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— Heinrich Zillich. Zwischen Grenzen u n d Z e i t e n". Roman. Preis in Leinen gebunden 7,50 RM. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München. — (279) — Das Schicksal der Auslanddeutschen, die auf fremder Erde in fremden Staaten und inmitten fremder Völker ihr Deutschtum behaupten, wird zu unmittelbarer Wirklichkeit erweckt durch diesen neuen Roman, in dem Heinrich Zillich, der mehrfach preisgekrönte, siebenbür- gische Dichter, von Rot und Kampf und Stolz und Größe der Deutschen im Osten erzählt. Die politische Sendung und Aufgabe, die ihnen im alten Oesterreich zur Zeit des unaufhaltsamen Zerfalls und Zusammenbruchs der habsburgischen Monarchie aufgetragen war, lernt auch Lutz Rheindt erkennen, der gegen Ende des vorigen Jahrhunderts als Sohn einer siebenbürgifch-deutschen Familie zur Welt kommt. In einer Fabriksiedlung; wo Deutsche neben Ungarn, Rumänen und Juden leben und arbeiten, wird er frühzeitig die gefährliche Völkerverschiedenheit gewahr, während seiner Schuljahre in Kronstadt fühlt Reindt sich hingerissen in die Zwietracht, die durch den unüberbrückbaren Gegensatz der verschiedenartigen zusammenlebenden Völker und Rassen heraufbeschworen wird. Die Entscheidung bringt schließlich der Weltkrieg. Je länger er dauert, um so mehr fällt das aus dem bunten Völkergemisch zusammengewürfelte Heer auseinander. Während heldenhaft um die bedrohten Grenzen gekämpft wird, halten die Völker Oesterreichs ihre Stunde für gekommen, ihr Selbstbestimmungsrecht als autonome Nationalstaaten zu verkünden. Statt der Erlösung aus den volkspolitischen Spannungen und der erhofften Festigung der staatlichen Macht, stehen nach dem Zusammenbruch des Krieges die Deutschen im Osten Europas, obwohl sie Jahrhunderte lang die Hüter und Mehrer der abendländischen Kultur waren, vor einer ungewissen Zukunft. Aber sie werden wie Lutz Rheindt und seine Kameraden auch unter den widrigsten Umständen ihr Volkstum wahren und ihre Rechte verteidigen, wie es die Ehre ihres Volkes von ihnen fordert. Mit diesem Einsatz wollen sie beitragen zum Neuaufbau Europas. Selten tritt in einem Buch so klar zu Tage, wie auf das persönliche Dasein des einzelnen die Schicksalsfragen der Volksgesamtheit einwirken, die die Menschen zum höchsten Opfer bereit machen für ihre Nation. Darauf vor allem beruht der Wert dieses Buches. Es ist em Mahnruf, der die in weiter Welt versprengten Deutschen sammelt zu einer durch keine Grenzen zu trennenden Gemeinschaft.
— Walter Görlitz: Marc Aurel. Kaiser und Philosoph. Mit 15 Bildtafeln. Preis in Leinen 5 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — (322) — Dieser letzte große Kaiser auf dem Thron eines geeinten römischen Weltreiches war ein Herrscher von lauterster Gesinnung, der in der Hingabe an seine Pflichten gegenüber dem Staat keine Einschränkungen kannte. Mare Aurel ist nicht der in sich gekehrte Philosoph, von dem man sich nur wundern kann, daß er sich in der harten Wirklichkeit bewähren konnte. Nein, Marc Aurel war ein Kämpfer, ein Feuerkopf, dessen Philosophie als Stoiker vor allem in einem Streben nach religiöser Vollkommenheit bestand. Als schaffensfrohen Tatmenschen lernen wir ihn auch in dem Buch von Görlitz kennen. Die Vielfältigkeit seines Wirkens gibt dem Verfasser Gelegenheit, ein farbenprächtiges Bild der Zustände im damaligen Rom zu entwerfen und die Schwierigkeiten herauszustellen, mit denen das römische Weltreich in jener Zeit zu kämpfen hatte, da die Völker an den Grenzen sich immer drohender erhoben. Die beigegebenen ganzseitigen Bildtafeln mit Szenen von der Aurelsäule illustrieren die Germanenkämpfe des Kaisers.
— Georg Bayerer: Tagebuch BI. Heitere Erlebnisse eines Freiwilligen aus dem Großen Krieg. 92 Seiten. Kart. 1,80 Mark. Verlegt bei Emil Roth in Gießen. — (348) — Georg Bayerer
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ganz und gar kein Problemrosan. Ramm ist selbst Arbeiter und schrieb den „Roman eines kleinen Schicksals", wie er es nennt, den Roman eines deutschen Arbeiters. Er kennt die Welt, die das Buch gestaltet, aus engster Lebensnähe heraus und hat die Gabe, sie so zu gestalten, daß sie kein totes Bild bleibt, sondern zu einer lebendigen und nahen Wirklichkeit wird. Es ist ein Abbild der Zeiten, die eben erst hinter uns liegen, gesehen in einer neuen warmherzigen Realistik, geschrieben aus der Liebe zum einfachen Menschen.
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schreibt in dem aus Beltershain datierten^Morwort zu seinem Büchlein: „Als ich in den Krieg zog, nahm ich zwei Tagebücher mit. A 1 war für sachliche Aufzeichnungen über die von mir zu erlebenden Kriegshandlungen, B1 für interessante Erlebnisse mehr persönlicher Natur bestimmt. Letzteres ist gerade voll geworden, zu A1 kamen noch neun hinzu ..." Wir haben es hier mit einer Sammlung kleiner, heiterer Geschichten zu tun, die, in volkstümlicher, soldatischer Sprache niedergelegt, ein wahrheitsgetreues Spiegelbild des deutschen Kriegers und seiner persönlichen Eindrücke enthalten. Was da vom ersten Tag in der Mainzer Kaserne, von der Fahrt an die Front, von der Feuerstellung, vom Vater Philipp, vom hohen Besuch und vom ersten Bart, von der Entlausung und doit den kleinen Mädchen, nebst manchem anderen, berichtet wird, dürfte von vielen alten Soldaten, die auch dabei waren, gerne gelesen werden und scheint geeignet, der jungen Generation die heitere Seite des Soldatentums im Kriege vor Augen zu führen. So wird sich das Tagebuch, das auch allerlei zum Vorlesen enthält, bald viele Liebhaber finden und manche fröhliche Stunden bereiten.
— Gert Buchheit: Das Reichsehrenmal Tannenberg. Mit 60 Bildern. Kart. 2,50 Mark. Verlag Knorr 6- Hirth, München. 1936. — (341) — Auf Geheiß' des Führers ist das Tannenbergdenkmal zum Reichsehrenmal des deutschen Volkes' erhoben worden. Im Jahre 1935 erfuhr das Denkmal eine großzügige Umgestaltung. Architekten, Bildhauer, Maler, Erzgießer und Kunstschmiede fanden sich zu selbstloser Arbeit zusammen. So entstand das Reichsehrenmal Tannenberg. Seine Baugeschichte und vor allem seine jetzige Gestalt mit allen Einzelheiten ist in dem neuen Buche von Buchheit im Wort und besonders durch viele ausgezeichnete Abbildungen niedergelegt. An Hand von Tafelbildern, Skizzen und Modellen wird zum erstenmal die Entwicklung des Denkmals von seinen Anfängen bis zu seiner Vollendung aufgezeigt. Dem geschichtlichen Ueberblick mit einer knappen, packenden Schilderung des Verlaufs der Riesenschlacht (nebst Skizze) folgt die Deutung der einzelnen Kunstwerke. Wir sind überrascht nicht nur von der Wucht und Würde des Gesamtdenkmals, sondern auch von der Fülle edelster Einzelkunstwerke im Innern des Mals. Ihre vorzügliche Wiedergabe in Kunstdruck machen den Wert dieses Buches aus.
— Paul Bommersheim, Dozent der Philosophie an der Technischen Hochschule Darmstadt: Heimat und All. Philosophische und pädagogische Forschungen in der Heimat. 95 Seiten mit einer Bildtafel. Geheftet 2,50 Mark. Felix Meiner Verlag, Leipzig, 1936. — (338) — Die Schrift gibt in ihren sechs Aufsätzen der Philosophie eine neue Richtung, indem sie ihr den „Mikrokosmos" der Heimat erschließt, und zeigt zugleich aller Heimatforschung und Heimaterziehung ihre umfassenden Zusammenhänge. Nach einer Ueberschau über das Ganze jenes „Mikrokosmos" untersucht sie in diesem Ganzen naturphilosophisch den Stufenbau der Wirklichkeit, wertphilosophisch das „einfache Leben" und die „bäuerische Gemeinschaft", erhellt das Verhältnis von Volkskunst und Raum und erweist die Heimatgeschichte als eine eigentümliche Dimension der „Weltgeschichte". Die Schrift wendet sich an die Philosophen, an alle an der Heimatforschung und Heimatpflege Beteiligten, an Lehrer, darüber hinaus an jeden, der ein persönliches Verhältnis zu seiner Heimat hat.
— Hugo Ramm: D i e Bonifers. Roman. 346 Seiten. Broschiert 3,50 Mark, Ganzleinen 4,80 Mark. Bergstadtverlag, Breslau. — (334) — Dieses Buch von Ramm ist nicht ein Roman im literarischen Sinne, sondern es ist ein Bericht von dem Kreislauf menschlichen Lebens, wie er im letzten halben Jahrhundert an vielen aus unserem Volke offenbar geworden ist. Es ist die Ausgestaltung eines sozialpolitischen Themas, aber es ist dabei
Einheitliche Disziplinarordnung für die HI.
Berlin, 17. Nov. (DNB.) Der Leiter des Per. sonalamtes der Reichsjugendführung Obergebietsführer John machte Mitteilungen über die neue Disziplinarordnung der Hitlerjugend. Sie überträgt den Einheitsführern vom Führer der Gefolgschaft aufwärts einheitliche Difziplinarbefugnisse und bestätigt die bisherige Praxis, daß Ausschlüsse in der Regel Sache der HI. - Gerichts» b a r k e i t sind. Die beiden großen Aufgaben des HJ.-Disziplinarwesens sind die Erziehung durch Anwendung von Disziplinarmitteln und die negative Auslese durch Entfernung aus der HI. Das Wort Strafe ist in der neuen Ordnung vermieden worden. Zu HJ.-Richtern sollen die ä l t e st e n und bewährte st en HI. - Führer auserwählt werden. Die Gebietsführer und die Obergauführerinnen erhalten eine weit über den bisherigen Rahmen hinausgehende Diszi- plinarbefugnis. Sie können Hitlerjungen und -mädel aus den Listen st r e i ch e n und Kameradschaftz- und Scharführer degradieren. Sie können ferner Strafbeurlaubungen aussprechen und in dringenden Fällen jeden ihnen unterstellten Hitler- jungen bis zum Bannführer oder Untergauführerin durch einstweilige Verfügung ausschließen. Die Aufgabe der Disziplinarordnung ist die Reinhaltung der HI. von Elementen, die eine moralische oder politische Gefahr für die Gemeinschaft sind und die Erziehung aller derer, die im Kern gesund und anständig sind und sich nur eine jugendliche Entgleisung zu schulden kommen ließen, ge»
Bei dem von der Katastrophe betroffenen Gebiete handelt es sich um zehn meist von Grubenarbeitern bewohnte Dörfer mit einer Bevölkerung von 6000 Menschen, darunter 2000 Grubenarbeiter. Von den etwa 1000 Häusern der Ortschaften sind 350 völlig zerstört. Die Einwohner sollen schon öfter auf die von dem Damm drohenden Gefahren hingewiesen haben, worauf die Sicherungsanlagen nachgeprüft worden sind. Anscheinend hatte aber niemand mit einem derartigen Ausmaß der Ueberschwemmung und mit einer solchen Gewalt der Wasserfluten gerechnet. Die Osaruzawa-Gruben liefern jährlich etwa 6000 Tonnen Kupfer, 6000 Kilo Silber und 350 Kilo Gold.
Schweres Eisenbahnunglück in Galizien.
In Chabowka auf der Eisenbahnlinie Zakopane— Krakau ereignete sich Donnerstagabend ein schweres Eisenbahnunglück. Die zwei letzten Wagen des fahrplanmäßigen Zuges entgleisen aus bisher nicht geklärten Gründen und wurden zum Teil zertrümmert. Vier Personen fanden dabei den Tod, sechs Personen wurden schwer und acht weitere leichter verletzt.
Bei einem Buhlagsausflug verunglückt.
Zwei Mitglieder eines Kasseler Wintersportvereins wollten den Buß- und Bettag auf dem Meißner verbringen. Im Haldenhaus der früheren Zeche übernachteten sie. Als ein dritter Vereinskamerad dort eintraf, fand er den einen der beiden röchelnd auf, während der andere schon verschieden war. Nach den bisherigen Ermittlungen handelt es sich wahrscheinlich um eine Oxydgasvergiftung, welche durch einen Petroleum-Heizapparat heroor- gerufen worden ist. Der noch lebend aufgefundene Sportler wurde dem Krankenhaus zugeführt.
Frost und Schneefall in Schlesien.
In Schlesien ist der Winter eingezogen. Wie der Reichswetterdienst meldet, lagen die Temperaturen Freitagfrüh durchweg bei 0 Grad und etwas darunter. Besonders im Flachland traten verbreitet? Schneefälle auf. Die Schneedecke hatte bereits eine durchschnittliche Höhe von fünf Zentimeter, stellenweise sogar bis zehn Zentimeter.
Zuchthaus für einen jüdischen Rassenschänder.
Die Große Strafkammer des Hamburger Landgerichtes verurteilte den 45 Jahre alten Volljuden Willy Curl and wegen Raffenfchande zu einem Jahr sieben Monaten Zuchthaus. Cur- land hat noch nach Erlaß des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre bis in den März dieses Jahres Rassenschande getrieben. Die Behauptungen, die er nach seiner Verhaftung aufstellte, daß er nicht Volljude sei, wurden klar widerlegt. Besonders kennzeichnend für die niebrige Gesinnung dieses Juden ist, daß er bei der Durchführung seiner Geschäfte stets versuchte, sich den Anschein eines Ariers zu geben. Aus diesem Grunde hatte er auch am 9. November vorigen Jahres die Hakenkreuzfahne an feiner Wohnung gehißt, obwohl ihm bekannt war, daß der § 4 des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre Juden das Hissen der Reichs- und National- . flagge verbietet.
Ein Augenzeuge der kaiserproklamalion in Versailles.
Einer der wenigen noch lebenden Augen- zeugen der Kaiserproklamation zu Versailles am 18. Januar 1871, Generalmajor a. D. Grieben in Weilburg, vollendet am 20. November sein 9 3. Lebensjahr. Generalmajor Grieben, der sich einer außergewöhnlichen Rüstigkeit erfreut, nimmt an den Geschehnissen der Zeit regen Anteil und empfindet es als ein Glück, in feinem hohen Alter den Wiederaufstieg der deutschen Nation und den Neuaufbau der deutschen Wehrmacht durch den Führer noch miterleben zu dürfen. Der General nahm als Pionier am Feldzug 1870/71 teil und war zur Kaiserproklamation als Vertreter seines Regiments abgeordnet. Seit Jahren lebt Generalmajor Grieben in Weilburg.
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Aussichten für Samstag: Wolkig bis aufhe-iternd und meist trocken, bei lebhaften östlichen Winden kalt, nachts vielerorts Frost.
Lustteinperaturen am 19. November: mittags 5,4 Grad Celsius, abends 3,3 Grad: am 20. November: morgens 2,1 Grad. Maximum 8,8 Grad, Minimum heute nacht 1,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. November: abends 6,1 Grad; am 20. November: morgens 4,5 Grad Celsius. — Niederschläge 0,4 mm.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags
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