Ausgabe 
21.10.1936
 
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Wirtschaft

war

Frankfurter Obff- und Gemüsemackt.

Frankfurt a. M., 20. DEL Gemüse: Rot­kraut, Weißkraut und Wirsing werden nach wie vor stark angeboten; übriges Gemüse ausreichend vorhanden. Geschäft schleppend, Preise unverändert. U. a. notierten: Blumenkohl, Stück 25 bis 50; Eskarol 5 bis 10; Feldsalat 40 bis 70; Salatgurken 15 bis 30; Karotten 4 bis 5; Kohlrabi 4 bis 6; Kopfsalat unter Glas 5 bis 8; Meerrettich 40 bis 45; Römischkohl 5 bis 7; Rosenkohl 23 bis 26; Rote Rüben 5 bis 6; Rotkraut 2 bis 4; Sellerie je nach Größe 10 bis 35; Spinat 12 bis 15; Schwarzwurzel 20 bis 25; Tomaten (Freiland) 18 bis 30, do. (Haus) 35 bis 45; Weißkraut 2 bis 3; Wirsing 2V2 bis 4; Zwiebeln 4V2 bis 6.

Obst und Südfrüchte: Weiterhin gutes Angebot von Aepfeln und Birnen; von Rüssen und Zwetschen nachlassend. Nachfrage bei unveränderten Preisen lebhaft. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 40, II 22 bis 28, Edel I 30 bis 40, Goldparmänen I 30 bis 40, Boskop I 28 bis 35, Schafsnase 16 bis 20; Birnen I 22 bis 30, II 15 bis 20, Kochbirnen 6 bis 12, Mollebusch I 18 bis 24, II 14 bis 16, Vereins Dechant 25 bis 30; Bananen, Kiste 12,5 Kilogramm netto 5,00 bis 6,00 (Kam.), 6,00 (West- ind.); Kranzfeigen, 25-Kilogramm-Sack 10 bis 12; Haselnüsse 30 bis 40; Kastanien 22 bis 25; Quitten 18 bis 25; Trauben 45 bis 50 (holl.), 28 bis 35 (bulq.), 24 bis 28 (ital.); Walnüsse, gewöhnliche 35 bis 45, ital. 42 bis 50; Zwetschen 12 bis 18.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 850: Wir bitten die Firmen, die Ausfuhr nach Australien haben, um gefl. Mittei­lung. 852: Schwache Stimmung für Javatabak. 853: Italienische Bestimmungen über den Ur­sprungsnachweis der Einfuhrwaren.

Commerzbank 103,50 (103). .

Von Renten stiegen Altbesitz auf 118,25 nach 118,05, Kommunal-Umschuldung auf 89,50 nach 89,45, Ungarn Gold schwächer mit 13,90 nach 14,30. Goldpfandbriefe blieben unverändert, Liquidations­pfandbriefe waren gesucht und 0,13 bis 0,25 v. H. fester. Von Stadtanleihen 4,5 Hanau 91,25 (92), 4,5 (6) Frankfurter 94 (94,25), die übrigen unveran-

Der F r e i v e r k e h r war fest. Adlerwerke 105,50 bis 106, Pokorny 120, Wayß & Freytag 128,50, Growag 89,50 bis 90, Kali Wintershall 140.

Tagesgeld unverändert 2,5 v. H.

Abendbörse uneinheitlich.

Die Abendbörse nahm bei verhältnismäßig leb­haften Umsätzen keinen einheitlichen, vorwiegend aber festeren Verlauf. Während das Publikum kaufte, trat die Kulisse, besonders im Verlaufe, als Abqeber auf, so daß die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß um 1 v. H. nach beiden Seiten schwankten. Fest waren Scheideanstalt mit 277 bis 278 (276), auch IG. Farben mit 179,75 (179)^ wa­ren gesucht. Lebhaft waren Montanpapiere, AKU. und Daimler Motoren, sowie Westdeutsche Kausyof. Am Einheitsmarkt gaben D-Banken je 0,50 v. H. nach auf 106, Commerzbank 0,25 v. H. höher mit 103,75. Am Rentenmarkt wurden zertif. Dollar-

Der Fettbedarf unserer Volkswirtschaft kann nicht ganz durch Eigenerzeugung gedeckt werden; wir sind daher zu seiner Befriedigung noch auf Einfuhr aus dem Auslande angewiesen. Das be­deutet Devisenverbrauch und eine Belastung für unsere Wirtschaft. Daran hat noch vor wenigen Tagen der Stellvertreter des Führers, Reichsmim- ster Rudolf Heß, in seiner vielbeachteten Rede über das Ernährungsproblem des deutschen Volkes erinnert.Sparsame Wirtschaft" undKampf dem Verderb" lautet daher die Parole des Tages. Andererseits hat der Führer alle Kräfte aufgerufen, durch Steigerung der Rohstofferzeugung im eigenen Lande zur Ueberwindung zeitweiliger Schwierig­keiten beizutragen.

3n dieser Lage erwächst uns eine wenn auch bescheidene, aber darum nicht weniger wert­volle Hilfe in den ölhaltigen Früchten unserer Buchenwälder, den Bucheckern. Vicht jedes Jahr reifen sie in solcher Fülle, daß der Forst­mann von einemTNastjahr" sprechen kann. Wie aller Segen der Natur uns nur von Zeit zu Zeit in seiner ganzen Fülle überkommt man denke an die berühmten Weinjahrgänge, so sind auch die Buchenmastjahre ein selteneres Geschenk, dafür in Notzeiten doppelt wertvoll. In dem letzten Kriegsherbst des Jahres 1918 kam uns die damalige starke Buchenmast sehr zu statten. Aus den Bucheckern läßt sich be­kanntlich ein sehr gutes Speiseöl gewinnen. Be­

sonders die Schulkinder halfen damals ein gut Teil mit, diese zusätzliche Ernte zu bergen.

Seitdem hat dank der aufrüttelnden Tat unseres Führers das deutsche Volk in seiner Gesamtheit verstehen gelernt, was geschlossener Einsatz zu leisten vermag. Gerade dem Wald, der seit unserer Ur­väter Tagen den Deutschen ans Herz gewachsen ist, galt erst in jüngster Zeit eine von allen Forma­tionen und Gliederungen freudig unterstützte Ge­meinschaftstat, als es darauf ankam, in einem Teil unserer westdeutschen Waldgebiete die drohende Borkenkäfergefahr durch Aufräumung der von Schnee- und Windbruch betroffenen Nadelwälder zu bannen.

Diesmal braucht der Wald nicht unsere Hilfe, er spendet uns von seinem Ueberfluß. Wieder ist eine reiche Buchenmast vorhanden. Wenn auch im Be­reich des Regierungsbezirks Wiesbaden nicht von einer ausgesprochenen Vollmast gesprochen werden kann, so ist doch vielerorts genug, um eine Sammlung lohnend werden zu lassen. Besonders Frauen und Jugendliche kön­nen hier helfen.

Wendet euch an die Forslämler, die Sammel­ausweise ausslellen und geeignete Sammel­plätze anweisen. Um eine einheitliche Verwer­tung des gesammelten Saatgutes zu gewähr­leisten, werden örtliche Sammelstellen einge­richtet, die die Bucheckern zum preise von 18 Mark je 100 Kilogramm auskaufen. 10 v. h.

BestrafteBibelforscher".

Frankfurt a. M., 19. Ott. (SPD.) Die Der- Handlung gegen die vierzehn Angeklagten vor dem S 0 nd e r g e r i cht, die beschuldigt waren, sich gegen die 'Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 in Verbindung mit der Verordnung des Preußi­schen Ministers des Innern vom 24. Ium 1933 vergangen zu haben, wurde beendet. Den Ange­klagten wurde zum Vorwurf gemacht, daß sie in Wiesbaden für die Internationale Bibelforscherver­einigung, eine staatsfeindliche und verbotene Orga­nisation, Propaganda machten. In der Verhand­lung betonte der Staatsanwalt, der Gefängnis­strafen bis zu einem Jahr beantragte, daß die An- geschuldigten trotz Kenntnis des Verbotes die Ta- tigkeit fortsetzten, und daß einzelne Angeklagte dies sogar taten, nachdem sie einschlägig vorbestraft waren. Abgesehen davon, daß die Angeklagten durch ihre Tätigkeit eine erhebliche Beunruhigung in die Wiesbadener Bevölkerung trugen, wirkten sie durch ihr staatsfeindliches Verhalten ftaatsfchädi- gend. Das Sondergericht sprach fünf Angeklagte frei und verurteilte die übrigen zu Gefäng - nis st rasen von drei bis sieben Mo­naten.

Kreis Dehlar.

G Dutenhofen, 16. Okt. In diesen Tagen ereignete sich im hiesigen Bahnhof ein Unfall. Eine Einwohnerin unferes Ortes stürzte aus dem fahrenden Zuge und wurde bewußtlos auf dem Bahnsteig aufgefunden. Nach erster Hilfeleistung wurde die Verunglückte in die elterliche Wohnung gebracht. Wie'sich der Unfall ereignete, konnte bis­her nicht völlig geklärt werden. Die hiesige Schule hat eine gründliche Wiederher st el- lung erfahren. Der Verputz wurde erneuert, Ge­simse,' Fenster und Türen wukden neu gestrichen. Die Arbeiten wurden von hiesigen Handwerkern ausgeführt. Das Gebäude in feinem neuen Kleid gereicht dem Orte zur Zierde. Dieser Tage fand hier in der GaststätteZum Gambrinus" durch die Filmstelle der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude "eine Filmvorführung statt, bei der zwei Kulturfilme mit schönen Landschaftsaufnahmen und dann der HauptfilmKirschen aus Nachbars Garten" zur Aufführung gelangten. Die Darbie­tungen des Abends gefielen sehr gut.

141,50 (138), Zement Heidelberg 160 (159,75). Von Kunstseideaktien Aku 0,50 höher, dagegen Bemberg auf die Verwaltungserklärung auf 115,50 bis Hb (117) ermäßigt. Am Zellstoffaktienmarkt gewannen Aschaffenburger 2,50 v. H. auf 146,50, Waldhof un­verändert 172,65. Von Einzelwerten hatten West­deutsche Kaufhof mit 65 bis 64,75 (64) lebhaftes Geschäft, ferner gewannen Reichsbank 2 v. H., AG. für Verkehr und Rheinmetall je 1 v. H. und Nordd. Lloyd 0,50 auf 16,65.

Auch der Rentenmarkt war fest und lebhaft. Altbesitz 118,05 (117,85), späte Schuldbuchforderun­gen 98,50 (98,40), Zinsoergütungsscheine 93,75, Kom­munal-Umschuldung 89,45. Zertif. Dollar-Bonds ge­wannen bei lebhaften Umsätzen 0,25 bis 0,50 v. H. Auslandrenten wurden vernachlässigt, Ungarn Gold 14,30 (14,25), 4proz. Rumänen 7,80 (7,85).

Unter Schwankungen war die Börse auch im Ver­laufe am Aktienmarkt fest und recht lebhaft. Die zwischendurch verschiedentlich eingetretenen leichten Rückgänge wurden mehr als ausgeglichen, besonders Montanwerte waren höher, ferner Daimler mit 126,25 nach 124,75, Muag mit 127 nach 125,50, Reichsbank 197 nach 195, sonst betrugen die Er­höhungen etwa 0,25 bis 0,75 0. H. Aku gingen bis 93 nach 95 zurück, später 93,50, Bemberg 116,50 bis 117 bis 114,50 nach 115,50 bis 116. Kali Salzdet­furth kamen mit 202 (195) zur Notiz, ferner ge­wannen Felten 2,25 v. H., Elektr. Lieferungen 1,50 v. H, Rheinstahl 1,50 v. H, während Südd. Zucker auf 209,25 (211) nachgaben. Am Kassamarkt Gebr. Roeder 105 (101,75), Dresdner Bank 106,50 (105,50),

Der Wald als Hilfsquelle unserer Ernährung.

Sammelt Bucheckern zur Oelgewinnung! - Ein Aufruf für den Regierungs­bezirk Wiesbaden.

Zellstoff-Fabrik der LG.-Farbenindustrie AG.

Fwd. Die IG. Farbenindustrie AG., Frankrurt am Main, hat seit einiger Zeit mit dem Bau zur Errichtung einer Zellstoff-Fabrik begonnen. Dre Werke werden in Wolfen bei Bitterfeld errichtet und dürften im Februar 1937 betriebsfertig sein. Wie der Fwd. erfährt, liegen der Arbeit der neuen Zell­stoff-Fabrik zwei Verfahren zugrunde, die auf der Verarbeitung von Buchenholz beruhen. In der einen Abteilung wird nach dem Sulfit-Verfahren 9e 0^21= tet, hier ist eine Leiststungsfähigkeit von täglich 100 Tonnen vorgesehen, in der zweiten Abteilung findet das Salpetersäure-Verfahren Anwendung, hier ist eine Leistungsfähigkeit von täglich 25 Tonnen m Aussicht genommen. Nach dem letzteren Verfahren wird ein besonderer Edelzellstoff hergestellt, der für bestimmte Seiden in der gleichen Weise wie z. B. Die einzuführenden Baumwoll-Linters Verwendung fin­den kann.

Rhein-Mainische Börse.

Wittagsbörse fest.

Frankfurt a. M., 20. Okt. Die Börse weiterhin sehr fest. Die Publikumsnachfrage hielt uiwermindert an, während die Kulisse größtenteils als Abaeber auftrat. Auch kamLN auf dem erhöhten Stand Kundschaftslimite zur Ausführung. Infolge­dessen war das Geschäft sehr lebhaft und die Nach­frage konnte überwiegend befriedigt werden.

Am Aktienmarkt ergaben sich durchschnitt­liche Steigerungen von 1 bis 1,5 v. H. Montan­aktien lagen nach anfangs lebhaften Umsätzen 1 bis 2 v. H. höher, später etwas ruhiger und nicht im­mer voll behauptet. Verein. Stahl 122,25 bis 123,50 bis 123 (121,50), Mannesmann 118,90 (116,75), Hoesch 121 bis 121,75 (120), Klöckner ausschl. 4,05- prozentige Netto-Dividende 130 (132,50). Sehr fest lagen erneut Kaliaktien, Aschersleben 151,65 (146,25), Westeregeln 146 (142), Salzdetfurth er­schienen mitPlus-Plus"-Zeichen. Von chemischen Werten hatten JG.-Farben mit 179,75 bis 180,75 (178,40) lebhafte Umsätze, auch Deutsche Erdöl 2,2a v H., Scheideanstalt und Goldschmidt je 1,75 v. H. und Metallgesellschaft 1 v. H. höher, Rütgerswerke 0,50 v. H. leichter. Elektroaktien wurden etwas ver­nachlässigt, l-agen aber ebenfalls meist etwas fester, Bekula plus 1,25 v. H. auf 167,25. Maschinen- und Motorenaktien fliegen um 1,50 bis 2 v. H., BMW. unverändert 138,50. Von Bauwerten Jul. Berger

Preußen.

Das ehemalige Reserve-Regiment 87 errichtet in Limburg ein Denkmal.

LPD. Limburg, 20. Okt. In: den AuM^en 1914 wurde aus je einem Bataillon m Frankfurt am Main, Siegen und Limburg das Reserve- Infanterie -Regiment 87 gebildet. Es hat sich im Weltkrieg auf vielen Schlachtfeldern großen Ruhm erworben und sein Kommandeur von iyi? bis Januar 1918, Oberst Bering, meldete bei­spielsweise in den entscheidenden Tagen der Cyam pagne-Schlacht 1915 dem Großen Hauptquartier kurz und bündig:Das Regiment halt die Stel­lung!" Diele Namen gefallener Kameraden verzeich- net das Ehrenbuch des Regiments. Für sie soll nun auch ein Denkmal errichtet werden, das aus dem Bahnhofsplatz in Limburg seine Aufstellung finden wird. Entsprechende Beschlüsse wurden auf einer Tagung in Limburg, die unter dem Vorsitz von Generalmajor Bering stattfand, gefaßt.

der gesammelten Wenge verbleiben zur Ver­fügung des Waldbesihers, um das von der Forstwirtschaft benötigte Saatgut sicherzustellen. Dafür werden die Sammelausweise unentgelt­lich ausgegeben.Wildes" Sammeln, d. h. ohne Erlaubnis und Anweisung, ist verboten. Die Sammelstellen sind angewiesen, nur gegen Vor­zeigen des Erlaubnisscheines Bucheckern anzu- nehmen. Das Saatgut muß vor der Ablieferung von groben Beimengungen gereinigt werden. Die zuerst abfallenden Bucheckern sind auch meist faul und daher wertlos. Erst nachdem die ersten Nachtfröste die Samenhülle zum vessnen gebracht haben, sollen die reisen Ducheckern, bie man mit der Hand auslesen oder bei starker Mast auch zusammenkehren und dann durch- sieben kann.

Wer also helfen kann und einen kleinen Zusatz- lichen Verdienst nicht verschmäht, der reche sich em in die Front der Kämpfer m der Erseugungs- fchlacht, vieleWenig" machen ein "^l . Das Ziel aber lohnt den Einsatz, denn es heißt Deutsch­lands Wiederaufbau zu festigen!

Der Preußische Landsorstmeister, Regierungsforstamt Wiesbaden: gez. Rechtern.

Septemberbilanzen im Zeichen des Quartaisgeldbedarfs.

Wie regelmäßig zum Quartalsultimo, so zeigen auch diesmal die Septemberbilanzen die Bereitstel­lung von Mitteln für die Finanzierung des zu diesem Termin auftretenden Geldbedarfs. So flössen den Berliner Großbanken zirka 96 Millionen an Banken­geldern zu, die mit dazu dienen, z. B. die Zahlung des Zinsendienstes der Hypotheken, Renten usw. zu bewerkstelligen.

Die Entwicklung der Kundschaftseinlagen verlief nicht einheitlich, doch zeigt sich auch für September eine Fortsetzung der Zunahme der Spareinlagen, so­wohl bei Großbanken, wie bei Provinzbanken.

Kreditbedürfnissen der Großwirtschaft wurde da­durch Rechnung getragen, daß die Großbanken ihr Akzept um 30 Millionen erhöhten. Indem ferner die Banken über 70 Millionen in längerfristigen Son­derwechseln anlegten, stellten sie sich für besonders wichtige öffentliche Finanzierungsaufgaben zur Ver­fügung, die jetzt in immer größerem Maße an die Stelle der früheren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen treten. Die Banken schaffen sich gleichzeitig mit dieser Anlage eine wertvolle Liquiditätsreseroe, die ihren kreditpolitischen Dispositionen eine starke Beweglich­keit verleiht.

Regelmäßige Veröffentlichung der Lebensmittelpreise.

Fwd. Im Zusammenhang mit der Preisgestal­tung auf verschiedenen Gebieten des Lebensmittel­marktes herrscht in Verbraucherkreisen oft Unklar­heit über die vom Reichsnährstand bezw. von den Preisüberwachungssiellen festgesetzten Preise. Auf einer in diesen Tagen stattgefundenen Arbeits­tagung der Landeshauptabteilungsleiter III des Reichsnährstandes kündigte nach einer Meldung der Landware" der Reichshauptabteilunasleiter III im Reichsnährstand Dr. Korte an, daß im Interesse einer wirklichen Preisklarheit die in den einzelnen Gebieten festgesetzten Preise demnächst in regel­mäßiger Folge veröffentlicht werden, damit die Derbraucherschaft die Preise für die einzelnen Nah­rungsgüter genau kennenlernt und sich bei etwaigen Ueberschreitungen an die zuständigen Stellen wen­den kann.

Bonds bei voll behaupteten Kursen lebhaft umgesetzt auch Kommunal-Umschrldung blieben mit 89 50 ge­fragt, ferner hatten Pfandbriefe etwas Geschäft. Bon Auslandswerten gaben 4 v. H. Schweiz. Bundes­bahn auf 208 (212) nach.

U. a. notierten: 4,5 v. H. Reichsbahn-Schatz von 1936 98,50, 6 v. H. IG. Farben 133,75, 5,50 v. H. Franks. Hyp. Liquid. 100,40, 4,50 Franks. Psond- brie bank Gold R 17 97, 4,50 v. H. do. KO VI 94,25, 5 v. H. Rumänen 8,65, 4 v. H. Rumänen 7,80 bis 7,75, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 208, 4 v. H. Un­garn Gold 13,75, AKU. 91,25 bis 91,50, AEG. 40,75, BMW. 138,50, Bemberg 114,50, Buderus 124,40, Cement Heidelberg 160, Daimler 125,90 bis 125 40, Deutsche Erdöl 148,75, Scheideanstalt 277 bis 278, Eßlingen Maschinen 101,50, IG. Farben 179,75, Gesfürel 148, Goldschmidt 124,50, Harpener 158, Hoesch 121, Junghans 104,50 bis 104,75, Klöckner 130 bis 130,75, Mannesmann 119 bis 118,75, Rhein- stahl 157 bis 156,75, RWE. 142,50, Rütgerswerke 140,50, Schuckert 162,50, Verein. Stahl 124 bis 123,50, Westd. Kaushos 63,50 bis 63, Commerzbank 103,75, DD-Bank 106, Dresdner Bank 106, Reichs­bank 197, AG. für Verkehr 125, Hapag 16,90, Nord­deutsche Lloyd 16,90 bis 17, Otavi Minen 45,25, Allianz & Stuttgarter Verein 252.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.W.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a.M.

5ranffurt a. M. | Berlin

Schlußk.

Schluß!.

Schlußt.

kurs

19.10

Dalum

19.10-

8,4

7,85

118,13

117,9

118,25

117,85

100

100

99,9

16,5

16,9

98,65

98,75

98,8

98,75

178,25

179

97

97

97

97

100,5

100,4

93

128,5

128,5

123

123

97

97

Elektr. Lieferungsgeiellfchaft... 6

7

Licht und Kraft

100,4

100,4

101

101

100,75

101

97,5

97,5

97,5

31,9

Ol

Gritzner

Mainkraftwerke Höchst a.M...« 4

210

Süddeutscher Zucker

10]

in,20-

16,13

124,5

127,5

103

105,5

105,5

193

157 130,5 119,75

123,5

148,75

158,5

120,75

211,5 157 130 119

162,5

208

154,5

125,4

169,75

135

160

157

3,35

13,8

11,25

11,75

14,3

0

8

6 6

6

8

7

46,65 166

134,5

160,25

139,75

147,5

141,75

162,7k

207,9

154,5

153

132,5

116,75

106

106

197

16,9

39

16,9 125,25

128,5

103,5

106,5

106,5

197

7

9

5

6

5

123,5

169,5

64

470

202,5

174,5

63

456

206

175,5

121,25

139,75

147,9

124,75

139,5

148,5

178,4

274

121,5

140,5

148

91,5

114,5

172,65

146,75

106 92,25 113,25 172,5

147 113,5 124,9

170 92,25 63,75

450

206 175,5

95

109,8

95

109,8

122

146,75

158

120

17

125

128

103,75

105

105,25

193,5

101,4

98

124,4

148,75

158

121

Schluß­kurs

122

146,4

157,5

119,75

204

153,75

132

116,13

179,75

278

124,5

140,5

149

A.E.G.

Bekula

16,4 38,75 16,13 124,65

128 103

40,4 165,75

134,5 161,25

140,5 147,25

135

141,4

237 155,5 121,5 45,75

146,25

142

195

94,5

117

172,75

144

245 156,75 123,5 45,25 151,65

145 202

Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr.

Schuckert L Co......

SiemensL Halske...

Lahmeyer & Co.....

40,75

167,25

136

161,5

142,5

148

135,5

142,5

162,5

209

154,75

95 109,75

106,5

94

118,5

171,5

143,4

112

122,5

169,75

91

64,13

470

203

174,5

40,75

167,25

134,5

161,75

142,25

147,5

135

141,75

32

3,4

14,25

11

11,75

14

4% Oesterreichifche Goldrente... 4,20% Lesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staaterente v. 1910 4/j % desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie ...................

Felten & Guilleaume 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

3,4 13,75 11,65

12 14,25

4% oesgi. Serie n 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^r%Rumän.vereinh.Nentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2y4% Anatolier .............

162 206,5 154,5 I

8,65

13,13

7,8

40

8,75

13,1

7,9

40

8,4

13

7,9

40,75

32

3,4

14,3

11,4

12

14,13

Amerikanische Noten Belgische Noten..................

Dänische Noten .......

Englische Noten Französische Noten Holländische Noten .........

Italienische Noten Norwegische Noten ------- Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schwing Rumänische Noten...........

Schwedische Noten Schweizer Noten...............

Spanische Noten Ungarische Note»

I. G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........

Goldschmidt Rütgerswerke Metallgesellschaft

134,75 134,5

41135,25

7 159,75 6\ 156 |

Buderus <

Deutsche Erdöl 4

Harpener................. 2/2

Hoesch Eisen-Köln-Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse 6

Klöcknerwerke ...............3

Mannesmann-Röhreo 8

Schultheis Patzenhoser 4

Wu (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg...................6

Zellstoff Waldhof 6

Zellstoff Aschaffenburg 0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren 0

Deutsche Linoleum 8

Orenstein & Koppel O

Westdeutsche Kaufhof 0

Chade................... 9

Accumulatoren-Fabrü 12

Conti-Gummi.............. 11

Hamburg-Amerika-Paket O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........O

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank... 4

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank .......4

Keichsbank ................12

Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4-/r% ehem.8% Franks Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 b'/r°/° ehem. 4y2% Franks. Hyp.

Bank-Ligu.-Pfandbriefe..... .

6%% ehem. 4'/-% Rheinische

Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ... 4%% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstall, Pfandbriefe R. 19 414% ehem. 7% Pr. Lanbespfand

briesanst., Gold Komm. Obl. 20 Steuergutsch.Berreckmungsk. 34-38

6,y

Philipp Holzmann ....

Zementwerk Heidelberg

Cementwerk Karlstadt..

19-10

162,25

143,5

241,5

155

121

45,5

147,5

141,5

196

19-10

101,4

98

103,25

börse

20 10-

162,5

börse

20 10

börse

20-10-

Schluß. Schlußk. CD-07IUB Mittag»

97,5

95

109,8 I

Datum

Mansselver Bergbau....... 6)4

Koköwerke ..................6

Rheinische Braunkohlen 12

Rheinstahl.................. 4

Vereinigte Stahlwerke 814

Otavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben .. .... b

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth 7%

19-10- | 20 10-

101,4 1 101,4

98 ! 98

103,25 i 103,25

Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt b°fchi°sten°n Dividend- an. - Reich-bankdi-kon. 4 Lambardzin-futz^p^.

30,25 | 31| 30 I

211 I 209,25 1 210 I

®w- börse

19.10.

161,25

Datum

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934

514% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mil

Auslos.-Rechten ............

414% Deutsche Reichspostschatzan

Weisungen von 1934, I

414% ehem. 8% Hessischer Volks staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

4)4% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12...

6y2% ehem. 414% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLigu.

414% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverichr. R.e

Oberheilen Provinz-Anleihe mti

Schlußk. Mittag- börse

20-10.

börse

20-10.

162,5

144,5

244

156,5

123,75

45,5

152

144

200,5

19 .Oktober

20 .Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Buenos Aire

0,691

0,695

0,691

0,695

Brüssel ....

41,87

41,95

41,89

41,97

Rio de Jan.

0,144

0,146

0,145

3,047

0,147

Sosta.....

3,047

3,053

3,053

Kopenhagen Danzig ....

54,27

47,04

54,37

47,14

54,30

47,04

54,40

47,14

London....

12,155

12,185

12,16

12,19

Heljingfors..

Paris .....

5,365

5,375

5,365

5,375

11,585

11,605

11,58

11,60

Holland ....

133,82

134,08

132,87

133,13

Italien.....

13,09

13,11

13,09

13,11

Japan......

0,710

0,712

0,710

0,712

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,08

61,20

61,11

61,23

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ...

11,045

11,065

11,05

11,07

Stockholm...

62,67

62,79

62,70

62,82

Schweiz ...

57,08

57,20

57,13

57,25

Spanten....

22,48

22,52

22,48

22,52

Prag......

8,761

8,779

8,761

8,779

Budapest ..

Neuyork ...

2,489

2,493

Banknoten

2,488

I 2,492

2,45

2,47

41,76

41,92

54,14

54,36

12,135

12,175

11,53

11,57

132,48

133,02

60,95

61,19

62,53

62,79

56,98

57,20