ab und nahm für die Königliche Familie den Na- eröffnete er dann die Flottenabrüstungskonferenz
men 'JRtnhfnr nn moo ..-e___ei. ■..... m v .... < .... an-*.' r ■ Y
Der neue englische König
Früh-
Das Sterbehans König Georgs
Die Thronbesteigung König Eduards VIII
gangenen Sommer beging der König sein Regierungsjubiläum unter herzlicher Anteilnahme aller Teile des Britischen Reichs.
mit einer Rede vor dem Mikrophon, das feine Worte aller Welt unmittelbar zuführte. Im ver-
König Eduard VIII. wurde am 23. Juni 1894 als ältester Sohn König Georgs und der Königin Mary geboren. An seinem 16. Geburtstag erhielt er den Titel des Prinzen von Wales. Nachdem er 1912- drei Monate auf dem Kriegsschiff „Hindustan" Dienst getan hatte, und sich fünf weitere Monate lang in Frankreich aufgehalten hatte, studierte er in Oxford Staatsrecht und Geschichte. Bei Ausbruch des Krieges tat er im III. Bataillon
Vater und Jrennd seines Volkes.
Herzliche Nachrufe der englischen presse für König Georg.
der Garde-Grenadiere Dienst und ging gegen den Willen des Oberbefehlshabers mehrfach an die Front. Nach dem Kriege unternahm er weite Reifen in alle Teile des britischen Reiches. 1919 besuchte
so schreibt das „Journal", habe seine Augen in der Ueberzeugung schließen können, seine von ihm stets erfüllte schwere Aufgabe in d i e Hände eines würdigen Nachfolgers legen zu können. Der Erbe Georg V., so heißt es im „Petit Pari- ften" ist ebenfalls ein beständiger Freundschaft bewahren wird, von der das Königs- dafür, daß er uns auf dem Thron die gleiche offene Frerndfchaft bewahren wird, von der das Königshaus von England uns während dreier Generationen so manchen Beweis gegeben hat. Der „Matin" erinnert besonders an den Aufenthalt des Prinzen von Wales in Frankreich während des Krie-
Paris, 21. Ian. (DNB. Funkfpr.) Die blätter widmen dem verstorbenen König Georg V. lange Nachrufe. Ueberall wird zum Ausdruck gebracht, daß der König als Nachfolger Eduard VII. ein treuer Hüter der französisch-englischen Freundschaft gewesen sei. Das „Journal" schreibt, das französische Volk, das niemals die hervorragende Rolle vergessen werde, die der König Georg V. während des Weltkrieges gespielt habe, nehme mit bewegtem Herzen an dem Schmerz des englischen Volkes teil. — Der „Excel-
tigen Herrschers dienen sollten, bekamen mit der wachsenden Weltwirtschaftskrisis handelspolitische Bedeutung. Als Sportsmann, Reiter, Jäger, Polo- jpieler, Pserdezüchter und Flieger lst Eduard VIII. eine sehr populäre Persönlichkeit im öffentlichen Leben Englands geworden. Er erwarb auch sein Pilotenpatent und besitzt sechs eigene Flugzeuge.
Nachfolger des Königs ist fein Bruder, Herzog Albert von York und dessen Nachkommen, vorläufig seine erstgeborene Tochter Elisabeth. Der zweite Bruder des Königs, Herzog Heinrich von Gloucester hat im vergangenen Sommer eine Dame des schottischen Hochadels geheiratet, während Herzog Georg von Kent sich im Oktober 1934 mit Prinzessin Marina von Griechenland vermählte. Die einzige Schwester des Königs ist mit dem Viscount Lascelles, Earl of Harewood, vermählt.
Das Wo in Rom.
Schloß Sandringham in Norfolk, wo der König nach kurzem Krankenlager am Montag verschieden ist. — (Scherl-M.)
halt des britischen Weltreiches enger geworden sei. Auch die Blätter, die die „Opposition Seiner Majestät" vertreten, zollen dem verstorbenen Monarchen Worte der Trauer und des ehrenvollen Gedenkens. So schreibt das Arbeiterblatt „Daily Herald": „Die Nation betrauert heute oder
ohne Unterschied der Parteien Klassen ihren toten König."
„Der loyale König"
Die französische Presse zum Tod König Georg V
König EduardVIII. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Oie Aufbahrung König Georgs.
Die Pläne für das Staatsbegräbnis Königs Georgs werden voraussichtlich heute bekanntgegeben. Die sterblichen Ueberreste des Königs werden zunächst nach der kleinen Kirche St. Maria Magdalena bei Schloß Sandringham und von dort nach London übergeführt werden, wo sie wahrscheinlich in der Westminster a b t e i feierlich aufgebahrt werden. In der St.-Pauls-Kathedrale findet heute mittag ein großer Trauergottesdienst statt. Zum Zeichen der Trauer wurde heute früh die große Glocke der St.-Pauls-Kathedrale geläutet.
Nie deutschen Frontkämpfer in London.
Ehrung der britischen Gefallenen.
London, 20. Jan. (DNB.) Die deutsche Front kämpferabordnuna ehrte am Montagvormittag die Toten des Weltkrieges, die auf Seiten des britischen Reiches fielen und deren Ehrenmal, der „Kenotaph", sich in White Hall, dem englischen Regierungsviertel, erhebt. Das Hakenkreuzbanner, der Union Jack und die Flagge des Hauptquartiers der British Legion wehten dem Zug voran, in dem sich die Mitglieder der deutschen Abordnung gemeinsam mit den Vertretern der British Legion zu den Stufen des Ehrenmals begaben. Eine zahlreiche Menschenmenge beobachtete mit ehrfurchtsvollem Schweigen die feierliche Handlung. Der Leiter der deutschen Abordnung, S t a h m e r, legte im Namen der deutschen Frontkämpferverbände einen Lorbeerkranz nieder, dessen mit dem Hakenkreuz geschmückte Schleife die Inschrift trug: „Die deutsche Frontkämpferabordnung". Als der Kranz niedergelegt wurde, senkten sich die Fahnen, und die Mitglieder der deutschen Frontkämpferabordnung ehrten mit der zum Deut- tschen Gruß erhobenen Hand das Gedächtnis ihrer gefallenen britischen Kameraden aus dem Großen Krieg.
In Beantwortung des Telegramms, das die deutsche Abordnung beim Betreten englischen Bodens an den Prinzen von Wales ge-
Prince of Wales wird entfallen, da der König keinen Sohn hat und dieser Titel nur dem ältesten Sohn des jeweiligen Königs verliehen wird.
Es ist für 1'2 Monate Hoftrauer verfügt. Auf der Admiralität wurde die Flagge h a l b m a st gesetzt, was nur geschieht, wenn Der König stirbt. Auf die Mitteilung an die Armee hin, wird die Armee einen Trauersalut feuern, und zwar einen Schuß für jedes der 70 I a h r e, die der König gelebt hat. Auf sämtlichen militärischen Gebäuden gingen die Flaggen auf halbmast. Sämtliche britischen Schiffe, die sich auf hoher See oder in den Häfen befinden, sowie die Flotten st ützpunkte Englands und der überseeischen Gebiete werden Dienstagmittag ebenfalls 70 Schuß Trauersalut abfeuern.
Die presse begrüßt den neuen König.
London, 21. Jan. (DNB. Funkspruch.) In der tiefen Trauer um den verstorbenen König vergißt England nicht, seinen neuen Herrscher mit Vertrauen und Zuversicht zu begrüßen. Neben dem Bildnis König Georgs werden in den Zeitungen Bilder des neuen Königs veröffentlicht. Sie tragen die Aufschrift: „Es lebe KönigEduard VIII!" Die Blätter machen keinen Hehl aus der allgemeinen Beliebtheit, deren sich Eduard VIII., als er noch Prinz von Wales war, bei allen Engländern er- reute. Sie bringen zum Ausdruck, daß er sich durch eine Einfachheit, feinen kameradschaftlichen Geist, ein sportliches Wesen und nicht zuletzt durch seine eingehende Beschäftigung mit den sozialen Fragen schon als Thronfolger eine große Volkstümlichkeit erworben hat. Die Blätter erinnern daran, daß man ihm die Titel „Prinz der Sportsleute" und „Botschafter des Empire" zulegte. •
„Daily Expreß" schreibt über Den neuen Herrscher: „Kein Bürger war jemals besser geeignet, die Führung des Weltreiches zu übernehmen. Als Prinz nahm er am Weltkriege teil. Im Geschützfeuer wurde sein Charakter gebildet. Hier wurde jene edle Freundschaft mit dem Frontkämpfer und dem Arbeiter geboren, die seine Bemühungen kennzeichnete, sein Volk in den Tagen des Friedens zu verstehen, und ihm zu helfen. Er predigte den Frieden und die Aussöhnung mit alten Feinden". „Daily M a i 1" -erinnert daran, daß der Prinz von Wales im Jahre 1915 auf den Schlachtfeldern von Flandern rfur mit knapper Not dem Tode entging, als fein Kraftwagen von einer Granate getroffen wurde, die den Wagenlenker tötete. Das Oppositionsblatt „Daily Herald" schreibt, daß sich der neue König durch seinen Sinn für fair play auszeichnete. Es fehle ihm nicht an den Eigenschaften, die seine neuen Aufgaben erfordern
Die pariser presse begrüßt Eduard vni.
Jßaris 21 Jan. (DNB.-Funkspruch.) Die Pariser Presse widmet dem neuen König Englands, Eduard VIII., freundliche Betrachtungen. Es wird . Daran erinnert, daß er als Prinz von Wales e l n bau f ige r u n d f e h r b e l i e b t e r G a ft in der französischen Hauptstadt gewesen sei. König Georg V.,
g e s. Mit großem persönlichen Mut habe er sich entgegen den Anweisungen des Großen Hauptquartiers an die Front begeben Im Kraftwagen, im Flugzeug und selbst auf dem Fahrrad sei der Kron- vrinz in die Kampflinie gegangen. „Le Jour" schreibt: obwohl es berechtigt sei, dem neuen König von England eine besondere Vorliebe für Frankreich zuzuschreiben, müsse man sich vor Augen halten, daß er feine Pflicht als Engländer ftets über alles setzen werde. Der neue König vereinige in sich die Eigenschaften von sechs Männern: er sei Politiker, Soldat, Sportsmann, Flieger, Geschäftsreisender und Bankier.
fior", der einen zwei Seiten langen Bildbericht aus dem Leben des englischen Königs veröffentlicht, hebt hervor, daß Frankreich und England während seiner 25jährigen Regierungszeit die gleichen Leiden, die gleichen Beunruhigungen und die gleichen Hoffnungen geteilt hätten und daß König Georg V. für das französische Volk das Symbol der Loyalität und der Treue bleiben werde. Aehnlich äußert sich der „Jour", der in einem Rückblick auf ein Vierteljahrhundert b-ie enae Verknüpfung der Geschichte des englischen und französischen Volkes aufzeigt.
Der „Petit Parisien" bringt zum Ausdruck, daß das Hinscheiden des befreundeten Herrschers, der eine Säule der Entente Cordiale gewesen sei, von allen Franzosen sehr tief empfunden werde: England und ganz Europa hätten einen unersetzlichen 93 e r I u ft erlitten. Der Hauptschriftleiter des „Matin" bringt in Erinnerung, daß es Georg V. gewesen sei, der 1914 in schwerer Stunde d i e Ehre Englands gewahrt habe als es zum Weltkrieg kam, ebenso wie eigentlich er es gewesen sei, der darauf bestanden habe, daß die Politik der Sühnemaßnahmen gegen Italien nicht so weit ausgedehnt werde, daß es zu einem Kriege kommen könne. Der Außenpolitiker des „Figaro", Wladimir d'Ormeffon, nennt den Verstorbenen d e n „loyalen Köni g". Nie könnte Frankreich vergessen, daß im Laufe der Regierungszeit Georg V. zwischen England und Frankreich eine Freundschaft geherrscht habe, die unerläßlich für Europa und für den Frieden fei.
men Windsor an. Im November 1928 erkrankte J™nig@e°ra Jdjroer an einer Lungenentzündung, fo daß für sein Leben gefürchtet wurde. Am 2.7. 1929 konnte er wieder im Buckingham-Palast das neugewählte Parlament eröffnen. Am 21. 1. 1930
Die Mitetilung über den erfolgten Tod des Königs wurde an alle diejenigen Mitglieder der königlichen Familie telegraphiert, die sich nicht in Sandringbam befanden, sowie an die Minister der Krone und die auswärtigen Staatsoberhäupter. Der neue König gab sodann dem Königlichen Postmeister den Auftrag, sein persönliches Telegramm a n den Minister des Innern abzusenden, in dem er diesem den Tod seines Vaters mitteilte. Der Minister des Innern gab diese Nachricht an den Lordmayor von London weiter und wies ihn an, die große Glocke der St. Pauls-Kathedrale zu läuten.
Hierauf wurden die Vorbereitungen für den Kronrat getroffen, der verfaffungsgemäß zu tagen hat. Die königlichen Räte werden in St. James-Palast wieder vereidigt als Mitglieder des neuen Rates, und sodann wird die Anweisung gegeben, den neuen König zu proklamieren. Es folgt hierauf die Proklamation an die Oeffentlichkeit. Die erste Mitteilung wird von den Mitgliedern der königlichen Familie, dem Erzbischof von Canterbury, dem diensthabenden königlichen Rat, dem Lordmayor und den anderen hohen Beamten der Stadt London unterzeichnet sein. Sie gibt bekannt, daß der König gestorben ist und wer sein Nachfolger geworden ist. Die Ankündigung des neuen Königs wird erklären, daß die Nachfolge gefallen ist „auf den hohen und mächtigen Prinzen Eduard, Albert, Christian, George, Andrew, Patrick, David", der demgemäß proklamiert wird „als unser eigener gesetzmäßiger und rechtmäßiger Oberlord Eduard VIII., durch Gottes Gnade König der Vereinigten Königreiche von Goßbritan- nien, Irland und den britischen Dominions über See,„ Verteidiger des Glaubens, Kaiser von Indien". Die Erklärung des neuen Königs wird sodann in der amtlichen Zeitung „London Gazette" veröffentlicht werden.
Eduard VIII. wird heute nach alter Ueberllefe= rung von den Stufen der Königlichen Börse m London öffentlich zum König ausgerufen. Die königlichen Herolde werden dabei den historischen Satz aussprechen: „Der König ist tot, es lebe der König!" Die Börse bleibt am Dienstag geschlossen. Ministerpräsident Baldwin spricht beute um 21.30 Uhr englischer Zeit über den Rundfunk zum englischen Volk.
Wenn bie bisherige Tradition befolgt wird, so wird eine Erklärung über bie Eides- ablegung Eduards VlII. folgen, der der Kirche von Schottland Sicherheit zusagt. Unter dieser Erklärung werden die Namen derjenigen Mit- glieder des Kronrats stehen, die bei der Eidesleistung zugegen gewesen sind. Beide Häuser des Parlaments werden heute zusammentreten, um den Treueid abzulegen. Seit dem Reformakt von 1867 wird das Unterhaus nicht mehr nach dem Tode eines Königs aufgelöst, aber das Parlament muß sofort zusammentreten.
Innerhalb von drei Tagen nach dem Tode des Königs erfolgt sodann die formelle Proklamation seines Nachfolgers. König Eduard VIII. besteigt a l s Unverheirateter den Thron. Die König Mary wird als Köniain-Mutter weiterhin die erste Lady des Landes bleiben, der Herzog von York wird präsumptiver Thronfolger. Er wird nicht Kronprinz, da diese Stellung nur durch den Sohn oder Enkel eines Souveräns eingenommen werden kann. Der Titel eines
London, 21. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das ganze englische Volk trauert heute um seinen toten König. Die aufrichtige und tiefe Trauer ist der beste Beweis für die Beliebtheit, die sich König Georg V. während' feiner 25jährigen Regierungs- Zeit bei allen feinen Untertanen in England selbst und in den Ländern des britischen Reiches erworben hat. Die Freundschaft, mit der sich das englische Volk seinem verstorbenen Herrscher verbunden fühlte, kommt in den Blättern in warm empfundenen Worten zum Ausdruck.
„Daily Telegraph" erinnert daran, daß König Georg feine Untertanen in aller Welt als eine „große Familie" bezeichnet hatte. „Wir betrauern einen Mann, dessen Pflichtgefühl, Standhaftigkeit und Mut in den schweren Prüfungen des Krieges und Friedens alles das kennzeichneten, was ein Engländer zu sein wünscht. König Georg war von allen geliebt, die ihn aus der Nahe, als Befehlshaber, als Meister, als Berater und Freund kannten. Das Blatt kennzeichnet bie große Vaterlandsliebe Königs Georg mit dessen eigenen Worten, die er vor' nicht allzu langer Zeit an bie englische Jugend gerichtet hatte: „Haltet euch stets vor Augen, daß ihr in den kommenden Tagen die Bürger eines großen Reiches sein werdet. Wenn die Zeit kommt, seid bereit und stolz, eurem Vaterland den Sieg eurer Arbeit, eures Geistes und eurer Herzen zu weihen."
Die „Times" schreibt: „Eine Regierung, die sich durch große Taten, große Leiden und Gefahren und durch großen Landzuwachs auszeichnet, ist beendet. Der Name Königs Georg V. wird a u f das Ehrenmal der Männer gefetzt, bie i h r Vaterlanb liebten unb für es lebten." Als Herrscher habe König Georg nicht eine ähnliche Legende um sich gewoben, wie Königin Viktoria, ober ben Einfluß König Ebuarbs VII. auf ben Verlauf ber internationalen Diplomatie ausgeübt. Seine Erbschaft, die er zu einer der kritischsten Zeit des britischen Reiches erhielt, sei vielmehr bie, baß er als ein Beispiel bes Mutes, bes Fleißes unb g e f u n b e n Menschenoer st anbes in Erinnerung bleiben werde
Die „Morning Post" betont, daß mit dem Tode Königs Georg eine geschichtliche Epoche, die sich durch den Ausbau des britischen Reiches, die Krise des Weltkrieges und die Wiedererholung Englands auszeichnete, zu Ende gehe. König Georg sei d e r Vater, Bruder unb Freunb seines Vol- . kes gewesen. — „Daily Mail" hebt hervor, baß König Georg mehr als irgendeiner feiner Dorgän- ' ger die höchste Stütze und das einigende Verbindungsglied zwischen allen Mitglieds- . floaten des großen britischen Reiches darstellte und । daß unter feiner Herrschaft der Zusammen- ।
fanbt hatte, traf folgendes Telegramm ein: „Seine Königliche Hoheit ber Prinz von Wales empfinbet tief ben Gruß der deutschen Frontkämpferaborb- nung bei ihrer Ankunft in Englanb und dankt für ihre Anteilnahme an ber Krankheit bes Königs. Seine königliche Hoheit wünscht ber Aborbnung besten Erfolg." Die deutschen Frontkämpfer besuchten am Montagmittag die Mobnblumenfabrik ber British Legion in Richmond. Am Nachmittag waren die Mitglieder der deutschen Abordnung Gäste ber Frauenabteilung der British Legion beim Tee.
Vor einem Llebergangskabineii in Frankreich?
Lavals Rücktritt wird erwartet.
Paris, 21. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Die (Erörterungen ber Pariser Presse über bie Regierungskrise werden heule früh vom Tode König Georgs überschattet. Da im übrigen ber Rücktritt bes Kabinetts fest steht, ergeht man sich in Betrachtungen über ben verursachten politischen Schaden ober über bie Möglichkeiten. Man scheint überzeugt zu sein, baß Laval nicht wieber bie Ulegierungsbilbung vornehmen wird. Die Linke hält die nationale Einigung für geschei- tert. Die Rechte glaubt dagegen nicht, daß die Volks- front eine lebensfähige Regierung zustandebringen wird. Es ist nicht ausgeschlossen, daß man sich auf ein reines Uebergangsfabinett einigt, dem nur bie Durchführung ber Wahlen Zufallen bürste. Die radikalsozialistische „Repubi- que", bas Blatt Dalabiers, glaubt nicht, baß jetzt sofort eine Regierung der Volksfront ans Ruder kommen werde. Man müsse den Ausgang der Wahlen abwarten.
Im „Populaire" zeigt sich ber Marxistenführe, Leon Blum über ben Sturz Lavals sehr befriebigt Hauptaufgabe fei jetzt, so sagte er, seine Rückkehr zu verhinbern. Im übrigen erklärte er, daß bie sozialistische Partei bereit sei, sowohl eine rabikalfozialistische Regierung zu unterstützen, wenn sie eine ausreidjenbe Bürgschaft für bie Sicherheit ber republikanischen Freiheiten
Rom, 21. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die italienische Presse berichtet in großer Aufmachung über ben Tod des Königs und seine letzten Augenblicke. Die Blätter heben besonders bie großen Verbienste Georg V. um bie Festigung bes Britischen Weltreiches hervor. Sie erinnern an ben Staatsbesuch des englischen Königspoares in Rom im Jahre 1923, wobei ber König unb bie Königin von England auch bem Papst einen Besuch machten. König Georg V. habe sich überhaupt befonbere Verdienste um ben Frieben mit der katholischen Kirche erworben. Unter seiner Führung seien die diplomatischen Beziehungen zwischen England und dem Vatikan, bie seitJahrhunberten unterbrochen waren, wieber ausgenommen worben. Bei seinem Regierungsantritt sei zum ersten Male ber Schwur gegen bie katholische Kirche, ber bis b>ahin stets bei ber Thronbesteigung in England üblich gewesen fei, fortgelassen worben. Der „Messaggero" schreibt, bas italie- , . -—v—• ---- —v- nische Volk teile mit bem englischen Volk in Auf-
er Kanada und die Vereinigten Staaten, 1920 richtigkeit die Trauer um den toten König und neige Australien und Neuseeland, 1921 Indien und Ja- sich in Ehrfurcht vor ihm. Der König von Jla- pan und 1925 Südafrika und Südamerika. Diese Iren hat sogleich sein aufrichtiges Beileid ber eng- Reisen, bie anfangs nur zur Information bes künf-1 lischen Königsfamilie zum Ausbruck gebracht.


