Ausgabe 
20.11.1936
 
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England und die Anerkennung der spanischen Monalregierung

Lustschlacht über Madrid

*

des

Eine eindrucksvolle Aufnahme von Madrid während eines Fliegerangriffs auf militärische Stützpunkte der Roten. Rechts das Königsschloß. (Presse-BUo-Zentrale-M.)

der sog.Internationalen Kolonne

an.

ortige Einberufung des Völkerbundsrates, um die

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ernste Lage iu erwägen, die durch die deustche und Flugzeug wurde abge,ch°sien. Die nationale Ar- trrtl IrttUimA . t H rt nt A >KI ft tTrt nfl« i < « < r « . - - .... - _

italienische Anerkennung Francos und die Blockade-

Die Tagung der Gauamtsleiter auf der Burg Vogelfang

Burg Vogelsang, 19. Nov. (DNB.) Der

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ganze

sprach klärte

Von der Londoner Presse wird die Nachricht von der Anerkennung der spanischen Nationalregie­rung durch Deutschland und Italien stark beachtet, ohne jedoch besonderes Aufsehen heroorzurufen. Die Blätter weisen darauf hin, daß mit dem Beschluß der Anerkennung schon seit längerer Zeit gerechnet worden sei.Daily Telegraph", der der englischen Regierung nahesteht, nimmt den deutsch-italienischen Schritt sehr kühl auf und verrät neuerdings eine Zuneigung für die rote spanischeRegierung". Ver­ständnis für die Beweggründe des deutsch-italieni­schen Schrittes zeigt dagegen das Rothermere-Blatt Daily Mail", das u. a. schreibt:Die beiden euro­päischen Großmächte Deutschland und Italien haben der Bande von Kommunisten und Mördern, die die Roten in Spanien regiert, endgültig den Rücken gekehrt und sich rechtzeitig auf Seiten der zu­künftigen spanischen Regierung gestellt. Hitler und Mussolini erkennen damit General Franco als den Befreier Spaniens an. Sie find sich bewußt, daß hinter ihm alle religiösen, patriotischen und gesun­den Elemente der Nation stehen. Deutschland und Italien haben es stets völlig klar gemacht, daß sie die Errichtung einer neuen bolschewistischen Repu­blik in Europa nicht dulden werden. England sollte jetzt die Wirklichkeiten in Betracht ziehen und keine Zeit mit der Anerkennung der Franco- Regierung verlieren."

Das LabourblattDaily Herold" fordert eine so-

Reichsminisker Pg. Dr. Frick dann über den Neubau des Reiches und er-

die geraubten Gelder der Bank von Spanien für die Waffenlieferungen an die Roten anzunehmen. Die Roten würden offen ihre hoffnungslose Lage zugeben. Die am Donnerstag in Madrid verbreiteten Aufrufe zum restlosen Einsatz aller, ob Männer, Frauen oder Kinder, zeigten deutlich, daß die roten Anführer bereits alle Hoffnung aufgegben hätten. Die durch die Bombardierungen in den verschiedenen Stadtteilen Madrids entstandenen Brände tun ein übriges, um die Verwirrung und Unordnung noch zu steigern. Die Besetzung der Universi­tät s st a d t sei vollkommen beendet. Alle roten Soldaten, die überhaupt noch angriffen, gehörten

Eine Erklärung Edens im Unterhaus. Oer Nichteinmischungspakt unberührt.

Der französische Ministerpräsident Leon Blum hat beschlossen, die Leitung des durch den Tod Sa- lengros freigewordene Innenministerium interimistisch zu übernehmen.

Der Korrespoydent berichtet weiter, daß zusam­men mit Caballero und seinen Genossen auch der Polizeichef und der Bürgermei­ster, begleitet vom Hauptzensor und einer Horde marxistischer Jornalisten aus Madrid flüchteten. Der Sowjetbotschafter Moses Rosenberg sei schon einige Tage vorher verduftet. Der Widerstand der roten Milizen in Madrid wäre ohne

Der litauische Staatspräsident hat im Gnadenweg drei Msmelländer, die im Kriegsgerichts­prozeß im Jahre 1935 verurteilt worden sind, d i e Strafen erlassen. Es handelt sich um den zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilten Fritz Losch und die zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilten Szagarus und Krieger. Von den Verurteilten befinden sich noch 53 im Zuchthaus.

Front vor Madrid, 20. Nov. (DNB. Funk- spruch.) Am Donnerstagnachmittag fand über Madrid eine Luftschlacht statt, an der insge­samt etwa 60 Flugzeuge beteiligt waren. 20 drei­motorige nationale Flugzeuge warfen über der Gegend des Nordbahnhofs und des Königspalastes sowie über dem Kriegsministerium und dem To­ledo-Viertel 60 000 Kilo Bomben ab, deren unheimliche Explosionen in einem Umkreis von 40

Weder unter den Toten noch unter den Gefangenen befände sich auch nur ein einziger spanischer Miliz­soldat. Trotz der ungeheuren Verluste fülle sich diese Kolonne immer wieder auf, was ein Beweis für ununterbrocheneFreiwilligen" - Trans­porte von Ausländern sei, die zur Ver­stärkung herangeführt würden. Man hofft, daß die Luftangriffe die roten Horden zur baldigen Auf­gabe ihres rätselhaften und sinnlosen Widerstandes zwingen. Ueberläufer berichten immer wieder, daß nur noch die s o w j e t r u s s i s ch e n und französischen Drahtzieher Interesse an dem Widerstand und der gewaltsamen Zerstörung der Stadt haben und mit allen Mitteln die von der Bevölkerung ersehnte Uebergabe zu verhindern suchen.

Der Sender Teneriffa teilt mit, daß der Sohn des Marxistenhäuptlings Largo Caballero, der sich in der Gefangenschaft der Nationalisten be­findet, zum Tode verurteilt worden ist.

Auf Vorschlag der Regierung der Südafrikani­schen Union hat der König von England den süd­afrikanischen Bergbauminister Patrick Duncan zum Nachfolger des bisherigen britischen Gene­ralgouverneurs von Südafrika, Lord Clarendon, ernannt. Damit wird zum ersten Male ein Südafrikaner berufen.

Eiano berichtet dem Faschistischen Rat.

Rom, 19. Nov. (DNB.) Die Nachtsitzung

Kilometer deutlich hörbar waren. Der größte Teil des Häusermeeres der Hauptstadt verschwand nach dem Bombardement in riesigen Rauch­wolken. Bei dem sich an das Bombardement an­schließenden L u f t k a m p f schoß ein dreimotoriges nationales Bombenflugzeug ein bolschewistisches Flugzeug ab, das zwischen die Häuserblocks des Toledo-Viertels stürzte. Noch ein zweites rotes

Oer Neubau

des nationalsozialistischen Führerstaats

Großen Faschistischen Rates dauerte sechs Stünden. Die amtliche Mitteilung besagt, daß nach zwei­stündigen Ausführungen Mussolinis vom Rat eine Reihe von Erklärungen genehmigt worden ist.

Zur militärischen Lage in Italienisch-Ost­afrika wird nach Kenntnisnahme des neuesten Berichts des Vizekönigs Marschall Graziani diesem und seinen Generälen lebhafte Anerkennung gezollt und betont, daß sie zur Zeitan der Spitze ihrer unermüdlichen nationalen und Eingeborenen-Kolon- nen die Besetzung des ganzen Gebiets des Imperiums und die Befriedung der Bevölkerung vornehmen." Zur militärischen Vorberei­tung der Nation ist der Rat der Ansicht, daß siein diesem besonderen Zeitpunkt vor allem für die Luftwaffe und die Kriegsflotte be­schleunigt werden muß." Die Bemühungen für die höchstmögliche wirtschaftliche Autonomie, besonders für die Zwecke der Landesverteidigung, sollen mit allem Nachdruck fortgesetzt werden.Je­der aktive oder auch nur theoretische Widerstand gegen diese Richtlinien ist Sabotage, die streng be­straft werden muß." Die Aktion der Faschistischen Partei zur Ueberwachung der Preisent­wicklung wird gutgeheißen und die Partei auf­gefordert,sie unter Berücksichtigung aller nicht nur inneren, sondern auch internationalen Faktoren wei­ter zu entwickeln". Dem Devisenkommissar wird nach Kenntnisnahme der wirtschaftlichen und Wäh­rungslage ein Lob erteilt.

Dann nahm der Große Faschistische Rat den Bericht des Außenministers (Siano entgegen. Rach Kenntnisnahme der in Wien und Berlin unterzeichneten Protokolle gab der Rat seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß damit die Grundlagen für eine wirksame Zu­sammenarbeit zwischen dem faschistischen Italien und dem deutschen, dem österreichischen und dem ungarischen Volk gelegt worden sind. Für die erzielten Ergebnisse spricht der Rat dem italienischen Außenminister den lebhaftesten Beifall aus. Ferner erteilte der Rat nach An­hörung des Berichtes des italienischen Bol- schaflers G r a n d i der von ihm im Londoner Richteinmischungsausschuß entfalte­ten Tätigkeit seine volle Zustimmung.

Es wurde dann ein Ausschuß aus dem Kammer- vorsitzenden Graf Costanzo 'C i a n o , dem Par­teisekretär S t a r a c e, dem Justizminister S o l m i, dem Erziehungsminister B o t t a i und dem Kor­porationsminister Santini gebildet, der Vor­schläge über die Zusammensetzung und die Aufgaben der neuenKammer der Fasci und der Korporationen" machen soll.

London, 19. Nov. (DNB.) Außenminister Eden erklärte im Unterhaus zur Anerkennung der Franco-Regierung durch Italien und Deutschland, die Haltung der britischen Regierung bleibe die gleiche, wie bereits bei früheren Gelegenheiten aus­einandergesetzt worden sei. Als der Führer der Labour-Opposition Attlee erklärte, die britische Re­gierung beabsichtige also nicht, Franco anzuerkennen, antwortete Eden:Das Unterhaus wird es zu würdigen wissen, daß ein Unterschied besteht zwischen der Anerkennung einer kriegführenden Partei und der Anerkennung einer der beiden Seiten als der Regierung von Spanien. Dem habe ich nichts weiter hinzuznfügen!" Auf die Frage, ob die Erklärungen Deutschlands und Ita­liens nicht einen bewußten Bruch des Nichtein­mischungsabkommens darstellten, entgegnete Eden, auch wenn man die Regierung der einen oder anderen Seite anerkenne, sei es möglich, die Nicht­einmischungspolitik in bezug auf die Waffenliefe­rungen aufrecht zu erhalten.Was die Nichtein­mischung angeht", erklärte der Außenminister,so sage ich kategorisch, daß nach meiner Meinung andere Regierungen eine größere Schuld (?!) tragen als diejenigen Deutschlands und Italiens." Diese Feststellung, die zweifellos auf Sowjetruß- land gemünzt war, erregte den Protest des ein­zigen kommunistischen Abgeordneten Oes Unter­hauses. Die Frage, ob man sich von der deutschen und italienischen Regierung die Versicherung geben lassen wolle, daß die Anerkennung Francos nicht etwa bedeute, daß die beiden genannten Regierun­gen sich für berechtigt hielten, Waffen an Franco zu liefern, bejahte Eden und fügte hinzu, es sei das einzige Ziel der britischen Regie­rung, den Grundsatz der Nichteinmischung praktisch durchzusetzen. England sei dabei auf die Mitarbeit aller interessierten Regierungen unge­achtet der besonderen Ideologien dieser Länder an­gewiesen.

die Verstärkungen an Mannschaften, Geschüken und Material, die dauernd über Valencia und Albacete nach Madrid strömten, nicht möglich gewesen. Un­ter den Verstärkungstruppen habe sich auch eine Kavallerie-Schwadron befunden, die zum größten Teil aus Franzosen bestehe. (!) Wei­tere Abteilungen hätten Emigranten aus Deutschland enthalten.

Stabschef der SA. Viktor Luhe

legte ein Bekenntnis ab, daß die SA. das Jnitru- ment ist, das immer in der festesten Tuch­fühlung mit der gesamten Bewegung stehen muß. Indem er darauf hinwies, daß viele der Gauamtsleiter früher selbst SA.-Männer waren und genau so wie er treppauf, treppab mit Pla­katen und Flugblättern gelaufen und dem Gegner auf der Straße mit der Faust entaegengetreten sind, zeigte er, wie durch diesen Kampf in der SA eine Auslese mutiger und gläubiger Männer entstanden ist.Ich muß verlangen", so sagte er,daß die SA.-Fübrer sich nicht nur als Vorgesetzte fühlen, sondern ich muß auch von dem Führer verlangen, daß er geistig und welt­anschaulich führend vor der Front steht." An die Führer stelle er eine zweite Forderung: Er

hierzu u. a.: Neubau des Reiches ist das Werden und Wachsen der lebendigen Volksgemein­schaft, die im deutschen V o l k s st a a t ihre äußere Organisation finden soll. Dabei kommt es in erster Linie auf die Wiedererweckung der durch das gleiche Blut bedingten Gemeinschafts­kräfte im deutschen Volke und dann erst auf ihre organisatorische Erfassung in einem nach außen handlungsfähigen und einfach und klar aufgebauten Staatsapparat an, der von der natio­nalsozialistischen Bewegung ihren Impuls und ibre tragenden Ideeen erhält. Das Wesen dieses so enx« stehenden nationalsozialistischen Füh­rerstaates besteht einmal darin, daß an der Spitze ein Führer steht, dessen Geist und Wille den Staat beseelt und gestaltet, ihm sein Gepräge gibt. Bei ihm liegt die höchste und letzte Entscheidung in allen Angelegenheiten des Staates. In seiner Hand ruht damit letzten Endes alle Macht.Es muß e i n Wille sein und es muß ein Wille führen." Der

kleine politische Nachrichten

Der Regierungsausschuh für die deutsch-un­garischen Wirts chaftsbeziehungen hatte Gelegenheit, den Rahmen für die gegenseitige Ein- und Ausfuhr im Jahre 1937 festzulegen. Die Rege­lung ermöglicht eine Steigerung der beiderseitigen Ein- und Ausfuhr

vorletzte Tag der Gauamtsleitertagung auf Burg Vogelsang in der Eifel wurde mit einem arund- sätzlichen Referat Alfred Rosenbergs eröffnet. Er umriß die weltpolitische Situation Europas, in der die Nationalauffassungen und Kulturen aller europäischen Mächte und Länder gemeinsam vom Weltbolschewismus bedroht seien. Die bolschewistische Gefahr, die früher für Deutschland eine innenpolitische Angelegenheit gewesen sei, habe sich zu einer europäischen Frage ersten Ranges ent­wickelt, wie es sich im Beispiel Spaniens am be­deutsamsten ausdrücke. Das Interesse Deutschlands an der Erhaltung und am Aufbau der eigenen und der europäischen Kultur bestimme seine Verbin­dung mit allen, auch den sogenannten kleinen europäischen Staaten und regele die freundschaft­lichen Beziehungen zu den Ländern, die für einen Austausch kultureller und wirtschaftlicher Werte offen stünden.

tillerie beschränkte sich hauptsächlich auf die Be­schießung des Platzes Puerto del Sol.

Dieinternationale Kolonne" leisiet allem noch Widerftand Lissabon, 20. Nov. (DNB. Funkspr.) Ueber den Sender Sevilla teilte General 2 u e i p o de Llano mit, daß aus Anlaß der Anerkennung der spanischen Nationalregierung durch Deutschland und Italien in Sevilla eine große Freuden- kundgebung der spanischen Jugend stattfand. Die Begeisterung für diese beiden Natio­nen sei in ganz Spanien außerordentlich groß.

Der General führte weiter aus, es sei unver­ständlich, daß sich einige Staaten dazu hergeben,

verlange von einem Führer, daß er in Zivil und Uniform, da, wo er gehe und stehe, eine Wer­bung für den Nationalsozialismus ist.So sehr wie ich außenpolitisch für ein macht­volles und starkes Deutschland eintrete, so sehr bin ich aber auch der Auffassung, daß man innen­politisch nicht mit Machtmitteln regieren kann, son­dern daß das Volk mit dem Herzen gewonnen werden muß. Wir wollen wie eine gläubige Ge­meinschaft vor dem Führer stehen, so daß er bei den großen Aufgaben, die ihm gestellt sind, nicht rückwärts zu schauen braucht." Die Sendung unse­rer Zukunft ist die Schaffung einer solchen Ge­meinschaft durch die Partei als Vorbild für das Volk.

Erklärung geschaffen sei. (!) Die jüdisch - liberale News Chronicle" stellt die absurde Behauptung auf, daß die Anerkennung der spanischen National- Regierung eineoffene Verletzung des Nichtein­mischungsabkommens" sei. (!)

Francos Vlockaoebeschluß.

Englische Fühlungnahme in Burgos.

London, 19. Nov. (DNB.) Auf Grund der An­kündigung des Generals Franco, daß er d i e Häfen von Barcelona und Valencia zu blockieren beabsichtige, hat die britische Re­gierung durch ihren in Hendaye befindlichen Bot­schafter in Burgos anfragen lassen, ob eine neu­trale Schiffahrtszone im Hafen von Bar­celona vorgesehen sei. Die Bereitstellung solcher Zonen in Valencia, Taragona, Alicante und Cartagena ist von General Franco der eng­lischen Admiralität bereits z u g e f a g t worden. Sollte England bei der spanischen Nationalregierung vorstellig werden, so würden sich diese Vorstellun­gen darauf beziehen, daß England irgendeine Beein­trächtigung seiner Schiffahrt innerhalb der Drei­meilenzone nicht zulassen könne.Daily Telegraph" weist darauf hin, daß die Blockade-Erklärung der National-Regierung in erster Linie darauf hinziele, die Belieferung der spanischen Bol­schewisten mit Waffen, Munition und Mannschaften durch die Sowjetregie­rung zu verhindern. Man glaube, daß Mos­kau sich der Tatsache bewußt sei, daß es nicht in der Lage fei, die Blockade des Generals Franco zu durchbrechen. Das gehe auch daraus hervor, daß Moskau gegen die Beschlagnahme von zwei owjetrussischen Schiffen durch die Flot- enftreitfräfte Francos keinen Protest eingelegt habe.

Role Äorgien in Mdrid.

Sowjetrussische und französische Berstärtungen von der Küste her.

London, 20. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Times" veröffentlicht einen unzensierten Bericht ihres Sonderberichterstatters aus Madrid. Darin heißt es u. a.:M adrid ist heute das größte kommunistische Experiment, das jemals in Westeuropa durchgeführt worden ist. Ein kom­munistischerErziehungskommissar" sorgt dafür, daß die Stadt mit Moskauer Plakaten überschwemmt wird, und daß in den Licht- pielhäusern endlose Reihen kommunistischer Filme gezeigt werden. In der Woche, in der Ca­ballero^ aus Madrid floh, wurde eineReini- gungsaftion" unter den Beamten der Mini- terien und der Polizei vorgenommen. Es kam zu blutigen Kämpfen, in denen die Mauern des Retiro-Parks mitLeichen umsäumt wurden. Auch in den Hauptstraßen ah man Leichen, bevor der Verteidigungsausschuß die Lage in die Hand nahm.

innere Erneuerung der Wissen- s ch a f t s i d e e und die Sammlung von neuen Menschen, die diese Idee einmal auf den Lehrstühlen der hohen Schulen vertreten kön­nen. Zur Erreichung dieses Zieles müßten, auch außerhalb der alten Universitäten geistige Zentren geschaffen werden, von denen langsam und plan­mäßig die neuen Menschen der Wissenschaft hin­überwechseln könnten auf die Kommandobrücken der Universitäten.

Gegen die Befürchtung, daß jetzt, wo der Führer die Wissenschaften des Laboratoriums zur Mitar­beit am großen Werk des Vierjahresplanes auf­rief, die geistigen Wissenschaften in den Schatten treten würden, erklärte Walter Frank: Wenn die geistigen Wissenschaften so wie jene Wis­senschaften des Laboratoriums die wirtschaftliche Aufrüstung der Nation betreiben, ihrerseits a r - beiten an der geistigen Aufrichtung der Nationalseele, dann werden sie sich auch wieder jene öffentliche Achtung erringen, die sie in den vergangenen Epochen unserer Geschichte be­saßen.

Anschließend an eine frühere Aeußerung eines der führenden Juden der Vorkriegszeit, Maximilian Harden, die Schuld an der Uebermacht der Ju­den im geistigen Leben Deutschlands hätten vor allem die Deutschen selbst; denn ihre Politiker seien ungeistig und ihre geistigen Führer unpolitisch, ver­sicherte der Vortragende, daß von der neuen wissen­schaftlichen Front diese Lücke, in die sich als ein­flußreiche Vermittler die Juden eingefügt hatten, geschlossen werden würde.Nicht die Einsamkeit des Staates", so schloß der Redner,und nicht die Einsamkeit des Geistes wollen wir, sondern d i e ergänzende Zweisamkeit einer von Geist getragenen Politik und eines von der Politik beflügelten Gei st es. Möge darum die deutsche Wissenschaft und die deutschen Hochschulen den Ruf wohl verstehen, der heute von dieser Stelle aus an sie ergeht. Es ist nicht der Rus der Zerstörung, sondern der Rus der Rettung. Und derjenige, der der stärkste Anwalt der nationalsozialistischen Revolution bei der Wis­senschaft und bei den hohen Schulen ist, wird zu­gleich auch der stärkste Anwalt der Wissenschaft und der hohen Schulen sein bei der nationalsozialisti­schen Revolution."

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