Gut keral"n...
Geschichten aus aller Welt
licht, so widerspricht das durchaus nicht der ebenfalls geförderten Pflege volkstümlicher Ueberliefe- rung. Ebenso wie die Erhaltung des Handwerks und Bauerntums, wie die Belebung alten Brauchtums und wie der Heimatschutz, gehört auch das Auswirken der technischen Gaben zu den Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes. Läßt doch auch sein unvergänglicher Genius Goethe den alten Faust nach, allem Kämpfen und Irren den Frieden finden, indem er für freie Bauern Land aus der See gewinnt — durch eine technische Tat!
Darunter soll sich auch der als Brille benutzte Edelstein befinden, mit dem Nero das brennende Rom betrachtet haben soll.
Ein ganz merkwürdiger Kauz scheint der Millionär Mc Cormick zu sein. Er besitzt einen Autopark von 365 Wagen, um jeden Tag einen anderen benutzen zu können; für dieses Jahr muß er sich noch für den 366. Tag mit einem Auto versehen.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Amerikas Lincolnfeicr.
A. Z. Washington.
Dieser Tage feierten die Bereinigten Staaten wie alljährlich den Geburtstag des Präsidenten Abraham Lincoln, der neben Washington und Theodor Roosevelt als der größte Präsident der Staaten gilt. Wie immer wurde auch diesmal die berühmte Gettysburger Botschaft des Präsidenten über die Abschaffung der Sklaverei über alle amerikanischen Sender verbreitet. Ium ersten Mal aber wählte man als Sprecher nicht einen Amerikaner, sondern einen Engländer, den aus vielen Filmen bekannten Schauspieler Charley L a u g h t o n.
Lincoln, der von 1809 bis 1865 lebte, war Präsident der amerikanischen Nordstaaten im Bürgerkrieg. Nach errungenem Sieg über die Südstaaten, die sich der Abschaffung der Sklaverei widersetzt hatten, wurde er von einem Schauspieler während einer Theatervorstellung ermordet.
Amerikanisches Kuriositäten-Kabinett.
A. Z. Neuyork.
Ein Strauß merkwürdiger Kurznachrichten wird uns durch Zeitungen der Vereinigten Staaten über- reichti
Da streiten sich in den Vereinigten Staaten 14 Männer darum, wer wohl von ihnen das „allein echte Gerippe von Kolumbus" besitze; jeder schwört auf die Echtheit des {einigen, obwohl man drüben wissen sollte, daß die Gebeine des großen Entdeckers in Spanien ruhen.
Es muß schon ein sehr leidenschaftlicher Raucher sein, der sich 12 000 Gutscheine einer bestimmten Zigarettenmarke zusammenraucht, dafür erhält er aber dann auch ein Auto.
In Harlington ist der Großvater des Erfinders der Micky-Maus geboren, Grund genug, um in dem Ort Micky-Maus-Festspiele abzuhalten.
In San Francisco haben 18 junge Mädchen einen Klub gegründet. Nur die Grazie kann Mitglied werden, die die klassischen Formen der Venus von Milo vorweisen kann.
Sehr stolz ist Oberst Lincoln Derwey auf seine Brillensammlung von 5000 Stück aus allen Zeiten.
daß technische Erfindungsgabe ein ausschließliches Vorrecht nordischen Volkstums sei. Schon vor Jahrtausenden haben vor allem Chinesen und Aegypter hohes technisches Können bewiesen. Indessen läßt sich nicht bestreiten, daß die heutige Technik zum guten Teile ein Werk von Männern nordischen Stammes, daß technische Begabung eine wesentliche Eigenschaft nordischer Menschen ist. Wenn Deutschland heute gewaltige technische Aufgaben, wie die „Motorisierung des Verkehrs", die Autobahnen, das Fernsehen, die Landgewinnung
Bei der Verhimmelung, die besonders mit den weiblichen Filmstars drüben getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn ein Liebesbrief der Greta Garbo auf der Autogramm-Börse von Neuyork mit 2850 Dollar bezahlt wurde. Viel zu teuer, muß man sagen, denn der Brief war eine Fälschung.
Wie mögen wohl Eier schmecken, die nicht in Wasser gekocht sind, sondern durch Töne von sehr hohen Schwingungszahlen zum Kochen gebracht wurden? In einem Gasthof in Washington kann sich jeder Gast durch Kosten solcher umständlich gekochten Eier von ihrem Wohlgeschmack überzeugen. Sie werden allerdings durch diese Zubereitung verteuert.
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Ein namhafter Schönheitsarzt in den USA. verkündet, es gäbe kein wirksameres Mittel, um ein schönes Gesicht zu bekommen, als Bauchredner zu werden. Das kann nicht stimmen, denn die hier m Europa auftretenden Bauchredner sind durch die Bank keine Adonisse.
Wer war die erste Eisläuferin?
(b) Stockholm.
Nachdem die Welt elf Tage lang im Banne der Ereignisse von Garmisch-Partenkirchen gestanden hat, dürfte es interessieren, wer eigentlich als die erste Schlittschuhläuferin angesprochen werden kann. Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn obgleich im vorigen Jahrhundert die Frauen, die sich in Wien, Budapest, Paris und Berlin öffentlich auf Eisbahnen zeigten, noch beträchtliches Aufsehen erregten, ist die Kunst des Eislaufens bei den Frauen doch schon viel früher bekannt gewesen. Es gibt Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, auf denen man Holländerinnen auf Schlittschuhen sieht. In Schweden liefen die Frauen, urkundlich verbürgt, schon im 15. Jahrhundert auf Schlittschu-
Jngenkeur und Künstler Leonardo da Vinci, aus dem Meere in riesiger Arbeitsschlacht verwirk- Natürlich können diese Beispiele nicht besagen.
hen. Aber man weiß angeblich sogar von einer Heiligen Lydwina, daß sie Schlittschuhe benutzt hat. In einer im Jahre 1490 verfaßten Lebensbeschreibung ist nämlich ein Holzschnitt zu finden, auf dem zu sehen ist, wie Lydwina auf dem Eise gestürzt ist und von Frauen, die ebenfalls mit Schlittschuhen versehen sind, aufgehoben wird. Die Eisläuferinnen der ganzen Welt können also mit Recht die Heilige Lydwina als ihre Schutzpatronin ansehen.
Konservatives England.
(—) London.
Es dürfte sich allmählich herumgesprochen haben, daß England das konservativste Land der Welt ist. Man braucht in den englischen Zeitungen nur aufmerksam die kleinen oerfteaten Meldungen aus den einzelnen Grafschaften zu verfolgen, um immer wieder auf Beispiele zu stoßen, wie sich Jahrhunderte alte Sitten, Gebräuche und Vorrechte in ihrer ursprünglichen Form bis in die heutige Zeit erhalten haben. Hier nur eine kleine Blütenlese der letzten Woche:
Da trat der Grafschaftsrat von Chester zusammen. Seine Sitzungen haben ein merkwürdiges Arrangement: während die Ratsmitglieder am Versammlungstisch Platz nehmen, läßt sich der Vorsitzende nicht etwa auf einem Präsidentenstuhl, sondern in einem bequemen Sessel am brennenden Kamin abseits seiner Kollegen nieder. Sobald das geschehen ist, bringt ein Mann, der eigens dazu angeftellt ist und jährlich 5 Pfund Sterling dafür erhält, irdene Pfeifen, einen' Tabakskasten und eine Schachtel mit Pfefferminzplätzchen herein. Diese Utensilien werden unter die Ratsmitglieder verteilt, weil das auf Grund eines Privilegs aus dem Jahre 1742 so vorgeschrieben ist...
An der Straße von Glastonbury nach Taunton in der Grafschaft Somerset wurde eine über den Parrettbach führende letzte Zollbrücke dieses Landesteils öffentlich versteigert. Der Käufer hat laut königlicher Verordnung aus dem Jahre 1622 das Recht, jeden zweiten Tag von allen Fuhrwerken, Autos, Motor- und Fahrrädern einen Brückenzoll in Höhe von 3 Pennies zu erheben!
Soeben ist zum Besuch in London der kanadische Universitätsprofessor Walker eingetroffen, der — wie seine Vorfahren — vom englischen Staat eine jährliche Rente von 60 Pfund Sterling bezieht, ohne dafür jemals einen Dienst geleistet zu haben. Verdient hat sich diese Pension im Jahre 1651 eine Vorfahrin, eine Frau Elisabeth Pates, die den nach der Schlacht von Worcester vor den „Rundköpfen" Cromwells fliehenden König Karl II. im dichten Laub einer ihrer Garteneichen verbarg und damit vor seinen Verfolgern rettete. Karl gelangte glücklich nach Frankreich, entsann sich, als er neun Jahre später wieder den englischen Thron bestieg, seiner Lebensretterin und setzte für sie und ihre unmittelbaren Nachkommen die sogenannte Pension „auf ewige Zeit" aus. So zahlt denn auch heute noch die englische Staatskasse regelmäßig 60 Pfund jährlich an den Professor Walker.
Das Kassenbuch eines Uhrmachers.
B/Li. Paris.
In Paris wird zur Zeit ein simples Kassabuch zum Verkauf ausgestellt, aber dieses Buch ist
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führt. Doch bereits am Hochzeitstage versetzten, das Verhör ergab, die bewundernden Blicke,
alle männlichen Dorfgenossen seiner Braut ^ufc u ten, ihn in eine gelinde Raserei, so daß es auf [ Hochzeit beinahe zu einer Schlägerei gekomch wäre. In der Folgezeit nahm seine Eifersucht d zu, ohne daß seine Frau ihm irgendeinen dazu gegeben hätte. Schließlich band er die 2Ierrr auf einen Stuhl und schnitt ihr, um sie für anb „ungenießbar zu machen", die Haare ab, rafiJ ihr die Augenbrauen weg und verbot ihr außeckq auf strengste, sich überhaupt noch ein einzige; As zu waschen! Die Frau traute sich wegen ihrer (in stellung nicht mehr vor die Tür, und exft als] kürzlich, von ihrem eifersüchtigen Peiniger j Verzweiflung getrieben, eine Axt ergriff und iss damit einen kleinen Schmiß an der Backe b? brachte, kam dieses merkwürdige Eheverhältni; i öffentlichen Kenntnis und selbstverständlich aej vor Gericht. Was den Axthieb der Frau belrii so mußte natürlich der Gerechtigkeit Genüge | geschehen. Frau Zhivotitch erhielt einen Moi Gefängnis, worüber sie im übrigen nicht fingliidi ist, weil sie während dieser Zeit ihre Haare « der wachsen lassen kann und sich nach Herzens waschen darf.
,<i großen Berkel kn, ja biebiret® Weg EMU putschen « -nFranksuI her Energie w» kirnen, unb he . dch die Anlas ^Bestimmung u hmainischen Pre «-mittag unter h gegeben, all da L seit Anfang 3ar E, geschaffen wurt h erscheint überfl I sprechen, was i Men Fran iM im Werden \ hm darbietet, ist irgendeiner Ueb
außerordentlich interessant. Es handelt sich nöM um das Geschäftsbuch des Uhrmachers Bregu-> berühmten Uhrmachers während der Revo^ und des anfangs des 19. Jahrhunderts. Br^, belieferte damals zahlreiche Persönlichkeiten dc ! g, schichte mit goldenen und silbernen Uhren, «nctzjs, Könige und deutsche Fürsten gehörten, wie oul j, nen Eintragungen hervorgeht, zu seinen ftär:tig(] Kunden.
Auf einer Seite lieft man z. B.: „Verkam. , den Herzog von Wellington eine goldene TaM^ uhr, 2000 Francs". Napoleon ist mehrfach ten. Auch „Madame Bonaparte" war Bre^ Kundin, und noch weiter zurück findet man *U| den Namen Marie Antoinettes. Ein Zufall es, daß gleich hinterher folgende Eintragung „Den 2. Brumaire des Jahres VI, eine nlbtm Uhr, 16 000 Francs in Assignaten, wert etoogj Francs, Monsieur de Paris". Mit „Monsicr:, Paris" bezeichnete man den französischen fyK Das Meisterwerk Breguets steht heute nod)H dem Schreibtisch des englischen Königs. Es ho-i' sich um eine Kombination von Standuhr und schenuhr. Wenn man die Taschenuhr den Tag j getragen hat, kann man sie in einem beftij ten Rahmen in der Standuhr hineinstecken, m die Standuhr zieht die Taschenuhr automatisch m der auf und reguliert sie während der Nach! -
Eifersucht und Reinlichkeit.
(im) Belgrat»
Bis zu welchen Unsinnigkeiten die Eifers einen Menschen verleiten kann, lehrt der Fällst Ehemannes Stanimir Zhivotitch aus dem kleD jugoslawischen Dorf Seono, der soeben wegen M Handlung seiner Frau zu vier Monaten dtefäniH verurteilt wurde. Zhivotitch hatte erst im vorD Jahre feine hübsche junge Frau vor den Altarsü
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Um 20.11 Uhr beginnt der frohe und gemütliche Fa schings-AbendL
2 Tanzflächen — Sekt-Büfett und Tanzdiele ko I. Stock. Einlaß gegen Verzehrkarten sra Mk.
0mt-u .Meuoomtln GM
Sonntag, den 23. Februar 1936:
Besichtig««» der Sbst-rnusi» Anlage« des -Kreises Wetzl«.
Abfahrt nach Wetzlar 14.10 Uhr mit Sonntagskm» Mitglieder und Freunde des Gartenbaues sind »
•fiMLeßt. faste..
Großes
Rosenmontagskonzert
Oie glückliche Geburt eines Sohnes zeigen an
Gustel Krämer
Or. fr. Karl Kramer
Gießen (z.Z. Univ -Frauenklinik), am 21. Februar 1936
Faschlngsdienitag, 25. Februar:
Fastnacbt-Dienstag, S.01I! Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern der Militär-Kapelle.
f Rheingold
Heute Samstag
Rheinischer Abend
Fastnacht-Dienstag Großes . narr. Faschingstreiben
Gasthaus Stadl Benin
Heute Samstag, den 22. Februar Rosenmontag, den 24. Februar
Grolles Faschingslreiben Bit 4 Uhr nachts geöffnet! &44d|
Restaurant Dippel
(Am Oswaldsgarten)
> He & X 1105 D
Fastnacht-Dienstag: Kappenabend Stadt Lauterbach
Lieber Straße 57. obm
im Cafe Leib, Walltorstrafee, am Sonntag, dem 23. Februar 1936, und Rosenmontag, dem 24 Februar 1936
Ausfieführt von dem Musikkorps des Inf.-Regts. Nr. 36, unter Leitung des Herrn Obermusikmeisters E. Krauhe
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und Dienstag
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Heute Samstag, 3 Uhr nachmittags:
I. Kinder-Kostüm-Fest
Solotänzerin in ihren Kindertänzen!
Abends: Rheinische Stimmung
Sekt- und Likör-Stube / Hamburger Büfett
Rosenmontag abend:
Kostüm-Fest / Tanz
Prämüerung der schönsten Kostüme 3 Damenpreise, 3 Herrenpreise, flotte Tanzkapelle
Dienstag, 3 Uhr nachmittags:
U. Kinder-Kostüm-Fest
Abends:
Grobe Faschings-Redoute
Karneval hSIaöllliealer
Sonntag, den 23. Februar
n.15-12.15 uhr Der fröhliche Mozart
Preise 30 und 50 Pfennig
Abonnenten freier Eintritt
19-22 uhr: Die Fledermaus
Preise von 050 bis 2.50 RM.
Dienstag, den 25 Februar
20.11-22 45 Uhr: Mer don't all met!
Karneval bei Prinz Orlolskv
Preise von 0.40 bis 2.50 RM.
1128 D
Gasthaus
.Al toljolnfl", Miet
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Klein-Linden
Gasthaus zur Deutschen Eiche Heute Samstag, den 22. Februar: Tanz mit Kappensilzunp Emtritt frei! Anfang 8 Uhr! Fastnachtdienstag, den 25. Februar: Groller Huattrunl — TANZ — Anfang 19.61 Ihr.
Es ladet freundlichst ein:
Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde
Naturwissenschaftliche Abteilung
Montag,24. Februar l936.18Uhrc.t., im Zoologischen Institut: Herr Prof. Merker: Beruht der Lichtschutz geg.ultraviolette Strahl.im Wirbeltierauge auf Anpassung? Geschäftliches — Vorstandswahl Gäste willkommen H02D Hcnneberg. Vorsitzender
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Stadt Mainz
Fastnacht-Samstag, Montag
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstagr mittag geschlossen.


