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Montag, 21. Dezemder 1936
Siehener Anzeiger (General-Anzeiger sür GderWen)
Kr. 208 Drittes Blatt
Wintersonnwendfeier der Gießener GA
Fahnenspruch Leitung von
Aus der provinzialhaupistadi
Nachtfahrt,
Die
diese Neuerungen werden die früheren Mängel an
zu verzichten.
Zu unseren Bildern:
Neuner,
Ladenpreis: RM 2.50, 3.—, 4.50 und höhe»
(Nachdruck verboten.)
38 Fortsetzung.
Faßdaube erhält Schnitzbank ihre
auf der Form.
Die Gießener SA. begeht — wie wir in unserer Samstag-Ausgabe bereits kurz berichteten — am heutigen Montag um 22 Uhr auf dem großen Platz vor der Volkshalle die Feier der Wintersonnwende. Die Stürme treten gegen 21 Uhr an und marschieren dann nach dem Platze der Feier, wo der Aufmarsch durch den Standartenadjutanten, Obersturmbannführer M ü n k e r, dem SA.-Standortführer, Brigadeführer Schmidt, gemeldet wird Nach einem Musikvortrag des Musikzuges der Standarte 116 wird Rottenführer Nieren vom Sturm 16/116 den
sprechen. Anschließend wird unter Obertruppführer Richter das Lied „Flamme empor" von sämtlichen Einheiten gemeinsam gesungen-, bei der ersten Strophe entzünden vier SA.-Männer den Flammenstoß. Die nunmehr folgende Feuer-
Jn gleicher Weise wie in der Ortsgruppe Gießen» Ost werden auch in den übrigen Ortsgruppen Weihnachtsfeiern abgehalten. Die Partei- und Volksgenossen der Ortsgruppe Gießen-Mitte treffen sich heute abend in der Turnhalle am Oswaldsgar- ten, die Ortsgruppe G i e ß e n - N o r d veranstaltet ihre Feier im Saale des Cafe Leib, die Feier der Ortsgruppe Süd findet im Studenten» Haus am Leihgefterner Weg statt. Die Veranstaltungen beginnen durchweg um 18.45 Uhr.
Der Beruf des Küfers oder Böttchers ist selten geworden. Die Handwerkskunst der Küferei stützt sich nur noch auf verhältnismäßig wenige Kräfte. Auch hier hat die Industrie zu Einschränkungen der Handwerksbetriebe geführt. Aber in unserer Stadt finden wir doch noch eine Böttcherwerkstatt und es ist nicht uninteressant, den Mejster die Gesellen und die Lehrlinge bei ihrer Arbeit zu beobachten
Man hört von fern her gedämpfte Taktschläge ■ Nun kommen wir näher und em munterer Reifen- fchlag „klipperklapper, klipperklapper, eins zwei drei" klingt uns aus der Werkstatt entgegen hinter j jedem Schlag liegt ein summender und brummender Ton Der kommt aus dem Hohlraum des Fasses. Die Gesellen schlagen aus den Reifen, daß die ganze Werkstatt dröhnt und die Späne auf der Diele kleine Sprünge machen. Ein leises Knacken liegt manchmal zwischen den Reifenschlägen Da rücken die winzigen Zellen des harten Eichenholzes näher aneinander und die Fugen pressen sich dicht
Oben links: Die Reifen des reparierten Fasses werden mit wuchtigen Schlägen festgetrie- ben.
Oben rechts: Der Lehrling reißt mit dem Zirkel den Boden einer Bütte auf.
Nebenstehend: Die
„Ja, Rammelt steht nun vor einem höheren Richter. Er hat viel Schuld auf sich geladen, aber er hat auch viel gebüßt! Und viel gutgemacht, Herr Brands Wissen Sie, daß es sehr, sehr ernst um Sie stand? Ich selbst wußte oft kaum mehr, was ich von allem halten sollte!"
Walter Brand nickte:
„Ich selbst habe ja nicht mehr an die Herausstellung meiner Unschuld glauben können, Herr Kommissar! Und so ist es also allein Rammelt gewesen, von dessen Aussage es abhing, ob die Anklage gegen mich aufrechterhalten würde oder nicht!? Sie haben wohl recht--was er auch
getan hat, Rammelt hat durch fein offenes Geständ- nicht viel von dem gesühnt, was er sündigte! Hätte er nicht gesprochen, nicht nur ich wäre ja ins Verderben gezogen worden, sondern auch mein Bruder, das ganze Werk ..."
„Und doch hing Ihre Entlastung nicht allein von Dr. Rammelt ab, Herr Generaldirektor! Ebensosehr wie ihm verdanken Sie Ihre Freilassung den ehrlichen, und gewiß nicht ohne Ueberwindung erfolgten Aussagen Fräulein Willnoffs!"
„Olga Willnoffs?"
In höchstem Erstaunen rief Walter Brand es aus, während es ihm gleichzeitig seltsam zum Bewußtsein kam, daß er ihr seit Inge Schlichts Besuch keinen einzigen Gedanken mehr geschenkt hatte. „Wo ist denn aber Olga Willnoff? Warum ist sie nicht früher für mich eingetreten?"
„Auch Olga Willnof ist nicht mehr, Herr Brand!" erwiderte der Kommissar in tiefem Ernst. Dann, während Walter Brand in tiefer Erschütterung seinen Worten lauschte, berichtete er von den inhaltsschweren Vorgängen der letzten Tage ..
„Erst nachdem Rammelt den Aufenthalt Fräulein Willnoffs gestanden hatte, kam etwas Licht in die Sache!" schloß er seine Enthüllungen. „Aber aut- dann wäre es uns vielleicht nicht mehr gelungen, ihre eidliche Versicherung über den Lauf der Dinge zu erhalten — die gegenüber dem Verlangen der Vereinigten Zuckerwerke unerläßlich mar —, w- nn nicht Fräulein Schlicht sich für Ihre Sache eingesetzt, wenn sie nicht Olga Willnoff zum Geständnis jener Szene mit Dr. Rammelt bewogen hätte!"
(Schluß folgt.)
. Sie baden für jeden eine hübsche r Gabe ausgesucht. Haben Sie auch Schaumwein besorgt - zum Hesttagsbraten? Das wird eine Freude geben!
SCHAUMWEIN
ßen-Ost: 19 Uhr im großen Horsaal der Unwerst- tat, Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Gießen-Mitte: 18.45 Uhr in der Turnhalle am Oswaldsgarten. Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Gießen-Nord: 18 45 Uhr im Cafe Leib. Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Gießen-Süd: 18.45 Uhr im Haus des Studenten- werks, Leihgefterner Weg. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Burgtheater". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Annemarie". — Weihnachtsausstellung der oberhessischen Künstler: ab 17 Uhr im Turm-
Tief in die dunkle Nacht tasten die weißen Fm- : ger der Scheinwerfer. In.ihrem kalten Lichte offen- ! bart sich eine ganz andere Welt. Schattenhaft huschen Telephonmasten vorüber, Bäume wachsen । ins Ungeheuerliche, erscheinen wie Fabelwesen und strecken gespenstisch wie mächtige Fangarme ihre hellen Äeste in die Dunkelheit. Grellbeleuchtete Häuser mit verhangenen Fenstern neigen sich wie im Schlaf, um gleich wieder in die dunkle Nacht zurückzusinken, lieber weiße Kilometersteine geistert das Licht Riesenhafte Schatten jagen über den Weg und formen sich zu dräuenden Spukgestalten.
Zitternd springt das Licht der Lampen über die Landstraße und läßt sie im Spiel der Schatten und Reflexe wie eine mit Kratern durchsetzte Mvndland- chaft erscheinen, lieber die Straße hastet in irrsinniger Angst, vom Lichtkegel gefaßt, kleines Waldgetier, manchmal auch ein Reh Am Wegrand leuchten phosphoreszierend die Augen einer streunenden Katze, sonst tiefe Stille ringsum, die nur durch das gleichmäßige Singen des Motors und das Rauschen der Pneus unterbrochen wird.
Einschläfernd wirkt dieser Rhythmus, und doch wieder erregend sind diese Nachtfahrten mit ihrem eigenartigen Zauber Man wird die Empfindung nicht los,' das einzige Lebewesen in der schlafenden Landschaft zu sein. Von ferne blinken verschlafene Lichter durch die Nacht, ein Dorf taucht auf. Aengstlich und ärgerlich zugleich scheinen sich die kleinen Häuschen im Lichte der Scheinwerfer zu ducken, doch bald umfängt sie tiefe Nacht wieder. Arn Straßenrand liegt ein Gasthof. Matt sind noch einige Fenster beleuchtet, und aus der gerade sich öffnenden Tür tönt Radiomusik. Vor uns breitet sich bas dunkle Band der Straße aus. Leicht berührt der Fuß den Gashebel und mit hellerem Singen frißt sich der Motor schneller in die Dunkelheit hinein. Im monotonen Gleichklang des Motors aber beginnt die Müdigkeit stärker zu werden.
Dann' kommt plötzlich wieder Leben in die sinkenden Lebensgeister, lieber den Wipfeln der Fichten weit voraus tauchen die bleichen Finger eines Scheinwerfers auf, und mit weißglühenden Augen kommt ein anderer Wagen entgegen. Rasch wird der Abblendhebel umgelegt, denn gleich folgt die Begegnung. Verschwommen und schattenhaft nur sieht man die Gesichter der Menschen, dann liegt wieder einsam und verlassen die Straße im nächtlichen Dunkel. Kalt schlägt die Nachtluft durch eine Spalte des Seitenfensters.
Grau, aber schon deutlicher heben sich nach Stunden die Konturen von Baum und Strauch seitwärts im Gelände ab, und als der Wald zu Ende ist, die Straße über freies Gelände führt, bietet sich dem Auge ein zauberhaft schönes Bild. Noch liegt die schlafende Welt in zarte graue und rosige Dunstschleier gehüllt, wie Kulissen heben sich die Wälder auf den Höhenzügen vom Horizont ab, aber im Osten beginnt bereits der junge Tag heraufzu- . dämmern 0. M.
(Aufnahmen [3]: Gießener Anzeiger.)
Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Gießen-Ost findet heute, am Montag, 21. Dezember, im großen Hörsaal der Universität, Ludwigstraße 23, statt.
Antreten aller Politischen Leiter (in Uniform), Amtswalter der NSV. und des WHW., Amtswalterinnen der NS.-Frauenschaft und Hitler-Jugend — soweit am Winterhilfswerk beteiligt — um 18.30 Uhr vor der Universität. Besondere Einladungen ergehen nicht mehr.
Die Kinder der vom WHW., Ortsgruppe Gießen- Ost, betreuten Volksgenossen, sind bereits emge» laden. Pünktliches Erscheinen ist erforderlich.
Wege im Nebel.
Vornan von Käthe Melmer.
(Copyright by Aufwärts-Verlag, Berlin SW 68.)
Zu Besuch in einer Gießener Wer-WerkW
Ein seltenes Handwerk.
Der Kommissar neigte zustimmend den Kopf: „Ich verstehe, Fräulein Schlicht! Ich muß dann bald eingreifen, wollen Sie sagen, damit wir nicht zu spät kommen! Aber vor allem möchte ich nun zuerst einmal Frau von Bergmann„anrufen, ob Herr Gerhard Brand sich bei ihr befindet Wenn Sie wollen, können Sie ja inzwischen auch heruber- gehen. Sie sagten doch, daß Ihre Frau Mutter bei Frau von Bergmann zu Besuch ist, nicht wahr?
Fast erschrocken wehrte Inge den Gedanken ab.
Nein, Herr Kommissar! Lassen Sie mich bitte jetzt hier! Ich kann jetzt nicht Fragen beantworten,
Nun, To bleiben Sie eben hier!" stimmte der Kommissar zu. „Und jetzt wollen wir einmal sehen, ob man mit diesem Apparat wieder richtig tele- ^Wenige Minuten später schon betrat Gerhard Brand das Zimmer.
In tiefem Ernst reichte er Den beiden die Hand, schwer sielen seine Worte:
„Soeben ist Nachricht aus dem Magda enen- hospital gekommen: Dr. Ralf Rammelt ist vor einer halben Stunde verschieden!
*
Kommissar Wagner faßte seinen Bericht zu- sammen. au5 diesem Geheimkonto hervor,
daß Ralf Rammelt seinen Freund Bernard Heller durch diese raffiniert ausgeführten Spe ulattonen um ein gesamtes Vermögen gebracht hat! So also, daß er seinen Freund dazu veranlaßte alle verfügbaren Gelder, und leider noch mehr darüber hinaus — in den Bohrölaktien anzulegen, von deren sehr kritischem Stand er jedoch bereits genau wußte! Bernard Heller wiederum der Rammelt bis aufs letzte vertraute, sich außerdem vom Krankenlager aus selbst kein Bild über die Lage machen tonnte, glaubte mit dieser Spekulation den damals
gehofft haben, daß sie ihn später lieben lernte, — wer weiß das? Es war seine Liebe zu Janna, die ihn in solche Abgründe der Schuld fallen ließ."
„Nein, nicht Liebe!" warf Inge Schlicht ein, „Leidenschaft mag es gewesen fein, vielleicht heißer, verzehrender, als wir alle es denken können. Nicht aber Liebe! Denn Liebe denkt nicht an sich, nicht an das eigene Glück. Liebe denkt nur an den andern!"
„Sie haben recht, Fräulein Schlicht!"
Beide riefen es fast zu gleicher Zeit aus.
Gerhard Brand aber dachte bei sich: „Ob mein Bruder es wohl weiß, was für ein edeldenkendes Mädchen er jahrelang um sich gehabt bat?"
XXII.
„Ach, Sie sind es, Herr Kommissar!"
Müde ließ Walter Brand die Hände sinken, die er bereits wie zum Gruß ausgestreckt hatte.
„Sie erwarteten wohl jemand anders?" erwiderte der Kommissar lächelnd, der die Gedanken Walters insgeheim schon erraten hatte. „Aber seien Sie nur nicht allzu enttäuscht, Herr Generaldirektor! Auch ich bringe Ihnen gute Nachricht mit!"
„Gute Nachricht? So hat sich aufgeklärt--"
„Alles, Herr Brand! Alles hat sich aufgeklärt! Ich darf Ihnen die Nachricht bringen, daß Sie frei sind!"
„Frei?! Ich--frei--?"
Fast taumelte Brand, so hatte ihn die unerwartete Freude getroffen.
„So sprechen Sie doch, Kommissar! Was ist denn geschehen? Woher kommt es so plötzlich, daß--?"
„Hier lesen Sie!"
Der Kommissar hatte einen Zettel aus feiner Tasche gezogen, den er Walter Brand überreichte.
Eilig überflog dieser die Zeilen, las halblaut die wenigen Worte' in der zitternden, fast unleserlichen Handschrift eines Kranken:
Untersuchung gegen Walter Brand niedergeschlagen!
Er ist unschuldig! Er wollte nur verhandeln. Ich allein bin an allem schuld!
Verzeih mir!
Verzeih mir, Janna! Ralf Rammelt.
Tief bewegt ließ Walter Brand das Papier sinken.
„Bedeutet das, daß Rammelt---?"
Der Kommissar nickte.
schon sehr schlechten Stand seiner Fabrik retten zu können. So nahm das Verhängnis seinen Laus. Die Bohrölaktien fallierten, und Bernard Heller verlor damit das letzte, was er befaß. So wenigstens sah es für die Außenwelt aus! In Wirklichkeit aber hatte Rammelt die gesamten Bohrölaktien längst in Kupferpapiere umgetausckst, die damals — — im Gegensatz zu jetzt--sehr hoch standen,
und von denen er, wie es in dem Geheimkonto verzeichnet ist, gleich mit hohem Gewinn einen ganzen Teil verkaufte!"
In tiefer Erschütterung hatten Gerhard Brand und Inge bis jetzt regungslos dagesessen, kaum fähig, das Ungeheuerliche zu fassen, das der Kommissar in seinem Bericht vor ihnen enthüllt hatte.
Jetzt hielt es Gerhard nicht länger.
„Und er, Rammelt, wurde also zum reichen Mann, während Bernard Heller völlig ruiniert war!" stieß er hervor. „Oh, daß wir ihn alle nicht früher erkannt haben, diesen Betrüger, diesen--"
„Nein, nicht so, junger Freund! Nicht so!" unterbrach der Kommissar. „Bedenken Sie, daß auch Rammelt in den letzten Tagen seines Lebens namenlose Qualen erlitten hat, schlimmere Qualen noch als alle, an denen er schuldig geworden ist: die Qualen der Reue! Und dann,--wenn mich
mein Gefühl nicht täuscht, stand hinter all dem wohl doch etwas ganz anderes als schnöde Gewinnsucht!"
„Und was sollte das sein?" fragte Inge Schlicht leise.
„Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen! nef Gerhard plötzlich aus, indem er den Blick nachdenklich auf den Kommissar richtete. „Ralf Rammelt hat doch nach Bernard Hellers Zusammenbruch für ihn, Janna und Frau von Bergmann so viel getan, ist mit seinem Vermögen für die Schulden der Hellerschen Fabrik eingetreten, hat das Haus vor den Gläubigern gerettet! Konnte es da nicht fein, daß Rammelt, nur um Janna zu gewinnen —"
„Ganz recht, Herr Brand!" fiel der Kommissar ein. „Das ist auch mein Gefühl. Rammelt hat den Vater absichtlich in Not geraten lassen, um die Hand feiner Tochter von ihm zu erzwingen! Da er von Janna keine Liebe erwarten konnte, wollte er sich wenigstens ihre Dankbarkeit sichern, wollte sie
: und ihre Familie sich so verpflichtet machen, daß sie nicht anders konnte, als ihn zu heiraten! Er mag
haus am Brand.
„Vurgtheater" im Gloria-Palast.
Im Gloria-Palast läuft heute zum ersten Male der Willy Forst-Film „Burgtheater eine neue große Produktion der Tobis - Europa. Der Film, der schon bei der Berliner Aufführung allgemeinen Interesse begegnete, zeigt den preußischen Staatsschauspieler Werner Krauß nach langer Pause wieder in einer bedeutenden Filmrolle, lußerdem wirken mit: Hortense R a k y , Willi E i ch b e r g e r, Hans Moser und Olga T s ch e». ch o w a. (Siehe heutige Anzeige.)
Weihnachtsfeiern
der Gießener Ortsgruppen.
NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Ost.
um die vollendete Form eines zunftgerechten Fasses zu erhalten. Der Meister setzt an die heißen Stabe die Winde und zieht sie langsam mit angespannten Muskeln fest zusammen, so daß bald das Faß von Reifen umschlossen, in seiner ebenmäßigen, oauchigen Form vor uns steht. In einem anderen Teil der Werkstatt entstehen, nach den verschiedenen Model-, (en gefügt und gestaltet, aus weißer Fichte und brauner Kiefer Gefäße und Bottiche für alle wirtschaftlichen Zwecke Bott'che für die Industrie, Fässer und Behälter für die Landwirtschaft
Da sind auch Wannen, Zuber und Schaffe! für die Hausfrau, nach modernen Grundsätzen und Erfahrungen unzerfallbar gearbeitet Die einzelnen Dauben werden mit einem neuen wasserfesten Leimfilm unlöslich zusammen gebunden und die Reifen erhalten elastische Federeinsätze und können sich somit dem „Arbeiten" des Holzes anpassen Wenn das Zellensystem unter der Einwirkung von Feuchtigkeit quillt, dann dehnen sich die elastischen Reifen aus. Wenn das Holz durch Wärme nachtrocknet, ziehen
rede hält Sturmführer Hummel vom Stab 116. Anschließend werden die Opferkränze tn das Feuer geworfen, wobei Brigadeführer Schmidt den ersten Opferkranz den Flammen übergeben rmrö; weitere Kränze folgen bann den Weg in die Flammen. Danach wird der Sonnwendchoral „Wir stehen um den Flammenstoß und loben Gott in der Höhe" unter Leitung von Obertruppfuhrer Richter gesungen. Auf Befehl des SA.-Standortfuh- rers, Brigadeführer Schmidt, werden dann an dem lodernden Feuer die Fackeln entzündet Anschließend folgt der Gruß an den Führer. Damit swließt die Feier ab
Es darf als selbstverständlich erwartet werden, daß mit den Männern unserer SA. auch die übrigen Volksgenossen sich zahlreich an der Feier beteiligen werden.
Lorrwtizen.
Tageskalender für Montag.
। Wintersonnwendfeier der SA.: 22 Uhr vor der | Volkshalle. — Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Gie-
Rufammen. Wenn das Hotz ourcy '-warme naajiruanti,
Der Meister, mit einem Schurzfell umgürtet, den sich die Reifen wieder selbsttätig zusammen Durch Schlegel in der Hand, zeigt uns halbfertige Fässer, diese Neuerungen werden die früheren Mangel an deren Dauben widerspenstig nach allen Seiten aus- Holzgefäßen ausgeschaltet und die Hausfrau braucht einanberftreben. Sie müssen erst burch Feuer unb nicht mehr auf bie ihr liebgeworbene Holzwanne Wasser biegsam unb geschmeibig gemacht werden, zu verzichten.


