England und die Anerkennung der spanischen Monalregierung
Lustschlacht über Madrid
*
des
Eine eindrucksvolle Aufnahme von Madrid während eines Fliegerangriffs auf militärische Stützpunkte der Roten. Rechts das Königsschloß. — (Presse-BUo-Zentrale-M.)
der sog. „Internationalen Kolonne
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ortige Einberufung des Völkerbundsrates, um die
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ernste Lage iu erwägen, die durch die deustche und Flugzeug wurde abge,ch°sien. Die nationale Ar- trrtl IrttUimA . t H rt nt A >KI ft tTrt nfl« i • < « • < r « •• . - - .... - _
italienische Anerkennung Francos und die Blockade-
Die Tagung der Gauamtsleiter auf der Burg Vogelfang
Burg Vogelsang, 19. Nov. (DNB.) Der
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ganze
sprach klärte
Von der Londoner Presse wird die Nachricht von der Anerkennung der spanischen Nationalregierung durch Deutschland und Italien stark beachtet, ohne jedoch besonderes Aufsehen heroorzurufen. Die Blätter weisen darauf hin, daß mit dem Beschluß der Anerkennung schon seit längerer Zeit gerechnet worden sei. „Daily Telegraph", der der englischen Regierung nahesteht, nimmt den deutsch-italienischen Schritt sehr kühl auf und verrät neuerdings eine Zuneigung für die rote spanische „Regierung". Verständnis für die Beweggründe des deutsch-italienischen Schrittes zeigt dagegen das Rothermere-Blatt „Daily Mail", das u. a. schreibt: „Die beiden europäischen Großmächte Deutschland und Italien haben der Bande von Kommunisten und Mördern, die die Roten in Spanien regiert, endgültig den Rücken gekehrt und sich rechtzeitig auf Seiten der zukünftigen spanischen Regierung gestellt. Hitler und Mussolini erkennen damit General Franco als den Befreier Spaniens an. Sie find sich bewußt, daß hinter ihm alle religiösen, patriotischen und gesunden Elemente der Nation stehen. Deutschland und Italien haben es stets völlig klar gemacht, daß sie die Errichtung einer neuen bolschewistischen Republik in Europa nicht dulden werden. England sollte jetzt die Wirklichkeiten in Betracht ziehen und keine Zeit mit der Anerkennung der Franco- Regierung verlieren."
Das Labourblatt „Daily Herold" fordert eine so-
Reichsminisker Pg. Dr. Frick dann über den Neubau des Reiches und er-
die geraubten Gelder der Bank von Spanien für die Waffenlieferungen an die Roten anzunehmen. Die Roten würden offen ihre hoffnungslose Lage zugeben. Die am Donnerstag in Madrid verbreiteten Aufrufe zum restlosen Einsatz aller, ob Männer, Frauen oder Kinder, zeigten deutlich, daß die roten Anführer bereits alle Hoffnung aufgegben hätten. Die durch die Bombardierungen in den verschiedenen Stadtteilen Madrids entstandenen Brände tun ein übriges, um die Verwirrung und Unordnung noch zu steigern. Die Besetzung der Universität s st a d t sei vollkommen beendet. Alle roten Soldaten, die überhaupt noch angriffen, gehörten
Eine Erklärung Edens im Unterhaus. — Oer Nichteinmischungspakt unberührt.
Der französische Ministerpräsident Leon Blum hat beschlossen, die Leitung des durch den Tod Sa- lengros freigewordene Innenministerium interimistisch zu übernehmen.
Der Korrespoydent berichtet weiter, daß zusammen mit Caballero und seinen Genossen auch der Polizeichef und der Bürgermeister, begleitet vom Hauptzensor und einer Horde marxistischer Jornalisten aus Madrid flüchteten. Der Sowjetbotschafter Moses Rosenberg sei schon einige Tage vorher verduftet. Der Widerstand der roten Milizen in Madrid wäre ohne
Der litauische Staatspräsident hat im Gnadenweg drei Msmelländer, die im Kriegsgerichtsprozeß im Jahre 1935 verurteilt worden sind, d i e Strafen erlassen. Es handelt sich um den zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilten Fritz Losch und die zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilten Szagarus und Krieger. Von den Verurteilten befinden sich noch 53 im Zuchthaus.
Front vor Madrid, 20. Nov. (DNB. Funk- spruch.) Am Donnerstagnachmittag fand über Madrid eine Luftschlacht statt, an der insgesamt etwa 60 Flugzeuge beteiligt waren. 20 dreimotorige nationale Flugzeuge warfen über der Gegend des Nordbahnhofs und des Königspalastes sowie über dem Kriegsministerium und dem Toledo-Viertel 60 000 Kilo Bomben ab, deren unheimliche Explosionen in einem Umkreis von 40
Weder unter den Toten noch unter den Gefangenen befände sich auch nur ein einziger spanischer Milizsoldat. Trotz der ungeheuren Verluste fülle sich diese Kolonne immer wieder auf, was ein Beweis für ununterbrochene „Freiwilligen" - Transporte von Ausländern sei, die zur Verstärkung herangeführt würden. Man hofft, daß die Luftangriffe die roten Horden zur baldigen Aufgabe ihres rätselhaften und sinnlosen Widerstandes zwingen. Ueberläufer berichten immer wieder, daß nur noch die s o w j e t r u s s i s ch e n und französischen Drahtzieher Interesse an dem Widerstand und der gewaltsamen Zerstörung der Stadt haben und mit allen Mitteln die von der Bevölkerung ersehnte Uebergabe zu verhindern suchen.
Der Sender Teneriffa teilt mit, daß der Sohn des Marxistenhäuptlings Largo Caballero, der sich in der Gefangenschaft der Nationalisten befindet, zum Tode verurteilt worden ist.
Auf Vorschlag der Regierung der Südafrikanischen Union hat der König von England den südafrikanischen Bergbauminister Patrick Duncan zum Nachfolger des bisherigen britischen Generalgouverneurs von Südafrika, Lord Clarendon, ernannt. Damit wird zum ersten Male ein Südafrikaner berufen.
Eiano berichtet dem Faschistischen Rat.
Rom, 19. Nov. (DNB.) Die Nachtsitzung
Kilometer deutlich hörbar waren. Der größte Teil des Häusermeeres der Hauptstadt verschwand nach dem Bombardement in riesigen Rauchwolken. Bei dem sich an das Bombardement anschließenden L u f t k a m p f schoß ein dreimotoriges nationales Bombenflugzeug ein bolschewistisches Flugzeug ab, das zwischen die Häuserblocks des Toledo-Viertels stürzte. Noch ein zweites rotes
Oer Neubau
des nationalsozialistischen Führerstaats
Großen Faschistischen Rates dauerte sechs Stünden. Die amtliche Mitteilung besagt, daß nach zweistündigen Ausführungen Mussolinis vom Rat eine Reihe von Erklärungen genehmigt worden ist.
Zur militärischen Lage in Italienisch-Ostafrika wird nach Kenntnisnahme des neuesten Berichts des Vizekönigs Marschall Graziani diesem und seinen Generälen lebhafte Anerkennung gezollt und betont, daß sie zur Zeit „an der Spitze ihrer unermüdlichen nationalen und Eingeborenen-Kolon- nen die Besetzung des ganzen Gebiets des Imperiums und die Befriedung der Bevölkerung vornehmen." Zur militärischen Vorbereitung der Nation ist der Rat der Ansicht, daß sie „in diesem besonderen Zeitpunkt vor allem für die Luftwaffe und die Kriegsflotte beschleunigt werden muß." Die Bemühungen für die höchstmögliche wirtschaftliche Autonomie, besonders für die Zwecke der Landesverteidigung, sollen mit allem Nachdruck fortgesetzt werden. „Jeder aktive oder auch nur theoretische Widerstand gegen diese Richtlinien ist Sabotage, die streng bestraft werden muß." Die Aktion der Faschistischen Partei zur Ueberwachung der Preisentwicklung wird gutgeheißen und die Partei aufgefordert, „sie unter Berücksichtigung aller nicht nur inneren, sondern auch internationalen Faktoren weiter zu entwickeln". Dem Devisenkommissar wird nach Kenntnisnahme der wirtschaftlichen und Währungslage ein Lob erteilt.
Dann nahm der Große Faschistische Rat den Bericht des Außenministers (Siano entgegen. Rach Kenntnisnahme der in Wien und Berlin unterzeichneten Protokolle gab der Rat seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß damit die Grundlagen für eine wirksame Zusammenarbeit zwischen dem faschistischen Italien und dem deutschen, dem österreichischen und dem ungarischen Volk gelegt worden sind. Für die erzielten Ergebnisse spricht der Rat dem italienischen Außenminister den lebhaftesten Beifall aus. Ferner erteilte der Rat nach Anhörung des Berichtes des italienischen Bol- schaflers G r a n d i der von ihm im Londoner Richteinmischungsausschuß entfalteten Tätigkeit seine volle Zustimmung.
Es wurde dann ein Ausschuß aus dem Kammer- vorsitzenden Graf Costanzo 'C i a n o , dem Parteisekretär S t a r a c e, dem Justizminister S o l m i, dem Erziehungsminister B o t t a i und dem Korporationsminister Santini gebildet, der Vorschläge über die Zusammensetzung und die Aufgaben der neuen „Kammer der Fasci und der Korporationen" machen soll.
London, 19. Nov. (DNB.) Außenminister Eden erklärte im Unterhaus zur Anerkennung der Franco-Regierung durch Italien und Deutschland, die Haltung der britischen Regierung bleibe die gleiche, wie bereits bei früheren Gelegenheiten auseinandergesetzt worden sei. Als der Führer der Labour-Opposition Attlee erklärte, die britische Regierung beabsichtige also nicht, Franco anzuerkennen, antwortete Eden: „Das Unterhaus wird es zu würdigen wissen, daß ein Unterschied besteht zwischen der Anerkennung einer kriegführenden Partei und der Anerkennung einer der beiden Seiten als der Regierung von Spanien. Dem habe ich nichts weiter hinzuznfügen!" Auf die Frage, ob die Erklärungen Deutschlands und Italiens nicht einen bewußten Bruch des Nichteinmischungsabkommens darstellten, entgegnete Eden, auch wenn man die Regierung der einen oder anderen Seite anerkenne, sei es möglich, die Nichteinmischungspolitik in bezug auf die Waffenlieferungen aufrecht zu erhalten. „Was die Nichteinmischung angeht", erklärte der Außenminister, „so sage ich kategorisch, daß nach meiner Meinung andere Regierungen eine größere Schuld (?!) tragen als diejenigen Deutschlands und Italiens." Diese Feststellung, die zweifellos auf Sowjetruß- land gemünzt war, erregte den Protest des einzigen kommunistischen Abgeordneten Oes Unterhauses. Die Frage, ob man sich von der deutschen und italienischen Regierung die Versicherung geben lassen wolle, daß die Anerkennung Francos nicht etwa bedeute, daß die beiden genannten Regierungen sich für berechtigt hielten, Waffen an Franco zu liefern, bejahte Eden und fügte hinzu, es sei das einzige Ziel der britischen Regierung, den Grundsatz der Nichteinmischung praktisch durchzusetzen. England sei dabei auf die Mitarbeit aller interessierten Regierungen ungeachtet der besonderen Ideologien dieser Länder angewiesen.
die Verstärkungen an Mannschaften, Geschüken und Material, die dauernd über Valencia und Albacete nach Madrid strömten, nicht möglich gewesen. Unter den Verstärkungstruppen habe sich auch eine Kavallerie-Schwadron befunden, die zum größten Teil aus Franzosen bestehe. (!) Weitere Abteilungen hätten Emigranten aus Deutschland enthalten.
Stabschef der SA. Viktor Luhe
legte ein Bekenntnis ab, daß die SA. das Jnitru- ment ist, das immer in der festesten Tuchfühlung mit der gesamten Bewegung stehen muß. Indem er darauf hinwies, daß viele der Gauamtsleiter früher selbst SA.-Männer waren und genau so wie er treppauf, treppab mit Plakaten und Flugblättern gelaufen und dem Gegner auf der Straße mit der Faust entaegengetreten sind, zeigte er, wie durch diesen Kampf in der SA eine Auslese mutiger und gläubiger Männer entstanden ist. „Ich muß verlangen", so sagte er, „daß die SA.-Fübrer sich nicht nur als Vorgesetzte fühlen, sondern ich muß auch von dem Führer verlangen, daß er geistig und weltanschaulich führend vor der Front steht." An die Führer stelle er eine zweite Forderung: Er
hierzu u. a.: Neubau des Reiches ist das Werden und Wachsen der lebendigen Volksgemeinschaft, die im deutschen V o l k s st a a t ihre äußere Organisation finden soll. Dabei kommt es in erster Linie auf die Wiedererweckung der durch das gleiche Blut bedingten Gemeinschaftskräfte im deutschen Volke und dann erst auf ihre organisatorische Erfassung in einem nach außen handlungsfähigen und einfach und klar aufgebauten Staatsapparat an, der von der nationalsozialistischen Bewegung ihren Impuls und ibre tragenden Ideeen erhält. Das Wesen dieses so enx« stehenden nationalsozialistischen Führerstaates besteht einmal darin, daß an der Spitze ein Führer steht, dessen Geist und Wille den Staat beseelt und gestaltet, ihm sein Gepräge gibt. Bei ihm liegt die höchste und letzte Entscheidung in allen Angelegenheiten des Staates. In seiner Hand ruht damit letzten Endes alle Macht. „Es muß e i n Wille sein und es muß ein Wille führen." Der
kleine politische Nachrichten
Der Regierungsausschuh für die deutsch-ungarischen Wirts chaftsbeziehungen hatte Gelegenheit, den Rahmen für die gegenseitige Ein- und Ausfuhr im Jahre 1937 festzulegen. Die Regelung ermöglicht eine Steigerung der beiderseitigen Ein- und Ausfuhr
vorletzte Tag der Gauamtsleitertagung auf Burg Vogelsang in der Eifel wurde mit einem arund- sätzlichen Referat Alfred Rosenbergs eröffnet. Er umriß die weltpolitische Situation Europas, in der die Nationalauffassungen und Kulturen aller europäischen Mächte und Länder gemeinsam vom Weltbolschewismus bedroht seien. Die bolschewistische Gefahr, die früher für Deutschland eine innenpolitische Angelegenheit gewesen sei, habe sich zu einer europäischen Frage ersten Ranges entwickelt, wie es sich im Beispiel Spaniens am bedeutsamsten ausdrücke. Das Interesse Deutschlands an der Erhaltung und am Aufbau der eigenen und der europäischen Kultur bestimme seine Verbindung mit allen, auch den sogenannten kleinen europäischen Staaten und regele die freundschaftlichen Beziehungen zu den Ländern, die für einen Austausch kultureller und wirtschaftlicher Werte offen stünden.
tillerie beschränkte sich hauptsächlich auf die Beschießung des Platzes Puerto del Sol.
Die „internationale Kolonne" leisiet allem noch Widerftand Lissabon, 20. Nov. (DNB. Funkspr.) Ueber den Sender Sevilla teilte General 2 u e i p o de Llano mit, daß aus Anlaß der Anerkennung der spanischen Nationalregierung durch Deutschland und Italien in Sevilla eine große Freuden- kundgebung der spanischen Jugend stattfand. Die Begeisterung für diese beiden Nationen sei in ganz Spanien außerordentlich groß.
Der General führte weiter aus, es sei unverständlich, daß sich einige Staaten dazu hergeben,
verlange von einem Führer, daß er in Zivil und Uniform, da, wo er gehe und stehe, eine Werbung für den Nationalsozialismus ist. „So sehr wie ich außenpolitisch für ein machtvolles und starkes Deutschland eintrete, so sehr bin ich aber auch der Auffassung, daß man innenpolitisch nicht mit Machtmitteln regieren kann, sondern daß das Volk mit dem Herzen gewonnen werden muß. Wir wollen wie eine gläubige Gemeinschaft vor dem Führer stehen, so daß er bei den großen Aufgaben, die ihm gestellt sind, nicht rückwärts zu schauen braucht." Die Sendung unserer Zukunft ist die Schaffung einer solchen Gemeinschaft durch die Partei als Vorbild für das Volk.
Erklärung geschaffen sei. (!) Die jüdisch - liberale „News Chronicle" stellt die absurde Behauptung auf, daß die Anerkennung der spanischen National- Regierung eine „offene Verletzung des Nichteinmischungsabkommens" sei. (!)
Francos Vlockaoebeschluß.
Englische Fühlungnahme in Burgos.
London, 19. Nov. (DNB.) Auf Grund der Ankündigung des Generals Franco, daß er d i e Häfen von Barcelona und Valencia zu blockieren beabsichtige, hat die britische Regierung durch ihren in Hendaye befindlichen Botschafter in Burgos anfragen lassen, ob eine neutrale Schiffahrtszone im Hafen von Barcelona vorgesehen sei. Die Bereitstellung solcher Zonen in Valencia, Taragona, Alicante und Cartagena ist von General Franco der englischen Admiralität bereits z u g e f a g t worden. Sollte England bei der spanischen Nationalregierung vorstellig werden, so würden sich diese Vorstellungen darauf beziehen, daß England irgendeine Beeinträchtigung seiner Schiffahrt innerhalb der Dreimeilenzone nicht zulassen könne. „Daily Telegraph" weist darauf hin, daß die Blockade-Erklärung der National-Regierung in erster Linie darauf hinziele, die Belieferung der spanischen Bolschewisten mit Waffen, Munition und Mannschaften durch die Sowjetregierung zu verhindern. Man glaube, daß Moskau sich der Tatsache bewußt sei, daß es nicht in der Lage fei, die Blockade des Generals Franco zu durchbrechen. Das gehe auch daraus hervor, daß Moskau gegen die Beschlagnahme von zwei owjetrussischen Schiffen durch die Flot- enftreitfräfte Francos keinen Protest eingelegt habe.
Role Äorgien in Mdrid.
Sowjetrussische und französische Berstärtungen von der Küste her.
London, 20. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die „Times" veröffentlicht einen unzensierten Bericht ihres Sonderberichterstatters aus Madrid. Darin heißt es u. a.: „M adrid ist heute das größte kommunistische Experiment, das jemals in Westeuropa durchgeführt worden ist. Ein kommunistischer „Erziehungskommissar" sorgt dafür, daß die Stadt mit Moskauer Plakaten überschwemmt wird, und daß in den Licht- pielhäusern endlose Reihen kommunistischer Filme gezeigt werden. In der Woche, in der Caballero^ aus Madrid floh, wurde eine „Reini- gungsaftion" unter den Beamten der Mini- terien und der Polizei vorgenommen. Es kam zu blutigen Kämpfen, in denen die Mauern des Retiro-Parks mitLeichen umsäumt wurden. Auch in den Hauptstraßen ah man Leichen, bevor der Verteidigungsausschuß die Lage in die Hand nahm.
innere Erneuerung der Wissen- s ch a f t s i d e e und die Sammlung von neuen Menschen, die diese Idee einmal auf den Lehrstühlen der hohen Schulen vertreten können. Zur Erreichung dieses Zieles müßten, auch außerhalb der alten Universitäten geistige Zentren geschaffen werden, von denen langsam und planmäßig die neuen Menschen der Wissenschaft hinüberwechseln könnten auf die Kommandobrücken der Universitäten.
Gegen die Befürchtung, daß jetzt, wo der Führer die Wissenschaften des Laboratoriums zur Mitarbeit am großen Werk des Vierjahresplanes aufrief, die geistigen Wissenschaften in den Schatten treten würden, erklärte Walter Frank: Wenn die geistigen Wissenschaften so wie jene Wissenschaften des Laboratoriums die wirtschaftliche Aufrüstung der Nation betreiben, ihrerseits a r - beiten an der geistigen Aufrichtung der Nationalseele, dann werden sie sich auch wieder jene öffentliche Achtung erringen, die sie in den vergangenen Epochen unserer Geschichte besaßen.
Anschließend an eine frühere Aeußerung eines der führenden Juden der Vorkriegszeit, Maximilian Harden, die Schuld an der Uebermacht der Juden im geistigen Leben Deutschlands hätten vor allem die Deutschen selbst; denn ihre Politiker seien ungeistig und ihre geistigen Führer unpolitisch, versicherte der Vortragende, daß von der neuen wissenschaftlichen Front diese Lücke, in die sich als einflußreiche Vermittler die Juden eingefügt hatten, geschlossen werden würde. „Nicht die Einsamkeit des Staates", so schloß der Redner, „und nicht die Einsamkeit des Geistes wollen wir, sondern d i e ergänzende Zweisamkeit einer von Geist getragenen Politik und eines von der Politik beflügelten Gei st es. Möge darum die deutsche Wissenschaft und die deutschen Hochschulen den Ruf wohl verstehen, der heute von dieser Stelle aus an sie ergeht. Es ist nicht der Rus der Zerstörung, sondern der Rus der Rettung. Und derjenige, der der stärkste Anwalt der nationalsozialistischen Revolution bei der Wissenschaft und bei den hohen Schulen ist, wird zugleich auch der stärkste Anwalt der Wissenschaft und der hohen Schulen sein bei der nationalsozialistischen Revolution."
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