und eins in einem neuen Werkstoff, den das Laboratorium der Fabrik auf Grund sehr eingehender Versuche für den bestellten Werkteil am geeignetsten hielt, geeignet nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Verwendungszweckes, sondern auch in Bezug auf die Kostenfrage, das Gewicht usw. Es kam hierbei vielfach vor, daß statt Metall Preßstoff aus Kunstharz usw. empfohlen wurden. Stellte sich bei den Versuchen heraus, daß das vom Kunden gewünschte Metall, z. B. Kupfer oder Bronze, für den vorgeschriebenen Verwendungszweck das einzig Gegebene war, dann wurde selbstverständlich der Auftrag ohne weiteres in diesem Metall ausgeführt. Bemerkt sei noch, daß dieses Verfahren nur bei In« landsbestellern zur Anwendung kam, während der Ausländer ohne weiteres in der gewünschten Metallsorte bedient wurde, wie das auch heute noch gehandhabt wird. Sonst bekam der Kunde die Muster in den verschiedenen Ausführungen mit einem Begleitbrief, in dem er gebeten wurde, die Muster in der Praxis auszuprobieren, und für den Fall, daß seine Wünsche bei der Verwendung des neuen Werkstoffes in jeder Weise befriedigt würden, sich für das neue Material zu entscheiden. Wie schon gesagt, wurde auf die Kostenfrage ebenfalls größter Wert gelegt, denn es liegt weder im Interesse der Industrie, noch der Volkswirtschaft, daß der Käufer durch die Preisfrage enttäuscht wird, wenn die Materialfrage gelöst ist (eine Tatsache, auf die bei der Verbrauchslenkung oftmals zu wenig Wert gelegt wird, wodurch viele Möglichkeiten von vornherein verbaut werden).
Diese Methode des Kundendienstes, im besten Sinne des Wortes, der gleichzeitig ein Dienst am Volke war, wirkte Wunder! Es wurde der Käufer nicht nur psychologisch richtig umgelenkt, sondern im Verlaufe eines einzigen Jahres waren auch in einer einzigen großen Fabrik alle Erfahrungen darüber gesammelt, welche Austauschmöglichkeiten zwischen alten und neuen Werkstoffen bei dem derzeitigen Stande der Technik überhaupt bestehen. Die auf diese Weise gesammelten Erfahrungen gaben den später eingesetzten Metallüberwachungsstellen und dem Gesetzgeber wertvolle Anhaltspunkte für ihre Arbeit auf handelspolitischem Gebiet.
Die Erfahrungen dieser Werkstätte haben also gelehrt, daß bei der Möglichkeit freier Wahl und der vorherigen persönlichen Ueberzeugung von Güte und Qualität des Werkstoffes durch eigenes Ausprobieren sich fast jeder einsichtige Käufer für die Wahl neuer Werkstoffe entschied, wo es nur irgendwie anging. Die Post- und die Eisenbahn-Verwaltung haben dankenswerterweise sich voll und ganz in den Dienst dieser Verbrauchslenkung eingeschaltet und ihrerseits Beispiele modernen Denkens in der Werkstofftechnik geliefert. Wenn heute Ausländer, die nach Deutschland kommen, des Lobes voll find über die Eleganz, die Zweckmäßigkeit und Formschönheit unserer modernen Fahrzeuge, bei deren Bau neue deutsche Werkstoffe weitgehend Verwendung finden, dann sollte jeder Volksgenosse daran denken, daß auch er persönlich seine Beobachtungsgabe und sein Denken einzuschalten hat für den großen volkswirtschaftlichen Prozeß, den wir oben als Arbeitsfreiheit und Arbeitsbeschaffung kennzeichneten. E. Sch.
G.Jl.-fport
gut.
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Elan durchgeführt wurde.' Vom Anstoß an drängte auch die parteiamtlichen Stellen ergeht schon die Steinbach, doch wurden die Angriffe von der Ver-s Aufforderung, sich den 8. November 1936 frei zu
FußbaNabteilung des Turnvereins Wieseck. wieseck I. — Launsbach I. 4:1.
Viele Zuschauer sahen einen Kampf um die Punkte der von Anfang bis Ende mit großem
Die von dem Gaufachamt nach Kassel einberufene Sitzung, die dazu dienen sollte, den in den Kreisen arbeitenden Männern die Richtlinien zu übermitteln.
die für das neue Spieljahr richtungweisend sind, war gut besucht. Die Tagung, die unter Leitung von Gaufachamtsleiter Denn (Kassel) stand, ergab volle Uebereinstimmung in bezug auf die Ziele des Reichsfachamtsleiters und bedingungslose Anerkennung der von diesem getroffenen Anordnungen. Don dem reichhaltigen Programm, das sich auf zwei Tage erstreckte, sei nur kurz folgendes gesagt:
Die Meldegelder für die Pflichtrunden sind in Zukunft an den „Deutschen Reichsbund für Leibesübungen, Fachamt Handball, Berlin-Charlottenburg, Reichssportfeld, Postscheckkonto: München 42386 zu überweisen, während die öprozentige Spielabgabe und die in Zukunft anfallenden Strafgelder der an die Deutsche Sporthilfe Berlin (Postscheckkonto: Berlin 78388) abzuführen sind. Damit fließen also in Zukunft vor allem die Strafgelder dem Fonds zu, der zur Unterstützung verunglückter Sportkameraden ins Leben gerufen worden ist. — Die Pässe herausgestellter Spieler werden in Zukunft, in Abänderung der seitherigen Anordnungen, in der Folge den in Frage kommenden Vereinen ohne weiteres zugestellt, sobald die verhängten Strafen abgelaufen sind. Eine umfangreiche Aussprache ergab sich über die diesjährigen Winterhilfsspiele. An alle Vereine, Mannschaften und vor allem
Am Sonntag standen sich die Mannschaften des TV. Wieseck und des TV. Launsbach in Wieseck gegenüber. Das Spiel endete mit einem 4:1 Sieg für Wieseck (Halbzeit 3:1). Nach anfänglicher lieber«
Eine erfreuliche Bereicherung hat das deutsche Stiprogramm durch die Ausschreibung eines Reichs-Jugend-Skitreffens erfahren. Die erste Der- anstaltung dieser Art soll vom 26. bis 28. Februar in Neuhaus (Thüringen) durchgeführt werden.
teidigunq abgestoppt. Auf beiden Seiten sah man schöne Äombinationszüge, die aber zu keinem Erfolg führten. Nach dem Wechsel war es Steinbachs Mittelstürmer, der eine schöne Flanke seines Rechtsaußen aufnahm und den Ball für den Licher Tormann unhaltbar verwandelte. Lich drängte nun mächtig auf Ausgleich, doch verloren sich alle Angriffe der Licher Stürmerreihe in den Strafraum der Gäste. Lich nahm dann eine Umstellung vor und nun folgte ein Torschuß dem anderen. Jedoch alle Bälle wurden eine sichere Beute des guten Gästetormanns. 15 Minuten vor Schluß war es den Platzbesitzern vergönnt, durch einen Prachtschuß des Mittelläufers Kaiser den Ausgleich zu erzielen. Schiedsrichter Z i tz e r (Gießen) leitete sehr
sehr gut.
Das Spiel der Reserven gewann Lollar kampflos, da Naunheim keine Mannschaft stellen konnte.
Die Schülermannschaft spielte in Staufenberg mit fünf Ersatzleuten, konnte aber trotzdem einen
dienten 4:3-Sieg erringen.
Fußball in Daubringen.
Daubringen I. — Heuchelheim I. 4:2.
Am Sonntag hatte die erste Mannschaft
legenheit der Gäste übernahm Wieseck das Kom- mando, um es während des ganzen Spieles zu behalten. Der Launsbacher Torwart verhinderte für feine Mannschaft eine größere Niederlage. Die anderen spielten zu Beginn sehr gut, um nachher durch Uneinigkeit und Reklamationen das Spielen zu vergessen. .. .
Vorher standen sich Wiesecks Schüler und eine kombinierte Schülermannschaft vom VfB.-Reichsbahn Gießen gegenüber. Da die Gießener unvollständig antraten, mußten sie eine 5:0 Niederlage hinnehmen.
Kurze Sportnotizen.
Exzellenz D r. Lewald, der Präsident des Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele, startet am Mittwoch von Frankfurt a. M. aus nfit dem Luftschiff „Hindenburg" nach Rio de Janeiro, um in einer Dortragsreise durch die süd- amerikanischen Länder Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay Olympia-Filme vorzuführen und den genannten Ländern den Dank für ihre rege Beteiligung in Berlin auszusprechen.
HandbaMmssachamlsieiiertagimg Sau 12
Gießen erhält wieder sein Hallen-Handballturnier.
halten und die Bestrebungen des Fachamts Handball zu unterstützen, damit der Erfolg für das WHW. in diesem Jahre gesichert wird. Daneben soll zu gleicher Zeit für das Handballspiel geworben werden. Jugendliche können in Zukunft auf besonderen Antrag hin zu Senioren erklärt werden. An- träge laufen über die Kreisfachamtsleiter. Einen breiten Raum der Besprechungen nahm die neue Handballordnung ein. Wichtig ist vor allem die Aenderung über die Abmessung der Tore: jetzt 7,44 X 2,42.
Der Lehrgangsarbeit wird m Zukunft mehr als seither wieder volle Aufmerksamkeit gewidmet. So wird noch im Laufe dieses Winters ein Lehrgang für Schiedsrichterobleute stattfinden, dem sich ein Wochenendlehrgang für Vereinsübungsleiter des Kreises am 14. und 15. November wahrscheinlich in Großen-Linden anschließt. Daneben werden die talentierten Spieler des Gaues vom 7. bis 13. Dezember in Marburg geschult, um zur Aufstellung der Gaumannschaft vom 8. bis 14. Februar 1937 erneut zusammengezogen zu werden. Die Lehrgänge sind, entgegen aller Meinungen, für die Teilnehmer vollkommen unentgeltlich.
Neben diesem in großen Zügen abgewickelten Programm wurden eine Reihe weiterer Fragen behandelt u. a. auch das Gießener Hallen- Handball-Turnier. Zur Freude aller Handballer kann mitgeteilt werden, daß man bereit ist, die Genehmigung zu erteilen und daß es nur eine Frage der Zeit ist, wann die Veranstaltung steigt.
Sportverein 1920 Lollar.
Lollar unterliegt nur knapp in Naunheim.
Eine ansehnliche Zahl Schlachtenbummler begleitete die Lila-Weißen nach Naunheim. Durch den starken Wind kam nicht das gewünschte schöne Spiel zustande. Beide Mannschaften traten in stärkster Besetzung an. Von Beginn ergab sich eine leichte Überlegenheit der Platzbesitzer, aber es dauerte bis zur 26. Minute, bis Naunheim die Führung an sich reißen konnte. Nach weiteren zehn Minuten kommt Naunheim zum zweiten Tor. Eine Bombe von Keusch hält der Lollarer Hüter nicht fest und der nachsetzende Mittelstürmer schießt ein. Lollar antwortet mit energischen Gegenangriffen, kann aber außer zwei Ecken nichts Zählbares erreichen. Nach der Pause war Lollar dauernd leicht überlegen. In der vierten Minute gelang es Geißler, einen schönen Schuß anzubringen und stellte somit schon das Endresultat her. In den letzten zehn Minuten spielten die Platzbesitzer auf Sicherung des knappen Vorsprunges. Die Naunheimer waren um etwas schneller als die Lollarer und haben dadurch verdient gewonnen. Schiedsrichter Küster-Berghausen leitete
Daubringen die gleiche Elf von Heuchelheim zu Gast. Heuchelheim hatte Platzwahl, spielte mit dem Wind und zog sofort mächtig los. Der Daubringer Tormann bekam sofort Arbeit. Allmählich tarnen die Platzbesitzer auf und es gab einen harten Kampf. In der 25. Minute setzte sich der Linksaußen als Gastgeber durch und erzielte für seine Mannschaft das Führungstor. Die Mannschaft ging daraufhin weiter aus sich heraus, und in der 30. Minute stand das Spiel bereits 2:0 für Daubringen. Bei einem schönen Durchbruch gelang es jedoch den Gästen kurz vor Halbzeit wieder ein Tor aufzuholen. Bald daraus und noch vor dem Halbzeitpfiff stellten die Daubringer die Tordifferenz wieder her. Mit 3:1 für Daubringen ging es in die Pause. Nach Wiederanstoß drängten die Gäste heftig auf Ausgleich. Es gelang ihnen auch, ein zweites Tor zu erzielen, die Daubringer erhöhten jedoch dann auf 4:2. Schiedsrichter Kaletsch - Wetzlar, amtierte gut.
V. f. N. Lich.
Lich I. — Steinbach I. 1:1 (0:0).
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Wir laden, hiermit die Bürgerschaft von Gießen für Montag, den 26. Oktober 1936, abends 8 Uhr, in das Stadttheater zu einer GROSS-KUNDOEB UNO aus Anlaß der „Woche des Deutschen Buches 1936“ ein. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen spricht zur Eröffnung. ROBERT HOHLBAUM und JOSEF WEINHEBER lesen aus eigenen Werken.
Platzkarten zum Preise von 30 Pfennig sind ab Mittwoch in der Musikalienhandlung Challier zu haben. Mitglieder des Goethebundes und des Kaufmann. Vereins haben gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 1 aus der neuen Gutscheinkarte 1936/37 bis zu 2 Plätzen freien Eintritt. 6688 D
Der Oberbürgermeister Goethe-Bund Der örtliche Arbeitsausschuß der Stadt Gießen. Kaufmännischer Verein. zur Buchwoche.
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