t
Wlnter In Ostpreußen.
0. D.
kündigen.
Am
einmal versucht. Büdingen.
R? feÄ
Va.’NC Q i Q
sie beim Schuß einen kolossalen Rauch entwickelten, hätte sie der Gegner sofort erkannt und zusammen- geschossen. Run hätten sie \a in der R a ch t schießen können, aber die guten Heinriche sandten eine ge radezu fulminantes Mündungsfeuer aus, es wäre für die französischen Lichtmeßtrupps eine Freude gewesen, sie anzuschneiden, und so blieb eigentlich nur noch der Nebel. —
Schade, daß man im Nebel nicht beobachten kann'
So mußten wir dem wackeren Heinrich IV. mit einer Feldbaubitze Entfernungen und Winkel er f^ießen. Dabei lernte ich auch die ehrwürdige - r « r, M - rxX t A it-nh fUn-
Als im Februar 1912 die Mandschus der Regierung entsagt hatten, ging die Gewalt in China in die Hände des Diktators Puan-schi-kai über. Dieser legte den Mandschuzopf ab, und da er, wie man in China sagte, die Mandschufahne weggeworfen hatte, um das chinesische Fahnentuch zu retten, so nahm er auch für Nordchina die fünffarbige neue Flagge der chinesischen Republik an. (Fünf Farben entsprechend den fünf Stämmen: rot Chinesen, gelb Mandschu, blau Mongolen, weiß Mohammedaner, schwarz Tibetaner.) Er suchte sich allerorts einflußreiche Freunde zu gewinnen, so ernannte er
ansetzung der Folgerichtigkeit" gemeink. Die Sache liegt ganz einfach so: die höheren Rangstufen waren und sind heute noch: Major, Oberstleutnant, Oberst; die höchsten: Generalmajor, General» oberstleutnant, Generaloberst. Für Generaloberstleutnant wurde der Kürze wegen Generalleutnant gesagt. Diese Erklärung, die mir vor Jahren ein Offizier gab, ist gewiß sehr viel einleuchtender als die des „Kyffhäusers", die für den angeblichen Wertumtausch eine Erklärung nicht
würgt" gekriegt, aber dann sei er vom Genenu! zum Frühstück eingeladen worden.
Die Mannschaft des idyllischen Geschützes oben ist Dreivierteljahr später bei der großen Aisne- Offensive fast bis auf den letzten Mann gefallen,, nachdem sie in heißem Gefecht aus ihrer alten Ringkanone herausgeschossen hatten, was ging.
Die Bedienung „Heinrichs IV." bestand auch aus ebenso tapferen wie freundlichen Leuten!
Blick durch den vereisten Seesteg auf Seebad Cran, (Scherl-Bilderdienst-M.)
Urlaub.
Von Albert Lehsten.
Hofe nachsandte.
Puan-schi-kai, ehemals Vizekönig von Korea, war als erbitterter Feind der Japaner deren Ein-
I.
Nuan-schi-kai.
Ein chinesischer Wallenstein
Kämpfer für Chinas Einigung
Don August Beck, Oberstleutnant a. D.
Jn auch für bi Mellt finb. p* mchts b M-icht ein J'Ptrhdjen «
Cignuna, Leh-big ö" lag tos
alte Kerle, die dann in der großen Aisne-Offensive verdammt ihren Mann gestanden haben, das sei zunächst einmal festgestellt!
Und der Einsatz der Heinriche hatte durchaus Sinn und Verstand, sie waren nämlich für den Fall eines feindlichen Angriffes zur Bekämpfung rückwärtiger Ziele vorgesehen, die wir normalerweise in Ruhe ließen. Deshalb schliefen sie auch all die Monate vorher einen Dornröschenschlaf, der eben mit den Härten des Krieges versöhnen mußte, )er sie einmal aufzusuchen Gelegenheit fand.
Leider hatte unser Artilleriekommandeur nicht so das rechte Verständnis für Dornröschenidyllen, und er machte sich mit seinem Ordonnanzoffizier eines herrlichen Sommermorgens auf, den Heinrich IV. zu inspizieren. Ich mußte den General wegen einer anderen Sache begleiten und stieß unterwegs zu den Herren.
Unsere Gäule bahnten sich mühsam einen Weg durch das Pflanzengewirr des herrlichen Parks vom Schloß Guignicourt, in dessen wildestem Teile unser guter Heinrich seine Stellung hatte. Eine fast tropische Vegetation hüllte den Flußgrund in einen dichten grünen Schleier, Myriaden von Mücken schwirrten zwischen den Stämmen und machten unsere Pferde verrückt, und — hol's der Teufel! — wir konnten den „Langen Heinrich" nicht finden!
Nach der Karte mußten wir richtig sein, aber wir suchten, riefen und pfiffen vergeblich — nur die Aisne plätscherte leise, und die Vögel zwitscherten laut. Am lautesten ein Rotkehlchenpaar, das nahe vor uns im dichten Buschwerk einen entrüsteten Krach machte. Und als der Leutnant K. nachsehen wollte, warum die Kerlchen so schimpften, starrte ihm aus dieser grünen Wildnis die Mündung Heinrichs IV. entgegen. —
Wir beginnen eine Serie von Porträts führender Persönlichkeiten Ostasiens, wo zur Zeit Umschichtungen von weltpolitischen Ausmaßen sich an-
Ei her noch;QIB tateifen in&J ■ Kje WndschuheW fi wieder ■ l^n EinigulM
Mndnis besiege» M Pläne nicht e |<ß verloren, be liierte, als W Im ein stark g Itz Mn-Durö In zog es sch ? Eh, der Angelsc Er noch dazu die Wischweisenden p Uso dah Japan l Mhast zuruckgnff,! Wien im Jahre 1 Ebe.
■: auch VuaN'M' Dieses unterstüf mt pe, des Mar Wr-Tale. Das Dr ■ alle feinem Schl Wische Führer, be »hone widerstand K Ehren erweise Wtze Gesandtschaft |1 a — trieb in e
K. behauptete später gern, die Rotkehlchen hätten ihr Nest in der Mündung der Ringkanone gehabt, aber das ist erstunken und erlogen, es hing dicht davor in einer Astgabel! Wir saßen ab und erkämpften uns einen Weg in das Dickicht; da stand der Heinrich, groß und ehrfurchtgebietend, in dieser glänzenden Deckung; aber das verlassene Geschütz, bei Dem kein Posten, kein Mensch zu sehen war, wurde uns ganz unheimlich! Schließlich entdeckten wir draußen in der Sonne auf einem umgestürzten Baumstamm, der ein Stück über die Aisne ragte, einen halbnackten Mann, der angelte. Er hatte einen mächtigen Dollbart umgebunden, und in dem Dollbart steckte eine halblange Kutscherpfeife, die lustig qualmte.
mit einem Gehalt von 30 000 mexikanischen DM I lars aus, damit er für die Organisation der chino I fischen Eisenbahnen arbeitete. Seinen erbittertste« H Feind, den Gelehrten Ku-hung-ming, mach!,I er zum Erzieher seines Sohnes mit 500 Dollar« 1 Monatsgehalt, um ihn unschädlich zu machen. A 1 im Jahre 1913 die sogenannte zweite Revolulio« ausbrach und die K u 0 m i n t a n g p a r t e i Puan- 11 schi-kai stürzen wollte, wurde der Aufstand nieder-1 geschlagen, und der Marschall stand stärker da, als. 1 je zuvor. Eine treue Armee stützte ihn, die er gut I bezahlte. Wurden ihm Bestechungsversuche bekannt,;» so spendete er seinen Prätorianern das zehnfach« i der Bestechungssumme.
In dieser Zeit traten die japanischem An-;I s p r ü ch e an China allmählich hervor. Trotzdem! Puan-schi-kai als erbitterter Gegner Japans be-! könnt war, nahm Japan die Gelegenheit wahr, Hand in Hand mit England, die Politik 7)ii<w fchi-kais zu begünstigen, ja es ging sogar soweit, 1 daß man davon sprach, daß Unterhandlungen üherj die chinesische Kaiserkrone stattfänden, welche 3q«| pan dem Marschall anbot. Bevor jedoch die ehr« geizigen Absichten. Puan-schi-kais sich verwirkliche« konnten, erschütterten die schweren Stürme de« Weltkriegs Europa, und auch der Ferne Dfienl blieb nicht von seinen Ausstrahlungen versäMV Puan-schi-kai, als vorsichtiger Politiker, zog es trotzl der Lockungen Englands vor, sich am Weltkrieg» nicht zu beteiligen. Er war sich wohl bewußt, b ^1 seine Stellung große Faktoren der Unsicherheit! barg, und daß seine politischen Gegner, die er in] ihren Würden gelassen hatte, um sie zu versöhn nl — es waren dies besonders die gegnerischen ©em?-] täte —, nur auf eine Gelegenheit warteten, um! ihn zu stürzen. Besonders schwerwiegend ronr m ihn der Umstand, daß die Armee der Revolution truppen in unverminderter Stärke fortbestand. 21 "i) Japan unterstützte heimlich die Gegner Puan-ich«' kais, während es sich offen um die Gunst des Mal- fchalls bewarb. Nur dadurch, daß alle Mächte b i Ausbruch des Weltkrieges verhindert waren, die Frage der Aufteilung Chinas aufzurollen und M deshalb der englischen Politik anschlossen, blieb die Lage Chinas und seines Führers vorerst noch i’i der Schwebe.
Der Anfang des Jahres 1915. Ein Fest in fing. Das erste Mal seit drei Jahren harrte bä? Menge wieder erwartungsvoll. Statt der drei großen roten Laternen, wie ehedem, brannte in be:
V ;!! ’n dem (= • . ^»chen.
L'&Mto!
I
"i '■ Und K?*« «in« W S mit ber ri« 'schnaps zu alligV
I 'Nxt Z r -?luP e
L'H d° EM** EmV.i
von unschätzbarem Wert sei. Urlaub wurde das unsichtbare Band, das Heer und Heimat verknüpfte, der Jungborn, der müden Seelen neuen Schwung verlieh. Mancher fürchtete die seelischen Erschütte- rungen des Urlaubs mehr als das Trommelfeuer und verzichtete auf die Entspannung, wenn sie ihm Angeboten wurde. Andere hinderte zu großes Der» antwortungsbewußtsein daran, die Truppe auch nur für einen Tag zu verlassen. Wenige waren tatsächlich durch ihre Arbeit und Verantwortlichkeit an der Front unavkömmlich. Schmerzlich war es, wenn wir „kleinen Geister" unversehens vom Urlaub zurückgerufen wurden, wenn es hieß, auf die kaum gekostete Freude zu verzichten. Urlaub begann bann, als das Gespenst des Bolschewismus durch die deutschen Städte schlich, seinen Sinn zu verkehren, zur Ansteckungsgefahr für die Front, zum Sprungbrett zur Fahnenflucht zu werden.
Urlaub war auch eine Kernfrage im langdienenden Berufsheer der Reichswehr. Jeder Freiwillige hatte Anspruch auf alljährlichen Erholungsurlaub, dessen Sänge mit der Dienstzeit stieg, hoffte außerdem auf Festtags-, Sport- und Sommer» urlaub. Es war für den geplagten Kompanie-, Schwadrons- und Batteriechef oft nicht leicht, jedem gerecht zu werden, jedem den Urlaub in dem ihm willkommenen Augenblick zu gewähren. Er mußte, um den Dienstbetrieb in der Truppe nicht dauernd
FMu geben : ?enben feine : .pichen Sen Erinnerungen
die Armee zu zerfetzen drohte, da erinnerte man sich in Petina an Puan-schi-kai, und die letzten wenigen Mandschus statteten ihn mit diktatorischer Gewalt aus, eine Maßnahme, die durch den Prinzen King angeregt worden war.
Jetzt standen sich der alte General, an der Spitze bewährter Truppen, und auf der anderen Seite der geistige Organisator der chinesischen Revolution, der Kantonese Sun-yat-sen gegenüber. Der letztere, früher Arzt, hat bis zu seinem Tode die Idee vertreten: „China für die Chinesen, nicht für einen fremden Mandschu-Kaiser, nicht für die Fremden als Beutestück, sondern frei und selbständig." Diesem Gedanken erlag die schwache Mandschu-Dyna- stie. Sun-yat-sen wollte China modernisieren, eine Industrialisierung und wirtschaftliche Hebung des Landes war von ihm beabsichtigt.
Kaum war Puan-schi-kai mit feinen Gegnern in Berührung gekommen, als er mit den Revolutionären einen Waffenstillstand abfchloß. Durch ein doppelseitiges Ränkespiel erreichte er, daß einerseits ber vornehme Sun-yat-sen auf den Präsiden- tenpoften in der neuen Republik verzichtete, andererseits entsagten die letzten Mandschus dem nicht mehr haltbaren Throne. Puan-schi-kai sorgte für die Sicherheit und für eine Abfindung der Mitglieder ber kaiserlichen Familie, die sie bis zu seinem Tode genossen. In dieser Phase der Revolution darf man den Einfluß des englischen Gesandten in Peking, Jordans, nicht vergessen, der als geschickter Drahtzieher bei der Rückberufung Puans nicht unbeteiligt gewesen war. Jordans Absicht war, die chinesische Revolution dahin auszunützen, daß mit dem Sturz der Mandschudyna- ftie gleichzeitig der Einfluß des englischen Rivalen Rußland in Peking vollständig ausgeschaltet wurde. Puan-schi-kai seinerseits sollte mit starker Hand verhüten, daß die Revolution in ein Chaos ausartete.
bringen gewichen unb hatte später als Gouverneur von Schantunq in Tientsin unb Tschinan-fu sich eine militärische Mustertruppe erschaffen, bie ihm als Leibgarde wertvolle Dienste leistete. Als er 1909 zur allgemeinen Ueberraschung ohne Widerstand sich in die Verbannung begab, wußte er, daß er allein der Führer dieser Truppe bleiben konnte, deren Offiziere ihm unbedingt ergeben waren. Als bann im Jahre 1911 in Wutschana- ...... v. . v Hankau die Revolution ausbrach unb auch Sun-yat-sen zum Fürsten und stattete ihn
Es soll schon vor dem Weltkrieg beim vreußischen „Kommiß" wahre Urlaubskünstler gegeben haben, wilde Jäger unb verwegene Rennreiter, die keinen Sonntag im Standort verbringen konnten. Sah sie der Regimentskommandeur im Helm oder in der Pelzmütze auf sich zukommen, winkte er schon von weitem ab: „Ich weiß, ich weiß, bewilligt, bewilligt!" Er hatte keine Lust, ihren Redeschwall über sich ergehen zu lassen. Wagte dagegen der übereifrige Schwadronschef, der wochentags von früh bis spät auf dem Kasernenhof unb in Der Reitbahn stand, der am Sonntag vormittags Appell im Aus- gebanzug abhielt und nachmittags die Stallwache revidierte, in der Saurengurkenzeit nach dem Manöver um den längst fälligen Sommerurlaub zu bitten, zog er entrüstet die Augenbrauen hoch: „Was? In dieser wichtigsten Dienstperiode wollen Sie schon wieder auf Urlaub gehen?"
Mein erster Regimentskommandeur war alles andere wie ein Freund von Urlaub. Er selber war — der Sage nach — 17 Jahre nicht auf Urlaub gewesen unb war nur zufrieden, wenn er alle seine Küchlein um sich versammelt wußte. Wir zogen mit Zittern und Zagen auf das Geschäftszimmer, als wir bald nach unserer Beförderung zum Leutnant um Urlaub zur Hochzeit eines älteren Regiments- kameraden bitten wollten. Sie fand um die Zeit der
_... 15. November 1908 starb bie chinesische Kaiserinwitwe Tse»hi, welche seit dem Jahre 1861 fast ununterbrochen die Schicksale Chinas in den Händen gehabt hatte, nachdem ihr Neffe; der gefangene Kaiser Kwangh - sü, einen Tag vor- her aus dem Leben geschieden war. Tse-Hi hatte durch ihre ehrgeizige, willkürliche Familienpolitik die Mandschu-Dynastie dem chinesischen Volke stark entfremdet. Die Regentschaft für den zweijährigen Hsü-man-tung führte Prinz Tschung, der nach den Boxerwirren als Sühnegesandter nach Berlin gesandt worden war, während Prinz Ching, ein nicht absolut einwandfreier Charakter, den Vorsitz der Regierung übernahm. Der einzige bedeutende Mann Chinas, ber Marschall Puan- schi-kai, wurde von dem Prinzregenten Tschung durch eine Intrige entfernt. Puan-schi-kai hatte sich bei Hofe mißliebig gemacht, weil er 1898 den jungen Kaiser Kwangh-sü bei dessen mißlungenen Reformoersuchen unterstützt hatte und weil er die Politik des Kaiserhofs im Boxerkrieg nicht billigte. Tschung übertrug dem angesehenen Marschall die Beerdigung des verstorbenen Kai- fers, und als man iym mangelnde Sorgfalt bei dieser religiösen Staatszeremonie vorwarf, wurde der verdiente Puan-schi-kai sofort aus Amt und Würden gejagt. Puan-schi-kai zog sich in seine Heimat Honan zurück, wohin ihm sein alter Freund Prinz King Orientierungen über bie Politik bei
zu stören, Urlaubszeiten elnführen, In denen der größte Teil seiner Untergebenen auf Urlaub ging und die Zurückbleibenden nur den nötigsten Wacht- unb Arbeitsdienst taten.
In der neuen Wehrmacht ist für die Dienst- Pflichtigen, die nur ein Jahr bei der Truppe verbringen, Urlaub wie in unseren Rekrutentagen fein verbrieftes und versiegeltes Recht mehr, sondern eine Belohnung für gute Leistungen und ta- dellose Führung. Aber Vater und Mutter können getrost sein: die Vorgesetzten sind nicht kleinlich. Sie wissen, daß auch im Frieden Urlaub, Unterbrechung des Kasernenlebens die Freude am Dienst und damit die Leistungen im Dienst steigert, daß der Urlauber, der im feldgrauen Rock, im Schmuck der Waffen stolz durch sein Heimatdorf schreitet, der beste Werber für den wiedererwachten Wehrgedan- ken das beste Zeugnis für die Wohltat der soldatischen Erziehungsschule ist. Freilich auch jetzt können nicht alle Blütenträume reifen. Es müssen auch an Fasttagen Schützen, Reiter und Kanoniere in der Kaserne bleiben, Postenstehen, Pferdefüttern, Briefeingänge erledigen. Aber sie und alle, die sie daheim in Sehnsucht erwarten, mögen sich trösten: Wer Weihnachten nicht kam, kommt vielleicht nach der Rekrutenbesichtigung ober spätestens ein paar Tage länger an Ostern.
»erheit hinein, öii M wie bin Herzog MM.
| Ä-kai, der von i| -Mernes Chii |l| t-j feinen bester Blf i Gesandten ' ■ T.4 oon dem Bef 11 k Ugland und d 1 k'S China in 1 '-1 laffen, fah f toi verlassen und! iMnifchen Gegni fopun feine chinc 1 wollte, glaubte und besonders
-n zu können. Er ü*B China f jfa großen ff
Händen fest und berichtete gutmütig: Doch, doch — der Posten sei ja er!
Nun ritt zwar ber General der großen Hitze wegen in einer weißen Leinen-Litewka ohne Abzeichen unb hatte auch an seinen weiten Breeches keine roten Generalsstreifen, aber btefer familiäre Ton schien uns doch etwas übertrieben.
Ich sah, wie der General mit den Zähnen zu mahlen begann und dachte: Jetzt fängt er an zu toben — ober zu lachen! Aber er fragte nur, wer der Geschützführer sei. — Das sei der Feldwebel Müller, sagte der nackte Mann mit dem großen Umhängebart; er schob die Ranken von einer geheimnisvoll verwachsenen Höhle und rief hinab: „Du, Oswin, komm mal raus, 's find welche da!"
Und aus ber Höhle kam ein anberer nackter Mann mit einem noch größeren Umhängebart, aber eine Schirmmütze kennzeichnete ihn als etwas Besseres. Als er uns sah, nahm er freudig grinsend bie Pfeife aus dem Munbe unb sagte mit der An- beutung einer Ehrenbezeugung: „Ach, ber Herr General!" Dann meldete er strahlend: „Bei .Hein- rich IV.‘ alles in Ordnung, Herr General!"
„Das haben wir eben festgestellt!" sagte der General trocken, aber bann ging bas Donnerwetter los, baß bie Rotkehlchen erschrocken havonstoben unb aus ber grünen Höhle ein halbes Dutzenb erstaunter unb bekümmerter Augenpaare auftauchten. Ich fanb biese Störung als Solbat natürlich durch- aus am Platze, aber ein ganz kleines Bebauern schlich sich doch in mein Herz, baß bie rauhe Sachlichkeit bes Krieges auch diese letzte Insel des Friedens überflutete. Sogar der schnoddrige K. redete bei seinem Gebieter nett und geschickt zum Guten, und als sich bann herausstellte, baß artilleristisch und gefechtsmäßig bei den alten Knaben eigentlich alles in Ordnung war, machte sich der General brummend daran, wieder sein Streitroß zu besteigen. Just in diesem Augenblick erschien eilig unser Freund, der Angler, der sich im Unterstand rasch als Soldat verkleidet hatte, im Waffenrock unb Helm, das Seitengewehr gezückt und geschultert, baute sich vor dem Kommandeur auf und meldete sich als „Posten". Wieder erschien die mahlende Bewegung in den Gesichtsmuskeln unseres hohen Herrn, aber da er uns beim Aufsitzen den Rücken kehrte, konnten wir wieder nicht erkennen, ob es Entrüstung ober Lachen war.
Am Abend aber stand im Brigadetagesbefehl der schlichte Satz: „Die Bedienung des .Heinrich IV.‘ besteht aus ebenso freundlichen wie unmilitärischen Leuten. Ich ersuche den Herrn Batterieführer, sich morgen um 12 Uhr vormittags im beliebigen Anzug bei mir zu melden."
Mein Kamerad K. erzählte, der gute Landwehr- Oberleutnant habe einen schrecklichen „hineinge-
>5» hat biel
Ois,fl I
Kerben- 1
te
FW fed
B5;
Weinlese in Wiesbaden statt und wir hatten in Anbetracht der weiten Reise vom Elbe- zum Rhein- ftranb mit acht Tagen golbener Freiheit gerechnet. Der Oberst nickte verständnisvoll, dann erhob er sich in seiner ganzen Größe: „Ein Tag hin — das «st der Tag des Polterabends, ein Tag Hochzeit, ein Tag zurück! Macht?" Kleinlaut erschallte es im Chor: „Drei läge!" „Na, einen will ich noch zu- geben, also vier Tage!", schloß er mit einer großen Handbewegung die Audienz. Er hat mir viele Jahre später, als ich ihn im Ruhestand besuchte, anoertraut: „So schlimm habe ich es gar nicht gemeint, ich wußte ja, Ihr schlugt immer ein paar Tage drauf, ehe Ihr zu mir hereinkamt." Er hatte überhaupt Sinn für Humor. Eines Tages durchschritt er nicht, wie er es sonst zu tun pflegte, mit kurzem Gruß das Geschäftszimmer, in dem in drangvoller Enge der Regimentsadjutant und die Schreiber hockten, sondern pflanzte sich breitbeinig mitten im Raum auf: „(Sommerer, ick trete morgen meinen längeren Sommerurlaub an. Ick fahre nämlich auf einen halben Tag nach Magdeburg."
Aber auch der größte Urlaubsfünftler hat wohl kaum damit gerechnet, daß er erst im Kriege seine Fähigkeiten zur schönsten Blüte entfalten würde. In den ersten Krieasmonaten freilich hielt auch er sich an der Front für unentbehrlich. Aber sowie der Stellungskrieg sein Haupt drohend erhob, begann er sich auf seine Kunst zu besinnen, griff zum Helm und ftanj) vor seinem Kommandeur, der zunächst jede Fassung verlor, dann aber — wahrscheinlich in der Erkenntnis, daß auch er einmal äynliche Gelüste empfinden könnte — zustimmte: „Wenn Sie auf der überfüllten Bahn durchkommen, meinetwegen!" Kein halbes Jahr weiter und die Urlaubsfrage stand im Mittelpunkt jedes Gespräches im Unterstand und im Ruhequartier. Eigene Militärurlauberzüge wurden zwischen die Truppentransporte eingeschoben. Nirgends bestand mehr ein Zweifel, daß bei der langen Kriegsdauer ein regelmäßig wiederkehrender Heimaturlaub für die Erhaltung der Kampfftimmuna der Frontkämpfer und des Durchhaltewillens ihrer Angehörigen
Zwölf auf einen Ruck.
Mein Freund, der verwitwete Arzt, ist reichlich, mit Enkelkindern gesegnet. Zwölf Enkelkinder finbi eine ganze Anzahl. Zwölf Enkelkinder zusammen- genommen, wenn sie fingen, schwatzen und sich balgen, oh, das ist ein Anblick für Götter! Nur nervös dürfen die Götter nicht fein. Und dann finb die Enkelkinder wie die Orgelpfeifen. Von Dreizehn Jahren herunter bis zu vier Jahren. Wahrhaftig, eine Orgel, worauf man das Lied des Lebens spie« len kann.
Komme ich da in einen Blumenladen. Auf dem Ladentisch hingelegt, hübsch in Reih und Glied, lauter kleine, winzige Sträußlein: Veilchen, Schneeglöckchen und Primeln. Ein Frühlingslächeln im Winter. Ich zähle die Sträußchen mit dem Zeigefinger ab. Richtig, es sind tatsächlich ein volles Dutzend. Ich bitte um einen Strauß, denn erstens sehen sie reizend aus und zweitens sind sie billig. Die Gärtnerfrau wehrt ab: „Nein, von diesen hier kann ich Ihnen keinen Strauß verkaufen."
Ich bin wie verdutzt: „Aber weshalb denn nicht?"
„Die werden gleich abgeholt. Die Enkelkinder von Doktor Seifert holen sie ab. Der Doktor hat nämlich Geburtstag."
Ich muß lächeln, denn ich sehe sie im Geiste marschieren, die zwölf Enkelkinder. Eine bunte, kichernde Rotte, in den kleinen Händen, festgedrückt, die zierlichen Sträuße. Ich sehe sie die Treppe hinaufeilen, vierundzwanzig Beine. Wie ein Verein klettern sie hoch, die ganze Treppe ist besetzt. Da, die Klingel wird stürmisch gezogen! Nun- stürzen sie in die Stube, eine stürmische, freudige Welle. Nun umarmen sie ihn. Immer ein Enkelkind nach dem andern. Nun schlingen sie einen Kreis um ihn, einen bunten Kranz. Ich sehe ihn in der Mitte stehen. Wie ein festlicher Sämann steht er da. Ich fühle, wie er vor Freude zittert. Soviel Unsterblichkeit auf einmal greift an. Nun schüttele ich lächelnd den Kops und spreche in Gedanken mit: „Soviel Freude auf einen Ruck!" Hoffentlich hält sein Herz den Sturm der zwölf kleinen Blumensträuße aus.
Max Jungnickel,
Oie „Langen Heinriche".
Von Wolf Neumeister.
Böse Menschen behaupteten, sie hätten schon in der Völkerschlacht bei Leipzig mitaewirkt; aber das war Verleumdung! Tatsache war Dagegen, daß sie 1871 als die berühmte sächsische schwere Artillerie ruhmreichen Anteil an der Belagerung und Einnahme von Paris gehabt hatten.
Und nun hatte man diese alten, ehrwürdigen 15-Zentimeter-Ringkanonen wieder an die Front geschleppt und eingesetzt. Warum sie „Ringkanonen" hießen, weiß ich nicht, jedenfalls hatten sie keinen Rohrrücklauf, sondern dafür schräae Holzkeile hinter den Rädern, und sie schossen so komische kurze Granaten, die fast ebenso dick wie lang waren. Die vier Geschütze dieser Landwehrbatterie wurden einzeln im Divisionsabschnitt aufgestellt und bekamen Die Decknamen: „Heinrich I. bis IV.".
Außer den „Heinrichen" gab es noch „Ludwige" im Abschnitt, die von bayerischer Landwehr bedient wurden. Von den Ludwigen behaupteten böse Menschen, sie schössen noch mit Steinkugeln. Aber auch das war gelogen; hingegen kenne ich niemanden, der jemals eine Granate dieser Ludwige hat krepieren sehen. Es waren Beutegeschütze aus älteren belgischen Forts, und die Munition war wohl vor Kummer über deren rasche Einnahme feucht geworden.
Ader ich wollte sa nicht von den Ludrviaen erzählen, die diese „Dollgeschosse" versandten, sondern von den „Heinrichen" und zwar speziell von „Heinrich IV.", der im idyllischen Aisnegrund, dem Dorfe Berry-au-Bac aegenüber, aufgestellt worden war und dort ein ebenso idyllisches Dasein führte.
Es liegt mir völlig fern, über diese alten Modelle zu spotten, weil wir nun zufällig moderne Geschütze führten, aber es war wirklich so, dah die Feuer- möglichkeiten dieser Heinriche außerordentlich beschränkt waren. Weil sie keine große Reichweite hatten, mußten sie sehr weit vom stehen, aber da
Wir riefen den Dollbart an, ob er nicht wüßte, 1( ,lCDVIl ................ wo hier der Posten sei, da befeftigte er bedächtig
Mann chaft kennen, die ihn bediente und dem Ge- i seine Angel am Baum und kam freundlich heranschütz an Alter nicht nachstand. Aber es waren famose I balanciert. Er hielt seine Drillichhosen mit den
NM 1 SnMür ben L "Weslauf sin dah von Erinnerungen a sein sollen.
1 ' W!


