu dem Angeklagten D a m r o w , der beim Finanzamt tätig war und trotz Kenntnis der Fälschungen die Einlösung vornahm. Den Angeklagten wurden für ihr Vorgehen ansehnliche Beträge ausgehändigt. Das Gericht erkannte gegen Paetow auf 10 Monate, gegen Damrow apf 10 Monate und 3 Wo ch e n Gefängnis und erließ gegen beide Angeklagten sofort Haftbefehl.
nicht immer beiseite stehen.
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