600 Verliner Arbeiter bei Reichsminister Är.GoebbelS zu Gast.
Arbeit.
Don Professor Or. B. ^auecker.
Die Deutsche Arbeitsfront gewöhnt ihre Mitglieder daran, den Arbeiter einen „W e r - ke r" zu nennen. Sie will damit zum Ausdruck bringen, daß durch die Einrichtung der Betriebs- aemeinschaft an die Stelle der unpersönlichen „Arbeit" das persönliche „Werk" getreten ist, und zwar auch dann, wenn die Tätigkeit des einzelnen Werkers nur aus mechanischen Handgriffen besteht. In der Tat ermöglicht die Neuordnung der Arbeit durch den Nationalsozialismus die Beseitigung des Klassengegensatzes, die Zusammenfassung aller Werktätigen in der Betr-iebsgemeinschaft eine derartige Einstellung: der ehedem durch die Arbeitsteilung vereinzelte Arbeiter wird durch das Gemeinschaftsethos des Betriebes wieder zum verantwortlichen Mitträger des „W e r- k e s" gemacht, er schafft mit anderen als Gleichberechtigter und Gleichverpflichteter an dem gemeinsamen „Werk".
Damit ist auch die Arbeit selb st einer vollkommenen Umwertung und Neubewertung unterworfen. Entspricht dieser Wandel nun dem deutschen Wesen? Schlägt man das auch heute noch maßgebende deutsche Wörterbuch der Brüder Jakob und Wilhelm Grimm aus dem Jahre 1854 bei dem Stichwort „Arbeit" auf, so stellt man fest, daß dieses Wort im deutschen Sprachgebrauch ursprünglich „Mühsal", „Beschwernis", „Plage" (lateinisch: molestia) bedeutete, daß dagegen mit zunehmender Gesittung „allmählich alles Arbeit heißt, was von den sogenannten Handwerkern verrichtet wird, wofür, wie dieser Name selbst bezeugt, ursprünglich lieber Werk gesetzt wurde."
Noch früher, im Jahre 1795, wird in dem „Wörterbuche der sinnverwandten Wörter der hochteut- schen Mundart" darauf hingewiesen, daß „Werk" von jeher das allgemeinere Wort für eine Betätigung gewesen sei. Denn es bezeichnet jede Sache, die „jemand gewirkt, wirklich gemacht hat, es mag mit oder ohne Anstrengung geschehen sein. Arbeit hingegen heißt nur ein solches Werk, welches durch Arbeit, also durch Anstrengung der Kräfte, hervorgebracht ist."
In der Tat bezeichnet das Wort Arbeit in wörtlicher Uebersetzung seiner beiden Stämme Arba und it ursprünglich Knechtsdienste. Arba, der eine Stamm, heißt im Altdeutschen Knecht, it bezeichnet Tätigkeit, Dienste, Werk. Auch den entsprechenden slawischen (robota — Frohnarbeit), griechischen und lateinischen Ausdrücken haftete der Sinn der Not, der Bedrückung an. Jedoch, so sagen die Brüder Grimm, „seitdem allmählich die Tätigkeit der Menschen unknechtischer und freier wurde, war es natürlich, den Begriff der Arbeit auf leichtere und edle Geschäfte auszudehnen." Wann aber wurde die Arbeit unknechtischer und freier? Sie wurde es, als im Zeitalter der Zünfte das genossenschaftliche Arbeitsverhältnis den unfreien Hörigendienst ablöste, als Meister und Gesellen tn enger Verbundenheit durch Brauchtum und Sitte am gemeinsamen Werke schufen, als der Meister nur mehr der primus inter pares, der Erste unter sonst Gleichen wurde.
Es ist interessant, an Hand von Lieder- und Sagenbüchern des Mittelalters bis in unsere Tage festzustellen, wie unser Volk im Wandel der Zeiten zu seiner Arbeit, zu seiner Arbeitsordnung stand, welchen Sinn es der Arbeit unterstellte, welcher gesellschaftlichen Form der Arbeit — wir würden beute sagen, welcher Arbeitsordnung — es den Vorzug gab. Da ist zunächst einmal für den freien, unknecyttschen Geist des deutschen Volkes kennzeichnend die Minderbewertung der Ordnung, der Mäßigkeit, des Fleißes. Man muß in den echten deutschen Volksliedern, wie W. H. Riehl in seinem Büchlein „Die deutsche Arbeit" schon 1861 treffend nachgewiesen hat, lange suchen, ehe man ein Lob all dieser schönen Tugenden findet. Um so häufiger stößt man auf Schlemmer- und Trinklieder, auf ein Lob der Faulheit und sogar der Armut.
Soll man nun daraus schließen, daß unsere Altvorderen Faulenzer erster Ordnung waren? Gerade die entgegengesetzte Schlußfolgerung ist angebracht! Weil nämlich die Deutschen von jeher von ihrer Pflicht besessene und von ihrem Werk erfüllte Arbeitsfanatiker waren, weil sie die Hingabe an das Werk gleichstellten mit der Hingabe an Volk, Gott oder den Nächsten, ist unsere Volksdichtung arm an Lobpreisungen des Fleißes, der Ordnung oder der Mäßigkeit. Denn eine Eigenschaft, die aus dem Wesen fließt, braucht nicht besonders erwähnt oder gar gerühmt zu werden. Sie versteht sich von selbst. Der zweite Grund aber, der für das Fehlen moralisierender Lobpreisungen des Arbeitseifers im deutschen Schrifttum maßgebend ist, ist in der souveränen Verachtung der Arbeit als Mittel zum Gelderwerb zu suchen, die dem deutschen Menschen solange im Blute saß, als er noch unberührt war von den seelischen oder geistigen Einflüssen des Kapitalismus!
Die deutschen Arbeitssprüche der vorkapitalistischen Zeit lassen sich in zwei große Gruppen teilen: in Aufmunterungen zur T a t und in Warnungen vor Habsucht und Geldgier: „Frisch gewagt, ist halb gewonnen"; „Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute"; „Rast ich, dann rost ich" (Luther); „Selbst ist der Mann" — so lauten einige der zahlreichen Aufmunterungen zur Tat. „Der ist nicht arm, der wenig hat, sondern der viel begehrt"; „Reich ist, wer sich begnügen läßt"; „Armut schändet nicht" u. a. m. In keiner anderen außer der deutschen Sprache finden sich so viele verachtungsvolle Kenm Zeichnungen für den geizigen Menschen. Wir sprechen von Geizhälsen, Geizkragen, Geldsäcken, Geldprotzen, Geldkröten. Ganz besonders eindrucksvoll kommt die Verachtung des Geldes um des Geldes, des Goldes um des Goldes willen zum Ausdruck in jener Geschichte vom Ritter vom Fleckenstein, dem ein fliehender türkischer Reiter einen schweren Beutel mit Geld zuwarf, der just an seinem Sattelknopf hängen blieb. Der Ritter aber schleuderte ihn fort mit den Worten: „Ich suche kein Gold, sondern Ehre!" — und jagte dem Türken nach.
Und wie die Ehre, so ist d i e D e m u t d e s A r - beitenden eines der charakteristischen Merkmale der deutschen Arbeit. Der deutsche Mensch will nicht herrschen mit seiner Arbeit um der Herrschaft willen, sondern er will mit ihr und durch sie dienen. N i ch t d e r E i g e n n u tz ist die entscheidende Triebkraft der deutschen Arbeit, wie die Nationalökonomen des liberalen Zeitalters uns glauben machen wollten, sondern die sittliche Tat. „Auch der geringste Arbeiter", sagt Riehl, „will und wollte von jeher nicht bloß für sich arbeiten, sondern auch für andere, zunächst für seine Familie. Dieser Ring erweitert sich mit der wachsenden Bildung, und es sind nicht Narren und Idealisten, sondern unsere besten Männer, die über der Nation sich selbst vergessen haben." Und so soll beim wahren Fortschrei- ten der Kultur zuletzt leben Arbeiter das Bewußt-
Berlin, 20. März. (DNB.) Für Freitagabend hatte Reichsminister Dr. Goebbels etwa 600 Arbeiter der größten Berliner Betriebe, die am läng st en im Beruf stehen, in den Kaisersaal des Rheingold geladen, um einige Stunden in ihrem Kreise zu verweilen. Obwohl die Wahlvorbereitungen an den Reichspropagandaleiter ungeheure Anforderungen stellen, hatte Dr. Goebbels die bereits vor Wochen ergangene Einladung aufrechterhalten und sich für diesen Abend freigemacht, um die Berliner Arbeiter nicht zu enttäuschen. Der Kaisersaal bot mit den festlich gedeckten und dem frischen Grün geschmückten Tischen ein prächtiges Bild. Die ganze Breitseite war mit elfenbeinfarbenem Tuch ausgeschlagen. In der Mitte war eine kleine Bühne errichtet und darüber in einem hohen Rundbogen die Reichsflagge gespannt. An den Tischen saßen etwa 600 Arbeiter aus den größten Berliner Betrieben, und mitten unter ihnen der M i n i st e r. Unter ihnen befanden sich ein Dreher und ein Kassenbote, die bereits 50 Jahre, ein Mechaniker, der 49 Jahre im Beruf steht. Alle neun aber hatten mehr als 42 Berufsjahre hinter sich. Sämtliche Teilnehmer trugen das Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront, die meisten von ihnen auch ihre Kriegsauszeichnungen. Einige Gäste des Ministers hatten die Einladung erst einmal zurückgeschickt, da sie glaubten, sie fei falsch adressiert. Sie konnten sich einfach nicht vorstellen, daß ein Reichsminister und dazu einer, der gerade in diesen Tagen so mit Arbeit überlastet ist, einfache Arbeiter zu Gast bitten würde. Andere wieder hatten sich mit Butterbroten ausgerüstet, weil in ihrer Einladung nicht vermerkt war, daß sie zu einem schlichten Abendessen geladen waren.
Reichsmimster Dr. Goebbels
hieß seine Gäste gleich zu Beginn aufs herzlichste willkommen. Sie dürfen mir glauben, so erklärte er, daß diese Veranstaltung schon seit Wochen ge-
fein begeistern, daß er nicht bloß für sich und bie Seinen, sondern zugleich auch für die Nation arbeitet, „daß er mitwirkt, die Grundlagen unseres lebendigsten Lebens, unserer Volkspersönlichkeit, eigenartig zu gestalten."
Was Riehl vor über siebzig Jahren gefordert hat, ist heute in der Ordnung der nationalen Arbeit Wirklichkeit geworden. Treue, Kameradschaftlichkeit, Ehre und Anständigkeit sind die Grundlagen, in denen das Arbeitsverhältnis im Sinne unserer Ahnen wieder wurzelt. Die sittliche Tat ist es, die der Arbeit, dem „Werk" wieder Inhalt und Freude gibt.
„Tag des Arbeitsdienstes."
Neichsarbeitsfnhrer Hierl
spricht zu 200000 Arbeitsmännern.
Berlin, 20. März. (DNB.) Der Deutschlandsender bringt am Sonntag von 10 bis 10.45 Uhr eine Morgenfeier des Reichsar - beitsdienstes unter dem Leitwort „Unsere Spaten sind Waffen des Friedens". Reichsarbeitsführer Hier! wird zur Verabschiedung der ausscheidenden Arbeitsmänner sprechen. 200 000 Arbeitsmänner werden sich mit der Dorfund Stadtgemeinde ihrer Lagerheimat versammeln, um an der Abschiedsfeier teilzunehmen. Zum Schluß des Halbjahres der Arbeit und des friedlichen Dienstes mit dem Spaten soll in einer großen gemeinsamen Feierstunde verkündet werden, wie der Sozialismus des Führers in den 1200 Lagern Gestalt gewonnen hat. Diese Feierstunde wird den „Tag des Arbeitsdienstes" einleiten, der im Rahmen des Wahlkampfes allen Volksgenossen das segensreiche Werk des Arbeitsdienstes vor Augen führen wird. In allen Standorten werden große Standzeichen ausgestellt werden, die einen Ueberblick über die Arbeiten des Arbeitsdienstes unter besonderer Berücksichtigung des betreffenden Gebietes geben werden. Platzkonzerte und Werbemärsche werden den „Tag des Arbeitsdienstes" beschließen.
KdF.-llrlauberflotte in Lissabon.
Nach fast fünftägiger Seefahrt kam die deutsche Flotte des Friedens am Freitagfrüh in Lissabon, dem ersten Anlegeplatz, an. Im Hellen Sonnenschein lag die portugiesische Hauptstadt, als das Boot der Hafenpolizei an Bord anlegte. In freudigster Stimmung lugen von allen Decks die deutschen Arbeiter hinüber an Land, und im stillen wandert mancher Gruß über Land und Meer zu den Volksgenossen daheim und zu dem Mann, der, auf der Kommandobrücke Deutschlands stehend, auch unsere Fahrt ermöglicht und uns als Boten des Friedens in fremdes Land geschickt hat.
Inzwischen hat „Der Deutsch e" als erstes Urlauberschiff festgemacht und nach ihm „St. Louis". Beim Festmachen erklingt, mit dem deutschen Gruß geehrt, die portugiesische Nationalhymne und nach ihr „Deutschland, Deutschland über alles" und „Die Fahne hoch". Und unten steht die gesamte deutsche Kolonie; die Kinder aus der deutschen Schule Lissabons jubeln uns zu und schwenken ihre kleinen Hakenkreuzfahnen. Dann kommen die ersten Ausländsdeutschen an Bord, an der Spitze der deutsche
plant ist und mit der Wahl nicht das mindeste zu tun hat. Daß Sie dem Führer am 29. März Ihre Stimme geben, das ziehe ich überhaupt nicht in Zweifel. Es sind ganz andere Gründe gewesen, die mich zu dieser Einladung veranlaßt haben. Als Vertreter der Opposition hatten wir früher nichts mit dem zu tun, was Repräsentation heißt. Das ist heute, wo wir nicht nur eine Partei, sondern auch den Staat und zwar nicht nur dem eigenen Volk, sondern auch der Welt gegenüber zu vertreten haben, anders. Es ergeben sich daraus zahllose Verpflichtungen, über die der einzelne nicht mehr entscheiden kann und darf. Ob sie nun angenehm sind oder nicht. Und wenn ich Künstler und Wirtschaftler, Diplomaten und Politiker empfange, so liegt kein Grund vor, nicht auch die Arbeiter als Gäste zu mir zu bitten. (Stürmischer Beifall.) Ich darf Ihnen versichern, daß ich mich in Ihrem Kreise mindestens ebenso wohl fühle, wie in irgendeinem anderen. (Bravorufe). Mitten unter Ihnen sitzend, möchte ich hoffen, daß Sie sich an diesem Abend als meine Gäste recht wohl fühlen.
Mit begeistertem Jubel danken ihm die Berliner Arbeiter. Als ihm die ersten zuprosteten, stand der ganze Saal auf, um ein gleiches zu tun. Sofort drängten sich auch die Gäste mit den Einladungskarten um den Minister, um von ihm als Andenken an diesen denkwürdigen Abend ein Autogramm 3u erbitten. Die herzliche und echte Verbundenheit, Die aus den Worten des Ministers gesprochen hatte, erfüllte die ganze Gästeschar. Bei dieser prachtvollen Stimmung kam natürlich auch der Berliner Mutterwitz zu seinem Recht. Zunächst bemühten sich die Gäste, das schlichte Abendbrot, bestehend aus Eisbein mit Erbspüree, Kartoffeln und Kraut, einem Original Berliner Kümmel und Bier sich munden zu lassen. „Den Knochen nehme ich Petern mit", sagte ein Arbeiter aus der IG.-Farben, der für 35- jährige Dienste die Goldene Ehrennadel seines Betriebes auf dem Rockaufschlag trägt. „Er hat mir heute geflachst, es gäbe man bloß Bockwurst." Lä-
Gesandte. Bald darauf gehen auch die ersten unserer Urlaubergruppen an Land und werden vom Landespresseleiter herzlich begrüßt.
Die Wirtschaft im Steuerfpiegel.
In der Vorkriegszeit hat sich der Deutsche bei weitem nicht in dem Maße mit den wirtschaftlichen Problemen seines Vaterlandes abgegeben, wie das seit dem Kriegsende der Fall ist. Voller Angst und Sorge hat jeder von uns in den Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs auf die ständig steigenden Arbeitslosenziffern und die ständig fallenden Erträgnisse unserer Wirtschaft gesehen. Denn vom Wirtschaftsertrag hängt es letzten Endes doch ab, in welchem Umfange Arbeitskräfte beschäftigt werden können. Umgekehrt ist aber der Wirtschaftsertrag wieder auf das innigste mit dem Verbrauch der breiten Massen verbunden, die sich in den Jahren bis 1933 ganz empfindlich einschränken mußten, was auf die Wirtschaft wieder zurückwirkte. Am 30. Januar 1933 kam Adolf Hitler und mit ihm kehrten die Lebensgeister des deutschen Volkes zurück. Denn seiner Tatkraft und seinem energischen Wollen ist es zu danken, daß die stillstehenden Maschinen wieder in Gang kamen und bis heute von sieben Millionen Erwerbslosen bereits rund fünf Millionen nicht mehr des Morgens zur Stempelstelle, sondern zum Arbeitsplatz gehen. Ein untrügliches Zeichen des wirtschaftlichen Aufstiegs siäd nun aber die Reichs- einnahmen. Betrugen sie vom April bis Dezember 1932 nur noch 5 Milliarden, so sind sie für den gleichen Zeitraum des Jahres 1935 schon auf 7,1 Milliarden hinausgeklettert. Es fehlen nun noch die Einnahmen für den Rest des Finanzjahres bis Ende März 1936. Es dürften wohl noch einmal etwa zwei Milliarden zusammenkommen, so daß die Neun-Milliarden- Grenze erreicht wird. In diesen Steuererträgnissen des Reiches liegen aber wieder die Kräfte, die für die Zukunft neue Arbeit schaffen und noch mehr Erwerbslose wieder in Lohn und Brot setzen.
Zum Tode verurteilt.
ZdR. Die Gesamtverschuldung der deutschen Landwirtschaft belief sich im Jahre 1929 auf die kaum faßbare Summe von 13 Milliarden Mark. Wenn dabei die Verkaufserlöse der Landwirtschaft von Jahr zu Jahr immer stärker zurückaingen, so war damit das Todesurteil für die Deutsche Landwirtschaft klar ausgesprochen. Wann es vollzogen werden sollte, war nur noch eine Frage der Zeit. Infolge der gewaltigen Preisstürze betrug der Verkaufserlös 1 9 3 2 nur noch 6,4 Milliarden Mark. Auf der anderen Seite erforderte die Verzinsung der 13-Milliardenschuld 13,8 v. H. der Verkaufserlöse aus allen Erzeugnissen der Landwirtschaft. Daß dabei gerade dem Bauern das Wasser bis zum Halse stand, weiß jeder noch aus bester Erfahrung. Die Ernte gehörte auf dem Halm schon nicht mehr dem Bauern. Sie ging vom Felde auf ben Markt, weil die Not es erforderte. Das Vieh hungerte, und sein Bestand schmolz zusammen. Für Kunstdünger war kein Geld vorhanden. Ohne Dünger blieben aber die Erträge der nächsten Ernten erheblich zurück. Tausende von Hektar wurden in Deutschland überhaupt nicht
chelnd erwiderte ihm ein anderer: „Ja, Joseph kennt den Berliner Geschmack." Immer wieder wurde dem Gastgeber von allen Seiten zugeprostet, der lachend versprach, allen Tischen seinen Besuch abzustatten.
Den Empfindungen der Gäste, die als die Vertreter der ganzen Berliner Arbeiterschaft erschienen waren, gab schließlich einer von ihnen Ausdruck, der freimütig und mit schönstem Mutterwitz gestand, daß sie alle erst etwas befangen seien, daß aber diese Befangenheit sich restlos verflüchtigt habe, als sie aus dem Munde des Ministers vernahmen, daß er sich unter seinen Arbeitern am wohlsten fühle, was sich ja auch durch die treffsichere Wahl des volkstümlichen Abendbrotes erwiesen habe. Seinem Dank an Dr. Goebbels, den er bewußt nicht mit Herr Reichsminister anspreche, gab er dann durch ein Siegheil Ausdruck, in das die Teilnehmer mit stürmischer Begeisterung einstimmten.
Die ausgezeichneten künstlerischen Darbietungen, die Jupp Hussel ansagte und in denen Daisy Ich eß, Paul Hörbiger, die Geschwister Höpfner und Dietrich-Schrammeln neben der Kapelle Steiner mitwirkten, rundeten den erlebnisreichen Abend ab, dessen Stimmung allerdings nicht mehr zu überbieten war, ein Abend, der alle, die die Freude hatten, daran teilzunehmen, einen überzeugenden und unvergeßlichen Beweis für wahre Volksverbundenheit gab.
Gegen Mitternacht richtete Minister Dr. Goebbels, der bei seinem Rundgang durch den Saal kaum vorwärtsgekommen war, noch eine kleine Schlußansprache an seine Gäste, in der er unter lebhaftester Zustimmung seiner Freude über den so hervorragend verlaufenen Abend Ausdruck gab und den Künstlern und Künstlerinnen für ihren selbstlosen Einsatz herzlich dankte. Begeistert stimmten die Arbeiter in das Sieg-Heil auf Führer und Vaterland ein. Aus allen Ecken und Enden schollen dem Minister beim Verlassen des Saales Heilrufe und der von Herzen kommende Dank für diesen herrlichen Abend entgegen.
Wilde Schießerei in einem französischen Sanatorium.
Paris, 21. März. (DNB. Funkspr.) Zu einer wilden Schießerei, die mehrere Todesopfer forderte, kam es in dem Sanatorium von St. Hilaire bei Grenoble. Ein dort beschäftigter Aufwäscher hatte vergeblich die 14jährige Tochter eines Sanatoriums-Beamten mit Liebesanträgen belästigt. Am Freitagmorgen trank er aus Wut darüber, daß das Mädchen ihn verschmäht hatte, drei Liter Weißwein und bewaffnete sich dann mit drei Revolvern und zahlreichen Patronen. Er drang in mehrere Räume ein und schoß sinnlos auf alles, was ihm in den Weg kam. So tötete er zunächst aus nächster Nähe das junge Mädchen, das sich seinen Nachstellungen entzogen hatte, dann ein fünf» jähriges Kind, darauf ein 18jähriges Mädchen. Er lud seine Revolver immer wieder von neuem und verletzte dann noch drei Personen. Schließlich flüchtete er sich in ein unbewohntes Zimmer des Sanatoriums und setzte seine Schießerei aus dem Fenster fort. Der Bürgermeister des Ortes versuchte, den Burschen durch Schüsse mit feiner Jagdflinte unschädlich zu machen. Nachdem etwa hundert Schüsse gewechselt worden waren und der Revolverheld nicht mehr schoß, drang man in das Zimmer ein und sand ihn verwundet vor. Er war offenbar durch einen Schrotschuß des Bürgermeisters blind geworden, fuchtelte aber immer noch mit seinem Revolver herum. Ein Verwandter des getöteten Mädchens tötete den mehrfachen Mörder durch zwei Revolverschüsse.
Frankreichs Festungswall aus Stahl und Beton.
Eine Karte zu den Grenzen im Westen, aus der hervorgeht, wie außerordentlich stark die Franzosen ihre Ostgrenzen gesichert haben. — (Scherl-M.)
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Eine einfache Kechnu
ein für allemal die Schuhe putzt man mit Erdal
Adolf Hitler hat Deutschland sein Recht erkämpft.
mehr b e ft eilt. So war es, und so trat der Führer das Erbe seiner Vorgänger an. Heute gehören derartige Zustände, die früher Wirklichkeit waren, der Fabelwelt an. Man muß einmal daran erinnert werden, um nicht immer die heutigen Verhältnisse so selbstverständlich hinzunehmen, die früher alles andere als Selbstverständlichkeiten waren!
Lord Londonderry, der ehemalige englische Luftfahrt- mmisterurteilt:„Manmuß erkennen,daß Hiller sein Bestes tut um einem großen Lande mit einer Bevölkerung von 65 Millionen wieder eineStellungzu geben,die seinen Ueber- lieferungen,seinerGeschichte und seinem^echt entspricht."
Oer Führer kämpft und arbeitet für dich, Deutscher!
Danke es ihm am 29. März — mit deiner Stimme!


